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9.7 Kapitel Sieben: Ist es erlaubt, neben der Zakah Steuern zu erheben?
9.7 Chapter Seven Is It Permissible To Levy Taxes Beside Zakah?
by Dr. Yusuf al Qardawi17 min readViewed 157 times
Die Zakāt wird für bestimmte Zwecke erhoben, von Gott vorgeschrieben, auf den Besitz der Muslime erhoben und vom islamischen Staat eingezogen und verteilt. Ist es im islamischen Staat erlaubt, neben der Zakāt noch andere Steuern zu erheben? Oder ist die Zakāt die einzige Abgabe auf den Besitz der Muslime, eine Abgabe, die nicht neben anderen Steuern bestehen darf? In den folgenden drei Abschnitten werden wir die Belege untersuchen, die die Erhebung von Steuern neben der Zakāt erlauben, die notwendigen Voraussetzungen für die Erhebung solcher Steuern sowie die Einwände, die von Gegnern vorgebracht werden.
Zakah is levied for particular purposes, decreed by God, on the wealth of Muslims, and is collected and distributed by the Islamic state. In the Islamic state permitted to impose other taxes in addition to zakah? Or, is zakah the only duty on the wealth of Muslims? A duty that must not co-exist with other taxes. We will study in the following three sections the evidence that allows imposing taxes in addition to zakah, the necessary conditions for levying such taxes, and the objections raised by opponents.
ABSCHNITT EINS: BEWEISE, DIE DIE ERHEBUNG VON STEUERN NEBEN DER ZAKAH ERLAUBEN
SECTION ONE EVIDENCE PERMITTING LEVYING TAXES BESIDE ZAKAH
1. Soziale Solidarität ist unerlässlich
Es ist nicht nötig, erneut über die Bedeutung der sozialen Solidarität zwischen den Mitgliedern der muslimischen Gesellschaft zu sprechen, wie es in den vorangegangenen Kapiteln geschehen ist. Doch Solidarität und Brüderlichkeit unter Muslimen, die die Grundlagen der Zakah selbst bilden, schaffen auch die Voraussetzungen dafür, weitere Abgaben zu erheben, wenn die Notwendigkeit dazu besteht.
1. Social solidarity is a must There is no need to repeat talking about the importance of social solidarity between members of the Muslim society, discussed in previous chapters. However, solidarity and brotherhood of Muslims, that are the foundations for zakah itself, also lay the grounds for imposing other taxes when the need arises.
2. Die Verteilung der Zakāt ist festgelegt
Da die Zakāt nur für die acht Kategorien verwendet werden darf, die im vierten Teil dieses Buches beschrieben sind, argumentieren islamische Gelehrte, dass die Zakāt einen eigenständigen Haushalt haben muss. Abū Yūsuf sagt beispielsweise: „Die Erträge aus dem Kharāj dürfen nicht zu den Erträgen aus den Ṣadaqāt hinzugefügt werden, denn das Kharāj dient allen Muslimen, während die Zakāt nur den Kategorien dienen darf, die Gott benannt hat.“1 Die Gelehrten sind sich meist einig, dass „die Zakāt nicht für den Bau von Brücken, Hauptstraßen, Kanälen, Moscheen, Schulen usw. ausgegeben werden darf.“2
2. Distribution of zakah is pre-determined Since zakah can only be expended to the eight categories described in part four of this book. Muslim scholars argue that zakah must have an autonomous budget. Abu Yusuf, for example, says "The proceeds of kharaj must not be added to the proceeds of sadaqat, since kharaj is to serve all Muslims while zakah must only serve the categories named by God."1 Scholars usually agree that "Zakah must not be spent on building bridges, highways, canals, mosques, schools, etc."2
Fiqh al-Zakah (Bd. II), Dr. Yusuf al-Qaradawi 298
Fiqh al Zakah (Vol. II), Dr. Yusuf al Qardawi 298
Niemand kann bestreiten, dass zu den Diensten, für die die Zakat nicht verwendet werden darf, bestimmte öffentliche Notwendigkeiten gehören, etwa Schulen und Moscheen, und diese erfordern finanzielle Mittel. Reichen die Erträge aus Kharaj, Ghanimah und Fai' aus, besteht keine Notwendigkeit, Steuern zu erheben; fehlen solche Quellen jedoch oder werfen sie keine ausreichende Summe ab, müssen andere Steuern erhoben werden, da die Regel der usul besagt: „Das, ohne das eine Pflicht nicht erfüllt werden kann, ist selbst verpflichtend.“ Wir haben weiter oben in diesem Buch gesehen, dass die Schafiiten die Zahlung der Zakat an das reguläre Heer nicht erlauben und die Zahlung auf freiwillige Kämpfer beschränken. Als al-Nawawi mit dem Problem konfrontiert war, dass andere Mittel zur Finanzierung des regulären Heeres nicht ausreichten, schlug er vor, wie auch viele andere Schafiiten, die wohlhabenden Muslime dazu zu verpflichten, das reguläre Heer zu finanzieren.
ABSCHNITT ZWEI: BEDINGUNGEN FÜR DIE AUFERLEGUNG VON STEUERN
SECTION TWO CONDITIONS FOR IMPOSING TAXES
Für die Erhebung von Steuern gibt es vier Bedingungen: echte Notwendigkeit, gerechte Verteilung, rechtmäßige Verwendung der Mittel und die Zustimmung des Schura-Gremiums des Staates.
There art four conditions for imposing taxes: True need, just distribution, lawful use of funds, and approval of the shura body of the state.
Die erste Bedingung: echter Bedarf an Mitteln
The first condition: true need for funds
Es sollte ein tatsächlicher Bedarf bestehen, dass die Dienste durch zusätzliche finanzielle Mittel finanziert werden, ebenso wie eine Unzulänglichkeit der Staatskasse und anderer staatlicher Ressourcen.
There should be real need for the services to be financed by additional financial resources as well as inadequacy of treasury funds and other state resources.
Grundsätzlich ist privates Vermögen geschützt, und es sollen darauf keine Abgaben über die Zakāt hinaus erhoben werden. Es ist unerlaubt, diese Regel zu verletzen, außer in dringender Not. Wenn eine solche Notlage nicht besteht oder wenn die Regierung über andere finanzielle Mittel verfügt, ist es nicht erlaubt, Steuern aufzuerlegen.
In principle, private wealth is protected and should not be charged any duties above zakah. It is unlawful to violate this rule except in dire need. If such necessity does not exist or if the government has other financial resources, it is not lawful to impose taxes.
Führende Gelehrte haben diese Bedingung seit Jahrhunderten betont. Manche gehen so weit, zu fordern, dass die Staatskasse vollständig leer sein müsse, um Herrscher davon abzuhalten, ohne Notwendigkeit Steuern aufzuerlegen. Die islamische Geschichte zeigt mehrere Fälle, in denen muslimische Gelehrte standhaft blieben, wenn Herrscher Steuern erheben wollten, obwohl sie noch über andere Mittel verfügten.
Leading scholars have emphasized this condition for centuries. Some go as far as requiring that the treasury be completely empty, in order to deter rulers from imposing taxes without need. Islamic history reveals several instances in which Muslim scholars stood fast confronting rulers who wanted to impose taxes while they still had other resources.
Als Sultan Qutuz von Ägypten seine Truppen auf den Kampf gegen die Mongolen vorbereitete, die inzwischen den größten Teil Syriens besetzt hatten, versammelte er alle Gelehrten, Rechtsgelehrten und Richter, um sich mit ihnen zu beraten, ob er Steuern für den Dschihad erheben dürfe. Unter ihnen waren Izz al-Din bin 'Abd al-Salam und Badr al-Din al-Sindschari. Nach der Diskussion einigten sich die maßgeblichen Männer darauf, dass Izz al-Din für sie sprechen solle. Er sagte: Wenn der Feind die Länder des Islam angreift, ist jeder Muslim verpflichtet zu kämpfen. Dann ist es euch erlaubt, von den Menschen Steuern in der Höhe einzuziehen, die euch in diesem Dschihad hilft, vorausgesetzt, dass sich im öffentlichen Schatz nichts befindet und dass ihr alle goldverzierten Kleider sowie alle prunkvollen Geräte und Gefäße verkauft, die ihr, eure Hofleute und eure Soldaten besitzt, so dass jeder Mann im Heer nur noch ein Pferd und eine Waffe hat und alle den gewöhnlichen Leuten gleichgestellt sind. Doch Geld vom Volk einzufordern, während eure Männer und Soldaten noch Vermögen und luxuriöse Dinge besitzen, nein, das ist nicht erlaubt.
Ein ähnlicher Standpunkt wurde später von al-Nawawi vor Sultan al-Zahir Baibars vertreten. Als der Sultan gegen die Tataren in Syrien kämpfen wollte, hatte er nicht genügend Mittel in seinem Schatz, weshalb er die Gelehrten in Syrien fragte, ob er Steuern erheben dürfe, um Regierung und Heer im Kampf gegen die Feinde des Islam zu unterstützen. Alle anwesenden Gelehrten stimmten zu und schrieben ihre Zustimmung dem König. Al-Nawawi war damals abwesend, und der Sultan fragte, ob es Gelehrte gebe, die auf seinen Aufruf nicht geantwortet hätten. Man sagte: Ja, da ist al-Nawawi. Als er kam, bat ihn der Sultan, seine Zustimmung zu den anderen hinzuzufügen, doch al-Nawawi weigerte sich. Auf die Frage nach dem Grund sagte er: Ich weiß, dass du ein Sklave des vorherigen Herrschers Bandaqdar warst. Damals besaßest du nichts, und Gott hat dir großzügig gegeben und dich zum König gemacht. Ich höre, dass du tausend Sklaven besitzt, und jeder von ihnen trägt ein goldverziertes Gewand, und dass du außerdem 200 Sklavinnen besitzt, und jede von ihnen hat einen Korb voller Schmuck. „Wenn du all das ausgibst und deine Sklaven nur wollene Gewänder tragen und deine Sklavinnen nur ihre Kleidung besitzen, ohne irgendeinen Schmuck, dann billige ich danach, dass du Steuern von den Menschen einziehst." Der Sultan wurde zornig und befahl al-Nawawi, die Stadt zu verlassen. Al-Nawawi gehorchte und ging hinaus in sein Dorf Nawa [etwa fünfzig Meilen südlich von Damaskus]. Als einige andere Gelehrte über seine Rückkehr verhandelten und der Sultan dies erlaubte, lehnte al-Nawawi ab und erklärte: „Ich werde nicht nach Damaskus gehen, solange al-Zahir Baibars dort ist." Doch der König starb nach einem Monat.
Die zweite Bedingung: gerechte Verteilung der Last
The second condition: just distribution of the burden
Die Last der Steuern muss gerecht unter den Menschen verteilt werden, sodass niemand jemals übermäßig belastet wird, während andere ohne vernünftigen Grund befreit sind. Gerechtigkeit verlangt nicht Gleichheit unter den Steuerzahlern, denn Gleiches ungleich zu behandeln ist ebenso ungerecht wie Ungleiches gleich zu behandeln. Es muss objektive Kriterien geben, nach denen die Steuerlast unter den wohlhabenden Mitgliedern der Gesellschaft verteilt wird.
The burden of taxes must be distributed justly among people, so that none is ever-burdened while others are exempted without reasonable cause. Justice does not require equality among taxpayers, since treating equally what is different is as unjust as treating differently what is equal. There must be objective criteria for distributing the tax burden among the rich members of society.
Abu 'Ubaid berichtet von Ibn 'Umar, dass 'Umar von den Nabatäern [ausländischen Kaufleuten, die Waren ins Land brachten] die Hälfte eines Zehntels auf Öl und Weizen erhob, um sie zu ermutigen, mehr dieser Waren nach Madinah zu bringen, und einen Zehnten auf Bohnen.14 Es ist bekannt, dass der allgemeine Grundsatz dieser von 'Umar eingeführten Abgabe darin bestand, von ausländischen Kaufleuten einen Zehnten, von Kaufleuten aus dem Volk des Bundes die Hälfte eines Zehntels und von muslimischen Kaufleuten ein Viertel eines Zehntels zu erheben,13 wie von Anas und von al-Sa'ib bin Yazid überliefert wird, der sagt: Ich war zur Zeit 'Umars Beauftragter für den Markt von Madinah, und wir erhoben von den Nabatäern einen Zehnten.17
Abu 'Ubaid reports from Ibn 'Umar that 'Umar used to collect from the Nabatites [foreign merchants who used to bring goods into the country] half a tenth on oil and wheat, to encourage them to bring more of these goods to Madinah, and one tenth on beans."14 It is known that the general principle of this tax laid by 'Umar was to collect one-tenth from foreign merchants, one-half of a tenth from merchants who were people of the Pledge, and one-fourth of a tenth from Muslim merchants,13 as reported by Anas and by al Sa'ib bin Yazid, who says, I was a commissioner to the Madinah market during 'Umar's time, and we used to collect one-tenth from the Nabatites."17
Doch in Bezug auf Öl und Weizen hat 'Umar die Steuer offenbar auf fünf Prozent gesenkt, und zwar aus einem wichtigen wirtschaftlichen Grund, nämlich um die Einfuhr von Nahrungsmitteln zu fördern, die in der schnell wachsenden Stadt Madinah, der Hauptstadt des Staates, benötigt wurden. Diese Maßnahme 'Umars zeigt, dass Steuersätze entsprechend dem wirtschaftlichen Ziel verändert werden können, das mit ihnen erreicht werden soll, sei es im Handel, bei Ein- und Ausfuhr, in der Industrie oder in der Landwirtschaft.
