6.2 Kapitel Zwei: Ziele der Zakah in der Gesellschaft
6.2 Chapter Two Objectives Of Zakah In Society
Ein Blick auf die Kategorien, denen Zakat zugutekommt, offenbart sofort den sozialen Aspekt der Zakat: „Zakat ist für die Armen und Bedürftigen und diejenigen, die mit der Verwaltung der Mittel betraut sind, für diejenigen, deren Herzen versöhnt wurden, für die Gefangenen und Verschuldeten, auf dem Weg Gottes und für den Reisenden. Sie ist von Gott vorgeschrieben." Offensichtlich dient die Gabe von Zakat an diese Kategorien wichtigen gesellschaftlichen Zielen. Einige davon betreffen den Staat und die öffentliche Ordnung, etwa die Versöhnung der Herzen und die Sache Gottes. Diese beiden Kategorien setzen voraus, dass die Regierung Zakat einziehen und verteilen muss, um den Islam zu verbreiten, den Weg Gottes zu bewahren und die muslimische Gemeinschaft zu verteidigen.
A glance at the categories to whom zakah is expended immediately reveals the social aspect of zakah: "Zakah is for the poor and needy and those employed to administer the funds, for those whose hearts have been reconciled, for those in bondage and in debt, in the way of God, and for the wayfarer. It is ordained by God." Clearly, giving zakah to these categories serves important social objectives. Some of them relate to the state and public order, such as heart reconciliation and the sake of God. These two categories imply that the government must collect and distribute zakah toward spreading Islam, preserving the way of God, and defending the Muslim community.
Islam und Sozialversicherung
Islam and social insurance
Zakah ist der Eckpfeiler des islamischen Sozialversicherungssystems. Die gegenseitige Absicherung, die der Islam vorschreibt, geht über den bloß materiellen Bereich hinaus und umfasst die geistigen, psychischen, moralischen, kulturellen und staatsbürgerlichen Aspekte des Lebens eines Menschen und fördert die Solidarität und gegenseitige Zusammenarbeit unter den Mitgliedern der islamischen Gesellschaft. Kurz gesagt erstreckt sich die gegenseitige soziale Fürsorge in der islamischen Gesellschaft auf alle Bereiche des menschlichen Lebens.1 Zakah deckt nur den Bereich ab, der als soziale Versicherung bzw. soziale Sicherheit bezeichnet wird. Sozialversicherungssysteme verlangen in der Regel von den Nutzern Prämien und Beiträge, um an den Leistungen teilzuhaben, während die soziale Sicherheit vom Staat aus seinem eigenen Haushalt gewährleistet werden kann. Zakah macht es für keinen Empfänger zur Bedingung, sich an den Beiträgen zu beteiligen oder beteiligt gewesen zu sein; Zakah gewährt einfach denen Hilfe, die in Not sind, und zieht Mittel von jedem ein, der einen Überschuss besitzt.2 Zakah ist tatsächlich das erste System sozialer Sicherheit, das in der Geschichte der Menschheit eingeführt wurde, ein System, das nicht von der freiwilligen individuellen Wohltätigkeit abhängt, sondern von einer staatlichen Institution, die regelmäßige Beiträge einzieht und organisierte Hilfe an alle verteilt, die bedürftig sind. Dieses System der Zakah bietet regelmäßige Unterstützung ebenso wie Hilfe bei Notlagen. So lesen wir beispielsweise in den Anweisungen, die al-Zuhri für 'Umar bin 'Abd al-'Aziz verfasste: „Ein Anteil daran steht dem Kranken, dem Behinderten und jedem Bedürftigen zu, der nicht für sich selbst sorgen kann, ein Anteil für den Armen, bis er aus der Armut herausgeführt werden kann, ein Anteil für die Gefangenen in den Gefängnissen, für diejenigen, die betteln, und diejenigen, die es nicht tun, ein Anteil für jeden, der mit Schulden belastet ist, sofern diese Schulden nicht aus Ungehorsam gegenüber Gott entstanden sind, ein Anteil für jeden Reisenden, der auf seiner Reise keine Familie findet, die ihm hilft. Solchen Reisenden sollen Speise und Unterkunft sowie Futter für ihr Lasttier gegeben werden, bis sie nach Hause gelangen."3
Zakah is the cornerstone of Islam's social insurance system. The mutual insurance that Islam ordains goes beyond the mere material aspect to include spiritual, psychological, moral, cultural, and civic aspects of a person's life and to foster solidarity and mutual cooperation among members of the Islamic society. In short, mutual social care in Islamic society extends to all branches of human life.1 Zakah covers only the area called social insurance or social security. Social insurance systems usually require the users to pay premiums and contributions in order to participate in the benefits, while social security systems may be guaranteed by the state from its own budget. Zakah does not make it a condition for any recipient to participate or to have participated in the contributions; zakah simply provides relief to those in need and collects funds from whoever has excess.2 Zakah is in fact the first system of social security ever enacted in the history of humanity, a system that does not depend on individual voluntary charity but on a governmental institution that collects regular contributions and distributes organized relief to all those who are in need. This system of zakah provides regular relief as well as for emergency needs. We read, for example, in the instructions prepared by al Zuhri for 'Umar bin 'Abd al 'Aziz, "There is a share in it for the ill, the handicapped, and each needy person who cannot provide fro himself, a share for the destitute until they can be removed from destitution, a share for those in prisons, for those who beg and those who do not, a share to whoever is burdened by debts, provided such debts did not arise from disobedience to God, a share for every traveler who finds no family to help him on the road. Such travelers should be given food and shelter as well as feed for their transporting animal, until they reach home."3
Zakāh und die geistige Integrität der Gemeinschaft
Zakah and spiritual integrity of the nation
Vor allem anderen zielt die Zakāt darauf ab, die Ideale der muslimischen Gesellschaft zu verwirklichen und die geistigen Grundpfeiler zu nähren, auf denen die Gesellschaft gegründet ist und durch die sie sich auszeichnet. Wie al-Bahī al-Ḫawlī treffend feststellt: Nationen gründen wirklich auf geistigen und psychologischen Elementen zusätzlich zu materiellen Faktoren. Tatsächlich zählen die geistigen Faktoren weit mehr, wenn es darum geht, Einheit und Lebendigkeit in einer Gemeinschaft zu schaffen. Der Islam richtet großes Augenmerk auf diese Faktoren und macht es zu einer seiner wichtigsten Pflichten, aus dem Einkommen der Gemeinschaft Mittel aufzuwenden, um diese Faktoren zu nähren und zu stützen.
