5.5 Kapitel fünf: Vorauszahlung und verzögerte Zahlung der Zakah
5.5 Chapter Five Pre-payment And Delayed Payment Of Zakah
Die Pflicht zur Zakāt ist sofort fällig.
The obligation of zakah is immediate
Die bekannte Ansicht der Hanafiten lautet, dass die Pflicht zur Zakāt eine verlängerte Zahlungsfrist hat, sofern der Staat nichts anderes bestimmt, da die Texte, die ihre Entrichtung gebieten, zeitlich nicht eingeschränkt sind. Dies ist auch die Meinung von Abū Bakr al-Jaṣṣāṣ. Demgegenüber glaubt al-Karḫī, ein führender Hanafit, dass die Zahlung sofort erfolgen muss, aufgrund seines Verständnisses desselben gebietenden Textes. Ibn al-Humām fügt hinzu, dass der Umstand, dass die Zakāt eine Erleichterung für die Armen ist, impliziert, dass sie sofort zu entrichten sei, denn andernfalls erfüllt sie ihre Funktion nicht.1
The Hanafites' well-known view is that the obligation of zakah has an extended due time for payment, unless the state determines otherwise, since texts ordering its payment are not restricted timewise. This is the opinion of Abu Bakr al Jassas too. On the other hand, al Karkhi, a leading Hanafite, believes payment must be immediate, from his understanding of the same ordaining text. Ibn al Humam adds that the fact that zakah is relief to the poor implies that it should be immediate for otherwise it does not fulfill its role.1
Dies scheint die richtige Position zu sein. Sie wird von der Mehrheit der Gelehrten vertreten, darunter Malik, al-Shafi'i und Ahmad. Ibn Qudamah bemerkt:
This seems to be the right position. It is taken by the majority of scholars, including Malik, al Shafi'i, and Ahmad. Ibn Qudamah notes:
Eine Anordnung eines Gebots bedeutet gewöhnlich die sofortige Ausführung, und ein Aufschieben kann ein Grund für eine Bestrafung sein. Zum Beispiel vertrieb Gott Iblis und machte ihn zunichte, weil er dem Befehl, sich niederzuwerfen, nicht gehorchte. Wenn eine Person ihrem Diener befiehlt, ihr Wasser zu geben, ist das Aufschieben der Ausführung natürlich ein guter Grund für eine Bestrafung. Das Zulassen von Verzögerungen widerspricht logisch dem Befehl selbst, besonders wenn für die Ausführung des Befehls keine Frist gesetzt wurde. Selbst wenn man glaubt, dass Anordnungen im Allgemeinen einen gewissen Spielraum für Verzögerungen lassen, würde man beim Gebot der Zakat eine Ausnahme machen, da der Aufschub der Zahlung unbegrenzt sein kann und sowohl die Vermögenswerte als auch die Zahlenden der Vernichtung oder dem Tod ausgesetzt sind, was den bedürftigen Armen und Notleidenden schaden würde. Hinzu kommt, dass die Zakat ein sich wiederholender Gottesdienst ist, dessen Aufschub bis zum Zeitpunkt der nächsten Zahlung ebenso unrechtmäßig sein muss wie der Aufschub des Gebets oder des Fastens im Ramadan.
Ordinance of a ruling usually implies immediate execution, and delay may be a reason for punishment. For example, God expelled Iblis and disgraced him because he disobeyed the order to prostrate. If a person orders his servant to give him water, postponement of implementation is naturally a good reason for punishment. Permitting delays logically contradicts the order itself, especially when no time limit is set for the order's implementation . Even if one believes that ordinances, in general, leave some room for delay, one would make an exception for the ordinance of zakah, since postponement of payment may be indefinite, and assets as well as payers are subject to destruction or death which would harm the deservant poor and needy. Added to this is the fact that zakah is a repetitive rite of worship whose delay to the time of the following payment must be unlawful like the delay of prayer or fasting of Ramadan.
