45 Verhinderung der Errichtung des Islamischen Staates
45 Preventing the Establishment of the Islamic State
Nach dem Ersten Weltkrieg besetzten die Alliierten alle Länder des Islamischen Staates. Ihr Hauptziel war es, den Staat endgültig zu zerstören und anschließend sicherzustellen, dass er nie wieder entstehen würde. Nachdem sie den Islamischen Staat zerstört hatten, sorgten sie dafür, dass der Islamische Staat in keinem Teil seiner Länder wiedererrichtet werden konnte. Sie entwarfen mehrere Pläne und wandten verschiedene Methoden an, um sicherzustellen, dass der Islamische Staat nie wieder zur Existenz zurückkehren würde, und sie arbeiten bis heute auf dieses Ziel hin.
In the wake of the First World War, the allies occupied all the lands of the Islamic State. Their main aim was to destroy the State for good and then ensure that it would never rise again. Once they had destroyed the Islamic State, they set about making sure that the Islamic State could not be reestablished in any part of its lands. They designed several plans and used several methods to make certain that the Islamic State would never return to existence, and they are still working towards that objective.
Nach einem sorgfältig durchdachten Plan machten sich die ungläubigen Kolonialmächte vom ersten Tag an, an dem sie die islamische Welt besetzten, daran, ihren Griff über die muslimischen Länder zu festigen. Im Jahr 1918 besetzten sie die Länder, die noch unter der Herrschaft des ʿUthmānī-Staates standen, und errichteten in ihnen bis 1922 eine Militärherrschaft. Ihren Würgegriff verstärkten sie durch das Mandatssystem oder durch eine scheinbare Selbstverwaltung. Dann kam das Jahr 1924. In jenem Jahr unternahm der Feind, vor allem Großbritannien, zahlreiche Schritte, um jegliche Bestrebungen zu unterdrücken, die direkt oder indirekt auf die Wiederbelebung des islamischen Staates abzielten.
Following a carefully designed plan, the disbelieving colonial powers set about strengthening their grip on the Muslim lands, from the very first day that they occupied the Islamic world. In 1918, they occupied the countries which were still under the rule of the ‘Uthmani State and established military rule within them until 1922. They concentrated their stranglehold over them through mandatory rule or self autonomy. Then came 1924. In that year, many steps were taken by the enemy, especially Britain, in order to quell any moves; whether directly or indirectly, aimed at reviving the Islamic State.
In diesem Jahr schaffte Mustafa Kemal das Kalifatssystem im Osmanischen Staat ab, aufgrund des direkten Drucks der kolonialen Ungläubigen, und machte die Türkei zu einer „demokratischen“ Republik. Damit zerstörte er das Gespenst des Kalifats und mit ihm den letzten Rest der Hoffnung, dass der Islamische Staat ein Comeback feiern könnte. In diesem Jahr wurde al-Husain ibn Ali aus dem Hidschaz vertrieben und auf Zypern inhaftiert, da er ein Auge auf das Kalifat geworfen hatte. Im selben Jahr sorgten die Briten über ihre Kollaborateure dafür, dass die in Kairo abgehaltene Kalifatskonferenz abgesagt wurde und zum Scheitern verurteilt war. Ebenfalls in diesem Jahr bemühten sich die Briten intensiv, die in Indien gegründete Kalifatsbewegung aufzulösen, und sorgten dafür, dass die Ziele der Bewegung vereitelt und ihre Tendenz in eine nationalistische und sektiererische umgewandelt wurde. Noch im selben Jahr wurde, unter dem Druck der kolonialen Ungläubigen, Literatur einiger Gelehrter der al-Azhar veröffentlicht, die die Trennung der Religion vom Staat forderte, behauptete, der Islam enthalte keine Grundlagen für Regierung oder Herrschaft, und den Islam als eine theologische (kahanutische) Religion ohne Grundlagen oder Lehren über Herrschaft und Staat darstellte. Wiederum im selben Jahr und im folgenden Jahr standen in den arabischen Ländern durch Sophisten gesponserte Debatten und Auseinandersetzungen über zwei Themen im Mittelpunkt: Welche der beiden Ligen wäre besser, die Arabische Liga oder die Islamische Liga? Zeitungen und Zeitschriften richteten ihre Aufmerksamkeit auf diese Frage, obwohl beide Ligen eine schädliche Wirkung hatten und ihre bloße Existenz ein Hindernis für jeden Versuch darstellte, den Islamischen Staat wiederherzustellen. Dennoch gelang es den kolonialen Ungläubigen, diese Debatte anzustoßen, um die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Thema abzulenken, nämlich dem Islamischen Staat. Diese Schritte führten somit dazu, dass die Gedanken der Menschen in den muslimischen Ländern vom Konzept des Kalifats und des Islamischen Staates entfernt wurden.
