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3.1 Chapter One Zakatable Assets
by Dr. Yusuf al Qardawi27 min readViewed 146 times
Der Koran legt weder die Definition des zakatpflichtigen Vermögens fest, noch nennt er die vorgeschriebenen Prozentsätze der Zakāt. Es ist der Sunna überlassen, durch Beispiel oder durch Weisungen die allgemeine Anordnung des Korans zu erläutern und die theoretischen Grundsätze des Korans in eine lebendige Wirklichkeit im menschlichen Leben zu überführen. Diese Aufgabe wurde dem Propheten ﷺ übertragen, und er ist derjenige, der am besten weiß, was Gott in Seinem Heiligen Buch verordnet hat. Gott sagt: „Und Wir haben dir die Ermahnung herabgesandt, damit du den Menschen klar erläuterst, was ihnen herabgesandt wurde, und damit sie nachdenken."1 Man muss sich jedoch bewusst machen, dass der Koran einige Arten zakatpflichtiger Vermögenswerte erwähnt, etwa (1) Gold und Silber, im Vers: „Und jene, die Gold und Silber horten und es nicht auf dem Weg Gottes ausgeben – verkünde ihnen eine schmerzliche Strafe."2 (2)
The Qur'an does not give the definition of zakatable wealth nor does it provide the required percentages in zakah. It is left to Sunnah to give, by example or by directives, details of the general Qur'anic command and to convert the theoretical axioms of the Qur'an into a living reality in human life. The Prophet (p) was assigned this responsibility and he is the one who knows most about what God ordains in His Holy Book. God says, "And we have sent down unto thee the message that thou mayest explain clearly to people what is sent for them and that they may give thought."1 It must be realized, however, that the Qur'an mentions a few kinds of zakatable assets, such as (1) gold and silver, in the verse "and there are those who hoard gold and silver and spend it not in the way of God. Announce unto them a most grevious penalty."2 (2)
die Feldfrüchte und Früchte, auf die sich der Vers bezieht: „Esst von ihren Früchten, wenn sie Frucht tragen, und entrichtet die gebührende Abgabe am Tag der Ernte,"3 (3) die Erträge aus Handel und anderen geschäftlichen Unternehmungen, auf die sich der Vers bezieht: „O ihr, die ihr glaubt, spendet von den guten Dingen, die ihr erworben habt,"4 und (4) das, was aus der Erde gewonnen wird: „Und von dem, was wir für euch aus der Erde hervorgebracht haben,"5
crops and fruits that are refered to in "Eat of their fruit in their season, but render the dues that are proper on the day that the harvest is gathered,"3 (3) earnings of trade and other business enterprises, refered to in the verse, "0 ye who believe, give of the good things which ye have earned,"4 and (4) what is drawn from beneath the earth, "And of that which we have produced for you from the earth,"5
Abgesehen von diesen Punkten erwähnt der Qur'an die Zakah allgemein und das Wort amwāl [Vermögen oder Güter] in seiner Pluralform, wie etwa in dem Vers: „Nimm von ihrem Vermögen Sadaqah, damit du sie dadurch reinigst und läuterst“6, und: „In ihrem Vermögen und ihren Besitztümern liegt das Recht des Bedürftigen, dessen, der bittet, und dessen, der entbehrt.“7
Except for these items, the Qur'an mentions zakah in general and the word amwal [assets or wealth] in its plural form, such as in the verse, "Out of their wealths take sadaqah so by it you purify and sanctify them,"6 and "In their wealths and properties is the right of the poor, he who asks, and he who is deprived."7
Die Bedeutung von Amwal im Arabischen und in der Scharia
The Meaning of Amwal in Arabic and in Shari'ah
Das Wort amwal [Bedeutung: Reichtum, Besitz, Güter, Habe] , das im Qur'an erwähnt wird, ist der Plural von mal. Mal bezeichnete in den Augen der Araber zur Zeit der Offenbarung des Qur'an alle Dinge, die Menschen gern erwerben und besitzen, etwa Kamele, Kühe, Schafe, Land, Palmenhaine, Gold und Silber. Arabische Wörterbücher wie al-Qamus und Lisan al-Arab definieren das Wort mal als alles, was man besitzt, wobei sie wissen, dass Beduinen das Wort vor allem in Bezug auf ihr Vieh verwenden, während Stadtbewohner es in Bezug auf Gold und Silber gebrauchen, obwohl alles dies mal ist. Ibn al-'Athir sagt, die ursprüngliche Bedeutung des Wortes mal beziehe sich auf besessenes Gold und Silber, und sie sei dann auf alle materiellen Dinge verallgemeinert worden, die erworben und besessen werden.
