13.7 Die verpflichtenden Befugnisse des Rates der Ummah
13.7 The mandatory powers of the Ummah’s council
1. Der Rat der Umma verfügt über folgende verbindliche Befugnisse, nämlich:
1. The Council of the Ummah has the following mandatory powers and they are: .
(a): Der Khalifah muss den Rat konsultieren, und der Rat hat das Recht, ihn in praktischen Angelegenheiten und Handlungen zu beraten, die mit der Führung der innenpolitischen Geschäfte zusammenhängen und keine tiefgehende Überlegung und Prüfung erfordern, etwa die Bereitstellung der notwendigen Dienstleistungen, damit die Menschen ein ruhiges Leben genießen können, in Bezug auf Angelegenheiten der Regierung, Bildung, Gesundheit, Wirtschaft, des Handels, der Industrie, der Landwirtschaft und dergleichen. Darüber hinaus gehört dazu die Stärkung der Verteidigung ihrer Städte, die Sicherung ihrer Sicherheit und die Abwehr der Gefahr durch ihre Feinde. Die Meinung des Rates ist in diesen Angelegenheiten für den Khalifah bindend, d. h. die Meinung der Mehrheit wird ausgeführt.
(a): The Khalifah has to consult the Council and the Council has the right to advise him in the practical matters and actions related to discharging the affairs of the domestic policy that do not require profound thought and scrutiny such as provision of the necessary services so as to enjoy the tranquillity in life in terms of the matters of ruling, education, health, economy, trading, industry, farming and the like. In addition, strengthening the defences of their cities, saving their security and driving the danger of their enemy. The opinion of the Council in these matters is binding to the Khalifah, i.e. the opinion of the majority is executed. .
(b): Bei den intellektuellen Angelegenheiten, die tiefgründiges Nachdenken und Prüfung erfordern, etwa das Offenlegen von Tatsachen oder die Entscheidung über den Krieg, bei Angelegenheiten, die Erfahrung, Informationen und Wissen verlangen, wie die Ausarbeitung militärischer Pläne und alle technischen und praktischen Belange, werden alle solche Angelegenheiten bei den Fachleuten eingeholt und nicht durch Mehrheitsentscheid. Ähnlich verhält es sich mit den Finanzen, dem Heer und der Außenpolitik, die der Khalifah nach seiner Ansicht und seinem Ijtihad auf der Grundlage der ahkam schar'iyya entscheiden darf; sie gehören nicht zu den verbindlichen Befugnissen des Rates. Der Khalifah hat das Recht, den Rat zur Beratung heranzuziehen und sich mit dessen Meinung vertraut zu machen; die Meinung des Rates ist in diesen Angelegenheiten jedoch nicht bindend.
(b): In the intellectual matters that require profound thought and scrutiny, such as revealing the facts or taking the decision of war, the matters that require experience, information and knowledge, like putting military plans and all the technical and practical matters. All of such matters are taken from the specialists and not by majority. Similar to that are the finance, the army and foreign policy, which the Khalifah has the right to decide in accordance with his opinion and ijtihad, based on the ahkam shariah, and they are not within the mandatory powers of the council. The Khalifah has the right to refer to the Council for consultation and to acquaint himself with its opinion; however the opinion of the Council is not binding in these matters. .
2. Die Meinung des Rates wird in Gesetzgebungsfragen nicht eingeholt; die Gesetzgebung wird vielmehr dem Buch Allahs, der Sunnah Seines Gesandten sowie dem entnommen, worauf sie durch die Ijmaa'us-Sahabah und den göttlichen Qiyas hingewiesen haben, mittels gültiger Ijtihad. Auf diese Weise erfolgt die Übernahme der Ahkam Shariah und das Erlassen von Gesetzen. Der Khalifah hat das Recht, dem Rat jene Gesetze und Regeln zur Beratung vorzulegen, die er übernehmen möchte. Die muslimischen Mitglieder des Rates haben das Recht, darüber zu debattieren und ihre Meinung zu diesen Regeln zu äußern. Sollten sie jedoch dem Khalifah hinsichtlich der Gültigkeit ihrer Schlussfolgerung oder ihrer Belege widersprechen, also in Bezug auf ihre Abweichung von der im Staat angenommenen Methode der Ableitung aus den göttlichen Grundlagen (Usool), so wird die Entscheidung an die Mahkamat ul-Mathalim verwiesen, und deren Urteil in dieser Angelegenheit ist bindend.
2. The opinion of the council is not sought regarding legislation; the legislation is rather taken from the Book of Allah, the Sunnah of His Messenger and from what they alluded to in terms of ijmaa'us-sahabah and the divine qiyas, through valid ijtihad. The adoption of the ahkam shariah and enacting of laws would take place in this way. The Khalifah has the right to refer to the Council the laws and rules which he wants to adopt. The Muslim members of the Council have the right to debate them and voice their opinions regarding those rules. However, if they disagreed with the Khalifah regarding the validity of their deduction or their evidence, in terms of their disagreement with the method of adoption from the divine foundations (usool) adopted in the State, then the decision will refer to mahkamat ul-mathalim, and its verdict in this matter is binding. .
3. Der Rat der Ummah behält sich das Recht vor, den Khalifah für alle Angelegenheiten zur Rechenschaft zu ziehen, die tatsächlich innerhalb des Staates stattfinden, sei es in innenpolitischen, außenpolitischen, finanziellen oder militärischen Angelegenheiten. Die Meinung des Rates ist bindend, wenn die Mehrheitsmeinung in solchen Angelegenheiten bindend ist, und sie ist nicht bindend, wenn die Mehrheitsmeinung in solchen Angelegenheiten nicht bindend ist.
3. The Council of the Ummah reserves the right to hold the Khalifah accountable on all matters that take place effectively within the State, whether these were related to home affairs, foreign affairs, financial affairs or military matters. The opinion of the Council is binding if the majority's opinion in such matters is binding, and it is not binding if the majority's opinion in such matters is not binding. .