In that year, Mustafa Kemal abolished the Khilafah System in the ‘Uthmani State due to direct pressure from the colonial disbelievers and turned Turkey into a ‘democratic’ republic. He thus destroyed the specter of the Khilafah and with it the last vestige of hope for the Islamic State to stage a comeback. In that year, al-Hussein ibn ‘Ali was expelled from Hijaz and imprisoned in Cyprus as he had an eye on the Khilafah. In the very same year, the British, through their collaborators, intervened to make sure that the Khilafah conference held in Cairo was called off and doomed to failure. Again, in that same year, the British worked hard to dissolve the Khilafah movement established in India, making sure that the movement’s ambitions were aborted and its tendency was transformed into a nationalist and sectarian one. Still in the same year, and following pressure from the colonial disbelievers, literature written by some of al-Azhar’s scholars calling for the separation of the Deen from the State, claiming that Islam does not contain any fundamentals for government or ruling, and portraying Islam as a theological (Kahanuty) religion with no basics or teachings about ruling and the State, was published. Yet again in that same year and the following one, some Sophist sponsored debates and arguments over two topics took center stage in the Arab countries: Which of the two leagues would be better, the Arab league or the Islamic league? Newspapers and magazines focused their attention on this issue, despite the fact that both leagues had a damaging effect and that their very existence presented an obstacle in the face of any attempt to reestablish the Islamic State. Nevertheless, the colonial disbelievers managed to bring about this debate in order to direct attention away from the real issue, which was the Islamic State. These moves, therefore, managed to distance the people’s minds in the Muslim lands away from the concept of the Khilafah and the Islamic State.
Vor ihrer Besetzung begannen die Kolonialmächte, nationalistische Parolen unter der türkischen Jugend zu verbreiten, indem sie behaupteten, die Türkei sei damit belastet worden, die Angelegenheiten nicht-türkischer Völker zu führen, und es sei höchste Zeit, sie diesen Völkern selbst zu überlassen. Auch politische Parteien arbeiteten daran, den türkischen Nationalismus zu verbreiten, und forderten die Unabhängigkeit der Türkei von den nicht-türkischen Ländern. Die Ungläubigen verbreiteten dieselben Vorstellungen unter arabischen Jugendlichen und förderten den arabischen Nationalismus. Sie beschrieben die Türkei als besatzende Macht und riefen die Araber auf, sich von der Besatzung durch die Türken zu befreien. Ebenso wurden politische Parteien gegründet, die die arabische Einheit und die arabische Unabhängigkeit forderten. Sie füllten bald das Vakuum, das zuvor von islamischen Vorstellungen eingenommen worden war. Infolgedessen erlangten die Türken ihre Unabhängigkeit auf der Grundlage des Nationalismus, und die Araber begannen, auf einer nationalistisch-geographischen Grundlage nach Autonomie zu streben. Die Konzepte von Nationalismus und Patriotismus verbreiteten sich rasch im ganzen Volk, und die Muslime waren stolz auf diese Konzepte.
Prior to their occupation the colonial powers began spreading nationalistic slogans amongst the Turkish youth by claiming that Turkey had been burdened with the running of the affairs of non-Turkish people and that it was high time she left those people to their own fate. Political parties also worked towards spreading Turkish nationalism and called for Turkey’s independence from the non-Turkish countries. The disbelievers spread the same concepts among Arab youths and encouraged Arab nationalism. They described Turkey as being an occupying force and called on the Arabs to rid themselves of being occupied by the Turks, and likewise, political parties calling for Arab unity and Arab independence were formed. They soon filled the vacuum which was once graced by Islamic concepts. Consequently, the Turks gained their independence on the basis of nationalism, and the Arabs began working towards achieving autonomy on a nationalist geographic basis. The concepts of nationalism and patriotism spread rapidly throughout the nation, and the Muslims prided themselves on these concepts.
