40 Die missionarische Invasion
40 The Missionary Invasion
Europa begann seinen Einmarsch in den Islamischen Staat im Namen der Wissenschaft, und es stellte dafür beträchtliche Mittel bereit. Tatsächlich war der Einmarsch verdeckt kolonial, doch er wurde als Missionsarbeit im Namen der Wissenschaft und der humanitären Hilfe verkleidet. Dieser Einmarsch war so angelegt, dass die Abteilungen für politische Aufklärung und kulturelle Kolonisierung sich in den muslimischen Ländern niederlassen konnten, bis sie zum Herzen und zur Speerspitze des westlichen kolonialen Molochs wurden. Die Kolonisierung begann, als die muslimische Welt ihre Tore der westlichen Kultur öffnete, unter dem Deckmantel missionarischer Vereinigungen, die vor allem französisch, englisch und amerikanisch waren.
Europe began its invasion of the Islamic State in the name of science and it appropriated large budgets for that purpose. In fact, the invasion was covertly colonial, but disguised as missionary work in the name of science and humanitarian aid. This invasion was designed to enable the departments of political intelligence and cultural colonization to settle in Muslim countries until they became the heart and spearhead of the Western colonial juggernaut. Colonization began when the Muslim world opened its gates to Western culture via the guise of missionary associations, which were mainly French, English and American.
Infolge dessen drangen über diese Missionen französischer und englischer Einfluss in die muslimische Welt ein. Sie wurden tatsächlich zur treibenden Kraft hinter nationalistischen Bewegungen, förderten den Panarabismus und den Panturkismus und kontrollierten die Ausrichtung der gebildeten Muslime nach dem Westen. Dahinter standen zwei Hauptziele. Das erste bestand darin, die Araber vom ʿUthmānī-Staat zu trennen, den sie Türkei nannten, um Rassismus zu schüren und das Gefüge des islamischen Staates weiter zu zerreißen. Das zweite bestand darin, die Muslime von der wahren Bindung des Islam zu entfremden, da sie keine Kenntnis einer anderen Bindung hatten.
As a result of this, both French and English influence infiltrated the Muslim world via these missions. They actually became the driving force behind nationalist movements, encouraging Pan-Arabism and Pan-Turkism, as well as in control of orienting the educated Muslims towards the West. There were two main objectives behind this. The first was to separate the Arabs from the ‘Uthmani State, which they named Turkey in order to stir up racism, further ripping at the fabric of the Islamic State. The second was to alienate the Muslims from the real bond of Islam, since they had no knowledge of any other bond.
Die missionarischen Einrichtungen konnten die erste Phase ihres Plans erreichen, die zweite blieb jedoch unerfüllt. Es blieb dem nationalistischen Denken der Türken, Araber, Perser und anderer überlassen, der verbleibende Keil zu sein, der die Einheit der Muslime spaltete und sie von ihrem leitenden Grundsatz entfernte. Die missionarischen Vereinigungen durchliefen mehrere Phasen, und ihre Wirkung war in der gesamten islamischen Welt spürbar. Die Schwäche und der Niedergang, unter denen wir heute leiden, sind eine Folge dieser Vereinigungen. Es waren die kolonialistischen Mächte, die den ersten Stein in die Mauer setzten, die sie auf unserem Weg zum Fortschritt errichteten und die sich zwischen uns und unsere Ideologie stellte.
The missionary institutions managed to achieve the first stage of their scheme, but the second remained unfulfilled. It was left to the nationalist orientation of the Turks, Arabs, Persians and others to be the remaining wedge to split the unity of the Muslims and to veil them from their guiding principle. The missionary associations went through several phases and their effect was telling all over the Islamic world. The weakness and decline we suffer today is a result of these associations. It was the colonialist powers who positioned the first brick in the wall which they placed in the path of our advancement and which came between us and our ideology.
Die Europäer gründeten Missionsgesellschaften in der islamischen Welt aufgrund ihrer erfolglosen Feldzüge gegen die Muslime, die während der Kreuzzüge Geduld, Stärke und Mut im Dschihad bewiesen. Als die Kreuzfahrer auf dem Schlachtfeld mit den Muslimen zusammenstießen, stützten sie sich nach ihren eigenen Berechnungen auf zwei Faktoren, und sie setzten große Hoffnungen auf diese beiden Faktoren, in der Erwartung, den Islam und die Muslime für immer auszurotten.
The Europeans established missionary societies in the Islamic world due to their unsuccessful campaigns against the Muslims, who exhibited patience, strength, and courage in Jihad during the crusades. When the crusaders clashed with the Muslims on the battlefield, they were relying on two factors according to their own calculations and they held out high hopes on those two factors, leading them to exterminate Islam and the Muslims forever.
Der erste Faktor war ihre Abhängigkeit von den Christen, die in der muslimischen Welt lebten, besonders in al-Sham, und die zahlreich waren. Diese Christen waren sehr fromme Menschen, und die Europäer betrachteten sie als Glaubensbrüder. Sie dachten, dass diese sich gegen die Muslime verschwören und für sie spionieren würden unter dem Vorwand, dass sie einen Religionskrieg führten.
The first factor was their reliance on the Christians living in the Muslim world, especially in al-Sham and who numbered many. These Christians were very religious people and the Europeans regarded them as brothers in faith. They thought that they would conspire against the Muslims and spy for them under the pretext that they were waging a religious war.
