4.6 Kapitel Sechs: Um Gottes willen
4.6 Chapter Six For The Sake Of God
Die siebte Kategorie der Verteilung der Zakāh wird im Qur'ān mit dem Ausdruck „fī sabīl Allāh" [auf dem Weg Gottes] bezeichnet. An wen wird dieser Anteil der Zakāh gezahlt? Die sprachliche Bedeutung des Begriffs ist recht offensichtlich. „Sabīl" bedeutet Weg, und „sabīl Allāh" ist der Weg, der zum Wohlgefallen Gottes führt. Ibn al-Athīr sagt: „... 'sabīl Allāh' ist allgemein genug, um jede Handlung oder Tat einzuschließen, die aufrichtig um Gottes willen beabsichtigt ist, einschließlich der Erfüllung religiöser Pflichten sowie freiwilliger Gottesdienste und Taten. Wenn der Ausdruck 'fī sabīl Allāh' nicht näher bestimmt ist, bedeutet er gewöhnlich Jihād [Kampf um Gottes willen], so dass der Ausdruck oft so erscheint, als sei er auf die Bedeutung von Jihād beschränkt." Diese Analyse des Ausdrucks 'fī sabīl Allāh' durch Ibn al-Athīr zeigt zwei wichtige Punkte:
The seventh category of zakah distribution is expressed in the Qur'an as "fi sabil Allah" [in the way of God]. To whom is this share of zakah paid? The linguistic meaning of the term is quite obvious. "Sabil" means way, and "sabil Allah" is the way that leads to pleasing God. Ibn al Athir says ". . . 'sabil Allah' is general enough to cover every action or deed sincerely intended for the sake of God, including fulfilling religious obligations and voluntary worships and deeds. When the term 'fi sabil Allah' is not modified, it usually means jihad [fighting for the sake of God], so the term often appears to be restricted to the meaning of jihad." This analysis of the term 'fi sabil Allah' by Ibn al Athir shows two important points:
1. Der Begriff bezeichnet ursprünglich jede Handlung, die allein dem Zweck dient, Gottes Sache zu fördern, einschließlich aller guten Taten, individueller wie kollektiver.
1. The term originally means every action intended solely to serve the cause of God, including all good deeds, individual and collective.
2. Unverändert wird der Begriff gemeinhin so verstanden, dass er Kampf um Gottes willen bedeutet, da der häufige Gebrauch die Bedeutung nahezu auf den Kampf um Gottes willen beschränkt.
2. Unmodified, the term is commonly understood to mean fighting for the sake of God, since frequent usage almost restricts the meaning to fighting for the sake of God.
Diese zwei Bedeutungen des Begriffs erzählen eine ganze Geschichte von Meinungsverschiedenheiten unter den Rechtsgelehrten über diese siebte Kategorie der Verteilung der Zakāt. Es ist offensichtlich, dass sich alle darin einig sind, dass der Kampf für die Sache Gottes in diese Kategorie fällt; ihre Meinungsverschiedenheiten drehen sich darum, ob diese Kategorie auch andere gute Werke umfassen darf, die darauf abzielen, Gott zu gefallen. Die folgende Erörterung beschreibt die Ansichten der Rechtsgelehrten zu dieser Frage.
These two meanings of the term tell a whole story of differences among jurists on this seventh category of zakah distribution. Obviously, all agree that fighting for the sake of God is included in this category; their differences center on whether this category may also cover other good deeds intended to please God. The following discussion describes the opinions of jurists on this matter.
Die hanafitische Auffassung
The Hanafite view
Laut Abu Yusuf umfasst die Kategorie fi sabil Allah Kämpfer, die nicht über genügend Mittel für Reittiere und Ausgaben verfügen, in einer Weise, die sie am Kampf hindert. Ihnen ist Sadaqah erlaubt, selbst wenn sie in der Lage sind, Einkommen zu erzielen, denn Arbeit würde sie vom Kampf abhalten. Muhammad versteht den Begriff so, dass er auch jene einschließt, die die Pilgerfahrt unternehmen möchten, aber aus Mangel an Geld nicht dazu in der Lage sind. Als Beleg führt er einen Bericht an, wonach ein Mann, der sein Kamel fi sabil Allah gewidmet hatte, vom Gesandten Gottes ﷺ angewiesen wurde, Pilger damit zu befördern. Außerdem geschieht die Pilgerfahrt um Gottes willen, da sie ein Gehorsam gegenüber Seinen Geboten ist.
According to Abu Yusuf, the category of fi sabil Allah includes fighters who do not have sufficient funds for rides and expenses in such a way that impedes them from fighting. Sadaqah is lawful to them even if they are able to earn income, since working would deter them from fighting. Muhammad understands the term to include those who want to perform pilgrimage but cannot do so for lack of money. He presents as evidence a report that a man who devoted his camel in the way of God (fi sabil Allah) was ordered by the Messenger of God (p) to carry pilgrims on it. Additionally, pilgrimage is for the sake of God, as it is an obedience to his ordinances.
Einige Hanafiten vertreten die Auffassung, dass auch Vollzeitstudenten zu dieser Kategorie gehören. Der Verfasser von al-Fatawa al-Zahiriyyah erwähnt in seiner Auslegung des Begriffs fi sabil Allah nur diese Kategorie. Andere lehnen diese Auslegung mit der Begründung ab, dass zur Zeit der Offenbarung des Verses das Konzept des Vollzeitstudenten nicht existiert habe. Wieder andere erwidern, dass Vollzeitstudium den Erwerb von Kenntnissen der Scharia bedeuten könne, so wie es jene Gefährten praktizierten, die den Propheten ﷺ in Medina ganztägig begleiteten, um von ihm Wissen zu empfangen, und als die Leute von as-Suffa bekannt sind [der Name des Ortes vor der Moschee des Propheten ﷺ in Medina, wo diese Menschen in Zelten lebten]. In al-Bada'i' sagt al-Kasani, dass allen, die Taten des Gehorsams gegenüber Gott verrichten und gute Werke fördern, als fi sabil Allah geholfen werden könne, entsprechend der ursprünglichen sprachlichen Bedeutung des Begriffs. Ibn Nujaim bemerkt in al-Bahr: „Es ist offensichtlich, dass die Bedingung der Armut in allen Fällen notwendig ist“, doch Raschid Rida argumentiert, dass eine solche Einschränkung die gesamte Kategorie der „auf dem Weg Gottes“ als eigenständige Gruppe von Empfängern beseitigt, da die erste Kategorie alle Armen umfasst.4
Some Hanafites argue that this category includes full-time students. The author of al Fatawa al Zahiriyyah mentions only this category in his interpretation of the term fi sabil Allah. Others reject this interpretation on the grounds that when the verse was revealed, the concept of full-time students did not exist. Others reply that studying full time can mean acquiring knowledge of Shari'ah, as practiced full-time by those Companions who accompanied the Prophet (p) to receive knowledge from him in Madinah, known as the people of al Suffah [the name of the place in front of the Prophet's mosque in Madinah where these people used to live in tents]. In al Bada'i', al Kasani says all those who do deeds of obedience to God and promote good actions can be helped as fi sabil Allah, following the original linguistic meaning of the term. Ibn Nujaim in al Bahr comments, "It is obvious that the condition of poverty is necessary in all cases,"2 but Rashid Rida argues that such a restriction eliminates the whole category of in the way of God as a separate group of recipients, since the first category covers all poor persons.3,4
Die malikitische Sichtweise
The Malikite view
In Ahkam al-Qur'an zitiert Ibn al-'Arabi die Bemerkung Maliks: „Die Wege Gottes sind vielfältig, doch ich kenne keine Meinungsverschiedenheit darüber, dass mit fi sabil Allah hier der Kampf gemeint ist, im Unterschied zu anderen Wegen Gottes.“ Muhammad bin 'Abd al-Hakam sagt: „Aus der Sadaqah kann der Wert von Nahrung, Waffen und anderen Kriegsgeräten [der Kämpfer] bezahlt werden. Dazu gehört, feindliche Angriffe auf muslimische Länder zu verhindern, da all diese Handlungen zum Kampf um Gottes willen gehören. Der Prophet ﷺ gab aus der Sadaqah einhundert Kamele zur Versöhnung nach dem Angriff gegen Sahl bin Abi Khathamah. Er tat dies, um einen großen gewaltsamen Aufruhr zu verhindern.“6
In Ahkam al Qur'an, Ibn al 'Arabi quotes Malik's remark, "The ways of God are manifold, but I know of no disagreement that what is meant by fi sabil Allah here is fighting, as distinct from other ways of God," Muhammad bin 'Abd al Hakam's says "From sadaqah, the value of food, arms, and other tools of war [of the fighters] can be paid. This includes preventing enemies from invading Muslim lands, since all these are actions related to fighting for the sake of God. The Prophet (p) gave one hundred camels from sadaqah in reconciliation after the attack against Sahl bin Abi Khathamah. He did so in order to prevent a major violent disturbance."6
Der Verfasser des Sharh al-Dardir zum Matn Khalil schreibt: „Zakat kann an Kämpfer und Grenzwächter gegeben werden sowie zum Kauf von Kriegsgerät, etwa Waffen und Pferden.
