1.1 Zakat nach dem Fasten
1.1 Zakah After Fasting
Aus allen Überlieferungen zusammen und aus der geschichtlichen Entwicklung der Gesetzgebung über die islamischen Pflichten scheint hervorzugehen, dass die fünf Gebete als Erste zur Pflicht gemacht wurden. Das geschah in Makkah in der Nacht der Himmelfahrt. Das Fasten wurde im zweiten Jahr nach der Auswanderung zur Pflicht. Danach wurde auch die Zakat zum Fastenbrechen zur Pflicht, als Reinigung für den Fastenden und um den Bedürftigen am Tag des Festes Freude zu bereiten. Die Zakat auf Vermögen wurde später zur Pflicht gemacht. Es ist jedoch sehr schwierig, eindeutige Belege zu finden, die das genaue Jahr ihrer Verpflichtung angeben, obwohl der Ausspruch des Dammam bin Tha'labah laut al-Hafiz Ibn Hajar darauf hindeutet, dass die Zakat bereits im fünften Jahr nach der Hidschra zur Pflicht geworden war.
It seems to be evident from all the sayings together and from the historical development of the legislation on Islamic obligations that the five prayer were the first to be made obligatory. That happened in Makkah on the night of Ascendance, fasting was obligated in the second year after migration, then zakah on fast-breaking was also obligated as a purification for the person who fasts and to bring happiness to the indigent on the Day of the Feast: zakah on wealth was made compulsory later on. But it is very difficult to find decisive evidence that tells the exact year of its obligation, although the saying of Dammam bin Tha'labah indicates that zakah has already been obligated by the year five of hijrah according to al Hafiz Ibn Hajar.
Ibn Muflih erwähnte in al-Furu' die Überlieferung von al-Walibi von Ibn 'Abbas, dass Gott Seinen Propheten ﷺ mit dem Zeugnis gesandt hat, dass es keinen Gott außer Gott gibt. Als sie es annahmen, wurde ihnen das Gebet auferlegt. Als sie es annahmen, wurde das Fasten hinzugefügt. Nachdem sie es annahmen, wurde die Zakat hinzugefügt. Als sie es annahmen, wurde die Hadsch hinzugefügt. Und als sie auch das annahmen, wurde der Dschihad hinzugefügt, und so wurde die Religion vollkommen und vollendet.
Ibn Muflih mentioned in al Furu' the report of al Walibi from Ibn 'Abbas that: God has sent his Prophet (p) with the testimony that there is no diety but God. When they accepted, they were increased the prayer. When they accepted, fasting was added. After they accepted, zakah was added. When they accepted, hajj was added. And when they accepted that, then jihad was added, and thus the religion was perfect and completed.
Und er zitierte: „Heute habe ich euch eure Religion vervollkommnet, Meine Gnade an euch vollendet und euch den Islam als Religion gewählt..."65 Dies stimmt überein mit dem, was Ibn ʿAqil in al-Wadih sagte, nämlich dass die Zakah nach dem Fasten vorgeschrieben wurde.66
And he quoted, "This day have I perfected your religion for you, completed my favor upon you and have chosen for you Islam as your religion...,65 This is consistent with what Ibn 'Aqil said in al Wadih, i.e. zakah was prescribed after fasting.66
Zakāt – Die dritte Säule des Islam
Zakah The Third Pillar of Islam
Der Prophet ﷺ bekräftigte in Madinah die Pflicht der Zakah. Er betonte ihre Wichtigkeit und ihren Rang in der Religion als einer der tragenden Pfeiler. Er ermutigte zu ihrer Entrichtung und warnte eindringlich davor, ihre Zahlung abzulehnen. All dies kam in vielen Aussprüchen und in verschiedenen Formen zum Ausdruck. Wir finden es in dem bekannten Überlieferungstext über das Kommen Jibrils, der die Muslime ihre Religion lehren sollte, indem er den Propheten ﷺ höflich befragte: Er fragte den Propheten ﷺ.