Wenn der Rat und der Khalifah über die Rechtmäßigkeit einer bereits ausgeführten Handlung uneins sind, soll die Angelegenheit vor das Gericht der Mazalim gebracht werden, um die Frage zu klären. Dessen Urteil in dieser Sache ist bindend.
If the Council and the Khalifah differed about the legitimacy of an action that had been already executed the matter should be referred to the court of Mazalim to settle the question. Its verdict on the matter is binding. .
4. Der Rat der Ummah behält sich das Recht vor, Unzufriedenheit gegenüber den Assistenten, Walis oder Amils zu äußern. Seine Meinung ist in einem solchen Fall bindend, und der Khalifah soll sie unverzüglich entlassen. Weicht die Meinung des Rates der Ummah von der Meinung des Rates der betreffenden Wilayah hinsichtlich Zufriedenheit und Unzufriedenheit der Walis und Amils ab, so hat die Meinung des Rates der Wilayah Vorrang.
4. The Council of the Ummah reserves the right to express discontent towards the assistants, Walis or the amils. Its opinion in such a case would be binding and the Khalifah should dismiss them at once. If the opinion of the council of the Ummah differed from the opinion of the council of the concerned wilayah regarding content and discontent of the walis and amils, the opinion of the council of the wilayah has the priority. .
5. Die muslimischen Mitglieder des Rates haben das Recht, die Nominierung von Kandidaten für das Khilafah aus denjenigen, die von der Mahkamat ul-Mazalim für erfüllt der vertraglichen Bedingungen erklärt wurden, auf zwei oder sechs Kandidaten zu beschränken, wie es unter dem Thema der Wahl des Khalifen erläutert wird. Ihre Meinung in einer solchen Angelegenheit ist bindend, und Kandidaten, die nicht vom Rat in die engere Auswahl genommen wurden, sollen dementsprechend nicht berücksichtigt werden.
5. The Muslim members of the Council have the right to restrict the nomination of candidates for the Khilafah from amongst those decided by mahkamat ul- Mazalim to fulfilling the contractual conditions, whether they were restricted to two or six nominees, as it is explained under the subject of the Khalifah's election. Their opinion in such a matter is binding, and candidates other than those shortlisted by the Council should accordingly not be considered. .
Dies sind die verpflichtenden Befugnisse des Rates der Ummah. Die Belege für diese verpflichtenden Befugnisse lauten wie folgt:
These are the mandatory powers of the Council of the Ummah. The evidences to these mandatory powers are as follows:.
(a) Der Beweis dafür, dass die Meinung des Ratsgremiums der Umma hinsichtlich praktischer Handlungen und Angelegenheiten, die keine Untersuchung und Prüfung erfordern, bindend ist, ergibt sich aus der Tatsache, dass der Gesandte Allahs ﷺ der Meinung der Mehrheit folgte, aus Medina hinauszuziehen, um dem Heer der Mushrikun in der Schlacht von Uhud entgegenzutreten. Dies geschah trotz der Meinung des Gesandten Allahs ﷺ und der Sahaba, in Medina zu bleiben und es nicht zu verlassen.
The first point, (a): The evidence to the fact that the opinion of the council of the Ummah regarding the practical actions and matters, which do not require study and scrutiny is binding, is deduced from the Messenger of Allah's (PBUH) compliance with the opinion of the majority in going out of Madinah to meet the army of the mushriks in the battle of Uhud. This is despite the opinion of the Messenger of Allah (PBUH) and the Sahabah to stay in Madinah and not to go out of it. .
Es wird auch überliefert aus seinem Wort ﷺ an Abu Bakr und ‘Umar (ra):
It is also taken from His (PBUH) saying to Abu Bakr and ‘Umar (ra): .
„Hättet ihr euch bei einer Angelegenheit, über die beraten wurde, untereinander geeinigt, so hätte ich euch nicht widersprochen."
"Had you agreed together on a consulted matter I would not have disagreed with you." .
Daher sind die praktischen Angelegenheiten, die mit der zu einer Handlung führenden Meinung zusammenhängen, insofern sie den Bürgern Dienstleistungen zur Sicherung ihres Lebens bereitstellen, und insofern sie ihre Sicherheit aufrechterhalten, ihre Verteidigung stärken und die Gefahr von ihnen abwenden, verbindlich: Die Mehrheitsmeinung des Rates ist in all diesen Fragen für den Khalifah bindend, selbst wenn sie seinem Wunsch widerspricht, so wie es beim Gesandten Allahs ﷺ geschah, als er auf die Meinung der Mehrheit hin nach Uhud auszog.
Therefore, the practical matters related to the opinion leading to an action, in terms of providing the services to the citizens for reassuring their life, and in terms of maintaining their security, strengthening their defences and driving danger away from them; the majority opinion of the council in all of these issues is binding upon the Khalifah even if it disagreed with his wish, which happened with the Messenger of Allah (PBUH) going out to Uhud in compliance with the opinion of the majority. .
