Unterschiede unter den Sahaba
Differences Among The Sahaabah
Angesichts dieser eindeutigen Verurteilungen im Qur'an: Wie ist dann die Meinungsverschiedenheit zu erklären, die zeitweise unter den Gefährten des Propheten ﷺ (Sahaabah) und den frühen Rechtsgelehrten (Fuqaha) aufkam?
In view of these clear Qur’anic condemnations, how then do we account for the disagreement which occured at times among the Prophet’s (s.w.) companions (SahaabahO and the early scholars of Fiqh?
Die Meinungsverschiedenheiten, die unter den Sahaabah auftraten, waren größtenteils natürlich und unvermeidlich. Ein großer Teil davon war auf ihre unterschiedlichen Fähigkeiten zur Argumentation zurückzuführen, die sich in ihren verschiedenen Auslegungen von Koranversen und Hadithen zeigten. Es gab weitere Ursachen, die zu Unterschieden in ihrer Zeit führten und die später verschwanden; zum Beispiel machte die weite Verbreitung der Hadithe es jedem einzelnen Sahaabee unmöglich, sie alle zu kennen, und so wurden zwangsläufig falsche Entscheidungen dort getroffen, wo Informationen fehlten. Offensichtlich kann man ihnen diese und ähnliche Fehler, die nicht absichtlich geschahen, nicht zum Vorwurf machen.
The differences of opinion which occured among the Sahaabah were for the most part natural and unavoidable. A large portion of it was due to their different reasoning abilities which showed up in their various interpretations of Qur’anic verses and Hadeeths. There were other causes which led to differences during their time which later disappeared; for example, the wide distribution of Hadeeths made it impossible for any individual Sahabee to be aware of them all, and thus wrong dicisions were bound to be made where information was lacking. Obviously, they cannot be blamed for these and similar mistakes, which were not intentional.
Ferner ist klar, dass sie ihre falschen Entscheidungen bereitwillig korrigierten, wenn verlässliche Informationen oder ein passenderer Beleg darauf hinwiesen, dass dies getan werden sollte. Gerade diese Bereitschaft, falsche Entscheidungen bei der Suche nach der Wahrheit aufzugeben, schließt diese widersprüchlichen Urteile aus der Kategorie der verwerflichen Meinungsverschiedenheiten aus. In diesem Zusammenhang hatte der Gesandte Allahs ﷺ gesagt: „Wenn ein Richter sein Bestes gibt und ein richtiges Urteil fällt, erhält er zwei Belohnungen; wenn er sich aber bemüht und irrt, erhält er dennoch eine.“237 Auf der Grundlage dieses Hadith gelten die Sahaba als von Tadel für widersprüchliche Urteile freigesprochen. Dennoch sind die Unstimmigkeiten, die in ihren unterschiedlichen Urteilen erkennbar sind, nicht zu verherrlichen und fortzuführen. Tatsächlich missbilligten sie selbst Meinungsverschiedenheiten, wie die folgende Überlieferung zeigt, die al-Muzanee, ein Schüler asch-Schafi'is, überliefert: ‘Umar ibn al-Khattaab, der zweite rechtgeleitete Kalif, wurde zornig wegen eines Streits zwischen dem Sahaabi Ubayy ibn Ka'b und einem anderen Sahaabi, Ibn Mas'ud, über das Verrichten des Salah in einem einzigen Stück Stoff. Ubayy hielt es für durchaus in Ordnung, Ibn Mas'ud jedoch war der Ansicht, dies sei nur dann so, wenn Stoff knapp sei. ‘Umar verließ verärgert seine Wohnung und erklärte: „Haben zwei Gefährten des Gesandten Allahs ﷺ widersprochen, obwohl sie zu denen gehören, auf die die Menge genau achtet und die sie nachahmt? Ubayy hat recht, und Ibn Mas'ud soll davon ablassen! Wenn ich von jemandem höre, der nach diesem Punkt über diese Angelegenheit streitet, werde ich gegen ihn vorgehen.“238