Gewiss: Wenn eine sofortige Zahlung dem Zahlenden schaden könnte, sei es finanziell oder auf andere Weise, ist ein Aufschub erlaubt, denn der Gesandte Gottes ﷺ sagt: „Es darf weder Schaden zugefügt noch Schaden erlitten werden.“2
Certainly, if immediate payment may harm the payer, financially or otherwise, delay is permitted, since the Messenger of God (p) says, "There should be no harm or injury."2
Die Aufschiebung der Zahlung von Schulden gegenüber anderen Personen ist in einem solchen Fall erlaubt, und die Zakāt muss nicht Vorrang vor anderen Schulden haben.3
Postponement of payment of debts due other people is allowed in such case, and zakah need not have priority over other debts.3
Doch sollen alle Gottesdienste und guten Taten nach Möglichkeit sofort verrichtet werden. Gott sagt: „Und wetteifert miteinander in guten Werken"4 und „Und eilt zur Vergebung von eurem Herrn und zu einem Garten"5. Wenn Eile bei allen rechtschaffenen Handlungen gut ist, so ist sie es umso mehr bei der Zakat, wegen der Notwendigkeit, die Armen und Bedürftigen rasch zu entlasten. Die muslimischen Gelehrten betonen stets, dass gute Taten ohne Verzögerung getan werden sollen, bevor Hindernisse und Hemmnisse entstehen.6 Außerdem sagt der Prophet ﷺ: „Die fällige Sadaqa eines Menschen wird nicht mit seinem übrigen Vermögen vermischt, ohne dass sie es zugrunde richtet." Dies wird von al-Schafi'i, von al-Bukhari in seiner Geschichte und von al-Humaidi überliefert, der erklärt: „Dies bezieht sich auf die fällige Sadaqa, die nicht weggegeben, sondern mit dem Vermögen vermischt belassen wird."7
However, all rites of worship and good deeds must as far as possible be done immediately. God says, "And race to do the good things,"4 and "And hurry to forgiveness from your Lord, and to a Garden."5 If immediacy is good in all righteous actions, it is more so in zakah, because of the need to quickly relieve the poor and needy. Muslim scholars always emphasize that good deeds should be done without delay, before obstacles and hindrances arise.6 Also, The Prophet says "One's due sadaqah is not mixed with one's other wealth but brings destruction to it." This is reported by al Shafi'i, al Bukhari in his history, and al Humaidi, who explains, "This refers to due sadaqah that is not given away but left mixed with one's wealth."7
Vorauszahlung der Zakāt
Pre-payment of zakah
Bei zakatpflichtigem Vermögen, für das ein Jahr vergehen muss, etwa Vieh, Geld und Handelswaren, halten die meisten Rechtsgelehrten die vorzeitige Entrichtung der Zakat für zulässig, sofern der Zahlende den erforderlichen Nisab besitzt. Diese Ansicht vertreten al-Hasan, Sa'id ibn Jubair, al-Zuhri, al-Awza'i, Abu Hanifa, al-Shafi'i, Ahmad, Ishaq und Abu 'Ubaid.8
For zakated assets that require the passage of one year such as livestock, money, and trade inventory, the majority of jurists believe pre-payment of zakah is permitted, provided the payer owns the necessary nisab. This opinion is shared by al Hasan, Sa'id bin Jubair, al Zuhri, al Awza'i, Abu Hanifah, al Shafi'i, Ahmad, Ishaq, and Abu 'Ubaid.8
Dagegen erlauben Rabi'ah, Malik und Dawud eine solche Vorauszahlung nicht,9 wenngleich einige Malikiten die Vorauszahlung innerhalb von Zeiträumen von höchstens einem Monat bei bestimmten Vermögenswerten wie Geld und Handelswaren gutheißen. Diese Billigung ist jedoch, so sagen sie, mit der Kennzeichnung der Vorauszahlung als verpönt verbunden. Von den Malikiten wird die Vorauszahlung ohne Verpönung in zwei Fällen gebilligt: wenn die Zakat-Erträge in eine andere Gegend zu dringender Bedürftigen transportiert werden müssen und sie dort am Ende des Jahres ankommen, sowie wenn die Zakat von den Zakat-Einsammlern kurze Zeit vor dem Ende eines vollen Jahres eingesammelt wird. Die Vorauszahlung der Zakat auf Früchte und Getreide wird nicht gebilligt.10