The author of Sharh al Dardir on Matn Khalil writes, "Zakah can be given to fighters and border guards, and to buy war machinery, such as weapons and horses.
Kämpfer dürfen Zakat erhalten, selbst wenn sie reich sind, denn sie wird ihnen nicht wegen Armut gegeben, sondern weil sie für die Sache Gottes kämpfen. Auch Spione können Zakat erhalten, selbst wenn sie Ungläubige sind.7
Fighters may take zakah even if they are rich, since they are given because they are fighting for the sake of God and not because of poverty. Spies can also be given zakah, even if they are unbelievers."7
Die malikitische Sichtweise lässt sich wie folgt zusammenfassen:
The Malikite view can be summarized as follows:
1. Sie sind sich einig, dass „auf dem Weg Gottes“ auf das Kämpfen und die Verteidigung des muslimischen Landes beschränkt ist.
1. They agree that "in the way of God" is restricted to fighting and guarding Muslim land.
Die schafiitische Auffassung
The Shaifi'ite view
Zusammen mit an-Nawawi in al-Minhādsch und Ibn Hadschar al-Haitamī in seinem Kommentar zu demselben Werk vertreten die Schafiiten die Auffassung, dass „auf dem Weg Gottes“ auch freiwillige Kämpfer einschließt, die vom Staat keinen Sold erhalten. Um Ibn Hadschars Worte zu gebrauchen: „Freiwillige Kämpfer kämpfen ohne Sold, wenn sie motiviert sind, und andernfalls arbeiten sie in Geschäften und Handwerksbetrieben.“ Er fügt hinzu: „Sabīl Allāh bedeutet sprachlich den Weg, der zu Ihm führt. Es wird häufig im Sinne des Kampfes für Seine Sache verwendet, was den Märtyrertod einschließen kann, der zum Wohlgefallen Gottes führt.“
Along with al Nawawi in al Minhaj and Ibn Hajar al Haithami in his commentary on the same, Shafi'ites believe "in the way of God" includes voluntary fighters who do not receive salaries from the government. To use Ibn Hajar's words, "volunteer fighters fight without salaries when motivated, and otherwise they work in businesses and crafts." He adds, "Sabil Allah linguistically means the way that leads to Him. It is often used to mean fighting for His cause, which may mean martyrdom that leads to pleasing God.
„Anschließend wurde der Begriff auf diejenigen angewandt, die ohne Entgelt kämpfen, da sie mehr opfern als besoldete Soldaten und es verdienen, dass ihnen das gegeben wird, was ihnen hilft, diese Pflicht auf sich zu nehmen, selbst wenn sie reich sind."9
Then the term was applied to those who fight without compensation, since they sacrifice more than salaried soldiers and deserve to be given what helps them undertake this duty, even if they are rich."9
Al-Shafi'i sagt in al-Umm: „Nachbarn des Gebiets, in dem die Zakah eingesammelt wird, die kämpfen, dürfen den Anteil für die Sache Gottes erhalten, ob sie arm oder reich sind. Anderen als Kämpfern darf dieser Anteil nicht gegeben werden, es sei denn, sie verteidigen oder bewachen die Kämpfer."
Al Shafi'i in al Umm says, "Neighbors of the area where zakah is collected who fight can be given the share for the sake of God whether they are poor or rich. People other than fighters must not be given this share unless they defend or guard the fighters.
Die Zakat darf denjenigen gegeben werden, die Ungläubige davon abhalten, sie anzugreifen."10 Seine Bedingung, dass nur Nachbarn empfangen dürfen, beruht auf seinem Grundsatz, dass die Zakat nicht von einem Gebiet in ein anderes übertragen werden darf. In al-Rawdah sagt an-Nawawi: „Kämpfern können ihre Ausgaben und Kleidung für den Zeitraum vom Verlassen des Hauses zum Kampf bis zu ihrer Rückkehr gegeben werden, selbst wenn sie längere Zeit an den Grenzposten verweilen. Es gibt zwei Meinungen darüber, ob ihm alle seine Ausgaben oder nur die durch die Reise zum Krieg entstandenen Mehrkosten bezahlt werden. Dem Kämpfer kann auch Geld gegeben werden, um eine Stute, Waffen und andere Kriegsgeräte zu kaufen. Was er kauft, wird dauerhaft sein Eigentum. Es ist jedoch erlaubt, das Reittier und die Waffen von jemand anderem zu mieten und den Kämpfern zur Verfügung zu stellen; dies hängt von der Verfügbarkeit der Mittel ab. Kämpfern, die nicht zu Pferde zu kämpfen verstehen, sollte der Wert einer Stute nicht gegeben werden." An-Nawawi fügt hinzu: „In einigen Kommentaren zu al-Miftah wird erwähnt, dass dem Kämpfer seine Ausgaben sowie die Ausgaben seiner Familie während der gesamten Zeit seiner Abwesenheit gegeben werden dürfen. Die meisten Gelehrten erwähnen die Ausgaben der Familie nicht, doch es erscheint vernünftig. Der Staat kann dem Kämpfer das Reittier und die Waffen dauerhaft überlassen, sie für die Kämpfer vermieten oder verpachten oder sie kaufen und als Stiftung [Waqf] verwahren, die nach Ende des Krieges dem Staat zurückgegeben werden, damit sie von anderen Kämpfern genutzt werden."