The word amwal [meaning: wealth, property, goods, possessions] that is mentioned in the Qur'an is the plural of the word mal. Ma1 meant in the minds of Arabs at the time of the Qur'anic revelation all things that people like to acquire and own, including, for example, camels, cows, sheep, land, palm orchards, gold, and silver, Arabic dictionaries such as al Qamus and Lisan al Arab9 defined the word mal as all things one owns, knowing that bedouins use the word more in reference to their livestock and urban dwellers us it in reference to gold and silver, despite the fact that all are mal. Ibn al 'Athir says the original meaning of the word mal refers to owned gold and silver, and was then generalized to include all material things that are obtained and owned.
Die Rechtsgelehrten vertreten mehrere Ansichten über die Bedeutung des Wortes mal (Vermögen) im Schari'a-Recht. Die hanafitischen Rechtsgelehrten sagen, mal sei alles, was ein Mensch erwirbt und gewöhnlich nutzt. Daher gibt es zwei Bedingungen, damit etwas mal ist: die Möglichkeit, es zu erwerben, und die Möglichkeit, es allgemein zu nutzen. Folglich umfasst mal alles, was besessen wird: Land, Tiere, Hausrat, Geräte und Geld. Was tatsächlich nicht erworben oder gewöhnlich nicht genutzt wird, gilt dann als mal, wenn die Möglichkeit besteht, es zu erlangen und zu nutzen, etwa erlaubte Dinge wie Fische im Meer, Vögel, die am Himmel fliegen, oder nutzbare wilde Tiere in der Wildnis. Dinge, die sich nicht erwerben lassen, gelten nicht als mal, obwohl sie nützlich sein mögen, wie Sonnenlicht und Wärme. Ebenso gelten Dinge, die gewöhnlich nicht nutzbar sind, aber erworben werden können, wie eine Handvoll Erde, ein Tropfen Wasser, eine einzelne Biene oder ein einzelnes Reiskorn, nicht als mal. Diese Definition impliziert, dass mal ein materieller Gegenstand sein muss, denn immaterielle Dinge können nicht erworben werden. Folglich sind Dienstleistungen kein mal, etwa das Bewohnen eines Hauses, das Fahren eines Autos oder das Tragen eines Kleidungsstücks, weil diese nicht erwerbbar sind. Ebenso sind Rechte, wie das Recht auf Sorge (Hadana) und das Recht der Vormundschaft (Wilaya), nicht mal.
Bedingungen für die Zakatpflicht eines Vermögensgegenstands (Mal)
Conditions for Zakatability of a mal
Wenn wir uns darauf einigen, dass alle erreichbaren und besessenen Güter mal (Besitz) sind, ist dann Zakat auf jede Art von mal fällig, egal wie wenig es ist und wie sehr der Besitzer darauf angewiesen ist? Ein Haus, das der Eigentümer selbst bewohnt, ist mal, ebenso die getragene Kleidung, die benutzten Bücher und die Werkzeuge von Handwerkern. Ist auf all dies Zakat fällig? Ist ein Beduine, der nur zwei Kamelstuten oder ein paar Schafe besitzt, von denen er seine lebensnotwendige Nahrung bezieht, zakatpflichtig? Wie steht es mit einem Bauern, dessen Ernte nur so gering ist, dass sie kaum den Nahrungsbedarf seines Haushalts deckt, oder mit einem Geschäftsmann, der Warenlager und Bargeld besitzt, dessen Schulden aber sein Geschäftsvermögen übersteigen? Sind all diese zakatpflichtig?
Gerechtigkeit im Islam und Erleichterung im Scharia-Recht würden nicht zulassen, dass solche Menschen mit einer Last belegt werden, die ihr Leben stark erschwert und belastet. Daher ist es wichtig, die Bedingungen für zakatpflichtiges Vermögen zu bestimmen, wie in den folgenden Abschnitten.
