36 Die Festigung der islamischen Eroberungen
36 Consolidation of the Islamic Conquests
Die Muslime befreiten viele Länder und regierten sie nach dem Islam. Der Islam hat ihnen geboten, die Zügel der Macht und der Führung in den Händen zu halten. Es ist ihnen untersagt, von Nichtmuslimen regiert zu werden. Allah (SWT) sagt in Sure an-Nisa:
The Muslims liberated many countries and ruled them by Islam. Islam has commanded them to hold the reins of power and leadership. They are forbidden from being ruled by non-Muslims. Allah (swt) says in Surah al-Nisa,
„Und niemals wird Allah den Ungläubigen einen Weg (Sieg) über die Gläubigen gewähren.“ [An-Nisa, 4:141]..
“And never will Allah grant to the disbelievers a way (triumph) over the believers.” [An-Nisa, 4:141]..
Allah (SWT) hat den Gläubigen die ʿIzzah verliehen. Er sagt in Sure al-Munafiqun:
Allah (swt) has bestowed the ‘Izzah upon the Believers. He I says in Surah al-Munafiqeen:
„Doch die Ehre gehört Allah, Seinem Gesandten (Muhammad ﷺ) und den Gläubigen, aber die Heuchler wissen es nicht." [Al-Munafiqun, 63:8].
“But honor belongs to Allah,His Messenger (Muhammad (pbuh)) and to the Believers, but the hypocrites know not.” [Al-Munafiqun, 63:8].
Doch Allah (swt) gab ihnen die Macht nicht, und Er übertrug ihnen auch nicht die Herrschaft und die Führung, bevor sie eine islamische Denkweise erlangt hatten. Diese Denkweise trug die Vorstellung in sich, die Aufgabe des Herrschens als Mittel zur Umsetzung des Islam und zur Verbreitung seiner Botschaft zu betrachten, und nicht als Ausdruck einer Machtgier. Solange sie keine islamische Denkweise erlangt hatten – das heißt, die Fähigkeit, zu verstehen, was die Herrschaft mit sich bringt, und welche Verantwortung sie vor Allah bedeutet –, wurde ihnen die Befugnis zu herrschen und die Angelegenheiten der Menschen zu besorgen, vorenthalten. Der Glanz des Islam spiegelte sich in den Handlungen jener Herrscher wider, ebenso in ihren Worten, und er erreichte die Menschen, über die sie herrschten, durch die Umsetzung der Scharia. Dies führte zwangsläufig dazu, diese Menschen zu überzeugen, sodass sie in Scharen den Islam annahmen. Die Macht, die Führung und die Herrschaft gehörten dann auch ihnen. Ihre Länder wurden zu einem islamischen Haus und Teil des Islamischen Staates.
However, Allah (swt) did not give them the might, nor had He given them the rule and the leadership until they had acquired an Islamic mindset. This mentality carried the idea of viewing the task of ruling as a means to implement Islam and propagate its Message, and not to possess a lust for power. Until they had acquired an Islamic mentality (having the ability to understand what the rule entailed and its responsibility before Allah) the authority to rule and look after the people’s affairs was kept away from them. The splendor of Islam was reflected in the actions of those rulers and in their words and it reached the people that they ruled over through the implementation of the Shari’ah. This inevitably resulted in convincing these people to the extent that they embraced Islam in crowds. The might, leadership and the rule then belonged to them too. Their countries became an Islamic household and part of the Islamic State.
Die islamischen Eroberungen wurden dadurch gefestigt, dass die eroberten Länder nach dem Islam regiert wurden, woraufhin die Menschen den islamischen Glauben annahmen. Dadurch war die Eroberung von Ländern durch den Islamischen Staat bis zum Tag des Gerichts eine feststehende Sache. Er löste seine Bevölkerung aus ihrem früheren Zustand und ihrer früheren Herrschaftsordnung heraus und verwandelte sie von Ungläubigen in Muslime, und ihr Land von Dar ul-Kufr in Dar ul-Islam. Dieser Zustand blieb bestehen, bis die islamische Herrschaft zerstört wurde. Doch ihre Bevölkerung blieb muslimisch, und ihr Land blieb islamisch, auch nachdem die islamische Herrschaft untergegangen und die Autorität des Staates geschwunden war. Obwohl der Islamische Staat gegenwärtig nicht besteht, sind die ursprünglich von den Muslimen eroberten Länder weiterhin muslimische Länder, und die Menschen bleiben Muslime. Dieses Land hat weiterhin das Potenzial für die Rückkehr der islamischen Herrschaft und für die Ausbreitung ihrer Autorität über sein Gebiet.