Die hanbalitische Sichtweise
The Hanbalite view
Wie die Schafiiten beschränken auch die Hanbaliten den Begriff fi sabil Allah auf freiwillige Kämpfer, die keine regelmäßigen Gehälter erhalten oder weniger erhalten, als für sie ausreichend ist, selbst wenn sie wohlhabend sind. Grenzwächter werden den Kämpfern zugerechnet. Im Ghayat al-Muntaha und dessen Kommentar wird festgehalten, dass der Staat Pferde aus der Zakat kaufen und sie den Kämpfern geben darf, selbst wenn der Kämpfer selbst ein Zakat-Zahler ist. Es ist erlaubt, Kriegsschiffe sowie alle anderen Ausrüstungsgegenstände zu kaufen, wie es der Staat entscheidet. Hingegen hat ein einzelner Zakat-Zahler keine Befugnis, ein Pferd zu kaufen und es für den Kampf um Allahs willen zu bestimmen, denn einzelne Zakat-Zahler sind verpflichtet, Zakat zu entrichten, und dies gilt nicht als Entrichtung.13
Like Shafi'ites, Hanbalites restrict the term fi sabil Allah to volunteer fighters who receive no regular salaries, or who receive less than what is sufficient for them, even if they are rich. Border guards are included with fighters. It is stated in Ghayat al Muntaha and its commentary that the state may buy horses with zakah and give them to the fighters, even if the fighter is a zakah payer. It is permissible to buy warships, as well as all other equipment, as decided by the state. On the other hand, an individual zakah payer has no authority to buy a horse and devote it to fighting for the sake of God, because individual zakah payers are required to pay zakah and this is not payment.13
Es gibt zwei Überlieferungen von Ahmad bezüglich der Pilgerfahrt. Die erste lautet, dass die Pilgerfahrt in diese Kategorie fällt. Einem Armen darf Zakat gegeben werden, damit er die verpflichtende Pilgerfahrt durchführen kann, gestützt auf einen Ausspruch von Umm Ma'qil al-Asdiyyah. Ihr Ehemann hatte um Gottes willen ein Kamel gewidmet, und sie beabsichtigte, eine 'Umrah zu vollziehen [den Besuch der Großen Moschee in Makkah für ein anderes Ritual als die Pilgerfahrt]. Als sie darum bat, das Kamel benutzen zu dürfen, weigerte sich ihr Ehemann. Sie trug dies dem Propheten ﷺ vor. Der Prophet ﷺ
There are two reports from Ahmad concerning pilgrimage. The first is that pilgrimage is included in this category. A poor person may be given zakah to perform obligatory pilgrimage, based on a saying from Umm Ma'qil al Asdiyyah. Her husband had devoted a camel for the sake of God, and she planned to make 'Umrah [visiting the Grand Mosque in Makkah for a ritual other than pilgrimage]. When she asked to use the camel, her husband refused. She mentioned this to the Prophet. The Prophet (p)
Er befahl ihm, ihr das Kamel zu überlassen, und sagte: „Hadsch und ʿUmra sind um Gottes willen."15 Dies wird von Ibn ʿAbbas und Ibn ʿUmar überliefert. Es ist auch die Meinung von Ishaq.
Punkte der Übereinstimmung der vier Rechtsschulen
Points of agreement of the four schools
Die vier Rechtsschulen stimmen in drei Punkten überein:
The four schools agree on three points:
1. Dschihad (der Kampf um Gottes willen) gehört eindeutig zur Kategorie „fi sabil Allah“. 2. Es ist erlaubt, den Kämpfern Zakat zu geben. Ob Zakat für Ausrüstung und Waffen verwendet werden darf, ist nicht einhellig anerkannt.
1. Jihad (fighting for God's sake) is definitely included in the category "fi sabil Allah." 2. It is lawful to give the fighters zakah. Spending zakah on equipment and arms is not agreed upon.
3. Es ist nicht erlaubt, Zakat für öffentliche Interessen oder allgemein gute Werke auszugeben, wie Bewässerungskanäle, Dämme, Moscheen, Schulen, Straßen und Autobahnen usw. Diese müssen aus anderen staatlichen Mitteln bestritten werden, etwa aus dem Fai' und dem Kharaj. Die Hanafiten erlauben dies nicht mit der Begründung, dass die Empfänger das, was ihnen gezahlt wird, in ihr Eigentum übernehmen müssen, während andere es nicht erlauben mit der Begründung, dass solche Ausgaben nicht zu den acht Kategorien gehören. Al-Kasanis oben zitierte Aussage wird durch seine Bedingung eingeschränkt, dass die Zakat dem Empfänger zu Eigentum übergeben werden muss.
3. It is not permissible to spend zakah on public interests or general good deeds such as irrigation canals, dams, mosques, schools, roads, and highways, etc. These must be paid for from other state funds, such as fai' and kharaj. Hanafites do not allow this on the grounds that the recipients must own what is paid them, while others do not allow it on the grounds that such spending is not included in the eight categories. As for al Kasani's above-quoted statement, it is restricted by his condition that zakah must be made owned by the recipient.
Abu Hanifah allein verlangt, dass die Kämpfer arm sein müssen, um Zakat erhalten zu können, und Ahmad allein erlaubt die Zahlung an Pilger und Besucher der Heiligen Moschee in Makkah.
Abu Hanifah alone requires that the fighters be poor in order to be given zakah, and Ahmad alone allows payment to pilgrims and visitors of the Sacred Mosque in Makkah.
Die Schafiiten und Hanbaliten stimmen darin überein, dass die Kämpfer Freiwillige sein müssen, während sich alle außer den Hanafiten darin einig sind, die Zakāt für Ausrüstung, Waffen und andere notwendige Dinge des Dschihād zu verwenden.
Shafi'ites and Hanbalites share the condition that fighters be volunteers, while all but the Hanafites agree on spending zakah on equipment, arms, and other necessities of jihad.
Diejenigen, die die Bedeutung von „um Gottes willen“ ausweiten
Those who expand the meaning of "for the sake of God"
Einige Gelehrte, sowohl frühere als auch zeitgenössische, neigen dazu, den Ausdruck „um Gottes willen“ auszuweiten, sodass er gute Werke im Allgemeinen umfasst, entsprechend der ursprünglichen Bedeutung des Begriffs. Al-Razi bemerkt in seinem Korankommentar, dass die offensichtliche Bedeutung des Ausdrucks fi sabil Allah nicht auf Kämpfer beschränkt ist. Er fügt hinzu: „Aus diesem Grund erwähnt die Erklärung al-Qaffals zu diesem Vers, dass einige Rechtsgelehrte es erlauben, Sadaqat für alle Arten guter Werke auszugeben, einschließlich der Bereitstellung von Särgen für die Verstorbenen sowie des Baus von Befestigungen und Moscheen, da ‚auf dem Weg Gottes‘ all dies umfasst.“18 Al-Razi nennt diese Rechtsgelehrten jedoch nicht namentlich und kommentiert sein Zitat von al-Qaffal auch nicht.
Some scholars, early and contemporary, tend to expand the meaning of the term "for the sake of God," to include good deeds in general, in accordance with the original indication of the term. Al Razi in his commentary on the Qur'an remarks that the apparent meaning of the term fi sabil Allah is not restricted to fighters. He adds, "For this reason, al Qaffal's explanation of the verse mentions that some jurists allow spending sadaqat on all kinds of good deeds, including supplying coffins for the deceased and building fortifications and mosques, since 'in the way of God' covers all these."18 But al Razi does not name these jurists, and makes no comment on his quote from al Qaffal.
Ibn Qudamah führt diese Ansicht auf Anas ibn Malik und al-Hasan al-Basri zurück, die sagen: „Zakat, die auf Brücken und Landstraßen gegeben wird, ist gültig.“19 Er folgert daraus, dass es erlaubt sei, Zakat für den Bau und die Instandhaltung von Brücken und Straßen zu verwenden. Abu 'Ubaids Erläuterung des Kontextes dieser Aussage gibt ihr jedoch eine andere Bedeutung. Er erklärt, dass muslimische Kaufleute früher an den Zollhäuschen der 'Ushr-Beamten auf Brücken und Landstraßen vorbeikamen, um Abgaben auf die ins Land gebrachten Waren zu entrichten (25 Prozent des Warenwertes). Abu 'Ubaid berichtet, dass einige Nachfolger, darunter Ibrahim und al-Sha'bi, es für zulässig hielten, das, was an diese Steuerbeamten gezahlt wurde, als pflichtige Zakat anzurechnen. Dies wird ausdrücklich auf al-Hasan zurückgeführt, der nach Abu 'Ubaids Argumentation mit Anas, Ibrahim, al-Shaibah und Muhammad ibn 'Ali übereinstimmt.20 Eine ähnliche Überlieferung berichtet Ibn Abi Shaibah von Anas und al-Hasan unter der Überschrift „Anrechnung dessen, was an 'Ushr-Beamte gezahlt wird, als Zakat“.21 Ibn Qudamahs Verständnis der Aussage von Anas und al-Hasan ist daher falsch, denn „auf Brücken gegeben“ bedeutet „an Brücken entrichtet“ und nicht „für den Bau oder die Instandhaltung von Brücken verwendet“.