Die Kolonialmächte beließen es nicht dabei, sondern gingen weiter, indem sie falsche Vorstellungen über das islamische Herrschaftssystem und über den Islam verbreiteten und das Kalifat als eine päpstliche und priesterliche Herrschaft darstellten. Dies ging so weit, dass sich die Muslime schämten, das Wort Khalifah zu erwähnen oder das Konzept des Kalifats zu verkünden. Zu dieser Zeit entstand unter den Muslimen eine verbreitete Vorstellung, die der Errichtung des islamischen Staates im Wege stand: Jede Verkündung des Wortes Khilafah gelte als rückständig und zeuge von Starrheit, und kein gebildeter Mensch dürfe es aussprechen.
The colonial forces did not stop at that, but went further by spreading erroneous concepts about the Islamic ruling system and Islam, portraying the Khilafah as being a papal and priestly rule. This reached the point whereby the Muslims were embarrassed to mention the word Khalifah, or to proclaim the concept of the Khilafah. At this time there arose a popular conception Preventing the Establishment of the Islamic State amongst the Muslims that any proclamation of the word Khilafah was backward and pointed up rigidity, and that it should not be uttered by any educated person.
Inmitten dieses stark nationalistischen Gefühls, das in der Gesellschaft an Schwung gewonnen hatte, zerschlugen die Ungläubigen den Islamischen Staat. Sie zerstückelten ihn in kleine Staatsgebilde und ermutigten die lokalen Gemeinschaften, diese Spaltungen zu vertiefen. Der ʿUthmānische Staat wurde in mehrere Staaten aufgeteilt, nämlich: die Türkei, Ägypten, Irak, Syrien, Libanon, Palästina, Ostjordanien, Hidschas, Najd und Jemen. Politiker in diesen Kleinstaaten, sowohl die Kollaborateure als auch jene mit guten Absichten, begannen, in jedem Land Konferenzen abzuhalten, und forderten ihre Unabhängigkeit, d. h. die Unabhängigkeit des Landes, das die Ungläubigen unter Ausschluss der anderen Kleinstaaten gegründet hatten. Auf dieser Grundlage wurde der Staat Türkei gegründet, ebenso die Staaten Irak, Ägypten, Syrien usw. Danach wurde in Palästina eine nationale Heimstätte für die Juden gegründet, die anschließend in ein unabhängiges Gebilde umgewandelt wurde. Sie diente den Ungläubigen als politischer Brückenkopf zur muslimischen Welt und dazu, die Aufmerksamkeit der Muslime von den kolonialen Ungläubigen abzulenken, also von den westlichen Ländern wie Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Frankreich, und sie sollte eines der Hindernisse bilden, die der Rückkehr des Islamischen Staates im Wege stehen. Diese geografische Lage und die allgemeine Szenerie waren beide so angelegt, dass sichergestellt würde, dass die Muslime sich niemals befreien könnten.
It was amidst this highly nationalistic feeling, which had gathered momentum within society, that the disbelievers dismembered the Islamic State. Parceling it up into little statelets, and encouraging local communities to strengthen these divisions. The ‘Uthmani State was divided into several states, these being: Turkey, Egypt, Iraq, Syria, Lebanon, Palestine, East Jordan, Hijaz, Najd and Yemen. Politicians in these statelets, both the collaborators and those with good intentions, began to hold conferences in every country, demanding their independence, i.e. independence for the country that the disbelievers had founded to the exclusion of the other statelets. On this basis the State of Turkey was founded, as were the states of Iraq, Egypt, Syria etc. Then a national homeland for the Jews was founded in Palestine, which was then subsequently turned into an independent entity. It was used by the disbelievers as a political bridgehead to the Muslim World and to draw the attention of the Muslims away from the colonial disbelievers, i.e. the Western countries such as Britain, the United States and France, and for it to constitute one of the obstacles which stand in the way of the return of the Islamic State. This geographical situation and the general scene were both designed to ensure that the Muslims would never be able to liberate themselves.