Dritte Bedingung: Die Erträge müssen der Gesellschaft zugutekommen
Third condition: proceeds must benefit society
Die Steuererhebung zielt allein darauf ab, der Nation zu dienen. Deshalb dürfen die Steuereinnahmen nicht für die Launen und Begierden der Herrscher und ihres engsten Kreises verwendet werden, auch nicht zur Verwirklichung diktatorischer Zwecke oder persönlicher Ambitionen. Gott legt dieses Prinzip fest, indem Er die Verteilung der Zakāt genau festlegt, und überlässt sie nicht der Bestimmung irgendeines Herrschers, auch nicht der eines Propheten ﷺ. Die rechtgeleiteten Nachfolger zusammen mit den großen Gefährten waren äußerst streng in der Verteilung öffentlicher Gelder. Ibn Sa'd berichtet in seinen Tabaqat von Salman, dass 'Umar bin al-Khattab einmal fragte: „Bin ich ein König oder ein Kalif?“ Salman antwortete: „Wenn du auch nur einen einzigen Dirham oder weniger oder mehr aus dem muslimischen Land einsammelst und ihn für etwas anderes ausgibst als seine rechte und angemessene Verteilung, dann bist du ein König und nicht ein Khalifah.“ 'Umar weinte, als er dies hörte. Sufyan bin Abi al-'Awja' sagt: „'Umar bin al-Khattab fragte einmal: ‚Bei Gott, ich bin mir nicht sicher: Bin ich ein Khalifah oder ein König? Wenn ich ein König bin, ist das wahrlich eine schreckliche Sache.‘ Ein Mann antwortete: ‚O Fürst der Gläubigen, zwischen beiden besteht wahrlich ein großer Unterschied.‘ ‚Umar fragte: ‚Welcher?‘ Der Mann sagte: ‚Der Khalifah nimmt nur, was recht ist, und gibt nur für das aus, was recht ist. Du, gepriesen sei Gott, gehörst zu dieser Art. Könige unterdrücken willkürlich. Sie nehmen von diesem und geben jenem.‘ ‚Umar schwieg.“ Al-Tabari berichtet: „Ein Mann, der mit 'Umar verwandt war, bat 'Umar um eine Zuwendung. 'Umar lehnte ab und wies ihn hinaus. Dann sprach jemand zu 'Umar über ihn: ‚O Fürst der Gläubigen, dieser Mann bat dich, und du hast abgelehnt und ihn hinausgeschickt.‘ 'Umar antwortete: ‚Er bat mich in der Tat, ihm aus dem Eigentum Gottes zu geben [gemeint ist das Eigentum der Gesellschaft und des Staates]. Wenn ich das täte, welche Entschuldigung hätte ich dann? Dann würde ich Gott als ein verräterischer König begegnen!‘“19
Tax collection is aimed only at serving the nation. Thus tax proceeds must not be used for the whims and desires of the rulers and their inner circles, or to fulfill dictatorial purposes or individual ambitions. God establishes this principle when He details zakah distribution, not leaving it to be determined by any ruler, not even a Prophet. The Wise Successors, along with the great Companions, were extremely strict about the dispersement of public funds. Ibn Sa'd in his Tabaqat reports from Salman that 'Umar bin al Khattab once asked "Am I a king or a caliph?" Salman answered, "If you collect one single dirham from the Muslim land, or less, or more, and spend it on anything other than its right and proper dispersement, then you are a king and not a khalifah."Umar, hearing this, wept"18 Sufyan bin Abi al 'Awja' says, "Umar bin al Khattab once asked 'By God, I am not sure, am I a khalifah or a king? If I am a king, this is indeed an awful thing,' A man answered, 'O Prince of Believers, there is indeed a big difference between them.' 'Umar asked, 'What?' The man said, 'The khalifah does not take but what is right and does not spend it except on what is right. You, praise be to God, are of that kind. Kings oppress arbitrarily. They take from this and give to that.' 'Umar remained silent."18 Al Tabari reports, "A man who was a relative of 'Umar, asked Umar for some grant. 'Umar turned him down and asked him out. Then someone spoke to 'Umar about him, 'O Prince of Believers, so-and-so asked you but you turned him down and ordered him out.' 'Umar answered, He indeed asked me to give him from the property of God [meaning the property of the society and state]. If I do so, what would be the excuse? Then I would meet God as a betraying king!'"19
Die vierte Bedingung: die Zustimmung des Schura-Gremiums
The fourth condition: approval of the shura body
Da das Privateigentum im islamischen Recht geschützt ist, muss jede Abgabe auf Einzelpersonen vom beratenden Gremium des Staates gebilligt werden. Es genügt nicht, dass der Herrscher allein oder seine Verwaltungsbeauftragten eine solche Entscheidung treffen. Die Schura, die beratende Beratung, wird durch Koran und Sunna vorgeschrieben. Gott lobt „... jene, die auf ihren Herrn hören und das Gebet verrichten, die ihre Angelegenheiten durch gegenseitige Beratung regeln und die von dem spenden, was Wir ihnen als Lebensunterhalt gewährt haben“.20 Die Schura ist verbunden mit der Annahme der Botschaft Gottes, der Verrichtung des Gebets und dem Spenden um Seinetwillen. Dieser Vers legt bereits in der mekkanischen Zeit die grundlegenden Prinzipien des islamischen Systems fest. Später, in Medina, sandte Gott den Vers herab: „Und berate dich mit ihnen in den Angelegenheiten. Wenn du dich dann entschieden hast, so vertraue auf Gott.“21 Dieser in Medina offenbarte Vers, in der Zeit, als die Einzelheiten des islamischen Rechts und Lebens festgelegt wurden, gab die allgemeinen Grundlagen für die Regierungsstruktur dieser Gemeinschaft. Dieser Vers wurde unmittelbar nach der Schlacht von Uhud offenbart. Vor dieser Schlacht hatte der Prophet ﷺ seine Gefährten darüber beraten, ob man in Medina bleiben und den Feind dort erwarten oder vor die Stadt hinausziehen und die Eindringlinge außerhalb der Stadtgrenzen bekämpfen solle. Die Mehrheit der Gefährten wollte hinausziehen, während die Meinung des Propheten ﷺ war, in Medina zu bleiben und die Stadt zu befestigen. Doch er folgte der Mehrheit, zog hinaus, und das Ergebnis war eine Niederlage; etwa 70 große Gefährten wurden getötet. Selbst danach bekräftigte der Vers, dass die Beratung ein wesentlicher Bestandteil des islamischen Systems ist, gleichsam als würde er sagen: Ihr müsst sie weiterhin beraten und eure Entscheidungen durch Beratung treffen, auch nach dem, was infolge der Befolgung der Mehrheitsmeinung geschehen ist.
Since private property is protected by Islamic law, any levy on individuals must be approved by the consultative body of the state. It is not sufficient that the ruler alone or his administrative commissioners make such a decision. Shura consultation is required by Qur'an and Sunnah. God commends ". . . those who hearken to their Lord and establish prayer, who conduct their affairs by mutual consultation, and who spend out of what We bestow on them for sustenance."20 Shura is associated with accepting the message of God, establishing prayer, and spending for His sake. This verse establishes the essential principles of the Islamic system as early as the Makkan period. Later in Madinah, God sent down the verse, "And consult them in affairs, then when thou hast taken a decision, put thy trust in God."21 Revealed in Madinah, in the era when details of Islamic law and life were laid down, this verse gave the general foundations for the government structure of this society. This verse was revealed just after the battle of Uhud, before which the Prophet had consulted his Companions on whether to stay in Madinah and let the enemy reach there, or to go out and fight the invaders outside the city limits. The bulk of Companions wanted to go out, while the Prophet's opinion was to stay in Madinah and fortify it, but following the majority, he went out and the result was a defeat, about 70 great Companions were killed. Even despite that, the verse reaffirmed that consultation is an essential part of the Islamic system, as if to say: You must continue to consult them and make your decisions by consultation, even after what happened as a result of following the majority's opinion.
Exkurs: Ist die beratende Entscheidung für den Herrscher bindend?
Digression: Is consultative decision binding on the ruler?
Die Antwort ist zweifellos bejahend, und zwar mit der Begründung, dass der Prophet ﷺ nach einer Beratung die Meinung der Mehrheit seiner Gefährten annahm. Ibn Kathir führt an, dass Ibn Mardawaih überliefert, 'Ali habe gesagt: „Der Gesandte Gottes ﷺ wurde nach der Bedeutung des Verses gefragt: ‚Und wenn du dich entschlossen hast …' und er antwortete, es bedeute: ‚Berate dich mit den Menschen mit Urteilsvermögen und folge dann ihnen.'" Wenn die auf Beratung (Shura) beruhende Entscheidung der Mehrheit für die Regierung nicht bindend ist, verliert die Shura ihre Bedeutung. Dies macht die Beratung zur Farce, wobei Herrscher die Menschen konsultieren und dann tun, was sie wollen, ungeachtet der Meinung der Mehrheit.
The answer is certainly affirmative, on the grounds that the Prophet used to accept the opinion of the majority of his Companions after consultation. Ibn Kathir mentions that Ibn Mardawaih reports that 'Ali says, "The Messenger of God (p) was asked about the meaning of the verse, 'Then when thou hast taken a decision . . .' and he answered that it meant 'consult people of opinion and then follow them."24 If the majority's decision based on consultation (shura) is not binding on the government, shura looses its meaning. This makes a mockery of consultation, whereby rulers consult people and then do what they want, regardless of the majority opinion.
Außerdem können Muslime Schura stets verbindlich durch Gesetzgebung machen, d. h.
Moreover, Muslims can make shura always indisputably binding by legislation, i.e.
…die Verfassung eine Klausel aufzunehmen, wonach der Herrscher unter der Bedingung gewählt wird, dass die Auffassung der Mehrheit für die Regierung und das Staatsoberhaupt bindend ist. Der Prophet ﷺ sagt: „Die Muslime sind an ihre vertraglichen Bedingungen gebunden.“25 Die gewissenhafte Erfüllung solcher Bedingungen ist für die Regierung ohne den geringsten Zweifel bindend, unabhängig davon, ob die Rechtsgelehrten darüber uneins sind, ob die Schura, wenn sie nicht mit solchen Bedingungen verbunden ist, lediglich beratend oder bindend ist.
incorporating such a clause in the constitution, whereby the leader is elected on the condition that the majority's view shall be binding on the government and the head of state. The Prophet (p) says Muslims are bound by their contractual conditions."25 Honest fulfillment of such conditions are binding on the government, without the slightest doubt, regardless of jurist opinions on whether shura, when unassociated with such conditions, is only informative or is binding.
Die Verse legen nicht fest, bei welchen Angelegenheiten die Schura erforderlich ist. Zweifellos sind die Worte „Angelegenheiten" bzw. „Dinge" im Vers allgemein gehalten und umfassen alle Angelegenheiten, doch am bedeutendsten sind jene Angelegenheiten, die die muslimische Gesellschaft und ihre Zukunft betreffen. Gewiss sind Steuern von solcher Wichtigkeit, dass sie Beratung erfordern.
