18 Die Schlacht von Badr
18 The Battle of Badr
Im zweiten Jahr der Hidschra brach der Gesandte Allahs ﷺ am 8. Ramadan mit dreihundertfünf seiner Gefährten auf, die auf siebzig Kamelen ritten. ʿAmr ibn Umm Maktum wurde damit beauftragt, das Gebet zu leiten, während Abu Lubabah die Verantwortung für Madinah übertragen wurde. Sie ritten abwechselnd auf den Kamelen in Richtung einer Karawane, die von Abu Sufyan angeführt wurde. Während sie weiterzogen, erkundigten sie sich ständig nach der Karawane, bis sie das Tal von Dafran erreichten, wo sie sich niederließen. Dort erreichte sie die Nachricht, dass die Quraisch aus Mekka aufgebrochen waren, um ihre Karawane zu beschützen. Die ganze Angelegenheit nahm nun eine andere Gestalt an, denn es ging nicht mehr nur um die Karawane, sondern um die Frage, ob man sich den Quraisch stellen solle oder nicht. Daher beriet der Gesandte Allahs ﷺ sich mit den Muslimen. Abu Bakr und dann ʿUmar äußerten ihre Meinung. Danach erhob sich al-Miqdad ibn ʿAmr und sagte: „O Gesandter Allahs! Geh dorthin, wohin Allah dich weist, denn wir sind mit dir. Wir werden nicht so sprechen, wie die Kinder Israels zu Moses sprachen: ‚Geh du und dein Herr und kämpft, wir werden hier sitzen bleiben‘, sondern: Geh du und dein Herr und kämpft, und wir werden mit euch kämpfen.“ Die Muslime schwiegen daraufhin, und er ﷺ sagte: „Gebt mir Rat, o Männer!“, womit er die Ansar meinte, die ihm bei al-ʿAqabah die Treue geschworen hatten.
In the second year of the Hijrah, the Messenger of Allah (pbuh) set out on the 8th of Ramadhan with three hundred and five of his Sahabah mounted on seventy camels. ‘Amr ibn Umm Maktum was assigned to lead the prayer while Abu Lubabah was left in charge of Madinah. They rode the camels in turn heading towards a caravan led by Abu Sufyan. As they marched on, they sought news of the caravan until they had reached the valley of Dafran where they settled, and news reached them there that the Quraysh had set out from Makkah to protect their caravan. The whole affair then assumed different proportions for it was no longer the caravan, the question was whether to confront the Quraysh or not. So Allah’s Messenger (pbuh) consulted the Muslims. Abu Bakr and then ‘Umar voiced their opinions, then al-Miqdad ibn ‘Amr arose and said, “O Messenger of Allah! Go where Allah tells you, for we are with you. We shall not say as the children of Israel said to Moses ‘You and your Lord go and fight and we will stay at home’, but you and your Lord go and fight and we will fight with you.” The Muslims then went silent, and he (pbuh) said, “Give me advice O men!” by which he meant the Ansar who had paid allegiance to him at al- ‘Aqabah.
