Vier Wege, auf denen Sünden in einen Menschen eindringen können
Four ways through which sins may invade a person
Da der Ausgangspunkt für das Übel des Ehebruchs der Blick ist, hat Allah ~ den Muslimen befohlen, ihren Blick zu senken; denn das Übel beginnt mit einem Blick, dem ein Gefühl der Leidenschaft folgt, dann das Sich-Nähern und schließlich das Begehen der sündhaften Tat. (1) Das Anschauen des Unerlaubten ist der Hauptweg, Leidenschaft zu erzeugen, und wer sich davon enthält, hat tatsächlich seine Keuschheit bewahrt. Der Prophet ﷺ sagte: „Wirf keinen zweiten Blick, denn während dir der erste nicht zur Last gelegt wird, hast du auf den zweiten kein Recht.“3 Der Prophet ﷺ sagte außerdem: „Ein Blick ist einer der vergifteten Pfeile Iblis' (Satans). Wer seine Augen vom Anblick der Schönheit einer Frau senkt, dem wird Allah einen Gottesdienst schenken, dessen Süße er verspüren wird.“4 Der Prophet ﷺ sagte ferner: „Hütet euch! Meidet das Sitzen auf den Straßen.“ Sie (die Leute) sagten: „O Gesandter Allahs! Wir können das Sitzen (auf den Straßen) nicht lassen, denn dies sind unsere Plätze, an denen wir plaudern.“ Der Prophet ﷺ antwortete: „Wenn ihr sitzen müsst, dann gebt der Straße ihr Recht.“ Sie fragten: „Was ist das Recht der Straße, o Gesandter Allahs?“ Er ﷺ antwortete: „Das Senken des Blicks, das Unterlassen, anderen zu schaden, das Erwidern des Grußes sowie das Gebieten des Guten und das Verbieten des Bösen.“5 Das Starren steht hinter einigen der Hauptplagen, die die Menschheit heimsuchen. Denn der Blick erzeugt Begierde; die Begierde erzeugt Gedanken; die Gedanken erzeugen Leidenschaft; die Leidenschaft erzeugt Willenskraft, die sich in entschlossenen Willen verwandelt und schließlich in einer Handlung endet, solange kein Hindernis besteht. In diesem Zusammenhang wurde gesagt: „Geduld beim Senken des Blicks ist leichter (zu ertragen) als die Geduld mit dem Schmerz der Folgen jenes Blicks.“ (2) Begierden und Neigungen sind der Ausgangspunkt von Gut und Böse, und aus ihnen entstehen Wille und Entschlossenheit. Wer also seine Begierden beherrscht, hat tatsächlich sich selbst beherrscht; und wer sich seinen eigenen Begierden hingibt, wird von ihnen überwältigt werden. Wer aber seinen Neigungen wenig Beachtung schenkt, den werden sie zu seinem eigenen Verderben führen. Begierden nähern sich dem Herzen immer weiter, bis sie zu Wünschen werden, wie Allah ﷻ gesagt hat: ( .. wie eine Fata Morgana in der Wüste. Der Durstige hält sie für Wasser, bis er auf sie zukommt, und er findet, dass sie nichts ist; doch er findet Allah bei sich, Der ihm seinen Lohn voll auszahlen wird. Allah ist schnell in der Abrechnung) 1 Die verachtenswertesten Menschen, was ihre Entschlossenheit betrifft, sind jene, die Tatsachen in falsche Wünsche verwandeln und diese in ihrem kläglichen Leben hegen. Diese falschen Wünsche schaden dem Menschen, denn sie erzeugen ein Gefühl von Erschlaffung und Teilnahmslosigkeit und bringen ein Gefühl von Nachlässigkeit, Reue und Bedauern hervor. Wenn der Wünschende die Wirkung der Wahrheit in seinem Körper verpasst, malt er sich ihr Bild in seinem Herzen aus, und so gibt er sich mit illusionären Bildern zufrieden, die seine eigenen Gedanken zeichnen, was ihm niemals wirkliche Zufriedenheit im Leben bringt. Sein Beispiel gleicht dem eines Menschen, der sowohl hungrig als auch durstig ist und sich in seinem Geist Bilder von Speise und Trank ausmalt, ohne Speise oder Trank zu haben, um seinen Hunger und seinen Durst zu stillen. Einen solchen Geisteszustand zu akzeptieren zeugt von geringer Selbstachtung und ist zudem eine Schande; denn die Würde und Reinheit des Selbst liegt darin, jeden unwirklichen Wunsch oder jede Fantasie zurückzuweisen. Die Begierden des Menschen lassen sich in vier Kategorien einteilen: Begierden, mit denen der Mensch weltlichen Nutzen erlangt, Begierden, mit denen er seine weltlichen Probleme vertreibt, Begierden, mit denen er Nutzen im Jenseits erlangt, und Begierden, mit denen er jeden Schaden im Jenseits abwendet. Ein vernünftiger Mensch würde nicht zögern, jene Begierden zu bevorzugen, die ihm Nutzen im Jenseits einbringen, indem er das Wohlgefallen seines Herrn sucht. Solche Wünsche und Gedanken werden nach ihrer Rangfolge eingeteilt: Erstens das Nachdenken über die Offenbarung und das Verstehen ihrer Bedeutung. Allah ~ hat sie nicht herabgesandt, damit man sie nur rezitiert. Vielmehr ist das Rezitieren nur ein Mittel, das einem Menschen ermöglicht, über ihren Zusammenhang nachzusinnen. Ein früherer Gelehrter sagte: „Der Qur'an wurde herabgesandt, um danach zu handeln; also verwandle sein Rezitieren in Praxis!