The Prophet (p) affirmed in Madinah the obligation of zakah. He pronounced its importance and rank in the religion as one of the principal pillars. He encouraged its performance, and strongly warned against rejecting its payment. All this came in many sayings and styles. We see it in the reputed saying about when Jibril came to teach Muslims their religion by politely questioning the Prophet: He asked the Prophet (p)
"Was ist der Islam?" Der Prophet (p) antwortete: "Der Islam besteht darin zu bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Gott, und dass Muhammad ﷺ der Gesandte Gottes ist, das Gebet zu verrichten, die Zakāt zu entrichten, im Ramadan zu fasten und die Pilgerfahrt zum Haus zu unternehmen, wenn du dorthin gelangen kannst." (Übereinstimmend überliefert)* In dem berühmten Ausspruch, überliefert von Ibn ʿUmar: "Der Islam ruht auf fünf Säulen: dem Zeugnis, dass es keinen Gott gibt außer Gott, und dass Muhammad ﷺ der Gesandte Gottes ist, dem Verrichten des Gebets, dem Entrichten der Zakāt, dem Fasten im Ramadan und der Pilgerfahrt zum Haus Gottes für denjenigen, der dazu in der Lage ist" (übereinstimmend überliefert). In diesen beiden Aussprüchen und in vielen anderen hat der Gesandte (p)
"What is Islam? The Prophet (p), answered, "Islam is to testify that there is no diety but God and Muhammad is the messenger of God. to establish prayer, perform zakah, fast Ramadan, and make pilgrimage to the House if you can go there." (Agreed upon)* In the famous saying narrated by Ibn 'Umar, "Islam is founded on five: giving witness that there is no diety but God and Muhammad is the messenger of God, establishing prayer, practicing zakah, fasting Ramadan, and pilgrimage to the House of God for whoever can reach it" (Agreed upon). In these two sayings and in many others, the Messenger (p)
Er erklärte, dass die Säulen des Islam fünf sind, unter ihnen ist die Zakah die dritte. Die Zakah wird sowohl im Sunnah als auch im Qur'an als dritte Säule festgelegt, ohne die das Gebäude des Islam nicht besteht.
declared that the pillars of Islam are five, among them zakah is the third. Zakah is declared as the third pillar in Sunnah as well as in Qur'an, without which the structure of Islam does not stand.
Strenge Warnung vor der Verweigerung der Zahlung der Zakah
Strong Warning Against Rejection of Payment of Zakah
Mehrere Überlieferungen erwähnen die Warnung, die der Gesandte Allahs ﷺ denjenigen ausgesprochen hat, die die Zahlung der Zakāt verweigern. Die Androhung einer schweren Strafe im Jenseits dient dazu, erstarrte Herzen aufzurütteln und geizige Seelen zum Geben zu bewegen, sowohl durch positive Ermutigung als auch durch die Furcht vor Strafe. Wenn sie diese Pflicht nicht mit erwachtem Gewissen erfüllen, wird die Macht und Autorität des Staates genutzt, um die Zakāt einzutreiben.
Several sayings mention the warning the Messenger (p) gave to those who reject the payment of zakah. Warning of severe punishment in the hereafter is aimed at awakening dormant hearts and shaking miserly souls to give by both positive encouragement and fear of punishment. If they do not perform this duty with awakened consciouses, the power and authority of the state is used to collect zakah.
