3.3 Kapitel drei: Zakāh auf Gold und Silber
3.3 Chapter Three Zakah On Gold And Silver
Gold und Silber sind wertvolle Edelmetalle. Viele Nationen haben Gold als Geld und als Maßstab des Wertes verwendet. Die Scharia betrachtet Gold und Silber ihrer Definition nach als wachsenden Reichtum, und sie unterliegen der Zakah, gleichgültig, ob sie in Form von Münzen oder Barren verwendet werden oder sogar als Schmuck und dekorative Materialien. Sie unterliegen jedoch einer anderen Regelung, wenn sie als Schmuck und Geschmeide für Frauen verwendet werden. Dieses Kapitel besteht aus zwei Abschnitten: der eine widmet sich der Zakah auf Geld, der andere der Zakah auf Geschmeide und Schmuck.
Gold and silver are useful precious metals. Many nations have used gold as money and a measure of value. Shari'ah considers gold and silver growing wealth by definition, and they are zakatable whether they are used in the form of coins or bullion, or even as ornaments and decorative materials. However, they carry a different ruling when they are used as women's ornament and jewelry. This chapter will have two sections, one devoted to zakah on money and another to zakah on jewelry and ornament.
ABSCHNITT EINS: ZAKAT AUF GELD
SECTION ONE ZAKAH ON MONEY
Die Rolle und Entwicklung des Geldes
The role and development of money
Tauschhandel war die Form des Austauschs bei primitiven Stämmen. Als Gesellschaft und Handel wuchsen, konnte der Tauschhandel nicht alle Transaktionen befriedigen, weil es schwierig war, einen anderen Partner zu finden, der genau das tauschen wollte, was die erste Partei wollte. Gott leitete die Menschheit dazu an, Geld als Tauschmittel und als Wertmaßstab zu verwenden, um Austausch und Transaktionen zu erleichtern.1 Der Mensch verwendete viele Gegenstände als Geld, bis der Aufstieg der Edelmetalle einsetzte. Gold und Silber beherrschten über Jahrhunderte den internationalen und nationalen Handel, aufgrund der natürlichen physischen Eigenschaften, die Gott in sie gelegt hatte.2
Barter was the method of exchange for primitive tribes. Once society and trade grew, barter could not satisfy all transactions because of the difficulty of finding another party that wants to exchange exactly what the first party wants. God guided humanity to use money as a medium of exchange and a measure of value in order to facilitate exchanges and transactions.1 Man used many items as money until the rise of precious metals. Gold and silver dominated international and national trade for centuries because of the natural physical characteristics God implanted in them.2
Geld, das zur Zeit des Propheten Muhammad ﷺ verwendet wurde
Money used at the time of the Prophet Muhammad
Als der Gesandte (s) Offenbarungen empfing, verwendeten die Araber diese beiden Metalle als Geld. Gold wurde in Form der Münze Dinar genutzt, Silber in Form der Münze Dirham. Dinare und Dirhame kamen aus den benachbarten Königreichen nach Arabien, Gold hauptsächlich von den Byzantinern und Silber hauptsächlich aus dem Persischen Reich. Die Dirhame hatten unterschiedliches Gewicht, schwere und leichte, und so benutzten die vorislamischen Bewohner Makkas Silberdirhame nach Gewicht und nicht nach Stückzahl, als wären sie nicht geprägt. Sie hatten ihr eigenes Gewichtsmaßsystem, das aus dem Ratl (entspricht zwölf Uqiyyah), der Uqiyyah (entspricht 40
When the Messenger (p) was receiving revelation, Arabs used these two metals as money. Gold was used in the form of the coin dinar, and silver in the form of the coin dirham. Dinars and dirhams came to Arabia from the neighboring kingdoms, gold mainly from the Byzantines and silver mainly from the Persian Empire. Dirhams had different weight, heavy and light, and so pre-Islamic Makkans used silver dirhams by weight and not by number, as if they were not minted. They had their weight measure system, which is composed of ratl (equals twelve uqiyyah), uqiyyah (equals 40
dirham), nash (entspricht 20 Dirham bzw. einer halben Uqiyya) und nawat (entspricht fünf Dirham).3 Der Prophet ﷺ sagte: „Das Gewichtsmaß ist das der Leute von Mekka.“4 Er machte die Zakah auf Dirham und Dinar zur Pflicht, wie wir noch sehen werden. Dadurch erhielten Gold und Silber in den muslimischen Ländern den Status anerkannter Währung. Sie unterliegen inzwischen vielen scharia-rechtlichen Bestimmungen in zivil- und handelsrechtlichen Transaktionen, zusätzlich zur Zakah, und dienen als Maßstab zur Bestimmung vieler Werte, etwa von Brautgaben, Lösegeldern und dem Nisab bei der Zakah.
dirhams), nash (equals 20 dirhams or one-half uqiyyah), and nawat (equals five dirhams).3 The Prophet (p) said "The weight [measurement system] is that of the Makkans."4 He obligated zakah on dirhams and dinars, as we will see. This gave gold and silver recognized status as currency in Muslim lands. They have come to be subject to many Shari'ah rulings in transactions related to civil and commercial matters in addition to zakah and they are used as measures in determining many values, such as dowries, ransoms, and nisab in zakah.
Belege für die Pflicht zur Zakāt auf Geld
Evidence for the obligation of zakah on money
Die Pflicht der Zakah auf Vermögen ist durch den Qur'an, die Sunnah und den Konsens (Ijma') bestätigt.
The obligation of zakah on money is confirmed by the Qur'an, Sunnah, and ijma'.
Gott sagt: „Und es gibt jene, die Gold und Silber horten und es nicht auf dem Weg Gottes ausgeben. Verkünde ihnen eine schmerzliche Strafe an dem Tag, an dem dieser Reichtum im Feuer der Hölle erhitzt wird und damit ihre Stirnen, ihre Seiten und ihre Rücken gebrandmarkt werden. Dies ist der Schatz, den ihr für euch selbst gehortet habt. So kostet nun den Schatz, den ihr angehäuft habt.“ 5 Diese beiden Verse weisen – mit einer eindringlichen Warnung – darauf hin, dass Gott auf Gold und Silber ein Recht hat. Die Worte „und nicht ausgeben“ beziehen sich auf den monetären Charakter von Gold und Silber, da Geld ausgegeben werden kann.
God says, "and there are those who hoard gold and silver and spend it not in the way of God. Announce unto them a most grevious penalty on the day when heat will be produced out of that wealth in the fire of Hell and with it will be branded their foreheads, their flanks, and their backs. This is the treasure which ye hoarded for yourselves. Taste ye then the treasure ye buried."5 These two verses indicate--with a strong warning--that there is a right for God on gold and silver. The words "and do not spend it" refer to the monetary character of gold and silver, since money can be spent.
Der Vers sagt „und nicht ausgeben“ statt „sie“, weil sich „es“ auf das Geld bezieht, während das Pronomen „sie“ auch auf Gold und Silber hätte bezogen werden können. Diese Verse weisen außerdem darauf hin, dass für zwei böse Handlungen eine schwere Strafe verheißen ist: das Horten und das Sich-Enthalten vom Ausgeben für die Sache Gottes. Zweifellos ist das Nichtzahlen der Zakat die offensichtlichste Form des Sich-Enthaltens vom Ausgeben für die Sache Gottes.
The verse says ''do not spend it" instead of "them" because "it" refers to money, while the pronoun "them" could have been used to refer to gold and silver. These verses indicated also that there is grevious penalty promised for two evil actions, hoarding and abstention from spending for the sake of God. No doubt non-payment of zakah is the most obvious sort of abstention from spending for the sake of God.
Die Sunna erläutert diese Verse näher. Muslim überliefert von Abu Hurairah, dass der Gesandte (ﷺ) sagte: „Wer Gold oder Silber besitzt und nicht dessen Abgabe entrichtet, dem wird am Tag der Auferstehung sein Besitz zu Platten aus Feuer gemacht, die im Feuer der Hölle erhitzt werden, und damit wird ihm die Stirn, die Seiten und der Rücken gebrandmarkt. Sobald sie abgekühlt sind, werden sie wieder erhitzt, an einem Tag, dessen Länge fünfzigtausend Jahre beträgt, bis über die Diener Gottes gerichtet wird; danach wird ihm sein Weg gezeigt, entweder zum Garten oder zum Feuer.“ All diese Warnung gilt für das Nichtentrichten der Abgaben auf Gold und Silber. Eine andere Überlieferung dieses Ausspruchs gibt die Bedeutung dieser Abgabe als Zakah an: „Wer einen Schatz besitzt und dessen Zakah nicht entrichtet, dem wird er im Feuer der Hölle erhitzt ...“ usw. In dem Ausspruch von Anas, der die Vorschriften der Zakah darlegt, die Gott Seinem Gesandten auferlegt hat, wie sie Abu Bakr an Anas schrieb, als er nach Bahrain gesandt wurde: „Und auf Silber gilt: bei jeweils zweihundert Dirham beträgt die Abgabe ein Viertel oder ein Zehntel. Sind es nur einhundertneunzig Dirham, so sind sie nicht zakatpflichtig, es sei denn, der Besitzer gibt freiwillig.“ Was den Ijma' betrifft, so sind sich die Muslime in allen Generationen einhellig einig, dass die Zakah auf diese beiden Währungen verpflichtend ist.
Der Grund für die Zakatpflicht auf Geld
The reason for the zakatability of money
Geld sollte immer im Umlauf sein; das Horten von Geld schmälert seinen Nutzen und führt zur Stagnation im Geschäftsleben, zur Ausbreitung der Arbeitslosigkeit und allgemein zu einem Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. Das Horten kann zuweilen epidemisch werden, und Ökonomen fürchten es so sehr, dass einige vorschlagen, Währungen mit einem festgelegten Verfallsdatum auszugeben, die somit nicht gehortet werden können. Diese Art von Währung nennen sie „schmelzendes Geld“.9 Einige westliche Ökonomen erproben eine andere Idee, um das Horten zu entmutigen: Sie wollen Papiergeld monatlich Wertmarken entziehen, um seinen Wert zu senken und sein Horten zu verhindern.10 Diese Mittel zielen darauf ab, den Umlauf zu fördern und das Horten zu bestrafen, sind jedoch von Komplexitäten und praktischen Schwierigkeiten umgeben; dennoch bekräftigen sie alle den islamischen Standpunkt gegen das Horten. Indem der Islam eine Abgabe von zweieinhalb Prozent pro Jahr vorschreibt, ermutigt er die Menschen, Geld zu investieren, denn andernfalls würden die Zakat-Zahlungen Jahr für Jahr das gesamte Kapital aufzehren. So drängte der Prophet ﷺ die Vormünder von Waisen, die Gelder der Waisen zu investieren, damit sie nicht durch die Zakat verzehrt würden.11 Diese Aufforderung betrifft die Investition der Gelder von Waisen, da zu erwarten ist, dass Erwachsene ihr eigenes Vermögen nicht vernachlässigen werden, aufgrund des inneren Antriebs, reicher zu werden, während Waisen über ihr eigenes Vermögen nicht verfügen können.