ABSCHNITT DREI: ARGUMENTE GEGEN STEUERN
SECTION THREE ARGUMENTS AGAINST TAXES
Einige Gelehrte vertreten die Auffassung, dass es unrechtmäßig sei, neben der Zakah irgendwelche anderen Steuern aufzuerlegen. Sie stützen ihre Ansicht auf drei Hauptargumente: Erstens ist unter den Rechtsgelehrten die Regel allgemein bekannt, dass auf dem Vermögen außer der Zakah nichts verpflichtend sei. Zweitens ist das Privateigentum geschützt, und jede Belastung darauf muss durch einen Text belegt sein. Der Prophet ﷺ sagt: „Wer bei der Verteidigung seines Vermögens getötet wird, ist ein Märtyrer.“26 Es ist daher unrechtmäßig, einen Teil des Privateigentums von Muslimen ohne deren Zustimmung zu nehmen. Drittens gibt es mehrere Aussprüche, die Abgaben auf Menschen missbilligen und die Erhebung des Zehnten [ʿUschr] untersagen, wie etwa die folgenden:
Some scholars believe it is unlawful to impose any taxes besides zakah. They use three main arguments to support their views: First, the rule that nothing is obligated on wealth except zakah is commonly know among jurists. Second, private property is protected and any charge on it must be supported by a text. The Prophet says, "He who is killed while defending his wealth is a martyr."26 It is, therefore, unlawful to take any part of Muslims' private property without their consent. Third, several sayings discredit levies on people and prohibit the collection of tenth ['ushr], such as the following:
Abu al Khair sagt: „Maslamah bin Mukhlid, der Statthalter von Ägypten war, bot Ruwaifi' bin Thabit das Amt des Zehntsammlers an. Ruwaifi' lehnte ab und sagte: „Ich hörte den Gesandten Gottes ﷺ sagen: ‚Steuereintreiber sind im Feuer.'"27 'Uqbah bin 'Amir berichtet, er habe den Gesandten Gottes ﷺ sagen hören: „Steuereintreiber werden nicht ins Paradies eingehen."28 Obwohl diese beiden Aussagen von den Hadith-Kritikern beanstandet werden, werden sie durch eine Aussage gestützt, die Muslim am Ende einer Geschichte über eine verheiratete Frau überliefert, die Ehebruch beging und gesteinigt wurde. Der Prophet ﷺ sagte: „Sie hat eine so aufrichtige Reue gezeigt, dass, wenn ein Steuereintreiber eine ähnliche Reue gezeigt hätte, ihm gewiss vergeben worden wäre." Dies zeigt, dass die Sünde der Steuereintreiber tatsächlich schwerer wiegt als die der Frau, die Ehebruch beging. Dies wird durch mehrere Aussagen weiter gestützt, die Zehntsammler tadeln. Obwohl keine dieser Aussagen das Niveau von gut oder korrekt erreicht, stützen sie sich gegenseitig: Al Tabarani berichtet in seinem al Mu'jam al Kabir von 'Uthman bin Abi al 'As, dass der Prophet ﷺ sagte: „Gott steigt nahe zu seinen Geschöpfen herab und vergibt jedem, der um Vergebung bittet, mit Ausnahme einer Prostituierten, [die ihren Lebensunterhalt] mit ihrem Körper verdient, und eines Zehntsammlers."29
Diskussion des zweiten Einwands gegen Steuern
Discussion of the second objection against taxes
Der Schutz des Privateigentums im Islam steht nicht im Widerspruch dazu, auf dieses Eigentum bestimmte Abgaben zu erheben. Die Armen, Schwachen und Bedürftigen haben aufgrund ihrer Brüderlichkeit in der Menschheit und im Glauben ein Recht am Vermögen der Reichen, wie es sich zeigte, als wir die theoretischen Grundlagen der Zakah untersuchten. Auch die Gesellschaft hat Rechte am Privateigentum, denn der Einzelne erwirbt sein Vermögen nur im Rahmen der Gesellschaft, und auf die eine oder andere Weise trägt die Gesellschaft zum Erwerb individuellen Eigentums bei; zudem wäre das Leben für Stadtbewohner ohne soziale Dienste sehr unbequem. Vor all dem hat Gott Rechte am Privatvermögen. Er ist der Schöpfer und der wahre Eigentümer des Vermögens. Die Güter sind in Wahrheit zuallererst Gottes Eigentum, und die Menschen sind lediglich Statthalter.
The protection of private ownership in Islam is not contradictory to charging certain dues on this ownership. The poor, weak, and needy, have right on the wealth of the rich based on their brotherhood in humanity and in religion, as was shown when we studied the theoretical foundation of zakah. Society also has rights on private property, since individuals earn their wealth only in the framework of society, and one way or another, society contributes to the earning of individual property, and since without social services, life would be very inconvenient for urban people. Before all this, God has rights on private wealth. He is the Creator and true Owner of wealth. Goods are in fact God's property before anything else, and people are merely vicegerents.
Wenn es in der islamischen Gesellschaft Bedürftige gibt, deren Bedarf auch mit dem gesamten Ertrag der Zakāt nicht gedeckt wird, wenn es öffentliche Bedürfnisse gibt – militärische, wirtschaftliche und andere –, die Mittel erfordern, und wenn die Verbreitung und Festigung des Islams Geld benötigt, dann billigt der Islam die Erhebung von Steuern auf die Reichen, um diese Ziele zu erreichen, in Anwendung der Regel: „Was zur Erfüllung einer Pflicht unentbehrlich ist, ist ebenfalls verpflichtend.“
If, in the Islamic society, there exist needy persons whose needs are not satisfied with all the proceeds of zakah, if there are public needs, military, economic, and otherwise that require resources, and if the spread and establishment of Islam requires funds, Islam approves of imposing taxes on the rich to achieve these targets, in application of the rule "that without which an obligation cannot be fulfilled is also obligatory."
Diskussion des dritten Einwands
Discussion of the third objection
A. Die Überlieferungen über den Maks
Die Überlieferungen, die Abgaben verwerfen, sind, wie wir zuvor gesehen haben, größtenteils nicht authentisch. Selbst jene, die die Ebene der Annahme erreichen, verbieten nicht ausdrücklich jede Steuer, da das darin für Steuer verwendete arabische Wort maks mehrere Bedeutungen hat. Im Lisan al-Arab (dem angesehensten arabischen Wörterbuch) wird maks definiert als Geld, das von Händlern auf den vorislamischen Märkten eingezogen wurde. Es wird auch definiert als das, was vom ʿUshr-Beamten eingezogen wird. Ibn al-ʿArabi sagt, maks sei ein zusätzlicher Dirham, den der Zakat-Beamte über die geschuldete Zakat hinaus einziehe, und dessen Erhebung der Prophet ﷺ verboten habe. Er erwähnt den Ausspruch: „Ein Maks-Einnehmer wird nicht ins Paradies eingehen.“ Maks wird auch definiert als die vom Maks-Beamten erhobene Steuer. Ursprünglich bedeutet das Wort maks Einziehung oder Erhebung. Maks bedeutet außerdem Minderung; maks ist ein Abschlag vom Wert eines Verkaufs.38 Al-Baihaqi sagt: „Maks ist Minderung. Wenn der Beamte von den Einnahmen der Zakat etwas abzieht, wird er Maks-Einnehmer genannt.“39
A. The sayings about maks The saying that discredit levies are mostly inauthentic, as we have seen earlier. Even those which reach the level of acceptance do not explicitly prohibit every tax, since the word used in them for tax is the Arabic maks, which has several meanings. In Lisan al Arab (the most respected Arabic dictionary), "maks is defined as money collected from venders in pre-Islamic markets. It is also defined as what is collected by the 'ushr officer. Ibn al 'Arabi says that maks is an added dirham collected by the zakah officer above the due zakah, the collection of which the Prophet (p) prohibits. He mentions the saying 'A maks collector does not enter heaven.' Maks is also defined as the tax collected by the maks officer. Originally, the word maks means collection. Maks also means reduction; maks is a discount of the value of sale."38 Al Baihaqi says, "Maks is reduction. If the officer reduces from the proceeds of zakah, he is called a maks collector."39
Demnach kann die Herabsetzung der Maks-Einnehmer als Warnung an die Zakat-Beamten verstanden werden, denn ein Maks-Einnehmer ist der unehrliche und ungerechte Zakat-Beamte, der von den Zahlenden mehr nimmt, als geschuldet ist, oder einen Teil des Ertrags, der den Armen gehört, für sich selbst behält. Dieses Verständnis wird durch die Erklärung einiger Überlieferer gestützt, die die „'Ushr-Einnehmer“ im Hadith als Beamte deuten, die die Sadaqah unrechtmäßig einziehen.40 Darüber hinaus hat Abu Daud solche Überlieferungen im Kapitel über „die Einsammlung der Sadaqah“ angeführt. Dieses Verständnis wird auch durch Aussprüche gestützt, die Einnehmer bedrohen, die bei der Berechnung und Einziehung der Sadaqah nicht gerecht sind. (Einige dieser Aussprüche wurden bereits im zweiten Kapitel des vierten Teils erwähnt.) Solche Aussprüche haben einige Gefährten unbeabsichtigt dazu bewogen, Stellen als Zakat-Einnehmer wegen der großen Verantwortung abzulehnen.
Juristen der vier Rechtsschulen erlauben nur Steuern.
Jurists from the four schools allow just taxes
Selten verwenden die Rechtsgelehrten das arabische Wort daribah, das Steuer bedeutet. In ihren Schriften bezeichnen sie regelmäßige Abgaben jedoch mit anderen Namen. Manchmal nennen sie sie „staatliche Lasten“, „Pflichtabgaben“, „Kharaj“ oder „Zuteilungen“. Die Hanafiten, sowohl der frühen als auch der späteren Generationen, erwähnen Steuern und unterscheiden zwischen gerechten, angemessenen Steuern und drückenden.
Ibn 'Abidin sagt: „Manche Zuteilungen sind gerechtfertigt, etwa Gebühren für die Anlage von Wasserbecken an Flüssen, für die Verteilung von Wasser, für die Bewässerung, für die Bezahlung von Nachtwächtern, zur Finanzierung des Heeres oder zur Befreiung von Gefangenen, wenn dies nötig ist und die öffentliche Staatskasse keine Mittel hat. Manche Zuteilungen aber sind nicht rechtmäßig, etwa viele, die in unserer Zeit erhoben werden.“
In al-Qunyah wird Abu Ja'far al-Balkhi mit den Worten zitiert: „Was die islamische Regierung den Menschen zur Finanzierung öffentlicher Interessen auferlegt, ist eine religiös verpflichtende Geldabgabe, ähnlich dem Kharaj. Unsere Lehrer sagen: ‚Was die Regierung zur Versorgung öffentlicher Interessen einzieht, wird zur Pflicht, etwa die Gehälter für Wächter, die Straßen, Gebäude und Zugänge der Hauptstraßen schützen.‘ Ähnlich diesen gerechten Steuern ist das, was in Chwarizm [eine muslimische Stadt im russisch besetzten Zentralasien] erhoben wird, um die Ufer des Flusses al-Dschihun instand zu halten und die Grenzwächter zu bezahlen. Solche Abgaben sind verpflichtend, da sie nicht drückend sind. Jeder steuerpflichtige Mensch muss sie entrichten. Die Regierung darf für solche Abgaben nicht getadelt werden, sie darf aber nicht ermutigt werden, über das Notwendige hinauszugehen.“
Ibn 'Abidin kommentiert das Zitat al-Balkhis in seinem Radd al-Muhtar wie folgt: „Dies gilt nur, wenn in der öffentlichen Staatskasse keine ausreichenden Mittel für diese Zwecke vorhanden sind.“52
Very seldom do jurists use the Arabic word daribah, which means tax. But in their writings they refer to regular levies using other names. Sometimes they call them "government charges" " duties," "kharaj," or "allotments." Hanafites, both early and later generations, mention taxes and distinguish between just and proper taxes and oppressive ones. Ibn 'Abidin says "Some allotments are justified, such as fees for making water pools on rivers, for distribution of water, for irrigation, to pay night watchmen to finance the aray, or to free captive, when this is needed and the public treasury does not have funds. But some allotments are not right, such as many which are collected in our times." In al Qunyah, Abu Ja'far al Balkhi is quoted as saying, "What is imposed by the Islamic government on people to pay for public interests is a religiously obligated financial due similar to kharaj. Our teachers say, 'What is collected by the government to provide for public interests become obligatory, such as salaries for guards that protect roads and buildings and entrances of highways'. Similar to these just taxes is what is collected in khawarizm [A Muslim city in Russian-occupied Central Asia] to repair the banks of the river al Jihun, and to pay the frontier guard. Such duties are obligatory, since they are not oppressive. Every taxable person must pay them. The government must not be denounced for such levies but must not be encouraged to exceed what is necessary."51 Ibn 'Abidin, after quoting al Balkhi's statement in his Radd al Muhtar, comments, "This only applies when there are no funds sufficient for these purposes in the public treasury."52
Kommentare zu ungerechten Steuern
Comments on unjust taxes
Mehrere Rechtsurteile und Meinungen der Gelehrten befassen sich mit ungerechten Steuern, wie zum Beispiel die folgenden:
Several jurisprudence rulings and opinions deal with unjust taxes, such as the following:
1. Transaktionen wie ein Bürgschaftsvertrag über ungerechte Steuern sind rechtmäßig, in dem Sinne, dass ein Bürge, der den Betrag ungerechter Steuern an die Regierung zahlen musste, das Recht hat, von der verbürgten Person zurückzufordern, was er gezahlt hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Regierung das Recht hat, ungerechte Steuern von Bürgen einzutreiben.55
1. Transactions such as a guarantee agreement of unjust taxes are legal, in the sense that if a guarantor had to pay the amount of unjust taxes to the government, he has the right to collect what he paid from the guaranteed person. This does not, however, mean the government has the right to collect unjust taxes from guarantors.55
2. Wer die Verantwortung für eine gerechte Verteilung der Last solcher ungerechten Abgaben übernimmt, wird von Gott belohnt, denn wenn die Verteilung der Last der tyrannischen Obrigkeit überlassen wird, führt dies zu einer sehr ungerechten Verteilung der Last dieser Abgaben.56
2. Whoever takes responsibility for just distribution of the burden of such unjust levies is rewarded by God, since leaving distribution of the burden up to the oppressive authority leads to very unjust distribution of the burden of these levies.56
3. Es ist erlaubt, den Staat in Bezug auf diese Abgaben zu täuschen, es sei denn, es ist bekannt, dass ein solches Vorgehen dazu führt, dass anderen Steuerzahlern eine größere Last aufgebürdet wird. In diesem Fall wird es vorgezogen, bei der Zahlung nicht zu täuschen.57 Ibn Taimiyah sagt: „Wenn Gemeinschaften von unterdrückerischen Machthabern Abgaben auferlegt werden, sei es auf Köpfe, auf ihre Tiere, Bäume oder ihr Vermögen, oder wenn sie bei der Zakāt, dem Kharāj oder anderen Abgaben über Gebühr belastet werden, die im Scharia-Recht nicht gerechtfertigt sind (wie etwa Umsatzsteuern), so müssen diese Lasten unter den Unterdrückten gerecht verteilt werden. Keiner der Menschen, die zu Unrecht mit solchen Steuern belegt werden, hat das Recht, seinen Anteil an der gemeinsamen Last auf andere abzuwälzen. Sie sind verpflichtet, die Last dieser ungerechten Steuern auf faire Weise zu verteilen, als wären sie rechtmäßig, denn unter dem Gesichtspunkt von Erhebung und Zahlung werden die Menschen gleichermaßen gezwungen, ungerechte Steuern zu zahlen, wie sie gezwungen werden, gerechte Steuern zu zahlen. Das Übel ungerechter Steuern trifft jene, die sie auferlegen und eintreiben, und nicht die Zahlenden. Zahlende sind in solchen Fällen verpflichtet, ihren Anteil an der Last fair und gerecht zu tragen. Niemand hat das Recht, sich der Zahlung zu entziehen, wenn ein solches Entziehen die Last auf andere abwälzt.“58
Fußnoten
Footnotes.