If we agree that all obtainable and owned materials are mal, is zakah required on all kinds of mal, no matter how little it may be or how much the owner is in need of it? A house inhabited by the owner is a mal, as are clothes worn and books used and tools of professionals who work with their hands. Is zakah required on all these ? Is a bedouin who owns only two she-camels or a few sheep, from which he derives his essential food, zakatable. How about a peasant whose crop is only a small quantity that can barely satisfy the food needs for his household, or a businessman who has inventory and cash funds, but at the same time is overridden by debts that are in excess of his business assets? Are all these zakatable? Justice in Islam and easiness in Shari'ah would not allow such people to be burdened by what brings great difficulty and uneasiness into their lives. Consequently, it is important to define the conditions of zakatable assets as in the following sections:
1. Ungeteiltes und uneingeschränktes Eigentumsrecht
1. Undivided and absolute right of ownership
Mal gehört letztlich alles Gott. Er ist sein Schöpfer, und Er ist es, der es zum Lebensunterhalt der Menschen gibt. Der Qur'an verweist wiederholt auf diese letztgültige Wirklichkeit, indem er entweder den Besitz Gott zuschreibt, etwa in „Und gebt ihnen von dem Reichtum Gottes, den Er euch gegeben hat“, 12 und „O ihr, die ihr glaubt, spendet von dem Segen, den Wir euch gegeben haben“ 13, und er spricht von jenen, „die geizig das zurückhalten, was Gott ihnen von Seiner Gnade gegeben hat“. 14 Der Qur'an bezeichnet die Menschen auch nur als Stellvertreter oder Bevollmächtigte im Hinblick auf den Besitz, den sie innehaben, wie in dem Vers: „Und spendet von dem Unterhalt, dessen Stellvertreter Er euch gemacht hat“. 15 Gott, obwohl Er der wahre Eigentümer ist, ehrt Seine Diener mit dem Vorrecht der Verfügungsgewalt über die Gaben, die Er ihnen schenkt, und macht sie verantwortlich und rechenschaftspflichtig für das, was sie in ihrer Hand haben. Es ist wie bei einem Vater, der seinem Kind einen Teil seines Eigentums überlässt, um es seine Selbstständigkeit erfahren zu lassen und es damit zu prüfen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der Qur'an den Reichtum (amwal) als den Menschen zugeschrieben erwähnt: „O ihr, die ihr glaubt, lasst nicht eure Reichtümer ...“
All mal in the ultimate analysis belongs to God. He is the creator of it, He is the one who gives it for human sustenance. Qur'an repeatedly refers to this final reality, either by attributing mal to God, such as in "And give them out of the wealth of God that He has given,"12 and "0 ye who believe, spend out of the bounty We have provided for you"13 and refers to "those who covetuously withhold of the gifts which God has given them of His grace."l4 Qur'an also refers to humans as only vicegerents or agents with regard to the wealth they own, such as in the verse, "And spend out of the sustenance whereof He has made you vicegerent."15 God, although He is the true owner, honors His servants with the privilage of authority over the bounties He bestows on them, and holds them responsible and accountable for what they control. It is like when a father gives his child some of his property in order to make the child experience his or her independence and test him or her with that. It is no surprise, therefore, that Qur'an mentions wealth (amwal) as attributed to people: "0 ye who believe, let not your riches. .
. ."16 „Euer Reichtum und eure Kinder sind nur eine Prüfung,"17 „denn er meinte, sein Reichtum würde ihn ewig bestehen lassen,"18 „Ihm nützt nichts von seinem ganzen Reichtum und all seinem Gewinn,"19
Die Begründung dieser Bedingung
The rationale of this condition
Privateigentum ist eine große Gnade Gottes. Es ist eine der Früchte der Freiheit und des Menschseins selbst. Tiere besitzen nicht; Menschen besitzen. Eigentum vermittelt das Gefühl von Autorität und Macht und stillt das Verlangen nach Erwerb. Vollständiges Eigentum ermöglicht es den Menschen, Nutzen aus den besessenen Gütern zu ziehen und Vermögenswerte zum Wachstum einzusetzen. Die Gnade Gottes sollte von den Menschen anerkannt werden. Die Entrichtung der Zakāh ist ein Ausdruck der Dankbarkeit gegenüber Gott und die Anerkennung seiner Huld.
Private ownership is a great bounty from God. It is one of the fruits of freedom and of humanity itself. Animals do not own; humans do. Ownership gives the feeling of authority and power and satisfies the acquisitive desire. Complete ownership enables people to extract benefits of owned materials, as well as putting assets to growth. The grace from God should be recognized by people. The payment of zakah is an expression of thankfulness to God and recognition of his bounty.