Der erste Punkt (b): Grundsätzlich holt der Khalifah die Meinung der Gelehrten, der Fachleute und der Spezialisten zu den Angelegenheiten dieses Abschnitts ein. Das entspricht dem, was beim Gesandten Allahs ﷺ geschah, als er den Rat von Al-Habbab b. Al-Mundhir bei der Wahl des Ortes der Schlacht von Badr einholte. Es wird in der Sirah des Ibn Hisham überliefert: „Als der Gesandte ﷺ am nächstgelegenen Wasser von Badr sein Lager aufschlug, war Al-Habbab ibn Al-Mundhir mit dieser Stelle nicht zufrieden. Er sagte zum Gesandten ﷺ: ‚O Gesandter Allahs! Hat Allah dich an diesem Ort lagern lassen, von dem wir nicht abweichen dürfen, oder ist es eine Meinung, eine Kriegsführung und eine Strategie?‘ Er ﷺ sagte: ‚Es ist vielmehr eine Meinung, eine Kriegsführung und eine Strategie.‘ Al-Habbab b. Al-Mundhir sagte: ‚O Gesandter Allahs, dies ist nicht der (richtige) Ort. Brich mit den Leuten auf, bis wir zur Seite des Wassers nahe den Leuten (dem Feind) kommen, dort lagern wir, dann lassen wir das Wasser des anderen Teils versickern, wir errichten darüber ein Becken und füllen es mit Wasser. Dann kämpfen wir gegen die Leute, wobei wir trinken, sie aber nicht.‘ Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: ‚Du hast die (richtige) Meinung geäußert.‘ So erhoben sich der Gesandte Allahs ﷺ und die Muslime und gingen, bis sie die dem Feind nähere Seite des Wassers erreichten, und dort lagerten sie.“
The first point (b): In principle, the Khalifah takes the opinion of the scholars and the experts and the specialists regarding the matters of this section. This is in accordance with what happened with the Messenger of Allah ( PBUH) when he took the opinion of Al-Habab b. Al-Mundhir in selecting the location of the battle of Badr. It was reported in the Sirah of ibn Hisham: “When the Messenger (PBUH) camped at the nearest side of the water of Badr, Al-Habbab ibn Al-Mundhir was not content with that site. He said to the Messenger: “O Messenger of Allah! Did Allah make you camp in this place where we can’t depart from it, or is it the opinion, war and strategy?” He (PBUH) said: “It is rather the opinion, war and strategy”. Al-Habbab b. Al-Mundhir said: “O Messenger of Allah, this is not the (right) place. Move the people till we come to the side of the water near to the people (enemy), we camp there, then we seep away the water from the other part, we build a basin on top of it, we fill it with water. Then we fight against the people where we drink and they do not”. The Messenger of Allah (PBUH) said: “You gave the (right) opinion”. So the Messenger of Allah (PBUH) and the Muslims stood up and walked till they reached the near side of the water from the enemy and camped there. .
Dann befahl er (ﷺ), dass das Wasser abgelassen werde, und so wurde es getan.
Then He (PBUH) ordered that the water be seeped away which was done. .
Er (ﷺ) baute ein Becken über den versiegten Brunnen, füllte es mit Wasser und warf ihre (Wasser-)Krüge hinein.“ So stimmte der Gesandte Allahs (ﷺ) der Meinung al-Hababs zu und folgte ihr.
He (PBUH) built a basin on top of the seeped wells, filled it with water and threw in their (water) pots.” So the Messenger of Allah ( PBUH) agreed with the opinion of al-Habab and followed it. .
In diesem Vorfall, der mit Meinung, Krieg und Strategie zu tun hat, hat die Ansicht der Menschen kein Gewicht bei der Entscheidungsfindung. Vielmehr wird die Ansicht des Experten berücksichtigt. Ähnlich verhält es sich mit technischen Angelegenheiten und Gedanken, die Studium und Prüfung erfordern, ebenso mit Definitionen. In all solchen Angelegenheiten wird auf die Experten und Spezialisten verwiesen und nicht auf die Meinung der einfachen Leute. Bei solchen Angelegenheiten hat die Mehrheit kein Gewicht, sondern vielmehr das Wissen, die Erfahrung und die Spezialisierung.
In this incident, which has to do with the opinion, war and strategy, the views of the people have no weight in taking the decision. Rather the view of the expert is what is considered. Similar to this are the technical matters and the thoughts which require study and scrutiny, together with the definitions. In all such matters, reference is made to the experts and specialists, rather than to the ordinary people's opinion. There is no weight in such matters to the majority, but rather to the knowledge, experience and specialisation. .
Dies gilt auch für die finanziellen Angelegenheiten, denn die Scharia hat die Arten von Einnahmen bestimmt, die erhoben werden müssen, und die Bereiche, in denen sie verteilt (ausgegeben) werden müssen. Die Scharia hat außerdem die Fälle bestimmt, in denen Steuern erhoben werden; daher hat es keinen Sinn, die Meinung der Menschen bei der Erhebung und Verteilung der Mittel einzuholen. Ähnlich verhält es sich mit dem Heer: Die Scharia hat dem Khalifah das Recht überlassen, die Angelegenheiten des Heeres zu verwalten, und sie hat die Regeln des Dschihad festgelegt. Die Meinung der Menschen hat keine Gültigkeit in Fragen, die von der Scharia entschieden wurden. Dies gilt ebenso für die Beziehungen des Staates zu anderen Staaten, denn dies gehört zu dem Denken, das Studium und tiefe Einsicht erfordert, und es steht im Zusammenhang mit dem Dschihad. Darüber hinaus gehört es zum Bereich der Meinung, des Krieges und der Strategie. Daher hat die Meinung der Menschen in dieser Angelegenheit keinen Sinn, sei es die Mehrheit oder die Minderheit. Dem Khalifah ist es jedoch erlaubt, diese Angelegenheiten dem Rat der Ummah zur Beratung und Meinungsäußerung vorzulegen, da eine solche Vorlage zum Mubah gehört; und die Meinung des Rates ist in diesen Angelegenheiten nicht bindend, wie beim Vorfall von Badr. Vielmehr wird die Entscheidung der zuständigen Person übertragen. Um den Unterschied zwischen den Punkten (a) und (b) zu verdeutlichen, sagen wir:
This also applies to the financial matters, because the Sharia has determined the types of funds which must be collected, and the areas over which they need to be allocated (spent). The Sharia has also determined the cases when taxes are imposed; therefore there is no point in seeking the opinion of the people in the collection and allocation of the funds. Similar to this is the army, the Sharia has left to the Khalifah the right of managing the army’s affairs, and it determined the rules of Jihad. There is no validity in the opinion of the people over matters decided by the Sharia. This also applies to the relationship of the State with other States, because this is of the thought that requires study and deep insight and is related to Jihad. Furthermore it is a part of the opinion, war and strategy. Therefore, there is no point in the opinion of the people in this matter whether it is the majority or minority. However the Khalifah is allowed to present these matters to the Council of the Ummah for its consultation and opinion, because such presentation is of the Mubah, and the opinion of the Council in these matters is not binding as in the incident of Badr. Rather the decision is entrusted with the concerned person.. To distinguish the difference between points (a) and (b), we say: .