Above all that, zakah aims at realizing the ideals of the Muslim society and nourishing the spiritual pillars on which the society is founded and by which it is distinctively characterized. As rightly stated by al Bahi al Khawli, Nations are truly founded on spiritual and psychological elements in addition to material factors. Indeed, the spiritual factors count much more in creating unity and vitality in any community. Islam pays great attention to these factors and makes spending out of the income of the community--to nourish and support these factors--one of its major obligations.
Man kann drei wesentliche Faktoren unterscheiden, denen der Islam besondere Aufmerksamkeit schenkt. Der erste ist die Freiheit oder Liberalität. Eines der Ziele der Zakah besteht darin, Menschen aus den Fesseln der Sklaverei zu befreien. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit wurde durch den Islam die Befreiung von Sklaven zu einer gesellschaftlichen Verpflichtung gemacht, für die ein bestimmter Anteil des Vermögens der Gemeinschaft aufgewendet wird. Zweitens werden die Menschen ermutigt, Projekte von öffentlichem Interesse durchzuführen und dafür Mittel aufzuwenden, um Unterschiede zwischen Teilen der Gemeinschaft auszugleichen und Einzelne und Gruppen miteinander zu versöhnen, um gesellschaftliche Unruhen zu vermeiden. Solche Handlungen werden dadurch gefördert, dass ein Anteil der Zakah dafür bestimmt ist, jene zu unterstützen, die für diese Zwecke die finanzielle Verantwortung übernehmen. Drittens wird dazu aufgerufen, auf dem Weg Gottes zu spenden und die rechtschaffene Religion zu verbreiten, die von Ihm kommt. Der Kampf auf dem Weg Gottes umfasst die Verteidigung der Ideale und Lehren, für die Gott Seine Gesandten gesandt hat, sowie das Hochhalten der Einheit Gottes und der Rechtschaffenheit auf Erden.8
One can distinguish three major factors to which Islam gives special attention. The first is freedom or liberty. One of the objectives of zakah is to liberate individuals in the bondage of slavery. For the first time in the history of humanity, the liberation of slaves was made, by Islam, a social obligation for which a certain portion of the community's wealth is spent. Secondly, encouraging individuals to carry out projects of public interest and to spend toward smoothing out differences between segments of the community and reconciling individuals and groups in order to avoid social unrest. Such actions are encouraged by assigning a share of zakah to support those who shoulder financial responsibility for these purposes. Thirdly, spending in the way of God and spreading the sound religion that comes from Him is urged. Fighting in the way of God includes defending the ideals and doctrines for which God sent His messengers, and up-holding the oneness of God and righteousness on earth.8
ABSCHNITT EINS: DAS PROBLEM DES SOZIOÖKONOMISCHEN GEFÄLLES
SECTION ONE THE PROBLEM OF SOCIO-ECONOMIC GAP
Das Nebeneinander von großem Reichtum und drückender Armut ist eine schwere gesellschaftliche Katastrophe, die der Islam in seiner Gesellschaft nicht duldet. Der Koran betont: „Er ist es, Der für euch alles erschaffen hat, was auf der Erde ist.“10 Das arabische Wort „jami'a“, das für „alles“ verwendet wird, kann bedeuten, dass alle erschaffenen Dinge für euch bestimmt sind, oder dass die erschaffenen Dinge für euch alle bestimmt sind.
The presence of a great concentration of wealth side by side with severe poverty is a major social calamity that Islam does not tolerate in its society. The Qur'an emphasizes, "It is He Who has created for you all things that are on earth."10 Arabic word "jami'a" used for "all" may mean all things created are for you, or things created are for all of you.
Eines der Ziele, die der Islam verfolgt, ist die Verringerung sozioökonomischer Unterschiede, indem den Bedürftigen Unterstützung und finanzielle Hilfe gewährt wird, um sie den Begüterten näherzubringen.
One of the objectives Islam aims for is reducing socio-economic differences by providing support and financial help to the have-nots to bring them closer to the haves.
Der Islam begegnet diesem Problem mit einem großen Teil seiner Gesetzgebung, seiner gesellschaftlichen Einrichtungen und seiner wirtschaftlichen Anweisungen, um Gerechtigkeit sowohl bei der Verteilung des Reichtums als auch bei der Verteilung des Einkommens zu erreichen. Gott sagt: „Was Gott Seinem Gesandten von den Bewohnern der Städte zurückgibt, gehört Gott, Seinem Gesandten, den Verwandten, den Waisen, den Bedürftigen und dem Reisenden, damit es nicht nur unter den Reichen unter euch die Runde macht."11 In diesem Abschnitt besprechen wir nur die Rolle der Einrichtung der Zakah bei der Verringerung wirtschaftlicher Unterschiede. Wir müssen im Blick behalten, dass es in einer Gesellschaft, die sich nach dem Islam richtet und von ihm regiert wird, Menschen geben muss, die arbeiten, und eine viel kleinere Zahl von Müßiggängern, und zwar aufgrund der anderen Mittel, mit denen der Islam die Untätigkeit entmutigt und Arbeitsplätze schafft. Die Zakah bietet, wie wir zuvor gesehen haben, nicht nur den Armen Linderung, sondern zielt auch darauf ab, die Armen zu Eigentümern von Produktionsmitteln zu machen, indem man ihnen die Werkzeuge und Maschinen gibt, die für produktive Arbeit notwendig sind, sodass Empfänger der Zakah für immer aus der Kategorie der Armen und Bedürftigen herausgenommen werden. Dies kommt zu der notwendigen Unterkunft und der sofortigen Hilfe hinzu, die die Zakah bietet. Wir haben im vorherigen Teil außerdem erörtert, dass das, was als Zakah gegeben wird, in den Besitz des Empfängers übergehen muss, damit die Empfänger der Zakah nicht länger Habenichtse bleiben.