1. Al-Kharaj von Abu Yusuf, S. 59.
1. Al kharaj by Abu Yusuf, p. 59.
2. Al Mughni, Bd. 2, S. 667.
2. Al Mughni, Vol. 2, p. 667.
3. Al Rawdah, Bd. 2, S. 321, und Tuhfat al Muhtaj, Bd. 3, S. 96.
3. Al Rawdah, Vol. 2, p. 321, and Tuhfat al Muhtaj, Vol. 3, p. 96.
4. Zu diesen und ähnlichen Grundsätzen und Regeln der Ahkam siehe Al Ashbah wa al Naza'ir von Ibn Nujaim, Abschnitt über allgemeine Regeln. Siehe auch Usul al Tashri' von al Khudari.
4. For these and similar principles and rules of ahkam, see Al Ashbah wa al Naza'ir, by Ibn Nujaim, section on general rules. See also Usul al Tashri' by al Khudari.
No one can argue with the fact that services for which zakah cannot be appropriated include certain public necsseities, like schools and mosques, and these require financial resources. If the proceeds of kharaj, ghanimah, and fai' are sufficient, there is no need for imposing taxes, but if such sources do not exist or do not yield sufficient amount, other taxes need to be levied, since the rule of usul states, "That without which an obligation cannot be fulfilled is also obligatory." We have seen earlier in this book that Shafi'ites do not allow payment of zakah to the regular army, and restrict payment to voluntary fighters. When al Nawawi was faced with the problem of insufficiency of other resources to finance the regular army, he suggested, as do many other Shafi'ites, that rich Muslims be obligated to finance the regular army.3
3. Allgemeine Regeln der Scharia
Die Zulässigkeit der Erhebung von Steuern neben der Zakāt beruht nicht allein auf der oben genannten Regel, wonach "das, ohne das eine Pflicht nicht erfüllt werden kann, selbst verpflichtend ist". Die allgemeinen Regeln und Grundsätze der Scharia erlauben die Erhebung von Steuern, wenn die Notwendigkeit dazu entsteht. Zu den Prinzipien, die eine solche Möglichkeit implizieren, gehören die Verantwortung des Staates für das öffentliche Wohl der Muslime, die Regeln, dass "die Abwehr von Übel Vorrang hat vor dem Erlangen von Nutzen" und dass "ein kleiner Nutzen für einen großen Nutzen geopfert werden kann", sowie dass "ein individueller Schaden hingenommen werden darf, um einen allgemeinen Schaden abzuwenden".4
3. General rules in Shari'ah The permissibility of imposing taxes besides zakah does not only depend on the above mentioned rule stating, "That without which an obligation cannot be fulfilled is obligatory." The general rules and principles of Shari'ah allow the levy of taxes when need arises. Principles which imply such possibility include the state's responsibility to care for the public interests of Muslims, the rules that "avoiding evil has priority over bringing benefits" and "small benefit can be sacrificed for the great benefit," and " individual harm may be tolerated in order to prevent common harm."4
Zweifellos lässt die Anwendung dieser allgemeinen Regeln Raum für die Erhebung von Steuern. Tatsächlich lässt sich aus diesen Regeln ableiten, dass Abgaben in bestimmten Fällen auferlegt werden müssen, um wichtige Interessen der Gesellschaft und des Staates zu sichern und Schaden und Gefahr abzuwenden. Wenn ein heutiger islamischer Staat, der über keine großen Bodenschätze verfügt, ohne Steuern auskommen müsste, wäre er aufgrund fehlender innerer Dienstleistungen innerhalb kurzer Zeit dem Untergang geweiht, ganz zu schweigen von militärischen Gefahren von außen. Aus solchen Gründen, die sich aus den Prinzipien der Scharia ableiten, vertreten die muslimischen Gelehrten die Auffassung, dass die Finanzierung der öffentlichen Staatskasse durch Steuern, die von der islamischen Regierung erhoben werden, verpflichtend ist, wenn es gilt, eine Gefahr abzuwenden oder einen wichtigen Nutzen zu verwirklichen.
Undoubtedly, application of these general rules leaves room for imposing taxes. In fact it may be deducted from these rules that texts, on certain occasions, must be imposed to secure important interests of society and state, and to prevent harm and danger. If a contemporary Islamic state, that does not have huge mineral resources, is left without taxes, it is bound to be wiped out in a very short time because of lack of internal services, let alone outside military dangers. For such reasons derived from Shari'ah principles, Muslim scholars opine that financing the public treasury with taxes imposed by the Islamic government is obligatory when there is need to prevent a danger or fulfill an important benefit.
Al-Ghazali, ein Schafiit, der für seine restriktiven Ansichten bekannt ist, sagt in Bezug auf öffentliche Gelder: „Wenn keine Mittel vorhanden sind und die Staatseinnahmen nicht ausreichen, um den Bedarf des Heeres zu decken, und die Gefahr besteht, dass ein Feind das muslimische Land angreift oder böse Aufständische entstehen, dann darf die islamische Regierung den Reichen Steuern auferlegen, die ausreichen, um die Soldaten zu bezahlen, denn wir kennen die Regel, dass man bei der Wahl zwischen zwei Übeln oder zwei Schäden den gefährlicheren von beiden vermeiden muss.“
Al Ghazali, a Shafi'ite known for his restrictive views, when it comes to public funds, says, "when there are no funds and the state income is not sufficient to pay for army needs, and there is danger that an enemy may transgress against the Muslim land or that evil rebels may arise, the Islamic government is allowed to impose on the rich taxes sufficient to pay for the soldiers, since we know the rule that when one must choose between two evils or two harms, the most dangerous of them must be avoided.
Jede Opfergabe der Reichen, einschließlich des Opfers von Leben und Vermögen, ist ein geringerer Schaden als der Mangel an Mitteln zur Verteidigung der islamischen Gesellschaft gegen Angriff oder sündhafte Auflehnung."5 Al-Shatibi, ein Malikit, sagt: Wenn wir einen islamischen Staat haben, der die Zahl seiner Soldaten erhöhen muss, um die muslimischen Grenzen und Länder zu verteidigen, und die Staatskasse leer ist, dann hat der Herrscher, sofern er gerecht ist, das Recht, den Reichen auferlegen, was zur Deckung der Verteidigungsbedürfnisse ausreicht, bis die Staatskasse wieder über Mittel verfügt. Die Regierung hat das Recht, solche Abgaben auf die Landwirtschaft oder andere Erzeugnisse zu erheben. Dass von den Gelehrten der frühen Generationen keine derartige Meinung überliefert ist, liegt an dem Überfluss an Mitteln in der Staatskasse zu ihrer Zeit. Erhebt die islamische Regierung solche Steuern nicht, so würde ihre Stärke schwinden, und unser Land wäre den Angriffen der Ungläubigen ausgesetzt. Das Rückgrat der Regierung und der Verteidigung ist das Heer. Wer sich der Zahlung der auferlegten Steuern entzieht, sollte bedenken, dass er persönlich zu Schaden käme, wenn das Heer abgeschafft würde, und dass dann sein gesamtes Vermögen, nicht nur ein Teil davon, von den Angreifern beschlagnahmt würde. Wird ein solcher enormer Schaden dem Schaden der Steuerzahlung gegenübergestellt, kann niemand behaupten, dass Letzterer nicht weitaus geringer ist.6
Every sacrifice made by the rich including the sacrifice of lives and wealth, is a lesser harm than lack of means to defend the Islamic society against aggression or sinful rebellion."5 Al Shatibi, a Malikite, says, If we happen to have an Islamic government that needs to increase the number of its soldiers in order to defend Muslim borders and lands and the treasury is empty, the leader, provided he is just, has the right to impose on the rich what is sufficient to fulfill defense needs, until the treasury has funds again. The government has the right to make these impositions on agriculture or other products. The reason no such opinion is reported from the scholars of the early generations is the abundance of treasury funds during their times. If the Islamic government does not impose such taxes, its strength would vanish and our country would be exposed to unbelievers' aggressions. The backbone of the government and defense is the army. Those who evade the payment of levied taxes would realize that if the army were abolished, they will be hurt personally and all their wealth, not only a part of it, would be confiscated by the aggressors if such enormous harm is contrasted with the harm of tax payment, no one can argue that the latter is much lesser.6
4. Dschihad und seine finanziellen Erfordernisse
Der Islam schreibt den Dschihad sowohl mit der Person als auch mit dem Vermögen vor. Gott sagt: „Zieht aus, sei es leicht oder schwer, und mühet euch ab und kämpft mit eurem Vermögen und euren Personen“,7 „Nur jene wahren Gläubigen sind es, die an Gott und Seinen Gesandten glauben, danach niemals zweifeln, sondern mit ihrem Vermögen und ihren Personen auf dem Weg Gottes streben; sie sind die Aufrichtigen“,8 „Dass ihr an Gott und Seinen Gesandten glaubt und dass ihr (mit allen Kräften) auf dem Weg Gottes strebt, mit eurem Vermögen und euren Personen“,9
4. Jihad and its financial requirements Islam prescribes jihad on both persons and their wealth. God says, "Go ye forth (whether equiped) lightly or heavily, and strive and struggle with your wealth and your persons,"7 "Only those true believers who have believed in God and His Apostle and have never since doubted but have striven with their wealth and their persons in the cause of God, such are the sincere ones,"8 "That ye believe in God and His Apostle and that ye strive (your utmost) in the cause of God with your wealth and your persons,"9
„Und gebt von eurem Besitz für die Sache Gottes aus und bringt euch nicht durch eigene Hände ins Verderben.“ {Und gebt von eurem Besitz für die Sache Gottes aus, und werft euch nicht mit eigenen Händen ins Verderben.} Alle diese Verse gebieten, Vermögen und Besitz auf dem Weg Gottes auszugeben. Der Dschihad mit dem Vermögen ist für sich genommen eine Pflicht, wie die Pflicht zur Zakāt. Die islamische Regierung hat das Recht, den Anteil jedes Einzelnen an diesem finanziellen Dschihad festzulegen. Dies ist auch der Kern eines Zitats von Ibn Taimiyya aus dem Werk Ghiyāth al-Umam seines Verfassers.
"And spend of your substance in the cause of God, and make not your own hands contribute to your destruction."10 All these verses ordain spending of wealth and property in the way of God. Jihad in wealth is an obligation in itself, like the obligation of zakah. The Islamic government has the right to determine the share of each person in this financial jihad. This is also the essence of a quotation by Ibn Taimiyah from the author of Ghiyath al Umam.
Rüstung und Militärausgaben sind heutzutage enorm. Dabei misst sich die Stärke einer Nation nicht allein an der Größe ihres Heeres. Nationale Stärke erfordert Überlegenheit in mehreren Bereichen, darunter wissenschaftliche Forschung, Industrie und die allgemeine Wirtschaft. All dies setzt reichliche finanzielle Mittel voraus, die sich nur durch die Erhebung von Steuern sichern lassen. Diese Steuern sind eine Form des Dschihad mit dem Vermögen, durch den alle Einzelnen zur Stärke und Verteidigung ihres Staates beitragen. Solche Beiträge zahlen sich wiederum aus, in Form von Schutz für den Einzelnen selbst, seine Religion und sein Vermögen.
Armament and army expenditures today are huge. in addition to the fact that the might of a nation is not only measured by the size of its army. National strength requires superiority in several areas, including scientific research, industry, and the general economy. All these require abundant financial resources which cannot be secured except by imposing taxes. These taxes are a form of jihad in wealth whereby all individuals contribute to the strength and defense of their state. Such contributions pay back in the form of protection for the individual himself, his religion, and his assets.
5. Die Lasten teilen, wie die Gewinne geteilt werden
Die in Form von Steuern eingesammelten Mittel werden für öffentliche Dienstleistungen verwendet, die allen Mitgliedern der Gesellschaft zugutekommen, etwa Verteidigung und Sicherheit, Justizinstitutionen, Bildung, Gesundheitsdienste, Verkehr, Bewässerung usw. Jeder Einzelne profitiert vom Bestehen und von der Macht des Staates sowie von den Dienstleistungen, die er erbringt. Daher muss jeder die finanzielle Last mittragen, die es ermöglicht, diese Dienstleistungen zu erbringen. So wie jeder Einzelne von den Leistungen des Staates und seiner Präsenz profitiert, ist er verpflichtet, die notwendigen Steuern zu zahlen, in Anwendung des Grundsatzes, dass Gewinne in einem angemessenen Verhältnis zu den Opfern stehen müssen.