Der Beweis für diese Bedingung
The proof of this condition
Diese Bedingung wird durch zwei wesentliche Gesichtspunkte begründet. Erstens wird im Qur'an und in der Sunnah Vermögen und Reichtum Menschen zugeschrieben. Daraus folgt, dass die zakatpflichtigen Personen Eigentümer dieser Vermögenswerte gewesen sein müssen. Diese allgemeine Form des Besitzes setzt voraus, dass er in ausschließlicher Weise besteht. Zweitens erfordert die Entrichtung der Zakat, dass die Empfänger, wie die Armen und Bedürftigen, Eigentümer dessen werden, was ihnen gegeben wird. Sie können jedoch nicht zu Eigentümern gemacht werden, wenn die Zakat-Zahlenden nicht das volle Eigentumsrecht an dem besitzen, was sie entrichten.
This condition is justified by two major points. Firstly, the fact that assets and wealth are attributed to people in Qur'an and Sunnah implies that zakatable individuals must have owned these assets. This general form of ownership requires owning in an exclusive manner. Secondly, the performance of zakah requires that the recipients such as the poor and destitute, should become owners of what is given them. They cannot be made owners if the zakah payers do not have complete right of ownership on what they are paying.
Implikationen dieses Zustands
Imliplications of this condition
1. Der Fall von Vermögenswerten, die keinen bestimmten Eigentümer haben
1. The case of assets that do not have a specific owner
Diese Bedingung impliziert, dass Vermögenswerte, die keiner bestimmten Person als Eigentümer zugeordnet sind, nicht zakatpflichtig sein sollten, etwa die vom Staat durch Steuern, Zakat und andere Quellen eingenommenen Einkünfte. Diese sind nicht zakatpflichtig, weil sie keiner Person gehören und das Recht auf sie der gesamten Gesellschaft zusteht, einschließlich der Armen und Bedürftigen. Hinzu kommt, dass der Staat die Institution ist, die die Zakat einzieht, und es keinen Grund gibt, dass er von sich selbst Zakat einziehen sollte. Die Gelehrten haben gesagt: „Auf staatliche Mittel wie das Fai' [Gut, das ohne Kampf von Feinden erlangt wurde] oder auf den Anteil der Regierung an der Ghanimah [Beute, die infolge eines rechtmäßigen Krieges gegen Feinde gewonnen wurde] sollte keine Zakat erhoben werden, weil diese Einnahmen allen Muslimen gehören und zu deren Nutzen ausgegeben werden.“36 Allgemein gilt, dass öffentliches Eigentum nicht zakatpflichtig ist.
This condition Implies that assets that do not have a specific person as owner should be unzakatable, such as the state's revenue collected from taxes, zakah, and other sources. These are not zakatable because they are not owned by a person and the right to them belongs to the whole society, including the poor and needy. Additionally, the government is the agency that collects zakah and there is no reason that it should collect from itself. Scholars have said, "There should be no zakah on state resources like fai' [taken from enemies without fighting] or on the government's share of ghanimah [gained as a result of lawful war with enemies] because these revenues belong to all Muslims and are spent for their benefits."36 In general, all publicly owned property is not zakatable.
