8.6 Die Heeresabteilungen
8.6 The army divisions
Die Armee gliedert sich in zwei Teile: die „Reserve“, die aus allen Muslimen besteht, die zur Erfüllung militärischer Aufgaben fähig sind, und die „Berufssoldaten“, die dauerhaft zur Streitkraft eingezogen sind und wie jeder andere Angestellte Gehälter aus den Mitteln des Staates erhalten.
The army is divided into two parts: The “Reserves”, which consists of all the Muslims who are able to perform the military tasks; and the “regulars” that are permanent conscripts in the armed forces and receive salaries from the State’s funds just like any other employee. .
Dies leitet sich von der Pflicht zum Dschihad ab, denn jeder Muslim ist gehalten, die Pflicht des Dschihad zu erfüllen, und ist daher verpflichtet, sich dafür auszubilden. Die Notwendigkeit, ein stehendes Heer zu unterhalten, beruht auf dem Grundsatz der Scharia, der besagt: „Was notwendig ist, um eine Pflicht zu erfüllen, ist selbst eine Pflicht.“ Da die Pflicht des Dschihad nicht ununterbrochen ausgeübt werden kann und der Islam und die Muslime vor den Kuffar nur durch die Präsenz eines ständigen Heeres geschützt werden können, ist der Imam daher verpflichtet, ein reguläres Heer zu seiner Verfügung zu haben.
This is derived from the obligation of Jihad, for verily every Muslim is commanded to perform the duty of Jihad, and hence is obliged to train for it. As for the need to have a regular army, this is based on the Shariah principle which States, ‘That which is necessary to accomplish a duty is itself a duty.’ Since the duty of Jihad cannot be carried out continuously, and Islam and Muslims cannot be protected from the kuffar, except through the presence of a permanent army, the Imam is therefore obliged to have a regular army at his disposal. .
Was die Zuweisung von Gehältern für die Streitkräfte betrifft, so ist offensichtlich, dass sie wie jeder andere Angestellte behandelt werden. Ein Nichtmuslim ist nicht verpflichtet, am Dschihad teilzunehmen, doch wenn er es täte, wäre es von ihm angenommen, und es wäre erlaubt, ihn dafür zu bezahlen und Mittel für ihn bereitzustellen. Dies beruht auf dem, was At-Tirmidhi von Az-Zuhri überliefert hat, dass:
As for the allocation of salaries for the armed forces, it is obvious that they are to be treated like any other employee. A non-Muslim is not required to perform Jihad, but if he did it would be acceptable from him, and it would be permitted to pay him for it and to allocate funds for him. This is due to what Al- Tirmidhi narrated from Al-Zuhri that: .
„Der Gesandte Allahs ﷺ nahm die Dienste einiger Juden in Anspruch und gab ihnen einen Anteil.“ Ibn Hisham überlieferte ebenfalls, dass:
“The Messenger of Allah (PBUH) sought the services of some of the Jews and he allocated a share to them.” Also Ibn Hisham narrated that: .
„Safwan b. Umayyah zog als Mushrik mit dem Gesandten Allahs ﷺ in die Schlacht von Hunain, und der Prophet ﷺ bestimmte ihm einen Anteil an der Beute von Hunain aus dem Anteil für die Mu’allafati Qulubihim (neu Bekehrte).“ [an-Nasa’i, Sunan, Nr. 4723].
“Safwan b. Umayah went on an expedition with the Messenger of Allah (PBUH) to Hunain whilst still a mushrik, and the Prophet ( PBUH) allocated some money for him from the spoils of Hunain from Mu’allafati Qulubihim’s (new converts) share.” [al-Nasa’i, Sunan, #4723].
Daher ist es dem Ungläubigen erlaubt, für das islamische Heer zu kämpfen und dafür Geldmittel zu erhalten, weil er bei ihnen anwesend ist. Außerdem bedeutet die Definition von „Ijara“ bzw. Anstellung als ein Vertrag, der über einen Nutzen gegen Entgelt geschlossen wird, dass die Anstellung für jeden Nutzen erlaubt ist, den der Arbeitgeber von der angestellten Person erhalten kann. Daher ist die Anstellung einer Person für das Heer und zum Kampf in einem solchen Vertrag enthalten, da es sich um einen Nutzen handelt. Somit ist der allgemeine Beleg für die Anstellung gegen jeglichen Nutzen ein gültiger Beleg dafür, die Anstellung der Kuffar für das Heer, den Militärdienst und den Kampf zu erlauben.