5. Sharing the burdens as the gains are shared Resources collected in the form of taxes are spent on public services which benefit all members of the society, such as defense and security, judicial institutions, education, health services, transportation, irrigation, etc. Each individual benefits from the presence and power of the state as well as from the services it provides. Thus each must share the financial burden that allows these services to be performed. Just as each individual benefits from the state's services and its presence, he or she is required to pay the necessary taxes, in application of the principle that gains must be comparable to sacrifices.
Al-Nawawi schrieb al-Zahir einen Brief, in dem er erklärte: „Es ist nicht erlaubt, von den Menschen irgendetwas einzuziehen, solange die Staatskasse Reichtum in irgendeiner Form besitzt, Geld, Besitz, Land oder irgendetwas, das verkauft werden kann. Alle Gelehrten stimmen dem zu. Und die Staatskasse verfügt nun, Gott sei Lob, über viel Besitz und Güter; möge Gott sie stets mehren."
When Sultan Qutuz of Egypt was preparing his troops to fight the Moguls, who by then had occupied most of Syria, he gathered all scholars, jurists and judges to consult with them on whether he could impose taxes for jihad. Among them were Izz al Din bin 'Abd al Salam and Badr al Din al Sinjari. After discussion, the opinion leaders agreed that Izz al Din speak for them. He said, If the enemy transgresses on the lands of Islam, all Muslim are obligated to fight. It is then permissible for you to collect taxes from people in the amount that helps you in this jihad, provided there be nothing in the public treasury and that you sell all gold ornamented clothes and all fancy tools and utensils that you and your courtiers and soldiers own, so that each person in the army has only a mare and a weapon, and all become equal to the common people. As for collecting funds from the public while your men and soldiers still have assets and luxurious things-no, it is not permissible." A similar stand was taken later by al Nawawi before Sultan al Zaher Bibars. When the sultan wanted to fight the Tatar in Syria, he had insufficient funds in his treasury, so he asked scholars in Syria whether he could impose taxes to help the government and the army fight the enemies of Islam. All the present scholars approved and wrote their approval to the king. Al Nawawi was then absent, and the Sultan asked if there were any scholars who did not respond to his appeal. They said, "Yes, there is al Nawawi." When he came, the Sultan asked him to add his approval to those of others, but al Nawawi refused. When asked for a reason, he said, "I know that you were a slave of the previous ruler, Bandaqdar. Then you owned nothing, and God generously gave you and made you a king. I hear that you own one thousand slaves, and each of them has a gold ornamented garment, that you also own 200 female slaves, and each of them has a basket of jewelry. If you spend all that, and your slaves live with woolen garments only, and your slave women keep only their clothes, without any jewelry, after that I approve of your collecting taxes from people." The Sultan was angered and ordered al Nawawi out of the city. Al Nawawi obeyed and went out to his village, Nawa [about fifty miles south of Damascus]. When some other scholars negotiated for his return and the Sultan permitted it, al Nawawi refused and announced, "I will not go to Damascus as long as al Zaher Bibars is there," but the king died after a month.12 al Nawawi wrote al Zaher a letter explaining, "It is not lawful to collect anything from people as long as the treasury has wealth in any form, money, property, land, or anything that can be sold. All scholars agree to this. And the treasury now, praise be to God, has much property and goods, may God always increase it."13
But with regard to oil and wheat, 'Umar apparently reduced the tax to five percent for an important economic reason, i.e. encouraging food imports that were required in the fast growing Madinah, capital of the state. This action of 'Umar indicates that tax rates may be changed according to the economic target they aim at achieving, whether in trade, import and export, industry, or agriculture.
Ferner, da ein Ziel des islamischen Wirtschaftssystems darin besteht, die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen Muslimen zu verringern und die Anhäufung von Vermögen zu dezentralisieren, sodass Reichtum und Einkommen nicht nur unter den Reichen zirkulieren, können progressive Steuern, sofern keine anderen Mittel zur Erreichung eines solchen Zwecks zur Verfügung stehen, vom islamischen System gutgeheißen und unterstützt werden. Man darf nicht vergessen, dass die persönlichen Aspekte der Steuern berücksichtigt werden müssen. Dazu gehören die Befreiung der Lebenshaltungskosten, der Unterhaltsverpflichtungen für die Familie und der Schulden von der Steuer, wie zuvor erwähnt.
Furthermore, since one objective of the Islamic economic system is to reduce economic differences between Muslims and decentralize wealth accumulation so that wealth and income do not circulate among the rich alone, if there are no other means except progressive taxes to achieve such a purpose, such taxes can be blessed and supported by the Islamic system. One must not forget that the personal aspects of taxes must be taken into consideration. These include the exemption of living expenses, family provisions, and debts from taxes, as mentioned earlier.
Der Prophet pflegte seine Gefährten in allen wichtigen Angelegenheiten zu Rate zu ziehen, wenn ihm darüber keine eindeutige Offenbarung von Gott zuteilwurde. Zur Zeit von Badr, der ersten Schlacht im Islam, erbat der Prophet ﷺ die Meinung sowohl der Muhajirin als auch der Ansar darüber, ob sie die Karawane der Quraisch verfolgen sollten und wo sie in dieser Schlacht lagern sollten. Auch in der Schlacht von Uhud stützte er seine Entscheidungen auf Beratung. In der Schlacht der Gräben wollte der Prophet ﷺ das Friedensabkommen annehmen, das die Ungläubigen anboten und das verlangte, dass er ihnen ein Drittel des Ertrags von Madinah gebe; doch führende Gefährten stimmten nicht zu, weshalb er dieses Angebot ablehnte. Am Tag von al-Hudaibiyah gründete er seine Entscheidung, die Waffen vom Kampf zurückzuhalten, auf Beratung, denn Abu Bakr sagte ihm: „Wir sind nicht gekommen, um zu kämpfen, wir sind nur gekommen, um das Haus Gottes zu besuchen.“ Als seine Frau 'A'ischah beschuldigt wurde, zog er ebenfalls die Muslime zu Rate und sagte: „O Muslime, gebt mir euren Rat: Was soll ich mit denen tun, die meine Frau beschuldigen?“, und er beriet sich mit 'Ali und Usama darüber, wie mit 'A'ischah zu verfahren sei.22 Ibn Kathir kommentiert: „Der Prophet ﷺ zog die Gefährten bei Schlachten und bei anderen Entscheidungen zu Rate. Die Rechtsgelehrten streiten darüber, ob dies für ihn verpflichtend war oder nur (von Gott) empfohlen wurde, um sie zufriedenzustellen.“23
The Prophet used to consult his Companions on all matters of substance whenever he was not given clear revelation from God about the matter. At the time of Badr, the first battle in Islam, the Prophet asked the opinion of both the Muhajirin and Ansar on whether they should seek out the Quraish caravan and where to camp in that battle. In the battle of Uhud as well, he based his decisions on consultation. At the battle of al Ahzab, the Prophet (p), wanted to accept the peace treaty offered by the unbelievers, which required that he give them one third of the produce of Madinah, but leading Companions did not accept, so he refused that offer. On the day of al Hudaibiyah, he based his decision to hold back the weapons from fighting on consultation, for he was told by Abu Bakr, "We did not come here to fight, we came only to visit the house of God." When his wife ''A'ishah was accused, he also consulted Muslims, saying, "O Muslims, give me your opinion, what should I do with those who accuse my wife?" and consulted 'Ali and Usamah on how to deal with ''A'ishah.22 Ibn Kathir comments "The Prophet (p) used to consult the Companions on battles and for other decisions. Jurists dispute whether this was obligatory for him or only recommended (by God) in order to keep them happy."23
Wenn dies beim Gesandten (p) in Frage gestellt werden kann, der von Gott und Seiner Offenbarung geleitet wird, kann es in Bezug auf andere Führer, die lediglich gewählte Menschen sind, erst recht nicht in Frage gestellt werden. Der Vers ordnet die Beratung ausdrücklich an, und Anordnungen bedeuten Verpflichtungen.
If this can be disputed when it comes to the Messenger (p) who is guided by God and His revelation, it cannot be disputed with respect to other leaders who are simply elected men. The verse explicitly ordains consultation, and ordinances mean obligations.
Hinzu kommt der große Eifer des Propheten ﷺ, diesen Vers in allen wichtigen Angelegenheiten umzusetzen. All dies macht die Beratung für Führungspersonen zur Pflicht, besonders angesichts der geschichtlichen Erfahrung der islamischen Umma, die unter Tyrannen und Diktatoren gelitten hat.
Add to that the keenness of the Prophet (p) to implement this verse in all important matters. All this makes consultation obligatory for leaders especially in view of the Islamic nation's historical experience of suffering from tyrants and dictators.
The verses do not specify on what affaire shura is required. No doubt the words "matters" or "affairs" in the verse are general and include all affairs, yet the most important are those affairs that affect the Muslim society and its future. Certainly, taxes are of such importance as to require consultation.
Ibn al Athir erklärt in seinem al Nihayah, dass ein Zehntsammler ein Steuereintreiber ist.30 Al Bighawi fügt hinzu: „Ein Steuereintreiber ist der Beamte, der von Kaufleuten, die an ihm vorbeiziehen, eine Abgabe einzieht, die 'ushr genannt wird."
Al Mundhiri fügt hinzu: „Heutzutage erheben sie eine Abgabe namens 'ushr, zusätzlich zu anderen namenlosen Abgaben, die sie unrechtmäßig nehmen."
Abu al Khair says "Maslamh bin Mukhlid, who was governor of Egypt, offered Ruwaifi' bin Thabit the position of 'ushr commissioner. Ruwaifi' refused, saying, "I heard the Messenger of God (p) say, 'Levy collectors are in the Fire.'"27 'Uqbah bin 'Amir says he heard the Messenger of God (p) say, "Levy collectors do not enter Heaven."28 Although these two sayings are criticized by hadith critics, they are supported by a saying reported by Muslim at the end of a story about a married woman who committed adultery and was stoned. The Prophet said, "She made such sincere repentance that if similar repentance was made by a levy collector, he certainly would be forgiven." This shows that the sin of levy collectors is in fact more severe than that of the woman who committed adultery. This is further supported by several sayings that censure 'ushr collectors. Although none of these sayings reach the level of good or correct, they support each other: Al Tabarani in his al Mu'jam al Kabir reports from 'Uthman bin Abi al 'As that the Prophet (p) says, "God descends close to his creatures and forgives anyone who asks forgiveness, except a prostitute [who earns] by her body, and a 'ushr collector."29 Ibn al Athir in his al Nihayah explains that an 'ushr collector is a tax collector.30 Al Bighawi adds, "A tax collector is the officer who collects from merchants who pass by him a tax called 'ushr."31 Al Mundhiri adds, "Nowadays, they collect a tax named 'ushr, in addition to other nameless taxes that they take unlawfully.
Es ist, als würden sie Feuer in ihren Bäuchen essen. Sie werden bei ihrem Herrn keine Rechtfertigung haben, wenn sie Ihm begegnen, und der Zorn Gottes wird auf ihnen lasten, und sie werden tatsächlich schwer bestraft werden." 32 Al Munawi sagt: „Der Steuereinnehmer ist der ʿUschr-Einnehmer, ein Beamter, der Abgaben von den Menschen einzieht." Al Munawi zitiert al Tibi mit den Worten: „Die Aussagen deuten darauf hin, dass das Eintreiben einer solchen Abgabe zu den gefährlichsten Sünden gehört." Al Dhahabi betrachtet es als große Sünde. 33 Al Munawi fährt fort: „Ein Steuereinnehmer gleicht einem Straßenräuber, der schlimmer ist als gewöhnliche Diebe, da das Unterdrücken von Menschen und das Auferlegen ungerechtfertigter Steuern auf sie schwerer wiegt als Diebstahl. Der Steuereinnehmer, sein Schreiber, die Polizisten, die ihm helfen, und sogar diejenigen, die Gehälter und Zuwendungen aus solchen Steuern erhalten, sind alle Teilhaber an der Aneignung unrechtmäßigen Eigentums."34
It is like they eat fire in their stomachs. They shall have no justification when they meet their Lord, may the wrath of God be upon them, and indeed they will be severely punished."32 Al Munawi says "the tax collector is the 'ushr collector, he is an officer who collects taxes from people. Al Munawi quotes al Tibi as saying, "The sayings indicate that collecting such a levy is among the most dangerous sinse." Al Dhahabi considers it a great sin.33 Al Munawi continues, "A tax collector is like a highway robber, who is worse than normal thieves, since oppressing people and imposing undue taxes on them is heavier than stealing. The tax collector, his clerk, policemen who aid him, and even those who receive salaries and grants out of such taxes, are all partners in taking unlawful property.34
Außerdem gibt es Überlieferungen, die die Aufhebung des 'Ushr von den Schultern der Muslime fordern. Sa'id bin Zaid sagt: „Ich hörte den Gesandten Gottes ﷺ sagen: ‚O Araber, dankt Gott, dass Er den 'Ushr [zehn Prozent] von euch genommen hat.‘“35 Ein Mann überliefert vom Propheten ﷺ, dass „der 'Ushr nur auf Juden und Christen lastet; auf Muslime soll kein 'Ushr erhoben werden.“ Eine andere Version lautet: „und auf die Menschen des Islam gibt es keinen 'Ushr.“36 Al-Munawi schreibt in at-Taisir zu diesem Ausspruch des Islam: „Er besagt ausdrücklich, dass die Abgabe von zehn Prozent auf Juden und Christen liegt, wenn sie ihren Unterwerfungsvertrag unter dieser Bedingung geschlossen haben oder wenn sie zum Handel in unser Land kommen. Auf Muslime gibt es keine solche Abgabe, außer dem, was als 'Ushr der Zakat auf landwirtschaftliche Erzeugnisse verlangt wird. Dieser Text verbietet ausdrücklich, Muslimen irgendwelche Abgaben aufzuerlegen.“37
Additionally, there are sayings that call for the lifting of 'ushr off the shoulders of Muslim people. Sa'id bin Zaid says, "I heard the Messenger of God (p) say, 'O Arabs, thank God that He removed the 'ushr [ten percent] off you.'"35 A man narrates from the Prophet (p) that "The 'ushr are only on Jews and Christians; there should be no 'ushr on Muslims." An other version reads, "and there are no 'ushr on the people of Islam."36 Al Munawi in al Taisir comments on this saying of Islam. "It explicitly says the ten-percent levy is on Jews and Christians, if they made their treaty of surrender on that condition, or if they enter our country to trade. There is no such levy on Muslims, except what is required as the 'ushr of zakah on agriculture. This text explicitly prohibits imposing any levies on Muslims."37
Im restlichen Teil dieses Abschnitts werden wir den zweiten und dritten Einwand behandeln, da der erste Einwand bereits ausführlich im achten Teil dieses Buches besprochen wurde.