“ Zweitens das Nachdenken über die Zeichen Allahs und ihre Verwendung als Beweis für die Bestätigung der Namen, Eigenschaften, Weisheit, Güte und Großzügigkeit Allahs, da Allah ~ Seine Diener aufgefordert hat, über Seine Zeichen nachzudenken und sie zu verstehen. Drittens das Bedenken der Gnade Allahs, Seiner Vergebung, Barmherzigkeit und Geduld sowie Seiner Segnungen, die Er Seinen Dienern zukommen lässt. Diese drei Arten des Nachdenkens bringen aus dem Herzen die Erkenntnis, die Liebe und die Furcht vor Allah hervor, die durch das Gedenken an Allah ~ fest verankert werden können. Viertens das Nachdenken über die Mängel des eigenen Selbst und der eigenen Taten. Dieser Gedanke hat eine große heilsame Wirkung, denn er bricht das Selbst, das zum Bösen gebietet, und erlaubt dem Herzen, in einer friedvollen Welt zu leben. Fünftens das Nachdenken über die Pflicht der Zeit und ihre Funktion und die Ausrichtung aller Sorgen darauf, damit kein Bruchteil von ihr verschwendet wird. Tatsächlich entspringt aller Nutzen aus der Zeit, und verschwendete Zeit bleibt unersetzlich. Ein schafiitischer Gelehrter sagte: „Ich habe mich mit Sufis umgeben und habe von ihnen nur zwei Aussprüche als Gewinn mitgenommen: Erstens ihr Wort: ‚Die Zeit ist ein Schwert; schneidest du sie nicht ab, so schneidet sie dich.‘ Zweitens: ‚Wenn du dich nicht mit der Wahrheit beschäftigst, so wird sie dich mit der Falschheit beschäftigen.‘“ Die Zeit eines Menschen ist in der Tat seine Lebenszeit; sie ist ein Weg, der zu seinem ewigen gesegneten Leben (im Paradies) führt, oder der Weg zu seinem ewigen Leben in Qual (im Höllenfeuer). Sie vergeht schneller als die Wolken ziehen. Jede Zeit, die ein Mensch im Gehorsam gegenüber Allah verbringt, ist wahrhaftig sein wahres Leben, doch alles andere kann nicht als sein Leben angesehen werden; selbst wenn er es bereits gelebt hat, könnte sein Leben dem der Tiere verglichen werden. Auch ein Mensch, der das Gebet (Salāt) verrichtet, gewinnt aus seinem Gebet nur das, was er davon im Gedächtnis behält; daher ist das Leben des Menschen nur jenes, das im Gehorsam gegenüber Allah verbracht wird, und alles andere ist nur das Flüstern des Teufels und falsche Wünsche. Du solltest wissen, dass ein Verlangen an sich niemandem schadet; schädlich ist es, sich mit ihm einzulassen oder auf es zu reagieren. Ein Verlangen gleicht einem Vorübergehenden; wenn du es ignorierst, wird es vergehen; lädst du es jedoch ein, so wird es dich mit seiner trügerischen Rede verzaubern. Allah hat in den Menschen zwei Arten von Selbst gelegt: ein Selbst, das gebietet, und ein Selbst, das friedvoll ist, und sie stehen einander entgegen; was dem einen leicht ist, ist dem anderen schwer, und was das eine zufriedenstellt, quält das andere. Ein Engel befindet sich auf der rechten Seite des Herzens, während ein Teufel auf dessen linker Seite ist. Es herrscht ein fortwährender Kampf, bis das Selbst sein Leben in dieser Welt vollendet. Alle Falschheit steht auf der Seite des Teufels und des zum Bösen gebietenden Selbst, während alle Wahrheit auf der Seite des Engels und des friedvollen Geistes bleibt. Der fortwährende Kampf wird aufgezeichnet, und der Sieg wird durch die Geduld des Einzelnen errungen. Wer ausharrt, Geduld zeigt und Allah fürchtet, wird ein gutes Ende in dieser Welt und im Jenseits haben. Allah hat bestimmt, dass ein gesegnetes Ende für die Gottesfürchtigen bereitet ist. (3) Die Rede sollte bewahrt und nur für das Nützliche gebraucht werden. Man sollte nur das sagen, was für seine Religion (Dīn) nützlich ist. Man sollte zweimal überlegen, bevor man ein Wort äußert, und ob es für die eigene Religion nützlich