Strafe im Jenseits
Punishment In The Hereafter
Bukhari überlieferte von Abu Hurairah: „Der Gesandte Gottes (ﷺ) sagte: ‚Wer von Gott Reichtum erhalten hat, jedoch die Zakat darauf nicht entrichtet, dessen Reichtum wird am Tag des Gerichts für ihn in Gestalt einer riesigen kahlköpfigen Schlange mit zwei Hörnern gestaltet werden. Sie wird diese Person umschlingen und den ganzen Tag über würgen, dann wird sie ihn an den Lippen packen und zu ihm sagen: „Ich bin dein Reichtum, dein Schatz, den du gehortet hast.“‘ Danach rezitierte der Prophet (ﷺ) den Vers: {Und diejenigen, die geizen mit dem, was Gott ihnen aus Seiner Huld gegeben hat, sollen nicht meinen, dies sei gut für sie. Nein, es ist schlecht für sie. Am Tag der Auferstehung wird ihnen das, womit sie geizten, um den Hals gelegt werden.}“ In einer anderen Überlieferung berichtet Muslim, dass der Prophet (ﷺ) sagte: „Wer Gold und Silber besitzt und die Abgaben darauf nicht entrichtet, dem werden am Tag des Gerichts Platten aus dem Feuer der Hölle angefertigt. Mit diesen Platten wird ihm Stirn, Rücken und Seiten gebrannt, an einem Tag, der so lang ist wie fünfzigtausend Jahre, bis über alle Menschen geurteilt ist, und ihm wird sein Weg gezeigt, entweder in den Garten oder ins Feuer. Wer Kamele, Rinder oder Schafe besitzt und deren Abgaben nicht gibt, dessen Tiere werden am Tag der Auferstehung herbeigebracht, um ihn mit ihren Hufen zu zertreten und mit ihren Hörnern zu stoßen. Sobald das letzte Tier mit ihm fertig ist, wird das erste wieder herbeigebracht, um das Zertreten und Stoßen fortzusetzen, bis Gott über alle Seine Diener geurteilt hat, an einem Tag, der so lang ist wie fünfzigtausend Jahre eurer Zeitrechnung. Dann wird ihm sein Weg gezeigt, entweder in den Garten oder ins Feuer.“
Bukhari reported from Abu Hurairah, "The messenger of God, (p) said: "He who is given wealth by God but he does not pay its zakah, that wealth is made for him, on the Day of Judgment, the form of a huge bald serpent with two horns, encircling that person and squeezing him all day, then holding him by lips telling him, 'I am your wealth, your treasure that you hoarded'. Then the Prophet quoted the verse, 'and let not those who covetously withhold the gift that God hath given them of His grace, think that it is good for them. Nay, it will be the worse for them. Soon shall the things which they covetously withheld be tied to their necks like a collar on the Day of Judgment'.70 In another saying, Muslim reports that the Prophet (p) said: "He who owns gold and silver and does not pay the dues on them they will be made, on the Day of Judgment, like sheets heated by the fire of Hell. His front, back and sides will be ironed with these sheets on a day which is as long as fifty thousand years, until judgment is given to all human beings and he will be shown his way to the Garden or to the Fire. He who owns cattle or sheep and does not give their dues, they will be brought on the Day of Resurrection to stamp an him with their hoofs and pinch him with their horns. When the last one finishes with him the first will be brought again to continue that stamping and pinching until God gives judgment to all his servants, on a day that is as long as fifty thousand years of yours. Then he will be shown his way to the Garden or to the Fire."
Strafe im diesseitigen Leben für diejenigen, die die Zahlung der Zakah verweigern
Punishment In This Life to Those Who Reject The Payment of Zakah
Die Sunna beschränkte sich nicht darauf, denjenigen, die die Zakah nicht entrichten, lediglich eine Strafe im Jenseits anzudrohen, sondern warnte sie darüber hinaus vor einer Strafe in diesem Leben: einer Strafe von Gott und einer Sanktion seitens des Staates. Ein Hadith besagt: „Es gibt kein Volk, das die Zakah nicht entrichtet und das nicht von Gott durch Unglücksfälle, Hungersnot oder Dürre heimgesucht würde.“71 In einer anderen Überlieferung heißt es: „Jedes Volk, das die Zakah auf seinen Reichtum nicht entrichtet, dem wird gewiss der Regen vom Himmel vorenthalten, abgesehen von den Tieren und dem Vieh.“72 Und ferner: „Die Zakah vermischt sich niemals mit einer Menge Reichtum, ohne dass sie ihn zugrunde richtet und verderben lässt.“73 Dieser Ausspruch hat nach al-Mundhiri zwei Bedeutungen: Erstens, dass immer dann, wenn die fällige Zakah nicht entrichtet wird, dies ein Grund für den Untergang dieses Reichtums ist. Diese Bedeutung wird durch einen anderen Hadith gestützt, der besagt: „Immer wenn eine Menge Reichtum zu Lande oder zu Wasser zugrunde geht, kann es daran liegen, dass ihre Zakah nicht entrichtet wurde.“74 Zweitens: Wenn eine Person die Zakah als Empfänger nimmt, obwohl sie nicht berechtigt ist, sie zu erhalten, und sie mit ihrem eigenen Vermögen vermischt, so ist dies nach Imam Ahmad ein Grund dafür, dass sein gesamter Reichtum verdirbt.75