Die ja'farische Auffassung
The Ja'fari view
Das Buch al Mukhtasar al Nafi' erklärt, dass „auf dem Weg Gottes" alles umfasst, was den Muslimen nützt oder sie Gott näherbringt, wie die Pilgerfahrt, den Kampf und den Bau von Bewässerungssystemen. Einige Dschafariten sagen, es beziehe sich nur auf den Dschihad.22
The book al Mukhtasar al Nafi' explains that "in the way of God" includes everything that benefits Muslims or brings them closer to God, such as pilgrimage, fighting, and building irrigation systems. Some Ja'farites say it only relates to jihld.22
Der Verfasser von Jawahir al-Kalam fi Sharh Shara'i' al-Islam, einer schiitisch-dschafaritischen Enzyklopädie der Rechtswissenschaft, erklärt, dass öffentliche Interessen wie Bewässerung, Moscheen, Pilgerfahrt und alle guten Taten unter „auf dem Weg Gottes“ fallen. Er fügt hinzu: „Dies ist die Ansicht der Mehrheit der späteren Gelehrten, gestützt durch die Implikation des Begriffs selbst, da ‚sabil‘ Weg bedeutet und der Weg Gottes alles umfasst, was Gott wohlgefällt, sei es das Kämpfen für Seine Sache oder anderes.“23
The author of Jawahir al Kalam fi Sharh Shara'i' al Islam, a Ja'fari encyclopedia of jurisprudence, states that public interests such as irrigation, mosques, pilgrimage, and all good deeds are included under "in the way of God". He adds, "This is the view of the majority of later scholars, supported by the implication of the term itself, since 'sabil' is way, and the way of God includes everything that pleases God, whether fighting for His cause or other things."23
Die zaidische Sichtweise
The Zaidi view
Es wird im Rawd al-Nadir, einem Werk der zaidischen Rechtswissenschaft, erwähnt, dass die Zakat nicht für den Kauf von Särgen für die Verstorbenen oder für den Bau von Moscheen verwendet werden darf. Zaiditen, die dies erlauben, argumentieren, dass solche guten Werke unter „den Weg Gottes“ fallen. Obwohl der Begriff vor allem in den frühen Epochen des Islams häufig für den Kampf verwendet wurde, darf dieser populäre Gebrauch die ursprüngliche Bedeutung des Begriffs nicht einschränken. Alles, was eine Person Gott näherbringt, muss eingeschlossen sein, es sei denn, der Begriff wird durch einschränkende Zusätze begrenzt. Der Verfasser des al-Bahr stimmt zu, dass der Begriff eindeutig allgemein ist, außer wenn er durch einen spezifischen Beleg eingeschränkt wird.24
It is mentioned in al Rawd al Nadir, a book of Zaidi jurisprudence, that zakah must not be spent on buying coffins for the deceased or building mosques. Zaidis who allow this argue that such good deeds are included in 'the way of God', and although the term is often used for fighting, especially in the early eras of Islam, this popular usage must not restrict the original meaning of the term. All that brings a person closer to God must be included, except when the term is restricted by qualifiers. The author of al Bahr agrees that the term is clearly general, except when restricted by specific evidence.24
Der Verfasser des Sharh al-Azhar stimmt teilweise zu und sagt, es sei erlaubt, den Rest dieses Anteils für das Allgemeinwohl der Muslime zu verwenden, wie al-Hadi angibt. Abu Talib betont: „Dies darf erst geschehen, nachdem die Bedürfnisse der Armen befriedigt sind.“ Einige Kommentatoren des Sharh al-Azhar schlagen vor, dass nicht nur der Rest dieses Anteils für das allgemeine Interesse der Muslime verwendet werden sollte, sondern auch das, was von den anderen sieben Kategorien übrig bleibt.25
The author of Sharh al Azhar partially agrees, saying it is permissible to spend the residue of this share on the public interest of Muslims, as stated by al Hadi. Abu Talib emphasizes, "This can be done only after satisfying the needs of the poor." Some commentators on Sharh al Azhar purpose that not only this share's residue be spent for the general interest of Muslims, but also what is left from the other seven categories.25
Die Meinung von Siddiq Hasan Khan
The opinion of Siddiq Hasan Khan
In "Al-Rawdah al-Nadiyyah" sagt Siddiq Hasan Khan, ein Anhänger der Ahl al-Hadith mit eigenständigem Denken: „Sabil Allah bedeutet der Weg zu Ihm. Zweifellos ist der größte Weg zu Gott der Kampf um Seinetwillen, aber es gibt keinen Beweis dafür, dass dieser Anteil der Zakat auf diese Bedeutung allein beschränkt ist. Es ist erlaubt, für jeden Weg zu Gott auszugeben. Da dies die sprachliche Bedeutung des Begriffs ist, müssen wir an ihr festhalten, solange wir keinen gegenteiligen Beweis haben." Er fährt fort: „Zu den Wegen zu Gott gehört die Unterstützung von Gelehrten, die um Gottes willen öffentliche und religiöse Interessen verwirklichen, ob sie reich oder arm sind. Dies ist besonders wichtig, denn die Gelehrten sind die Erben der Propheten und die Fackelträger der Religion. Durch sie wird diese Religion des Islam bewahrt."26
In al Rawdah al Nadiyyah, Siddiq Hasan Khan, a follower of ahl al hadith with an independent mind, says, "Sabil Allah means the way to Him. No doubt the greatest way to God is fighting for His sake, but there is no proof that this share of zakah is restricted to this meaning alone. It is permissible to spend on any way to God. Since this is the linguistic meaning of the term, we must stick to it, unless we have evidence to the contrary." He continues, "among the ways to God is supporting scholars who achieve public and religious interests for the sake of God, whether they are rich or poor. This is especially important, because scholars are the heirs of the prophets and the torchbearers of religion. Through them this religion of Islam is preserved."26
Zeitgenössische Meinungen
Contemporary opinions
In seinem Korankommentar zitiert der verstorbene Jamal al-Din al-Qasimi, ohne es zu kommentieren, die Aussage al-Razis, dass die offensichtliche Bedeutung des Begriffs nicht auf Kämpfer beschränkt sei, ferner die Aussage, die al-Qaffal einigen Rechtsgelehrten zuschreibt, sowie eine Aussage von al-Taj, wonach jeder Weg, der auf Gott gerichtet und an sich gut ist, unter „um Gottes willen“ fällt.27
In his commentary on the Qur'an, the late Jamal al Din al Qasimi quotes without comment al Razi's statement that the apparent meaning of the term is not restricted to fighters, the statement attributed by al Qaffal to some jurists, and a statement from al Taj, that every way intended for God which is good in itself is included under "for the sake of God."27
Rashid Rida sagt in al-Manar: Die Wahrheit ist, dass die Sache Gottes alle öffentlichen Interessen der Muslime umfasst, die für die Errichtung von Religion und Staat notwendig sind, nicht aber individuelle Interessen. So ist die Pilgerfahrt nicht eingeschlossen, denn sie ist eine individuelle Pflicht für diejenigen, die es sich leisten können; eingeschlossen ist jedoch die allgemeine Verwirklichung der Säule der Pilgerfahrt. Die Verwendung der Zakat für den Bau von Fernstraßen für die Pilgerfahrt sowie für die Versorgung der Pilger mit Wasser und Gesundheitsdiensten ist eingeschlossen, sofern es keine besseren Verwendungen auf dem Weg Gottes gibt."28 Er fährt fort: "Die Sache Gottes umfasst alle rechtmäßigen öffentlichen Interessen, durch die Religion und Staat aufrechterhalten werden. Zweifellos stehen Kämpfen, dem Kauf von Waffen und den Ausgaben für Soldaten an der Spitze dieser Liste. Mit Kampf ist hier jener gemeint, der geführt wird, um das Wort Gottes auf Erden zur Geltung zu bringen. Eine ähnliche Ansicht wird von Muhammad bin 'Abd al-Hakam überliefert, der zu diesem Anteil der Zakat den Bau von Militär- und Wohltätigkeitskrankenhäusern, Straßen und Armeen, nicht-kommerziellen Eisenbahnen, Militärflughäfen, Befestigungsanlagen und Militärschiffen zählt. Ebenso eingeschlossen sind die Kosten für Ausbildung und Reisen von Rednern, Schriftstellern und ähnlichen Personen, die in die Länder der Ungläubigen gehen, um sie über den Islam zu informieren und das Wort Gottes zu verbreiten. Gott sagt: ‚Es soll unter euch eine Gruppe geben, die zum Guten aufruft ...‘"2930