ist oder nicht; wenn es keinen Gewinn bringt, es auszusprechen, sollte man sich davon enthalten; liegt jedoch darin ein Nutzen, so sollte man die Gelegenheit, es auszusprechen, nicht verschwenden. Wenn man Zeugnis darüber ablegen will, was in den Herzen (anderer) verborgen ist, sollte man auf deren Äußerungen achten. Tatsächlich verrät die Zunge den Zustand des Herzens, ob es dem Besitzer lieb ist oder nicht! Yahya bin Mu'adh sagte: „Die Herzen gleichen Kochtöpfen mit ihrem siedenden Inhalt, und die Zungen sind ihre Schöpflöffel. Wenn ein Mensch spricht, schöpft seine Zunge auf, was in seinem Herzen ist: süß oder sauer." Anas bin Malik ~ berichtete, dass der Prophet ﷺ sagte: „Der Iman (Glaube) eines Menschen ist nicht gerade, bis sein Herz gerade ist; und sein Herz ist nicht gerade, bis seine Zunge gerade ist." Abdullah bin Mas'ud ~ berichtete, dass der Prophet ﷺ sagte: „Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele ist: Ein Mensch ist kein Muslim, bis sein Herz und seine Zunge unterwürfig sind." Der Prophet ﷺ wurde nach den häufigsten Dingen gefragt, die Menschen in die Hölle bringen, worauf er ﷺ antwortete: „Der Mund und die Geschlechtsteile." Mu'adh fragte den Propheten ﷺ nach einer Tat, die ihn ins Paradies bringen und vom Feuer fernhalten könnte. Da unterrichtete ihn der Prophet ﷺ, dass die Wurzel der Sache der Islam sei, ihre Säulen das Gebet (Salat) und ihr Gipfel das Streben auf dem Weg Allahs (Dschihad). Dann fragte er ﷺ: „Soll ich dir mitteilen, was das Fundament von all dem ist?" Mu'adh antwortete: „Gewiss, Gesandter Allahs." Da ergriff der Prophet ﷺ seine Zunge und sprach: „Halte diese im Zaum." Mu'adh sagte: „Werden wir für das zur Rechenschaft gezogen, was wir sagen?" Er ﷺ antwortete: „Deine Mutter möge dich verlieren! Werden die Menschen nicht auf ihr Gesicht in die Hölle gestürzt, allein wegen der Ernte ihrer Zungen?" Erstaunlich ist die Tatsache, dass es Fälle gibt, in denen jemand es leicht findet, sich vom Verbotenen fernzuhalten, wie Übertreten der Grenzen, Unzucht, Diebstahl, Trinken von Wein oder das Anschauen des Unerlaubten, und doch fällt es ihm schwer, die Bewegungen seiner Zunge zu kontrollieren; und man sieht ihn Worte äußern, die den Fluch Allahs auf ihn herabziehen! Ein solcher Fall wird im Hadith von Jundub bin Abdullah erwähnt ~, der sagte: „Der Prophet ﷺ berichtete, dass eine Person sagte: ‚Allah wird dieser und jener Person nicht vergeben.' Daraufhin sprach Allah ~: ‚Wer ist es, der über Mich schwört, dass Ich dem und dem nicht vergeben würde? Ich habe dem und dem vergeben und deine Taten (die Taten dessen, der schwor, dass Allah dieser Person nicht vergeben würde) ausgelöscht.'" So wurden die Taten jenes frommen Mannes, der sein ganzes Leben lang Allah ~ gedient hatte, wegen eines einzigen Satzes, den er ausgesprochen hatte, ausgelöscht! Denselben Hadith überliefernd, sagte Abu Hurayrah ~: „Der Mann sprach ein einziges Wort, das sein Leben in dieser Welt und im Jenseits zerstörte!" Abu Hurayrah ~ sagte: „Der Prophet ﷺ sagte: ‚Ein Diener (Allahs) mag ein Wort sprechen, das Allah gefällt, ohne ihm große Bedeutung beizumessen; und deswegen wird Allah ~ ihn in Rängen (des Lohnes) erheben. Und ein Diener (Allahs) mag ein Wort (achtlos) sprechen, das Allah missfällt, ohne über dessen Schwere nachzudenken; und deswegen wird er ins Höllenfeuer geworfen.'" Bilal bin Al-Harith ~ berichtete, dass der Prophet ﷺ sagte: „Ein Mensch spricht ein gutes Wort, ohne dessen Wert zu erkennen; dafür schreibt Allah ihm mit Seinem Wohlgefallen bis zu dem Tag, an dem er Ihm begegnet, etwas auf. Ein Mensch spricht auch ein böses Wort, ohne dessen Bedeutung zu erkennen; dafür schreibt Allah ihm Seinen Unmut bis zu dem Tag auf, an dem er Ihm begegnet." 'Alqamah pflegte zu sagen: „Der Hadith von Bilal bin Al-Harith hat mich davon abgehalten, viele Worte zu sagen!" Anas bin Malik ~ sagte: „Als einer der Gefährten starb, sagte ein Mann: ‚Freue dich über sein Paradies.' Doch der Prophet ﷺ sagte: ‚Sagst du dies, obwohl du nicht weißt, ob er vielleicht über das sprach, was ihn nicht betraf, oder geizig war mit etwas, das ihm keinen Verlust gebracht hätte?'" Abu Hurayrah ~ berichtete, dass der Prophet ﷺ sagte: „Wer an Allah und den Letzten Tag glaubt, soll Gutes sprechen oder schweigen." 