Der zweite Faktor war, dass die Europäer sich auf ihre große Zahl in Verbindung mit ihrer beeindruckenden Stärke verließen, und dabei wussten, dass die Muslime gespalten und untereinander zerstritten waren, da der Zerfall ihrer Einheit bereits begonnen hatte. Die Europäer dachten, dass sie die Muslime, sobald sie besiegt wären, für immer unterwerfen und vernichten würden, und ihre Religion würde lediglich zu einer Sammlung von Ritualen verkommen. Doch ihre Hoffnungen wurden enttäuscht und ihre Vorhersagen erwiesen sich als falsch. Sie waren fassungslos und erstaunt, als sie sahen, wie arabische Christen auf dem Schlachtfeld an der Seite der Muslime kämpften, unbeeindruckt von der Propaganda, die die Europäer gestartet hatten. Was die Europäer nicht verstanden und infolgedessen übersehen hatten, war, dass die arabischen Christen in der islamischen Heimat Seite an Seite mit den Muslimen lebten, dieselben Rechte wie die Muslime genossen und dieselben Pflichten gegenüber dem Staat erfüllten. Die Muslime aßen von ihren Speisen, heirateten christliche Frauen und teilten mit den Christen die alltäglichen Angelegenheiten des Lebens, denn es war der Islam, der ihre Rechte schützte.
The second factor was that the Europeans were relying on their large numbers combined with their formidable strength, knowing all the while that the Muslims were divided and at odds with one another as the disintegration of their unity had already begun. The Europeans thought that once they had defeated the Muslims, they would subjugate them for good and destroy them, and their Deen would merely become a collection of rituals. However, their hopes were dashed and their predictions faltered. They were stunned and amazed when they saw the Arab Christians fighting alongside the Muslims on the battlefield, unaffected by the propaganda launched by the Europeans. What the Europeans had not understood and had consequently overlooked was that the Arab Christians lived alongside the Muslims in the Islamic homeland, enjoying the same rights as the Muslims and fulfilling the same duties towards the State. The Muslims would eat of their food, marry the Christian women and share in the daily matters of life together with the Christians, as it was Islam that safeguarded their rights.
Alle Khulafa' und Statthalter hielten sich an diese Regel und setzten sie im Islamischen Staat pflichtgemäß um. Al-Qurafi und Ibn Hazm erklärten:
All the Khulafah and governors adhered to that rule and duly implemented it in the Islamic State. Al-Qurafi and Ibn Hazm stated,
Dass es unsere Pflicht wäre, die Menschen der Dhimma zu schützen, wenn Angreifer unser Land überfielen, und dass wir notfalls für sie sterben müssten. Jede Vernachlässigung einer solchen Pflicht wäre eine Verletzung der Rechte der Dhimma.
“That it would be our duty to protect the people of the Dhimma if aggressors attacked our land, and we should die protecting them if necessary. Any neglect of such a duty would be a breach of the rights of the Dhimma.”.
Al-Qurafi sagte außerdem:
Al-Qurafi also said,
„Die Pflicht der Muslime gegenüber den Dhimmis bestünde darin, mit ihren Schwachen sanft und nachsichtig umzugehen, ihren Armen zu helfen, ihre Hungrigen zu speisen, sie zu kleiden und freundlich mit ihnen zu sprechen. Die Muslime sollten den Schaden ihrer Nachbarn hinnehmen und ertragen, selbst wenn sie imstande wären, diesen Schaden abzuwehren; dies geschähe aus Barmherzigkeit gegenüber ihnen und nicht aus Furcht vor ihnen oder um sie zu verherrlichen. Sie sollten in allen Angelegenheiten gute Ratschläge erteilen, jeden abwehren, der ihnen Schaden zufügt, ihr Vermögen, ihre Familien und ihre Ehre sowie all ihre Rechte und Interessen schützen und ihnen gegenüber so handeln, wie es jeder großzügige und fromme Muslim tun sollte.“
“The Muslims’ duty towards the Dhimma would be to act gentle and lenient towards their weak, help their poor, feed their hungry, clothe them and talk to them gently. The Muslims should accept and endure the harm of their neighbors even if they were able to repel the harm, this was as a mercy to them and not out of fear of or glorifying them. They should give good advice in all matters, repel anyone harming them, protect their assets, families and honor and all their rights and interests, and do right by them like any generous and pious Muslim should do.”.
Vor diesem Hintergrund war es nur natürlich, dass die Christen an der Seite der Muslime kämpften. Die Überraschung der Europäer war noch größer, als der zweite Faktor, auf den sie sich verlassen hatten, nicht eintrat. Sie besetzten al-Sham und besiegten die Muslime vollständig, wobei sie dabei die schlimmsten Gräueltaten verübten. So waren sie beispielsweise die Ersten, die eine massenhafte Vertreibung der Muslime einleiteten, und dieser Trend setzte sich während ihrer Kriege mit den Muslimen fort. Sie glaubten, dass alles für sie gut gelaufen sei und dass sich die Muslime nie wieder gegen sie erheben würden. Die Muslime blieben jedoch entschlossen, sie aus ihrem Land zu vertreiben, und obwohl die Kreuzfahrer etwa zwei Jahrhunderte lang muslimisches Land besetzt hielten, in denen sie Königreiche und Fürstentümer errichteten, gelang es den Muslimen schließlich, sie daraus zu vertreiben.
With this in mind it was only natural for the Christians to fight alongside the Muslims. The Europeans’ surprise was even greater when the second factor which they had relied on failed to materialize. They occupied al-Sham and defeated the Muslims comprehensively, committing the worst atrocities in the process. For example, they were the first to initiate a mass evacuation of Muslims and this trend continued throughout their wars with the Muslims. They thought that everything had gone well for them and that the Muslims would never again stand against them. However, the Muslims remained determined to expel them from their land, and despite the fact that the crusaders occupied Muslim lands for about two centuries, during which times they established kingdoms and principalities, the Muslims eventually managed to expel them from it.
