Das Kalifat-System ist nicht republikanisch. Das republikanische System entstand als Reaktion auf die Tyrannei der Monarchien, in denen Könige ihre Länder und Völker so regierten, wie es ihnen gefiel. Ein König setzte daher Gesetze so um, wie er wollte. Das republikanische System versuchte, Souveränität und Autorität durch Demokratie auf das Volk zu übertragen. Das Volk begann daraufhin, Gesetze zu erlassen, und konnte erlauben oder verbieten, was ihm beliebte. Die praktische Macht wurde in die Hände eines republikanischen Präsidenten, seines Kabinetts und der Minister eines republikanischen Repräsentantenhauses übertragen. Es gibt auch Fälle, in denen in einigen Monarchien die Autorität an einen Premierminister und sein Kabinett übergeben wurde, sodass der König oder die Königin nur noch eine repräsentative Galionsfigur ist.
The Khilafah system is not republican. The republican system emerged as a reaction to the tyranny of monarchies, where Kings governed their countries and people as they wished. So a king would implement laws as he liked. The republican system attempted to transfer sovereignty and authority to the people through democracy. So the people began to legislate and could permit or forbid whatever they liked. Practical authority was transferred to the hands of a republican president, his cabinet and the ministers of a republican house of representatives. There are also cases where authority was handed over to a first minister and his cabinet in some monarchies in which case the King or Queen becomes a figure head only. .
Der Islam unterscheidet sich von all diesen Systemen. Im Islam steht das Recht zur Gesetzgebung nicht dem Volk zu. Es gehört vielmehr allein Allah, und niemand außer Allah hat das Recht, etwas zu erlauben oder zu verbieten. Das Recht zur Gesetzgebung den Menschen zu übertragen gilt im Islam als ein großes Verbrechen. Allah sagt im Qur'an: {Sie haben sich neben Allah ihre Rabbiner und Mönche zu Herren genommen} [TMQ 9:31].
Islam is distinct from all of these systems. In Islam, the right of legislation is not for the people. It is rather for Allah alone, and nobody other than Allah has the right to allow or forbid anything. Giving the right of legislation to people is a great crime in Islam. Allah says in the Quran: (They have taken as lords beside Allah their rabbis and their monks), [TMQ 9:31] .
Der Gesandte erklärte diesen Vers (Ayah), in dem beschrieben wird, dass die Menschen Rabbinern und Mönchen erlaubten, Gesetze zu erlassen, die dem widersprachen, was Allah in der ihnen gesandten Schrift offenbart hatte, und dass sie ihnen gehorchten, wenn diese Dinge erlaubten und verboten, und ihnen folgten. Dies ist die Bedeutung des Nehmens von ihnen (den Rabbinern und Mönchen) als Herren neben Allah. Im Islam wird das Nehmen eines anderen als Herrn neben Allah als Schirk bezeichnet und ist das größte aller Verbrechen.
The Messenger explained this verse (ayah) describing that the people allowed rabbis and monks to legislate contrary to what Allah had revealed in the scripture sent to them, where they obeyed them when they allowed and forbade things and obeyed them. This is the meaning of taking them (the rabbis and monks) as Lords besides Allah . In Islam, taking anyone other than Allah as Lord is called shirk and is the greatest of crimes. .
Daher zeigt dies das große Verbrechen, Menschen zu folgen, die Gesetze erlassen (eigene Regeln aufstellen), anstatt Allah zu folgen. At-Tirmidhi überlieferte von Adi ibn Hatim, der sagte:
Therefore, this indicates the great crime of following people who legislate (making their own rules) instead of following Allah . Tirmidhi reported through Adi ibn Hatim who said: .