ABSCHNITT ZWEI: DAS PROBLEM DER BETTLER UND DES BETTELNS
SECTION TWO THE PROBLEM OF BEGGARS AND BEGGING
Der Islam bekämpft das Betteln durch Bildung.
Islam fights begging through education
Der Islam pflanzt jedem Muslim durch Erziehung und Bildung eine Abscheu vor dem Betteln ein. Schon das Bitten um irgendeine Art von Unterstützung gilt als verpönt, außer in dringender Not. Abu Muslim al-Khawlani berichtet, dass ihm 'Awf bin Malik erzählte: "Sieben, acht oder neun von uns waren bei dem Gesandten Gottes ﷺ, als er sagte: 'Wollt ihr dem Gesandten Gottes ﷺ nicht Treue schwören?' Wir hatten erst vor kurzer Zeit den Treueeid geleistet, deshalb sagten wir: 'Wir haben dir bereits unsere Treue geschworen!' Er wiederholte diese Aufforderung dreimal. Dann streckten wir unsere Hände offen aus und legten den Treueeid ab. Einer von uns sagte: 'O Gesandter Gottes ﷺ, wir schwören dir die Treue, aber wozu?' Der Prophet ﷺ sagte: 'Dass ihr Gott verehrt und ihm nichts beigesellt, dass ihr die fünf Gebete verrichtet, dass ihr hört und gehorcht ...'"
Islam implants abhorance of begging inside each Muslim through training and education. Even asking for any kind of assistance is disliked, except in dire need. Abu Muslim al Khawlani says he was told by 'Awf bin Malik, "Seven, eight, or nine of us were with the Messenger of God (p) when he said, "Won't you give your pledge to the Messenger of God?" We had given our pledge not a long time ago, so we said, "We have given you our pledges!" He repeated that request three times. Then we extended our hands open and gave our pledge. One of us said, "O Messenger of God, we give you our pledge, but on what? The Prophet said, 'That you worship God and do not associate partners with him whatsoever, that you pray the five prayers, that you listen and obey . .
. . . „und er flüsterte ein Wort und fuhr fort: ‚und dass du von niemandem etwas verlangst.'" Der Überlieferer dieses Ausspruchs fügt hinzu: „So kann es geschehen, dass einem dieser Menschen die Peitsche aus der Hand fällt, während er reitet, und er bittet niemanden, sie ihm zu reichen."12 Thawban überliefert, dass der Gesandte Gottes ﷺ fragte: „Wer verpflichtet sich mir, nichts von den Menschen zu verlangen, damit ich ihm das Paradies garantieren kann?" Thawban sagte: „O Gesandter Gottes, ich." Der Prophet ﷺ sagte: „Verlange von niemandem etwas." Thawban verlangte danach von niemandem etwas mehr.13 Außerdem bezeichnet der Prophet ﷺ die empfangende Hand als die untere Hand und die Hand des Gebenden als die obere Hand. Er lehrte seine Gefährten, selbstständig zu sein und nicht in den Händen anderer Menschen nach etwas zu suchen. Abu Sa'id berichtet: „Einige Leute von den Ansar baten den Gesandten Gottes ﷺ
. . . ' and he whispered a word and continued, 'and that you do not ask people for anything.'" The narrator of the saying adds, "So it may happen that the whip of one of these people drops from his hand while riding and he does not ask anyone to hand it to him."12 Thawban narrates that the Messenger of God (p) asked, "Who pledges to me that he will not ask people for anything so I can guarantee him the Garden?" Thawban said, "O Messenger of God, I do." The Prophet said, "Do not ask people for anything." Thawban did not ask anything from anyone.13 Additionally, the Prophet (p) calls the receiving hand and the lower hand and the hand of the giver the upper hand. He taught his Companions to be self-sufficient and not to look for anything in the hands of other people. Abu Sa'id says, "Some people from the Ansar asked the Messenger of God (p)
Lehren des Propheten über Selbstversorgung
Teachings of the Prophet on self-support
Der Gesandte Gottes ﷺ lehrte seine Gefährten zwei wesentliche Grundsätze. Erstens ist die Arbeit die Quelle des Erwerbs und der Mittel zum Lebensunterhalt. Die Muslime werden aufgefordert, durch Arbeit die Erdteile zu durchziehen, um die Gaben Gottes zu suchen.
The Messenger of God (p) taught his Companions two essential principles. Firstly, work is the source of gaining income and means of sustenance. Muslims are urged to traverse through tracts of the earth in search of the bounties of God through work.