In the remainder of this section, we shall discuss the second and third objections, since the first objection was discussed at length in part eight of this book.
Accordingly, the demeaning of maks collectors can be understood as a warning to zakah officers, for a maks collector is the dishonest and unjust zakah officer, who takes from payers more than what is due or keeps part of the proceeds, that belong to the poor, for himself. This understanding is supported by some narrators' explanation of 'ushr collectors' in the saying as officers who take sadaqah improperly.40 Moreover, Abu Daud mentioned such sayings in the chapter on "collection of sadaqah." This understanding is also supported by sayings that threaten collectors who are not just in their calculation and collection of sadaqah. (Some of these sayings are mentioned earlier in chapter two of part four). Such sayings inadvertantly convinced some Companions to refuse positions as zakah collectors because of the great responsibility involved.
Es gibt jedoch ein anderes Verständnis der Aussprüche über den Maks, das überzeugender sein mag. Der Maks wird in diesen Aussprüchen als ungerechte Steuern erklärt, die zur Zeit des Aufkommens des Islam überall in der Welt verbreitet waren. Die Steuern wurden ohne rechtmäßigen Anspruch erhoben und nur für die Launen des Königs ausgegeben; Steuern, deren Last nicht gerecht unter denen verteilt wurde, die sie hätten tragen können, deren Erträge nicht zum Wohl der Menschen verwendet wurden, Steuern, die hauptsächlich den Armen auferlegt wurden, von denen die reichen Herren befreit waren.
However, there is another understanding of sayings on maks which may be more convincing. Maks in these sayings is explained as unjust taxes, that were predominant all over the world at the time of Islam's rise. Taxes were collected without due right and spent only on whims of the king, taxes whose burdens were not distributed justly among those who could afford them, whose proceeds were not spent for the benefit of people, taxes that were mainly imposed on the poor, from which the rich lords were exempted.
Der Verfasser von al-Tabyin, einem Hanafiten, sagt, dass Texte, die die 'Ushr-Eintreiber herabsetzen, sich auf diejenigen beziehen, die „den Menschen Gelder auf ungerechte Weise nehmen, so wie es heute Tyrannen tun“.41 In al-Durr al-Mukhtar und anderen Büchern findet man ähnliche Aussagen.42 Diese Abgaben sind die beste Deutung des Wortes maks. Ebenso sind die Eintreiber des 'Ushr, vor denen in den Überlieferungen gewarnt wird, Eintreiber, die Tyrannen und Unterdrücker zum Einziehen ungerechter Steuern einsetzen.
The author of al Tabyin, a Hanafite, says, texts that degrade 'ushr collectors are references to those who "take funds from people unjustly, as done by tyrants today."41 In al Durr al Mukhtar and other books, one finds similar statements.42 These taxes are the best interpretation of the word maks. Also, the 'ushr collectors threatened in the sayings are collectors used by tyrants and oppressors to collect unjust taxes.
Dieses Verständnis steht im Einklang mit der Ansicht al-Dhahabis, die er in seinem al-Kaba'ir äußert: „Der Zolleintreiber (maks) ist die rechte Hand des Unterdrückers. Solche Eintreiber sind in Wahrheit selbst Unterdrücker, denn sie nehmen, was ihnen nicht zusteht, und geben es denen, die es nicht verdienen."43
This understanding is consistent with al Dhahabi's opinion, expressed in his al Kaba'ir, that "The maks collector is the right hand of the oppressor. Such collectors are in fact themselves oppressors, since they take what is not due and give it to those who do not deserve it."43
Steuern, die unter den Bedingungen erhoben werden, die im zweiten Abschnitt dieses Kapitels aufgeführt sind, um notwendige Dienstleistungen im öffentlichen Interesse zu finanzieren, den Lebensstandard zu verbessern, die Unwissenden zu bilden, den Arbeitslosen Arbeit zu verschaffen, die Hungrigen zu speisen, die Verängstigten zu schützen und die Kranken zu heilen, sind nicht ungerecht. Sie sind rechtmäßig, und die islamische Regierung hat das Recht, sie zu erheben.
Taxes levied under the conditions listed in section two of this chapter to provide for needed services in the public interest to improve the standard of living, to educate the ignorant, to provide jobs for the jobless, to feed the hungry, to protect the frightened, and to cure the ill are not unjust. They are lawful, and the Islamic government has the right to impose them.
B. Die Aussage über die Abschaffung des 'Ushr
Die Aussage, dass der 'Ushr für Muslime abgeschafft sei, ist zwar nicht korrekt, sie besagt jedoch nicht ausdrücklich, dass alle Steuern verboten sind. Tatsächlich gibt es mehrere andere Auslegungen dieser Aussage, die sie mit einer gerechten Besteuerung in Einklang bringen.
B. Saying about elimination of 'ushr The saying that 'ushr are eliminated for Muslims, although not correct, is not explicit in indicating that all taxes are prohibited, in fact, there are several other interpretations of this saying that make it consistent with just taxation.
Abu 'Ubaid kommentiert diese und ähnliche Überlieferungen, in denen die Eintreiber des 'Ushr und des Maks verurteilt werden. Sie beziehen sich eindeutig auf die weitverbreitete Praxis der Dschahiliyya (vorislamische Zeit), bei der sowohl arabische als auch nichtarabische Könige den Kaufleuten, die durch ihr Land zogen, Abgaben (zehn Prozent) auferlegten. Dies ergibt sich aus den Schreiben, die der Prophet ﷺ an die verschiedenen Gegenden Arabiens sandte, in denen er sagte: „Dieses Volk soll nicht gezwungen werden, sich in Prozessionen zu versammeln, und es soll kein 'Ushr erhoben werden." Daraus wissen wir, dass es sich um einen Brauch der Dschahiliyya handelte, den Gott mit dem Islam abgeschafft hat, und an dessen Stelle die reinigende Pflicht der Zakat trat, im Satz von einem Viertel eines Zehntels, also fünf Dirham von je zweihundert Dirham. Beamte, die die Zakat so eintreiben, wie sie vorgeschrieben ist, sind keine 'Ushr-Eintreiber. Sie nehmen nicht den 'Ushr; sie nehmen nur ein Viertel des 'Ushr. Dies wird in dem Überlieferungswort erklärt, das lautet: „Den Muslimen werden keine 'Ushr auferlegt", „'Ushr werden nur von Juden und Christen erhoben", sowie in dem auf den Propheten ﷺ zurückgeführten Wort, der „'Ushr-Eintreiber" sei derjenige, der Sadaqa ohne rechtmäßigen Anspruch einziehe. Ebenso ist dies der Grund, weshalb Ibn 'Umar auf die Frage „Hast du Kenntnis davon, dass 'Umar von Muslimen 'Ushr eingezogen hat?" mit „Nein, das weiß ich nicht" antwortete. Die Überlieferung des Ziyad bin Hudair, dass „wir von Muslimen oder Angehörigen des Bundes keinen 'Ushr (zehn Prozent) zu erheben pflegten", bedeutet, dass er von Muslimen ein Viertel eines Zehntels und von den Angehörigen des Bundes die Hälfte eines Zehntels einzog.44
Abu 'Ubaid comments on this and similar sayings, Sayings in which 'ushr and maks collectors are denounced clearly refer to the predominant Jahiliyah [pre-lslamic) practice of both Arab and non-Arab kings, imposing taxes (ten percent) on merchants who passed through their land. This is obvious from the messages the Prophet (p) wrote to the different regions of Arabia in which he said, "That people shall not be forced to gather in processions nor charged 'ushr. From this we know that it was a jihiliyah practice which God abolished with Islam, and which was substituted by the purifying obligation of zakah at the rate of one-fourth of a tenth, i.e. five dirhams out of each two hundred dirhams. Commissioners who collect zakah the way it is obligated are not 'ushr collectors. They do not take 'ushr; they only take one-fourth of 'ushr. This is explained in the saying that reads "No 'ushr are imposed on Muslims," 'ushr are only on Jews and Christians," and in the saying linked up to the Prophet that the 'ushr collector" is he who collects sadaqah without due right." Also, this is the reason Ibn 'Umar answered the question "Do you have any information that 'Umar collected 'ushr from Muslims.'" by replying "No, I do not." The saying of Ziyad bin Hudair that, "we used not to charge 'ushr (ten percent) on Muslims or people of the Pledge " means that he collected from Muslims one fourth of one-tenth and from people of the Pledge one-half of one tenth.44
Somit ist die Abschaffung des 'Ushr die Aufhebung einer drückenden vorislamischen Abgabe, die von Königen der Araber und Nichtaraber mit einem Satz von zehn Prozent erhoben wurde, und ihr Ersatz durch die Zakah mit einem Satz von 2,5 Prozent auf Handelsgüter. Mit Juden und Christen in diesem Ausspruch sind nicht die Schutzbefohlenen (Ahl adh-Dhimma) gemeint, sondern ausländische Juden und Christen, die mit Waren von außerhalb des islamischen Staates kamen. Von ihnen wurden zehn Prozent erhoben, wie Abu 'Ubaid von 'Abd ar-Rahman ibn Ma'qil überliefert, der sagt: "Ich fragte Ziyad ibn Hudair, von wem wir denn zehn Prozent erhoben. Er antwortete: 'Wir erhoben keine zehn Prozent von einem Muslim oder einem Schutzbefohlenen.' Ich sagte: 'Von wem erhoben wir dann zehn Prozent?' Er antwortete: 'Von Händlern aus nichtmuslimischen Ländern, denn sie erhoben von unseren Kaufleuten zehn Prozent, wenn diese dorthin gingen.'"44 Dies geschah auf der Grundlage der Gleichbehandlung, einer auch heute noch sehr verbreiteten Praxis unter Nationen. Was die Schutzbefohlenen unter den Juden und Christen im muslimischen Land betrifft, so wurden von ihnen weder zehn Prozent noch, wie von Muslimen, 2,5 Prozent erhoben. Sie zahlten fünf Prozent, wie Abu 'Ubaid berichtet, der hinzufügt: "Zunächst kannte ich den Grund nicht. Dann studierte ich eine Überlieferung von 'Umar und fand heraus, dass er den Vertrag mit ihnen auf dieser Grundlage schloss.45 Es scheint, dass die Verdopplung des Satzes für sie im Vergleich zu dem für Muslime geltenden Satz eine Entschädigung dafür war, dass sie von jeder Abgabe auf Vieh und Geld befreit waren, während Muslime weiterhin die Zakah auf diese Vermögenswerte entrichten mussten."
Thus, abolishing 'ushr is the abolition of an oppressive pre-Islamic tax imposed at the rate of ten percent by kings of Arabs and non-Arabs, and substituting it by zakah at the rate of 2.5 percent on trade's assets. And what is meant by Jews and Christians in this saying is not people of the Pledge, but foreign Jews and Christians who came from outside the Islamic state with merchandise. They were charged ten percent, as reported by Abu 'Ubaid from 'Abd al Rahman bin Ma'qil, who says, "I asked Ziyad bin Hudair whom he used to charge ten percent? He answered, 'We did not charge ten percent on a Muslim or a person of the Pledge.' I said, 'Whom then did we used to charge ten percent?' He replied, 'Traders from non-Muslim countries, since they use to charge our merchants ten percent when they went there.'"44 This is on the basis of equal treatment, a very common practice among nations even today. As for people of the Pledge Jews and Christians within the Muslim land - they were not charged ten percent, nor were they charged 2.5 percent like Muslims. They were charged five percent, as stated by Abu 'Ubaid, who adds "At first I did not know the reason. Then I studied a report from 'Umar and found that he made the treaty with them on that basis.45 It seems that duplicating the rate for them as compared to the rate applied on Muslims was compensation for their exemption from any tax on livestock and money, while Muslims still had to pay zakah on these properties.