Money should always be circulating; hoarding money diffuses its usefulness and leads to stagnation in business, the spread of unemployment, and regression in economic activity in general. Hoarding can become epidemic sometimes, and it is feared by economists to the degree that some propose the issuance of currency that has a determined expiration date and thus cannot be hoarded. They call this kind of currency "melting money".9 Some Western economists experiment with another idea to discourage hoarding, by cutting off monthly vouchers from paper currency, in order to reduce its value and prevent its hoarding.10 These means aim at enhancing circulation and penalizing hoarding, but they are surrounded by complexities and practical difficulties; however, they all reaffirm the Islamic point of view against hoarding. By imposing a due of two-and-a-half percent every year, Islam encourages people to invest money , for otherwise zakah payments year after year will use up all the capital. Thus the Prophet (p) urged the guardians of orphans to invest the funds of orphans in order that they would not be consumed by zakah.l1 This urging comes for investment of the funds of orphans since it is expected that adults would not neglect to invest their own wealth, because of the inner impulse to be richer, while orphans do not have control over their own wealth.
Der Zakat-Satz auf Geld
The rate of zakah on money
Unter den Muslimen herrscht einhellige Übereinstimmung darüber, dass der Satz der Zakat auf Geld zwei und ein halb Prozent beträgt. Der Verfasser von al-Mughni sagt: „Mir ist kein Streit unter den Gelehrten bekannt, dass die Zakat auf Gold und Silber ein Viertel von einem Zehntel beträgt.“ Dies wird authentisch vom Propheten ﷺ überliefert: „Auf Silber ist ein Viertel von einem Zehntel fällig.“12 Offensichtlich macht die Scharia den Satz der Zakat auf Geld niedrig, denn er wird sowohl auf das Kapital als auch auf den angesammelten Gewinn berechnet. Dieser Satz ist weit niedriger als der Zehnte oder Zwanzigste, der auf Feldfrüchte und Früchte erhoben wird, doch Feldfrüchte und Früchte verhalten sich zum Land wie der Gewinn zum Kapital. Die Zakat auf Früchte und Feldfrüchte wird nur auf den Ertrag berechnet, während die Zakat auf Geld vom Kapital selbst entnommen wird, unabhängig davon, ob es tatsächlich wächst oder nicht und ob es im Laufe des Jahres einen Gewinn erzielt hat oder nicht.
There is unanimous agreement among Muslims that the rate of zakah on money is two and a half percent. The. author of al Mughni says, "I am aware of no dispute among scholars that zakah on gold and silver is one-fourth of a tenth." This is authentically reported from the Prophet (p): ''On, silver, one-fourth of a tenth is due."12 It is apparent that Shari'ah makes the rate of zakah low on money, because it is calculated on both principal and accumulated profit. This rate is much lower than the one-tenth or one-twentieth imposed on crops and fruits, but crops and fruits to land are like profit to capital. Zakah on fruits and crops is calculated only on the profit, while zakah on money is taken from the capital itself, whether it actually grows or not and whether it has made profit during the year or not.
Ist es möglich, diesen Satz heute noch zu erhöhen?
Is it possible to increase this rate today?
Einige nicht spezialisierte Autoren vertreten die Ansicht, dass die Erträge der Zakah, so wie sie in der Scharia geregelt ist, nicht ausreichen könnten, um alle komplexen Bedürfnisse des heutigen Lebens zu decken, besonders angesichts sich wandelnder wirtschaftlicher Verhältnisse. Daher bestehe die Notwendigkeit, die Bestimmungen zur Zakah zu überarbeiten und möglicherweise den Zakah-Satz auf Geld anzuheben.13
Some non-specialized writers argue that the proceeds of zakah as regulated in Shari'ah may not be sufficient to satisfy all the complex needs of today's life, especially with changing economic circumstances, so there is a need for revising the regulations of zakah and possibly raising the rate of zakah on money.13
Ich lehne diesen Vorschlag aus folgenden Gründen ab:
I reject this proposal on the following grounds:
1. Es widerspricht klaren und authentischen Texten aus der Sunnah des Gesandten Gottes und seiner weisen Nachfolger. Wir sind angehalten, an dieser Sunnah festzuhalten, und Gott warnt uns vor den Folgen, wenn wir von ihr abweichen. Gott spricht: „Darum sollen sich vor denen in Acht nehmen, die dem Befehl des Gesandten zuwiderhandeln, dass nicht eine Prüfung sie treffe oder eine schmerzhafte Strafe sie ereile."14
1. It contradicts clear and authentic texts from the Sunnah of the Messenger of God and his Wise Successors. We are ordained to hold strongly to this Sunnah and are warned by God about the consequences of deviating from it. God says, "Then let those beware who withstand the Apostle's order, lest some trial befall them or a grevious penalty be inflicted on them."14
2. Dies steht im Widerspruch zum Ijma' aller Muslime über vierzehn Jahrhunderte hinweg, in deren Verlauf sich viele soziale und wirtschaftliche Veränderungen vollzogen und viele innere und äußere politische Lagen wandelten. Es entstanden Bedürfnisse nach zusätzlichen Mitteln, und die Staatskasse leerte sich mehrfach, doch trotz all dessen hat kein einziger muslimischer Gelehrter eine Änderung des Zakat-Satzes vorgeschlagen.
2. It is in opposition to the ijma of all Muslims throughout fourteen centuries, during which many social and economic changes took place and many internal and external political situations changed. Needs arose for additional funds and the state treasury emptied many times, but in spite of all that, not a single Muslim scholar suggested a change in the rate of zakah.
3. Dieser Idschma wird dadurch gestützt, dass die muslimischen Gelehrten stets an zusätzliche Abgaben neben der Zakah gedacht haben. Wäre der Satz der Zakah veränderlich, weshalb hätten sie dann zusätzliche Abgaben einführen sollen? Schon die Erörterung zusätzlicher Steuern zeigt, dass die Sätze der Zakah festgelegt sind.
Nisab des Geldes
Nisab of money
Der allgemein anerkannte Ausspruch lautet: „Auf weniger als fünf Uqiyya an Silbermünzen wird keine Sadaqa erhoben.“15 Eine Uqiyya entspricht nach vielen Texten und dem Konsens (Ijma‘), wie ihn an-Nawawi überliefert, 40 Dirham.16 Fünf Uqiyya entsprechen somit 200 Dirham. Da Silbermünzen zur Zeit des Propheten ﷺ vorwiegend von den Arabern verwendet wurden,17 bestimmen die Aussprüche also das Nisab und die Sätze bei Silbermünzen. Diese werden von den muslimischen Gelehrten nicht bestritten.18
The agreed-upon saying states, "There is no sadaqah on anything less than five uqiyyah of silver currency."15 uqiyyah equals 40 dirhams, according to many texts and ijma, as quoted be al Nawawi.16 Thus five uqiyyah equals 200 dirhams. It seems, however, that silver currency was predominantly used by Arabs at the time of the Prophet (p),17 so the sayings determine nisab and rates on silver currency. These are not disputed by Muslim scholars.18
Was den Goldwährungsdinar betrifft, so gibt es keine Überlieferungen, die sein Nisab bestimmen, oder zumindest nicht so starke und allgemein bekannte Überlieferungen wie die über Silber. Daher ist das Nisab für Gold nicht einstimmig vereinbart, doch die große Mehrheit der Gelehrten vertritt die Ansicht, dass das Nisab beim Gold 20 Dinare beträgt. Von al-Hasan al-Basri wird einmal überliefert, dass es 40 Dinare seien, und einmal, dass es 20 Dinare seien.19 Das Nisab beim Gold ist unabhängig von dem beim Silber, außer nach Taus, der Gold anhand von Silber bewertet. Daher ist nach seiner Auffassung eine Menge Gold, deren Wert 200 Dirham beträgt, das Nisab.19 Eine ähnliche Ansicht wird auch von 'Ata al-Zuhri, Sulaiman bin Harb, Ayyub und al-Sakhtiani überliefert.20
As for gold currency (dinar) we have no sayings determining its nisab, or at least not as strong and commonly known sayings as those about silver. Hence the nisab of gold is not agreed upon unanimously, but the great majority of scholars are of the opinion that nisab on gold is 20 dinars. It is reported from al Hasan al Basri once that it is 40 dinars, and once that it is 20 dinars.19 Nisab on gold is independent from that on silver, except according to Taus, who evaluates gold by silver. Hence, according to him, an amount of gold whose value is 200 dirhams is the nisab.19 A similar view is also reported from 'Ata al Zuhri, Sulaiman bin Harb, Ayub and al Sakhtiani.20
Widerlegung eines Einwands
Disproving an objection
Manche argumentieren, dass die Ansicht des al-Hasan, das Nisab betrage 40 Dinar, gemäß einer Überlieferung von ihm, durch die Aussage von ʿAmr ibn Hazm gestützt werden könne, den der Prophet ﷺ einen Brief schreiben ließ. Dieser Brief fährt nach der Erwähnung des Nisab beim Silber fort: „und auf je 40 Dinar ist ein Dinar fällig.“36 Dieses Argument lässt sich leicht widerlegen, und zwar durch den zitierten Text selbst, der offensichtlich vom Satz der Zakah und nicht vom Nisab handelt.
Some argue that al Hasan's opinion according to one version of the report from him-- that nisab is 40 dinars, may be supported by the saying from 'Amr bin Hazm that the Prophet (p) wrote for him. That letter continues, after the mention of the nisab of silver, "and on each 40 dinars there is due one dinar."36 One can easily disprove this argument by the very text cited, which talks obviously about the rate of zakah and not about nisab.