Für die Entscheidung über den Bau einer Brücke über einen Fluss zum Nutzen der Menschen in einem Dorf, das in Bezug auf Verkehrsverbindungen und Ähnliches nahezu isoliert ist, ist die Mehrheitsmeinung des Rates in dieser Angelegenheit für den Khalifah beim Bau der Brücke bindend, um das Verkehrsproblem des Dorfes zu lösen. Was hingegen die Festlegung des technisch richtigen Standorts für den Bau der Brücke und den besten ingenieurtechnischen Entwurf der Brücke betrifft, also ob sie eine Hängebrücke sein soll oder auf Pfeilern im Fluss stehen soll usw., so werden in solchen Fragen die Experten und Fachleute zu Rate gezogen und nicht die Mehrheitsmeinung des Rates.
For deciding the building of a bridge over a river to serve the interests of the people in a village, almost isolated in terms of communications and the like, then the majority opinion of the council on this matter is binding to the Khalifah in building the bridge to solve the communications problem of the village. As for deciding the right technical location for building the bridge, and the best engineering design of the bridge, whether it should be a suspension bridge or standing over pillars in the river etc; the experts and specialized people are consulted in such matters, rather than the majority opinion of the council. .
Ebenso ist der Bau einer Schule für die Kinder eines Dorfes, deren Kinder große Schwierigkeiten haben, die Schulen in den Städten zu erreichen, in dieser Angelegenheit die Mehrheitsmeinung des Rates der Ummah für den Khalifah bindend. Hinsichtlich der Wahl des Standortes der Schule im Dorf im Hinblick auf die für den Entwurf geeignete Bodenbeschaffenheit sowie die Bauweise des Gebäudes, ob es sich im Besitz des Staates befindet, also gebaut, gekauft oder gepachtet wird, werden in solchen Angelegenheiten die Experten und Fachleute konsultiert; und die Mehrheitsmeinung des Rates wird dabei nicht eingeholt, obwohl es dem Khalifah erlaubt ist, sich in dieser Sache mit ihnen zu beraten, ihre Meinung ist jedoch nicht bindend. Was ein Land an den Grenzen betrifft, das der Gefahr eines Feindes ausgesetzt ist, so ist die Mehrheitsmeinung des Rates der Ummah hinsichtlich der Befestigung des Dorfes und der Abwehr der feindlichen Gefahr von ihm sowie der Verhinderung, dass es nach einer Aggression des Feindes Tötung und Vertreibung ausgesetzt wird, bindend. Die Art und Weise, wie solche Befestigungen errichtet werden, und alle Kampfmittel, die zur Abwehr der Gefahr eingesetzt werden, erfordern jedoch die Konsultation von Experten und Fachleuten und nicht die Mehrheitsmeinung des Rates.
Likewise, building a school for the children of a village, where its children find great difficulty in reaching the schools in the towns, the majority opinion of the council of the Ummah on this matter is binding to the Khalifah. In regards to the choice of the location of the school in the village in terms of the soil strength suitable for design, as well as the style of its building, whether is possessed by the State, i.e. it is built, bought or leased, in such matters the experts and specialised people are consulted; and the majority opinion of the council is not sought, though the Khalifah is allowed to consult with them over the matter, but their opinion is not binding.. As regarding a country at the frontiers, defying the danger of an enemy, then the majority opinion of the council of the Ummah is binding in terms of the village's fortification and driving the danger of the enemy away from it, and preventing its exposure to killing and expulsion after any aggression from the enemy. However, the method of building such fortifications and any fighting means used to drive the danger away from it; such things need the consultation of the experts and specialized people, rather than the majority opinion of the council. .
Der zweite Punkt: Die Gesetzgebung gehört allein Allah. Allah (S.W.T) sagt: .
The second point: Legislation belongs to Allah alone. Allah (S.W.T) says: .
„Gewiss, die Entscheidung liegt allein bei Allah." [TMQ 12: 40]. „Aber nein, bei deinem Herrn, sie werden nicht gläubig sein, bis sie dich zum Richter machen über das, worüber sie untereinander uneins sind, und in sich selbst keine Abneigung gegen das finden, was du entschieden hast, und sich mit voller Ergebenheit fügen." [TMQ 4: 65].
"Verily, the decision rests with Allah only." [TMQ 12: 40]. "But nay, by your Lord, they will not be true believers until they make you judge of what is in dispute between them, and find within themselves no dislike of that which you decided and submit with full submission." [TMQ 4: 65] .
Bei der Erläuterung der Worte des Gesandten ﷺ zu dem Vers Seines (SWT) Wortes: .
In the explanation of the Messenger (PBUH) to His (S.W.T) saying: .
„Sie haben sich neben Allah ihre Gelehrten und ihre Mönche zu Herren genommen" [TMQ 9:31].
"They have taken as lords beside Allah their rabbis and their monks", [TMQ 9:31] .
Al-Tirmidhi berichtete über ʿAdī ibn Ḥātim, er sagte:
Al-Tirmidhi reported through ‘Adi ibn Hatim, he said: .
Ich kam zum Propheten ﷺ, während ich ein goldenes Kreuz an meinem Hals trug. Er sagte: O Adiy! Wirf dieses Götzenbild weg. Und ich hörte, wie er aus der Sure Bara'ah las: „Sie haben sich ihre Gelehrten und ihre Mönche neben Allah zu Herren genommen“ (9: 31). Er sagte: Sie haben sie nicht angebetet; doch wenn ihnen etwas erlaubt wurde, hielten sie es für halal, und wenn ihnen etwas verboten wurde, verboten sie es ebenfalls. [Tirmidhi, Sunan, #3095]
"I came to the Prophet (PBUH) while wearing a cross of gold in my neck. He said: O Adiy! Throw out this idol. And I heard him reading in surah of Bara’ah: 'They have taken as lords beside Allah their rabbis and their monks' (9: 31). He said: they did not worship them; but when they were permitted something they took it as halal and when they were prohibited something they forbade it". [Tirmidhi, Sunan, #3095] .