Die Ungläubigen machten sich daran, das kapitalistische System in der Wirtschaft und das demokratische System in der Regierung umzusetzen. Außerdem führten sie westliche Gesetze in ihren Verwaltungs- und Justizsystemen ein. Sie verbreiteten ihre Kultur und ihre Vorstellungen vom Leben und bemühten sich ernsthaft, ihre Sichtweise auf das Leben durchzusetzen, sodass ihre Lebensweise zu der wurde, die die Muslime übernahmen und befolgten. Ihr Streben war tatsächlich von Erfolg gekrönt. Sie machten Ägypten zu einem Sultanat, danach wurde eine parlamentarische Monarchie errichtet. Im Irak wurde ein System der parlamentarischen Monarchie eingeführt. Syrien und der Libanon wurden zu Republiken, in Ostjordanien wurde ein Emirat errichtet, während Palästina unter Mandatsherrschaft gestellt wurde, die mit der Errichtung eines parlamentarisch-demokratischen Systems für die Juden endete. Der restliche Teil Palästinas wurde an Ostjordanien angegliedert und in eine parlamentarische Monarchie umgewandelt. Im Hidschas und im Jemen wurden diktatorische Monarchien errichtet, und in der Türkei entstand eine präsidiale Republik. Afghanistan erhielt eine erbliche Monarchie. Die kolonialen Ungläubigen ermutigten den Iran, das kaiserliche System beizubehalten, während Indien eine Kolonie blieb, bis es schließlich in zwei Staaten geteilt wurde. Die kolonialen Ungläubigen schafften es somit, ihr System auf muslimischem Boden durchzusetzen, und dadurch schwand nach und nach der Gedanke an die Wiedererrichtung der islamischen Herrschaft in den Köpfen der Menschen.
The disbelievers set about implementing the Capitalist system in Economics and the Democratic system in Government. They also introduced Western laws in their Administrative and Judicial systems. They spread their culture and their concepts about life, and earnestly attempted to establish their viewpoint about life so that their way of life became the one that the Muslims adopted and followed. They have in fact succeeded in this quest. They turned Egypt into a Sultanate, then a parliamentary monarchy was established. In Iraq, a parliamentary monarchy system was established. Syria and Lebanon became republics and in East Jordan an emirate was established, while Palestine was put under mandatory rule which ended in the establishment of a parliamentary democratic system for the Jews. The remainder of Palestine was joined to East Jordan and turned into a parliamentary monarchy. In Hijaz and in Yemen, dictatorial monarchies were established, and in Turkey a presidential republic was formed. Afghanistan was fitted with a hereditary monarchy. The colonial disbelievers encouraged Iran to maintain the Imperial system while India remained a colony, until eventually it was divided into two states. The colonial disbelievers, therefore, managed to impose their system on Muslim land, and by so doing the concept of reestablishing the Islamic rule gradually waned in people’s minds.
Darüber hinaus wurde jede lokale Gemeinschaft ermutigt, an dem System festzuhalten, das die Ungläubigen für sie errichtet hatten, und sie strebten die vollständige Unabhängigkeit von allen anderen Ländern an, aus denen sich die muslimische Welt zusammensetzte. So wurde ein Iraker in Ägypten zum Ausländer. Die Herrscher jedes Kleinstaates wurden eifriger darin, das kapitalistisch-demokratische System zu schützen, als die Gründer des Systems selbst. Sie wurden zu Stellvertretern, die über das System und die Verfassung wachten und sie bewahrten, welche die Kolonialmächte für sie eingerichtet hatten.
Furthermore, each local community was encouraged to hold on to the system that the disbelievers had established for it and they worked towards achieving total independence from all other countries that comprised the Muslim world. Thus, an Iraqi became a foreigner in Egypt. The rulers of each statelet became more keen to safeguard the Capitalist democratic system than the founders of the system itself. They became surrogates, watching over and guarding the system and constitution that the colonial powers had set up for them.
Die kolonialen ungläubigen Mächte setzten westliche Gesetze direkt auf muslimischem Land durch. Zuvor hatten sie versucht, sie über ihre Kollaborateure in den muslimischen Ländern einzuführen. Die Ungläubigen begannen ihre Versuche, westliche Gesetze einzuführen, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie begannen, die Menschen in Ägypten zu ermutigen, das französische Zivilrecht anzunehmen, um die Scharia zu ersetzen, und hatten damit Erfolg: Ab 1883 begann Ägypten, das französische Justizsystem anzuwenden. Das alte französische Zivilrecht wurde übersetzt und in Kraft gesetzt; es wurde das neu eingeführte System in Ägypten und ersetzte in den Gerichten die Scharia. Eine ähnliche Bewegung begann 1856 innerhalb des Osmanischen Staates mit dem Ziel, dort westliche Gesetze einzuführen. Diese Bewegung verlief jedoch nicht so leicht wie in Ägypten, weil das Kalifat selbst im Osmanischen Staat seinen Sitz hatte.