„Ich kam zum Propheten und trug ein goldenes Kreuz um meinen Hals. Da sagte er: „O Adi, wirf dieses Götzenbild weg.“ [Tirmidhi, Sunan, #3095]. Und ich hörte, wie er aus der Sure Bara’ah rezitierte: {Sie nahmen ihre Gelehrten und Mönche als Herren neben Allah an.} Er ﷺ sagte: „Sie beteten sie nicht an, doch was ihnen verboten war, erlaubten sie, und was ihnen erlaubt war, verboten sie.“ .
“I came to the Prophet wearing a cross of gold on my neck. He said: “O Adi, throw away this idol.” [Tirmidhi, Sunan, #3095]. And I heard him read from surah of Bara’ah: (They took the rabbis and monks as lords beside Allah.) He (the Prophet) said: “They did not worship them, but what was forbidden for them they permitted and what was made lawful for them, they prohibited”. .
Im Islam erfolgt sie nicht über ein Kabinett von Ministern mit Ministerien, die verbindliche Befugnisse und getrennte Haushalte haben. In einem solchen System gibt es oft so viel Bürokratie, die verhindert, dass Überschüsse aus einem Ministerium in ein anderes übertragen werden, was sich nachteilig auf die Verwaltung der Angelegenheiten der Bürger des Staates auswirkt. Weitere Komplikationen entstehen durch die Einmischung vieler Ministerien in ein einzelnes Thema, und diese Probleme lassen sich vermeiden, indem alle Angelegenheiten des Volkes unter einem einzigen Verwaltungssystem zusammengefasst werden.
In Islam is not through a cabinet of ministers with ministries that have mandatory powers and separate budgets. In such a system, there is often so much “red-tape” preventing surplus funds from one ministry being transferred to another, that it adversely affects how the affairs of the states citizens are managed. Further complications occur due to the interference of many ministries on a single issue and these problems can be avoided by putting all the affairs of the people under one administrative system. .
Im republikanischen System ist die Herrschaftsgewalt zwischen seinen Ministerien aufgeteilt, und Minister aus jedem Ministerium bilden zusammen ein Kabinett, das anschließend kollektiv regiert. Im Islam gibt es kein Kabinett von Ministern, das kollektiv regiert. Vielmehr erhält der Khalifah von der Ummah den Treueid, sie nach dem Buch Allahs und der Sunnah Seines Gesandten zu regieren. Der Khalifah kann delegierte Gehilfen ernennen, die ihm dabei helfen, die Lasten des Khilafah zu tragen. Sie sind wörtlich seine Gehilfen und unterstützen ihn in jenen Angelegenheiten, die ihnen übertragen werden.
In the republican system ruling is divided between its ministries and ministers from each ministry combine in a cabinet that then governs in a collective way. In Islam there is not a cabinet of ministers that collectively governs. Rather, the Khalifah is given a pledge by the Ummah to govern her by the book of Allah and the Sunnah of His Messenger. The Khalifah can appoint delegated assistants that help him in carrying the burdens of the Khilafah. They are literally his assistants and aid him in those issues delegated to them. .