Daher wird Gesetzgebung nicht aus der Meinung des Rates entnommen, weder durch Konsens noch durch Mehrheit. Sie wird vielmehr dem Buch Allahs und der Sunna Seines Gesandten ﷺ entnommen, sowie dem, was durch beide über gültige Ijtihād angezeigt wird.
Therefore, legislation is not taken from the opinion of the council, neither by consensus or majority. It is rather taken from the Book of Allah and the Sunnah of His Messenger, and from that which is indicated by them through valid ijtihad. .
So verwarf der Gesandte ﷺ die Meinung vieler Muslime bezüglich des Friedensvertrags von Hudaybiyah und sprach: „Ich bin der Diener Allahs und Sein Gesandter, und ich werde Seinem Befehl niemals zuwiderhandeln."
Thus, the Messenger (PBUH) refused the opinion of many Muslims regarding the Hudaybiyah peace treaty, and said: "I am the servant of Allah and His Messenger, and will never disobey his order." .
Dieser Friede war eine Offenbarung von Allah (S.W.T.).
This is because the peace was a revelation from Allah (S.W.T); .
Daher wird die Meinung der Menschen in Fragen der Gesetzgebung nicht eingeholt. Darauf aufbauend sind die Übernahme der Ahkam Schar'iyya, das Erlassen von Gesetzen und die Annahme der Regeln und Kanones allein Befugnisse des Khalifen, wie zuvor erläutert. Dem Khalifen ist es jedoch erlaubt, dem Rat der Umma alles zur Abstimmung vorzulegen, was er an Ahkam Schar'iyya und Kanones übernehmen möchte, um deren Meinung dazu zu erfahren. Dies entspricht dem, was ‘Umar b. al-Khattab (ra) tat, als er die Muslime über die göttlichen Regeln befragte, wobei die Sahaba keinen Einwand erhoben, wie im Fall der eroberten Länder des Irak, als die Muslime ihn baten, das Land unter den Kämpfern aufzuteilen, die es erobert hatten. ‘Umar befragte die Leute, doch seine Entscheidung fiel darauf, das Land bei seinen Besitzern zu belassen, unter der Bedingung, dass sie eine bestimmte Kharaj-Steuer darauf zahlen, zusätzlich zur Dschizya auf ihre Personen. Dass ‘Umar und zuvor Abu Bakr die Sahaba um ihre Meinung zu göttlichen Regeln baten, ohne dass die Sahaba widersprachen, deutet auf ihren Ijma' hin. Dies dient als Beleg dafür, dass der Khalif dieses Recht besitzt. Was die Anrufung der Mahkamat al-Mazalim betrifft, falls der Khalif mit dem Rat der Umma über die Gültigkeit der Ableitung dieser Kanones uneins ist oder über deren Beweise oder Bedingungen der Übernahme aus den von dem Staat angenommenen Quellen (Usul), dann besteht die Aufgabe des Richters der Mazalim darin, die vom Khalifen übernommene Hukm zu prüfen: ob sie einen göttlichen Beleg hat und ob der Beleg auf den Sachverhalt zutrifft. Ist der Khalifa also mit dem Rat (d. h. der Mehrheit des Rates) darüber uneins, ob die von ihm übernommene Hukm eine gültige Hukm Schar'i ist oder nicht, so wird dieser Streit durch den Richter der Mazalim entschieden, da dies in seine Zuständigkeit fällt; und die Meinung der Mahkamat ul-Mazalim ist bindend.
therefore the opinion of the people is not sought regarding legislation. Based on that, the adoption of the ahkam shariah, enacting of laws and the adoption of the rules and cannons are of the mandatory powers of the Khalifah alone as explained before. However, it is allowed for the Khalifah to submit to the council of the Ummah whatever he wants to adopt of ahkam shariah and cannons so as to find out its opinion regarding it. This is like what ‘Umar b. Al- Khattab (ra) did when he referred to the Muslims over the divine rules, which the Sahabah did not object to, as in the incident of the conquered lands of Iraq, when the Muslims asked him to divide the lands amongst the fighters who opened them. So ‘Umar asked the people, but his opinion settled on keeping the land with its landlords on condition that they pay a known Kharaj over it in addition to paying the Jizya over their persons. The reference of ‘Umar and Abu Bakr before him to the Sahabah for their opinion over the divine rules without an objection from the Sahabah to this indicates their Ijma’. This serves as evidence that the Khalifah has the right to do that.. With regard to reference to the mahkamat al-Mazalim in case the Khalifah differed with the council of the Ummah regarding the validity of the deduction of these cannons, or regarding their evidences or terms of the adoption from the sources (usool) adopted by the State. In this case the authority of Mathalim judge is to examine the hukm adopted by the Khalifah, whether it has divine evidence and whether the evidence applies to the incident. Therefore, if the Khalifah differed with the council (i.e. the majority of the council) over the hukm which the Khalifah adopted in terms of being a valid hukm shar’i or not, then this dispute is settled by the judge of Mazalim, because it is of his speciality; and the opinion of mahkamat ul-mathalim is binding. .