The Sunnah did not merely threaten of punishment in the Hereafter for those who do not pay zakah, but went on to warn them of a punishment in this life, punishment from God and a penalty from the State. A hadith states, "There is no people, who do not pay zakah, left without being made to suffer by God through disasters, or famine or drought."71 In another saying, "Any people who do not pay zakah on their wealth, verily they will be prevented rain from sky except for animals and livestock."72 And also, "Zakah is never intermingled with any amount of wealth without destroying and rotting it."73 This saying has two meanings according to al Mundhiri: Firstly, that whenever due zakah is not paid it will be a cause for ruining that wealth. This meaning is upheld by another hadith that states "Whenever any amount of wealth is destroyed in the land or in the sea it could be because its zakah was not paid."74 Secondly, if a person who takes zakah as recipient without deserving that zakah and mixes it with his wealth, that will be a reason for rotting all his wealth, according to Imam Ahmad.75
Strafrechtliche Konsequenz für denjenigen, der die Zakāt nicht zahlt
Legal Penalty for He who Does Not Pay Zakah
Die gesetzliche Strafe wird vom Propheten ﷺ erwähnt: „Wer sie zahlt, in der Hoffnung auf den Lohn bei Gott, dem wird belohnt werden; und wer sich weigert, sie zu zahlen, dem werden wir sie abnehmen, zusammen mit der Hälfte seines Vermögens, und zwar aufgrund der Vollmacht, die uns von unserem Herrn gegeben wurde. Die Sippe Muhammads ist nicht berechtigt, etwas von ihrem Ertrag zu nehmen.“76 Dieser Ausspruch enthält einige wichtige Grundsätze.
The legal penalty is mentioned by the Prophet, (p): "He who pays it seeking the reward from God will be rewarded and he who refuses to pay it, we shall take it from him, along with half of his wealth, and by the authority given to us by our Lord. The clan of Muhammad are not allowed to take anything of its proceeds."76 This saying includes a few important principles.
Erstens wird Zakat grundsätzlich aus Aufrichtigkeit seitens des Gläubigen entrichtet, um Gott zu gefallen und Belohnung von Ihm zu erlangen, da einem Muslim geboten ist, Gott durch die Zahlung der Zakat zu verehren.
Firstly, zakah is, in principal, paid out of sincerity on the part of the believer for the sake of pleasing God and seeking reward from Him, since a Muslim is ordained to worship God by paying zakah.
Zweitens: Wer von seinem Geiz überwältigt wird und sich weigert, die Zakat zu entrichten, bleibt dennoch nicht ungeschoren, sondern es wird ihm die Zahlung auf jeden Fall abgenommen. Die Zakat ist eine rechtliche Institution, die von der Durchsetzungsgewalt des Staates getragen wird. Der Staat muss seine Autorität nutzen, um die Zakat neben der Strafe (in Höhe der Hälfte des Vermögens des Hortenden) einzutreiben.
Secondly, He who is overcome by his miserliness and refuses to pay zakah is not left without payment being extracted from him anyway. Zakah is a legal institution that is supported by the law-enforcement power of the state. The state must use its authority to collect zakah in addition to the penalty, (equal to half the wealth of the hoarder)
...auferlegt von Gott und Seinem Gesandten. Manche sagen, diese Strafe sei nur zu Beginn des Islam verhängt, später aber aufgehoben worden.77 Es gibt keinerlei Beleg für eine solche Aufhebung, und ich bin der Meinung, dass der Staat diese Strafe verhängen kann, um zu verhindern, dass Menschen diesen Grundsatz des Islam missbrauchen.
imposed by God and His Messenger. Some say that this penalty was levied only at the beginning of Islam but was annuled later.77 There is no evidence whatsoever of this annulment and I feel that the state can impose this penalty in order to prevent people from abusing this tenet of Islam.