Sie hatten sich verpflichtet, ihn so zu schützen, wie sie ihre Frauen und Kinder schützten, mit der Einschränkung, dass sie nicht verpflichtet seien, außerhalb von Madinah an seiner Seite zu kämpfen. Als die Ansar spürten, dass er sie meinte, sagte Sa'd ibn Mu'adh, der ihre Standarte trug: „Es scheint, als meintest du uns, o Gesandter Allahs.“ Er ﷺ sagte: „Ja.“ Sa'd sagte: „Wir glauben an dich, wir bekennen deine Wahrhaftigkeit, und wir bezeugen, dass das, was du uns gebracht hast, die Wahrheit ist, und wir haben dir unser Versprechen und unseren Bund gegeben, zu hören und zu gehorchen. Geh also, wohin du willst, wir sind mit dir. Und bei Dem, der dich gesandt hat: Wenn du von uns verlangtest, dieses Meer zu überqueren, und du dich hineinstürztest, würden wir uns mit dir hineinstürzen, und kein Mann von uns würde zurückbleiben. Es missfällt uns nicht, morgen unseren Feind zu treffen. Wir sind im Krieg erfahren und im Kampf bewährt. Vielleicht lässt Allah uns etwas zeigen, das dich mit Freude erfüllt. So führe uns mit dem Segen Allahs an.“ Der Gesandte Allahs ﷺ freute sich über Sa'ds Worte und sagte: „Brecht mit voller Zuversicht auf, denn Allah hat mir eine der beiden Gruppen versprochen. Und bei Allah, es ist, als sähe ich schon jetzt die Stelle, an der sie getötet werden.“
They had pledged to protect him as they protected their wives and children, with the stipulation that they were not responsible to fight with him outside Madinah. When the Ansar sensed that he (pbuh) meant them, Sa’d ibn Mu’adh who was holding their banner said, “It seems as if you mean us, O Messenger of Allah.” He (pbuh) said, “Yes.” Sa’d said, “We believe in you, we declare your truth, and we witness that what you have brought us is the truth, and we have given you our word and agreement to hear and obey; so go where you wish, we are with you; and by He who sent you, if you were to ask us to cross this sea and you plunged into it, we would plunge into it with you; not a man would stay behind. We do not dislike the idea of meeting our enemy tomorrow. We are experienced in war, capable of fighting. It may well be that Allah will let us show you something which will bring you joy, so take us along with Allah’s blessing.” The Messenger of Allah (pbuh) was delighted with Sa’d’s words and said, “Proceed with full confidence, for Allah has promised me one of the two parties, and by Allah, it is as though I can now see the place where they will be killed.”.
Der Gesandte Allahs ﷺ und seine Gefährten zogen weiter, bis sie Badr beinahe erreicht hatten. Sie erfuhren, dass die Truppen der Quraisch in der Nähe waren, daher wurden ʿAlī, al-Zubair ibn al-ʿAwwām und Saʿd ibn Abī Waqqās mit einer Anzahl seiner Gefährten zum Brunnen von Badr geschickt, um Nachrichten einzuholen. Sie kehrten mit zwei jungen Männern zurück, die sie befragten. Diese gaben an, die Zahl der Quraisch liege zwischen neunhundert und tausend Mann, und die Edlen der Quraisch seien in großer Zahl ausgezogen, um die Karawane zu beschützen. Der Gesandte Allahs ﷺ erkannte, dass sie einer Streitmacht gegenüberstanden, die dreimal so groß war wie seine eigene, und dass ihnen eine harte Schlacht bevorstand. Er ﷺ unterrichtete die Muslime darüber, dass Makkah die Stücke seiner Leber (oder die Besten seiner Söhne) in die Schlacht geworfen habe, und forderte sie auf, ihren Entschluss zu festigen.
The Messenger of Allah (pbuh) and his Sahabah journeyed until they had nearly reached Badr. They realized that the Quraysh’s troops were nearby and so ‘Ali, al-Zubayr ibn ‘Awwam, and Sa’d ibn Abi Waqqas with a number of his Sahabah were sent to the well at Badr in search of news. They returned with two young men whom they questioned. They disclosed the number of the Quraysh at between nine hundred to a thousand men and that the nobles of the Quraysh were out in force to protect the caravan. The Messenger of Allah (pbuh) realized that they were facing a force which was three times the size of his own and that he would be in for a fierce battle. He (pbuh) informed the Muslims that Makkah had thrown out the pieces of its liver (or the best of her sons) into the battle and that they should harden their resolve.