Al Tirmidhi gibt eine andere Deutung des Ausspruchs, der den 'Ushr abschafft. Er vertritt die Auffassung, dass Muslime nicht zur Zahlung des 'Ushr verpflichtet sind, weil der 'Ushr eine Abgabe auf Personen und nicht auf Vermögen war, so wie die Jizya. Der Prophet ﷺ sagt: „'Ushr, d. h. Jizya, wird nur von Juden und Christen erhoben und nicht von Muslimen.“ In einigen Überlieferungen des Ausspruchs, die Abu Dawud berichtet, lauten die Worte: „Auf Muslimen liegt kein Kharaj.“ Das Wort Kharaj wurde im Sinne von Jizya verwendet, die früher „Kharaj auf die Köpfe“ genannt wurde.47
Al Tirmidhi gives another interpretation of the saying abolishing 'ushr. He argues that Muslims are not charged 'ushr because 'ushr was the levy on persons and not on wealth, like jiziah. The Prophet says "'ushr i.e. jiziah is only on Jews and Christians and not on Muslims." In some versions of the saying reported by Abu Daud, the words are "There is no kharaj on Muslims." The word kharaj was used to mean jiziah, which used to be called "kharaj on heads."47
Seltsamerweise versucht al-Taisir al-Munawi zu folgern, dass die oben genannten Aussprüche alle Steuern verbieten.
Strangely, in al Taisir al Munawii attempts to conclude that the above-mentioned sayings prohibit all taxes:
Es scheint, dass dieser Ausspruch 'Umar nicht erreicht hat, da er den Maks auferlegte. Al-Maqrizi und andere berichten, 'Umar sei darüber informiert worden, dass muslimische Kaufleute, die nach Indien reisten, zehn Prozent entrichten mussten. Daraufhin schrieb er an Abu Musa al-Asch'ari, damals Statthalter von Basra: "Erhebe von jedem muslimischen Kaufmann, der an dir vorbeikommt, fünf Dirham von je 200 Dirham, und von Kaufleuten aus den Schutzbefohlenen [ahl adh-dhimma] einen Dirham von je 20 Dirham." Später hob 'Umar ibn 'Abd al-'Aziz diesen Maks wieder auf.48
It seems that this saying did not reach 'Umar, since he imposed maks. Al Maqrizi and others say 'Umar was informed that when Muslim merchants went to India they were charged ten percent. He then wrote to Abu Musa al Ash'ari, then governor of Basrah, "collect from each Muslim merchant that passes by you at the rate of five dirhams from each 200 dirhams, and from people-of-the-Pledge merchants at the rate of one dirham out of each 20 dirhams." Later 'Umar bin 'Abd al 'Aziz abolished this maks.48
Dies ist ein Verweis auf das, was 'Umar bin 'Abd al-'Aziz an einen seiner Statthalter schrieb: „Schaffe den Maks ab“, und an einen anderen: „Reite zu dem Haus in der Stadt Rafah, das das Haus des Maks genannt wird, und reiße es nieder.“49
This is a reference to what 'Umar bin 'Abd al 'Aziz wrote to one of his governors, "Abolish the maks," and to another "Ride to the house in the city of rafah that is called the house of maks, and demolish it."49
Tatsächlich fehlt es dieser Meinung von al-Munawi an Genauigkeit und Richtigkeit, und zwar aus folgendem Grund:
In fact, this opinion of al Munawi lacks accuracy and correctness because of the following:
Er bewertet die Aussage über das 'Ushr als gut oder richtig. Die Aussage ist weder richtig noch gut, wie er selbst in seinen Anmerkungen zu Faid al-Qadir erwähnt.
A. He grades the saying about 'ushr good or correct. The saying is neither correct nor good, as he himself mentions in his comments on Faid al Qadir.
B. Er geht davon aus, dass 'Umar eine Handlung vornahm, die einem richtigen Ausspruch widersprach, und dass ihn kein einziger Gefährte darauf hinwies, obwohl sie zahlreich waren und sehr darauf bedacht, die Anordnungen des Propheten ﷺ zu befolgen, besonders bei einer Angelegenheit, die viele Menschen betrifft.
B. He presumes 'Umar took an action contradictory to a correct saying, and not one Companion brought that to 'Umar's attention, despite their large number and their keeness to fulfill the ordinances of the Prophet, especially in a matter that relates to masses of people.
C. Er legt nahe, dass 'Umar mit voller Zustimmung aller Gefährten eine verwerfliche Handlung beging, die zu den großen Sünden gehört. Ein Zolleinnehmer (maks) betritt das Paradies nicht.
C. He suggests that 'Umar, with full approval of all the Companions, committed a denounced action that is one of the great sins. A maks collector does not enter heaven.
Dies ist ein offensichtlicher Widerspruch zur Anordnung des Propheten ﷺ, dass wir der Sunna der rechtgeleiteten Nachfolger folgen müssen, zu denen Umar gehört.
This is an obvious contradiction to the order of the Prophet that we must follow the tradition of the Wise Successors of whom Umar is one.
D. Seine letzte Aussage impliziert, dass 'Umar bin 'Abd al 'Aziz diese unterdrückerische Herrschaft 'Umars bin al Khattab abgeschafft hat. Es ist eine historische Tatsache, dass der spätere 'Umar bestrebt war, den Fußstapfen 'Umars bin al Khattab zu folgen, und aus diesem Grund wird er von vielen Historikern mit Ibn al Khattab verglichen. 'Umar bin 'Abd al 'Aziz schaffte drückende Abgaben und Praktiken der Umayyaden ab, seines eigenen Stammes, denn seine Liebe zu Gott und Seinem Gesandten erlaubte es ihm nicht, seiner Familie zu folgen. Es ist offensichtlich, dass 'Umar bin 'Abd al 'Aziz ungerechte Abgaben abschaffte, die über das Rechte und Angemessene hinausgingen, und die Zakat-Einnehmer anwies, bei ihrer Einschätzung und Erhebung gerecht und billig zu verfahren. Aus solchen Gründen wird er von vielen muslimischen Gelehrten der fünfte der Rechtgeleiteten Nachfolger genannt. Die Stellung 'Umar bin 'Abd al 'Azizs wird von Ibn Hazm erläutert, der von Zuraiq bin Hayyan al Dimashqi, einem Beauftragten in Ägypten, berichtet, dass 'Umar bin 'Abd al 'Aziz ihm geschrieben habe: „Kümmere dich um jeden Muslim, der bei dir vorbeikommt, und nimm von dem, was an seinem sichtbaren Vermögen (dem Handelsinventar, das er verwaltet) zu sehen ist, einen Dinar von je vierzig Dinar. Was darunter liegt, wird im entsprechenden Verhältnis erhoben.“50
D. His last statement implies that 'Umarr bin 'Abd al 'Aziz abolished this oppressive ruling of 'Umar bin al Khattab. It is a historical fact that the later 'Umar was keen to follow the footsteps of 'Umar bin al Khattab, and for that reason he is considered similar to Ibn al Khattab by many historians. 'Umar bin 'Abd al 'Aziz abolished oppressive levies and practices of the Umayyads, his own folks, because his love of God and his messenger would not allow him to follow his family. It is obvious that 'Umar bin 'Abd al 'Aziz abolished unjust dues that exceeded what was right and proper, and ordered zakah collectors to be fair and just in their estimation and collection. For reasons like this he is called the fifth of the Wise Successors by many Muslim scholars. The position of 'Umar bin 'Abd al 'Aziz is clarified by Ibn Hazm, who reports from Zuraiq bin Hayyan al Dimashqi, a commissioner in Egypt, that 'Umar bin 'Abd al 'Aziz wrote me, 'Look after whoever passes by you of Muslims and take from what is apparent of their wealth (the trade inventory they administer) at the rate of one dinar out of each forty dinar. What is less than that is charged proportionately.'"50
Was diese Untersuchung betrifft, so ist es die Auffassung, dass der Ausspruch „Auf Muslime gibt es keinen ʿUschr“ nicht dazu benutzt werden kann, die Erhebung gerechter Abgaben von muslimischen Menschen zu verbieten, wenn der islamische Staat sie benötigt. Dieser Ausspruch wird weder hinsichtlich seiner Authentizität noch hinsichtlich seiner Aussage anerkannt.
What concerns this study is that the saying "There are no 'ushr on Mulims" cannot be used to prohibit imposing just taxes on Muslim people when the Islamic state needs them. This saying is not accepted from the point of view of its authenticity as well as its indication.
Al-Maliqi, ein Malikit, sagt: „Die Auferlegung von Kharaj auf die Muslime unterliegt den jeweiligen öffentlichen Interessen. In unserer Rechtsschule besteht kein Zweifel daran, dass sie zulässig ist. Offensichtlich haben wir heute in Andalusien solche Bedürfnisse, besonders da wir den Feinden der Muslime Kriegsbeute zahlen, zusätzlich zu dem, was für öffentliche Dienstleistungen benötigt wird, und angesichts der Schwäche der Staatskasse. All dies bietet ausreichende Gründe für die Rechtmäßigkeit solcher Steuern im heutigen Andalusien. Wichtig ist jedoch, die benötigte Höhe festzulegen und nicht über diese hinaus Steuern aufzuerlegen. Dies bleibt dem Ermessen der islamischen Regierung überlassen.“53
Al Maliqi, a Malikite says, "Imposing 'kharaj' on Muslims is subject to the given public interests. There is no doubt in our school that it is permissible. It is obvious that we have such needs in Andalusia today, especially since we pay war booties to the enemies of Muslims, in addition to what is needed for public services and in regard to the weakness of the treasury. All this provides sufficient grounds for the lawfulness of such taxes in Andalusia today. What is important, though, is to determine the amount needed and not to impose taxes beyond that. This is left to the discretion of the Islamic government."53
Im ersten Abschnitt dieses Kapitels wurden die Ansichten von al-Ghazali und al-Shatibi angeführt, wonach es erlaubt ist, Steuern zu erheben, wenn die Not es erfordert und die öffentliche Staatskasse keine Mittel hat. Ibn Taimiyah vertritt eine ähnliche Auffassung: Er billigt Steuern, die gerecht und den Bedürfnissen angemessen sind, während er einige andere ablehnt, wie der Verfasser von Ghiyath al-Umam erwähnt.54 Das bedeutet, dass wir von jeder der vier großen Rechtsschulen Meinungen haben, wonach dann, wenn Bedürfnisse bestehen und die öffentliche Staatskasse nicht genügend Mittel hat, Steuern – unter bestimmten Bedingungen – auf Reiche erhoben werden dürfen.
In section one of this chapter, the views of al Ghazali and al Shatibi that it is permissible to impose taxes if need arises and there are no funds in the public treasury were cited. Ibn Taimiyah has similar view, and approves of taxes that are just and consistent with needs, while he disapproves of some others, as mentioned by the author of Ghiyath al Umam.54 This means we have opinions from each of the four major schools that when needs exist and the public treasury does not have sufficient funds taxes -- within certain conditions - may be levied on rich people.
3. It is lawful to cheat the government with regard to these levies, unless it is known that such an endeavor ends up putting more burden on other tax payers. If so, it is preferred that one not cheat in payment.57 Ibn Taimiyah says, "When communities are charged levies by oppressive authorities, whether on heads, or on their animals, trees or wealth, or are over-charged in zakah or kharaj or other levies that are not justified in Shari'ah (such as sales taxes), such charges must be justly distributed among the oppressed. No one of the people unjustly charged with such taxes has any right to throw his share of the collective burden on others. They are required to distribute the burden of those unjust taxes in a fair way, as if they were lawful, since from the point of view of collection and payment, people are forced to pay unjust taxes the same way they are forced to pay just taxes, The evil of unjust taxes is carried by those who impose and collect them and not by payers. Payers in such cases are required to pay their share of the burden fairly and justly. No one has the right to escape payment if such an escape throws the burden on others."58
416-417 und Tabaqat al-Shafi'iyah von Ibn as-Subki für die Biographie von Izz ad-Din ibn Abd as-Salam.
416-417 and Tabaqat al Shafi'iyah, by Ibn al Subki for the biography of Izz al Din bin 'Abd al Salam.
12. Al Islam al Muftara Alaih, von Muhammad al-Ghazali, S. 222-223.
12. Al Islam al Muftara Alaih, by Muhammad al Ghazali, pp. 222-223.
13. Biographie von al-Nawawi, von al-Sakhawi, gedruckt von Jam'iyat al-Nashr wa al-Ta'lif in al-Azhar, 1935.
13. Biography of al Nawawi, by al Sakhawi, printed by Jam'iyat al Nashr wa al Ta'lif in al Azhar, 1935.
16. Auf den Straßen, die dem Transport von Waren von einer Stadt zur anderen dienten, standen ʿUschr-Einnehmer, um die vorgeschriebene Abgabe einzuziehen. Von Ausländern wurden zehn Prozent erhoben, nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung, da auch muslimische Kaufleute im Ausland mit zehn Prozent belastet wurden, gemäß dem, was Abu Musa an ʿUmar schrieb. (Siehe al-Kharādsch von Yahyā ibn Ādam, S. 172.) Von Kaufleuten, die zu den Schutzbefohlenen gehörten, wurden fünf Prozent erhoben, entsprechend den mit ihnen geschlossenen Verträgen. (Siehe al-Amwāl, S. 532.) Dies gilt jedoch nicht für die Christen der Banū Taghlib, die aufgrund einer besonderen Vereinbarung abweichend behandelt wurden. Siehe Kapitel eins des zweiten Teils dieses Buches.