Dirham und Dinar im Schari'a-Recht
Dirhams and dinars in Shari'ah
Um das Bild der Zakat auf Gold und Silber vollständig zu machen, ist es unerlässlich herauszufinden, wie viel der Dirham aus Silber und der Dinar aus Gold heute genau wert sind. Auf dieser Grundlage können wir dann den heutigen Gegenwert des Nisab bestimmen. Viele Gelehrte, frühe wie spätere, haben sich darum bemüht, die genaue Menge des Dirham und des Dinar zu ermitteln. Dazu gehören Abu 'Ubaid in al-Amwal,37 al-Baladhuri in Futuh al-Buldan,38 al-Khattabi in Ma'alim as-Sunan,39 al-Mawardi in al-Ahkam as-Sultaniyyah,40 an-Nawawi in al-Majmu'41, al-Maqrizi in Ancient Islamic Currencies,42 Ibn Khaldun in der Einleitung43 sowie mehrere andere.
It is essential in order to complete the picture of zakah on gold and silver to find out how much, exactly, is the dirham of silver and the dinar of gold worth today. We can then determine the current equivalent of nisab. Many scholars early and late, have attempted to find out the exact quantity of the dirham and dinar. They include Abu 'Ubaid in al Amwal,37 al Baladhari in Futuh al Buldan,38 al Khattabi in Ma'alim al Sunan39, al Mawardi in al Ahkam al Sultaniyah,40 al Nawawi in al Majmu'41, al Maqrizi in Ancient Islamic Currencies,42 Ibn Khaldun in the Introduction,43 and several others.
Ibn Khaldun fasst zusammen: „Man muss sich darüber im Klaren sein, dass seit den frühen Zeiten des Islam, der Epoche der Gefährten und der Nachfolger, einstimmig vereinbart wurde, dass der Dirham im Schari'ah-Recht derjenige ist, von dem zehn an Gewicht sieben Mithqal Gold entsprechen. Die Uqiyyah beträgt 30"
Ibn Khaldun summarizes, "One must realize that it is unanimously agreed upon since the early ages of Islam, the era of the Companions and Followers, that the dirham in Shari'ah is that ten of which equal in weight seven mithqal of gold. Uqiyyah is 30
Dirham. Folglich entspricht das Gewicht eines Dirham Silber sieben Zehnteln des Gewichts eines Dinar Gold. Ein Dinar aus reinem Gold entspricht 72 Gerstenkörnern von durchschnittlichem Gewicht; somit wiegt ein Dirham fünfundfünfzig Gerstenkörner. All diese Maße sind durch einhellige Übereinstimmung bestätigt." Der Dinar [der mit dem Mithqal identisch ist] veränderte sich nicht aus der Zeit vor dem Islam.
Nisab des nichtmetallischen Geldes
Nisab of non-metal money
Heutzutage wird in allen Ländern im Zahlungsverkehr überwiegend Papiergeld verwendet, und Gold und Silber sind als Zahlungsmittel aus dem Umlauf verschwunden. Was ist dann das Nisab des Papiergeldes? Ist es das des Silbers oder das des Goldes? Es ist offensichtlich, dass 20 Dinar Gold (85 Gramm)
Paper currency is now predominantly used in transactions in all countries, and gold and silver have disappeared from circulation as currencies. What is, then the nisab of paper money? Is it that of silver or gold? It is apparent that 20 dinar of gold (85 grams)
und 200 Dirham Silber (595 Gramm) sind heute nicht mehr im Wert gleich, so wie sie zur Zeit des Propheten ﷺ gleich waren.
and 200 dirhams of silver (595 grams) are no longer equal in value to each other as they were at the time of the Prophet (p).
Es ist zu erwarten, dass manche Gelehrte, da es sich hier um eine Frage menschlichen Urteilsvermögens handelt, das Nisab des Silbers für das Geld, das nicht aus Metall besteht, als am angemessensten betrachten, weil es ausdrücklich durch die Sunnah und den Ijma' bestimmt ist und es beim heutigen Wert der kleinere der beiden Beträge ist; seine Verwendung als Nisab käme daher den Armen mehr zugute. Vielleicht ist dies der Grund, weshalb es in Ländern wie Ägypten, Saudi-Arabien, den Golfstaaten, Indien und Pakistan allgemein verwendet wird.52 Andere Gelehrte neigen dazu, das Nisab des Goldes für angemessener zu halten, weil der Wert des Goldes über die Jahrhunderte nicht so stark schwankte wie der Wert des Silbers.53 Zu den Gelehrten, die das Goldnisab befürworten, gehören der verstorbene Abu Zahrah, Khallaf und Hasan.54 Diese Ansicht lässt sich durch den Vergleich des Nisab beim Gold mit dem Nisab bei Kamelen, Schafen und Feldfrüchten stützen, denn man stellt fest, dass das Nisab des Goldes bei den heutigen Preisen eher dem Nisab anderer Vermögensgegenstände entspricht als dem Nisab des Silbers. Fünf Kamele oder 40
It is expected that since this is a matter of human reasoning, some scholars will be inclined to consider the nisab of silver most appropriate for non-metal money because it is determined explicitly by Sunnah and ijma', and it is the smaller amount of the two in today's value, so using it as nisab would be of more benefit to the poor. This is perhaps why it is commonly used in countries like Egypt, Saudi Arabia, the gulf states, India, and Pakistan.52 Other scholars tend to consider the nisab of gold more appropriate because the value of gold did not change through the centuries as much as did the value or silver.53 Scholars favoring gold nisab include the late Abu Zahrah, Khallaf, and Hasan.54 This view can be supported by comparing nisab on gold with nisab on camels, sheep, and crops, because one finds that under today's prices, the nisab of gold is more comparable to nisab on other items of wealth than the nisab of silver. Five camels or 40
Können wir einen stabilen, dauerhaften Nisab für Geld finden?
Can we find a stable, permanent nisab for money?
Der Wert des Geldes ist nicht festgelegt; er steigt und fällt von Zeit zu Zeit entsprechend zahlreicher Variablen. Der eigentliche Wert des Geldes liegt in seiner Kaufkraft,56 und der einzige Grund, weshalb Papiergeld sich durchsetzen konnte, ist, dass es Kaufkraft besitzt. Wir haben festgestellt, dass der Wert des Silbergeldes in einem solchen Maße gesunken ist, dass das Nisab an Silber im Vergleich zum Nisab anderer Vermögensgegenstände außerordentlich niedrig geworden ist. Deshalb ziehe ich es vor, für Papiergeld das Äquivalent des Nisab an Gold zu verwenden. Was würde geschehen, wenn der Wert des Goldes drastisch sinken würde? Können wir ein Maß finden, das standardisiert und stabil ist und als Nisab für Geld dienen kann? Manche könnten sich an den Nisab-Bestimmungen für andere Güter orientieren, etwa für Vieh, Feldfrüchte oder Obst, deren Wert möglicherweise stabiler ist als der des Geldes.
The value of money is not fixed; it goes up and down from time to time in accordance with many variables. The real value of money is its purchasing power,56 and the only reason paper currency could succeed was because it has purchasing power. We noted that silver money decreased in value to the extent that made silver nisab extremely low, compared to nisab on other items of wealth. That is the reason I prefer to use the equivalent of the nisab on gold for paper money. What would happen if the value of gold declined drastically? Can we discover a standard and stable measurement that can be used as a nisab for money? Some may look to nisabs applicable on other items, such as animals, crops, or fruits, whose value may be more stable than that of money.
Können wir das Nisab bei Feldfrüchten und Früchten anwenden?
Can we use nisab of crops and fruits?
Die unmittelbare Beobachtung zum Nisab bei Feldfrüchten (fünf Wasq) ist, dass sein heutiger Wert im Verhältnis zum Nisab bei Vieh sehr niedrig ist. Dies lässt sich durch folgende Punkte erklären: Erstens ist die Güte Gottes in der Landwirtschaft deutlicher sichtbar, da der menschliche Anteil dort verhältnismäßig geringer ist als bei der Erzeugung anderer Formen von Reichtum. Gott sagt: „damit sie von seinen Früchten essen. Nicht ihre Hände haben es gemacht. Wollen sie denn nicht dankbar sein?"57 Zweitens kann die Menschheit ohne das, was als Feldfrüchte und Obst aus dem Boden kommt, nicht überleben, anders als sie ohne Tiere als Nahrung auskommen kann. Der Nisab bei Feldfrüchten wurde niedrig angesetzt, um größere Erträge an Zakat zu erzielen, die den Bedürftigen zugutekommen. Drittens verhalten sich Feldfrüchte und Obst zum Land wie der Gewinn zum Kapital. Während die Zakat auf Kühe, Kamele und Schafe sowohl auf das Kapital als auch auf den Gewinn zusammen zu entrichten ist, wird die Zakat auf Feldfrüchte und Obst nur vom Gewinn erhoben.
The immediate observation on nisab of crops (five wasq) is that its current value is very low in relation to nisab on livestock. This may be explained by the following points: First, the bounty of God is more apparent in agriculture, where the human role is relatively less than in generating other forms of wealth. God says, "that they may enjoy the fruits of this artistry. It was not their hands that made this; will they not then give thanks?"57 Second, humanity cannot survive without what comes out of the soil as crops and fruits the way they can do without animals for food. Nisab on crops is made low in order to provide larger proceeds of zakah to benefit the needy. Third, crops and fruits are to land as profit is to capital. While zakah on cows, camels, and sheep is obligated on the capital and profit together, zakah on crops and fruits is only taken from the profit.
Um diesen Unterschied auszugleichen, wird das Nisab niedrig und der Zakat-Satz hoch angesetzt.
To compensate for that difference, nisab is made low and the zakah rate is made high.
Kann das Nisab für Vieh verwendet werden?
Can the livestock nisab be used?
Wenn das Nisab bei den Feldfrüchten keine hinreichende Annäherung ist, könnte das Nisab bei den Nutztieren eine andere Alternative sein. Zunächst ist das Nisab bei den Rindern außer Acht zu lassen, weil es nicht durch einen eindeutigen Text vorgeschrieben ist. Das Nisab bei den Kamelen und Schafen ist dagegen durch unstrittige Texte vorgeschrieben und durch den Konsens (Ijma') bestätigt. Können wir den Wert von fünf Kamelen oder 40 Schafen als Nisab auf Geld ansetzen?
If nisab on crops is not adequate approximation, then the nisab on livestock may be another alternative. To start with, the nisab on cows must be disregarded because it is not obligated by a clear-cut text. Nisab on camels and sheep are obligated in noncontroversial texts and are confirmed by ijma'. Can we take the value of five camels or 40 sheep as the nisab on money?
Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zunächst prüfen, ob das Nisab von Kamelen und Schafen zur Zeit des Propheten (ﷺ) dem Nisab des Silbergeldes entsprach. Ein führender Gelehrter, al-Sarakhsi, vertritt in al-Mabsut die Ansicht, dass die Antwort auf diese Frage bejahend ist.
To answer this question we must first consider whether the nisab of camels and sheep equalled the nisab of silver money at the time of the Prophet (p). A leading scholar, al Sarakhsi, in al Mabsut, argues that the answer to this question is affirmative.
Eine einjährige Stute-Kamelin wurde früher auf etwa 40 Dirham geschätzt, und ein Schaf auf fünf Dirham. Somit sollten fünf Kamele 200 Dirham Silber entsprechen.58 Wir haben jedoch zuvor erwähnt, dass Ibn al-Humam in al-Fath und Ibn Nujaim in al-Bahr das Argument des Verfassers von al-Mabsut beide kritisch untersuchen. Sie stellen es einem Ausspruch gegenüber, der in der zuverlässigen Sammlung von al-Bukhari überliefert ist und darauf hinweist, dass der Unterschied im Wert eines Lebensjahres beim Kamel vom Gesandten Gottes ﷺ auf 2 Schafe oder 20
A one-year-old she-camel used to be valued at about 40 dirhams, and one sheep at five dirhams. Thus, five camels should equal 200 dirhams of silver.58 But we mentioned earlier that Ibn al Humam in al Fath and Ibn Nujaim in al Bahr both critically investigate the argument of the author of al Mabsut. They contrast it with a saying reported in the correct collection of al Bukhari, which indicates that the difference in value of one year of age in camel is estimated by the Messenger (p) at 2 sheep or 20
Dirham. Dies ist ein eindeutiger Text, der der Berechnung von as-Sarakhsi widerspricht.59 Gemäß diesem authentischen Ausspruch entsprachen 40 Schafe zur Zeit des Propheten ﷺ 400 Dirham, also dem Doppelten des Nisab an Silbergeld.
dirhams. This is an explicit text that contradicts the calculation of Sarakhsi.59 According to this authentic saying, 40 sheep equalled at the time of the Prophet (p) 400 dirhams, that is, twice as much as the nisab of silver money.
Arten von Papiergeld
Types of paper money
Papiergeld ist Fiatgeld: Es wird von der Regierung oder einer von der Regierung ermächtigten Stelle gedruckt und unter den Menschen in Umlauf gebracht, damit es bei ihren Geschäften verwendet wird. Diese Art von Geld ist weltweit gebräuchlich, und über sie werden viele nationale und internationale Transaktionen abgewickelt. Papiergeld dient als Tauschmittel, als Wertaufbewahrungsmittel, als Maßstab für künftige Werte und als Mittel zur Bewertung finanzieller Transaktionen.60
Paper money is fiat money, printed by the government or a government-authorized body and circulated among people for use in their transactions. This kind of money is commonly used all over the world, via which many national and international transactions take place. Paper money is used as a means of exchange, a store of value, a measure of future values, and a means of evaluating financial transactions.60
Papiergeld entwickelte sich im Laufe der Zeit von einer verpflichtenden Einlösbarkeit hin zur Nichteinlösbarkeit.
Paper money evolved through time from obligatory convertibility to nonconvertibility.
In seinem Anfangsstadium nahm Papiergeld die Form von Schuldscheinen (I.O.U.s) an, die von Banken ausgegeben wurden und garantierten, dass sie zu einem festen Betrag in Gold oder Silber eingelöst werden konnten. Die Banken waren verpflichtet, diese Schuldscheine auf Verlangen in Gold oder Silber umzutauschen. Mit der Zeit gelang es dem Bankwesen, auf die Regierung Einfluss zu nehmen und die Erlaubnis zu erwirken, gegenüber den ausgegebenen Schuldscheinen nur teilweise Reserven an Gold und Silber zu halten. Die Regierungen selbst stiegen in die Produktion von Papiergeld ein, weil sich dies als lukrativ erwies. Zunächst gaben die Regierungen Papiergeld auf der Grundlage teilweiser Edelmetallreserven aus; später erhielten die Zentralbanken durch staatliche Ermächtigungen das Recht, eine bestimmte Menge Papiergeld auszugeben. So traten wir in die Phase der Nichtkonvertibilität ein, in der nationale Währungen innerhalb der Grenzen jedes Landes zum Zahlungsmittel werden und nicht mehr in Gold oder Silber eingelöst werden können.61
In its early stage, paper money took the form of I.O.U's issued by banks, that guaranteed their substitution for fixed amount of gold or silver. Banks were obliged to convert these I.O.U.'s into gold or silver on demand. As time went on, the banking machinery was able to influence the government and gain permission to hold only partial reserves of gold and silver against issued I.O.U.'s. Governments themselves went into the business of producing paper money because it seemed lucrative. At first governments issued paper money on partial precious metal reserves to the system of government authorizations given to central banks to issue a certain quantity of paper money. Thus we entered the phase of non-convertibility, where national currencies become compulsory and non-convertible to gold or silver within the borders of each country.61
Zakatpflicht von Papiergeld
Zakatability of paper currency
Naturgemäß ist nicht zu erwarten, dass man in den frühen Generationen des Islams eine Meinung zur Zakatpflicht von Papiergeld findet, denn Papiergeld ist eine Erfindung der letzten Jahrhunderte. Zeitgenössische Gelehrte betrachten dieses Geld aus unterschiedlichen Blickwinkeln und äußern verschiedene Ansichten zu seiner Zakatpflicht. Scheich 'Alaish, ein Malikit in Ägypten, sagt, Papiergeld sei anders als Dinare und Dirhams und daher nicht zakatpflichtig.62 Einige Schafiiten stellen eine Bedingung für die Zakatpflicht von Papiergeld auf, nämlich die tatsächliche Umwandlung des Papiergeldes in Gold und Silber.63 Die Gruppe von Gelehrten, die das Buch al-Fiqh 'ala al-Madhahib al-Arba'ah verfasst hat, schreibt:64
Obviously, we do not expect to find any opinion about the zakatability of paper money in the early generations of Islam because paper money is an invention of the last few centuries. Contemporary scholars look at this money from different angles and express different opinion about its zakatability. Shaikh 'Alaish, a Malakite in Egypt, says paper money is unlike dinars and dirhams and consequently not zakatable.62 Some Shafi'ites add a condition for the zakatability of paper money, the actual conversion of paper money into gold and silver.63 The group of scholars who authored the book al Fiqh 'ala al Madhahib al Arba'ah write:64
1. Die Schafiiten betrachten Papiergeld als Wechsel, die Schulden der ausgebenden Banken darstellen. Da die Bank voll zahlungsfähig ist, gelten die Zakat-Regeln für Schulden.
1. Shafi'ites consider paper money to be drafts representing debts of the issuing banks. Since the bank is fully capable of payment, the rules of zakah on debts apply.
Dieser Entwurf ist zakatpflichtig.
This draft is zakatable.
2. Die Hanafiten betrachten Papiergeld als Forderungen gegen die Bank, die unter Einzelpersonen zirkulieren. Sie unterliegen der Zakat.
2. Hanafites consider paper money to be claims on the bank that circulate among individuals. They are zakatable.
3. Die Malikiten sehen in diesen Banknoten ein Tauschmittel, das Gold und Silber repräsentiert und auf Verlangen in diese Metalle umgetauscht werden kann. Sie sind zakatpflichtig. 4. Die Hanbaliten halten Papiergeld nicht für zakatpflichtig, solange es nicht in Gold oder Silber umgewandelt wurde; danach gelten für es die Bedingungen der Zakatpflicht von Gold und Silber.
3. Malikites find in these bank notes a means of exchange, representing gold and silver, convertible into these metals on demand. They are zakatable 4. Hanbalites consider paper currency not zakatable until it is converted into gold or silver, and then the conditions of zakatability of gold and silver apply.
Bedingungen für die Zakatpflicht auf Geld
Conditions for the zakatability of money
Für die Zakatpflicht auf Geld sind vier Bedingungen erforderlich:
Four conditions are required for the zakatability of money:
1. Nisab Die erste Bedingung lautet, dass der Geldbetrag mindestens dem Nisab entsprechen muss.
1. Nisab The first condition is that the amount of money should be at least equal to nisab.
Alles, was unterhalb des Nisab liegt, ist von der Zakah befreit, da der Besitzer nicht als reich gilt. Der Nisab auf Gold entspricht 85 Gramm reinem Gold, was 20 Dinar entspricht.
Anything that is below nisab is exempted from zakah, since the owner is not considered rich. nisab on gold is the equivalent of 85 grams of pure gold, which equals 20 dinar.
Beim Silber beträgt das Nisab 595 Gramm, was den 200 Dirham im Hadith entspricht, und das Nisab beim Papiergeld wurde im vorherigen Unterabschnitt behandelt.
On silver, nisab is 595 grams, which is equal to the 200 dirhams mentioned in the saying, and nisab on paper currency was discussed in the previous subsection.
Ist es notwendig, dass der Eigentümer eine einzelne Person ist?
Is it necessary that the owner be one person?
Nehmen wir das Beispiel einer Teilhaberschaft oder einer Gesellschaft, bei der die Eigentümer mehrere Einzelpersonen sind und die Gesellschaft Barvermögen in Höhe von mehr als dem Nisab besitzt, der Anteil jedes Teilhabers am Bargeld aber geringer als der Nisab ist. Nach Abu Hanifa und Malik sind Teilhaber nur dann zakatpflichtig, wenn der Anteil jedes Einzelnen für sich allein den Nisab oder mehr beträgt. Al-Schafi'i behandelt dieses gemeinsame Eigentum als eine Einheit und hält es für zakatpflichtig, wenn die Gesamtsumme mindestens den Nisab erreicht. Der Grund für diese Meinungsverschiedenheit liegt im allgemeinen Wortlaut des Ausspruchs des Propheten ﷺ: „Auf das, was weniger als fünf Uqiyya beträgt, ist keine Sadaqa fällig.“ Dieser Text lässt offen, ob diese fünf Uqiyya (200 Dirham) einem einzelnen Eigentümer oder mehreren gehören. Ich möchte jedoch hinzufügen, dass gerade der Grund, aus dem der Nisab eine Bedingung der Zakat ist, darin liegt, Besitzer geringer Mengen zu befreien. Dies könnte darauf hindeuten, dass der Nisab vielleicht auf einen einzelnen Eigentümer angewendet werden sollte, da er andernfalls seinen Sinn verliert.