Nicht-muslimische Mitglieder des Rates haben kein Recht, die Ahkam und Kanones zu prüfen, die der Khalifah übernehmen will. Dies liegt daran, dass sie nicht an den Islam glauben, und daran, dass ihr Recht darauf beschränkt ist, ihre Bedenken hinsichtlich jeglicher Unterdrückung zu äußern, die von den Herrschern über sie kommen könnte, anstatt ihre Ansicht zu den göttlichen Ahkam und Kanones zu äußern. Was den dritten Punkt betrifft, so ist sein Beleg die allgemeine Bedeutung der Texte, die sich auf die Zurechtweisung der Herrscher beziehen. Ahmad überlieferte von Ibn ‘Umar, der sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: ‚Es werden über euch Amire herrschen, die euch zu Dingen anweisen, die sie selbst nicht tun. Wer ihnen in ihren Lügen Glauben schenkt und ihnen in ihrem Unrecht hilft, der gehört nicht zu mir, und ich gehöre nicht zu ihm, und er wird nicht am Hawd (Becken) zu mir gelangen.‘“ [al-Mundhiry, al-Targhib wa’l-Tarhib, Bd. 3, S. 2203]. Ahmad überlieferte von Abu Sa‘id al-Khudri, der sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: ‚…Das beste Dschihad ist ein Wort der Wahrheit vor einem unterdrückerischen Herrscher.‘“ [Abu Dawud, Sunan, Nr. 4344]. Al-Hakim überlieferte von Jabir vom Propheten ﷺ, der sagte: „Der Herr der Märtyrer ist Hamza b. ‘Abd al-Muttalib und ein Mann, der vor einem unterdrückerischen Herrscher aufstand, ihm befahl und ihn verbot, woraufhin dieser ihn tötete.“ [Al-Mundhiry, al-Targhib wa’l-Tarhib, Bd. 3, S. 229]. Muslim überlieferte von Umm Salamah, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: .
Non-Muslim members of the council have no right in examining the ahkam and cannons which the Khalifah wants to adopt. This is because they do not believe in Islam, and because their right is restricted to voicing their concerns regarding any oppression that might fall upon them from the rulers, rather than expressing their view regarding the divine ahkam and canons.. With regards to the third point, its evidence is the general meaning of the texts related to bringing the rulers to task. Ahmad narrated from Ibn ‘Umar, who said: “The Messenger of Allah (PBUH) said: “There will be Amirs over you who order you of things they do not do. Whoever believed them in their lies and helped them in their injustice he would not belong to me nor I belong to him, and he will not join me on the Hawd (basin)”. [al-Mundhiry, al- Targhib wa’l-Tarhib, vol.3, p.2203]. Ahmad narrated from Abu Sa’id al-Khudri, who said: “The Messenger of Allah (PBUH) said:. “…The best of Jihad is (to say) a word of truth before an oppressor ruler”.” [Abu Dawud, Sunan, #4344]. Al-Hakim narrated from Jabir from the Prophet (PBUH) who said: “The master of martyrs is Hamza b. ‘Abd al-Muttalib and a man who stood to an oppressor ruler where he ordered him and forbade him so he (the ruler) killed him.” [Al-Mundhiry, al-Targhib wa’l-Tarhib, vol.3, p.229]. Muslim narrated from Umm Salamah that the Messenger of Allah ( PBUH) said: .
„Es werden Emire kommen, deren Handlungen ihr zum Teil anerkennt und zum Teil ablehnt. Wer erkennt, wird frei von Verantwortung sein, und wer ablehnt, wird in Sicherheit sein; wer aber zustimmt und folgt, (der wird es nicht sein).“
“There will be Amirs you recognise some of what they do and deny some. Whoever recognised he would be free of responsibility, and whoever denied he will be safe; but whoever accepted and follows (he will be not)”.
Diese Texte sind allgemein gehalten und beschreiben die Rechenschaftspflicht des Herrschers gemäß den Regeln der Scharia. Darüber hinaus kann sich die Rechenschaft auf jede Handlung erstrecken. Diese Rechenschaftspflicht gegenüber dem Khalifen durch den Rat sowie gegenüber anderen Gehilfen, Statthaltern und ‘Amils würde jede Handlung betreffen, die tatsächlich ausgeführt wurde, unabhängig davon, ob diese Handlung der göttlichen Ordnung widersprach, falsch oder schädlich für die Muslime war oder ungerecht oder nachlässig gegenüber den Bürgern bei der Besorgung ihrer Angelegenheiten war. Der Khalif muss auf diese Rechenschaftspflicht und die Einwände antworten, indem er seine Ansicht und seine Beweise bezüglich seiner Worte, Handlungen und Aufgaben darlegt, damit der Rat von der guten Amtsführung, der Aufrichtigkeit und der Ehrlichkeit des Khalifen überzeugt sein kann. Akzeptiert der Rat jedoch die Ansicht des Khalifen nicht und weist er dessen Argumentation zurück, so muss dies untersucht werden. Handelt es sich dabei um Fragen, bei denen die Mehrheitsmeinung bindend ist, so ist die Meinung des Rates bindend, wie bei den Fragen in (a); andernfalls gilt sie nicht wie die Fragen in (a). Betrifft die Rechenschaftspflicht beispielsweise die Nichtbereitstellung der Schule im vorherigen Beispiel, so ist die Rechenschaft bindend. Betrifft die Rechenschaft hingegen die Gestaltung, die er für die Schule gewählt hat, so ist seine Rechenschaftspflicht nicht bindend.
These texts are in general form and indicate accounting of the ruler in accordance with the rules of the shara’. Furthermore accounting can be over any action. This accounting by the Council to the Khalifah and other assistants, governors and ‘Amils would be over any action which has been actually executed whether this action disagreed with the divine rule, was wrong or harmful to Muslims, or was unjust or complacent toward the citizens in looking after their affairs. The Khalifah must respond to this accounting and the objections by showing his view and evidence regarding his words, actions and tasks he undertook, so that the Council can be assured of the good performance, the sincerity and honesty of the Khalifah. If however the Council does not accept the view of the Khalifah and rejects his argument, this must be examined. If this matter was of the issues over which the majority opinion is binding then the opinion of the Council is binding like the issues in (a), otherwise it would not be like the issues in (a). If the accounting for example was regarding not providing the school in the previous example then the accounting is binding. If the accounting was however regarding the design he chose for the school then his accounting is not binding. .