Die Europäer suchten nach dem Geheimnis hinter dieser Wendung der Ereignisse und fanden heraus, dass es im Islam verankert war: Seine ʿAqīdah war die Quelle der gewaltigen Stärke, die die Muslime besaßen, zusammen mit seinen Regeln, die die Rechte der Nicht-Muslime schützten. Dies war der Hauptgrund für den Zusammenhalt zwischen den Bürgern des Islamischen Staates. Zu ihrer Zeit dachten die kolonialistischen Ungläubigen über neue Wege nach, auf denen sie die islamische Welt angreifen könnten. Sie schlossen, dass der beste Weg eine kulturelle Invasion durch missionarische Arbeit sein würde, damit sie die Unterstützung der Christen gewinnen und Zweifel unter den Muslimen an ihrem Dīn säen könnten.
The Europeans searched for the secret behind this turn of events and found that it was embedded in Islam, its ‘Aqeedah being the source of the formidable power which the Muslims possessed, coupled with its rules, which safeguarded the rights of the non-Muslims. This was the main reason behind the cohesion between the citizens of the Islamic State. In their time, the colonialist disbelievers thought of new ways by which they could invade the Islamic world. They deduced that the best way would be by way of a cultural invasion through missionary work, this was in order that they might gain the support of the Christians and initiate doubt among the Muslims vis a vis their Deen.
Dies sollte, so hoffte man, die Zweifel der Muslime an ihrer Religion (Deen) wecken und ihren ʿAqīdah erschüttern, mit dem Ziel, Spaltungen zwischen ihnen und anderen Bürgern des Islamischen Staates zu schaffen und so die Macht der Muslime zu schwächen.
This, it was hoped, would raise the doubts of the Muslims in their Deen and shake their ‘Aqeedah, with the aim of creating divisions between them and other citizens of the Islamic State, thereby weakening the power of the Muslims.
Die Kolonialisten konnten ihren Plan erfolgreich umsetzen. Am Ende des 16. Jahrhunderts errichteten sie in Malta ein missionarisches Zentrum und machten es zu ihrem Hauptquartier, von dem aus sie ihren missionarischen Angriff auf die muslimische Welt führten. Zunächst wurden von dort aus Missionen entsandt. Nach einiger Zeit erkannten sie die Notwendigkeit, ihre Aktivitäten auszuweiten, und so zogen sie 1625 nach al-Sham und versuchten, auch dort missionarische Bewegungen aufzubauen.
The colonialists managed to execute their plan. At the end of the 16th century they established a missionary center in Malta and made it their headquarters from which they conducted their missionary onslaught on the Muslim world. To begin with, missions were sent out from there. After a while they saw the need to expand their activities and so they moved to al-Sham in 1625 and tried to establish missionary movements there as well.
Ihre Aktivitäten blieben jedoch sehr begrenzt, und sie kamen über die Gründung einiger kleiner Schulen und die Veröffentlichung einiger religiöser Bücher nicht hinaus. Tatsächlich hatten sie unter starker Verfolgung, Widerstand und Feindseligkeit von allen Seiten zu leiden. Sie konnten bis 1773 weiterarbeiten, als die missionarischen Tätigkeiten der Jesuiten abgeschafft und ihre Einrichtungen geschlossen wurden, mit Ausnahme einiger unbedeutender Missionen wie derjenigen der „Azaryin“-Missionare, die trotz ihrer fortdauernden Präsenz die Wirkung der Missionare und ihrer missionarischen Arbeit auf ein nahezu nicht vorhandenes Maß reduzierten. Ihr Einfluss beschränkte sich auf Malta, bis 1820 das erste missionarische Zentrum in Beirut gegründet wurde und die missionarische Arbeit wieder ernsthaft begann. Zunächst sahen sie sich großen Schwierigkeiten gegenüber, doch sie hielten an ihren Aktivitäten fest. Ihr erster Schwerpunkt lag auf der religiösen Verkündigung und der religiösen Kultur, ihr Bildungsprogramm blieb begrenzt und schwach.
However, their activities remained very limited and they did not progress beyond establishing a few small schools and publishing a few religious books. In fact they suffered a great deal of persecution, opposition and hostility from everyone. They managed to function until 1773 when the missionary activities of the Jesuits were abolished and their institutions shut down, except for some insignificant missions like those of the ‘Azaryin’ missionaries which, despite their continuing presence, reduced the effect of the missionaries and their missionary work to a non-existent level. Their influence came to be confined to Malta until 1820 when the first missionary center was established in Beirut and the missionary work began again in earnest. They faced great difficulties at first, but they persisted with their activities. Their first area of concern was religious preaching and religious culture, their education program remained limited and weak.
Im Jahr 1834 breiteten sich die Missionsexpeditionen in der gesamten Region al-Sham aus; im Dorf Antoura im Libanon wurde ein College eröffnet, und die amerikanische Mission verlegte ihre Druckerei von Malta nach Beirut, um ihre Bücher zu drucken und zu verbreiten.
In 1834, the missionary expeditions spread out all over the region of al- Sham, a college was opened in the village of Antoura in Lebanon and the American mission transferred its print shop from Malta to Beirut in order to print and distribute its books.