Rashid Rida, in al Manar, says: The truth is that the sake of God includes all public interests of Muslims necessary for the establishment of religion and state, not including individual interests. Thus pilgrimage is not included because it is an individual obligation required from those who can afford it, but the general establishment of the pillar of pilgrimage is included. Spending zakah on building highways for pilgrimage and providing pilgrims with water and health services are included if there are no better uses in the way of God."28 He continues, "The sake of God covers all legitimate public interests by which religion and state are maintained. No doubt fighting and buying weapons and spending on soldiers top this list. Fighting that is meant here is that which is done in order to make God's word supreme on earth. A similar view is reported from Muhammad bin 'Abd al Hakam, who includes in this share of zakah building military and charitable hospitals, roads and armies, non-commercial railroads, military airports, fortifications, and military ships. Also included are expenses of training and travelling for speakers, writers, and the like who go to the lands of unbelievers to inform them about Islam and spread the word of God. God says 'let there be among you a group that calls for good . . . .'29,30
Analyse und Abwägung
Analysis and weighing
Diejenigen, die die Bedeutung von „auf dem Weg Gottes" ausweiten, stützen sich auf die ursprüngliche sprachliche Bedeutung des Begriffs, während diejenigen, die die Bedeutung auf das Kämpfen für die Sache Gottes beschränken (und das sind die Mehrheit der Gelehrten der vier Rechtsschulen),
Those who expand the meaning of "in the way of God" depend on the original linguistic meaning of the term, while those who restrict the meaning to fighting for God's cause (who are the majority of scholars from the four schools of jurisprudence)
hängen von zwei Punkten ab: dass Zakat dem Empfänger zu Eigentum übergeben werden muss,34 und dass Projekte im öffentlichen Interesse nicht zu den acht Kategorien gehören. Der Vers ist ausschließend, da er mit den Worten beginnt: „Die Sadaqat sind nur für ...“, ebenso wie der Ausspruch: „Gewiss, Gott hat Seinen Ratschluss über die Zakat gegeben und sie in acht Teile geteilt ...“. Dies wird von Ibn Qudamah in al-Mughni als Argument vorgebracht.35
depend on two points: that zakah must be made owned by the recipient,34 and that public interest projects are not one of the eight categories. The verse is exclusive because it begins, "The sadaqat are only for . . ." as is the saying, "Indeed, God gives His ruling on zakah, and divides it into eight parts. . . ." This is presented as argument by Ibn Qudamah in al Mughni.35
Was den ersten Punkt betrifft: Die Präposition, die bei der Kategorie „für den Weg Gottes“ verwendet wird, ist „fī“ [في], was keinen Besitz impliziert. Auf der Grundlage dieser Unterscheidung sagen die Gelehrten, dass es erlaubt ist, Sklaven aus der Zakāh zu kaufen und freizulassen oder die Schulden des Verstorbenen zu begleichen, obwohl die in diesen Fällen gezahlte Zakāh nicht im Besitz der Empfänger ist. Darüber hinaus wird die Anforderung, dass die Zakāh in den Besitz der Empfänger übergeht, erfüllt, wenn die Zakāh an die Zakāh-Behörde des Staates gezahlt wird. Sobald sie vom Staat empfangen wurde, kann sie nach dem Ermessen des Staates ausgegeben werden.
As for the first point, the preposition used with the category of the sake of God is "in" [fi], which dose not imply ownership. Based on this distinction, scholars say it is permissible to buy and free slaves or pay debts of the deceased from zakah, although zakah paid in these cases is not owned by the recipients. Moreover, the requirement of making zakah owned by the recipients is fulfilled when zakah is paid to the government's zakah agency. Once received by the state, it can be spent at the state's discretion.
Der Begriff „Sabil Allah“ im Qur'an
The term 'sabil Allah' in Qur'an
Der Begriff „sabil Allah“ kommt im Koran mehr als sechzigmal vor,36 und zwar auf zwei Arten: Häufiger steht ihm die Präposition „in“ [fi] voran, wie im Vers über die Verteilung der Zakah, und dreiundzwanzigmal die Präposition „von“ ['an]. An diesen dreiundzwanzig Stellen wird der Begriff von einem von zwei Verben begleitet, die „abhalten“ oder „irreführen“ bedeuten, wie in „Diejenigen, die den Glauben verwerfen und (Menschen) vom Weg Gottes abhalten, sind wahrlich weit, weit vom Pfad abgeirrt“, „Die Ungläubigen geben ihr Vermögen aus, um (Menschen) vom Pfad Gottes abzuhalten ...“ und „Doch unter den Menschen gibt es solche, die müßige Geschichten erkaufen, ohne Wissen (oder Verständnis), um (Menschen) vom Pfad Gottes irrezuführen.“ Wenn dem Begriff „sabil Allah“ die Präposition „in“ vorangeht, wie in den Versen „Gebt in dem Weg Gottes aus“, „jene, die im Weg Gottes auswandern“, „im Kampf auf dem Weg Gottes“, „diejenigen, die auf dem Weg Gottes kämpfen; sie töten und werden getötet“ und „und sprecht nicht von denen, die auf dem Weg Gottes getötet wurden: ‚Sie sind tot‘“, wie ist der Begriff dann auszulegen?
The term 'sabil Allah' appears in the Qur'an more than sixty times,36 in either of two ways: more frequently preceded by the preposition "in" [fi] as in the verse on zakah distribution, and twenty-three times preceded by the preposition "from" ['an]. In those twenty-three places the term is preceded by one of two verbs that mean to prevent or mislead, such as "Those who reject faith and keep off (people) from the way of God have verily strayed far, far away from the path," "The unbelievers spend their wealth to hinder (people) from the path of God . . ." and "But there are among people those who purchase idle tales, without knowledge (or meaning) to mislead (people) from the Path of God." When the term sabil Allah is preceded by. "in", as in the verses "Spend in the way of God," and those who migrate in the way of God," "fighting in the way of God," "those who fight in the way of God," they kill and they are killed," and "and do not say about those killed in the way of God 'they are dead,'" how should the term be interpreted?
Das Wort sabil bedeutet „Weg“, und „sabil Allah“ ist der Pfad, der die Nähe und das Wohlgefallen Gottes sucht. Gott sandte Propheten, um Seine Geschöpfe zu Ihm zu leiten, und bestimmte den letzten Seiner Gesandten dazu, „zum Weg deines Herrn mit Weisheit und gütiger Predigt aufzurufen“, und Er befahl Seinem Gesandten: „Sprich: Dies ist mein Weg; ich lade zu Gott ein auf Grundlage klaren Beweises, ich und jeder, der mir folgt.“ Die Auflehnung gegen den Weg Gottes ist der Weg des Taghut, also des bösen Frevels, zu dem Satan und seine Anhänger aufrufen und der im Feuer endet und den Zorn Gottes nach sich zieht. Diese beiden Wege vergleichend, sagt Gott: „Diejenigen, die glauben, kämpfen auf dem Weg Gottes, und diejenigen, die den Glauben verwerfen, kämpfen auf dem Weg des Bösen.“ Diejenigen, die zum Weg Gottes aufrufen, sind wenige, diejenigen, die die Menschen davon abhalten, sind viele: „Sie geben ihr Vermögen aus, um (die Menschen) vom Weg Gottes abzuhalten“, „und unter den Menschen gibt es welche, die leeres Geschwätz erkaufen, um vom Weg Gottes abzulenken“, „und wenn du den meisten derer gehorchst, die auf Erden sind, werden sie dich vom Weg Gottes abbringen.“ Die Pflichten und Anforderungen des Weges Gottes sind beträchtlich, und die weltlichen Begierden der Menschen stehen ihm meist entgegen. Der Koran warnt davor, diesen Begierden zu folgen: „Und folge nicht deinen Neigungen, denn sie würden dich gewiss vom Weg Gottes abirren lassen.“ Wenn die Feinde Gottes Geld und Mühe aufwenden, um die Menschen vom Weg Gottes abzuhalten, so ist es die Pflicht der Unterstützer der Sache Gottes, Mühe und Vermögen auf dem Weg Gottes zu opfern. Deshalb widmet der Islam neben der allgemeinen Ermutigung der Gläubigen, um Gottes willen zu spenden, einen Teil der verpflichtenden Zakāt dieser Sache.