Furthermore, it is clear that they readily corrected their wrong decisions when authentic information or more relevant evidence indicated that this should be done. It is this willingness to cast aside wrong decisions in the search for truth which excludes these conflicting rulings from the category of accursed disagreements. In this connection, the messenger of Allaah (s.w.) had said, “If a judge strives his utmost and makes a correct ruling, he receives two rewards, but if he strives and errs he still receives one.”237 Based on this Hadeeth, the Sahaabah are considered absolved from blame for conflicting rulings. However, any discrepencies apparent in their differnt rulings are not to be glorified and perpetuated. In fact they themselves disliked disagreements, as is shown in the following narration quoted by ash-Shaafi’ee’s student, al-Muzanee: ‘Umar ibn al-Khattaab, the second Righteous Caliph, got angry because of a dispute between the Sahaabee, ubayy ibn Ka’b, and another Sahaabee, Ibn Mas’ood, wver the performance of Salaah in a single piece of cloth. Ubayy considered in quite alright while Ibn Mas’ood felt that was so only when cloth was scarce. ‘Umar angrily left his residence and declared, “Have two of Allaah’s messenger’s companions disagreed and they are among those whom the masses watch closely and imitate? Ubayy is correct and Ibn Mas’ood should desist! If I hear of anyone disputing about this matter after this point, I will deal with him.”238
Tatsächlich waren sich die frühen Gelehrten der Ursachen der Meinungsverschiedenheiten unter den Gefährten sowie der Neigung der Menschen bewusst, diese fortzuführen. Dementsprechend trafen sie eindeutige Aussagen zu dieser Frage, um Dogmatismus und Sektierertum zu verhindern, die auf widersprüchlichen Urteilen der Gefährten beruhten. Im Folgenden sind einige ihrer Aussagen zu diesem wichtigen Thema aufgeführt. Ibn al-Qaasim, einer der Hauptschüler des Imams Maalik, sagte: „Ich hörte sowohl Maalik als auch al-Layth Folgendes über die Meinungsverschiedenheiten unter den Gefährten sagen: ‚Die Leute sagen, es gebe darin Spielraum für sie, doch dem ist nicht so; es handelte sich um Fälle von falschen und richtigen Urteilen.‘“239
Indeed, the early scholars well aware of the causes of differences among the Sahaabah and the tendency for people to want to perpetuate them. Accordingly, they made definitive statements on the matter in an effort to stave off dogmatism and sectarianism based on conflicting rulings of the Sahaabah. The following are a few examples of their statements on this vital subject. Ibn al-Qaasim, who was among the main students of Imaam Maalik, said, “I heard Maalik and al-Layth both say the following concerning the differences among the Sahaabah: ‘People say there is leeway for them in it, but it is not so; it was a case of wrong and right rulings’”.239
Ash-hab, ein weiterer Schüler des Imam Maalik, sagte: „Maalik wurde einst gefragt, ob man einer Entscheidung folgen dürfe, die ihm von vertrauenswürdigen Überlieferern berichtet wurde, welche sie von Gefährten des Propheten ﷺ gehört hatten. Er antwortete: ‚Nein, bei Allah, nicht es sei denn, sie ist richtig.“
Ash-hab, another of Imaam maalik’s students, said, “Maalik was once asked whether one was safe to follow a ruling related to him by reliable narrators who had heard it from companions of the Prophet (s.w.). He replied, ‘No, by Allaah, not unless it is correct:
Die Wahrheit ist nur eine. Können zwei einander widersprechende Meinungen gleichzeitig richtig sein? Die Meinung, die richtig ist, kann nur eine sein.‘“240 Der Schüler des Imams asch-Schaafi’i, al-Muzanee, drückte es so aus: „Die Gefährten des Gesandten Allahs ﷺ waren von Zeit zu Zeit uneinig und erklärten einander für irrig. Einige von ihnen prüften die Aussagen der anderen und untersuchten sie gründlich. Wenn alle von ihnen überzeugt gewesen wären, dass das, was sie sagten, richtig sei, hätten sie die Aussagen der anderen niemals untersucht und einander nicht für irrig erklärt.“ Al-Muzanee sagte außerdem: „Dem, der die Uneinigkeit erlaubt und behauptet, dass beide richtig liegen, wenn zwei Gelehrte sich bemühen, zu einer Entscheidung über denselben Sachverhalt zu gelangen, wobei der eine urteilt, dass es „Halaal“ ist, und der andere, dass es „Haraam“ ist, sollte folgende Frage gestellt werden: ‚Stützt du dieses Urteil auf einen grundlegenden Text (den Qur’an oder die Sunnah) oder auf Qiyaas (analoge Schlussfolgerung)?‘ Wenn er behauptet, es sei durch Qiyaas, sollte ihm gesagt werden: ‚Wie kann der grundlegende Text die Uneinigkeit ablehnen, und du leitest daraus ab, dass Uneinigkeit erlaubt ist?‘ Kein vernunftbegabter Laie würde dem zustimmen, geschweige denn ein Gelehrter.“241