On the other hand, Rabi'ah, Malik, and Daud do not allow such pre-payment,9 though some Malikites approve of the pre-payment within periods of no more than one month with certain assets such as money and merchants' inventory. However, such approval, they say, is accompanied by marking the pre-payment as disliked. Pre-payment is approved by Malikites without being disliked in two cases: When zakah proceeds need to be transported to more desperate needy in another area and they arrive there at the end of the year, and when zakah is collected by the zakah collectors a short period before the end of a full year. Pre-payment of zakah on fruits and grains is not approved.10
Diejenigen, die eine Vorauszahlung nicht zulassen, argumentieren, dass das Verstreichen eines vollen Jahres eine Bedingung für die Pflicht zur Zakat sei und dass die Zakat, wie das Gebet, nicht vor dem festgesetzten Zeitpunkt entrichtet werden könne.11
Those who do not allow pre-payment argue that the of a full year is a condition for obligation of zakah and that zakah like prayers, cannot be performed before the due time.11
Diejenigen, die die Vorauszahlung erlauben, führen als Beleg den Ausspruch an, der von Abu Daud und anderen überliefert ist und auf 'Ali zurückgeht: "Al 'Abbas bat den Gesandten Gottes ﷺ, ihm zu erlauben, seine Sadaqah im Voraus zu zahlen. Der Prophet ﷺ erlaubte ihm dies." Obwohl die Überlieferungskette dieses Ausspruchs nicht frei von Kritik ist, wird er durch den Bericht al-Baihaqis von 'Ali gestützt, nach dem "der Prophet ﷺ 'Umar mit der Einsammlung der Sadaqah beauftragte. Es ging das Gerücht um, Ibn Jamil, Khalid ibn al-Walid und al-'Abbas, der Onkel des Propheten ﷺ, hätten sich geweigert, die Zakah zu zahlen. Der Prophet ﷺ nahm Khalid und al-'Abbas in Schutz und sagte, wir bräuchten [einige] Mittel, und nahm die Sadaqah von al-'Abbas für zwei Jahre im Voraus entgegen." Diese Geschichte wird in der zuverlässigen Sammlung Muslims von Abu Hurairah überliefert, wo der Prophet ﷺ Berichten zufolge hinzufügt: "Was al-'Abbas betrifft, so liegt seine Zakah auf mir und ebenso ein weiterer gleicher Betrag." Dann sprach der Prophet ﷺ
Verzögerung der Zahlung der Zakāt
Delay of zakah payment
Das Hinausschieben der Zahlung der Zakah ohne triftigen Grund ist nicht erlaubt. Die Zakah darf jedoch in bestimmten Fällen ohne Tadel aufgeschoben werden, etwa wenn es an liquiden Mitteln fehlt oder, nach Shams al-Din al-Ramli, um zu warten und sie an bedürftige Verwandte oder an eine Person in dringenderer Not zu geben oder um die Bedürfnisse der verfügbaren Berechtigten zu untersuchen. Wird die Zahlung aufgeschoben, so haftet der Zahlungspflichtige für den geschuldeten Betrag, falls dieser zugrunde geht oder verloren geht.19
Delaying the payment of zakah without valid reason is not permitted, but zakah may be delayed in certain cases without blame, such as lack of liquid funds or, according to Shams al Din al Ramli, to wait and give it to needy relatives or to a person in more desperate need, or to investigate the needs of the available deservants. When payment is delayed, the payer guarantees the due amount in case of destruction or loss.19
Ibn Qudamah erlaubt einen solchen Aufschub nur für eine kurze Zeit. Er zitiert Ahmad mit den Worten: „Es ist nicht erlaubt, Zakat in monatlichen Raten zu zahlen, die am oder nach dem Fälligkeitszeitpunkt beginnen, noch ist es erlaubt, einen Teil der Zakat, die auf bestimmte Vermögenswerte fällig ist, zu verzögern, um ihn mit der Zakat zu verbinden, die später auf einen anderen Vermögenswert fällig wird.