„Sabil Allah" im Zusammenhang mit dem Spenden
The term "sabil Allah" associated with spending
Der Begriff „sabil Allah“ wird im Qur'an, wenn er mit dem Ausgeben (von Vermögen) verbunden ist, in zwei Bedeutungen verwendet:
The term "sabil Allah," when associated in the Qur'an with spending, is used in two ways:
1. Die allgemeine Bedeutung, die sich aus der ursprünglichen sprachlichen Bedeutung ableitet, umfasst alle Tugenden und guten Werke, wie in den Versen: „Das Gleichnis derer, die ihr Vermögen auf dem Weg Gottes ausgeben, ist das eines Getreidekorns: Es bringt sieben Ähren hervor, und in jeder Ähre sind hundert Körner. Gott gewährt vielfache Vermehrung, wem Er will." Und: „Diejenigen, die ihr Vermögen auf dem Weg Gottes ausgeben und ihre Gaben nicht mit Erinnerungen an ihre Großzügigkeit oder mit Kränkung verbinden, ihr Lohn ist bei ihrem Herrn. Über sie wird keine Furcht kommen, noch werden sie trauern." Niemand kann behaupten, dass „Sabil Allah" in diesen Versen auf den Kampf für die Sache Gottes beschränkt ist. Herablassung und Kränkung des im Vers erwähnten Empfängers kann nur gegenüber den Armen und Bedürftigen geschehen. „Sabil Allah" hat im Vers „und diejenigen, die Gold und Silber horten und es nicht auf dem Weg Gottes ausgeben, verheiße ihnen eine schwere Strafe" eine weite Bedeutung, wie Ibn Hadschar feststellt, und ist nicht auf den Kampf beschränkt. Andernfalls wäre das Geben von Reichtum an die Armen, Bedürftigen und Reisenden eine Form des Hortens. Einige zeitgenössische Autoren behaupten, „Sabil Allah" sei in Verbindung mit dem Ausgeben auf den Kampf beschränkt, doch eine solche Behauptung ist durch keinen Beleg gestützt.
1. The general meaning, derived from the original linguistic one, covers all virtues and good deeds, as in the verses, "The parable of those who spend their substance in the way of God is that of a grain of corn: it groweth seven ears, and each ear hath a hundred grains. God giveth manifold increase to whom He pleases," "Those who spend their substance in the cause of God, and follow not up their gifts with reminders of their generosity or with injury, their reward is with their Lord. On them shall be no fear, nor shall they grieve." No one can claim that "sabil Allah" is restricted to fighting for God's cause in these verses. Condescension and insult to the recipient mentioned in the verse can only be done toward the poor and needy. "Sabil Allah" has a broad meaning in the verse, "and those who hoard in treasures gold and silver, and spend it not in the way of God, promise them severe punishment," as stated by Ibn Hajar, and is not restricted to fighting. Otherwise, giving wealth to the poor, needy, and wayfarer would be a form of hoarding.37 Some contemporary writers claim that "sabil Allah," when associated with spending, is restricted to fighting,38 but such a claim is unsupported by evidence.
2. Die zweite Bedeutung beschränkt „sabil Allah“ auf die Unterstützung der Religion Gottes, den Kampf gegen ihre Feinde und die Erhöhung des Wortes Gottes auf Erden. Ob der Begriff in der weiten oder in der engen Bedeutung gemeint ist, bestimmt der Zusammenhang, in dem er verwendet wird.
Welcher Bedeutung gilt der Vers über die Verteilung der Zakāt?
Which meaning applies to the zakah distribution verse?
Meiner Meinung nach passt die allgemeine Bedeutung nicht zu diesem Vers, da der Vers die bestimmten Empfänger der Zakat aufzählt, wie es auch die Aussage des Propheten ﷺ bestätigt: „Gewiss, Gott akzeptiert nicht das Urteil eines Propheten oder irgendeines anderen über [die Verteilung der] Sadaqat, sondern Er selbst hat Sein Urteil gegeben und sie in acht Teile geteilt.“ Außerdem schließt die allgemeine Bedeutung von „sabil Allah“ tatsächlich die anderen sieben Kategorien ein. Warum zählt Gott dann die übrigen sieben auf? Die erhabenen Worte Gottes sind frei von unnützer Wiederholung und Überflüssigkeit. Die Kategorie „auf dem Weg Gottes“ muss daher eine eigene Bedeutung haben. Deshalb haben muslimische Rechtsgelehrte und Koranexegeten diesen Begriff seit Jahrhunderten so verstanden, dass er Dschihad (der Kampf für Seine Sache) sowie die Unterstützung des Kampfes meint. Gelehrte erklären: Wann immer der Ausdruck „sabil Allah“ unbeschränkt steht, meint er den Kampf um Gottes willen. Ibn al-Athir sagt: „Der Ausdruck wurde durch häufigen Gebrauch spezifisch für den Dschihad.“ Dieses Verständnis wird durch einen Bericht von at-Tabarani gestützt, wonach eines Tages einige Gefährten beim Gesandten Gottes ﷺ waren und einen kräftigen jungen Mann sahen.
In my opinion, the general meaning is not suitable to this verse, since the verse lists specific deservants of zakah, as confirmed by the saying of the Prophet (p), "Indeed, God does not accept the ruling of a prophet, or anybody else on [the distribution of] sadaqat so he Himself gave His ruling, and divided it into eight parts." Moreover, the general meaning of "sabil Allah" includes in fact the other seven categories. Why then does God ennumerate the other seven? The glorious words of God are void of useless repetition or redundancy. There must be a distinct meaning for the category of "in the way of God." Therefore, Muslim jurists and Qur'an commentators have for centuries understood this term to means jihad (fighting for His cause), as well as supporting fighting. Scholars state, Whenever the term "sabil Allah" is left unrestricted, it means fighting for God's sake." Ibn al Athir says, "The term became specific to jihad as a result of frequent use." This understanding is supported by a report of al Tabarani that one day, some Companions were with the Messenger of God and saw a strong young man.
Sie sagten: „Wir hoffen, dass diese Jugend und Kraft im Weg Gottes eingesetzt werden“, das heißt im Dschihad.
They said, "We hope this youth and strength are used in the way of God,"43 meaning in jihad.
Mehrere korrekte Überlieferungen vom Propheten und seinen Gefährten zeigen, dass der unmittelbare Sinn des Ausdrucks „sabil Allah" Dschihad ist. Dazu gehört die korrekte Überlieferung, dass ʿUmar sagte: „Ich habe eine Stute auf dem Weg Gottes gegeben", gemeint ist für den Dschihad. Ebenso die von al-Bukhari und Muslim überlieferte Aussage: „Ein Aufbruch am Morgen oder eine Rückkehr am Abend auf dem Weg Gottes ist besser als die Welt und alles, was in ihr ist." Ferner die von al-Bukhari überlieferte Aussage: „Wer eine Stute auf dem Weg Gottes gibt, aus Glauben an Ihn und im Vertrauen auf Seine Verheißung, dem wird das Fressen, Trinken, Ausscheiden und Urinieren der Stute am Tag des Gerichts auf seiner Waagschale [an guten Taten] angerechnet." Außerdem die von an-Nasa'i und at-Tirmidhi überlieferte Aussage: „Wer einen Betrag auf dem Weg Gottes ausgibt, dem wird er siebenhundertfach angerechnet." Und schließlich die von al-Bukhari überlieferte Aussage: „Wessen Füße auf dem Weg Gottes staubig werden, den wird das Feuer niemals berühren." In diesen Überlieferungen versteht niemand unter „sabil Allah" etwas anderes als Dschihad.