The Islamic conquests were consolidated by ruling the conquered countries according to Islam, followed by the people’s adoption of the Islamic belief until the conquests of countries by the Islamic State was a given until the Day of Judgment. It detached its people from their former condition and ruling authority and transformed them from disbelievers to Muslims and their country from Dar ul-Kufr to Dar ul-Islam. This state of affairs remained intact until Islamic rule was destroyed. However, its people remained Muslims and their land remained Islamic even after the Islamic rule had perished and the authority of the State dissipated. Although the Islamic State is currently absent, the countries originally conquered by the Muslims continue to be Muslim lands and the people still remain Muslims, and this land still has potential for the return of Islamic rule and the spreading of its authority over its territory.
Mehrere Faktoren haben die islamischen Eroberungen tatsächlich dauerhaft gefestigt und die Saat des Islams bis zum Tag des Gerichts eingepflanzt.
Several factors have actually consolidated the Islamic conquests permanently and implanted the seeds of Islam to the Day of Judgment.
Einige dieser Faktoren machten die Verwaltung der befreiten Länder von Anfang an einfach, etwa die Natur der islamischen Gesetzgebung. Andere Faktoren bereiteten die Menschen darauf vor, den Islam anzunehmen, etwa das Verhalten der Herrscher, während wieder andere Faktoren dazu beitrugen, die Saat des Islam tief in die Herzen und Köpfe derer zu pflanzen, die ihn annahmen, und zwar für immer, etwa die Natur der islamischen ʿAqīda.
Some of these factors made the governace of the liberated lands simple from the very beginning such as the nature of the Islamic legislation. Other factors prepared the people to enter Islam such as the behaviors of the rulers while other factors contributed to the implantation of the seeds of Islam into the hearts and minds of those who embraced it forever such as the nature of the Islamic ‘Aqeedah.
Zusammenfassend lassen sich diese Faktoren wie folgt zusammenfassen:
In summary, these factors can be summarized by the following:
1. Der Islam ist ein rationaler ʿAqīda. Er verpflichtet jeden, der ihn annimmt, ihn mit dem Verstand zu glauben. Sobald ein Mensch den Islam annimmt, wird er daher zu einem denkenden Menschen. Denn seine Aufmerksamkeit wird auf die Geschöpfe und das Universum gerichtet, die Allah (SWT) erschaffen hat, sodass er die Existenz seines Schöpfers erkennt. Dies ermutigt ihn, das Wissen um Seine Regeln zu erlangen, sie herzuleiten und seine Probleme entsprechend zu lösen. Daher wird der Islam fest zu einem Teil des Menschen werden, und dies wird ihn dazu antreiben, seine Regeln zu verstehen und umzusetzen.
1. Islam is a rational ‘Aqeedah. It compels whoever embraces it to believe in it rationally through the agency of the intellect. Thus, the moment a human being embraces Islam, he turns into a thinking person. This is so because his attention would be turned towards the creatures and universe created by Allah (swt), thus enabling him to realize the existence of his Creator and thereby encouraging him towards gaining the knowledge of His rules, to extract them and solve his problems accordingly. Therefore, Islam will conclusively become a part of the person and this will motivate him to understand its rules and implement them.
2. Der Islam verpflichtet den Muslim, Wissen zu erwerben und sich mit der islamischen Kultur vertraut zu machen. Es genügt dem Muslim nicht, lediglich die beiden Schahadatain (Glaubenszeugnisse) abzulegen, um sowohl über den Islam Bescheid zu wissen als auch ihn zu verstehen. Er sollte den Islam umfassend studieren und beginnen, sich eine klare Vorstellung vom Zweck des Menschen, des Lebens und des Universums sowie von der Art und Weise zu bilden, in der der Islam diese regelt. Dieses Wissen erweitert den Horizont des Muslims und schärft seine Wahrnehmung, wodurch es seine Denkweise bereichert und ihn zu einem Lehrer für andere macht.
2. Islam obliges a Muslim to acquire knowledge and to become acquainted with the Islamic culture. It is not enough for the Muslim to simply profess the two Shahadatain (witnesses of faith) in order to become both knowledgeable about Islam and understand it. He should comprehensively study Islam and begin to develop a clear vision about the purpose of man, life, and the universe and the manner in which Islamic regulates these. This knowledge broadens the Muslim’s horizons and develops his perception, thereby enriching his mentality, making him a teacher of others.