“20 Einige Malikiten bestehen darauf, dass es nicht erlaubt ist, den fälligen Zakatbetrag zurückzuhalten, um ihn im Laufe des Jahres in Teilbeträgen zu verteilen.21 Die Regierung oder der Zakat-Beauftragte kann beschließen, die Einziehung aus triftigen Gründen aufzuschieben, etwa bei Dürre, Hungersnot oder Rezession. Ahmad überliefert das Handeln 'Umars: „In einem Jahr litten die Menschen unter Not, daher erhob 'Umar keine Zakat und nahm die fällige Zakat im darauffolgenden Jahr.“22 Abu 'Ubaid berichtete von Ibn Abi Dhubab, dass „'Umar im Hungerjahr die Sadaqah aufschob. Als die Menschen im folgenden Jahr wieder aufatmen konnten, ließ er mich rufen und sagte: ‚Erhebe die doppelte Menge an Zakat. Verteile davon die Hälfte unter ihnen und bringe mir die andere Hälfte.‘“23 Wir haben in der Überlieferung von Abu Hurairah gesehen, dass der Prophet ﷺ die auf al-'Abbas fällige Zakat zwei Jahre lang einzog. Abu 'Ubaid bemerkt: „Ich denke, der Prophet ﷺ hat die Einziehung bei al-'Abbas aufgeschoben wegen eines Notfalls, der al-'Abbas widerfahren war.“24
Ibn Qudamah allows such delay only for a short time. He quotes Ahmad as saying "It is not permitted to pay zakah monthly installments that begin on or after the due time, nor is it permitted to delay some zakah due on certain assets in order to combine it with zakah due later on some other asset."20 Some Malikites insist that keeping the due amount of zakah in order to distribute it in fragments throughout the year is not permitted.21 The government or zakah commissioner may decide to postpone collection for valid reasons, such as drought, famine, or depression. Ahmad quotes 'Umar's action that "One year people were in need, so 'Umar did not collect zakah and took that due zakah the following year."22 Abu 'Ubaid reported from Ibn Abi Dhubab that "'Umar deferred the sadaqah the year of famine. When people were relieved the following year, he sent for me and said, 'Collect twice the amount of zakah. Divide among them one half and bring me the other.'"23 We have seen in the saying from Abu Hurairah that the Prophet (p) took the zakah due on al 'Abbas for two years. Abu 'Ubaid notes, "I think the Prophet delayed collection from al Abbas because of an incident of need that happened to al Abbas."24
Verlust der Zakah
Loss of zakah
Ibn Rushd fasst die Ansichten der Rechtsgelehrten im Fall des Verlusts eines Gegenstands oder Betrags, der als Zakat-Zahlung bestimmt wurde, zusammen:
Ibn Rushd summarizes jurists' views in the case of loss of an item or amount designated as zakah payment:
Wenn der fällige Betrag auf dem Weg zur Verteilung verloren geht, vertreten manche Rechtsgelehrte die Ansicht, die Pflicht sei erfüllt und es sei keine erneute Zahlung nötig. Andere Rechtsgelehrte meinen, der Zahlungspflichtige hafte als Bürge, bis die Zakat tatsächlich an die Empfänger verteilt ist. Wieder andere unterscheiden zwischen dem Fall der Fahrlässigkeit oder unsachgemäßen Behandlung seitens des Zahlungspflichtigen, in dem er für die Zakat gegenüber den Empfängern haftet, und dem Fall ohne Fahrlässigkeit, in dem der Zahlungspflichtige für den Verlust nicht verantwortlich gemacht wird. Schließlich behandeln manche Rechtsgelehrte den verlorenen Betrag und das Gesamtvermögen des Zahlungspflichtigen als Gemeinschaftseigentum: Die Armen besitzen einen Anteil im Verhältnis der verlorenen Zakat zum Gesamtvermögen, der Eigentümer besitzt den Rest. Entsprechend verteilen sie den Verlust im Verhältnis ihrer jeweiligen Anteile.27
If the due amount got lost on the way to being distributed, some jurists believe the requirement is fulfilled and no new payment is needed. Other jurists argue that the payer is a guarantor until zakah is actually distributed to recipients. Yet others distinguish between the case of neglect or mishandling on the part of the payer, in which the payer guarantees zakah to recipients and the case of no neglect, in which the payer is not considered responsible for the loss. Lastly, some jurists treat the lost amount and the total assets of the payer as community property of the poor (who owns a share in the proportion of lost zakah to the total) and the owner (who owns the rest). Accordingly, they divide the loss in proportion to their respective shares.27