Tätigkeiten, die heute unter „um Gottes willen“ fallen
Activities included under "for the sake of God" today
Die Kriege, in denen die Gefährten und die Nachfolger kämpften, wurden allein mit dem Ziel geführt, den Menschen zu helfen, die Anbetung von Geschöpfen zugunsten der Anbetung Gottes, des Schöpfers, aufzugeben, die Unterdrückung zu beseitigen und die Gerechtigkeit des Islam zu errichten. Manche Menschen meinen, diese Art von Krieg komme heute nicht mehr vor, und die gegenwärtigen Kriege in muslimischen Ländern seien lediglich nationalistisch und hätten nichts mit der Religion zu tun. Daher dürfe die Zakāt nicht an Muslime gegeben werden, die an solchen Kriegen teilnehmen.
The wars in which the Companions and Followers battled were fought solely to help people quit the worship of human creatures for the worship of God, the creator, to eradicate oppression and establish the justice of Islam. Some people think this kind of war does not happen anymore and that contemporary wars in Muslim countries are merely nationalistic, having nothing to do with religion, so zakah must not be given to Muslims who fight such wars.
Ein solches Denken ist grundlegend falsch, denn erstens ist der islamische Dschihad nicht auf die Kriege beschränkt, an denen die Gefährten geführt haben. Es ist wahr, dass die Kriege, die die Gefährten und die Nachfolger geführt haben, in der Geschichte der Menschheit einzigartig sind, was die Ziele der muslimischen Kämpfer, ihre Umgangsformen und ihr moralisches Verhalten während und nach den Kriegen betrifft. Zweifellos sind die Kriege der Gefährten die idealsten Kriege in der muslimischen Geschichte. Doch hat die Geschichte viele andere Kriege erlebt, in denen Muslime ihre Werte, ihre heiligen Stätten und ihre Gemeinschaften verteidigten, die nicht weniger heilig sind als die Kriege der Gefährten und Nachfolger, und in denen sie muslimisches Land gegen mongolische und kreuzfahrerische Angreifer verteidigten. Wenn der Kampf der Gefährten und Nachfolger um der Sache des Islam willen geführt wurde, so war der Kampf von Führern wie Nur ad-Din, Salah ad-Din und Qutuz zur Verteidigung der Heimat des Islam. Der Dschihad ist ebenso verpflichtend zum Schutz des muslimischen Landes wie zum Schutz des islamischen Glaubens. Der Kampf zur Verteidigung muslimischen Landes ist islamisch legitim, sofern er nicht allein auf der Liebe zu einem Land beruht. Ein Muslim darf die Heimat seiner Vorfahren verlassen und dorthin ziehen, wo der Islam vollständig umgesetzt wird, so wie der Prophet ﷺ und seine Gefährten um Gottes willen von Mekka nach Medina auswanderten.
Such thinking is grossly erroneous, because, first of all, Islamic jihad is not restricted to the wars in which the Companions fought . It is true that the wars fought by the Companions and Followers are unique in the history of humanity, in regard to the goals of the Muslim fighters, their manners, and their moral behavior during and after the wars. No doubt the wars of the Companions are the most ideal wars in Muslim history, but history has witnessed many other wars in which Muslims defended their values, sacred places, and communities, which are no less sacred than the wars of the Companions and Followers, and which defended Muslim lands against Mogul and Crusader aggressors. If the fighting of the Companions and Followers were for the cause of Islam, the fighting of leaders like Nur al Din, Salah al Din, and Qutuz were in defense of the home of Islam. Jihad is obligatory in order to protect Muslim land as much as it is obligatory to protect the Islamic faith. Fighting in defense of Muslim land is legitimate Islamically, if it is not based simply on love of a country. A Muslim may leave the homeland of his ancestors and go live where Islam is fully implemented, as the Prophet and his Companions did by migrating from Makkah to Madinah for the sake of God.
Nicht jeder Kampf, den Muslime führen, geschieht auf dem Weg Gottes.
Not all fighting by Muslims is in the way of God
Manche Menschen glauben, dass jede militärische Handlung, die Muslime unternehmen, im Weg Gottes sei, unabhängig von ihren Zielen. Es muss eine wesentliche Unterscheidung getroffen werden zwischen dem Kampf um Gottes willen und nationalistischen oder klassenbezogenen Kriegen. Der Kampf um Gottes willen ist rein von islamischer Vision motiviert und darauf gerichtet, das Wort Gottes zur Geltung zu bringen oder die Heimat des Islam und der Muslime zu verteidigen. Jeder Krieg ohne diesen geistlichen Gehalt ist ein irdischer Krieg, gleichgültig, ob er von Muslimen oder Ungläubigen geführt wird. Kriege, die von den genannten Zielen und Ausrichtungen losgelöst sind, können nicht aus der Zakah finanziert werden. Nehmen wir an, eine Gruppe albanischer oder zentralasiatischer Kommunisten muslimischer Herkunft beschließt, gegen die sowjetischen Kommunisten zu kämpfen, um ihre Heimat zu befreien und einen nationalistischen, unabhängigen kommunistischen Staat zu errichten. Ist ein solcher Krieg Dschihad im Weg Gottes, und darf die Zakah für einen solchen Krieg verwendet werden? Meine Antwort lautet entschieden nein, denn ein zentralasiatischer Kommunist ist, auch wenn er muslimischer Herkunft ist, nicht besser als ein russischer Kommunist, da nationale und rassische Unterschiede im Islam keine Geltung haben. Ein Krieg zur Befreiung von einer Gruppe von Unterdrückern zugunsten einer anderen Gruppe von Unterdrückern ist kein islamischer Krieg. Allein der Kampf zur Errichtung der Religion Gottes auf Erden ist im Islam heilig, und nur diese Art von Krieg verdient das Opfer menschlicher Seelen und materiellen Vermögens. Der Kampf zur Befreiung der Muslime und muslimischen Länder vom Kolonialismus und anderen Formen der Unterdrückung ist als Mittel zur Errichtung des Islam auf Erden annehmbar, doch der Kampf um der Befreiung des Bodens und des Schlamms willen, um andere Ideologien zu errichten, wird nicht als Dschihad anerkannt und darf nicht aus der Zakah finanziert werden. Abu Muhammad 'Abd al Ghani al Hafiz berichtet über seine eigene Überlieferungskette von 'Abd al Rahman bin Abi Na'm: „Ich saß bei 'Abd Allah bin 'Umar, als eine Frau kam und sagte: „O Abu 'Abd al Rahman, mein Ehemann hat in seinem letzten Willen verfügt, dass sein Vermögen im Weg Gottes ausgegeben werden soll." Ibn 'Umar sagte: „Es soll so ausgegeben werden, wie er es wünschte, im Weg Gottes." „'Abd al-Rahman sagte: ‚Du hast ihre Frage nicht beantwortet.' ‚Abd Allah sagte: ‚Was willst du, dass ich ihr sage? Soll ich ihr sagen, sie solle das Geld diesen Truppen geben, die Land verwüsten und Straßen abschneiden?' Ich sagte: ‚Was würdest du ihr dann sagen?' ‚Abd Allah antwortete: ‚Ich würde ihr sagen, sie solle es rechtschaffenen Menschen geben, Pilgern zum heiligen Haus Gottes. Sie sind die Gäste des Erbarmers, sie sind die Gäste des Erbarmers, sie sind die Gäste des Erbarmers.'"48 Ibn ‚Umar zögerte, den Krieg seiner Zeit als Dienst auf dem Weg Gottes zu beschreiben, obwohl die Truppen damals nur eine Fahne, eine Losung und eine Richtung hatten, nämlich die des Islam. Was würde Ibn ‚Umar über die Armeen unserer Zeit sagen, die nicht einmal den Namen Gottes oder das Wort Islam erwähnen, Armeen, deren Männer nicht beten und Gott nicht verehren und deren Generäle im Trinken und in Unsittlichkeit versunken sind? Was würde er über Armeen sagen, deren Ideologien auf dem Säkularismus beruhen, der keinen Platz für Gott, Seinen Gesandten oder Sein heiliges Buch hat?