The colonial disbelieving powers implemented Western laws directly on Muslim land. Previously, they had attempted to implement them through their collaborators in the Muslim countries. The disbelievers initiated their attempts to introduce Western laws in the first half of the 19th century. They began encouraging people in Egypt to adopt French civil laws so as to replace the Shari’ah, succeeding in doing so and Egypt began implementing the French Judicial system in 1883. The old French civil law was translated and enacted, it became the newly adopted system in Egypt replacing the Shari’ah in the courts. A similar move began within the ‘Uthmani State in 1856 with the aim of introducing Western laws there. However, this move was not as easy as in Egypt because the Khilafah itself was based in the ‘Uthmani State.
Doch aufgrund der Hartnäckigkeit der Ungläubigen und der Bereitschaft ihrer Helfershelfer gelang es ihnen, das Strafgesetzbuch sowie neue, nicht-islamische Rechts- und Handelsgesetze einzuführen, indem sie Fatwas beschafften, die besagten, dass diese kufr-Gesetze nicht im Widerspruch zum Islam stünden. Der Gedanke der Kodifizierung setzte sich daraufhin fest, und Al-Majalla (ein 1868 herausgegebenes Regelwerk für Transaktionen, das aus den schwachen Meinungen zahlreicher Madhahib zusammengestellt wurde und die Lage rechtfertigte) wurde als Gesetz übernommen. Al-Majalla wurde als Gesetz kodifiziert. Das Gerichtswesen wurde in zwei Zweige geteilt: 1) ein Scharia-Gericht, das die Regeln der Scharia anwendet; 2) ein Zivilgericht. Der Islamische Staat wandte dabei a) westliche Gesetze an, gerechtfertigt durch einige Fatwas, die besagten, dass diese Gesetze nicht im Widerspruch zum Islam stünden, und b) Scharia-Gesetze, nachdem sie nach westlichem Vorbild als Gesetz kodifiziert worden waren. Dies betraf das Recht. Was die Verfassung betrifft, so wurden parallel zur Bewegung für eine neue Kodifizierung Schritte unternommen, eine neue Verfassung für den Staat zu entwerfen, mit der französischen Verfassung als Vorlage. Diese Bemühungen waren 1878 beinahe erfolgreich, scheiterten jedoch am erbitterten Widerstand der Muslime, die sich ihnen entgegenstellten und sie zum Stillstand brachten. Doch die Hartnäckigkeit der kolonialen Ungläubigen, verbunden mit dem Erfolg ihrer Helfershelfer und derer, die von ihrer Kultur verführt worden waren, ermöglichte es der Bewegung zur Ausarbeitung einer Verfassung, erneut aufzukommen, und diesmal gelang ihr Vorhaben. Die Verfassung wurde 1908 mit der Annahme und Umsetzung der neuen Gesetzgebung in Kraft gesetzt. Alle muslimischen Länder mit Ausnahme der Arabischen Halbinsel und Afghanistans wurden fortan unmittelbar nach westlichen Gesetzen regiert. Damit wurden die Gesetze der Scharia aufgegeben, was bedeutete, dass die Herrschaft des Kufr durchgesetzt und die Herrschaft des Islam verworfen wurde.
However, due to the disbelievers’ persistence, and the response of their collaborators, they succeeded in introducing the penal code and new non- Islamic legal and commercial laws by securing Fatawa which stated that these Kufr laws did not contradict Islam. The concept of codification then took root and Al Majalla (Code issued in 1868 as a canon for transactions compiled from the weak opinions of many Madhahib, which justified the situation) was adopted as a law. Al Majalla was codified as law. The court system was divided into two: 1) a Shari’yah court, using Shari’yah rules. 2) civil court, The Islamic State using a.) Western laws, justified by some Fatawa stating that these laws did not contradict Islam. b.) Shari’ah laws after being codified as a law in imitating western process. This was concerning the law. As for the constitution, moves aimed at drafting a new constitution for the State, using the French constitution as its source, were made in conjunction with the movement for new codification. These moves nearly succeeded in 1878 except for the fierce resistance of the Muslims who stood up to them and stopped them in their tracks. However, the colonial disbelievers’ persistence, coupled with the success of their collaborators and those who were seduced by their culture, enabled the movement for the drafting of a constitution to emerge once more and this time succeeded in its task. The constitution was put into practice in 1908 with its adoption and implementation of the new legislation. All Muslims lands, with the exception of the Arabian Peninsula and Afghanistan, came to be directly governed by Western laws3. Thus, the Shari’ah laws were abandoned and this meant that Kufr rule was enforced and the rule of Islam discarded.