Take the example of a partnership or a corporation, in which the owners are several individuals and the company has cash assets of more than nisab, but the share of each partner of the cash money is lass than nisab. According to Abu Hanifah and Malik, partners are zakatable only if the share of each one alone is nisab or more. Al Shafi'i treats this common property as one unit and considers it zakatable if the total is at least nisab. The reason for this difference in opinion is the general terminology of the saying of the Prophet (p), "On that which is lass than five uqiyyah there is no sadaqah due." This text leaves undetermined whether these five uqiyyah (200 dirham) belong to one owner or more, but I may add that the very reason for which nisab is a condition of zakah is to exempt owners of small quantities. This may indicate that nisab should perhaps be applied to one owner, since otherwise it loses its virtue.
ABSCHNITT ZWEI: ZAKĀT AUF GOLD- UND SILBERSCHMUCK, ZIERGEGENSTÄNDE UND ANTIQUITÄTEN
SECTION TWO ZAKAH ON GOLD AND SILVER JEWELRY, ORNAMENTS, AND ANTIQUES
Um unsere Untersuchung der Zakat auf Gold und Silber abzuschließen, müssen wir die Zakat auf Gefäße, Schmuckstücke, dekorative Gegenstände, Statuen sowie Schmuck aus Gold und Silber für Männer und Frauen verstehen.
In order to complete our study of zakah on gold and silver, we must understand zakah on utensils, ornaments, decorative objective, statuery, and men and women's jewelry made of gold and silver.
Gold- und Silbergefäße sowie Schmuckstücke sind zakatpflichtig.
Gold and silver utensils and ornaments are zakatable
Unter muslimischen Gelehrten ist unstrittig, dass Gold und Silber, wenn sie auf verbotene Weise verwendet werden, der Zakat unterliegen. Es werden authentische und zutreffende Überlieferungen berichtet, die es untersagen, Gold und Silber als Küchen- und Essgeschirr zu verwenden, weil dies ein Merkmal einer üppigen und prunkvollen Lebensweise ist und eine Form des Horten darstellt.80
It is not disputed among Muslim scholars that whenever gold and silver are used in a forbidden manner they are subject to zakah. Authentic and correct sayings are reported which forbid the use of gold and silver as kitchen and dining utensils because that is a feature of a lavish and ostentatious way of living and constitutes a form of hoarding.80
Der Verfasser von al-Mughni erklärt: „Was zum Gebrauch verboten ist, ist auch zur Verzierung verboten", und zwar unabhängig davon, ob solche Gefäße und Ziergegenstände im Besitz von Männern oder Frauen sind. Frauenschmuck ist erlaubt mit der Begründung, dass Frauen ihn für ihre Ehemänner tragen. Dieser Grund lässt sich nicht auf Gefäße und andere Verzierungen ausdehnen. Darüber hinaus sind Statuen verboten, unabhängig davon, aus welchem Metall oder Stein sie gefertigt sind. Bestehen sie aus Gold oder Silber, verdoppelt sich der Grund für ihr Verbot. Ibn Qudamah fügt hinzu: „Ist dies einmal erkannt, so sind Schmuckstücke und Gefäße unzweifelhaft zakatpflichtig, wenn sie allein oder zusammen mit anderem Gold und Silber im Besitz das Nisab erreichen."82 Der Verfasser von al-Mughni führt die Meinung einiger Hanbaliten an, dass nicht nur das Gewicht, sondern auch der Marktwert solcher Gegenstände berücksichtigt werden sollte, wegen des hohen künstlerischen Werts, der in ihnen steckt.83
The author of al Mughni explains, "Whatever is prohibited for use is also prohibited for decoration," no matter whether such utensils and decorative objects are owned by men or women. Women's jewelry is allowed on the grounds that women wear it for their husbands. This need cannot be extended to utensils and other ornaments. Additionally, statues are prohibited regardless of the metal or stone they are made from. If they are made of gold or silver, the grounds for their prohibition is doubled. Ibn Qudamah adds, "Once this is realized, ornaments and utensils are indisputably zakatable, if they reach nisab either alone or when added to other owned gold and silver."82 The author of al Mughni attributes an opinion to some Hanbalites that the market value of such items should be considered and not only their weight, because of the high artistic value incorporated in them.83
Schmuck für Männer unterliegt der Zakāt
Men's Jewelry is zakatable
Männern ist es untersagt, Schmuck aus Gold, Silber oder einem anderen Stoff zu tragen, mit Ausnahme eines schlichten Silberrings, der erlaubt ist.84 Schmuck von Männern unterliegt daher der Zakah, sofern er das Nisab erreicht, denn der Gebrauch von Schmuck durch Männer gilt nicht als Befriedigung eines natürlichen Bedürfnisses wie bei Frauen.85 Die Zakah wird auf den Schmuck der Männer erhoben, als Erinnerung an den Irrtum des Besitzes und an die Notwendigkeit, seinen Wert wieder einer produktiven Nutzung zuzuführen. Was den Gebrauch von Gold durch Männer betrifft, so ist er vollständig verboten, mit Ausnahme notwendiger Fälle wie der Verwendung als Zahnkronen, Zahnfüllung oder als Ersatz für eine gebrochene Nase oder ein abgeschnittenes Ohr.
Men are forbidden to wear jewelry made of gold, silver, or any other substance, except for a plain silver ring which is permissible.84 Men's jewelry is thus subject to zakah if it reaches nisab, because the use of jewelry by men is not considered a satisfaction of a natural need like that of women.85 Zakah is obligated on men's jewelry as a reminder of the error of owning and of the need to put its value back into productive use. As for the use of gold by men, it is prohibited completely, except for such necessities as its use as caps for teeth, tooth filling, or as a substitute for a broken nose or a cut ear.
Abu Daud überliefert von 'Abd al-Rahman bin Tarafah, dass "die Nase seines Großvaters, 'Arfajah bin Sa'd, am Tag von al-Kilab abgeschnitten wurde. Er ließ sich eine künstliche Nase aus Silber anfertigen, doch sie verfaulte und stank. Da befahl der Prophet ﷺ ihm, sich eine Nase aus Gold anfertigen zu lassen." Ahmad sagt: "Es ist in Fällen der Notwendigkeit zulässig, die Zähne mit Goldfaden zu befestigen, wenn befürchtet wird, dass die Zähne ausfallen könnten." Jede andere Verwendung von Gold durch Männer ist verboten und unterliegt der Zakat. Dabei sollten wir jedoch erkennen, dass es bei Schmuck für Männer vorzuziehen ist, den Wert und nicht nur das Gewicht zu betrachten, wegen des Wertes, den die künstlerische Arbeit hinzufügt. Sobald der Wert dieses Schmucks das Äquivalent von 85 Gramm Gold erreicht, wird er zakatpflichtig.
Abu Daud reports from 'Abd al Rahman bin Tarafah that "the nose of his grandfather, 'Arfajah bin Sa'd, was severed the day of al Kilab. He got an artificial nose made of silver, but it got rotten and smelly. The Prophet ordered him to get a gold nose." Ahmad says, "It is all right in cases of necessity to tie the teeth with gold thread, if it is feared the teeth may fall out." Any other use of gold by men is forbidden and is subject to zakah. We should recognize, however, that it is preferred to consider value and not only weight in the case of men's jewelry, because of the value added by the artistic labor. Once the value of this jewelry reaches the equivalent of 85 grams of gold, it becomes zakatable.
Perlen, Edelsteine und Schmuckstücke für Frauen unterliegen nicht der Zakat.
Pearls, precious stones, and women's jewels are not zakatable
Schmuck für Frauen aus anderen Materialien als Gold und Silber, etwa Perlen, Diamanten und andere Edelsteine sowie Metalle, unterliegt nicht der Zakat, da er für den persönlichen und erlaubten Gebrauch der Frauen bestimmt ist, wie Gott es festgelegt hat: „Und daraus Schmuck zu gewinnen, den ihr tragt.“86 Er gilt außerdem nicht als wachsender Vermögenswert. Einige führende schiitische Gelehrte der Ahl al-Bait sind anderer Ansicht und halten jeglichen Frauenschmuck, dessen Wert das Nisab erreicht, für zakatpflichtig, da Juwelen wertvolle Vermögensgüter seien, und Gott sagt: „Nimm von ihrem Vermögen ein Almosen.“ Sie weisen darauf hin, dass die Worte „ihr Vermögen“ in diesem Vers im Plural stehen und sich auf die Muslime beziehen, und dass der allgemeine Sinn des Verses bedeute, von dem Vermögen eines jeden Einzelnen von ihnen zu nehmen.
Women's jewelry made of other than gold and silver, such as pearls, diamonds, and other precious stones and metals are not zakatable, because they are designated for personal and lawful use by women, as determined by God, "And that ye may extract therefrom ornaments to wear,"86 and are not considered growing assets. Some leading Shi'ite scholars of Ahl al Bait disagree and consider any women's jewelry that reaches nisab in value is subject to zakah on the grounds that are jewels valuable items of wealth, and God says, "Out of their wealth take a sadaqah." They indicate that the words "their wealth" in this verse are in the plural, attributed to Muslims, and the general implication of the verse means take from the wealth of each one of them.
Schmuck aus Edelmetallen, Edelsteine und Metalle für Frauen gehören zu den Vermögensgütern, die unter dieser allgemeinen Bedeutung fallen.87 Die Mehrheit der Gelehrten vertritt die Auffassung, dass wir, selbst wenn wir die Allgemeinheit des Verses anerkennen, erkennen müssen, dass die Sunnah die Bedeutung des Verses auf Vermögen beschränkt, das wächst oder das Potenzial zum Wachstum hat. Somit ist tatsächliches oder potenzielles Wachstum der Grund für die Zakatpflicht und nicht die Kostbarkeit des Gegenstands.88 Diese Schmuckstücke werden in der Regel zur persönlichen Verschönerung erworben und nicht zum Wachstum oder zur Investition, solange sie nicht zum Zweck der Anhäufung von Vermögen aufbewahrt werden.
Women's jewels, precious stones, and metals are items of wealth included in this general meaning.87 The majority of scholars argue that even if we accept the generality of the verse, we must recognize that Sunnah restricts the meaning of the verse to only growing wealth or wealth with growth potential. Thus, actual or potential growth is the reason for zakatability and not the precious nature of the item.88 These jewels are usually obtained for personal ornamentation and not for growth or investment, as long as they are not kept for the purpose of hoarding wealth.