2. Eigentum im öffentlichen Vertrauen
2. Property in public trust
Eigentum, das im öffentlichen Treuhandvermögen (Waqf) für etwa die Armen, Moscheen, Waisen, Schulen, Kämpfer auf dem Weg Gottes usw. bestimmt ist, unterliegt nicht der Zakat. Dagegen unterliegt Eigentum aus privaten Treuhandvermögen, das zugunsten einer Einzelperson oder einer Gruppe von Begünstigten zurückgehalten wird, etwa Kinder-Treuhandvermögen, der Zakat, da das Recht des Privateigentums an diesen Gütern zugunsten der Kinder übertragen wird, obwohl sie für eine gewisse Zeit nicht selbst über das Vermögen verfügen können.37 Dies ähnelt eher dem Privateigentum als den öffentlichen Treuhandvermögen, denn das wichtigste Merkmal des Privateigentums ist die ausschließliche Nutznießung des Eigentums, und dieses Merkmal besteht bei privaten Treuhandvermögen. Einige Rechtsgelehrte sind jedoch der Ansicht, dass die Zakat auf alle Treuhandvermögen, öffentliche wie private, zu entrichten sei. Ibn Rushd sagt: „Es scheint sinnlos, die Zakat auf öffentliche, für die Bedürftigen bestimmte Treuhandvermögen aufzuerlegen, aus zwei Gründen. Erstens ist ihr Eigentum unvollständig, und zweitens sind sie nicht zakatpflichtig, sondern Empfänger der Zakat."38
Property put in public trust for, say, the poor, mosques, orphans, schools, fighters for the sake of God, etc., are not zakatable. On the other hand, property of private trusts that are withheld for the benefit of an individual or a group of beneficiaries, such as children's trusts, are zakatable, since the right of private ownership is transferred on these properties to the benefit of the children, although they cannot, for some time, dispose of the property themselves.37 This is more similar to privately owned things than to public trusts, since the most important element of private ownership is the exclusivity of benefit of the property and this feature exists in private trusts. Some jurists, however, consider zakah obligated on all trusts, public and private. Ibn Rushd says, "it seems that imposing zakah on public trusts designated for the benefit of the indigent is meaningless, for two reasons. One, their ownership is incomplete, and two, they are not zakatable but rather recipients of zakah."38
3. Unrechtmäßiger Reichtum
3. Unlawful wealth
Diese Bedingung schließt Vermögen, das auf unrechtmäßige Weise erworben wurde, von der Zakatpflicht aus, etwa durch Diebstahl, Falschgeld, Bestechung, Zins, Monopolbildung oder Betrug. Dazu kann der größte Teil des Vermögens autokratischer Herrscher, zinsnehmender Finanziers, Diebe usw. gehören. Solche Personen besitzen die gestohlenen Güter, die sich in ihrer Hand befinden, in Wahrheit nicht, auch wenn sie diese mit Vermögen vermischt haben, das auf rechtmäßige Weise erworben wurde. Die Gelehrten erklären, dass böses Vermögen nicht zakatpflichtig ist, weil all dieses Vermögen seinem wahren Eigentümer zurückgegeben werden muss, sofern dieser bekannt ist, oder seinen Erben, und andernfalls den Armen und Bedürftigen. Es genügt nicht, dass nur ein kleiner Teil solcher Vermögenswerte als Zakat ausgegeben wird.39 Das authentische Überlieferungswort spricht für sich: „Gott nimmt keine Sadaqa von gestohlenem Gut an."40
This condition excludes from zakatability wealth acquired by unlawful means, such as theft, counterfeiting, bribery, interest, monopoly or cheating. This may include the most part of the wealth of autocratic rulers, interest financiers, thieves, etc. Such individuals do not indeed own the stolen properties which are in their hands, although they might have mixed them with property obtained by lawful means. Scholars declare that evil wealth is not zakatable because all such wealth must be returned to its true owner if known, or to his or her heirs, and if not, then to the poor and needy. It is not sufficient that only a small part of such assets is given out as zakah.39 The authentic saying speaks for itself: "God does not accept sadaqah from stolen property."40
Juristen begründen die Nichtzakatpflicht solchen Vermögens damit, dass es nicht demjenigen gehört, der die tatsächliche Verfügungsgewalt darüber hat. Daher ist dieser nicht befugt, Zakat zu entrichten oder anderweitig darüber zu verfügen, außer es dem rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben.41 So gilt eine Person, deren Erwerbsweise unrechtmäßig ist, im Scharia-Recht nicht als reich, selbst wenn sie über enormen Reichtum verfügt. Einige hanafitische Juristen, darunter al-Sarakhsi, gehen so weit, Almosen an Machthaber zu erlauben, mit der Begründung, dass diese tatsächlich arm seien, obwohl sie den Reichtum des ganzen Landes unrechtmäßig verfügen.42 Solche kühnen Meinungen bedeuten für uns, dass unrechtmäßig erworbenes Vermögen weder besessen noch an Erben oder andere Empfänger übertragen werden kann.43
4. Zakāt auf Schulden
4. Zakah on debts
Eine weitere Folge dieser Bedingung betrifft die Zakah auf Schulden. Wer soll diese Zakah zahlen: der Gläubiger, der Schuldner oder beide? Keiner der Rechtsgelehrten würde sagen, beide.
Another implication, of this condition relates to zakah on debts. Who should pay such zakah, the creditor, the debtor, or both? None of the jurists would say both.