6 Abu Hurayrah ~ berichtete ebenfalls, dass der Prophet :j sagte: „Zu der Vortrefflichkeit des Islam eines Menschen gehört, dass er sich von dem fernhält, was ihn nichts angeht.“ 1 Sufyan bin Abdillah At-Thaqafi ~ sagte: „Ich sagte: ‚Gesandter Allahs, sag mir etwas über den Islam, worüber ich niemanden außer dich fragen müsste.‘ Er :i sagte: ‚Sprich: „Ich glaube an Allah“, und bleibe dann auf dem geraden Weg.‘ Ich sagte: ‚Gesandter Allahs, was fürchtest du am meisten für mich?‘ Da ergriff er :j seine eigene Zunge und sagte: ‚Diese!‘“2 Umm Habibah ,$,, die Ehefrau des Propheten :I, berichtete, dass der Prophet :I sagte: „Alles, was ein Sohn Adams spricht, spricht gegen ihn und nicht zu seinen Gunsten, außer: das Gebieten des Guten, das Verbieten des Verwerflichen oder das Gedenken an Allah.“3 In einem anderen Hadith sagte der Prophet :j, dass wenn ein Mensch am Morgen aufsteht, alle Glieder sich vor der Zunge demütigen und sagen: „Fürchte Allah um unseretwillen, denn wir sind von dir abhängig; bist du gerade, sind wir gerade, bist du aber krumm, sind wir krumm.“4 Die Gelehrten haben darüber unterschiedliche Auffassungen, ob alles, was ein Mensch äußert, aufgezeichnet wird, oder nur das, was Gutes und Böses betrifft. Die erste Meinung wird überwiegend als maßgeblich angesehen, weil Allah ~ sagt: (Er spricht kein Wort aus, ohne dass ein Wächter bei ihm bereit ist, es niederzuschreiben.)5 Es gibt zwei große Übel, die mit der Zunge zusammenhängen; ist ein Mensch vor dem einen bewahrt, ist er nicht vor dem anderen sicher; es sind die Übel des „Redens“ und des „Schweigens“. Das eine kann eine größere Sünde sein als das andere; denn ein Mensch, der über die Wahrheit schweigt, ist ein „stummer Teufel“, der Allah ~ ungehorsam ist, während der Mensch, der Falsches redet, ein „redender Teufel“ ist, der Allah ~ ungehorsam ist. Rechtschaffene Menschen sind jene, die ihre Zunge davon zurückhalten, Falsches auszusprechen, sie aber lösen, um über das zu sprechen, was ihnen im Jenseits nützlich ist. Ein Mensch könnte am Tag der Auferstehung mit guten Taten kommen, so groß wie Berge, und doch wären sie durch seine Zunge zunichtegemacht; oder ein Mensch könnte mit schlechten Taten kommen, so groß wie Berge, doch er würde finden, dass seine Zunge sie durch ständiges Gedenken an Allah vernichtet hat! (4) Die Schritte sollten bewahrt werden in dem Sinne, dass man seine Füße gebrauchen muss, um einen dorthin zu führen, wo man den Lohn Allahs erlangen soll, nicht Seinen Fluch. Da sich ein Ausrutscher sowohl auf den Fuß als auch auf die Zunge bezieht, werden beide im Vers erwähnt, wie Allah ~ sagt: ( Die Gläubigen Diener des Allerbarmers sind jene, die demütig und besonnen auf der Erde wandeln, und wenn die Törichten sie (mit schlechten Worten) anreden, erwidern sie mit milden, sanften Worten. ) 6 Allah ~ beschrieb Seine gläubigen Diener mit Geradlinigkeit in ihren Worten und ihren Schritten.
Since the starting point for the evil of adultery is the vision, Allah ~ has commanded Muslims to lower their gaze ; because evil starts with a glance, followed by a feeling of passion , then moving closer, and finally in committing the sinful act. (1) Looking at the unlawful is the main way to generate passion, and so whoever abstains from it, has indeed preserved his/her chastity. The Prophet~ said: "Do not take a second look, because while you are not to blame for the first, you have no right for the second."3 The Prophet :I; also said: "A look is one of the poisonous arrows of Iblis (Satan), so whoever lowers his eyes from looking at a woman's beauty, Allah would produce for him an act of worship whose sweetness he would experience ."4 The Prophet ~ also said: "Beware! Avoid sitting on the roads." They (the people) said: "O Messenger of Allah! We can't help sitting (on the roads) as these are our places where we chat." The Prophet ~ replied: "If you have to sit, then pay the road its right." They asked: "What is the right of the road, 0 Messenger of Allah?" He ~ answered: "Lowering your gaze, refraining from harming others, returning a greeting, and enjoining what is good, and forbidding what is evil. " 5 Staring lies behind some of the main calamities which afflict mankind. Indeed, looking produces desire; desire produces thoughts; thoughts produce passion; passion produces will power which turns into strong determination, and ends up as an action, as long as there is no impediment. In this context, it was said: "Patience in lowering one's gaze is easier (to deal with) than the patience with the pain of the aftermath of that gaze." (2) Desires and inclinations are the starting point of good and evil, and it is from them that will and determination are generated. Therefore, whoever controls his/her desires has indeed controlled him/herself; and whoever surrenders to his/her own desires, would be overwhelmed by them, but whoever thinks little of his/her inclinations, they would guide him to his/herself-destruction. Desires keep on approaching the heart until they become wishes, as Allah ~ has said: ( .. .like a mirage in a desert. The thirsty one thinks it to be water until he comes up to it, he finds it to be nothing; but he finds Allah with him, Who will pay him his due. Allah is Swift in taking account) 1 The most despised people, in terms of their determination, are those who tum facts into false wishes, and observe these in their mean lives. These false wishes are damaging to man, as they generate a sense of lassitude and apathy, and produce a feeling of negligence, remorse and regret. When the wisher misses the interaction of the truth within his/her body, he/she depicts its picture in his/her heart, and so he/she becomes contented with illusionary images portrayed by his/her own thoughts, which never brings him/her any real satisfaction in life. His/her example is like that of a person who is both hungry and thirsty, picturing images of food and drink in his/her mind, without having any food or drink to ease his/her hunger and thirst. Accepting such a state of mind shows a low degree of the self esteem and is also a disgrace; because the dignity and purity of the self lies in rejecting any unreal desire or fantasy. Man's desires may be divided into four categories: Desires with which man attains worldly benefits, desires with which he drives away his worldly problems, desires with which he attains benefit in the Hereafter, and desires with which he drives away any harm in the Hereafter. A reasonable person would not hesitate to prefer desires which would gain him/her the benefits in the Hereafter, by seeking the Pleasure of his/her Lord. Such desires and thoughts are defined according to their priorities: First, reflecting on the Revelation and understanding its meaning. Allah ~ did not send it down just to recite it. Rather, its recitation is just a means to enable a person to ponder on its context. One past scholar said: "The Qur'an was revealed to be implemented on; so turn its recitation into practice!" Second, reflecting on Allah's Signs and using them as evidence to confirm Allah's Names, Attributes, Wisdom, Benevolence and Generosity, as Allah ~ has urged His Servants to reflect on His Signs and understand them. Third, thinking of Allah's Beneficence, Forgiveness, Mercy, Patience, and bestowing His Blessings upon His Servants. These three types of reflection extract from the heart: the knowledge, love, and fear of Allah, which may be firmly established by the remembrance of Allah ~- Fourth , thinking of the defects of the self and of one's actions. This thought has a great beneficial effect, as it breaks the self which commands evil, allowing one's heart to live in a serene world. Fifth, thinking of the duty of time and its function , and directing all worries around it, to avoid wasting any fraction of it. In fact , all benefits are generated from time, and any wasted time remains irreplaceable. A scholar Shafi'i said: "I have accompanied Sufi people and I have not benefited from them , except for two expressions: first, from their saying: "Time is a sword; if you do not cut it, it will cut you." Second, "If