the truth is only one. Can two opposing ominions be simultaneously correct? The opinion which is correct can be only one.’”240 Imaam ash-Shaafi’ee’s student, al-Muzanee, put it this way, “The companions of Allaah’s Messenger (s.w.) disagreed from time to time and declared each other mistaken. Some of them examined the statements of others and researched them thoroughly. Therefore, if all of them felt that whatever they said was correct, they would never have investigated each other’s statements or declared each other mistaken.” Al-Muzanee also said, “The following question should be put to the one who allows disagreement, claiming that if two scholars strive to strive at a decision concerningthe same incident on eruling that it is “Halaal” and the other that it is “Haraam”, both are correct. ‘Are you basing that judgement on a fundamental text (the Qur’aan or the Sunnah) or on Qiyaas (analogical deduction)?’ If the claims that it is by Qiyaas, he should be asked, ‘How could the fundamental text reject dispute and you in turn deduce from it that ispute is allowded?’ No common person capable of reason would allow that, much less a scholar.”241
Obwohl die Sahaabah in der Anwendung einiger Grundsätze voneinander abwichen, bemühten sie sich äußerst darum, den Anschein der Einheit zu wahren und alles zu vermeiden, was ihre Reihen spalten könnte. Bei den späteren Gelehrten und Anhängern hingegen, die sich blind und dogmatisch an die überlieferten Madhhabs klammerten, finden wir das genaue Gegenteil. Wie zuvor erwähnt wurde, führten ihre Meinungsverschiedenheiten an einem Punkt sogar zur Spaltung ihrer Reihen beim Salaah (rituelles Gebet), der größten Säule des Islaam nach den beiden Glaubensbekenntnissen.
Although the Sahaabah differed in the application of some principles, they used to go to extremes to preserve an appearance of unity and avoid things which would divide their ranks. But, among later scholars and followers who blindly and dogmatically clung to the inherited Madh-habs, we find the complete opposite. As was previously mentioned, their differenes at one point led to the splitting of their rands over Salaah (formal prayer), the greatest pillar of Islaam after the two testimonies of belief.
Konservative Sektierer unter den späteren Gelehrten gingen mit ihren Meinungsverschiedenheiten bisweilen sogar über dieses Äußerste hinaus und fällten Urteile, die das Herz der Brüderlichkeit und Einheit des Islam trafen. So vertrat Imam Abu Haneefah als einziger unter den frühen Imamen die Ansicht, dass das Eemaan (der Glaube) weder abnehme noch zunehme; entweder glaube man oder man glaube nicht.242 Auf der Grundlage der Meinung Abu Haneefahs fällten spätere Gelehrte der Madh-hab ein Urteil, wonach es verboten sei, auf die Frage „Bist du ein Gläubiger?“ mit „Ich bin ein Gläubiger, so Allah will“ zu antworten, da dies implizere, dass man an der Existenz des eigenen Glaubens zweifle.243 Nach dem Ijmaa’ (Konsens) der Gelehrten gilt der Zweifel am eigenen Glauben jedoch als Unglaube (Kufr). Daher solle man antworten: „Ich bin wahrhaftig ein Gläubiger“.244 Die implizite, aber unausgesprochene Bedeutung dieses Urteils war, dass die Anhänger der anderen Rechtsschulen an ihrem Eemaan zweifelten und somit im Unglauben seien. Dies wurde von der frühen hanafitischen Schule nie ausgesprochen, doch leiteten einige spätere Gelehrte daraus das Urteil ab, dass Anhängern der hanafitischen Madh-hab die Ehe mit Anhängern der schafiitischen Madh-hab untersagt sei, die damals die zweitbedeutendste Madh-hab war. Diese Schlussfolgerung wurde später von Gelehrten der hanafitischen Madh-hab verworfen,245 bleibt aber als historisches Zeugnis dafür bestehen, welche Gefahren der Sektierertum mit sich bringt.