Arbeit, sei es körperlich oder anderweitig, ist besser, als von demütigenden Almosen zu leben. Der Prophet ﷺ
Work, manual or otherwise, is better than living on humiliating grants. The Prophet (p)
„Es ist besser für einen von euch, ein Seil auf seinen Rücken zu nehmen, ein Bündel Holz zu bringen und es zu verkaufen, damit Gott durch dessen Erlös die Würde seines Gesichts bewahrt, als dass er Menschen bittet, ob ihm gegeben wird oder ob man ihn abweist."15
says, "For anyone of you, taking some rope on your back and bringing a bunch of wood and selling it in order for God to preserve, with its value, the dignity of one's face, is better than asking people, whether one is given or prevents."15
Der zweite Grundsatz lautet, dass das unnötige Bitten um Almosen verboten ist, weil es entwürdigend ist. Muslimen ist es untersagt, zu Bettelei als Mittel der Linderung zu greifen, außer für diejenigen, die von der Not niedergeschlagen wurden. Wer bittet, obwohl er das besitzt, was seine lebensnotwendigen Bedürfnisse deckt, wird am Tag der Auferstehung mit seinem Betteln als Narbe im Gesicht erscheinen. Dies wird in mehreren Überlieferungen wiederholt. Al-Bukhari, Muslim und an-Nasa'i berichten von Ibn 'Umar, dass der Prophet ﷺ sagte: „Keiner wird im Betteln beharren, ohne dass er mit einem von Fleisch entblößten Gesicht vor Gott kommt." Die Verfasser der vier Sunan-Werke berichten, dass der Prophet ﷺ sagt: „Wer bettelt, obwohl er genug hat, dessen Betteln erscheint am Tag der Auferstehung als Narbe in seinem Gesicht." Der Prophet ﷺ wurde gefragt, was die Grenze des Genügens sei. Er antwortete: „Fünfzig Dirham oder deren Gegenwert in Gold." Das Gesicht ist der geehrteste Teil des Körpers, und dort erscheint das demütigende Zeichen des Bettelns.
The second principle is that asking people unnecessarily is prohibited, because it is indignifying. Muslims are prohibited from resorting to begging for relief except for those who are beaten by need. He who asks while having what satisfies his essential needs shall come on the Day of Resurrection with his begging a scar on his face. This is reiterated in several sayings. Al Bukhari, Muslim, and al Nasa'i report from Ibn 'Umar that the Prophet (p) said, "None shall persist in begging but will come to God with his face stripped of flesh." The authors of the four books on Sunan report that the Prophet (p) says, "He begs while he has satisfaction, his begging appears on the Day of Resurrection as a scar on his face." The Prophet was asked what the limit of satisfaction is. He answered, "Fifty dirhams or their equivalent in gold."16 The face is the most honored part of one's body, and that is where the humiliating mark of begging appears.
Praktische Heilung für das Problem des Bettelns
Practical cure for the problem of begging
Die Lösung des Problems des Bettelns ist zweigliedrig. Der erste Schritt besteht darin, allen, die arbeiten können, eine geeignete Arbeit zu verschaffen. Dies gehört zu den Pflichten des islamischen Staates gegenüber seinen Bürgern; der Staat darf angesichts des Problems der Arbeitslosigkeit nicht untätig bleiben. Er darf auch nicht fortwährend Unterstützung aus den Almosen (sadaqāt) leisten, ohne die Wurzel des Problems zu beheben. In der Erörterung der Verteilung der Zakāt weiter vorn in diesem Buch habe ich immer wieder betont: „Die Sadaqah ist keinem Reichen erlaubt und auch keinem Starken und Leistungsfähigen.“ In der Tat ist jede Unterstützung für eine Person, die fähig ist zu verdienen, gewissermaßen eine Ermutigung zur Untätigkeit. Die angemessenste Reaktion auf ein solches Problem ist das, was der Gesandte Gottes ﷺ tat, als eine Person ihn um Unterstützung bat. Anas bin Malik berichtet, dass ein Mann aus den Ansar zum Propheten ﷺ kam und um finanzielle Hilfe bat. Der Prophet ﷺ antwortete: „Hast du nichts in deinem Haus?“ Der Mann sagte: „Doch, ein Stück Tuch. Einen Teil davon tragen wir als Kleidung, und einen anderen Teil breiten wir aus, um darauf zu sitzen, und dazu eine Schale, aus der wir Wasser trinken.“ Der Prophet ﷺ sagte: „Bringe sie mir.“ Er brachte sie, und der Gesandte Gottes ﷺ nahm sie und rief aus: „Wer kauft diese?“ Ein Mann sagte: „Ich nehme sie für einen Dirham.“ Der Prophet ﷺ sagte: „Wer bietet mehr als einen Dirham?“ – zweimal oder dreimal. Ein anderer Mann sagte: „Ich nehme sie für zwei Dirham.“ Der Prophet ﷺ gab sie ihm, nahm die zwei Dirham und gab sie dem Eigentümer mit den Worten: „Kaufe mit einem davon Nahrung für deine Familie und mit dem anderen eine Axtklinge, und bring sie mir.“ Dann band der Gesandte Gottes ﷺ mit seinen eigenen Händen ein Stück Holz als Stiel an die Axt und sagte zu dem Mann: „Geh, hol Holz und verkaufe es, und ich möchte dich fünfzehn Tage lang nicht sehen.“ Der Mann holte Holz und verkaufte es. Später kam er zum Propheten ﷺ mit zehn Dirham Gewinn: Er kaufte mit einem Teil Kleidung und mit einem Teil Nahrung. Der Gesandte Gottes (Friede sei mit ihm) sagte: „Das ist besser für dich als das Betteln, das am Tag der Auferstehung als Makel auf deinem Gesicht erscheinen wird. Betteln ist nur einer von drei Personen erlaubt: einem bedürftigen Armen, einer Person, die von erdrückenden Schulden belastet ist, oder einer Person, die ein Blutgeld für einen unbeabsichtigten Totschlag zahlen muss.“20 Wir erkennen in dieser Überlieferung die praktische Lehre des Propheten ﷺ, als er nicht wollte, dass jene Person Zakāt nahm, weil sie in der Lage war, selbst zu verdienen, und eine solche Annahme nur als letzter Ausweg erlaubt ist. Der Staat ist dafür verantwortlich, bei der Suche nach geeigneter Arbeit für alle seine Bürger zu helfen. „Dieser Ausspruch zeigt die praktischen Schritte, die der Islam lange vor jedem anderen dem Menschen bekannten System unternommen hat, um Armut und Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Die Behandlung besteht nicht nur darin, unmittelbare Hilfe zu leisten, sondern auch Mittel zur Selbstversorgung und produktive Arbeit bereitzustellen. Der Prophet ﷺ lehrte, dass man all seine Fähigkeiten nutzen muss, so gering sie auch sein mögen, und alle Möglichkeiten produktiver Arbeit ausschöpfen muss, bevor man zum Betteln oder Bitten greift. Er lehrte, dass jede Arbeit, die einen erlaubten Lebensunterhalt sichert, ehrenhaft und würdevoll ist, selbst wenn es bedeutet, Holz auf dem Rücken zu tragen und zu verkaufen, damit man nicht durch Betteln erniedrigt wird.“
ABSCHNITT DREI: DAS PROBLEM DES HASSES UND DER STREITIGKEITEN
SECTION THREE THE PROBLEM OF HATRED AND DISPUTE
Die Geschwisterlichkeit ist ein wesentliches Ziel der Zakat.