Wenn sich diejenigen, die zur Rechenschaft gezogen werden, mit den Herrschern in einer Angelegenheit aus rechtlicher Sicht uneinig sind, wird die Angelegenheit auf Antrag des Rates an das Gericht für Ungerechtigkeiten (Al-Mazalim) verwiesen, aufgrund dessen, was Allah (SWT) sagt:
If those who account differed with the rulers over any matter from the legal point of view, the matter is referred to the court of unjust acts (Al-Mazalim) by a request from the Council, due to what Allah (S.W.T) says: .
„O ihr, die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und denen unter euch, die die Befehlsgewalt innehaben. Wenn ihr in einer Sache uneins seid, so bringt sie vor Allah und den Gesandten.“ [4:59] Das bedeutet: Wenn Muslime mit den Machthabern über eine Angelegenheit uneins sind, sollen sie diese vor Allah und den Gesandten bringen, das heißt, sie sollen sie dem Urteil der Scharia unterwerfen. Das bedeutet, sich an die Justiz zu wenden, also an das Gericht für ungerechte Handlungen, dessen Urteil bindend ist, weil es in diesem Fall die verpflichtende Gewalt besitzt.
“O you who believe obey Allah and obey the Messenger and those in authority from amongst you. If you disputed over a matter refer it to Allah and the Messenger.” [4:59] This means that if the Muslims dispute with the people of authority over a matter, they should refer it to Allah and to the Messenger, that is arbitrate to the Sharia. This means to refer to Judiciary, that is to the court of unjust acts and its opinion is binding, because it has the mandatory power in this case. .
In Bezug auf den vierten Punkt lautet der Beleg: Der Gesandte Allahs ﷺ entließ al-'Ala' ibn al-Hadrami, seinen Amil über Bahrain, weil die Abordnung von 'Abd Qays sich bei dem Gesandten ﷺ über ihn beschwert hatte. Ibn Sa'd überliefert auf die Autorität von Muhammad b. 'Umar: „Dass der Gesandte Allahs ﷺ an al-'Ala' b. al-Hadrami schrieb, er solle mit zwanzig Männern aus 'Abd Qays zu ihm kommen. Er kam mit zwanzig Männern zu ihm, angeführt von Abdullah ibn Awf al-Ashajj, und setzte nach ihm al-Mundhir b. Sawa als seinen Nachfolger ein. Die Abordnung beschwerte sich über al-'Ala' b. al-Hadrami, daraufhin entließ ihn der Gesandte Allahs ﷺ und setzte Iban b. Sa'id b. al-'As ein und sagte zu ihm: ‚Kümmere dich um 'Abd al-Qays und achte ihre Anführer.'“
In regards to the fourth point, its evidence is that the Messenger of Allah (PBUH) removed al-’Ala’ ibn al-Hadrami, his Amil over Bahrain, because the delegate of `Abd Qays complained about him to the Messenger (PBUH). Ibn Sa’d narrated on the authority of Muhammad b. ‘Umar:. “That the Messenger of Allah wrote to al-Ala’ b. Al-Hadrami to come to him with twenty men from ‘Abd Qays. He reached him with twenty men headed by Abdullah ibn Awf al-Ashajj, and appointed after him al-Mundhir b. Sawa. The delegate complained of al-‘Ala’ b. Al-Hadrami so the Messenger of Allah (PBUH) removed him and appointed Iban b. Said b. Al-Aass and said to him:” Take care of ‘Abd Al-Qays and respect their chiefs.” .
Auch 'Umar b. Al-Khattab entließ Sa'd b. Abi Waqqas aus dem Wilayah allein aufgrund der Beschwerde der Leute gegen ihn, und er sagte: „Ich habe ihn nicht wegen Mangels oder Verrats entlassen.“ Dies zeigt, dass die Leute des Wilayah das Recht haben, ihren Zorn und ihre Unzufriedenheit über ihre Walis und Amire zu äußern, und das Khalifat muss sie daraufhin entlassen. Ebenso darf der Rat der Ummah als Vertreter aller Muslime im Staat seinen Zorn und seine Unzufriedenheit über die Walis und Amils äußern, und das Khalifat muss sie unverzüglich entlassen, wenn die Beschwerde von der Mehrheit des Rates des Wilayah oder von der Mehrheit des Rates der Ummah kam. Im Fall eines Widerspruchs zwischen den Ansichten dieser beiden Räte wird dem Rat des Wilayah der Vorrang gegeben, denn er ist über den Zustand des Wali besser informiert und vertrauter als der Rat der Ummah.
Also ‘Umar b. Al-Khattab removed Sa’d b. Abi Waqqas from the Wilayah just because of the complaint of the people against him, and he said: “I did not remove him because of deficiency or treason”. This indicates that the people of the Wilayah have the right to express their anger and discontent of their Walis and Amirs, and the Khalifah thus has to remove them. Likewise, the Council of the Ummah is allowed, as a representative of all Muslims in the State, to express its anger and discontent of the Walis and Amils and the Khalifah has to remove them immediately if the complaint came from the majority of the council of the wilayah or the majority of the council of the Ummah. In the case of conflict between the views of these two councils, then the priority is given to the council of the wilayah, for it is more aware and more acquainted than the council of the Ummah of the condition of the wali. .
Was den fünften Punkt betrifft: Dieser Punkt besteht aus zwei Problemen. Das erste ist die Vorauswahl der Kandidaten, und das zweite ist die Reduzierung der Auswahlliste auf sechs Personen und dann auf zwei.
With regards to the fifth point, this point has two issues: The first one is the short listing of the nominees, and the second is reducing the shortlist to six people and then to two. .
Was die erste Frage betrifft: Aus der Art und Weise, wie die rechtgeleiteten Khulafa' eingesetzt wurden, geht hervor, dass eine Vorauswahl von Kandidaten entweder unmittelbar durch die Vertreter der Muslime getroffen wurde oder dadurch, dass sie den Khalifen baten, die Kandidaten an ihrer Stelle vorzuselektieren.
As for the first issue, from following the manner of appointing the guided Khulafaa' it appears there was short listing of nominees made by the representatives of the Muslims directly, or through requesting the Khalifah to shortlist the nominees on their behalf. .