Der Kampf gegen diejenigen, die die Zakah verweigern
Fighting the Rejecters of Zakah
Diejenigen, die sich weigern, die Zakat auf ihren Reichtum zu entrichten, werden wie oben beschrieben bestraft. Wenn es aber vorkommt, dass eine Gruppe von Menschen gemeinsam die Zakat verweigert, so soll diese Gruppe von der islamischen Regierung bekämpft werden, denn dies stellt eine Rebellion gegen den Staat und den Islam dar. Zwar bedeutet Kampf, wie bekannt, Blutvergießen und Zerstörung von Eigentum, was der Islam zu vermeiden sucht, doch wird der Kampf legitim und erlaubt, wenn er zur Herstellung der Gerechtigkeit auf Erden geführt wird. Diejenigen, die die Zakat ablehnen, haben den Schutz ihres Lebens und Eigentums verloren, indem sie ihre Rebellion gegen Gott und Seinen Gesandten erklärt haben, indem sie diese grundlegende Säule des Islam verwerfen. Dass gegen die Zakat-Verweigerer zu kämpfen ist, wird durch zuverlässige Überlieferungen und die einhellige Haltung der Gefährten bestätigt. Al-Bukhari und Muslim überliefern von Abdullah ibn Umar, dass der Gesandte Gottes ﷺ sagte: „Mir wurde befohlen, gegen die Ungläubigen zu kämpfen, bis sie bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Gott und dass Muhammad der Gesandte Gottes ist, das Gebet verrichten und die Zakat entrichten. Wenn sie all das tun, ist ihr Blut geschützt, außer durch den rechtmäßigen Lauf des islamischen Rechts, und ihre Abrechnung obliegt Gott.“ Sie überliefern auch von Abu Hurairah: „Der Gesandte Gottes ﷺ sagte: ‚Mir wurde befohlen, gegen die Ungläubigen zu kämpfen, bis sie bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Gott, und an mich und an das glauben, was ich gebracht habe. Wenn sie dies tun, haben sie ihr Blut und ihr Eigentum geschützt, außer durch den rechtmäßigen Lauf des Gesetzes; ihre Abrechnung obliegt Gott.‘“ Ein ähnlicher Ausspruch wird von Muslim und an-Nasa'i von Jabir ibn Abdullah überliefert. Diese Überlieferungen zeigen deutlich, dass diejenigen, die die Zahlung der Zakat verweigern, bekämpft werden müssen, bis sie zahlen. Es mag sein, dass diese Überlieferungen Abu Bakr und Umar nicht bekannt waren, als sie darüber stritten, ob es rechtmäßig sei, gegen diejenigen zu kämpfen, die die Zakat verweigern, ohne die anderen Säulen des Islam wie das Gebet und das Fasten zu leugnen.80
Those who refuse to pay zakah on their wealth are fined as above. But if it so happened that a group of people refused to pay zakah collectively, that group should be fought by the Islamic government because this represents a rebellion against the state and Islam. Although fighting implies as we know, bloodshed, and destruction of property that Islam aims to avoid, but fighting becomes legitimate and permissible when it is done for the establishment of justice on earth. As for the rejecters of zakah, they have lost the respect and protection of their lives and property by declaring their rebellion against God and His apostle by rejecting this basic pillar of Islam. This matter of fighting rebels against zakah is affirmed by correct sayings and the unanimous stand of the Companions. Bukhari and Muslim reported from Abdullah bin 'Umar that the messenger of God (p) said: "I am commanded to fight unbelievers until they testify there is no diety but God and Muhammad is the messenger of God, establish prayer and practice zakah. If they do all that, their blood is protected except by the due course of Islamic law and to God is left their reckoning," They also reported from Abu Hurairah "The messenger of God (p) said, 'I am commanded to fight unbelievers until they testify there is no diety but God and believe in me and in what I brought. If they do so, then they have protected their blood and property except by due course of law, their reckoning is left to God". And a similar saying is reported by Muslim and Nasa'i from Jabir bin Abdullah.79 These sayings clearly indicate that rejecters of zakah payment must be fought until they pay. It may be that these sayings were not known to Abu Bakr and 'Umar when they argued whether it is lawful to fight those who reject zakah without denying the other pillars of Islam, such as prayer and fasting.80