Brotherhood is an essential objective of Zakah
Die Verbreitung der Brüderlichkeit unter den Kindern Adams im Allgemeinen und unter den Mitgliedern der muslimischen Gesellschaft im Besonderen ist eines der grundlegenden Ziele des Islam. Soziale Solidarität, soziale Sicherheit und gegenseitige Zusammenarbeit stärken die Brüderlichkeit. Zweifellos besteht ein ständiger Bedarf an der Versöhnung von Menschen, die in Streitigkeiten und Fehden verwickelt sind.
Spreading brotherhood among the children of Adam in general and members of the Muslim society in specific is one of the basic objectives in Islam. Social solidarity, social security, and mutual cooperation strengthen brotherhood. No doubt, there is a continuous need for reconciling people who get themselves in disputes and feuds.
In der ersten islamischen Gesellschaft, die der Prophet ﷺ in Madinah gründete, bietet sich uns das Ideal einer Szene aus Brüderlichkeit, gegenseitiger Liebe und Fürsorge, trotz der stammesbezogenen und wirtschaftlichen Rivalität, die vor dem Islam bestand, und trotz der ethnischen und kulturellen Unterschiede zwischen den Auswanderern nach Madinah (Muhajirin), die aus dem Zweig der 'Adnani-Araber stammten, und den Ansar, die vor der Auswanderung in Madinah lebten und dem Zweig der Qahtani-Araber angehörten. Die Ansar selbst bestanden aus zwei großen Stämmen, die seit Jahrzehnten in der Stadt miteinander im Streit lagen, dazu kamen einige Einzelpersonen aus Verhältnissen, die den Muhajirin und den Ansar völlig fremd waren, wie der Äthiopier Bilal, der Perser Salman und der Byzantiner Suhaib. Darüber hinaus umfasste die Gesellschaft Madinas grobe Beduinen wie Abu Dharr Seite an Seite mit in Luxus aufgewachsenen Städtern wie Mus'ab bin 'Umair. Diese Gesellschaft war auf einzigartige Weise von Brüderlichkeit durchwoben, sodass man für seinen Bruder genau das liebte, was man für sich selbst liebte. Der Koran zeichnet ein Bild dieser idealen Verwirklichung der Brüderlichkeit: „Die bedürftigen Auswanderer, diejenigen, die aus ihren Häusern und von ihrem Propheten vertrieben wurden, während sie Gottes Gnade und Sein Wohlgefallen suchten und Gott und Seinen Gesandten zufriedenstellen wollten, das sind wahrlich die Aufrichtigen."
In the first Islamic society, established by the Prophet in Madinah, we are given an ideal scene of brotherhood, mutual love and care, in spite of the tribal and economic rivalry that existed before Islam and in spite of the ethnic and cultural differences between the migrants to Madinah (Muhajirin) who were from the 'Adnani branch of Arabs, and the Ansar, who lived in Madinah before migration and were of the Qahtani branch of Arabs. The Ansar themselves were composed of two major tribes that had been fighting each other in the city for decades, in addition to a few individuals from backgrounds totally alien to both Muhajiran and Ansar, such as the Ethiopian Bilal, the Persian Salam, and the Byzantine Suhaib. On top of that, Madinan society included rough bedouins like Abu Dharr side by side with luxuriously raised urbanites like Mus'ab bin 'Umair. This society was woven with brotherhood in a unique manner, whereby one loves for one's brother exactly what one loves for one's self. The Qur'an draws a picture of this ideal application of brotherhood: "The indigent migrants, those who were expelled from their homes and their prophet, while seeking grace from God, His good pleasure, and pleasing God and His Apostle, such are indeed the sincere ones.
Der Islam gibt Gesetze für das reale Leben.
Islam legislates for real life
Obwohl diese ideale Brüderlichkeit im tatsächlichen Leben der ersten islamischen Gemeinschaft verwirklicht wurde, gibt der Islam als Lebensweise Regeln für das menschliche Leben vor, ohne dabei die Tatsache außer Acht zu lassen, dass Menschen sündigen, Fehler machen, Feindschaften und Streitigkeiten haben, die bis zu Zerstörung, Blutvergießen und der Aneignung fremder Güter führen können.
Although this ideal brotherhood was realized in the actual life of the first Islamic society, Islam as a way of life legislates for human life without disregarding the fact that human beings sin, make mistakes, have feuds and disputes, which may go as far as destruction, bloodshed, and taking other people's resources.
Fehden, die bis zum Kampf eskalieren, sind so alt wie die Menschheit selbst. Der Koran berichtet, dass die Engel Gott, als Er Adam erschuf, fragten: „Willst Du darin einen einsetzen, der darin Unheil stiftet und Blut vergießt? Wo wir doch Deinen Lobpreis verkünden und Deinen heiligen Namen rühmen?"23 Die Geschichte von den beiden Söhnen Adams wird im Koran erzählt: „Und trag ihnen die wahre Geschichte von den beiden Söhnen Adams vor. Als sie beide ein Opfer darbrachten, wurde es von dem einen angenommen, von dem anderen aber nicht angenommen. Da sprach jener: ‚Ich werde dich ganz gewiss töten.' – ‚Gewiss', sprach dieser, ‚Gott nimmt nur von den Gottesfürchtigen an. Selbst wenn du deine Hand gegen mich ausstreckst, um mich zu töten, werde ich meine Hand nicht gegen dich ausstrecken, um dich zu töten, denn ich fürchte Gott, den Herrn der Welten."