'Ikrimah und 'Ata sind der Meinung überliefert, dass beide nicht zakatpflichtig sind, mit der Begründung, dass der Schuldner es nicht besitzt, während der Gläubiger keine Verfügungsgewalt darüber hat.45 Ibn Hazm überliefert von 'A'ishah, der Mutter der Gläubigen: „Auf Schulden soll keine Zakah erhoben werden." Das bedeutet, dass beide Parteien nicht zakatpflichtig sind. Ibn Hazm und seine zahiritischen Anhänger stützen diese Ansicht auf die Begründung, dass das Eigentumsrecht sowohl des Schuldners als auch des Gläubigers jeweils unvollständig ist. Der Schuldner besitzt das geliehene Gut nicht, obwohl er es nutzt, während der Gläubiger keine Verfügungsgewalt über die Schuld hat und keinen Nutzen daraus zieht. Der Verfasser von al-Amwal schreibt al-Nakha'i zu, dass „unbegründet verzögerte Schulden vom Schuldner zakatpflichtig sind."46 Diese Ansicht verstößt gegen die Bedingung der vollständigen Eigentümerschaft, die unter fast allen Rechtsgelehrten nahezu einhellig anerkannt ist.
'Ikramh and 'Ata are reported to be of the opinion that both are not zakatable, on the basis that the debtor does not own it while the creditor does not have control of it.45 Ibn Hazm reports from 'Aishah, the Mother of the Faithful, "There should be no zakah on debts," This means that both parties are not zakatable. Ibn Hazm and his Zahiri colleagues support this opinion on the grounds that the right of ownership of each of the debtor and the creditor is incomplete. The debtor does not own borrowed property although he makes use of it, while the creditor does not have control over the debt and does not extract benefit from it. The author of al Amwal attributes to al Nakha'i that "unreasonably delayed debts are zakatable by debtors."46 This opinion is a violation of the condition of completeness of ownership which is almost unanimous among all jurists.
Die Mehrheit der Rechtsgelehrten seit der Zeit der Gefährten unterscheidet zwei Arten von Schulden. Die eine ist eine Schuld, deren Gläubiger hoffen, sie zurückzuerhalten, nämlich Schulden bei Parteien, die zur Zahlung fähig sind. Auf diese Kategorie von Schulden ist jährlich Zakāt fällig, als wären sie Vermögen in der Verfügungsgewalt des Gläubigers. Abū ʿUbaid überliefert diese Meinung von den Gefährten ʿUmar, ʿUthmān, Ibn ʿUmar und Jābir sowie von den Nachfolgern Jābir bin Zaid, Mujāhid, Ibrāhīm und Maymūn bin Mahrān.
5. Zuschüsse und Ersparnisse der Angestellten
5. Grants and savings of employees
Eine häufige Frage stellt sich zu dieser Zeit in Bezug auf die Altersvorsorgegelder und Zuschüsse, die von Regierungen, Arbeitgebern oder jeder unabhängigen Stelle einbehalten werden, ohne dem Arbeitnehmer direkten Zugriff auf den Fonds zu gewähren, außer bei Renteneintritt oder Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Ob solche Gelder zakatpflichtig sind, hängt davon ab, ob sie als vollständig im Eigentum der Arbeitnehmer stehend betrachtet werden können. Können sie frei darüber verfügen oder nicht?
A common question arises at this time about the retirement savings and grants that are retained by governments, employers, or any independent agency without giving the employee direct access to the fund, except upon retirement or termination of employment. The zakatability of such funds is determined by whether they can be defined as completely owned by the employees. Can they dispose of them at will or not?
Sind diese Gelder das Recht der Angestellten oder bloße Zuwendungen, deren Höhe und Anspruchsvoraussetzungen erst zum Zeitpunkt des Ruhestands festgelegt werden? Handelt es sich rein um Zuwendungen oder Geschenke, so gehören sie dem Angestellten erst im Moment des Empfangs. Gehören sie hingegen zu dem, worüber der Angestellte verfügen kann und was ihm zur freien Verfügung steht, so sind sie wie Schulden zu behandeln, deren Schuldner zahlungsfähig und zahlungsbereit sind; sie sind dann jedes Jahr zakatpflichtig, sobald sie die Mindestgrenze für die Zakatpflicht erreichen, wie später noch erörtert wird.53
Are these funds the right of the employees or mere grants whose amounts and eligibility requirements will be determined at the time of retirement? If they are purely grants or gifts, they accrue only to the employee at the time of receipt. But if they are part of what the employee has access to and may dispose of at will, then they should be treated like debts whose debtors are capable and ready to pay, i.e. they are zakatable every year, once they reach the minimum for zakatability, as will be discussed later.53
6. Wachstum
6. Growth
Die zweite Bedingung für die Zakatpflicht besagt, dass das Vermögen entweder tatsächlich wachsen muss oder das Potenzial zum Wachstum haben muss. Wachstum bedeutet etwas, das dem Eigentümer Gewinn und Nutzen bringt. Oder der Vermögenswert selbst sollsein Ergebnis von Wachstum sein, also ein Überschuss oder ein neu hinzugekommener Vermögensgegenstand.
