9.4 Der Lebensunterhalt der Richter
9.4 The judges’ means of living
Bestimmungen der Richter:
Provisions of the judges:
Al-Hafiz hat in Al-Fath erwähnt: Die Versorgung (rizq) ist das, was der Imam aus dem Bait al-Mal demjenigen zuweist, der die Interessen der Muslime wahrnimmt. Die Rechtsprechung gehört zu den Aufgaben, für die es erlaubt ist, dass aus dem Bait al-Mal eine Versorgung dafür festgesetzt wird; sie ist eine Funktion, für die der Staat sie im Interesse der Muslime eingesetzt hat. Wer nach der Scharia damit beauftragt wird, irgendeine Arbeit zu verrichten, die die Interessen der Muslime betrifft, hat Anspruch auf einen Lohn, gleichgültig, ob diese Arbeit ein Gottesdienst ist oder nicht. Der Beweis hierfür ist, dass Allah (SWT) denjenigen, die die Sadaqah einsammeln, einen Anteil zugewiesen hat.
Al-Hafiz mentioned in Al-Fath: provision (rizq) is that which the imam appoints from bait al-mal to whoever discharges Muslims interests. Judiciary is one of the tasks which is allowed to obligate provision to it from bait ul-mal, which is a function the State employed them for of the interests of Muslims. Anyone who is employed to undertake in accordance with the shara any work relating to the interests of the Muslims, is entitled to a wage, whether this work was worship or otherwise. The evidence to this is that Allah (S.W.T) assigned a share to those who collect the sadaqah. .
So sagt Er (S.W.T.):
So He (S.W.T) says: .
„Und diejenigen, die sie einsammeln." [TMQ 9:60].
"And those who collect them." [TMQ 9:60].
Abu Dawud, Ibn Khuzaymah in seinem Sahih sowie Al-Bayhaqi und Al-Hakim, die es nach den Bedingungen der beiden Scheichs für authentisch erklären, und Al-Dhahabi stimmt dem zu, überliefern einen Bericht von Buraydah, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: .
Abu Dawud, Ibn Khuzaymah in his Sahih as well as Al-Bayhaqi and Al-Hakim, declare sound on the conditions of the two sheikhs, and agreed by Al- Dhahabi, a narration from Buraydah that the Messenger of Allah ( PBUH) said: .
„Jeder Angestellte, den wir einsetzen und dem wir eine Vergütung zuweisen, und jede Vergütung, die er darüber hinaus nimmt, ist Veruntreuung (ghulul)." [Abu Dawud, Sunan, #2943].
"Any employee we used and assigned to him provision, any provision he takes more than that is deception (ghulul)." [Abu Dawud, Sunan, #2943]. .
Al-Mawardi sagte in Al-Hawi: „Das Richteramt darf aus dem Bait al-Mal damit versorgt werden, denn Allah (S.W.T) hat den Einsammlern der Sadaqah einen Anteil daraus zugewiesen. ‘Umar hat auch Shurayh eingesetzt und ihm eine Versorgung von einhundert Dirham monatlich zugewiesen. Als das Kalifat an Ali gelangte, wies er ihm fünfhundert Dirham jeden Monat zu; außerdem nahm Zayd ibn Thabit einen Lohn für das Richteramt.“ Al-Bukhari kommentierte dies mit den Worten: .
Al-Mawardi said in Al-Hawi: "Judiciary is allowed to take provision for it from bait ul-mal, because Allah (S.W.T) has assigned to the collectors of Sadaqah a share from it. ‘Umar has also appointed Shurayh and assigned to him provision made of one hundred dirham monthly. When Khilafah reached Ali he assigned to him five hundred dirham every month, additionally Zayd ibn Thabit took a wage for judiciary". Al-Bukhari commented on this saying: .
„Shurayh pflegte eine Vergütung für das Richteramt anzunehmen." Al-Hafiz sagte, indem er zu dieser Aussage Stellung nahm: „Was den Bericht über Shurayh betrifft, so berichtete uns Sa'id ibn Mansur, dass Sufyan uns von Mujahid überlieferte, von Ash-Sha'bi, der sagte: ‚Masruq pflegte keine Vergütung für das Richteramt anzunehmen, Shurayh hingegen nahm sie an.'" Al-Hafiz erwähnte in Al-Fath: „Ibn al-Mundir erwähnte, dass Zayd ibn Thabit eine Vergütung für das Richteramt annahm." Ibn Sa'd überlieferte von Nafi', der sagte: „‘Umar ibn Al-Khattab stellte Zayd ibn Thabit als Richter ein und setzte ihm einen Unterhalt aus." Die Gefährten (Sahabah) haben, ebenso wie diejenigen, die nach ihnen kamen, einen Konsens (Ijma') über die Zulässigkeit der Annahme eines Unterhalts für das Richteramt gebildet. Al-Hafiz sagte in Al-Fath: „Abu Ali Al-Karabisi sagte: ‚Es ist nicht falsch, dass der Richter für die Ausübung des Richteramts einen Unterhalt annimmt, wie es alle Gelehrten, einschließlich der Gefährten und derer, die ihnen folgten, gehalten haben. Dies ist die Meinung der Rechtsgelehrten der verschiedenen Provinzen, ohne dass man einen Unterschied zwischen ihnen kennt. Masruq jedoch missbilligte dies, doch hat niemand es verboten.'" Ibn Qudamah erwähnte in Al-Mughni: „‘Umar schrieb an Mu'adh ibn Jabal und Abu Ubaydah, als er sie nach Al-Sham entsandte, sie sollten unter den Guten dort einige Menschen ausfindig machen und sie als Richter einsetzen. Er sagte: ‚Bemüht euch sehr um sie, versorgt sie und stellt sie mit dem Vermögen Allahs zufrieden.'"
"Shurayh used to take a wage over judiciary". Al-Hafiz said commenting on this comment: "As regarding the report of Shurayh, Sa’id ibn Mansur told us that Sufyan informed us from Mujahid from Ash-Sha'bi, he said, “Masruq did not use to take a wage on judiciary, and Shurayh used to take." Al-hafiz mentioned in Al-Fath: "Ibn al-Mundir mentioned that Zayd ibn Thabit used to take a wage on Judiciary". Ibn Sa'd narrated from Nafi', he said: "‘Umar ibn Al-Khattab employed Zayd ibn Thabit on judiciary and he assigned provision to him." The Sahabah made ijmaa', as well as those that came after them on the permissibility of taking provision for judiciary. Al-Hafiz said in Al-Fath: "Abu Ali Al-Karabisi said,”It is not wrong that the judge takes provision for making judiciary as conceived by all the scholars, including the Sahabah and those that followed them. This is the opinion of the jurists of the various provinces, without knowing a difference between them. Masruq however disliked that, but no one prohibited it." Ibn Qudamah mentioned in Al-Mughni, "‘Umar wrote to Muadh ibn Jabal and Abu Ubaydah when he sent them to Al-Sham, to find out some good people amongst them and use them on judiciary, he said, “do your utmost for them, provide for them and satisfy them with the wealth of Allah."