Der bekannte amerikanische Missionar Ely Smith war zu dieser Zeit sehr aktiv. Er hatte in Malta als Freiwilliger die Leitung der Missionsdruckerei übernommen und war 1827 nach Beirut gekommen. Nach einem Jahr dort vertrieben ihn Angst und Langeweile, und er kehrte nach Malta zurück. Im Jahr 1834 kehrte er dann erneut nach Beirut zurück, und gemeinsam mit seiner Frau eröffnete er eine Mädchenschule. Sein Arbeitsfeld weitete sich aus, und er widmete sein Leben der Arbeit in al-Sham, insbesondere in Beirut. All diese Bemühungen und die Bemühungen vieler anderer halfen, die missionarische Bewegung wiederzubeleben. Den Missionaren bot sich eine Gelegenheit, als Ibrahim Pascha den Lehrplan für die Grundschulbildung übernahm und ihn in Syrien einführte. Dieser Lehrplan war vom ägyptischen Bildungssystem inspiriert, das wiederum dem französischen System entnommen war. Die Missionare nutzten diese Gelegenheit und beteiligten sich aus missionarischer Sicht an der Bildungsbewegung, wobei sie ihre Druckereiarbeiten ausweiteten. Auf dieser Grundlage gedieh die missionarische Bewegung. Es gelang ihnen, die Bürger des Islamischen Staates im Namen der Religionsfreiheit gegeneinander aufzubringen, und sie verstanden es, unter Muslimen, Christen und Drusen verschiedenartige religiöse Aktivitäten im Zusammenhang mit der ʿAqīda anzustoßen.
The noted American missionary Ely Smith was very active at this time, he had been working in Malta as a volunteer in charge of the mission press and had arrived in Beirut in 1827. After one year there, fear and boredom drove him out and he returned to Malta. He next returned to Beirut in 1834 and together with his wife they opened a school for girls. His area of work broadened and he devoted his life to working in al-Sham, Beirut in particular. All these efforts and the efforts of many others helped revive the missionary movement. An opportunity presented itself to the missionaries when Ibrahim Pasha adopted the syllabus for primary education and implemented it in Syria. The syllabus was inspired by the Egyptian educational system which in turn was taken from the French system. The missionaries took advantage of this opportunity and contributed to the educational movement from the missionary point of view, expanding their printing works in the process. On the back of all this the missionary movement prospered. They succeeded in making the citizens of the Islamic State boil with anger against each other in the name of religious freedom and managed to initiate among the Muslims, Christians and Druze various kinds of religious activities related to the ‘Aqeedah.
Als Ibrahim Pascha sich aus al-Scham zurückzog, brachen Unruhe, Furcht und Anarchie aus, und die Menschen entzweiten sich untereinander. Die ausländischen Gesandten, insbesondere die Missionare, nutzten die Gelegenheit und begannen aufgrund des geringen Einflusses des ‘Osmanischen Staates in al-Scham, Bürgerkrieg zu schüren. Nach einem Zeitraum von nur einem Jahr, im Jahr 1841, brachen schwere Unruhen in den Bergen des Libanon zwischen den Christen und den Drusen aus. Die Lage verschlechterte sich, und unter dem Druck und Einfluss der ausländischen Staaten ließ sich der ‘Osmanische Staat dazu überreden, für den Libanon ein eigenes Herrschaftssystem zu entwerfen, bei dem die Provinz in zwei Teile geteilt wurde. Der eine Teil sollte von den Christen bewohnt werden, während die Drusen den anderen Teil bewohnen sollten. Der ‘Osmanische Staat setzte einen Gouverneur über beide Teile ein, mit dem Ziel, Zusammenstöße zwischen den beiden Konfessionen zu vermeiden. Dieses System gelang jedoch nicht, weil es nicht natürlich war. Großbritannien und Frankreich mischten sich in den Streit ein und schürten überall dort Bürgerkrieg, wo die offiziellen Behörden versuchten, die Unruhen niederzuschlagen.
When Ibrahim Pasha retreated from al-Sham, unrest, fear and anarchy broke out and people became divided among themselves. The foreign delegates, especially the missionaries, seized the opportunity and due to the meager influence of the ‘Uthmani State in al-Sham, began igniting civil strife. After a period of just one year, in 1841, serious disturbances broke out in the mountains of Lebanon between the Christians and the Druze. The situation deteriorated and under the pressure and influence of the foreign states the ‘Uthmani State was talked into designing a separate ruling system for Lebanon, dividing the province into two parts. One part would be occupied by the Christians, while the Druze would occupy the other. The ‘Uthmani State appointed a governor over both parts, aiming to avoid any clashes between the two sects. This system did not succeed, however, because it was not natural. Britain and France became involved in the dispute and incited civil strife wherever the official authorities attempted to quell the trouble.
Die Briten und die Franzosen nutzten diese Zusammenstöße als Vorwand, um sich in die Angelegenheiten des Libanon einzumischen. Die Franzosen stellten sich auf die Seite der Maroniten, die Briten auf die Seite der Drusen, was 1845 zur Wiederaufnahme der Unruhen führte. Die Szenen waren grauenhaft, und die Angriffe wurden auf Kirchen und Klöster ausgeweitet. Diebstahl, Mord und Plünderung wurden zur üblichen Praxis, sodass die osmanische Regierung ihren Außenminister in den Libanon entsandte, um mit seinen weitreichenden Befugnissen die Unruhen ein für alle Mal niederzuschlagen. Er konnte jedoch nichts Nennenswertes erreichen, auch wenn es ihm gelang, die Spannungen ein wenig zu besänftigen. Unterdessen intensivierten die Missionare ihre Aktivitäten, und 1857 begannen die Maroniten, zur Revolution und zum bewaffneten Kampf aufzurufen. Der maronitische Klerus hetzte die Bauern gegen die Feudalherren auf, und diese griffen sie im Norden des Landes heftig an. So wurde die Revolution entfacht, und sie breitete sich in den Süden aus. Die christlichen Bauern erhoben sich nun gegen die drusischen Feudalherren, und die Briten und Franzosen unterstützten ihre jeweiligen Verbündeten. Infolgedessen verbreiteten sich die Bürgerkriegswirren schnell im gesamten Libanon. Die Drusen begannen, wahllos alle Christen zu töten, ob Kleriker oder einfache Menschen, bis Tausende Christen entweder tot oder vertrieben und obdachlos waren, so gewaltsam waren diese Zusammenstöße.