Dies haben die islamischen Rechtsgelehrten auf klare und eindeutige Weise festgestellt. Sprachlich bezeichnet „Wachstum“ jeden Überschuss. Im Schari'a-Recht hat Wachstum zwei Bedeutungen: tatsächliches und potenzielles Wachstum. Tatsächliches Wachstum ist die Zunahme aus natürlichen oder geschäftlichen Gründen. Potenzielles Wachstum liegt vor, wenn der Vermögensgegenstand zunehmen kann, sofern er dafür richtig genutzt wird. Dies setzt voraus, dass der Vermögensgegenstand für eine mögliche Nutzung verfügbar ist.54
The second condition for zakatability is that wealth must either be actually growing or have the potential for growth. Growth means something that provides the owner with profit and benefit. Or the asset itself should be the result of growth, being surplus or a newly accrued item. "This has been established by Muslim jurists in a clear and specific manner. Linguistically, "growth" is any surplus. In Shari'ah, growth has two meanings, actual and potential growth. Actual growth is the increase by Genetic or business reasons. Potential growth is when the asset can increase if it is used properly for that purpose. This implies the availability of the asset for potential use.54
Die Begründung für diese Bedingung
The rationale for this condition
Ibn al-Humam schreibt: „Die Zakah ist eingeführt worden, um den Armen zu helfen und ihre Not zu lindern, ohne die Reichen zu verarmen lassen, indem die Reichen aus ihrem Überschuss zahlen und von ihrem Reichtum nur wenig nehmen. Die Auferlegung der Zakah auf Vermögen, das seiner Definition nach nicht wächst, kehrt diesen Zweck um, da die Zakah Jahr für Jahr zusätzlich zu den Lebenshaltungskosten gezahlt wird."55 Diese Bedingung des Wachstums entspricht dem Ausspruch des Gesandten Gottes (p): „Reichtum nimmt durch Sadaqah niemals ab"56, denn die Zahlung eines kleinen Bruchteils als Zakah aus wachsendem Vermögen lässt den Reichtum nicht schrumpfen. Entscheidend ist jedoch das Wachstumspotenzial der Vermögenswerte und nicht das tatsächliche Wachstum, denn das tatsächliche Wachstum lässt sich kaum messen und unterliegt unterschiedlichen Messmethoden.
Ibn al Humam writes, "zakah is legislated to help and relieve the poor without impoverishing the rich, by having the rich pay from their surplus, taking a little from the plenty. Imposing zakah on wealth that does not, be definition, grow, reverses this purpose, since zakah is paid year after year, in addition to living expenses."55 This condition of growth applies the saying of the Messenger of God (p) "Wealth never decreases as a result of sadaqah,"56 since the payment of a small fraction as zakah out of growing wealth does not make the wealth decline. What is important, however, is the growth potential of the assets and not actual growth, because actual growth can hardly be measured and is subject to differences in measurement.
Laut dem Verfasser von al-Mughni wird in al-Bada'i' erwähnt, dass „die Bezeichnung der Zakah selbst – als Wachstum oder Zunahme – nur bei wachsendem Vermögen verwirklicht wird. Es ist jedoch nicht notwendig, dass der Besitz tatsächlich wächst, sondern die Fähigkeit, durch Handel, Viehzucht oder Aussaat zu wachsen, genügt, da Wachstum durch Vermehrung, Gewinn und Vervielfachung durch diese Mittel verwirklicht wird. Allein die Möglichkeit, die Mittel zu nutzen, ist ausreichend. Dies gleicht dem Reisen, das dem Reisenden erlaubt, das Gebet zu verkürzen, selbst wenn er ohne Beschwerde vollständig beten könnte."57 Andererseits kann der Besitz selbst ein Ergebnis von Wachstum sein, wie bei Feldfrüchten und Früchten. In diesem Fall ist die Zakah erst fällig, nachdem das Wachstum eingetreten ist.