Die Wiedererrichtung des islamischen Staates ist Dschihad.
Re-establishment of the Islamic state is jihad
Der beste Weg, den Anteil für „auf dem Weg Gottes“ heute auszugeben, besteht laut dem Reformer Raschid Rida darin, einen Verein islamischer Aktivisten zu gründen, der die Zakat einsammelt und sie verwendet, um den islamischen Staat wiederzuerrichten. Er schlägt vor, dass „der Dschihad zur Errichtung des islamischen Staates noch wichtiger ist als der Dschihad zu seinem Schutz“, und dass einer der Wege zur Wiederherstellung des islamischen Staates darin besteht, den Ruf zum Islam zu fördern und seine Ideologie zu verteidigen, wenn ihre Verteidigung mit dem Schwert nicht nötig ist.50
The best way to spend the share of "in the way of God" today is, as the reformist Rashid Rida suggests, to establish an association of Islamic activists to collect zakah and spend it to re-establish the Islamic state. He suggests that "Jihad for establishing the Islamic state is even more important than jihad to protect it, and that one of the ways to re-establish the Islamic state is to promote the call for Islam and defend its ideology, when defending it by the sword is not needed.50
Die wichtigste Form des Dschihad heute ist die ernsthafte, zielgerichtete und organisierte Arbeit, die islamische Gesellschaft und den islamischen Staat wieder aufzubauen und die islamische Lebensweise auf politischem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet umzusetzen. Dies ist gewiss der Bereich, der die Zakat am meisten verdient.
The most important form of jihad today is serious, purposive organized work to re-build the Islamic society and state and to implement the Islamic way of life in the political, cultural, and economic areas. This is certainly the most deserving area of zakah.
Armeen werden in der Regel aus den regulären Mitteln des Staates finanziert. So war es im frühen islamischen Staat, der sein Heer aus al-fai' und al-kharaj unterhielt. Auch heute sieht der allgemeine Haushalt der Regierung die Finanzierung ihrer Armee vor. Der Unterhalt eines stehenden Heeres erfordert enorme Mittel, die die Erträge der Zakah bei Weitem übersteigen. Müssten moderne Armeen von der Zakah leben, würden sie vielleicht ihren gesamten Ertrag aufbrauchen und dennoch mehr benötigen.
Armies are normally financed by the state's regular resources. This was the case in the early Islamic state, which financed its army from fai' and kharaj. It is also the case today that the government's general budget provides for its army. Financing a regular army requires huge resources that by far exceed the proceeds of zakah. If modern armies were to depend on zakah, they would take perhaps all of its proceeds and still need more.
Deshalb glaube ich, dass heute der kulturellen, erzieherischen und informatorischen Dschihad auf dem Weg Gottes Vorrang haben sollte, sofern es sich um ein rein islamisches Bemühen handelt, das auf die Wiedererrichtung des islamischen Staates abzielt. Beispiele für Tätigkeiten, die dringend auf Finanzierung aus der Zakat angewiesen sind, um der Sache zu dienen, das Wort Gottes zur Geltung zu bringen, sind der Bau von Zentren für den Ruf zum Islam [Da'wah], die korrekte und reine islamische Informationen an Männer und Frauen in aller Welt vermitteln, sowie die Errichtung islamischer Zentren auch in muslimischen Ländern, um islamische Bildung und Ausbildung anzubieten und den Glauben muslimischer Jugendlicher vor Abweichung, Agnostizismus und sittlicher Verderbnis zu schützen. Solche Zentren sind von entscheidender Bedeutung, denn sie bereiten muslimische Jugendliche darauf vor, den Islam zu unterstützen und der Aggression seiner Feinde zu widerstehen. Ein weiteres Beispiel ist die Gründung einer rein islamischen Zeitung, die muslimischen Männern und Frauen in ihrem Alltag Orientierung bieten und das islamische politische und gesellschaftliche Bewusstsein fördern würde. Die Herausgabe islamischer Bücher ist ein weiteres Feld, auf dem der Dschihad auf dem Weg Gottes ausgeübt werden kann, denn es ist entscheidend, die Schätze dieser Religion als bessere Lebensweise offenzulegen. Noch ein Beispiel für Dschihad ist die Bereitstellung von hauptamtlichen Mitarbeitern auf dem Weg Gottes. Diese und ähnliche Tätigkeiten verdienen den Anteil aus der Zakat um Gottes willen.
1. Al Nihayah, von Ibn Athir, Bd. 2, S. 156.
1. Al Nihayah, by Ibn Athir, Vol. 2, p. 156.
2. Al Ikhtiyar li Ta'lil al Mukhtar, Bd. 1, S. 119, al Bahr al Ra'iq, Bd. 2, S. 260, und Radd al Muhtar, Bd. 2, S. 83-84.
2. Al Ikhtiyar li Ta'lil al Mukhtar, Vol. 1, p. 119, al Bahr al Ra'iq, Vol. 2, p. 260, and Radd al Muhtar, Vol. 2, pp. 83-84.
3. Tafsir al-Manar, Bd. 1, S. 580, zweite Auflage.
3. Tafsir al Manar, Vol. 1, p. 580, second edition.
4. Die hanafitischen Gelehrten erheben diesen Einwand und geben keine befriedigende Antwort. Der Verfasser von al-Bahr zitiert aus al-Nihayah: „Nimm die abgesonderten, isolierten Kämpfer und Pilger: Wenn sie zu Hause kein Vermögen haben, sind sie arm, und wenn sie eines haben, sind sie Reisende. Dann gehören sie einer besonderen Kategorie von Armen an, das heißt, den abgesonderten und isolierten Armen." Siehe al-Bahr, Bd. 2, S. 260, und Radd al-Muhtar, Bd. 2, S. 84. Dennoch ist eine besondere Art von Armen auf jeden Fall arm. Al-Alusi sagt in seinem Kommentar, Bd. 3, S. 328: „Die richtige Ansicht ist die, die al-Jassas in al-Ahkam erwähnt: Wer zu Hause reich ist, verdient keine Zakat, doch wenn eine solche Person sich am Kampf auf dem Weg Gottes beteiligt, braucht sie Waffen, Transportmittel und Unterhalt, Dinge, die sie zu Hause nicht benötigt. Einer solchen Person kann die Zakat trotz ihres Vermögens gegeben werden." 5. Radd al-Muhtar, Bd. 2, S. 85.
4. Hanafite scholars raise this objection and do not give a satisfactory answer. The author' of al Bahr quotes from al Nihayah, "Take detached isolated fighters and pilgrims: If they have no wealth in their homes, they are poor, and if they do, they are wayfarers. Then they are but a special category of poor, that is, detached and isolated poor." See al Bahr, Vol. 2, p. 260, and Radd al Muhtar, Vol. 2, p. 84, Nevertheless, a special kind of poor is poor anyway. Al Alusi, in his commentary, Vol. 3, p. 328, says, "The correct view is that mentioned by al Jassas in al Ahkam: He who is rich in his home does not deserve zakah, but if such a person joins the fighting in the way of God, he needs weapons, transportation, and maintenance, things not needed when he is home. Such a person may be given zakah, in spite of his wealth." 5. Radd al Muhtar, Vol. 2, p. 85.
6. Ahkam al-Qur'an, Bd. 2, S. 957.
6. Ahkam al Qur'an, Vol. 2, p. 957.
7. Al-Sharh al-Saghir, mit Hashiyat al-Sawi, S. 233-234.