Zakāt gehört zu dem, was in der Religion bekannt ist
Zakah Is Part of What is Recognized in Religion
Es ist abschließend wichtig darauf hinzuweisen, dass die Zakāt als eine der Säulen des Islam zu jenen Grundsätzen gehört, die notwendigerweise als Teil der Religion bekannt sind. Sie wurde durch eindeutige Verse im Qur'an, durch zahlreiche Überlieferungen des Propheten ﷺ eingesetzt und ist durch die ijmā' (Einmütigkeit) der Muslime von Generation zu Generation bestätigt worden.86
It is important lastly to point out that zakah as a pillar of Islam, is among those principles that, are necessarily known to be part of religion. It was instituted by clear verses in the Qur'an by abundant sayings of the Prophet and has been affirmed by the ijma' (Unanimity) of Muslims, generation after generation.86
Die Verweigerung der Zakāt gleicht der Verleugnung des Glaubens
Denying Zakah Equals Denying Faith
Nachdem wir gezeigt haben, wie wichtig die Zakāh im Islam ist und wie hoch sie unter den Pflichten des Islam eingestuft wird, ist nun der Zeitpunkt gekommen zu erwähnen, dass die Gelehrten festgestellt haben, dass die Leugnung ihrer Verpflichtung dem Unglauben gleichkommt und einem Abfall vom Islam. An-Nawawī sagte: „Wer die Zakāh aus dem Grund nicht entrichtet, dass er ihre Verpflichtung leugnet, gilt als Ungläubiger, es sei denn, diese Person ist neu im Islam oder hat ihr ganzes Leben fern von Informationsquellen verbracht (etwa in einer abgelegenen Wüste). Dann sollte ihr zuerst die Bedeutung der Pflicht zur Zakāh bewusst gemacht werden. Besteht sie darauf, sie zu leugnen, so ist das Unglaube, denn die Pflicht zur Zakāh ist grundlegend für diese Religion, ohne die der Islam hinfällig wird. Wer diese Pflicht leugnet, leugnet die Worte Gottes und Seines Gesandten und ist deshalb ein Ungläubiger.“ Dieses Urteil wurde auch von Ibn Qudāmah und anderen Gelehrten festgestellt.88 Mit diesem einhelligen Urteil sollten wir erkennen, welch niedrigen Rang diejenigen in den Augen Gottes einnehmen, die die Zakāh verweigern oder sie verspotten.
We have shown how important zakah is in Islam and how high it is ranked among Islam's obligations, It is now time to mention that scholars have established that the denial of its obligation is equal to disbelief and apostating from Islam. Nawawi said, "Anyone who does not pay zakah on the basis of denying its obligation is considered a disbeliever except if that person is new in Islam or has lived all his or her life far from sources of information (in an isolated desert, for example). Then he or she should first be made aware of the importance of the obligation of zakah. If he or she insists on denying it, then that is disbelief, because the obligation of zakah is basic to this religion, without which Islam becomes annulled. That who denies this obligation denies the words of God and His Messenger, and therefore is a disbeliever. This ruling is also established by Ibn Qudamah and other scholars.88 With this unanimous ruling we should realize the low rank in the eyes of God those, who deny zakah or ridicule it assume.
Die wichtigsten Unterschiede zwischen der Zakah im Islam und den Abgaben in anderen Religionen
The Main Differences Between Zakah in Islam and Zakah in Other Religions
Erstens ist die Zakah im Islam keine bloße Wohltätigkeit, die dem Gutdünken des Einzelnen als Teil seiner guten Taten überlassen bleibt. Sie ist vielmehr eine wesentliche Säule dieser Religion, eines ihrer großen Rituale und die zweite ihrer vier Hauptformen der Anbetung. Sie nicht zu entrichten, ist wie das Abirren vom rechten Weg. Wer ihre Pflicht leugnet, gilt als Ungläubiger. Es ist eine Pflicht, die sowohl durch die ethischen Werte des Islam als auch durch die Macht des Gesetzes im islamischen Staat getragen wird.