Feuds that reach the stage of fighting are as old as humanity itself. The Qur'an tells us that the angels asked God when He created Adam, "Wilt Thou place therein one who will make mischief therein and shed blood? Whilst we celebrate Thy praises and glorify Thy holy name?"23 The story of the two sons of Adam is told in the Qur'an: "Recite to them the truth of the story of the two sons of Adam. Behold, they each presented a sacrifice to God. It was accepted from one but not from the other. Said the latter, 'Be sure, I will slay thee.' 'Surely', said the former, 'God doth accept the sacrifice of those who are righteous. If thou dost stretch thy hand against me to slay me, it is not for me to stretch my hand against thee to slay thee, for I do fear God, the Cherisher of the worlds.
„Ich will, dass du meine Sünde zusammen mit deiner eigenen auf dich nimmst, denn du wirst unter den Gefährten des Feuers sein, und das ist der Lohn derer, die Unrecht tun.“ Die selbstsüchtige Seele des anderen führte ihn zum Mord an seinem Bruder. Er tötete ihn und wurde einer der Verlorenen. Dann sandte Gott einen Raben, der den Boden scharrte, um ihm zu zeigen, wie er die Schande seines Bruders verbergen könne. „Wehe mir“, sprach er. „War ich nicht einmal fähig, wie dieser Rabe zu sein und die Schande meines Bruders zu verbergen?“ Da wurde er voller Reue.
ABSCHNITT VIER: DAS PROBLEM DER UNFÄLLE UND NATURKATASTROPHEN
SECTION FOUR THE PROBLEM OF ACCIDENTS AND NATURAL CALAMITIES
Sicherheit und wirtschaftliche Ausreichend
Security and economic sufficiency
Der Islam bemüht sich, jedem Menschen in der islamischen Gesellschaft eine ausreichende Versorgung mit dem Lebensnotwendigen und Sicherheit vor Furcht zu garantieren, damit der Mensch einen guten Teil seiner Kraft dem Gottesdienst widmen kann. Gott zeigt dem Stamm der Quraisch, wie groß Seine Gnade ihnen gegenüber war, indem Er sagt: „Für die Bündnisse [der Sicherheit und des Schutzes], deren sich die Quraisch erfreuen. Ihre Bündnisse, die Reisen im Winter und im Sommer umfassen. So sollen sie den Herrn dieses Hauses verehren, Der sie vor Hunger mit Nahrung versorgt und vor Furcht mit Sicherheit."34 Das Schlimmste, was einem Menschen oder einer Gruppe von Menschen widerfahren kann, ist der Verlust einer dieser beiden Gaben. Gott sagt: „Gott stellt ein Gleichnis auf: Eine Stadt, die in Sicherheit und Ruhe lebte, reichlich versorgt mit Lebensunterhalt von allen Orten, doch sie war undankbar gegenüber den Gaben Gottes. Da ließ Gott sie Hunger und Schrecken in äußerstem Maße kosten, [der sie] wie ein Gewand [von allen Seiten] umfing, wegen des Bösen, das [ihre Bewohner] begangen hatten."35 Die islamischen Gesetze garantieren jedem Menschen im islamischen Staat, ob Muslim oder nicht, ein angemessenes Lebensniveau, in dem Nahrung, Kleidung und Unterkunft sowie Gesundheitsfürsorge und Bildung verfügbar sind. Es wurde zuvor gezeigt, dass das System der Zakāh darauf abzielt, die Armen und Bedürftigen und ihre Familien auf Lebenszeit zu versorgen.
Islam attempts to guarantee each person in the Islamic society sufficiency of sustenance and security from fear, so that a human being can devote a good part of his or her energy to worshiping God. God, in showing the tribe of Quraish how great was His bounty to them, says, "For the covenants [of security and safeguard] enjoyed by the Quraish. Their covenants covering journeys by winters and summer. Let them adore the Lord of this House, Who provides them with food against hunger and with security against fear."34 The worst that may happen to a person or a group of people is the loss of either of these two bounties. God says, "God sets forth a parable, a city enjoying security and quiet, abundantly supplied with sustenance from every place, yet was it ungrateful for the favors of God, so God made it taste of hunger and terror in extreme, [closing in on it] like a garment [from every side] because of the evil [which its people] wrought."35 The Islamic laws guarantee every person in the Islamic state, Muslim or not, a suitable level of living, whereby food, clothing, and shelter are available in addition to health care and education. It was shown earlier that the system of zakah aims at satisfying the poor and the needy and their families for life.
Doch Naturkatastrophen können jeden Menschen unerwartet treffen, ob reich oder nicht, ob Bauer, Kaufmann, Industrieller oder Grundbesitzer. Naturkatastrophen können für eine ganze Gegend typisch sein, etwa Dürre, Überschwemmung, Insektizidverseuchung oder Explosionen, oder sie können einzelne Personen betreffen, wie Unfälle, Brände sowie der Verlust von Vermögenswerten oder Einkommensquellen.
„Zu den Verschuldeten" gehören auch diejenigen, die von Unglücksfällen getroffen wurden.