Was der Herrschaft des Kufr half, ihren Griff über die Muslime zu festigen, war die Tatsache, dass die Kolonialisten ihre Strategie darauf gründeten, die Bildungspolitik des Islamischen Staates zu verändern. Sie entwarfen ein neues Bildungsprogramm für die Muslime. Ziel dieses Lehrplans war es, Menschen mit einer westlichen Persönlichkeit hervorzubringen, also solche mit einer kapitalistisch-säkularen Sichtweise auf die Regelung der Lebensangelegenheiten. Diese Programme, auch jene an islamischen Universitäten, sind bis heute in allen Ländern der muslimischen Welt in Kraft. Infolgedessen haben wir viele Lehrer, die die Sicherheit dieser Bildungsprogramme gewährleisten. Sie übernehmen einflussreiche Posten und führen die Wünsche der Ungläubigen aus. Die Bildungspolitik beruhte auf zwei Grundsätzen.
What helped the rule of Kufr to strengthen its grip over the Muslims was the fact that the colonialists had based their strategy on changing the Islamic State’s education policy. They designed a new educational program for the Muslims. The objective of this curriculum was to produce individuals with a Western personality, i.e., someone with a capitalistic/secular outlook to regulating life’s affairs. These programs, including those in Islamic universities, are still in force today throughout all the countries of the Muslim world. As a result, we have many teachers that ensure the safety of these educational programs. They take up influential posts, carrying out the wishes of the disbelievers. The education policy was founded on two principles.
Das erste Prinzip bestand darin, die Religion (Deen) von den weltlichen Angelegenheiten des Lebens zu trennen, was naturgemäß zur Trennung der Religion vom Staat führen würde. Diese Maßnahme sollte außerdem sicherstellen, dass junge Muslime die Wiedererrichtung des Islamischen Staates abwehren würden, da sie dem Fundament widerspräche, auf dem sie erzogen worden waren.
The first principle was to separate the Deen from the temporal affairs of life, which would naturally lead to the separation of the Deen from the State. This measure was also designed to ensure that young Muslims would fight off the re-establishment of the Islamic State as it would contradict the basis upon which they had been educated.
3 Übersetzer – Dies traf bis zum Erscheinen dieses Buches im Jahr 1952 zu. Heute jedoch werden alle muslimischen Länder nach westlichen Gesetzen regiert.
3 Translator - This was true until 1952 when this book was published. However, now all Muslims lands are governed by Western laws.
Der zweite Grundsatz bestand darin, die Persönlichkeit des kolonialen Ungläubigen zur Hauptquelle der Nachahmung für junge Muslime zu machen. Dadurch ließen sich ihre Gedanken leicht mit seiner Kultur und seinen Informationen durchdringen. Ein solcher Schritt bedeutete, dem Kafir Respekt zu erweisen. Er bedeutete, ihn zu verherrlichen und zu versuchen, ihn nachzuahmen und sich mit ihm anzufreunden, obwohl er ein kolonialer Ungläubiger war. Er bedeutete auch, die Muslime zu verachten und geringzuschätzen, damit er von ihnen ferngehalten wurde. Die Abscheu, die man ihm entgegenbrachte, verhinderte somit, dass jemand etwas von ihm übernahm oder lernte, und veranlasste sie ganz natürlich, sich der Wiederherstellung des Islamischen Staates zu widersetzen.
The second principle was to make the personality of the colonial disbeliever the main source of emulation for young Muslims. This would then readily facilitate their minds to be imbued with his culture and information. Such a move entailed giving respect to the Kafir. It entailed glorifying him, and an attempt to emulate and befriend him, despite the fact that he was a colonial disbeliever. It also entailed holding the Muslims in contempt and disdain so that he was kept away from him. The feelings of disgust displayed towards him thus prevented anyone taking or learning anything from him and naturally compelled them to fight the reestablishment of the Islamic State.