Firstly, zakah in Islam is not a mere charity left to the righteousness of individuals, as part of their good deeds. It is rather an essential pillar of this religion, one of its major rituals and the second of its main four forms of worship. Not paying it is like going astray. He who denies its obligation is considered disbeliever, It is an obligation supported by the ethical values of Islam as well as by the power of law in the Islamic state.
Zweitens ist die Zakat ein Recht der Armen auf den Reichtum der Wohlhabenden. Dieses Recht wurde vom wahren Eigentümer des Reichtums festgelegt, nämlich Gott, und denen auferlegt, denen Er die Verfügung über diesen Reichtum übertragen hat. Die Zakat demütigt oder erniedrigt daher den Empfänger nicht, und sie verschafft dem Reichen auch keinen höheren Rang, weder in ethischer noch in sozialer Hinsicht.
Secondly, zakah is a right to the poor in the wealth of the rich, a right decided by the true Owner of wealth, God and imposed on those who have bean given control of that wealth by Him. Zakah thus does not humble or humiliate the receiver nor does it make the rich get a higher rank, ethically or socially.
Drittens: Die Zakāt ist eine anerkannte und festgelegte Abgabe, die von der Scharia bestimmt ist, damit die Muslime die Sätze, Bedingungen und Befreiungen dieser Abgabe mit Klarheit kennen.
Thirdly, zakah is a recognized and defined due, determined by Shari'ah so that Muslims may know with clarity the ratios, conditions, and exemptions of this due.
Viertens obliegt es dem islamischen Staat, die Zakāt einzusammeln und zu verteilen. In dieser Hinsicht gleicht die Zakāt eher einer Steuer, die eingezogen werden muss, und nicht einer freiwilligen Spende, die gewährt wird. Der Qur'ān sagt: „Nimm von ihrem Vermögen Sadaqa“, und die Sunna sagt: „Sie soll von den Reichen genommen werden.“
Fourthly, the Islamic state is charged with the responsibility of collecting zakah and distributing it. Zakah is in this respect like a tax that must be collected and not like a contribution that is granted. The Qur'an states, "Take out of their wealth sadaqah" and the Sunnah says, "to be taken from the rich".
Die Widerlegung der Behauptungen Schachts über das Wesen der Zakah
Disproving The Claims of Schacht About The Nature of Zakah
Es könnte hilfreich sein, die voreingenommenen Behauptungen einiger zu prüfen, die im Westen die Position der Wissenschaft für sich beanspruchen, ohne die Ehrlichkeit an den Tag zu legen, die für jede wissenschaftliche Forschung erforderlich ist. Schacht schrieb unter dem Stichwort „Zakah“ in der Encyclopaedia of Islam:89
It may be useful to go throgh the biased claims of some who assume the position of knowledge in the West without exhibiting the necessary honesty that is required for any scientific research. Schacht said under the title 'Zakah' in the Encyclopedia of Islam,89
Die Überlieferung des Propheten ﷺ enthält Fälle, in denen die Zakāt verpflichtend ist, die nicht mit der Institution der Zakāt übereinstimmen, wie sie später bekannt wurde. In allen Fällen war die Natur der Zakāt zur Zeit des Propheten ﷺ noch unklar, und sie gehörte nicht zu den Abgaben, die von der Religion vorgeschrieben waren. Deshalb weigerten sich viele arabische Stämme, sie nach dem Tod des Propheten ﷺ zu entrichten. Sie waren der Ansicht, dass ihr Bund, sie mit dem Propheten ﷺ zu zahlen, mit dessen Tod endete. Einige Gläubige, darunter ʿUmar bin al-Khattāb, neigten dazu, diese Auffassung zu akzeptieren. (S. 358)
"The tradition of the Prophet includes cases where zakah is obligated which are not in consistency with the institution of zakah as it came to be known later. In all cases, the nature of zakah at the time of the Prophet, (p) was still ambiguous and it was not one of the taxes required by religion. That is why many Arab tribes refused to pay it after the death of the Prophet (p). They considered that their covenant to pay it with the Prophet came to an end at his death. Some believers, including 'Umar bin al Khattab, were inclined to accept that view." (p 358).