"People under debt" include those hit by disasters
Menschen, die von Naturkatastrophen oder Unglücksfällen getroffen werden, bleiben nicht allein auf freiwillige Wohltätigkeit angewiesen. Ihnen steht ein Anteil an den Erträgen der Zakāt zu. Der Prophet ﷺ sagte zu Qubaisah: „Betteln ist nur in drei Fällen erlaubt.“ Unter diesen nannte der Prophet ﷺ auch einen Mann, der von einer Katastrophe getroffen wurde, die sein Vermögen vernichtet. Frühe Korankommentatoren zählen zur Kategorie der Schuldner [al-gharimīn] auch denjenigen, „dessen Haus durch Feuer zerstört wurde oder dessen Vermögen durch eine Flut weggespült wurde oder der Schulden hat, die seine Familie belasten“.37
Individuals struck by natural disasters or accidents are not left to voluntary charity alone. They are given a share in the proceeds of zakah. The Prophet told Qubaisah, "Asking is not permissible, except in three cases." The Prophet mentioned among them a man struck by a disaster that wipes out his wealth. Early commentators on the Qur'an include in the category of persons under debt [al gharimin] "He whose house caught fire or whose wealth was wiped out by flood or who has debts that burden his family."37
Wie viel wird solchen Personen gegeben?
How much are such persons given?
In dem oben erwähnten Ausspruch sagt der Prophet ﷺ, eine solche Person dürfe so lange bitten, bis sie "ausreichend Lebensunterhalt" erlangt. Dies unterscheidet sich zweifellos von einer Person zur anderen und hängt von Faktoren ab wie dem allgemeinen Lebensstandard, der Größe der Familie und dem sozialen Status. Für einen Kaufmann, dessen Warenlager verbrannt ist, kann es zum Beispiel erforderlich sein, zur Sicherung seines Lebensunterhalts eine Mindestmenge an Waren zu erwerben, die für seine Art von Geschäft ausreicht. Einige Rechtsgelehrte gehen sogar so weit, dass solchen Menschen Beträge gegeben werden müssen, die ausreichen, um sie wieder auf die Beine zu stellen, auf das Niveau, das sie vor dem Unglück hatten.38 Meiner Ansicht nach hängt die Höhe dessen, was von Schicksalsschlägen betroffenen Personen gegeben werden sollte, von der Verfügbarkeit von Mitteln bei der Zakat-Stelle ab sowie von verschiedenen anderen Faktoren, nämlich anderen Bedürfnissen, die auf diese Mittel zurückgreifen. Abschließend ist zu betonen, dass die ländlichen Gebiete der heutigen muslimischen Länder dringend eine solche islamische Versicherung gegen die finanziellen Folgen von Naturkatastrophen und Dürren benötigen, angesichts der weit verbreiteten Armut und der unzureichenden freiwilligen Wohltätigkeit, um die volle Verantwortung für eine solche Versicherung zu übernehmen.
In the saying mentioned above, the Prophet (p) says such a person may ask "until he secures sufficiency of sustenance." This undoubtedly differs from one person to another, depending on factors such as the general standards of living, size of family, and social status. For a merchant whose inventory is burned, for example, securing sustenance of living may require purchasing a minimum amount of inventory sufficient for his type of business. Some jurists even argue that such people must be given amounts sufficient to put them back on their feet at the level they had before the accident took place.38 I believe what determines how much persons struck by disasters should be given depends on the availability of funds in the zakah agency and on several other factors, namely other needs that draw on these funds. Lastly, it must be emphasized that the rural areas of today's Muslim countries desperately need such Islamic insurance against the financial aftermath of natural disasters and drought, because of predominant poverty and insufficiency of voluntary charity to take total responsibility for such insurance.
ABSCHNITT FÜNF: DAS PROBLEM DER UNFREIWILLIGEN EHELOSIGKEIT
SECTION FIVE THE PROBLEM OF INVOLUNTARY CELIBACY
Das Gelübde der Ehelosigkeit ist verboten.
Taking a vow of celibacy is prohibited
Der Islam erlaubt zwar keine grenzenlose, wahllose Auslebung und Befriedigung des Geschlechtstriebs, doch verlangt er ebenso wenig das andere Extrem, und er duldet keinerlei Neigung zur freiwilligen Ehelosigkeit. Die Unterdrückung des Geschlechtstriebs oder seine Beseitigung wird von diesem System des Islam nicht akzeptiert. Der Islam ermutigt zur Ehe und verbietet Ehelosigkeitsgelübde und Kastration. Einem Muslim, der heiraten kann, ist es nicht gestattet, in Ehelosigkeit zu leben und dies damit zu begründen, dass er sich der Verehrung und Anbetung Gottes widme. Der Prophet ﷺ
Islam, in as much as it does not allow unlimited, haphazard response to and practice of the sexual drive, does not allow the other extreme and does not entertain any tendency to voluntary celibacy. Suppression of the sexual drive or its elimination is not accepted by this system of Islam. Islam encourages marriage and forbids taking vows of celibacy and castration. A Muslim who is able to marry is not permitted to live in celibacy claiming that he is devoted to adoring and worshiping God. The Prophet (p)
Einmal bemerkte er bei einigen seiner Gefährten eine Neigung zum Zölibat. Er erklärte sofort, dass dies eine inakzeptable Abweichung vom Islam und von seiner Sunna sei ﷺ.
noticed once an inclination toward celibacy among some of his Companions. He immediately declared that this is an unacceptable deviation from Islam and his tradition.