3. Die Natur der islamischen Ideologie und ihre Scharia erfordern, dass sie schrittweise erworben werden, d. h., dass es die Art beeinflussen muss, wie der Einzelne Informationen aus der Gesellschaft, in der er lebt, aufnimmt und verarbeitet. Die Muslime lernten den Islam, um ihn umzusetzen. Deshalb waren die Muslime stets eifrig und voller Hingabe gegenüber dem Islam. Sie besaßen ein umfassendes Denken, reiches Wissen und weite Horizonte, weil der islamische Glaube (ʿAqīda) tief in ihren Herzen und Köpfen verwurzelt war. Sie empfingen die islamischen Regeln und Meinungen auch erst nach großem Studium und gründlicher Forschung, und weil die praktische Umsetzung des Islam vorherrschend war. Die Muslime lernten den Islam nicht um des bloßen Wissenserwerbs willen, denn dies hätte sie zu wandelnden Büchern gemacht, die Informationen über den Islam enthalten. Sie wären zu intellektuellen Schwämmen geworden, die an jeder Wendung Wissen aufsaugen, aber nicht danach handeln, um die Gesellschaft zu verändern und in der Folge zu ordnen. Die Information würde (wie Wasser) schließlich versiegen, und der Einzelne würde keinen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben. Sie hörten den Islam auch nicht bloß als eine Form von Ratschlag an. Dies hätte sie zu oberflächlichen Menschen gemacht, die nicht in der Lage gewesen wären, den Glauben mit den täglichen Angelegenheiten des Lebens in Beziehung zu setzen. Die Muslime achteten darauf, diese beiden gefährlichen Wege zu meiden, nämlich den Islam um der Information willen zu lernen oder ihn als bloßen Rat aufzufassen. Die Muslime beschränkten ihr Lernen des Islam und seiner Regeln auf die vom Islam vorgeschriebene Methode, nämlich das klare und erleuchtete Verständnis des Islam, um ihn in allen Lebensbereichen umzusetzen.
3. The nature of the Islamic ideology and its Shari’yah necessitate that they should be progressively acquired, i.e., it should affect the manner in which the individual learns and processes information from the society he lives in. The Muslims learned about Islam in order to implement it. This is why the Muslims were always eager and zealous towards Islam. They had an all encompassing thought, rich knowledge, and broad horizons because the Islamic ‘Aqeedah was deeply rooted in their hearts and minds. They also received the Islamic rules and opinions after a great deal of study and research and because the practical implementation of Islam was dominant. The Muslims did not learn Islam for the sake of soaking up knowledge because this would have rendered them as mobile books containing information about Islam. This would have made them intellectual sponges, soaking up knowledge at each turn but not acting upon the information in order to change and subsequently order society. The information (like water) would eventually dry up and the individual would not make an impact up on society. They also did not merely listen to Islam as a form of advice. This would have turned them into shallow minded individuals, unable to relate the belief to the daily affairs of life. The Muslims made sure that they avoided these two dangerous paths, i.e. learning about Islam for information or taking it as mere advice. The Muslims restricted their learning of Islam and its rules to the method decreed by Islam, which is the clear and enlightened understanding of Islam in order to implement it in all walks of life.
4. Der Islam ist fortschrittlich. Er führt die Muslime zu neuen Höhen und bringt sie auf den Weg der Vollkommenheit. Er verpflichtet den Muslim zur Ausführung bestimmter Handlungen, deren Vollzug den Muslim auf eine Stufe der Vollkommenheit führen würde, auf der er geistige Überlegenheit, Seelenfrieden und wahres Glück genießen kann. Der Mensch, einmal auf eine solche Stufe erhoben, wird dort verbleiben und nicht wieder absinken. Wenn aber schon das Erreichen einer solchen Stufe der Vollkommenheit schwer zu erlangen ist, so ist das Bewahren dieser Stufe noch schwieriger. Deshalb müssen die Handlungen der Muslime beständig und dauerhaft sein und nicht nur vorübergehend. Dies ermöglicht dem Menschen, die erreichte Stufe der Überlegenheit und des Fortschritts zu bewahren.