you do not occupy yourself with the truth , it will occupy you with falsehood. " A person's time is indeed his/her lifetime ; it is a way leading to his/her eternal blessed life (in Paradise), or the way to his/her eternal tormented life (in the Hell-Fire). It passes by faster than the clouds move. Whatever time a person spends in obedience to Allah is indeed his/her true life , but whatever else cannot regarded as his/her life; even if he/she has already lived it, his/her life could be compared to that of animals . Even a person performing Sa/at does not gain from his/her Sa/at except that which he/she remembers of it; therefore man's life is only that spent in obedience to Allah ~ . and everything else is but the devil's whisperings and false wishes. You should know that a desire in itself does not harm anyone; what is harmful is interacting or reacting to it. A desire is like a passer-by; if you ignore it, it will go away; but if you invite it in, it would bewitch you with its deceptive speech. Allah ~ has placed two kinds of selves in man: a self that is commanding and a self that is peaceful, and they oppose eachother; whatever is light for one is heavy for the other, and whatever satisfies one torments the other. An Angel is on the right side of the heart, while a devil is on the left side of it. There is an on-going battle, until the self completes its life in this world. All falsehood is on the side of the devil and the self commanding evil; while all the truth stays on the side of the Angel and the peaceful mind. The on-going battle is recorded, and victory is gained by one ' s patience. Whoever endures, shows patience and fears Allah would have a good ending in this world and the Hereafter. Allah ~ has decreed that there will be a blessed end is for the pious. (3) Speech should be preserved and used only for what is beneficial. One should say only that which is beneficial to one's Deen (religion). One should think twice before uttering a word, and whether it is useful for one's religion or not; if there is no gain in saying it, one should abstain from uttering it; but if there is any benefit in it, one should not waste the opportunity of saying it. If one wants to give evidence about what is inside the hearts ( of others) , one should consider their expressions. In fact, the tongue reveals the condition of the heart, whether its owner likes it or not! Yahya bin Mu'adh said: "Hearts are like cooking pots with their boiling contents, and tongues are their ladles. When a man speaks, his tongue scoops up what is inside his heart; sweet or sour." Anas bin Malik ~ reported that the Prophet ~ said: "A man's Iman (faith) is not straight until his heart is straight; and his heart is not straight until his tongue is straight." 1 Abdullah bin Mas'ud ~ reported that the Prophet ~ said: "By Him in Whose Hand my soul is, a man is not a Muslim till his heart and tongue are submissive."2 The Prophet ~ was asked about the most common things which bring people into Hell, to which he ~ replied: "The mouth and the private parts."3 Mu'adh asked the Prophet~ about a deed which could cause him to be admitted into Paradise and would keep him away from the Fire. So the Prophet ~ informed him that the root of a matter is Islam, its contours Sa/at (Prayers) and its peak is striving in the Cause of Allah (Jihad). Then he ~ asked: "Shall I tell you of that which is at the bottom of all this?" Mu'adh replied: "Certainly, Messenger of Allah." The Prophet~ took hold of his tongue and said: "Keep this under control." Mu'adh said: "Shall we be called to account in respect of that which we say?" He ~ answered: "May your mother lose you! Will people not be thrown face down into Hell only on account of the harvest of their tongue?" 