Das Herrschaftssystem im Islam ist nicht demokratisch, insofern als es das Recht zur Gesetzgebung nicht dem Volk gibt, das erlaubt, verbietet, lobt und tadelt, wie es ihm beliebt. Ein demokratisches System ist überhaupt nicht an göttliche Regeln gebunden, sondern hat die Freiheit zu seinem Grundprinzip gemacht. Die Ungläubigen erkennen, dass die Muslime eine Demokratie in ihrer wahren Form nicht annehmen könnten. Deshalb versuchen die Kolonialmächte, besonders Amerika, sie in den muslimischen Ländern zu fördern, indem sie behaupten, Demokratie sei lediglich ein Mittel zur Wahl des Herrschers. So versuchen sie, die Umma zu täuschen und sie zu verführen, ein demokratisches System anzunehmen. Da die muslimischen Länder unter der Unterdrückung und Tyrannei wahrer Monarchen oder „republikanischer“ Diktatoren leiden, in denen die Empfindungen des Volkes unterdrückt und zum Schweigen gebracht werden, war es leicht, Demokratie in diesen Ländern als Mittel zur Wahl eines neuen Herrschers zu fördern! Auf diese Weise haben sie sorgfältig vermieden, den wichtigeren Aspekt der Demokratie zu erörtern, nämlich das Recht zur Gesetzgebung dem Volk anstatt dem Schöpfer zu geben. Leider sind auch einige Islamisten, darunter manche Gelehrte, auf diese Täuschung hereingefallen, sei es in guter oder in schlechter Absicht. Fragt man sie nach der Demokratie, sagen sie, sie sei ein Mittel, mit dem das Volk den Herrscher wählt. Diejenigen, die die Muslime wie die Ungläubigen täuschen wollen, weichen bei ihrem Eintreten für sie stets der wahren Bedeutung der Demokratie aus. Sie ziehen es vor, nicht zu erörtern, dass in Demokratien die Souveränität in den Händen des Volkes liegt und die Gesetzgebung nach der Meinung der Mehrheit erfolgt, die erlaubt, verbietet, lobt und tadelt, wie es ihr beliebt, und stattdessen an der von ihren Befürwortern geprägten Bedeutung festhalten, es gehe um die Durchführung von Wahlen.
The ruling system in Islam is not democratic, in terms of giving the right of legislation to the people, where they permit, forbid, praise and rebuke as they see fit. A democratic system is not committed to divine rules at all and instead taking freedom as its core principle. The disbelievers realise that Muslims could not accept a democracy in its true form. Therefore, the colonial powers, particularly America, try to promote it in Muslim lands, by claiming that democracy is simply a means for electing the ruler. In this way they attempt to deceive the Ummah and tempt them to accept a democratic system. Since Muslim lands are suffering under the oppression and tyranny of true monarchs or “republican” dictators in which the sentiments of the people are suppressed and silenced it has been easy to promote democracy in these lands as a means to elect a new ruler! In this way they have carefully avoided discussing the more important aspect of democracy, which is giving the right of legislation, to the people rather than to the Creator. Unfortunately even some Islamists including some scholars have fallen for this deceit, whether with good or bad intention. If you ask them about democracy they say it is a means by which the people elect the ruler. Those that intend to deceive Muslims, like the disbelievers, answer avoiding its real meaning always avoid the real meaning of democracy when they advocate it. They prefer to avoid discussing the fact that in democracies sovereignty is in the hands of the people, and legislation is according to the opinion of the majority, permitting, forbidding, praising and rebuking as they like, instead sticking to the meaning coined by its advocates that it is about having elections. .
In einer Demokratie muss der Einzelne frei sein, so zu handeln, wie er will (Anmerkung des Übersetzers: denn wie sonst könnte das Volk die Souveränität ausüben?). Somit darf er Alkohol trinken, Ehebruch begehen, vom Islam abfallen und Heiliges beschimpfen (Anmerkung des Übersetzers: ungestraft nach der Meinung der Mehrheit, unabhängig von der göttlichen Ordnung). All dies kann unter einer Demokratie und ihren Freiheiten erlaubt sein. Das ist die wahre Wirklichkeit und Bedeutung der Demokratie. Wie ist es für einen Muslim, der an den Islam glaubt, möglich, zu sagen, dass Demokratie erlaubt ist oder dass sie aus dem Islam stammt, nachdem er dies erkannt hat?
In a democracy the individual must be free to act as he wishes (translator’s note: as how else could the people hold sovereignty) Thus, he can drink alcohol, commit adultery, apostasise and insult sacred matters (translator’s note: with impunity according to the opinion of the majority, irrespective of the divine rule._ All of this can be permitted under a democracy and its freedoms. This is the true reality and meaning of democracy. How is it possible for a Muslim who believes in Islam to say that democracy is allowed, or that it is from Islam after realising this? .