Er sagt: „Ich bin tatsächlich der Wissendste unter euch über Gott (und Seine Lehren) und derjenige, der Ihn am meisten fürchtet, doch ich stehe [im Gebet] in der Nacht und ich schlafe; ich faste [manchmal] und ich esse, und ich heirate Frauen. Wer meinen Weg [der Lebensführung] nicht begehrt, gehört nicht zu mir.“39 Sa'd bin Abi Waqqas überliefert: „Der Gesandte Gottes ﷺ
He says, "I am indeed the most knowledgeable among you about God ('s teachings) and the one who fears Him most, but I stand [in prayers] in the night and I sleep; I fast [sometimes] and I eat, and I marry women. He who desires not my way [of conduct] does not belong with me."39 Sa'd bin Abi Waqqas narrates, "The Messenger of God (p)
...rechtlichen Keuschheitsgelübde des ʿUthmān ibn Maẓʿūn zurückgewiesen. Hätte er es ihm erlaubt, so hätten wir uns selbst entmannt."40 Darüber hinaus wandte sich der Prophet ﷺ an die Jugend: „O ihr jungen Leute, wer von euch die Voraussetzungen zur Ehe erfüllen kann, der soll heiraten, denn die Ehe dient besser dazu, den Blick zu senken und die Keuschheit zu bewahren."41 Einige Gelehrte leiten daraus ab, dass die Ehe für jeden Muslim verpflichtend ist und dass es niemandem erlaubt ist, sich von der Ehe fernzuhalten, der die Mittel dazu besitzt. Ein Muslim darf die Ehe nicht meiden, weil seine Lebensmittel knapp sind oder weil die Last ihrer Verantwortung auf ihm liegt. Gott verheißt denen Bereicherung, die in der Ehe ein Mittel zur menschlichen Erfüllung und zum Schutz vor verbotenem Ausleben des Geschlechtstriebs sehen. Gott spricht: „Verheiratet diejenigen unter euch, die ledig sind, sowie eure rechtschaffenen Sklaven und Sklavinnen. Wenn sie arm sind, wird Gott sie aus Seiner Gnade reich machen."
ABSCHNITT SECHS DAS PROBLEM DER OBDACHLOSEN
SECTION SIX THE PROBLEM OF THE HOMELESS
Es wurde zuvor gezeigt, dass die Hilfe für den Reisenden eines der acht Ziele der Verteilung der Zakat ist. An mehreren Stellen im Qur'an ermutigt Gott dazu, sich um den Reisenden zu kümmern. Der Islam wünscht, dass jeder Mensch ein Zuhause hat und zu einer Familie gehört, und er lehnt es ab, dass jemand in Obdachlosigkeit lebt. Folglich zählt eine angemessene Unterkunft für eine Person und ihre Familie zu den lebensnotwendigen Bedürfnissen, zu deren Befriedigung Gott die Zakat vorgeschrieben hat. Al-Nawawi erklärt, dass zu den lebensnotwendigen Bedürfnissen Nahrung, Kleidung, Wohnung und alles gehört, was für das Leben unentbehrlich ist, und zwar in einem Maß, das dem Empfänger und seinem gesellschaftlichen Stand entspricht, ohne Verschwendung und ohne Geiz.46 Ibn Hazm ergänzt: „Es ist eine Pflicht der Reichen in jeder Gegend, für alle Bedürfnisse der Armen in dieser Gegend aufzukommen. Erfüllen sie dies nicht, muss die Regierung sie dazu zwingen. Reichen die Erträge aus der Zakat und dem Fai nicht aus, so müssen dennoch die Bedürfnisse nach Nahrung, Kleidung für Sommer und Winter sowie einer Unterkunft, die vor der Sonne, dem Regen und den Blicken der Vorübergehenden schützt, aus dem Vermögen der Reichen bereitgestellt werden.“47
It was shown earlier that help for the wayfarer is one of the eight goals of zakah dispersement. In several places in the Qur'an, God encourages taking care of the wayfarer. Islam prefers every person to have a home and belong to a family, and does not like a status of homelessness for anyone. Consequently, adequate shelter for a person and his or her family is included under essential needs, for satisfaction of which zakah is enacted by God. Al Nawawi explains that essential needs include food, clothing, residence, and everything that is indispensable for life, at a level that suits the receiver and his or her social status without extravagance or miserliness.46 Ibn Hazm adds "It is an obligation on the rich people of every region to provide for all the needs of the poor in that region. If they do not fullfill this, the government must force them to do so. If the proceeds of zakah and fa'i are not sufficient, still, satisfaction of the needs for food, clothing for summer and winter, and shelter that protects from the sun, the rain, and the eyes of passers-by, must be provided from the wealth of the rich."47
Im Kapitel über den Reisenden im vierten Teil dieses Buches haben wir angemerkt, dass auch Findelkinder unter die Begünstigten der Zakah fallen, da sie in der Tat „Kinder der Straße“ sind.
In the chapter on the wayfarer in part four of this book, we noted that foundlings are also covered in the benefits of zakah, since they are indeed "children of the street."
Fußnoten
Footnotes.
1. Einzelheiten zu dieser gegenseitigen Fürsorge und Solidarität finden sich in „Ishtirakiyat al Islam“ von Dr. Mustafa al Siba'i.
1. For details on this mutual care and solidarity, see Ishtirakiyat al Islam, by Dr. Mustafa al Siba'i.
2. Fi Zilal al Qur'an, von Sayyid Qutb, Bd. 10, S. 81.
2. Fi Zilal al Qur'an, by Syed Qutb, Vol. 10, p. 81.
3. Al Amwal, S. 578-580.
3. Al Amwal, pp. 578-580.
4. Ebd., S. 46.
4. Ibid, p. 46.
5. Tarikh al-Baladhari, S. 177.
5. Tarikh al Baladhari, p. 177.
6. Al Daman al Ijtima'i, von Dr. Sadiq Mahdi, S. 126.
6. Al Daman al Ijtima'i, by Dr. Sadiq Mahdi, p. 126.
7. Halqat al Dirasat al Ijtima'iyah, dritte Sitzung, S. 217.
7. Halqat al Dirasat al Ijtima'iyah, third session, p. 217.
8. Al Ishtirakiyah fi al Mujtama' al Islami (Der Sozialismus in der islamischen Gesellschaft), von al-Bahi al-Khawli, S. 141–144.
8. Al Ishtirakiyah fi al Mujtama' al Islami, by al Bahi al Khawli, pp. 141-144.
9. Mushkilat al-Faqr wa Kaifa ʿAlajaha al-Islam, von Yusuf al-Qaradawi.
9. Mushkilat al Faqr wa Kaifa 'Alajaha al Islam, by Yusuf al Qaradawi.
10. Sure al-Baqarah, 2:29.
10. Sura al Baqarah, 2:29.
11. Sure Al-Haschr, 59:7.