Conservative sectarians among later scholars at times carried their differnces even beyond that extreme, making rulings which struck at the very heart of the brotherhood and unity of Islaam. For example, Imaam Abu Haneefah alone among the early Imaams felt that Eemaan (belief) neither decreased nor increased; one eiter believed or he disbelieved.242 On the basis of Abu Haneefah’s opinion, a ruling was made by later scholars of the Madh-hab stating that if one is asked the question, “Are you a believer?” It is Haraam to reply, “I am a believer, if Allaah so wills it,” as it implied that one is in doubt about the existence of his belief.243 According to the Ijmaa’ of the scholars, doubt about one’s belief is equivalent to disbelief (Kufr). Therefore, one should reply, “I am truly a believer”.244 The implied but unstated meaning of this ruling was that the followers of the other schools of thought were in doubt about their Eemaan and thus in disbelief. This was never state dby early Hanafee school, but some later scholars deduced from it the ruling that followers of the Hanafee Madh-hab were prohibited from marrying followers of the Shaafi’ee Madh-hab Which was the second most prominent Madh-hab at that time. This deductin was later over-ruled by scholars of the Hannafee Madh-hab,245 but stands as historical evidence documenting the dangers of sectarianism.
Abschnittszusammenfassung
Section Summary
1. Die Position der Allgemeinheit der Muslime ist, dass die vier Madhhabs unfehlbar sind, dass jeder einem von ihnen folgen muss und dass Anhänger weder den Madhhab wechseln noch Urteile aus anderen Madhhabs wählen dürfen.246
1. The position of the generality of Muslims is that the four Madhhabs are infallible, everyone must follow one of them and followers must not change Madh-habs or pick rulings from other Madh-habs.246
2. Wer die Unfehlbarkeit der Madhhabs nicht anerkennt oder keiner der vier Madhhabs folgt, wird allgemein, aber irrtümlich als Häretiker eingestuft und fälschlicherweise entweder als „Wahhabi“ oder als „Ahl-i-Hadeeth“ bezeichnet.
2. One who does not subscribe to the infallibility of the Madh-habs or does not follow any of the four Madh-habs is commonly, but mistakenly classified as a heretic and mislabelled either “Wahhabi” or “Ahl-i-Hadeeth”.
3. Die Ḥadīthe, die zur Verteidigung des Madhhab-Sektierertums herangezogen werden, sind entweder falsch ausgelegt oder unauthentisch.
3. The Hadeeths used to defend Madh-hab sectarianism are either misinterpreted or unauthentic.
4. Der Qur’an verurteilt Streit und Zwietracht unter Muslimen ausdrücklich und implizit.
4. The Qur’aan explicity and implicity condemns conflict and dispute among Muslims.
5. Die Unterschiede unter den Sahaabah beruhten auf der unterschiedlichen Fähigkeit zur Auslegung und auf dem Maß, in dem sie den Ḥadīthen des Propheten ﷺ ausgesetzt waren. Ihre verschiedenen Urteile hielten sie nicht starr fest, wenn ihnen Beweise für das Gegenteil vorlagen.
