In Bezug auf das Anstrengen von Klagen gegen diejenigen, die dem Islam und den Muslimen Schaden zugefügt haben, ist dies erlaubt, denn der Gesandte (Friede sei mit ihm) erklärte bei der Eroberung Makkas das Blut einiger Menschen für straflos vergossen, da sie den Islam und die Muslime in der Dschahiliyya geschädigt hatten. Er verlangte, dass ihr Blut vergossen werde, selbst wenn sie sich an den Vorhängen der Ka'ba aufhängen sollten. Dies geschah, obwohl der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Der Islam tilgt, was vor ihm war“, überliefert von Ahmad und At-Tabarani von Amr ibn Al-As. Das bedeutet, dass diejenigen, die dem Islam und den Muslimen geschadet haben, von diesem Hadith ausgenommen sind. Da der Gesandte ﷺ einigen von ihnen später vergab, wie etwa Ikrima ibn Abu Jahl, ist es dem Kalifen daher erlaubt, gegen diese eine Klage anzustrengen oder ihnen zu vergeben. Dies gilt für diejenigen, die Muslime dafür gefoltert haben, dass sie die Wahrheit sagten, oder für diejenigen, die den Islam verunglimpften. Der Hadith: „Der Islam tilgt, was vor ihm war“ [Ahmad, Musnad, 4/199] findet auf sie keine Anwendung, denn sie sind davon ausgenommen, und gegen sie wird gemäß der Ansicht des Kalifen eine Klage angestrengt. In anderen als diesen beiden Fällen werden die Verträge, die vor der Errichtung des Kalifats geschlossen wurden, zusammen mit den Transaktionen und Klagen weder aufgehoben noch neu angestrengt, solange sie bestätigt waren und ihre Umsetzung vor der Errichtung des Kalifats abgeschlossen war. Wenn beispielsweise ein Mann zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde, weil er die Türen einer Schule aufgebrochen hatte, und er diese zwei Jahre vor der Errichtung des Kalifats verbüßte und das Gefängnis verließ, dann aber nach der Errichtung des Kalifats eine Klage gegen denjenigen anstrengen will, der ihn für diese Tat inhaftieren ließ, weil er meint, er habe die Haft nicht verdient, so wird eine solche Klage nicht angenommen, denn es geschah, es wurde ein Urteil dafür gefällt, und dessen Vollstreckung war vor der Errichtung des Kalifats abgeschlossen. Er muss diese Angelegenheit Allah (S.W.) überlassen. ...in der Erwartung der Belohnung von Ihm (S.W.T.). Wenn jedoch dieser Mann zu zehn Jahren verurteilt wurde, von denen zwei bereits verbüßt waren, und das Kalifat errichtet wurde, dann darf der Khalifah in diesem Fall den Fall prüfen, und zwar entweder indem er das Strafurteil von Grund auf aufhebt, sodass er als von der Anklage befreit aus dem Gefängnis entlassen wird, oder indem er sich mit der bereits verbüßten Zeit begnügt, sodass er aus dem Gefängnis entlassen wird. Ebenso ist es möglich, die verbleibende Zeit des Urteils zu prüfen, unter Berücksichtigung der einschlägigen göttlichen Regeln und des Interesses der Bürger, insbesondere der Fragen, die die Rechte der Menschen betreffen, so dass dies den Zwist beseitigt.
In regards to starting lawsuits related to those who harmed Islam and the Muslims, this is permitted because the Messenger (PBUH), when he conquered Makkah declared the blood of some people to be shed with impunity as they used to harm Islam and Muslims in Jahiliyyah. He asked that their blood be shed even if they hung themselves to the curtains of the Ka’bah. This is despite the Messenger of Allah (PBUH) saying: "Islam removes that which comes before it", as narrated by Ahmad and Tabarani from Amr ibn Al-As. This means the one that harmed Islam and Muslims are excluded from this hadith.. Since the Messenger (PBUH) forgave some of them later on, such as his forgiving to Ikrimah ibn Abu Jahl, therefore the Khalifah is allowed to start a lawsuit against these or forgive them. This applies to those who used to torture Muslims for saying the truth or those who defamed Islam. The hadith: "Islam removes that which comes before it", [Ahmad, Musnad, 4/199] does not apply to them, for they are excluded of it, and a case is started against them according to the view of the Khalifah.. In other than these two cases the contracts concluded before the establishment of the Khilafah, together with the transactions and lawsuits are not cancelled and nor started as long as they were confirmed and their implementation finished before the establishment of the Khilafah.. Thus, if a man for example was sentenced with two years of imprisonment for a charge of breaking the doors of a school, and he finished the two years before the establishment of the Khilafah and he left the prison. Then after the establishment of the Khilafah he wanted to start a case against the one that imprisoned him for that charge because he views that he did not deserve imprisonment. Such a case is not accepted, because it happened, and a sentence was given for it and its implementation finished before the establishment of the Khilafah. He has to refer this matter to Allah (S.W.T), anticipating reward from Him (S.W.T).. If however, this man was sentenced for ten years, of which two had finished, and the Khilafah was established; in this case the Khalifah is allowed to examine the case, either by cancelling the sentence of punishment from its origin, thus letting him come out of the prison as free of the charge, or to be satisfied with the period he already spent, and he comes out of the prison. It is also possible to study the remaining time of the sentence taking into consideration the relevant divine rules and the interest of the citizens, particularly the issues related to the rights of the people, such that it removes the discord.