Üblicherweise diskutieren die Rechtsgelehrten den Fall, in dem der zakatpflichtige Vermögensgegenstand selbst verloren geht, nachdem die Fälligkeit der Zakah eingetreten, aber bevor sie tatsächlich entrichtet wurde. Ibn Rushd fügt hinzu: „In diesem Fall sagen manche Rechtsgelehrte, die Zakah müsse auf das berechnet werden, was nach dem Verlust übrig bleibt, während andere das Prinzip des Gemeinschaftseigentums anwenden, wie bei Teilhaberschaften.“ Diese Meinungsverschiedenheiten bestehen, weil manche Rechtsgelehrten den Betrag der fälligen Zakah wie zwischenmenschliche Schulden behandeln, während andere ihn als ein Recht betrachten, das auf den Vermögensgegenständen selbst lastet.28
Usually discussed by jurists is the case in which the zakatable asset is itself lost, after the due time of zakah but before actual payment. Ibn Rushd adds, "In this case, some jurists say zakah must be calculated on what is left after the loss, while others apply the principle of community property, as in partnerships." These differences exist because some jurists treat the amount of due zakah like interpersonal debts while others view it as a due right on the assets themselves.28
Die Stellung der Zakat im Vergleich zu anderen Schulden
The position of zakah compared to other debts
Der Verfasser von al-Muhadhdhab vergleicht die Zakāt mit anderen Schulden, die eine verstorbene Person unbezahlt hinterlassen hat: „Wenn Zakāt und Schulden gegenüber anderen Einzelpersonen fällig sind und der gesamte Nachlass nicht ausreicht, um alle diese Verpflichtungen zu begleichen, gehen die Rechtsgelehrten in drei Meinungen auseinander: (a) Die Schulden gegenüber anderen Menschen müssen vorrangig beglichen werden, (b) die Zakāt hat Vorrang, da der Prophet ﷺ in Bezug auf die Pilgerfahrt sagt: ‚Die Schuld gegenüber Gott hat Vorrang bei der Begleichung‘.38 und (c) der Nachlass muss zwischen Zakāt und anderen Schulden aufgeteilt werden, da beide gleichermaßen der Begleichung bedürfen.“39
The author of al Muhadhdhab compares zakah with other debts left unpaid by a deceased person: "If zakah and debts to other individuals are due and the total estate is not sufficient to pay all of these obligations, jurists diverge into three opinions: (a) other people's debts must be given priority, (b) zakah has priority, since the Prophet (p) says in regard to pilgrimage, 'The debt owed to God has preference in payment'.38 and (c), the estate must be divided between zakah and other debts, since both are equally in need of payment."39
Die Zahiriten geben der Zakāt den Vorrang. Ibn Ḥazm argumentiert: „Gläubiger, Testamentsvollstrecker und Erben haben alle keinen Anspruch auf den Nachlass, es sei denn, die fällige Zakāt ist zuvor entrichtet worden.“ Ibn Ḥazm kritisierte die hanafitische Ansicht sehr scharf. In al-Muḥallā schreibt er: „Es ist wahrlich erstaunlich, dass sie glauben, das Gebet müsse von einer Person noch verrichtet werden, die es absichtlich bis zum Ablauf seiner Zeit aufgeschoben hat, während sie sagen, die Zakāt entfalle für eine Person, die sie absichtlich bis zu ihrem Tod aufgeschoben hat …
Zahiris give priority to zakah. Ibn Hazm argues, "creditors, will, and heirs, all have no right on the estate except after due zakah is paid." Ibn Hazm was very critical of the Hanafite view. In al Muhalla, he writes "It is really surprising that they believe prayer must still be performed by a person who has willingly delayed it until its time ran out, while they say zakah is waived from a person who has willingly delayed it until death...