Thereupon, it is allowed for the disbeliever to fight for the Islamic army, and be given funds because of his presence with them. Moreover, the definition of ‘Imara’ or hiring as being a contract concluded over benefit in return for compensation means that hiring is allowed for every benefit which the employer can receive from the hired person. So hiring a person for the army and fighting is included in such a contract because it is a benefit. Thus, the general evidence of hiring over any benefit is a valid evidence for allowing the hiring of the kuffar for the Army, military service and fighting. .
Was Nicht-Muslime betrifft: Obwohl der Dschihad ein Akt der Anbetung ist, ist es erlaubt, Muslime für den Militärdienst und das Kämpfen anzuwerben, aufgrund des allgemeinen Beweises für die Anwerbung. Die Anwerbung ist erlaubt, um einen Akt der Ibadah zu vollbringen, wenn sein Nutzen sich auf mehr als den erstreckt, der ihn ausführt.
This is with regards to non-Muslims. As for the Muslims, even though jihad is an act of worship, it is allowed to hire Muslims for military service and fighting because of the general evidence of hiring. Hiring is allowed to accomplish an act of Ibadah if its benefit extends to more than the one who carries it out. .
Dies beruht auf dem Ausspruch des Propheten ﷺ: „Das Wertvollste, wofür man einen Lohn nehmen darf, ist das Lehren des Buches Allahs“, überliefert von Bukhari [Sahih, Nr. 5737] auf die Autorität von Ibn ʿAbbas.
This is due to the saying of the Prophet (PBUH):. “The most worthy thing to take a wage on is teaching the Book of Allah”, as narrated by Bukhari [Sahih, #5737] on the authority of Ibn ‘Abbas. .
Das Lehren des Buches Allahs ist Gottesdienst, und da es erlaubt ist, einen Muslim dafür zu bezahlen, den Koran zu lehren, das Gebet zu leiten oder den Adhan zu rufen, die alle Akte der Anbetung sind, ist es ebenso erlaubt, einen Muslim für den Dschihad und den Militärdienst zu dingen, da all diese Handlungen Akte der Anbetung sind, deren Nutzen über denjenigen hinausreicht, der sie ausführt. Darüber hinaus gibt es Belege dafür, dass Muslime für den Dschihad angeheuert wurden, obwohl er für sie eine Pflicht ist, was ausdrücklich in einem Hadith erwähnt wird. Abu Dawud [Sunan, Nr. 2526] überliefert von Abdullah b. Amr, dass der Prophet ﷺ sagte:
Teaching the book of Allah is worship, and since it is allowed to hire a Muslim to teach the Quran, lead the prayer, or give the Azan, which are all acts of worship, it is also allowed to hire a Muslim to do jihad and partake in military service, as all of these are acts of worship whose benefit extends beyond the one that performs them. Moreover, there is evidence of hiring Muslims for jihad even though it is a duty upon them which has been mentioned explicitly in a hadith. Abu Dawud [Sunan, #2526]. narrated from Abdullah b. Amru, he said that the Prophet (PBUH) said: .
„Der Kämpfer (al-Ghazi) hat seinen eigenen Lohn, und der Lohnempfänger (al-Ja'il) hat seinen eigenen Lohn, und der Lohn des Kämpfers (al-Ghazi)."
"Al –Ghazi has his own wage and al Ja’il has his own wage and the wage of the Al Ghazi". .
Ein „Ghazi“ ist eine Person, die für sich selbst kämpft. Ein „Ja’il“ ist derjenige, der jemand anderen zum Kämpfen für sich hat, gegen einen Lohn, den er ihm zahlt. Im Wörterbuch Al-Muhit wird angegeben: „Al-ja’ala ist der Betrag, der jemandem für das Ausführen einer Handlung gegeben wird; und das, was einem Mujahid (Ghazi) zugewiesen wird, wenn er in deinem Namen Jihad führt, ist ebenfalls ju’l.“ Somit deutet das Hadith darauf hin, dass es einer Person erlaubt ist, einen Lohn dafür zu zahlen, dass ein anderer für sie kämpft, d. h. es ist erlaubt, jemanden für das Kämpfen anzustellen.
A ‘Ghazi’ is a person who fights for himself. A ‘Ja’il’ is the one who has someone else to fight on his behalf in return for a wage he pays to him. It is indicated in the dictionary of Al-Muhit that “Al-ja’ala is the amount given to someone doing an action; and what is assigned to a Mujahid (Ghazi) if he made jihad on your behalf is also ju’l.” Thus, the hadith indicates that it is allowed for a person to pay a wage for somebody else to fight on his behalf, i.e. it is allowed for a person to be hired for fighting. .