Islam hat einen bestimmten Mechanismus für die Wahl des Khalifen durch die Umma festgelegt. Zwar liegt die Souveränität im Islam beim Schar', doch ist die Huldigung (Bay'a) an den Khalifen durch die Umma eine grundlegende Bedingung dafür, dass er Khalif wird. Die Wahl des Khalifen findet im Islam seit dem frühen 7. Jahrhundert n. Chr. statt, während die übrige Welt in der Finsternis von Diktaturen und der Tyrannei der Könige lebte. Wer die Wahl der rechtgeleiteten Khulafa', Abu Bakr, ‘Umar, ‘Uthman und ‘Ali (ra), studiert, erkennt deutlich, dass die Huldigung von den einflussreichen Persönlichkeiten der Umma und von den Repräsentanten der Muslime entgegengenommen wurde, sodass jeder von ihnen zum Khalifen wurde, dem Gehorsam geschuldet war. Gegen Ende der Amtszeit ‘Umars wurde ‘Abd ar-Rahman ibn ‘Awf (ra) beauftragt, die Meinung der Repräsentanten der Muslime (damals die Bevölkerung von Madinah) zu erkunden. Er machte sich daran, zu ermitteln, wen die Muslime in Madinah für das Amt des Khalifen vorschlagen würden, und besuchte dafür viele Häuser. Er fragte Männer und Frauen, wen sie als Khalifen wählen würden, bis er zu dem Schluss kam, dass der allgemeine Konsens zugunsten von ‘Uthman ausfiel. ‘Uthman wurde daraufhin die Huldigung (Bay'a) geleistet.
Islam has laid out a specific mechanism for the election of the Khalifah by the Ummah. Though sovereignty in Islam is for the shara’, enacting the pledge to the Khalifah by the Ummah is a fundamental condition for him to become a Khalifah. The election of the Khalifah has been occurring in Islam since the early 7th century C.E., while the rest of the world lived in the darkness of dictatorships and the tyranny of kings. If one were to study the election of the rightly guided khulafa’, Abu Bakr, ‘‘Umar, ‘‘Uthman and ‘Ali (ra), it is very clear that the pledge was taken from the influential people of the Ummah and from the Muslims representatives so that each one of them became a Khalifah to whom obedience became incumbent. Nearing the end of ‘Umar’s term, ’Abd al-Rahman ibn ’Awf (ra), was delegated to find out the opinion of the representative of the Muslims (at that time, the people of Madinah). He set out to gauge who the Muslims in Madinah thought should be nominated for the post of Khaleefah and visited many houses in that process. He asked the men and women who they would select as Khalifah until he concluded that the overall consensus was in favour of ‘Uthman. ‘Uthman was then given the pledge (bayah). .
Abschließend lässt sich sagen: Die Demokratie ist ein System des Kufr. Dies nicht deshalb, weil sie die Wahl des Herrschers befürwortet, denn das ist nicht der entscheidende Punkt. Vielmehr liegt es daran, dass das Fundament jeder Demokratie darin besteht, das Recht der Gesetzgebung dem Volk zu übertragen und nicht dem Herrn der Welten. Allah sagt: .
In conclusion, democracy is a system of kufr. This is not because it advocates the election of the ruler, for this is not the main issue. It is rather because the foundation of any democracy is giving the right of legislation to the people and not to the Lord of the worlds. Allah says: .
(Wahrlich, das Urteil gehört Allah) [TMQ 12:40].
(Indeed, ruling belongs to Allah) [TMQ 12:40]..
(Doch nein, bei deinem Herrn, sie werden nicht (wahrhaft) gläubig sein, bis sie dich in allem, worüber sie untereinander uneins sind, zum Richter machen und in ihren Seelen keinen Widerstand gegen deine Entscheidungen finden, sondern sie mit vollkommener Ergebenheit annehmen.) [4:65]..
(But no, by Your Lord, they can have no (real) faith until they make you judge in all disputes between them and find in their souls no resistance against your decisions, but accept them with the fullest submission) [4:65]..