Besonders da die Zakah eine Schuld gegenüber Gott und das Recht der Armen und Bedürftigen ist." Ibn Hazm zitiert die Überlieferung, die Muslim von Ibn 'Abbas berichtet: „Ein Mann kam zum Propheten ﷺ und sagte: „Meine Mutter ist gestorben. Sie schuldet noch das Fasten eines Monats."
Especially since zakah is a debt due to God and the right of the poor and needy." Ibn Hazm quotes the saying reported by Muslim from Ibn 'Abbas, "A man came to the Prophet (p) and said, "My mother died. She still has the fasting of one month unfulfilled.
Fußnoten 1. Fath al-Qadir, Bd. 1, S. 482-483, und Radd al-Muhtar, Bd. 2, S. 13-14.
Footnotes 1. Fath al Qadir, Vol. 1, p. 482-483, and Radd al Muhtar Vol. 2, pp. 13-14.
2. Al Mughni, Bd. 1, S. 684-685.
2. Al Mughni, Vol. 1, pp. 684-685.
3. Überliefert von Ahmad und Ibn Majah von Ibn 'Abbas, von al-Hakim und ad-Daraqutni von Abu Sa'id sowie erneut von Ibn Majah von 'Ubadah bin as-Samit. An-Nawawi bewertet es in al-Arba'in als gut und fügt hinzu: „Auch als mursal von Malik überliefert, über mehrere Ketten, die sich gegenseitig stärken." Al-Haithami sagt, seine Kette sei vertrauenswürdig. Ahmad Shakir kommentiert es unter Nummer 2867 des al-Musnad: „Seine Kette ist schwach, doch seine Bedeutung ist richtig und durch eine korrekte Kette bestätigt, die Ibn Majah von 'Ubadah erwähnt." 4. Sure al-Baqarah, 2:148, und al-Ma'idah, 5:48.
3. Reported by Ahmad and Ibn Majah from Ibn 'Abbas, by Al Hakim, and al Daraqutni from Abu Sa'id, and by Ibn Majah again from 'Ubadah bin al Samit. Al Nawawi in al Arba'in grades it good, adding, "Also reported as mursal by Malik, via several chains that strengthen each other." Al Haithami says its chain is trustworthy. Ahmad Shakir comments on it under number 2867 of al Musnad, "Its chain is weak but its meaning is correct, and confirmed by a correct chain mentioned by lbn Majah from 'Ubadah." 4. Sura al Baqarah, 2:148, and al Ma'idah, 5:48.
5. Sura Al-'Imran, 3:133.
5. Sura al 'Imran, 3:133.
6. Nail al-Awtar, Bd. 4, S. 148.
6. Nail al Awtar, Vol. 4, p. 148.
7. Ebd.
7. Ibid.
8. Al-Mughni, Bd. 2, S. 630.
8. Al Mughni, Vol. 2, p. 630.
9. Ebenda, und Bidayat al-Mujtahid, Bd. 1, S. 266.
9. Ibid, and Bidayat al Mujtahid, Vol. l, p.266.
10. Hashiat al-Dusuqi, Bd. 1, S. 502.
10. Hashiat al Dusuqi, Vol. 1, p. 502.
11. Al Mughni, a.a.O.
11. Al Mughni, op. cit.
12. Überliefert von den Fünf mit Ausnahme von an-Nasa'i, doch auch überliefert von al-Hakim, ad-Daraqutni und al-Baihaqi. Ad-Daraqutni und Abu Daud geben der mursal-Version größere Glaubwürdigkeit. Die Aussage wird durch weitere Aussagen gestützt. Siehe Nail al-Awtar, Bd. 4, S.