1 What is amazing is the fact that there are cases where a person may find it easy to abstain from consuming Haram such as: transgressing, fornicating, stealing, drinking wine or looking at the unlawful, yet finds it hard to control the movements of his/her tongue, and you see him uttering words that invite the Curse of Allah ~ upon him/her! Such case is mentioned in the Hadith of Jundub bin Abdullah ~ who said: "The Prophet ~ stated that a person said: "Allah would not forgive such and such person." Whereupon Allah ~ said: "Who is he who adjures about Me that I would not grant pardon to so and so; I have granted pardon to so and so and blotted out your deeds (the deeds of the one who took an oath that Allah would not grant pardon to that person)."2 So that devout man who had worshipped Allah ~ all his life had his deeds blotted out for a single phrase that he had uttered! Reporting the same Hadith, Abu Hurayrah ~ said: "The man uttered a single word which destroyed his life in this world and the Hereafter!" Abu Hurayrah ~ said: "The Prophet ~ said: "A Servant ( of Allah) may utter a word which pleases Allah, without giving it much importance; and because of that Allah ~ will raise him to degrees ( of reward); and a Servant ( of Allah) may utter a word (carelessly) which displeases Allah, without thinking of its gravity; and because of that he will be thrown into the Hell-Fire."3 Bilal bin Al-Harith ~ reported that the Prophet ~ said: " A man speaks a good word, not realising its worth; for which Allah records for him with His Good Pleasure till the day he meets Him. A man also speaks an evil word, not realising its importance, for which Allah records for him His Displeasure till the day he meets Him. "4 'Alqamah used to say: " The Hadith of Bilal bin AI-Harith prevented me from saying many words!" Anas bin Malik ~ said: "When one of the companions died a man said: 'Rejoice over his Paradise.' But the Prophet ~ said: 'Do you say this when you do not know whether he perhaps spoke about that which did not concern him, or was niggardly about something which would have caused him no loss?"' 5 Abu Hurayrah ~ reported that the Prophet ~ said: " Whoever believes in Allah and the Last Day should speak good or be silent. " 6 Abu Hurayrah ~ also reported that the Prophet :j said: "A part of the excellence of a man's Islam is his leaving alone that which does not concern him." 1 Sufyan bin Abdillah At-Thaqafi ~ said: "I said: 'Messenger of Allah, tell me something about Islam of which I would not be able to ask anyone other than you'. He :i said: "Say: 'I believe in Allah', then go straight." I said: 'Messenger of Allah, What is the thing you fear most for me?' He :j took hold of his own tongue and said: "This!"2 Umm Habibah ,$,, the wife of the Prophet :I, reported that the Prophet :I said: "Everything a son of Adam says counts against him and not in his favour, except: recommending what ever is good, prohibiting what ever is objectionable, or making mention of Allah."3 In another Hadith, the Prophet :j said that when a man gets up in the morning, all the limbs humble themselves before the tongue and say: "Fear Allah for our sake, for we are dependent on you; if you are straight we are straight, but if you are crooked we are crooked. "4 The scholars have differed about whether everything a person utters is recorded or simply that regarding good and evil, with the first opinion being mostly considered, because Allah ~ said: (Not a word does he (or she) utter but there is a watcher by him ready to record it.)5 There are two great ailments related to the tongue; if a man is safe from one, he is not safe from the other; they are the ailments of "speech" and "silence". One can be a greater sin than the other; for a man who keeps silent about the truth is a "dumb devil", disobedient to Allah ~; while the man who speaks falsehood is a "speaking devil", disobedient to Allah ~- Righteous people are those who restrain their tongues from uttering falsehood, but loosen them to speak about whatever is beneficial for them in their Hereafter. A person could come on the Day of Resurrection with good deeds , the size of mountains, yet they were ruined by his/her tongue; or a person could come with bad deeds, the size of mountains, but he/she would find that his/her tongue destroyed them with constant remembrance of Allah! (4) Footsteps should be preserved in the sense that one has to use his feet to take one to where one should gain the Reward of Allah, not His Curse. Since a slip is related to the foot as well as to the tongue, they were both mentioned in the Verse, as Allah ~ said: ( The Faithful Servants of the Most Gracious (Allah) are those who walk on the earth with humility and sedateness, and when the foolish address them (with bad words) they reply back with mild words of gentleness. ) 6 Allah ~ described His Faithful Servants with straightness in their words and footsteps.