16. On roads used for transporting goods from one town to another,'ushr collectors used to stand to collect the required tax. Ten percent was collected from foreigners, on the basis of equal treatment, since Muslim merchants abroad were also charged ten percent, according to what Abu Musa wrote 'Umar. (See al kharaj by Yahya bin Adam p. 172) Five percent was collected from merchants who were people of the Pledge, in accordance with the treaties signed with them. (See al Amwal, p. 532.) This however does not apply to the Christians of bani Taghlib, who were treated differently by special agreement. See chapter one of part two of this book.
25. Überliefert von Abu Dawud im Kapitel über die Urteile, von Ibn Madscha im Kapitel über die Entscheidungen, von al-Hakim von Abu Hurairah. Al-Hakim stuft es als richtig ein nach den Kriterien von al-Bukhari und Muslim. Es wird auch von Ibn Habban als richtig eingestuft sowie von at-Tirmidhi, über Kathir bin 'Abd Allah bin 'Amr bin 'Awf al-Muzani, von seinem Vater, von seinem Großvater. At-Tirmidhi kommentiert: "gut, richtig". Die Version von at-Tirmidhi lautet: "Muslime sind an ihre Bedingungen gebunden, außer an eine Bedingung, die das Erlaubte verbietet oder das Verbotene erlaubt." Es wird eingewandt, dass Kathir sehr schwach sei, doch Ibn Hadschar kommentiert: "Diese Aussage gilt aufgrund ihrer zahlreichen Überlieferungsketten als gesichert." Al-Hakim überliefert sie von Anas und 'Aischa über eine schwache Kette, und at-Tabarani von Rafi bin Khadidsch über eine gute Kette, wie al-Munawi in at-Taisir, Band 2, S. 457, angibt. Al-Shawkani kommentiert: "Es ist kein Geheimnis, dass diese verschiedenen Aussagen und Ketten einander stützen. Somit lässt sich über den Wortlaut dieser Überlieferungen mindestens sagen, dass er gut ist." Siehe Nail al-Awtar, Band 5, S. 254, Kashf al-Khafa, Band 2, S. 209, und Faid al-Qadir, Band 6, S. 272.
25. Reported by Abu Daud in his chapter on judgements, Ibn Majah's chapter on rulings, al Hakim from Abu Hurairah. Al Hakim grades it correct according to the criteria of al Bukhari and Muslim. It is also graded correct by Ibn Habban, and by al Tirmidhi, through Kathir bin 'Abd Allah bin 'Amr bin 'Awf al Muzani from his father from his grandfather. Al Trirmidhi comments, "good correct." The version of al Tirmidhi reads, " Muslims are bound by their conditions, except a condition that makes unlawful what is lawful or makes lawful what is prohibited." It is objected that Kathir is very weak, but Ibn Hajar comments, "This saying is considered by its numerous chains." Al Hakim reports it from Anas and A'aishah via a weak chain, and al Tabarani from Rafi bin Khadij via a good chain, as stated by al Munawai in al Taisir, Vol. 2, p. 457. Al Shawkani comments, "It is no secret that these different sayings and chains support each other. Thus, the least that can be said about the text of these narrations is that it is good." See Nail al Awtar, Vol. 5, p. 254, Kashf al Khafa, Vol. 2, p. 209, and Faid al Qadir, Vol. 6, p. 272.
26. Überliefert von der Gruppe.
26. Reported by the group.
27. Überliefert von Ahmad über Ibn Lahi'ah, und von at-Tabarani, der hinzufügt: „Damit ist der Einnehmer des ʿUschr gemeint.“ Siehe at-Targhib, Band 1, S. 568.
27. Reported by Ahmad via Ibn Lahi'ah, and by al Tabarani, who adds, "It means 'ushr collector." See al Targhib, Vol. 1, p. 568.
28. Überliefert von Abu Daud, Ibn Khuzaimah und al-Hakim über Muhammad bin Ishaq. Al-Hakim bezeichnet sie als „richtig nach den Kriterien Muslims“. Al-Mundhiri fügt hinzu: „Doch Muslim überliefert von Muhammad bin Ishaq nur unterstützende Überlieferungen.“ Siehe at-Targhib, Bd. 1, S.
28. Reported by Abu Daud, Ibn Khuzaimah, and al Hakim via Muhammad bin Ishaq. Al Hakim calls it "correct according the criteria of Muslim." Al Mundhiri adds, 'but Muslim only reports from Muhammad bin Ishaq supporting narrations." See al Targhib, Vol. 1, pp.
566-567.
566-567.
29. In Majma' al-Zawa'id, Bd. 3, S. 88, erwähnt al-Haithami den Ausspruch in verschiedenen Fassungen, überliefert aus al-Mu'jam al-Kabir und al-Mu'jam al-Awsat, beide von at-Tabarani, sowie von Ahmad. Er fügt hinzu: „Die Männer in der Überlieferungskette des Ahmad gehören zu denen der zuverlässigen Sammlungen, mit Ausnahme von ‚Ali bin Zaid, der kritisiert wird, den jedoch manche dennoch für vertrauenswürdig halten.“
30. An-Nihaya von Ibn al-Athir, Bd. 4, S. 110.
29. In Majma' al Zawa'id Vol. 3, p. 88, al Haithami mentions the saying in different versions, as quoted from al Mu'jam al Kabir and al Mu'jam al Awsat both of al Tabarani and from Ahmad. He adds, "The people of the chain of Ahmad are those of the correct collections except 'Ali bin Zaid, who is criticized and who is nevertheless considered trustworthy by some." 30. Al Nihaya, by Ibn al Athir, Vol. 4, p. 110.
33. Al-Kaba'ir von al-Dhahabi, S. 119, al-Bayan-Ausgabe, Beirut. Al-Dhahabi definiert das Wort maks nicht genau; er sagt lediglich: „Der Steuereintreiber (maks) ist ein wahrer Helfer der Unterdrücker. Er ist sogar selbst einer der Unterdrücker, denn er nimmt, was ihm nicht zusteht, und gibt es denen, die es nicht verdienen.“ Ibn Hajar al-Haitami vertritt in seinem al-Zawajir eine ähnliche Ansicht.
33. Al Kaba'ir by al Dhahabi, p. 119, al Bayan print, Beirut. Al Dhahabi does not define the word maks exactly; he only says "The maks collector is a real helper of oppressors. He is in fact one of the oppressors, since he takes what is not due and gives it to those who do not deserve it." Ibn Hajar al Haitami in his al Zawajir has a similar view.
35. Al-Haithami sagt in Majma' al-Zawa'id, Bd. 3, S. 87: „Überliefert von Ahmad, Abu Ya'la und al-Bazzar. In seiner Kette befindet sich ein Überlieferer, dessen Name nicht angegeben ist, die übrigen Überlieferer aber sind vertrauenswürdig."
36. Überliefert von Ahmad, Bd. 3, S. 474, über 'Ata bin al-Sa'ib, von einem Mann aus dem Stamm Bakr bin Wa'il, von dessen Onkel, der sagte: „O Gesandter Gottes, soll ich von meinem Stamm den 'Ushr einsammeln?" Der Prophet ﷺ sagte: „Der 'Ushr wird nur auf ... erhoben ..." Ebenso wird überliefert über 'Ata von Harb bin 'Ubaid Allah al-Thaqafi von dessen Onkel, sowie über 'Ata' von Harb bin Hilal al-Thaqafi von Abu Umayyah, der aus dem Stamm der Taghlib stammt und der hörte, wie der Prophet ﷺ sagte: „Auf den Muslimen liegt kein 'Ushr ..." Ebenso überliefert Abu Daud von Harb bin 'Ubaid Allah bin 'Umair von seinem mütterlichen Großvater, von dessen Vater, bis zum Propheten ﷺ hinauf. Siehe Mukhtasar al-Sunan, Aussprüche Nr. 2924, 2926 und 2927, Bd. 4, S. ...
35. Al Haithami in Majma' al Zawa'id, Vol. 3, p. 87, says, "Reported by Ahmad, Abu Ya'la, and al Bazzar. In its chain is a narrator whose name is not given but the rest of the narrators are trustworthy." 36. Reported by Ahmad, Vol. 3, p. 474, via 'Ata bin al Sa'ib, from a man of the tribe of Bakr bin Wa'il from the man's uncle, who said, "O Messenger of God, should I collect 'ushr from my clan?" The Prophet said, "The 'ushr are only on . . . ." The same is reported via 'Ata from Harb bin 'Ubaid Allah al Thaqafi from his uncle, and from 'Ata' from Harb bin Hilal al Thaqafi from Abu Umayyah, who is from the tribe of Taghlib, and who heard the Prophet (p) says "There are no 'ushr on Muslims . . . ." Also reported by Abu Daud from Harb bin 'Ubaid Allah bin 'Umair from his maternal grandfather, from the latter's father linked up to the Prophet. See Mukhtasar al Sunan, sayings no. 2924, 2926, and 2927 Vol. 4, pp.
253-254, und die Anmerkungen von al-Mundhiri. ʿAbd al-Haqq sagt: „Dies ist eine Überlieferung, deren Überlieferungskette umstritten ist, und ich kenne sie nicht über eine annehmbare Kette.“ Ibn al-Qaffal sagt: „Ibn Maʿin wurde nach Harb gefragt und antwortete: ‚Er ist bekannt, aber das genügt nicht, um ihn als vertrauenswürdig anzusehen. Viele bekannte Personen werden nicht als Überlieferer von Aussprüchen akzeptiert. Was Harbs Großvater betrifft, so kennt ihn niemand; noch schlimmer steht es um den Vater des Letzteren!‘“ Al-Munawi sagt: „Al-Bukhari überliefert es in seinem at-Tarikh al-Kabir, wobei er die Störung in ihrer Kette erwähnt, und kommentiert: ‚Für diese Überlieferung gibt es keine Stütze.‘“ At-Tirmidhi führt in dem Kapitel über die Zakah unter dem Titel „keine Dschizya für Muslime“ diesen Ausspruch ohne jegliche Kette an. Ahmad überliefert ihn in seinem Musnad. Al-Haythami sagt: „In der Kette befindet sich ʿAta, der geistig gestört war, doch der übrige Teil der Kette ist vertrauenswürdig.“ Siehe al-Faid, Bd. 2, S. 561. Seltsamerweise erwähnt al-Munawi in at-Taisir, Bd. 1, S. 358, dass seine Kette gut bzw. korrekt sei.
253-254, and the comments of al Mundhiri. 'Abd al Haqq says, "This is a saying whose chain is disputed and I know it not via an acceptable chain." Ibn al Qaffal says, "Ibn Ma'in was asked about Harb and answered, "he is know but this is not sufficient to consider him trustworthy. Many known persons are not accepted as narrators of sayings. As for Harb's grandfather, no one knows him, it is worse when it comes to the latter's father!" Al Munawi says, "Al Bukhari reports it in his al Tarikh al Kabir, mentioning the disturbance in its chain, and comments, 'There is no support for this narration.'" Al Tirmidhi, in the chapter on zakah under the title 'no jiziah on Muslims, mentions this saying without any chain. Ahmad in his Musnad reports it. Al Haithami says, "In the chain is 'Ata who was mentally disturbed, but the rest of the chain is trustworthy." See al Faid, Vol. 2, p. 561. Strangely enough, al Munawi mentions in al Taisir, Vol. 1, p. 358, that its chain is good or correct.
37. Al-Taisir, ebenda.
37. Al Taisir, Ibid.
38. Lisan al-'Arab, unter den Buchstaben „m k s“.
39. Faid al-Qadir, Bd. 6, S. 449.
38. Lisan al 'Arab, under the letters "m k s." 39. Faid al Qadir, Vol. 6, p. 449.
46. Ahkam al Dhimiyyn wa al Musta'minin fi Dar al Islam von 'Abd al Karim Zaidan, Kapitel über Gewerbesteuern.
46. Ahkam al Dhimiyyn wa al Musta'minin fi Dar al Islam by 'Abd al Karim Zaidan, chapter on business taxes.
47. Sunan al-Tirmidhi, Kapitel über die Zakat, Überschrift „Keine Dschizya von Muslimen“.
48. Al-Taisir, Sharh al-Jami' al-Saghir, Bd. 1, S. 368.
47. Sunan al Tirmidhi, chapter on zakah, title "no jiziah on Muslims." 48. Al Taisir, Sharh al Jam'al Saghir, Vol. 1, p. 368.
49. Al Amwal, a.a.O., S. 704.
49. Al Amwal, op. cit, p. 704.
50. Al Muhalla, Bd. 6, S. 66.
50. Al Muhalla, Vol. 6, p. 66.
51. Radd al-Muhtar, Bd. 2, S. 58.
51. Radd al Muhtar, Vol. 2, p. 58.
52. Ebd., S. 59.
52. Ibid, p. 59.
53. Tahdhib al Furuq wa al Qawa'id al Saniyah, von Muhammad 'Ali bin Husain, gedruckt am Rand von al Furuq von al Qarafi, Bd. 1, S. 141.
53. Tahdhib al Furuq wa al Qawa'id al Saniyah, by Muhammad 'Ali bin Husain, printed on the margins of al Furuq by al Qarafi, Vol. 1, p. 141.
54. Ghiyath al-Umam, wie in Kashf al-Zunun, Bd. 2, S. 1213, im Kapitel über die Regierung erwähnt, von al-Juwaini, einem Schafiiten, der im Jahre 478 n. H. verstarb.
54. Ghiyath al Umam, as mentioned in Kashf al Zunun, Vol. 2, p.1213, chapter on government by al Juwaini, a Shafi'ite, who died the year 478 H.