Die Muslime schworen, sich dem Feind entgegenzustellen. Sie ließen sich bei dem Brunnen von Badr nieder, wo sie eine Zisterne bauten und mit Wasser füllten. Dann verstopften sie alle anderen Brunnen, damit sie reichlich Wasser hatten und der Feind nichts zu trinken hätte. Zugleich errichteten sie für den Gesandten Allahs ﷺ auch ein Zelt, in dem er sich aufhalten sollte. Die Quraisch nahmen ihre Stellungen ein, und die Scharmützel der Schlacht begannen. Al-Aswad ibn ʿAbd al-Asad trat vor, um die Zisterne zu zerstören, die die Muslime gebaut hatten. Hamza stellte ihn zur Rede, schlug ihm ins Bein und trennte ihm den Fuß ab. Er fiel auf den Rücken, während Blut aus seinem Fuß strömte, und Hamza folgte ihm, schlug auf ihn ein und tötete ihn nahe der Zisterne. Dann trat ʿUtba ibn Rabiʿa zwischen seinem Bruder Schaiba und seinem Sohn al-Walid hervor. Hamza, ʿAli und ʿUbaida ibn al-Harith traten vor, um ihnen entgegenzutreten. Hamza versetzte Schaiba rasch einen Schlag, und ʿAli brachte al-Walid bald zu Fall. Hamza und ʿAli wandten sich dann gegen ʿUtba, der ʿUbaida standhielt, woraufhin sie ihn niederstreckten. Danach trugen sie ihren verwundeten Gefährten davon.
The Muslims vowed to stand up to the enemy, they settled by the well of Badr where they built a cistern and filled it with water. Then they stopped up all the other wells so that they would have plenty of water and the enemy would have nothing to drink, at the same time they also built a canopy for the Messenger of Allah (pbuh) to reside in. The Quraysh took up their positions and the skirmishes of battle began. Al-Aswad ibn ‘Abd al-Asad stepped forward to destroy the cistern that the Muslims had built. Hamzah dealt with him by smiting him and sending his foot flying. He fell on his back with blood streaming from his foot and Hamzah followed him and struck him, killing him near the cistern. Then, ‘Utbah ibn Rabi’ah stepped forth between his brother Shayba and his son al-Walid. Hamzah, ‘Ali and ‘Ubaydah ibn al-Harith stepped forward to meet them. Hamzah quickly dealt Shayba a blow and ‘Ali soon disposed of al-Walid. Hamzah and ‘Ali turned on ‘Utbah who stood firm against ‘Ubaydah and they dispatched him, carrying off their injured companion afterwards.
Dann rückten die beiden Seiten vor und näherten sich einander am Freitagmorgen des 17. Ramadan. Der Gesandte Allahs ﷺ richtete die Reihen aus und ermutigte die Muslime zum Kampf. Die Muslime wurden durch die Worte des Gesandten Allahs ﷺ bestärkt und gingen voran. Der Kampf brach heftig aus, und die Köpfe der Quraisch flogen von ihren Körpern, während die Muslime im Glauben immer stärker wurden und dabei riefen: „Ahad! Ahad!“ (Der Eine! Der Eine!).
Then the two sides advanced and drew near each other on Friday morning on the 17th of Ramadhan. The Messenger of Allah (pbuh) straightened the ranks and incited the Muslims to fight. The Muslims were encouraged by Allah’s Messenger’s words and went forward. The fighting broke out fiercely and Qurayshi heads went flying from their bodies, the Muslims becoming stronger in belief all the time chanting ‘Ahad! Ahad!’ (the One! the One!).
Der Gesandte Allahs ﷺ trat mitten ins Getümmel, nahm eine Handvoll Kieselsteine und warf sie gegen die Quraisch mit den Worten: „Hässlich seien diese Gesichter!“ Dann befahl er seinen Gefährten ﷺ anzugreifen, und sie folgten ihm, bis die Schlacht vorüber war und der Feind in die Flucht geschlagen wurde. Die Muslime gingen siegreich hervor, töteten viele Krieger und Stammesführer der Quraisch und nahmen noch weit mehr gefangen. Die Quraisch flohen vom Schlachtfeld, und die Muslime kehrten nach Madinah zurück, nachdem sie einen wahrhaft großen Sieg errungen hatten.
Allah’s Messenger (pbuh) stood in the middle of the melee, took a handful of pebbles and threw them at the Quraysh saying, “Foul be those faces!” Then he (pbuh) ordered his Sahabah to charge and they duly obliged until the battle was over and the foe was routed. The Muslims emerged victorious, slaying many warriors and tribal leaders of the Quraysh and capturing many more. The Quraysh fled the battlefield and the Muslims returned to Madinah having achieved a truly great victory.