4. Islam is progressive. It leads the Muslims to new heights and sets them on the path of perfection. It obliges the Muslim to perform certain actions, the performance of which would lead the Muslim to a level of perfection where he can enjoy spiritual superiority, peace of mind and true happiness. The human being, once raised to such a level, will remain there and will not degrade. However, if the reaching of such a level of perfection were hard to achieve, the maintaining of such a level is even harder, therefore, the actions performed by the Muslims have to be consistent and permanent, and not temporary. This enables the human being to maintain the attained level of superiority and progress.
Diese Handlungen stellen Akte der Anbetung dar, von denen einige verpflichtend und andere freiwillig sind. Wenn alle Menschen die Pflichten erfüllen würden, würde dies zu einem gemeinsamen Niveau des Fortschritts führen. Das Verrichten dessen, was über die verpflichtenden Handlungen hinausgeht, spornt die Menschen an, nach Vollkommenheit zu streben. Das Verrichten dieser Akte der Anbetung ist keine schwere Aufgabe, und es ist auch keine ermüdende oder zermürbende Erfahrung; es bedeutet auch nicht den Verzicht auf die Freuden des Lebens und ein Sich-Enthalten von seinen freudvollen Seiten. Es führt nicht zur Unterdrückung der Instinkte und folglich zum Widerspruch zur menschlichen Natur. Nein, das Verrichten solcher Akte der Anbetung, besonders der verpflichtenden, ist eine leichte Aufgabe und liegt durchaus im Vermögen jedes Menschen, unabhängig von seiner Kraft und Willensstärke. Die Akte der Anbetung hindern ihn nicht daran, das Leben zu genießen. Die freiwilligen Akte der Anbetung zu verrichten ist ein Mandub (eine empfohlene Sache), und die Muslime verrichten sie mit großem Eifer und Verlangen, in dem Wissen, dass sie dadurch das Wohlgefallen Allahs (swt) erlangen werden.
These actions constitute acts of worship, some of which are obligatory and others complimentary. Fulfilling the obligations by all people would lead to realizing a common level of progress. Performing what is beyond the obligatory actions encourages people to strive towards perfection. Performing these acts of worship is not a tough task, nor is it a tiring or shattering experience, nor does it entail deprivation of life’s pleasures and an abstention from its joyful aspects. It does not lead to the suppression of instincts and consequently to the contradiction of human nature. No, the performance of such acts of worship, especially the obligatory ones, is an easy task and well within the capability of every human being, no matter what his strength and will-power. Acts of worship do not prevent him from enjoying life. To perform the complimentary acts of worship is a Mandub (desirable matter), the Muslims perform them with great zeal and eagerness, knowing that by doing so they will gain the pleasure of Allah (swt).
5. Die Muslime eroberten andere Länder, um die Botschaft des Islam zu verbreiten. Daher empfanden sie sich als Gesandte der Barmherzigkeit und der Rechtleitung. Sie zogen in ein Land ein, regierten es nach dem Islam, und sobald die Menschen den Islam annahmen, genossen sie dieselben Rechte wie die Muslime. Danach waren sie verpflichtet, dieselben Pflichten zu erfüllen, mit denen die Muslime betraut waren. Das neu eroberte Land genoss dieselben Rechte, die der Staat anderen muslimischen Regionen gewährte, und wurde ein integraler Bestandteil des islamischen Staates, denn das islamische Herrschaftssystem ist ein System der Einheit. Deshalb empfanden die Menschen der eroberten Länder nie, dass sie kolonisiert wurden, und sie spürten auch nie den geringsten Anzeichen einer Kolonisierung. Daher überrascht es nicht, dass sich Menschen in großer Zahl dem Islam zuwandten, besonders nachdem sie erlebt hatten, wie der wahre Islam umgesetzt wurde.
5. The Muslims conquered other countries in order to convey the Message of Islam. As a result, they felt that they were envoys of compassion and guidance. They would enter a country, rule it according to Islam and as soon as the people embraced Islam, they would enjoy the same rights as the Muslims. They would then become obligated to carry out the same duties that the Muslims were charged with. The newly conquered land would enjoy the same rights that the State provided for other Muslim regions and would become an integral part of the Islamic State because the Islamic ruling system is a system of unity. That is why the people of conquered countries never felt they were being colonized, nor did they ever sense the slightest signs of colonization. Therefore, it comes as no surprise that people embraced Islam in large numbers, more so after they had witnessed true Islam being implemented.