The British and the French used these clashes as a pretext to interfere in Lebanon’s affairs. The French sided with the Maronites and the British sided with the Druze, this led to the renewal of disturbances in 1845. The scenes were horrifying and the attacks were extended to include Churches and monasteries. Theft, killing and pillage became common practice, prompting the ‘Uthmani government to send her foreign affairs in charge to Lebanon in order to use his mandatory powers to quell the trouble once and for all. He, however, could not achieve anything significant, although he managed to appease the tension a little. Meanwhile, the missionaries intensified their activities and in 1857 the Maronites began calling for a revolution and armed struggle. The Maronite clergy incited the farmers against the feudal lords and they attacked them fiercely in the North of the country, thus the revolution was ignited and it spread to the South. The Christian farmers now rose against the Druze feudal lords and the British and the French backed their respective allies. Civil strife spread rapidly all over Lebanon as a result of this. The Druze began to indiscriminately kill all Christians, whether they were clergy or ordinary people until thousands of Christians were either dead or displaced and homeless, such was the ferocity of these clashes.
Die Wellen der Unruhen und Gewalt breiteten sich auf den Rest von al-Sham aus. In Damaskus wurde zwischen seinen muslimischen und christlichen Einwohnern ein erbitterter Feldzug tiefen Hasses geführt, der schließlich dazu führte, dass die Muslime 1860 das christliche Viertel angriffen und dort ein Massaker verübten. Dies ging mit Plünderungen und massenhafter Zerstörung einher, bis der Staat gezwungen war, militärisch einzugreifen, um den Unruhen ein Ende zu setzen. Obwohl der Staat die Ruhe und Ordnung wiederherstellen konnte, sahen die westlichen Länder darin eine Gelegenheit, sich in al-Sham einzumischen, und schickten daher ihre Kriegsschiffe an dessen Küsten.
The waves of disturbances and violence spread to the rest of al-Sham. In Damascus, a fierce campaign of deep hatred was waged between its Muslim and Christian inhabitants which finally led to the Muslims attacking the Christian district in 1860 resulting in them committing a massacre. This was accompanied by pillaging and mass destruction until the State was forced to militarily intervene in order to put an end to the disturbances. Although the State managed to restore calm and order, the Western countries saw it as an opportunity to interfere in al-Sham and so they sent their warships to its shores.
Im August desselben Jahres entsandte Frankreich eine Division seiner Infanterie nach Beirut, die mit der Niederschlagung der Revolution begann. So wurde der Osmanische Staat von inneren Unruhen in Syrien und im Libanon heimgesucht. Ihre wahre Ursache waren die westlichen Staaten, die sich in die inneren Angelegenheiten des Osmanischen Staates einmischen wollten. Dies taten sie, und es gelang ihnen, den Osmanischen Staat zu zwingen, für Syrien ein besonderes Herrschaftssystem zu entwerfen, das es in zwei Wilayat teilte und dem Libanon besondere Vorrechte einräumte. Aus diesen Ereignissen ging der Libanon vom übrigen al-Sham getrennt hervor, und ihm wurde lokale Autonomie gewährt, regiert von einer örtlichen Verwaltung, die von einem christlichen Herrscher geleitet und von einem Verwaltungsrat unterstützt wurde, der die Einwohner vor Ort vertrat. Seitdem haben ausländische Staaten die Angelegenheiten des Libanons gelenkt und ihn zum Zentrum ihrer Aktivitäten gemacht. Der Libanon wurde daher zum Brückenkopf, von dem aus die ausländischen Mächte in das Herz des Osmanischen Staates und seiner muslimischen Länder vordrangen.
In August of the same year, France sent a division of her infantry to Beirut which began the task of quashing the revolution. This was how the ‘Uthmani State was infested by civil strife in Syria and Lebanon. Its true cause was the Western states who were trying to meddle in the internal affairs of the ‘Uthmani State. This they did and they managed to force the ‘Uthmani State to design a special ruling system for Syria, dividing her into two Wilayat and giving Lebanon special privileges. From these events, Lebanon became separated from the rest of al-Sham and it was granted local autonomy, governed by a local administration headed by a Christian ruler and assisted by an administrative council representing the local residents. Since then, foreign countries have managed the affairs of Lebanon and have made it the center for their activities. Lebanon therefore became the bridgehead from which the foreign powers infiltrated into the heart of the ‘Uthmani State and its Muslim lands.
Inzwischen verfolgten die Missionare eine neue Strategie. Sie begnügten sich nicht damit, Schulen, Druckereien und Kliniken zu errichten und zu betreiben, sondern gingen weiter und gründeten Vereinigungen. Im Jahr 1842 wurde ein Komitee gebildet, um unter der Schirmherrschaft der amerikanischen Mission eine wissenschaftliche Gesellschaft ins Leben zu rufen. Die Arbeit des Komitees dauerte fünf Jahre, bis es gelang, eine Vereinigung namens „Gesellschaft für Künste und Wissenschaften“ zu gründen. Zu ihren Mitgliedern gehörten Nasif al-Yaziji und Butrus al-Bustani (libanesische Christen, die aufgenommen wurden, weil sie Araber waren), die Amerikaner Eli Smith und Cornelius van Dyke sowie der Brite Colonel Churchill. Die Ziele der Gesellschaft waren zunächst unklar. Sie neigte dazu, Erwachsenen Wissenschaft zu vermitteln, ebenso wie sie Jugendliche in der Schule unterrichtete. Die Gesellschaft ermutigte Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen, die westliche Kultur zu erlernen, und formte ihren Geist nach dem Plan der Missionare.