Die Kolonialherren waren der Ansicht, dass der Schullehrplan, den sie selbst entworfen und genau überwacht hatten, nicht ausreichte. Sie gingen weiter und errichteten missionarische Schulen, die auf ihren kolonialistischen Grundsätzen beruhten. Außerdem wurden Kulturzentren damit beauftragt, irregeleitete politische Ausrichtungen zu verbreiten. Infolgedessen wurde die Umma in den verschiedenen „Lern“-Zentren mit einer geistigen Atmosphäre genährt, die sie von dem Gedanken an die Wiedererrichtung des Islamischen Staates wegführte und sie daran hinderte, auf dieses Ziel hinzuarbeiten.
The colonialists felt that the school syllabus, which they had designed and closely monitored, was not enough. They went further by establishing missionary schools based on their colonialist principles. In addition, cultural centers were tasked with the spreading of misguided political orientations. Consequently, the intellectual atmosphere in these various “learning” centers led to the Ummah being fed with the culture that led her away from thinking about reestablishing the Islamic State and prevented her from working towards that cause.
Die Trennung des Din von den Angelegenheiten des Lebens wurde unter den Intellektuellen zu einem weitverbreiteten Konzept. Für den übrigen Teil der Gesellschaft zeigte sie sich als Trennung des Din von der Politik, also von der Regelung ihrer alltäglichen Angelegenheiten und Anliegen. Infolgedessen behaupteten manche Intellektuelle, die Ursache für den Niedergang der Muslime liege in ihrer Bindung an den Din, und sie meinten, der einzige Weg zu ihrer Wiedererhebung führe über den Nationalismus. Andere behaupteten, die Ursache für den Niedergang der Muslime sei das Fehlen von Moral. Im ersten Fall wurden nationalistische politische Parteien gegründet, die vorgaben, eine islamische Grundlage zu haben. Das war lediglich eine kolonialistische List. Im zweiten Fall bildeten sich mehrere Gruppen auf der Grundlage von Moral, Predigt und geistiger Anleitung. Diese begannen, auf die sittliche Vervollkommnung des Einzelnen hinzuarbeiten und sich nicht in die Politik einzumischen. Gerade das Vorhandensein dieser Parteien und Organisationen erwies sich als wirksames Hindernis für die Bemühungen um die Wiederherstellung des Islamischen Staates. Sie lenkten die Gedanken der Muslime ab. Hinzu kommt, dass diese Parteien ebenfalls auf einer kolonialistischen Grundlage gegründet waren, die dem Islam widerspricht, und deshalb verhinderten sie unbeabsichtigt die Wiederherstellung des Islamischen Staates.
Separating the Deen from life’s affairs became a widespread concept amongst intellectuals. For the rest of society, it was manifested as a separation of the Deen from politics, or the regulation of their daily affairs and concerns. As a result, some of the intellectuals claimed that the cause behind the decline of the Muslims was their attachment to the Deen and they claimed that the only path to their revival would be through nationalism. Others claimed that the cause behind the Muslims’ decline was the absence of morals. On the first count, nationalistic political parties were established, claiming that they had an Islamic basis. This was merely a colonialist ploy. On the second count, several groups were formed on the basis of morals, preaching and spiritual guidance. These began to work towards moral excellence of the individual, and not to get involved in politics. It was the presence of these parties and organizations that proved to be the effective obstacle in the efforts made to reestablish the Islamic State. They distracted the minds of the Muslims. In addition, these parties were also established on a colonialist basis that contradicts Islam, and because of this they inadvertently prevented the reestablishment of the Islamic State.