Unterschied bei Gold- und Silberschmuck für Frauen
Difference on women's gold and silver ornaments
Im Schreiben über die Sadaqat, das der Prophet (ﷺ) sandte, wird der Frauenschmuck aus Gold und Silber nicht erwähnt, und wir besitzen auch keine authentischen, eindeutigen Texte, die die Zakat auf diesen Schmuck verpflichten oder von ihr befreien. Vorhanden sind lediglich einige Überlieferungen, deren Authentizität und Aussagekraft umstritten sind.89 Der Grund für die unterschiedlichen Meinungen liegt darin, dass manche Gelehrte den Stoff berücksichtigen, aus dem der Schmuck gefertigt ist. Gold und Silber sind beide als Geld zakatpflichtig, daher erachten diese Gelehrten auch goldenen und silbernen Schmuck als zakatpflichtig. Andere Gelehrte berücksichtigen die Arbeit und den industriellen Prozess, die für die Herstellung von Schmuck erforderlich sind und das Metall aus seiner monetären Natur in eine Ware überführen, die für den persönlichen Gebrauch bereitsteht und einem natürlichen Bedürfnis der Frauen dient. Demnach ähnelt Schmuck Kleidung, Möbeln und anderen persönlichen Gegenständen, die einmütig von der Zakat befreit sind.
In the letter on sadaqat sent by the Prophet (p) there is no reference to women's gold and silver jewelry, nor do we have any authentic, explicit texts which obligate zakah or exempt it on this jewelry. All we have is a few sayings whose authenticity and indications are controversial.89 The reason for the differences in opinion is that some scholars take into consideration the metal of which jewelry is made. Gold and silver are both zakatable as money, so these scholars consider gold and silver jewelry also zakatable. Other scholars consider the labor involved and the industrial process required to make jewelry and transform the metal from its monetary nature into a commodity ready for personal use that satisfies a natural need of women. Thus jewelry is similar to cloths furniture, and other personal objects that are unanimously exempt from zakah.
Nach diesen Gelehrten ist der Schmuck der Frau nicht zakatpflichtig. Diese Urteile gelten nur für erlaubten Schmuck. Verbotener Schmuck ist hingegen einstimmig zakatpflichtig. Demnach gibt es zwei Gruppen von Gelehrten: Die einen betrachten Schmuck als zakatpflichtig genau wie Geld, die anderen halten ihn für nicht zakatpflichtig oder nur unter bestimmten Einschränkungen für zakatpflichtig.
According to these scholars, women's jewelry is not zakatable. These rulings apply only to lawful jewelry. Forbidden jewelry is unanimously zakatable. Accordingly, there are two groups of scholars, those who consider jewelry zakatable exactly like money, and those who consider them non-zakatable or zakatable within certain restrictions.
Gelehrte, die Schmuck zakatpflichtig halten
Scholars who consider jewelry zakatable
Al-Baihaqi und andere berichten von ʿAlqama: Die Frau Ibn Masʿuds fragte ihn nach ihrem Schmuck. Er antwortete: „Wenn er 200 Dirham erreicht, ist er zakatpflichtig." Sie sagte: „Darf ich die Zakat darauf für meinen [verwaisten] Neffen ausgeben, dessen Vormund ich bin?" „Ja", antwortete er. Al-Baihaqi bemerkt dazu: „Dies wird ebenfalls überliefert und bis zum Propheten ﷺ zurückgeführt, es ist aber nicht gestützt."90 Er berichtet ferner von Shuʿaib bin Yasar, dass ʿUmar an Abu Musa schrieb: „Weise die muslimischen Frauen in deinem Gebiet an, Zakat auf ihren Schmuck zu entrichten."90 Doch dies ist nicht authentisch von ʿUmar überliefert.91 Ibn Abi Shaiba führt an, al-Hasan habe gesagt: „Ich weiß, dass keiner der [vier] Nachfolger gesagt hat, Schmuck sei zakatpflichtig."92
Al Baihaqi and others report from 'Alqamah the wife of Ibn Mas'ud asked him about her jewels. He replied, "If they reach 200 dirhams, they are zakatable." She said, "May I spend their zakah on my [orphaned] nephew whose guardian I am?" "Yes," he answered. Al Baihaqi comments, "This is also narrated and linked up to the Prophet (p), but it is unsupported."90 He also reports from Shu'aib bin Yasar that 'Umar wrote Abu Musa to90 "Instruct Muslim women in your area to pay zakah on their ornaments." But this is not authentically reported from 'Umar.91 Ibn Abi Shaibah quotes al Hasan as saying, "I know that none of the [four] Successors said that ornaments are zakatable."92
Al-Baihaqi überliefert von ʿĀʾischa: „Es ist in Ordnung, Schmuck zu tragen, wenn seine Zakat entrichtet wird.“93
Al Baihaqi reports from 'A'ishah, "It is all right to wear jewelry if its zakah is paid,"93
Doch wir haben einen korrekten Bericht von 'A'ishah, der dem widerspricht, wie später zu sehen sein wird. Es wird berichtet, dass 'Abd Allah bin 'Amr seinem Schatzmeister Salim anzuweisen pflegte, jedes Jahr die Zakat auf den Schmuck seiner Töchter zu entrichten.94 Abu 'Ubaid berichtet von ihm, dass er seinen drei Töchtern Schmuck im Wert von sechstausend Dinaren gab.
But we have on hand a correct report from 'A'ishah contradicting this, as will be seen later. It is reported that 'Abd Allah bin 'Amr used to write his treasurer Salim instructions to pay zakah on the ornaments of his daughters every year.94 Abu 'Ubaid reports from him that he gave his three daughters ornaments worth six thousand dinars.
Er pflegte jedes Jahr seinen Sklaven Dschalid zu schicken, um ihre Zakāt zu entrichten.95
He used to send his slave Jalid every year to pay their zakah.95
Die Überlieferungsketten aller oben genannten Berichte sind umstritten. Abu 'Ubaid bemerkt: „Wir haben nichts Authentisches über die Zakat auf Schmuckstücke von irgendeinem der Gefährten, außer von Ibn Mas'ud.“96 Ibn Hazm sagt: „Der Bericht von Ibn Mas'ud ist in seiner Authentizität der höchste.“97 Zu denjenigen, die glauben, dass Schmuckstücke zakatpflichtig sind, gehören Sa'id bin Musayyib, Sa'ad bin Jubair, 'Ata, Mujahid, 'Abd Allah bin Shaddad, Jabir bin Zaid, Ibn Shabrumah, Maimun bin Mahran, al-Zuhri, al-Thawri, Abu Hanifah und seine Schüler, al-Awza'i und al-Hasan bin Hay.98
Beweise, die diese Meinung stützen
Evidence supporting this opinion
1. Die allgemeine Aussage des Verses: „Und diejenigen, die Gold und Silber horten und es nicht auf dem Weg Gottes ausgeben – verkünde ihnen eine schmerzliche Strafe." Das in diesem Vers erwähnte Gold und Silber umfasst sowohl Schmuck für Frauen als auch Geld und Barren. Daher wird der Besitzer am Tag der Auferstehung mit dessen Hitze gebrandmarkt, sofern die Zakāt nicht entrichtet wurde.
1. The general implication of the verse, "and there are those who hoard gold and silver and spend it not in the way of God. Announce unto them a most grevious penalty." Gold and silver mentioned in this verse include that which is used in women's ornaments as much as it includes money and bullion. Consequently, unless zakah is paid, the owner will be branded with its heat on the Day of Resurrection.
2. Die allgemeine Bedeutung der Aussagen des Propheten ﷺ: „Auf Silber ist ein Viertel des Zehnten fällig; auf weniger als fünf Uqiyyah ist keine Sadaqah erforderlich.“ Dies besagt, dass Silber zakatpflichtig ist, sobald es fünf Uqiyyah erreicht, ebenso wie die allgemeinen Texte zur Zakah auf Gold, etwa: „Kein Besitzer von Gold, der nicht seine Zakah entrichtet … usw.“
2. The general meaning of the sayings of the Prophet (p), "On silver, one-fourth of one-tenth is obligated; no sadaqah is required on what is less than five uqiyyah." This implies that silver is zakatable once it reaches five uqiyyah, as do the general texts of zakah on gold, such as "There is no owner of gold that does not pay its zakah . . . etc.
3. Es gibt einige Aussagen zur Zakāt auf Schmuck im Besonderen, die von einigen führenden Gelehrten als korrekt angesehen werden. Zu diesen Aussagen gehören die folgenden:
3. There are a few sayings about zakah on ornaments in particular that are considered correct by some leading scholars. Among these sayings are the following:
(a) Abu Daud überliefert von 'Amr bin Shu'aib, von seinem Vater, von seinem Großvater, dass eine Frau mit ihrer Tochter zum Propheten ﷺ kam. Am Handgelenk ihrer Tochter befanden sich zwei dicke Armreifen aus Gold. Der Prophet ﷺ fragte: „Gibst du davon die Zakah?" Sie antwortete: „Nein." – „Freut es dich, dass Gott dich am Tag der Auferstehung mit zwei Armreifen aus Feuer umschließt?", warnte er. Der Überlieferer sagt: „Sie nahm sie ab und warf sie dem Propheten ﷺ hin, indem sie sagte: Sie gehören Gott und Seinem Gesandten."100
(a) Abu Daud reports from 'Amr bin Shu'aib from his father from his grandfather, that a women99 with her daughter came to the Prophet (p). On the wrist of her daughter were two thick bracelets of gold. the Prophet asked, "Do you give zakah on this? She replied "No." "Does it please you for God to embrace you with two bracelets of fire on the Day of Resurrection?" he warned. The narrator says, "She took them off and tossed them to the Prophet (p), saying, They belong to God and His Messenger."100
Diejenigen, die Schmuckstücke von der Zakah ausnehmen103
Those who exempt ornaments from zakah103
Ibn Hazm schreibt in al-Muhallā: „Jābir bin ʿAbd Allāh und Ibn ʿUmar sagten: ‚Auf Schmuck fällt keine Zakāt.‘ Dies ist auch die Ansicht von Asmāʾ bint Abū Bakr, und eine ähnliche Ansicht wird zu Recht von ʿĀʾischa überliefert. Dies ist außerdem die Meinung von al-Schaʿbī, ʿAmra bint ʿAbd al-Raḥmān, Abū Jaʿfar und Muḥammad ʿAlī. Sie wird von Ṭāwūs, al-Ḥasan und Saʿīd bin al-Musayyab überliefert. Von Sufyān al-Thawrī gibt es zwei voneinander abweichende Überlieferungen, die eine besagt, dass Frauenschmuck zakatpflichtig ist, die andere, dass er es nicht ist.104 Al-Qāsim bin Muḥammad (ʿĀʾischas Neffe), Mālik bin Anas, Aḥmad bin Ḥanbal und Ishāq bin Rāhawayh sagen, dass Frauenschmuck nicht zakatpflichtig ist. Dies ist laut al-Khaṭṭābī die bekannteste Meinung al-Shāfiʿīs,105 und sie ist auch die Meinung Abū ʿUbaids.“
Ibn Hazm in al Muhalla writes, "Jabir bin 'Abd Allah and Ibn 'Umar said, "There is no zakah on ornaments " This is also the view of Asma' bint Abu Bakr, and similar view is correctly reported from 'A'ishah. This is also the opinion of al Sha'bi, 'Amrah bint 'Abd al Rahman, Abu Ja'far, and Muhammad 'Ali. It is reported from Taus, al Hasan, and Sa'id bin al Musayyib, There are two differing reports from Sufian al Thawri, one that women's jewelry is zakatable and one that it is not.104 Al Qasim bin Muhammad ('A'ishah's nephew), Malik bin Anas, Ahmad bin Hanbal, and Ishaq bin Rahwayh say that women's jewelry is not zakatable. This is the most famous opinion of al Shafi'i, according to al Khattabi,105 and it is the opinion of Abu 'Ubaid as well.