Meanwhile, the missionaries adopted a new policy. The missionaries did not content themselves with just building and running schools, printing presses, and clinics, but went further to establish associations. In 1842, a committee was set up to establish a scientific association under the auspices of the Ameri- 183 can mission. The committee’s work lasted for five years until it had managed to establish an association called the “Association of Arts and Sciences.” Its members included Nasif al-Yaziji and Butrus al-Bustani, (Lebanese Christians taken on board because they were Arabs) Americans Eli Smith and Cornelius van Dyke, and Briton Colonel Churchill. The objectives of the association were vague at first. It had the tendency to teach science to adults, as well as teaching youngsters at school. The association encouraged adults and youngsters alike to learn Western culture, sculpting their minds according to the missionary plan.
Trotz der enormen Anstrengungen, die der Verein unternahm, gelang es ihm in ganz al-Sham innerhalb von zwei Jahren nur, fünfzig aktive Mitglieder zu gewinnen. Sie alle waren Christen, überwiegend aus Beirut, und kein Muslim oder Druse trat dem Verein bei. Es wurden gewaltige Anstrengungen unternommen, um die Arbeit des Vereins auszuweiten und zu beleben, doch ohne Erfolg. Der Verein brach fünf Jahre nach seiner Gründung zusammen, ohne nennenswerte Ergebnisse erzielt zu haben, außer dem Wunsch der Missionare, weitere Vereine zu gründen. Daher wurde 1850 ein weiterer Verein gegründet, der den Namen „Orientalischer Verein“ erhielt. Er wurde von den Jesuiten unter der Schirmherrschaft des französischen Jesuitenpaters Henri Debrenier gegründet, und alle seine Mitglieder waren Christen. Er folgte dem Vorbild des „Vereins für Künste und Wissenschaften“ und bestand nur kurze Zeit, bevor auch er zusammenbrach, wie sein Vorgänger.
However, despite the tremendous efforts put in by the association it only managed to recruit fifty active members in the whole of al-Sham over a two year period. They were all Christians, mainly from Beirut, and no Muslim or Druze joined the association. Colossal efforts were made to expand and activate the work of the association but to no avail. The association collapsed after five years from its initial establishment without reaping any significant results except for the desire of the missionaries to establish more associations. Therefore, another association was founded in 1850 and it was named the “Oriental Association.” It was founded by the Jesuits under the guardianship of the French Jesuit Father Henri Debrenier and all its members were Christians. It followed in the footsteps of the “Association of Arts and Science” lasting only a short time before collapsing as its predecessor had done.
Danach wurden mehrere Vereine gegründet, doch alle waren zum Scheitern verurteilt und brachen wie zuvor wieder zusammen. Im Jahr 1857 wurde ein neuer Verein gegründet, der eine etwas andere Methode verfolgte: Ausländer durften ihm auf keinen Fall beitreten, und seine Gründer waren allesamt Araber. Irgendwie gelang es ihm, erfolgreich zu sein, und einige Muslime und Drusen traten ihm tatsächlich bei. Der Verein nahm sie auf, weil sie Araber waren. Sein Name war „Syrische Wissenschaftliche Gesellschaft“. Er wurde aufgrund seiner Aktivitäten, seiner arabischen Ausrichtung und wegen der Abwesenheit von Ausländern unter seinen Mitgliedern erfolgreich. Seine Mitglieder konnten weitere Personen für eine Mitgliedschaft gewinnen und sammelten Unterstützung für den Verein, bis sich 150 Mitglieder eingeschrieben hatten. Zu seinem Verwaltungspersonal gehörten einige bekannte arabische Persönlichkeiten, etwa Mohammed Arsalan von den Drusen und Hussein Bayham von den Muslimen. Persönlichkeiten aus allen arabisch-christlichen Konfessionen traten bei, die bekanntesten darunter der Sohn von Ibrahim al-Yaziji und der Sohn von Butrus al-Bustani. Dieser Verein überdauerte tatsächlich alle anderen. Sein Programm war so angelegt, dass es alle Konfessionen einschloss und als Funke des arabischen Nationalismus dienen sollte. Sein verdecktes Ziel war jedoch kolonial und missionarisch, unter dem Deckmantel der Wissenschaft. Es war eine im Verborgenen wirkende Organisation, die sich in der Verbreitung westlicher Kultur und Bildung zeigte.
Afterwards, several associations were established, but all were doomed to failure and they collapsed as before. A new association was founded in 1857 which adopted a slightly different method, no foreigners whatsoever were allowed to join and its founders were all Arabs. Somehow, it managed to succeed and some Muslims and Druze actually joined. The association accepted them because they were Arabs. Its name was the “Syrian Scientific Association.” It became successful owing to its activities, Arabic affiliation, and because of the absence of foreigners among its membership. Its members managed to recruit other people to join and they gathered support for the association until 150 members had enrolled in it. Among its administrative staff were some noted Arab personalities such as Mohammed Arsalan from the Druze and Hussein Bayham from the Muslims. Personalities from all Arab Christian sects joined, the most noted of them being the son of Ibrahim al-Yaziji and the son of Butrus al-Bustani. This association had in fact outlasted all the others. Its program was designed to accommodate all sects and to serve as the spark for Arab nationalism. However, its covert objective was colonial and missionary draped in the name of science. It was a shadowy organization manifesting itself in the spreading of Western culture and education.