6. Die islamische Ideologie und die islamischen Regeln sind nicht exklusiv. Es ist erlaubt, sie allen Menschen zu lehren, und es ist tatsächlich eine Pflicht, sie allen zu vermitteln, damit sie die Süße des Islam kosten und seine wahre Natur erkennen können. Der Gesandte Allahs ﷺ entsandte Statthalter, Richter und Lehrer, um die Menschen nach dem Islam zu regieren und ihnen seine Regeln beizubringen. Die Muslime, die nach ihm ﷺ kamen, eroberten viele Länder und setzten Herrscher und Lehrer ein, die den Menschen Fiqh und den Koran lehrten. Die Menschen nahmen die islamische Bildung mit offenen Armen auf, bis ihre Kultur islamisch wurde. Dies galt auch für jene, die sich dafür entschieden, den Islam nicht anzunehmen.
6. The Islamic ideology and rules are not exclusive. It is permitted to teach them to all people and it is in fact an obligation to teach them to everyone so that they can taste the sweetness of Islam and realize its true nature. The Messenger of Allah (pbuh) would send governors, judges and teachers to rule people by Islam and to teach them its rules. The Muslims who came after him (pbuh) conquered many countries and set up rulers and teachers who would teach the people Fiqh and the Qur’an. The people welcomed Islamic education with open arms until their culture became Islamic. This included those who chose not to embrace Islam.
7. Die islamische Scharia ist universal und umfassend. Deshalb mussten die Muslime nie die Gesetze des Landes studieren, das sie erobern wollten. Sie mussten nie versuchen, zwischen den Gesetzen, die sie zur Lösung der Lebensprobleme mitgebracht hatten, und den im jeweiligen Land bestehenden Gesetzen zu vermitteln oder Kompromisse zu schließen. Sie eroberten ein Land und führten die Scharia als vollständiges System ein, wobei sie den Islam vom ersten Tag ihres Einzugs in ein Land umsetzten. Ihre Methode war in dem Sinne radikal, dass es kein stufenweises Vorgehen bei der Umsetzung des Systems gab, etwa die Umsetzung der Gesetze A, B und C, nicht aber von D, weil die Umsetzung von D zu Kontroversen geführt, Menschen vom Islam abgewandt oder sich als zu schwer einhaltbar erwiesen hätte. Eine solche Gradualität existierte nicht. Es gab kein Flickwerk hier und da.
7. The Islamic Shari’ah is a universal and comprehensive. Therefore, the Muslims never needed to study the laws of the country that they were about to conquer. They never needed to try and accommodate or compromise between the laws they had brought to solve life’s problems and the laws in existence within that country. They would conquer a country and introduce the Shari’ah as a complete system, implementing Islam from the very first day they entered a country. Their method was radical in the sense that there was no phased approach to implement the system, such as implementing laws A, B, and C but not D, because implementing law D would result in controversy, turn people away from Islam, or was too difficult to adhere to. This type of gradualism did not exist. There were no patches here and there.
Die Muslime ließen sich durch den bestehenden Zustand nicht davon abhalten, das System des Islam anzuwenden. Sie eroberten das Land mit dem alleinigen Ziel, den Menschen dort den Islam zu überbringen, um ihren verderbten Zustand der Dinge und ihre unruhige Lebensweise zu ändern. Dies machte es notwendig, die alte Struktur zu entwurzeln und sie auf umfassendste Weise durch eine neue Struktur zu ersetzen. Deshalb fiel es den Muslimen von Anfang an leicht, über die neu befreiten Menschen zu herrschen. Ihre Herrschaft wurde vollständig und fest etabliert. Sie erlebten nie eine gesetzgeberische Krise und durchliefen auch keine Übergangsphase. Sie hatten ihre Botschaft, und diese gründete sich auf einen ʿAqīdah, aus dem das System, die Gesetzgebung und die Regeln hervorgingen. Es war und ist eine Scharia, die für die Anwendung auf jedes Menschengeschlecht, überall und zu jeder Zeit gültig ist.
The Muslims would not allow the status quo to prevent them from applying the system of Islam. They conquered the country with the sole aim of conveying Islam to its people in order to change their corrupt state of affairs and turbulent way of life. This necessitated the uprooting of the old structure and replacing it with a new structure in a most comprehensive manner. That is why it was easy for the Muslims to rule the newly liberated people from the very first day. Their rule would be completely and firmly established. They never suffered any legislative crisis nor did they undergo a transitional period. They had their Message and it was based on an ‘Aqeedah from which the system, legislation and rules emanated. It was and is a Shari’ah that is valid for implementation upon any human race, anywhere and at anytime.