Al-Bayhaqi überlieferte von Jubair b. Nufayr, der sagte:
Al –Bayhaqi narrated on the authority of Jubair b. Nufayr who said: .
Der Gesandte ﷺ sagte: .
The Messenger (PBUH) said: .
„Diejenigen aus meiner Umma, die kämpfen, Lohn nehmen und sich gegen ihren Feind stärken, gleichen der Mutter Moses, die ihren Sohn stillte und ihren Lohn (ajr) erhielt.“ Ajr bedeutet hier den Lohn. Somit erhalten Soldaten Gehälter wie andere Staatsbedienstete.
“Those of my Ummah who fight and take wages, and strengthen themselves against their enemy are like the mother of Moses who breastfed her son and got her reward (ajr).” Ajr here means the wage. Thus, soldiers are given salaries like other civil servants. .
Muslimische Soldaten würden bei ihrem Dschihad trotz des Erhalts von Soldzahlungen ihren Lohn bei Allah erhalten. Dies beruht auf dem Hadith von Al-Bukhari, der es erlaubt, für das Lehren des Buches Allahs einen Lohn zu nehmen, was ein Akt der Anbetung ist. Das bedeutet, dass ein solcher Lehrer je nach seiner Absicht den Lohn bei Allah erhält (SWT).
Muslim soldiers would have their reward with Allah in their jihad even if they received salaries. This is due to the hadith of Al-Bukhari, which allows taking wage for teaching the book of Allah, which is an act of worship. This means such a teacher has the reward with Allah (PBUH) in accordance with his intention. .
Die islamische Armee ist eine einzige Armee, die aus vielen Kontingenten besteht, die mit Nummern wie erstes, zweites usw. bezeichnet werden können, oder sie werden nach den Provinzen oder den Distrikten benannt, zum Beispiel die Armee von al-Sham, die Armee Ägyptens oder die Armee von Sana.
The Islamic army is one army, consisting of many contingents which can be given numbers such as the first, second etc, or they can be named after the provinces or the districts, for example the army of al-Sham, the army of Egypt or the army of Sana. .
Die islamische Armee ist in besonderen Lagern stationiert, und in jedem Lager ist eine Gruppe von Soldaten untergebracht, sei es als vollständige Einheit, als Teil einer Einheit oder als mehrere Einheiten. Diese Lager müssen in allen Provinzen errichtet werden, und einige von ihnen müssen in Militärstützpunkten eingerichtet werden. Manche werden mobile Lager sein, die sich ständig in Bewegung befinden und große Streitkräfte umfassen werden. Jedem dieser Lager wird ein Name gegeben, etwa das Lager von Habbaniyah, und für jedes Lager gibt es eine besondere Fahne.
The Islamic army is stationed in special camps, and in every camp there is placed a group of soldiers in one complete unit or part of a unit, or many units. These camps have to be put in all provinces and some of them have to be put in military bases. Some of them will be mobile camps which will be in constant movement and will be massive forces. A name is given to each of these camps, like the camp of Habbaniyah, and for each camp there is a special banner. .
Einige Anordnungen können zum Bereich des Mubah gehören, etwa die Benennung der Armeen nach den Namen der Wilayaat oder die Vergabe besonderer Nummern, eine Angelegenheit, die der Meinung des Khalifah und seinem Ijtihad überlassen ist. Andere Anordnungen betreffen Dinge, ohne die eine Pflicht nicht erfüllt werden kann, etwa die Notwendigkeit, das Land zu schützen und die Armee zu stärken, wie das Stationieren der Armeen an den Grenzen und das Errichten einiger dieser Lager in allen Wilayaat und an strategisch wichtigen Orten, um das Land zu schützen.
Some arrangements may be of the Mubah, such as, naming the armies after the names of the Wilayaat or giving them special numbers, a matter left to the opinion of the Khalifah and his ijtihad. Other arrangements are matters without which an obligation cannot be performed, such as the necessity to protect the country and to strengthen the army, like placing the armies at the frontiers, and putting some of these camps in all the Wilayaat and in strategic places to protect the country. .
‘Umar b. al-Khattab (ra) verteilte die Heerlager über alle Wilayaat. So stationierte er eine Einheit in Palästina und eine Einheit in Al-Mosul usw. Er hielt stets eine Armeeeinheit im Zentrum des Staates und eine Armeeeinheit bereit, die jederzeit kampfbereit war.
‘Umar b. al-Khattab (ra) distributed the camps of the army over all the Wilayaat. So he positioned one unit in Palestine and one unit in Al-Mosul etc. He used to keep one army unit in the centre of the State and he used to keep one army unit ready to fight at a moment’s notice.