Im Jahr 1875 wurde in Beirut die „Geheime Vereinigung“ gegründet, die tatsächlich auf einer politischen Idee beruhte. Sie begann, den Gedanken des arabischen Nationalismus zu verbreiten. Ihre Gründer waren fünf junge Männer, die an dem protestantischen College in Beirut ausgebildet worden waren. Sie alle waren Christen, die von den Missionarsgruppen beeinflusst werden konnten. Nach der Gründung dieser Vereinigung warben sie eine kleine Anzahl von Mitgliedern an. Die Vereinigung schien mit ihren Erklärungen und Flugblättern zum arabischen Nationalismus und zur politischen Unabhängigkeit der Araber aufzurufen, insbesondere der Araber in Syrien und im Libanon.
In 1875, the “Secret Association” was formed in Beirut, it was actually based on a political idea. It began encouraging the concept of Arab nationalism. Its founders were five young men from amongst those who had been educated in the Protestant college in Beirut. They were all Christians whom the missionary parties had managed to affect. Following the establishment of this association, a small number of members were recruited by them. The association seemed to be calling, through its declarations and leaflets, for Arab nationalism and political independence for the Arabs, especially those in Syria and Lebanon.
Doch seine eigentliche Arbeit und sein wirkliches Programm verfolgten ein ganz anderes Ziel. Sein Zweck bestand darin, seltsame Wünsche und falsche Hoffnungen in die Herzen der Menschen zu säen. Es rief zum arabischen Nationalismus auf und schürte Feindseligkeit gegenüber dem ʿUthmānischen Staat, den es als türkischen Staat bezeichnete. Es arbeitete darauf hin, die Religion vom Staat zu trennen und den arabischen Nationalismus zur Grundlage des Lebens zu machen. Die Vereinigung trat stets für den Arabismus ein. Ihre Verantwortlichen beschuldigten die Türkei in ihren Schriften wiederholt, das islamische Kalifat den Arabern entrissen, die islamische Scharia verletzt und die Religion missbraucht zu haben. Dies zeigt deutlich das wahre Wesen der Vereinigung und das eigentliche Ziel, für das sie gegründet worden war, nämlich Unruhe gegen den islamischen Staat zu stiften. Sie war damit beauftragt, Misstrauen und Zweifel am Dīn zu säen und politische Bewegungen auf nichtislamischer Grundlage zu etablieren. Tatsächlich waren diese Bewegungen von westlichen Mächten angestoßen worden. Sie waren es, die sie ins Leben riefen, ihren Fortgang überwachten und sie lenkten. Sie verfassten auch Berichte über ihre Aktivitäten. So schickte beispielsweise der britische Konsul in Beirut am 28. Juli 1880 ein Telegramm an seine Regierung, in dem es hieß: „Revolutionäre Flugblätter kamen in Umlauf, Midhat steht im Verdacht, die Quelle zu sein; trotz allem bleibt die Lage ruhig. Einzelheiten folgen per Post.“
However, its actual work and its real program was concerned with an entirely different objective. Its aim was to cast strange desires and false hopes into the hearts of the people. It called for Arab nationalism and encouraged animosity towards the ‘Uthmani State, dubbing it the Turkish state. It worked towards separating religion from the State and making Arab nationalism as the basis of life. The association always championed Arabism. Those in charge repeatedly accused Turkey in their literature of snatching the Islamic Khilafah from the Arabs, of violating the Islamic Shari’ah, and of abusing the Deen. This neatly demonstrates the true nature of the association and the real objective for which it had been founded, i.e. to cause agitation against the Islamic State. It was chartered with creating suspicion and skepticism about the Deen and to establish political movements based on non-Islamic principles. The fact is that these movements had been initiated by Western powers. It was they who established them, monitored their progress and managed them. They also wrote reports about their activities. For instance, the British consul in Beirut sent a telegram to his government on 28th July 1880 saying, “Revolutionary leaflets came into circulation, Midhat is suspected to be the source, despite this, the situation remains calm. Details in the post.”.
Dieses Telegramm wurde im Anschluss an ein Flugblatt verschickt, das auf den Straßen von Beirut verteilt und dort an die Wände geklebt wurde. Auf das Telegramm folgten bald mehrere Schreiben der britischen Konsuln in Beirut und Damaskus.
This telegram was dispatched in the wake of a leaflet distributed on the streets of Beirut and posted on the walls there. The telegram was soon followed by several letters sent by the British consuls in Beirut and Damascus.