Um die neu verabschiedeten politischen Programme abzusichern, wurden neue Gesetze entworfen. Einige Gesetze wurden erlassen, um die Gründung islamischer politischer Parteien und Bewegungen zu verhindern. Es gab Gesetze, die bestimmte Klauseln enthielten, welche politischen Parteien und Bewegungen ein demokratisches System vorschrieben und festlegten, dass sie ihre Mitgliedschaft nicht auf eine bestimmte Glaubensrichtung beschränken dürfen. Damit wurde es gesetzwidrig, in muslimischen Ländern irgendwelche islamischen Gruppen oder Parteien zu gründen, damit der Islamische Staat nicht wiederaufersteht. Muslime hatten kein Recht, irgendeine Partei oder Bewegung zu gründen, mit Ausnahme von Wohltätigkeitsorganisationen oder ähnlichen Organisationen. Ihnen war untersagt, sich auf der Grundlage des Islam politisch zu betätigen. Einige der eingeführten Gesetze betrachteten die Gründung islamischer politischer Parteien als schwere Straftat, die eine Bestrafung verdiente. Die in der muslimischen Welt verbreiteten politischen Programme waren mithilfe der verabschiedeten Gesetze daher darauf ausgerichtet, die Wiedererrichtung des Islamischen Staates zu verhindern.
To safeguard the newly adopted political programs, new laws were drafted. Some laws were enacted to bar the establishment of Islamic political parties and movements. There were laws that included certain clauses which imposed a democratic system on political parties and movements, and specified that they should not restrict their membership to any particular sect. This meant that it became against the law to establish any Islamic groups or parties in Muslim countries lest the Islamic State should be reborn. Muslims had no right to establish any party or movement except charity organizations or other similar organizations. They were restricted from indulging in political work on the basis of Islam. Some of the laws that were introduced considered establishing Islamic political parties a serious crime that deserved punishment. The political programs propagated in the Muslim world, with the help of the adopted laws, were therefore, focused on preventing the reestablishment of the Islamic State.
Die Kolonialherren beließen es nicht dabei, sondern beschäftigten die Muslime darüber hinaus mit belanglosen Dingen, mit dem Ziel, sie davon abzulenken, über den Islamischen Staat nachzudenken. Sie förderten islamische Konferenzen, die als Ablenkung von der eigentlichen Arbeit dienten, nämlich dem islamischen Ruf und der Wiederaufnahme der islamischen Lebensweise unter dem Dach des Islamischen Staates. Solche Konferenzen waren ein wirksames Mittel, mit dem die Muslime ihren Frust abreagieren konnten, und sie boten ein Sicherheitsventil, über das sich islamische Gefühle kanalisieren ließen. Auf diesen Konferenzen wurden Beschlüsse gefasst, in den Zeitungen veröffentlicht und im Radio verkündet, doch niemals umgesetzt.
The colonialists did not stop there but went on to occupy the Muslims with trivial matters, aiming to distract them from thinking about the Islamic State. They encouraged Islamic conferences which served as a diversion from the real work, i.e. the Islamic call and the resumption of the Islamic way of life under the umbrella of the Islamic State. Such conferences served as an effective way for the Muslims to vent their frustrations and provided a safety valve to channel one’s Islamic emotions. Decisions would be made at these conferences, published in the newspapers, and announced on radio stations, but never executed.
Schriftsteller und Dozenten wurden ebenfalls ermutigt, den Islamischen Staat als Bedrohung darzustellen. Sie verbreiteten die Vorstellung, der Islam enthalte kein Herrschaftssystem. Bücher und Aufsätze, verfasst von einigen angeheuerten Muslimen, wurden veröffentlicht, die diese kolonialistischen Vorstellungen transportierten, um die Muslime irrezuführen, sie von ihrem Din abzubringen und davon abzuhalten, auf die Wiederherstellung der islamischen Lebensweise gemäß den Regeln dieses Din hinzuarbeiten.
Writers and lecturers were also encouraged to present the Islamic State as a threat. They promoted the concept that Islam does not contain a ruling system. Books and essays, written by some hired Muslims, were published carrying these colonialist concepts in order to lead the Muslims astray, divert them from their Deen, and from working towards the resumption of the Islamic way of life according to the rules of that Deen.
Seit der Zerschlagung des Islamischen Staates haben die Kolonialmächte unermüdlich daran gearbeitet, der Wiedererrichtung des Islamischen Staates Hindernisse in den Weg zu legen. Sie haben ihre Bemühungen darauf konzentriert, seine erneute Entstehung zu verhindern, nachdem sie ihn zuvor von der Erdoberfläche getilgt hatten.
Since destroying the Islamic State, the colonialists have persevered in their bid to place obstacles in the way of the re-establishment of the Islamic State. They have concentrated their efforts to prevent its formation again after first having abolished it from the face of the earth.