Schacht hat nicht angegeben, auf welche Aussprüche des Propheten er sich bezieht, sodass wir seine unbegründeten Behauptungen nicht besprechen können. Außerdem legen seine Worte „die Institution der zakah, wie sie später bekannt wurde“ nahe, dass dieses System der zakah einige Zeit nach der Epoche des Propheten von Muslimen erfunden wurde: Es sei also kein von Gott offenbartes System, sondern es sei durch die Gegebenheiten und die Erfahrungen entstanden, die die Muslime von den Persern und den Römern gewonnen hätten. Dies ist an sich eine alte Unwahrheit, mit der Schacht und andere Orientalisten seit langem belegt werden. Die Wahrheit, die durch Verse des heiligen Qur'an, richtige und gute Aussprüche des Gesandten sowie das Erbe der Gefährten und der weisen Nachfolger (Al Kulafa’ al Rashidin) bestätigt wird, lautet: Die zakah ist ein rein islamisches System. Sie ist eine einzigartige und beispiellose Einrichtung, bei der jeder Mensch, der nicht von Vorurteilen beherrscht ist, zustimmen würde, dass sie eine Gabe von Gott ist; und wer hätte eine bessere Gabe als Gott?
65. Sure Al-Ma'idah, 5:3.
65. Sura al Ma'idah, 5:3.
66. Al-Furu', im hanbalitischen Fiqh, Bd. 2, S. 217 und 318, zweiter Druck.
66. Al Furu', in Hanbalite Fiqh, vol. 2, pp. 217 and 318, second printing.
67. Asch-Schawkani sagte: Er wurde im Jahr 10 entsandt, kurz bevor der Prophet ﷺ zur Pilgerfahrt aufbrach, wie Bukhari am Ende des Kapitels über die Reisen und Schlachten des Propheten berichtet. Manche sagten, er sei im Jahr 9 entsandt worden, bei der Rückkehr aus der Schlacht von Tabuk.
67. Al Shawkani said: he was sent in the year 10 just before the Prophet (p) went for pilgrimage as reported by Bukhari at the end of the chapter on "travels and battles of the Prophet." some said he was sent in the year 9 upon returning from the Battle of Tabuk.
Andere sagten, er sei im selben Jahr entsandt worden, in dem Makkah erobert wurde, also im Jahr 8. Man ist sich jedoch einig, dass er bis nach dem Tod des Propheten ﷺ und der Nachfolge durch Abu Bakr in Jemen blieb. Auch besteht Uneinigkeit darüber, ob er als Statthalter oder lediglich als Richter entsandt wurde. Ibn Abd al-Barr vertritt Letzteres, während an-Nasa'i Ersteres bestätigt. Siehe Nayl al-Awtar, Bd. 4, S. 115, 'Uthmaniah Misriah Print.
Others said he was sent the same year of opening Makkah in the year 8. It is agreed on, however, that he stayed in Yemen until after the death of the Prophet and his succession by Abu Bakr. There are also differences on whether he was sent as a governor or only as a judge. Ibn Abd al Barr believes the latter while al Nasa'i confirms the former. See Nayl at Awtar, vol. 4 p. 115, 'Uthmaniah Misriah Print.
68. Die Armen werden allein genannt, weil sie die wichtigste und häufigste Kategorie der Empfänger sind, und ebenso um den Gegensatz zwischen dem Zahlenden (dem Reichen) und dem Empfänger (dem Armen) zu verdeutlichen.
68. Poor alone are mentioned because they are the most important and common category of recipients and also for contrast between the payer (rich) and receiver (poor).
69. Kommentar von Ibn Kathir, Bd. 2, S. 235–238.
69. Commentary of Ibn Kathir vol. 2 pp 235-238.
70. Sure Al-ʿImran 3:180.
70. Sura Al 'Imran 3:180.