Die Briefe waren von Exemplaren der Flugblätter begleitet, die die Vereinigung verteilt hatte, und sind daher zu Recht als Berichte über die Bewegung anzusehen, die im protestantischen College gegründet wurde, das in al-Sham seine Tätigkeit aufnahm. Die Aktivitäten der Vereinigung waren in al-Sham deutlicher erkennbar, fanden jedoch auch in anderen überwiegend arabischen Gebieten statt, wie aus dem Schreiben des britischen Kommissars in Dschidda an seine Regierung im Jahr 1882 hervorgeht. In einem Bericht über die arabische Bewegung schrieb er: „Mich haben jedoch Nachrichten erreicht, dass selbst in Makkah einige Intellektuelle begonnen haben, über Freiheit zu sprechen. Es scheint mir aus dem, was ich gehört habe, dass ein Plan entworfen wurde, der darauf abzielt, Nadschd mit dem Land zwischen den beiden Flüssen, d. h. dem Süden Iraks, zu vereinen und Mansur Pascha als Herrscher einzusetzen, sowie ‘Asir und Jemen zu vereinen, indem ‘Ali ibn ‘Aabid als Herrscher über sie eingesetzt wird.“
The letters were accompanied by copies of the leaflets which the association had distributed and should therefore rightly be regarded as reports on the movement set up in the Protestant college which began its activities in al- Sham. The association’s activities were more evident in al-Sham, although they took place in other predominantly Arab areas as demonstrated by what the British commissioner in Jeddah wrote to his government in 1882. In a report about the Arab movement, he stated, “However, news has reached me that even in Makkah itself some intellectuals have begun talking about freedom, it seems to me from what I have heard that a plan has been designed aiming at uniting Najd with the land between the two rivers, i.e. the South of Iraq, and appointing Mansur Pasha as ruler, as well as uniting ‘Asir and Yemen by appointing ‘Ali ibn ‘Aabid to rule over them.”.
Großbritannien war nicht die einzige interessierte Partei, auch Frankreich zeigte großes Interesse. Im Jahr 1882 äußerte einer der französischen Beamten in Beirut die französische Besorgnis mit den Worten:
Britain was not the only interested party, France too displayed a great deal of interest. In 1882, one of the French officials in Beirut voiced the French concern by saying,
„Der Geist der Unabhängigkeit ist weit verbreitet, und während meines Aufenthalts in Beirut bemerkte ich den Einsatz muslimischer Jugendlicher beim Gründen von Schulen und Kliniken und beim Wiederaufbau des Landes. Erwähnenswert ist hierbei, dass diese Bewegung frei von jeglichem konfessionellen Einfluss ist. Diese Vereinigung heißt die Mitgliedschaft von Christen willkommen und zählt auf deren Mitwirkung an den nationalistischen Aktivitäten.“
“The spirit of independence is well spread and I noticed during my stay in Beirut the dedication of Muslim youths in establishing schools and clinics and in reviving the country. What is worth mentioning here is that this movement is free of any sectarian influence, this association welcomes the membership of the Christians and relies on them to participate in the nationalist activities.”.
Ein Franzose schrieb aus Bagdad,
A Frenchman wrote from Baghdad,
„Überall, wohin ich ging, begegnete mir dasselbe, gleichermaßen verbreitete Gefühl des Hasses gegen die Türken. Was den Gedanken betrifft, gemeinsame Schritte einzuleiten, um diese so verhasste Lage zu beseitigen, so ist dies bereits in vollem Gange. Am Horizont erstarkt ein Wind der arabischen Bewegung, und er ist im Begriff, sich zu erheben. Dieses Volk, das lange unterdrückt wurde, steht kurz davor, seinen natürlichen Rang innerhalb der muslimischen Welt zu verkünden und das Schicksal dieser Welt zu lenken.“
“Everywhere I went, I was faced with the common feeling, on the same scale, of hatred for the Turks. As for the concept of initiating collective action to get rid of this much hated situation, this is very much under way. In the horizons a wind of Arab movement is gathering strength and is about to be born. This people who have been oppressed for a long time are about to proclaim their natural status within the Muslim world and direct the destiny of this world.”.
Die Missionsarbeit im Namen der Religion und der Wissenschaft beschränkte sich nicht nur auf die Aufmerksamkeit der USA, Frankreichs und Großbritanniens, sondern erstreckte sich auf die meisten nichtislamischen Staaten, darunter das zaristische Russland, das Missionsexpeditionen entsandte, und Preußen (Deutschland), das eine Gruppe von „Schwestern“ (die Karodt-Nonnen) schickte, um sich an anderen Missionen zu beteiligen. Trotz der Meinungsverschiedenheiten zwischen den verschiedenen Missionen und westlichen Delegationen über ihre politischen Programme, die ihre internationalen Interessen berücksichtigten, war ihr Ziel dasselbe: die Verbreitung des Christentums und die Ausbreitung der westlichen Kultur im Osten, verbunden mit der Weckung des Misstrauens der Muslime gegenüber ihrer Religion. Dies drängte sie dazu, sich dagegen aufzulehnen, ihre Geschichte mit Verachtung zu betrachten und sie dazu zu bringen, den Westen und seine Lebensweise zu loben.
Missionary work in the name of religion and science was not merely confined to the focus of the attention of the US., France and Britain, but extended to most of the non-Islamic states, including Czarist Russia who sent missionary expeditions and Prussia (Germany) who sent a group of ‘sisters’ (the nuns of Carodt) to participate with other missions. Inspite of the difference of opinion among the various missions and Western delegates regarding their political programs, which took into consideration their international interests, their objective was the same; the preaching of Christianity and the spreading of Western culture in the East coupled with the arousal of the suspicions of the Muslims towards their Deen, pushing them to resent it and to regard their history with contempt while leading them to praise the West and its way of life.
Die Missionare betrieben ihre Verkündigung aus einem tiefen Hass auf den Islam und die Muslime. Sie verachteten die islamische Kultur und ihre Lebensweise und hielten die Muslime für rückständige Barbaren, eine unbedachte Ansicht, die bis heute fast jeder Europäer vertritt. Die Ergebnisse, die sie erzielten, zeigen sich heute in der Verbreitung des Unglaubens und des Kolonialismus in unseren Ländern.
The missionaries carried out their preaching according to their great hatred of Islam and the Muslims. They disdained the Islamic culture and its way of life and they regarded the Muslims as backward barbarians, which remains the ill-considered opinion of nearly every European. The results that they achieved are reflected today in the concentration of disbelief and colonialism in our lands.