3 Überliefert von Abu Dawud im „Buch der Ehe“, Kapitel 43; At-Tirmidhi im Buch „Al-Adah“, Kapitel 28; Ahmad in seinem Musnad (5 / 351, 353, 357). 4 Überliefert von Ahmad in seinem Musnad (5 / 323). 5 Überliefert von Al-Bukhari im „Buch der Ungerechtigkeiten“ (Al-Madhalim), Kapitel 22; Muslim im „Buch der Kleidung“, Hadith 114; Abu Dawud im Buch „Al-Adah“, Kapitel 12; Ahmad in seinem Musnad (3 / 36, 47, 61). I Surat an-Nur, Vers 39. I Überliefert von Ahmad im Musnad (3 / 198). 2 Überliefert von Ahmad und Al-Bayhaqi in Shu'ab Al-Iman. 3 Überliefert von At-Tirmidhi im „Buch der Frömmigkeit“, Kapitel 12; Ibn Maajah im „Buch der Askese“ (Zuhd), Kapitel 29; Ahmad in seinem Musnad (2 / 291, 392). I Überliefert von Al-Bukhari im „Buch der Eide“, Kapitel 19, und im Buch „Al-Ahkam“, Kapitel 2; von Muslim im „Buch der Eide“, Hadith 237; An-Nassai im „Buch der Eide“, Kapitel 7; Ahmad in seinem Musnad (1 / 176, 182). 2 Überliefert von Muslim im „Buch der Frömmigkeit“, Hadith 137. 3 Überliefert von Al-Bukhari in seinem Buch „Ar-Riqaq“, Kapitel 23; Al-Muwatta' im „Buch der Rede“, Hadith 6. 4 Überliefert von At-Tirmidhi im Buch „Az-Zuhd“, Kapitel 10, 12. 5 Überliefert von At-Tirmidhi im Buch „Az-Zuhd“, Kapitel 11. 6 Überliefert von Al-Bukhari im Buch „Al-Adah“, Kapitel 31; Muslim im „Buch der Eide“, Hadith 74; Al-Muwatta' im Buch „Die Eigenschaften des Propheten ﷺ“, Hadith 22; Ahmad in seinem Musnad (2 / 174, 267). 1 Überliefert von At-Tirmidhi im Buch „Az-Zuhd“, Kapitel 11; Al-Muwatta' im „Buch des guten Charakters“, Hadith 3; Ahmad in seinem Musnad (1 / 201). 2 Überliefert von Muslim im „Buch der Eide“, Hadith 62; Ahmad in seinem Musnad (3 / 413) (4 / 385). 3 Überliefert von At-Tirmidhi im Buch „Az-Zuhd“, Kapitel 63. 4 Überliefert von At-Tirmidhi im Buch „Az-Zuhd“, Kapitel 61; Ahmad in seinem Musnad (3 / 96). 5 Surat Qaf, Vers 1
3 Recorded by Abu Dawud in the "Book of Marriage", chapter 43; At- Tirmidhi in the book, "Al-Adah" , chapter 28; Ahmad in his Musnad (5 / 351, 353, 357). 4 Recorded by Ahmad in his Musnad (5/ 323). 5 Recorded by Al-Bukhari in the "Book of Al-Madhalim", chapter 22; Muslim in the "Book of Clothing", Hadith 114; Abu Dawud in the book, "Al-Adah", chapter 12; Ahmad in his Musnad(3/ 36, 47 , 61). I Surat an-Nur, Verse 39. I Recorded by Ahmad in Musnad (3 / 198). 2 Recorded by Ahmad and Al-Bayhaqi, in Shu 'ab Al-Iman . 3 Recorded by At-Tirmidhi in the "Book of Piety", chapter 12; Ibn Maajah in the "Book of Zuhcf', chapter 29; Ahmad in his Musnad (2/291, 392). I Recorded by Al-Bukhari in the "Book of Oaths", chapter 19 , and in the book, "Al-Ahkam", chapter 2; by Muslim in the "Book of Oaths", Hadith 237 ; An-Nassai in the "Book of Oaths", chapter 7; Ahmad in his Musnad (I / 176, 182). 2 Recorded by Muslim in the "Book of Piety", Hadith 13 7. 3 Recorded by Al-Bukhari in his book of"Ar-Riqaq", chapter 23 ; Al- Muwatta' in the "Book of Speech", Hadith 6. 4 Recorded by At-Tirmidhi in the book, "A z-Zuhd'', chapter 10, 12 . 5 Recorded by At-Tirmidhi in the book, "Az-Zuhd'', chapter 11 . 6 Recorded by Al-Bukhari in the book, "Al-Adah", chapter 31 ; Muslim in the ' Book of Oaths", Hadith 74 ; Al-Muwatta' in the book, "The Attributes of the Prophet ~ ", Hadith 22; Ahmad in his Musnad (2 / 174, 267) . 1 Recorded by At-Tinnidhi in the book, " Az-Zuhcf', chapter I I; Al- Muwatta' in the "Book of Good Character", Hadith 3; Ahmad in his Musnad (11201). 2 Recorded by Muslim in the "Book of Oaths" , Hadith 62; Ahmad in his Musnad (3 / 413) (4/ 385). 3 Recorded by At-Tinnidhi in the book, "Az-Zuhcf', chapter 63 . 4 Recorded by At-Tinnidhi in the book, "Az-Zuhcf ', chapter 61 ; Ahmad in his Musnad (3 / 96). 5 Surat Al-Qaf, Verse 1