5. Differences among the Sahaabah were due to varying interpretational abilities and the extent to which they were exposed to Hadeeths of the Prophet (s.w.). Their different rulings were not rigidly clung to in the face of evedence to the contrary.
6. Frühe Gelehrte betonten, dass nur diejenigen Urteile der Sahaabah als richtig zu befolgen seien, die sich auf lange Sicht als richtig erwiesen haben.
6. Early scholars emphasized the fact that only those rulings of the Sahaabah, which were proven to be correct in the long run were to be followed as correct.
7. Meinungsverschiedenheiten unter den Sahaabah führten nie zu Uneinigkeit und Spaltung unter ihnen, während sich bei den späteren Gelehrten der Madh-habs aus Unterschieden Zwietracht unter den Muslimen entwickelte.
7. Disagreements among the Sahaabah never led to disunity and division amongst them, whereas, among later scholars of the Madh-hab, differences evolved into disharmony among Muslims.
237 Überliefert von ‘Abdullah ibn ‘Amr ibn al-‘Aas und gesammelt von al-Bukhaaree (Sahih al-Bukhari, (arabisch-englisch), Bd. 4, S. 442, Nr. 667) und Muslim (Sahih Muslim (engl. Übers.), Bd. 3, S. 930, Nr. 4261).
237 Narrated by ‘Abdullah ibn ‘Amr ibn al’Aas and collected by al-Bkhaaree (Sahih Al-Bukhari, (Arabic English), vol. 4, p.442, no.667) and Muslim (Sahih Muslim (English Trans.), vol.3, p. 930, no. 4261).
238 Jami' Bayan al-'Ilm, Bd. 2, S. 83-84.
238 Jaami’ Bayaan al-‘Ilm, vol. 2, pp. 83-4.
239 Jāmiʿ Bayān al-ʿIlm, Bd. 2, S. 81-82.
239 Jaami’ Bayaan al-‘Ilm, vol. 2, pp. 81-82.
240 Ebd., Bd. 2, S. 82, 88, 89.
240 Ibid., vol.2, pp. 82, 88, 89.
241 Jāmi‘ Bayān al-‘Ilm, Bd. 2, S. 89. 242 Diese Position steht im Widerspruch sowohl zum Qur’ān als auch zum Ḥadīth. Allāh beschreibt die wahren Gläubigen als solche, „deren Īmān zunimmt, wenn man ihnen sagt: Hütet euch vor (dem Feind), der sich gegen euch versammelt hat“ (3:173). An anderer Stelle heißt es: „Und wenn Seine Zeichen ihnen vorgetragen werden, so nimmt ihr Īmān zu“ (8:2). Der Prophet ﷺ sagte außerdem: „Keiner von euch glaubt, bis ich ihm lieber bin als sein Kind, sein Vater und alle Menschen.“ Die Verneinung ist hier als Verneinung der Vollkommenheit zu verstehen und nicht als Verneinung der Existenz; andernfalls könnte keiner von uns als Muslim gelten. Das Ḥadīth wird von al-Bukhārī und Muslim überliefert. Siehe Sahih al-Bukhari (Arabisch-Englisch), Bd. 1, S. 20, Nr. 14, und Sahih Muslim (englische Übersetzung), Bd. 1, S. 31, Nr. 71.
241 Jaami’Bayaan al-‘Ilm, vol. 2, p. 89. 242 The position is at variance with both Qur’aan and Hadeeth. Allaah described true believers as “Those whose Eemaan increases when people tell them to beware the (enemy) which has gathered to attack them” (3:173). Elsewhere we find, “And if His signs are read to them, their Eemaan increases.” (8:2) The prophet (s.w.) also said, “None of you believes until I become more beloved to him than his offspring, father, and all mankind.” The negation here is taken to be a negation of perfection and not a negation of existence; otherwise, none of us could be considered Muslims. The Hadeeth is collected by al-Bukhaaree and Muslim. See Sahih Al-Bukhari (Arabic-English), vol. 1,p. 20, no. 14 and Sahih Muslim (English Trans.), vol. 1, p. 31, no. 71.