Belege, die diese Ansicht stützen
Evidence supporting this view
Grundsätzlich sind Menschen nicht zur Zahlung der Zakāt verpflichtet ohne einen Text aus der Scharia, und es gibt weder einen authentischen Text über die Zakāt auf den Schmuck der Frauen noch einen korrekten Analogieschluss zu einer Regel, die auf einem authentischen Text beruht. Außerdem ist die Zakāt auf tatsächlich oder potenziell wachsenden Besitz fällig, und Schmuck ist weder das eine noch das andere. Schmuck dient zum Tragen und nicht zur Geldanlage. Die Analogie zu Tieren für den persönlichen Gebrauch liegt auf der Hand. Diese Tiere sind nicht zakatpflichtig, weil sie nicht zum Wachstum eingesetzt werden.
In principle, people are not obligated to pay zakah without a text from Shari'ah, and there is neither an authentic text about zakah on women's jewelry nor a correct analogy to a ruling based on an authentic text. Moreover, zakah is obligated on actually or potentially growing wealth, and jewelry is neither. Jewelry is for wearing and do for investment. The analogy to animals for personal use is obvious. Those animals are not zakatable because they are not used for growth.
Es gibt außerdem authentische Überlieferungen von einigen Gefährten, wonach auf Schmuck keine Zakāh verpflichtend ist: Mālik berichtet in al-Muwaṭṭa' von al-Qāsim ibn Muḥammad106, dass ʿĀʾischah, die Frau des Propheten ﷺ, die Vormundschaft über ihre verwaisten Nichten innehatte. Diese trugen Schmuck, und sie entrichtete keine Zakāh auf deren Schmuck.107 Ferner berichtet er von Nāfiʿ, dass die Töchter und weiblichen Sklavinnen ʿAbdullāh ibn ʿUmars goldenen Schmuck trugen, und er zahlte keine Zakāh auf deren Schmuck.107 Ibn Abī Shaibah berichtet von al-Qāsim: „Unser Vermögen wurde bei ʿĀʾischah aufbewahrt. Sie entrichtete die Zakāh darauf, außer für den Schmuck“, und von ʿAmrah: „Wir waren Waisen unter der Vormundschaft ʿĀʾischahs. Wir hatten Schmuck, und sie entrichtete keine Zakāh darauf.“ Ibn Abī Shaibah, Abū ʿUbaid und andere überliefern Ähnliches von Jābir ibn ʿAbdullāh und Asmāʾ bint Abī Bakr neben ʿĀʾischah und Ibn ʿUmar.108 Ibn az-Zubair überliefert von Jābir: „Auf Schmuck gibt es keine Zakāh.“ Ich sagte: „Es könnten tausend Dinare sein.“ Er antwortete: „Er dient zum Tragen oder zum Verleihen.“ In einer anderen Version sagt er: „Wahrlich, das ist zu viel.“ Von Asmāʾ wird überliefert, dass sie auf Schmuck keine Zakāh zu entrichten pflegte. Und asch-Schāfiʿī fügt hinzu: „Es wird auch von Ibn ʿAbbās und Anas ibn Mālik überliefert, doch weiß ich nicht, ob es von ihnen authentisch ist. Der Sinn jener Überlieferungen ist, dass auf Schmuck keine Zakāh zu entrichten ist.“109
There are also authentic reports from some Companions to the effect that zakah is not obligated on ornaments: Malik in al Muwatta' reports from al Qasim bin Muhammad106 that 'A'ishah, the wife of the Prophet (p) was the guardian of her orphaned nieces. They used to wear ornaments, and she did not give zakah on their ornaments.107 He also reports from Nafi that 'Abd Allah bin 'Umar's daughters and female slaves wore gold ornaments, and he did not pay zakah on their ornaments.l07 Ibn Abi Shaibah reports from al Qasim that "Our assets were kept with 'A'ishah. She used to pay zakah on them, except for the ornaments," and from 'Amrah that "We were orphans under the guardianship of 'A'ishah. We had ornaments and she did not pay zakah on them." Ibn Abi Shaibah and Abu 'Ubaid and others report similar things from Jabir bin 'Abd Allah and Asma bint Abu Bakr in addition to 'A'ishah and Ibn 'Umar.l08 Ibn al Zubair narrates from Jabir, "There is no zakah on ornaments. I said, 'It may be as much as a thousand dinars.' He answered, 'It is for wearing or lending.'" In another version he says, "Verily, that is too much." It is reported from Asma' that she did not use to pay zakah on ornaments, and al Shafi'i adds, "It is also reported from Ibn 'Abbas and Anas bin Malik, but I do not know whether it is authentic from them. The meaning of those reports is that there is no zakah on ornaments."109
Analyse der verschiedenen Ansichten
Analysis of different views
Nachdem ich die unterschiedlichen Ansichten der Rechtsgelehrten dargelegt habe, kann ich sagen, dass am ehesten jene Meinung Gewicht hat, nach der auf Schmuck innerhalb gewisser Grenzen keine Zakat verpflichtend ist. Diese Ansicht steht im Einklang mit den allgemeinen Bedingungen der Zakatpflicht. Das heißt, Zakat ist auf Vermögen fällig, das tatsächlich oder potenziell wächst, wie Geld und Warenbestände im Handel. Frauenschmuck wird nicht zum Wachstum getragen, sondern zum persönlichen Gebrauch und zur erlaubten Verschönerung. Er dient den persönlichen Bedürfnissen der Frau, natürlichen Neigungen, die im Islam berücksichtigt werden. Gold- und Silberschmuck ist für Frauen erlaubt, für Männer hingegen nicht. Daher ist Frauenschmuck etwa mit teurer Kleidung, Möbeln und anderen persönlichen Zierden vergleichbar, die für sie erlaubt sind. Er weist große Ähnlichkeiten mit Schmuck aus Perlen, Diamanten und anderen Edelsteinen auf, die den Frauen durch die Texte des Qur'an erlaubt wurden.116 Diese Perlen, Edelsteine und wertvollen Kleidungsstücke sind nach einhelliger Meinung der führenden Gelehrten trotz ihres hohen Wertes von der Zakat befreit.
After presenting the differing views of jurists, I may say that what seems to carry most weight is that zakah is not obligatory on jewelry, within certain limits. This opinion is consistent with the general conditions of zakatability. That is, zakah is compulsory on actually or potentially growing assets, such as money and business inventory. Women's jewelry is worn not for growth but for personal use and lawful ornamentation. It satisfies personal needs of women, natural desires which are taken into consideration in Islam. Gold and silver jewelry is lawful for women, while it is not for men. Hence jewelry for women is something like expensive clothes, furniture, and other sorts of personal ornaments that are lawful for her. It carries great similarities to jewelry made of pearls, diamonds, and other precious stones, which are made lawful for woman by the texts of Qur'an.116 These pearls, precious stones, and valuable clothes are exempt from zakah by the unanimous opinion of leading scholars, in spite of their high value.
Wir erkennen aus der Überlieferung des Propheten ﷺ, dass die Zakāt nicht auf alle Arten von Vermögen erhoben wird, sondern nur auf Dinge, die wachsen. Wohnungen, die von ihren Eigentümern bewohnt werden, Beförderungsmittel für den persönlichen Gebrauch und Werkzeuge sind unbestritten von der Zakāt befreit. Selbst die hanafitischen Rechtsgelehrten, die die Zakāt auf Schmuck für verpflichtend halten, haben entschieden, dass der Grund der Zakāt-Pflichtigkeit die Stellung eines Vermögensgegenstandes ist, der über den persönlichen Bedarf hinausgeht und zum Zweck des Gewinns bestimmt ist.117
We realize from the Prophet's tradition that zakah is not required on all kinds of wealth, but only on growing items. Homes inhabited by their owners, means of personal transportation, and tools are indisputably exempt from zakah. Even the Hanfite jurists, who consider zakah obligatory on jewelry, have decided that the reason for zakatability is the position of an asset in excess of personal needs, that is designed for profit.117
Die Widerlegung der Argumente für die Pflicht zur Zakāt auf Schmuck
Disproving the arguments for obligating zakah on jewelry
1. Die Verwendung des Verses „die Gold und Silber horten und es nicht auf dem Weg Gottes ausgeben . . . .“ zusammen mit der Auslegung, dass das Horten auch Frauenschmuck einschließt, ist nicht akzeptabel.125 Der Vers bezieht sich auf Gold und Silber, die als Schmuck für den persönlichen Gebrauch und zur Freude der Frauen bestimmt sind. Niemand verlangt, dass Schmuck in Umlauf gebracht und auf dem Weg Gottes ausgegeben wird, außer in Notfällen.
1. The use of the verse "who hoard gold and silver and spend it not in the way of God . . . ." along with the interpretation that hoarding includes women's jewelry is not acceptable.125 The verse refers to gold and silver that are designated as jewelry for the personal use and enjoyment of women. No one requires that jewelry be circulated and spent in the way of God, except in emergencies.