In der Versammlungshalle der Banu Sa'idah waren die Kandidaten Abu Bakr, ‘Umar, Abu Ubaidah und Sa'd ibn ‘Ubadah, die als ausreichend angesehen wurden und auf die sich die Nominierungen beschränkten. Dies geschah vor den Leuten der Halle, und danach mit der Zustimmung der Sahabah, woraufhin sie Abu Bakr den Treueeid (Bay'ah) leisteten.
In the hall of Bani Sa'idah the nominees were Abu Bakr, ‘Umar, Abu Ubayda and Sa'd ibn Ubadah, who were seen enough and to whom the nominations were restricted. This took place before the people of the hall, and then by the consent of the Sahabah later on, where they gave the bayah to Abu Bakr. .
Gegen Ende der Amtszeit Abu Bakrs (ra) beriet er sich etwa drei Monate lang mit den Muslimen und besprach mit ihnen die Nachfolge im Kalifat nach ihm. Nachdem sie dies mit ihm besprochen hatten, stimmten sie seiner Benennung 'Umars zu, das heißt, die Benennung wurde auf einen einzigen Kandidaten beschränkt.
Towards the end of Abu Bakr's (ra) authority, he consulted with Muslims for about three months, discussing with them the post of Khilafah after him. After they discussed this with him they agreed to his nomination of ‘Umar, i.e. restricting the nomination to one candidate. .
Die Einschränkung der Kandidaten wurde nach der Erstechung ‘Umars deutlicher und offensichtlicher, denn sie baten ihn (ra), ihnen Kandidaten zu benennen; so beschränkte er es auf sechs (Kandidaten) und entzog anderen dieses Recht, wobei er diese Angelegenheit betonte, wie bekannt ist.
Restricting of nominees was more clear and obvious after the stabbing of ‘Umar, for they requested him (ra) to nominate to them candidates; so he confined it to six (nominees), depriving others of it, where he emphasised that matter as it is known. .
Zur Zeit der Nominierung von ’Ali (ra) war er der einzige Kandidat, ohne dass sich jemand anderes neben ihm befand; daher bestand kein Bedarf an einer Vorauswahl.
At the time of nominating ’Ali (ra), he was the only nominee, without having any one else with him; so there was no need for short listing. .
Die Vorauswahl der Kandidaten fand früher vor einer Versammlung von Muslimen statt. Wäre dies nicht erlaubt, würde man es nicht praktizieren, denn es würde das Recht anderer auf Nominierung verhindern. Daher ist die Vorauswahl der Kandidaten für das Amt des Khalifen aufgrund des Konsenses der Gefährten (ijmaa' us-Sahabah) erlaubt. Somit ist es der Ummah, d. h. ihren Vertretern, erlaubt, die Kandidaten vorauszuwählen, sei es, dass diese Vorauswahl direkt durch die Ummah erfolgt, oder dadurch, dass sie den scheidenden Khalifen ermächtigt, dies in ihrem Namen zu tun.
Short listing of nominees used to take place before a gathering of Muslims; a matter which is opposed and not executed had it been not allowed, for this prevents the right of others in nomination. Therefore, short listing the nominees for Khilafah post is allowed due to the ijmaa' us-Sahabah. Thus, the Ummah, i.e. her representatives are allowed to shortlist the nominees, whether this short listing was conducted directly by the Ummah, or through authorizing the outgoing Khalifah to do that on their behalf. .
In Bezug auf die Vorauswahl: Der Beweis für die Auswahl der Kandidaten auf zunächst sechs Personen stammt aus dem Handeln von ‘Umar (ra), während die anschließende Verkürzung der Liste auf zwei aus dem Handeln von Abdul Rahman ibn Awf (ra) stammt. Außerdem bestätigt dies die Bedeutung der Bai‘a durch die Mehrheit der muslimischen Wählerschaft; denn wenn es mehr als zwei Kandidaten gäbe, könnte der Sieger unter ihnen beispielsweise nur dreißig Prozent der Wählerschaft erhalten, also weniger als die Mehrheit. Der Sieger würde die Mehrheit nur dann erhalten, wenn es nicht mehr als zwei Kandidaten gäbe.
This is in regards to short listing. In regards to evidence for the short listing of the nominees to six people at first, this is taken from the action of ‘Umar (ra); whilst shortening the list to two after that is taken from the action of Abdul Rahman ibn Awf (ra). Additionally this verifies the meaning of the bayah by the majority of the Muslim electorate; for if the nominees were more than two, then the winner amongst them might get for example thirty percent of the electorate, i.e. less than their majority. The winner would get the majority in case the nominees were not more than two. .
Hinsichtlich der Vorauswahl der sechs und zwei Kandidaten durch den Rat der Ummah muss diese durch die Mahkamat ul-Mathalim erfolgen, um sicherzustellen, dass die Kandidaten die Vertragsbedingungen erfüllen. Dies deshalb, weil die Vorauswahl durch den Rat der Ummah dem Zweck dient, aus ihnen einen Khalifah zu wählen. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass sie die Vertragsbedingungen erfüllen müssen. Daher würde die Mahkamat ul-Mathalim jeden von den Kandidaten für das Khilafah ausschließen, der die Vertragsbedingungen nicht erfüllt. Danach würde der Rat der Ummah aus den von der Mahkamat ul-Mathalim als die Vertragsbedingungen erfüllend bestimmten Kandidaten die Vorauswahl treffen.
In regards to short listing of the six and two nominees by the council of the Ummah, this must be by the mahkamat ul-mathalim to ensure that the nominees fulfil the contractual conditions; this is because the short listing conducted by the council of the Ummah is for electing a Khalifah from amongst them. It means in other words that they must fulfil the contractual conditions. Therefore, mahkamat ul-mathalim would exclude from the nominees to the Khilafah anyone who does not fulfil the contractual conditions. After that the council of the Ummah would make the shortlist from the nominees decided by mahkamat ul-mathalim to have fulfilled the contractual conditions.