2. Die Überlieferungen, auf die sich diejenigen stützen, die die Zakat auf Schmuck zur Pflicht machen, sind auch von anderen bestritten, sowohl hinsichtlich ihrer Authentizität als auch hinsichtlich ihrer Aussagekraft.
2. The sayings used by those who obligate zakah on jewelry are also disputed by others from the point of view of their authenticity as well as from the point of view of their indications.
(a) Der erste Ausspruch, „und auf Silber ist ein Viertel eines Zehntels fällig“, ist übereinstimmend als authentisch anerkannt. Das arabische Wort, das in diesem Ausspruch für Silber verwendet wird, lautet jedoch „ar-riqqah“, was wörtlich Silber bedeutet, das in Form von Münzen geprägt wurde. Das Wort wird im Arabischen nicht für hergestellten Schmuck verwendet.
(a) The first saying, "and there is one-fourth of a tenth due on silver," is agreed upon as correct, but the Arabic word used for silver in this saying is "al riqqah" which literally means silver that has been minted in the form of coins. The word is not used in Arabic for manufactured jewelry.
(b) Einige der anderen Überlieferungen sind nicht als authentisch erwiesen, so sehr, dass al-Tirmidhi sagen konnte: „Zu dieser Frage ist keine Überlieferung korrekt.“126 Ibn Hazm, der die Zakah auf Schmuck verpflichtend macht, stützt sich nicht auf diese Überlieferungen. Vielmehr lehnt er sogar den Gebrauch dieser Überlieferungen als Belege für die Pflicht zur Zakah auf Schmuck ab. Er argumentiert: „Jene, die meinen, dass auf Schmuck Zakah zu entrichten sei, stützen sich auf schwankende Überlieferungen und Berichte, mit denen wir uns nicht zu befassen brauchen.“127 In seiner Beweisführung stützt sich Ibn Hazm allein auf die umfassenden Implikationen der grundlegenden Texte zur Zakah auf Gold und Silber. Doch lasst mich dennoch sich die Überlieferungsketten dieser Aussprüche ansehen.
Schmuck, der über das übliche Maß hinausgeht, unterliegt der Zakat.
Jewelry above a customary limit is zakatable
Wenn die Menge an Schmuck das übliche Maß überschreitet und in Verschwendung ausartet, ist der überschüssige Teil zakatpflichtig. Dies beruht auf der Begründung, dass die Zakat auf Schmuck entfällt, weil er – ebenso wie Kleidung und Haushaltsgegenstände – von Frauen benutzt wird. Was über den üblichen und maßvollen Gebrauch hinausgeht, ist entweder verboten oder zumindest verpönt; in jedem Fall wird es von der Scharia nicht gebilligt. Al-Nawawi sagt: „Unsere schafiitischen Kollegen vertreten die Auffassung, dass Schmuck nur innerhalb der Grenzen einer nicht offensichtlichen Verschwendung erlaubt ist, doch sobald er das Maß der Verschwendung erreicht, wird er nach Ansicht der meisten Rechtsgelehrten aus dem Irak verboten.“156 Ibn Hamid, ein Hanbalit, sagt: „Wenn der Schmuck unter tausend Mithqal liegt, ist er erlaubt.
If the quantity of jewelry exceeds the customary amount and reaches extravagance, the extra is zakatable. This is on the grounds that zakah is waived from jewelry because it is used by women just like clothes and household goods. What is above the customary and moderate use is either prohibited or at least discouraged; it is in all cases not approved by Shari'ah. Al Nawawi says "our Shafi'ite colleagues argue that jewelry is made lawful only within the limits of non-apparent extravagance, but once it reaches the extravagant limit, then it becomes prohibited according to most jurists from Iraq."156 Ibn Hamid, a Hunbalite, says that "if jewelry is below one thousand mithqal it is lawful.
Sobald es dieses Maß erreicht, wird es unrechtmäßig und folglich zakatpflichtig, gemäß dem, was Abu 'Ubaid und al-Athram von 'Amr bin Dinar überliefern:
Once it reaches that such, it becomes unlawful and consequently zakatable, in accordance with what is reported by Abu 'Ubaid and al Athram from ''Amr bin Dinar:
„Jabir wurde gefragt, ob Schmuck zakatpflichtig sei, und er antwortete, dass dies nicht der Fall sei. Dann wurde ihm gesagt: ‚Selbst wenn er tausend Dinare erreicht?' Er antwortete: ‚Das ist in der Tat zu viel.'"157 Schmuck, der das übliche Maß überschreitet, ist gewiss Verschwendung und wird nicht mehr als gewöhnlicher Schmuck für Frauen benötigt.158
Jabir was asked if jewelry was zakatable and he answered that it was not. Then he was told, 'Even if it amounts to one thousand dinars?' He answered, 'That is indeed too much.'"157 Jewelry exceeding customary limits is surely extravagance and no longer needed as normal ornamentation for women.158
Andererseits argumentiert der Verfasser von al-Mughni, dass die Scharia den Gebrauch von Schmuck ohne Begrenzung erlaubt, daher sei es nicht zulässig, diesen Gebrauch durch persönliche Meinungen einzuschränken.
Zusammenfassung
Summary
Die vorangegangenen Urteile und Meinungen lassen sich in den folgenden Punkten zusammenfassen:
The preceding rulings and opinions can be summarized in the following points:
A. Schmuck aus Gold und Silber, der als Schatz und zur Vermögensanhäufung aufbewahrt wird, unterliegt der Zakat, genauso wie wenn er als Barren oder Münzen gehalten würde.
A. Jewelry made of gold and silver that is held as a treasure and an accumulation of wealth is zakatable, the same as if it were being held as bullion or coins.
B. Wenn der Schmuck zum persönlichen Gebrauch als Zierde erworben wird, ist zwischen erlaubtem und verbotenem Gebrauch zu unterscheiden. Schmuck und Zierrat, die zur Dekoration des Hauses, für Gefäße oder zum Gebrauch durch Männer bestimmt sind, sind verboten. Dieser Schmuck und Zierrat unterliegt der Zakat.
B. If the jewelry is obtained for personal use as ornament, then we should distinguish between lawful and unlawful use. Jewelry and ornaments designated for house decoration, utensils, or use by men are prohibite. This jewelry and ornamentation is zakatable.
C. Schmuck, der übermäßig kostbar ist, auch wenn er von Frauen getragen wird, unterliegt der Zakat.
C. Jewelry that is extravagant even though it is used by women is zakatable.
Verschwendung ist der Überschuss über den üblichen Gebrauch hinaus, den Frauen innerhalb ihrer Gemeinschaft betreiben.
Extravagance is the excess above customary use by women within their community.
D. Schmuck, der für den erlaubten Gebrauch als Frauenschmuck ohne Verschwendung bestimmt ist, oder für den erlaubten Gebrauch durch Männer, wie etwa silberne Ringe, ist nicht zakatpflichtig, da er nicht zum Zweck des Gewinns bestimmt ist und tatsächlich zu den persönlich genutzten Gegenständen gehört, wie Kleidung und Möbel, die für den erlaubten Gebrauch bestimmt sind.
D. Jewelry held for lawful use as women's ornamentation without extravagance, or for lawful use by men, such a silver rings, is not zakatable, because it is not designated for profit and is in fact part of the materials used personally, like clothes and furniture, designated for lawful use.
E. Bei diesen Urteilen besteht kein Unterschied, ob das rechtliche Eigentum an dem Schmuck in den Händen von Männern oder Frauen liegt.
E. There is no difference in these rulings whether the legal ownership of the jewelry is in the hands of men or women.
1. 'Ali 'Abd al Wahid Wafi, Politische Ökonomie, fünfte Auflage, S. 140–144, und 'Abd al Aziz Mar'i, Geld- und Bankensysteme, S. 11–15.
1. 'Ali 'Abd al Wahid Wafi, Political Economics, fifth printing, pp. 140-144, and 'Abd al Aziz Mar'i, Monetary and Banking Systems, pp. 11-15.
2. Dazu gehören die Stabilität des Metalls, seine Eigenschaft, nicht zu rosten, und seine Beständigkeit gegen Verfall, die Stabilität seines relativen Wertes, seine Teilbarkeit und die Teilbarkeit seines Wertes, die Schwierigkeit, es zu fälschen, und die Leichtigkeit, seine Reinheit zu prüfen, die geringe, aber über Jahrhunderte stabile Förderung des Metalls usw. Siehe Monetary and Banking Systems, S. 15–17.
2. This includes the stability of the metal, its characteristic of not rusting, and non-deterioration, the stability of its relative value, its divisibility, and the divisibility of its value, the difficulty of cheating, and the easiness of inspecting its purity, the low but stable production of the metal throughout centuries, etc. See Monetary and Banking Systems, pp. 15-17.
3. Siehe die Schrift über Währungen von al-Maqrizi, die als Teil von „Arabian Currencies“ veröffentlicht wurde, herausgegeben von Pater Anstas al-Karmali, S. 25 ff.
3. See the booklet on currencies by al Maqrizi, printed as a section of Arabian Currencies, published by Father Anstas al Karmali, p. 25 and on.
4. Ebd., S. 30. Bezüglich des Ausspruchs seines (des Propheten ﷺ) heißt es in al-Talkhis, S. 183, al-Hafiz: „Überliefert von al-Bazzar, der ihn als eigentümlich einstuft, sowie von Abu Dawud und al-Nasa'i, von Tawus, von Ibn 'Umar; für richtig erklärt von Ibn Habban, al-Daraqutni, al-Nawawi und al-Qashiri. Al-Albani fügt hinzu: ‚und Ibn Daqiq al-'Id und al-'Ala'i, wie in Silsilat al-Ahadith al-Sahihah, Teil zwei, Ausspruch Nummer 164.‘" Der Rest des Ausspruchs lautet: „und die Maße für Größen sind die der Bewohner Madinas.“ 5. Sure al-Tawba, 9:34–35.
4. Ibid, p. 30, with regard to the saying his al Talkhis, p. 183, al Hafiz says, "Reported by al Bazzar, who grades it peculiar, and by Abu Daud and al Nasa'i, from Taus from Ibn 'Umar, graded correct by Ibn Habban, al Daraqutni, al Nawawi, and al Qashiri. Al Albani adds, "and Ibn Daqiq al 'Id and al 'Ala'i as in Silsilat al Ahadith al Sahihah, part two, saying number 164." The rest of the saying reads, "and size measurements are those of the Madinans." 5. Sura al Tawbah, 9:34-35.