According to the author of al Mughni, it is mentioned in al Bada'i' that "the very naming of zakah--as growth or increase--is not realized except in growing assets. It is not necessary, however, for wealth to actually grow, but the ability to grow through business, animal breeding, or seed planting, is sufficient, since growth by reproduction, profit, and multiplicity is realized by those means. The possibility of using the means is alone sufficient. This is similar to traveling, which allows the traveler to reduce prayer even if he can pray without hardship."57 On the other hand, the asset itself may be a result of growth, as in crops and fruits. In this case, zakah is only obligated after growth has happened.
Der Beweis für diese Bedingung
The proof for this condition
Diese Bedingung leitet sich aus der mündlichen und praktischen Überlieferung des Propheten ﷺ ab, die von seinen Nachfolgern und Gefährten in der Anwendung bewahrt wurde. Der Prophet ﷺ
This condition is derived from the spoken and practiced tradition of the Prophet (p), which was sustained in application by his successors and Companions. The Prophet (p)
Sie gibt keine Zakat auf Vermögenswerte vor, die für den persönlichen Gebrauch erworben werden, wie es der richtige Ausspruch anzeigt: „Ein Muslim ist für sein [bzw. ihr] Reittier oder für seinen [bzw. ihren] Diener nicht zakatpflichtig.“58 Al-Nawawi sagt: „Dieser Ausspruch legt den Grundstein für den Grundsatz, dass Vermögenswerte, die für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind, nicht zakatpflichtig sind.“ Der Prophet ﷺ hat die Zakat nur auf wachsende und ertragbringende Vermögenswerte auferlegt, von denen es zu seiner Zeit bei den Arabern mehrere Arten gab:
does not obligate zakah on assets which are obtained for personal use, as indicated by the correct saying, "A Muslim is not zakatable for his [or her] mare or for his [or her] servant."58 Al Nawawi' says, "This saying plants the seed for the principle that assets obtained for personal use are not zakatable." The Prophet did not impose zakah except on growing and producing assets, of which Arabs at his time had several kinds:
- Vieh wie Kamele, Rinder und Schafe; Geld, Gold und Silber, die als Bargeld, Geschäftsvermögen und Ersparnisse dienen; Feldfrüchte und Früchte, besonders Grundnahrungsmittel wie Weizen, Gerste, Datteln und Rosinen. Honig gehört zu dieser Kategorie.
- Livestock such as camels, cows, and sheep - money, gold or silver used as cash business assets and as savings - crops and fruits, especially basic foods, such as wheat, barley, date, and raisin. Honey goes with this category.
- Schätze, die von den Alten unter der Erde verborgen wurden, und Mineralien, die von den Alten und von Gott im Inneren und auf der Oberfläche der Erde gespeichert wurden.
- treasures hidden underground by ancients and minerals stored by ancients and minerals stored by God inside and on the surface of the earth.
Hinsichtlich der Verteilung der Erträge aus den Abgaben dieser letzten Kategorie gibt es zwei Meinungen. Die eine lautet, sie solle wie Zakah behandelt werden, die andere, sie solle wie Fai [Besitz, der von Feinden genommen wird, die sich ohne Kampf ergeben] behandelt werden.
About the dispersement of the proceeds of dues on this last category, there are two opinions. One is that it should be treated like zakah, and the other is that it should be treated like fai [property taken from enemies who surrender without fighting].
Vermögenswerte, deren Eigentümer nicht in der Lage sind, sie zu investieren
Assets whose owners are not able to invest
Da Wachstum, tatsächliches oder potenzielles, eine Voraussetzung für die Zakatpflicht ist: Welchen Status sollte Vermögen haben, dessen Besitzer es nicht wachsen lässt?
Since growth, actual or potential, is a requirement for zakatability, what should be the status of wealth whose owner does not make it grow?
Zwischen zwei Fällen der Untätigkeit beim Wachstum eines Vermögenswerts muss unterschieden werden:
A distinction must be drawn between two cases of idleness from growth of an asset:
Untätigkeit, die sich aus der Beschaffenheit des Vermögenswerts ergibt, etwa bei uneinbringlichen Schulden und gestohlenem Eigentum, und Untätigkeit, die vom Eigentümer verursacht wird. Im ersten Fall ist der Vermögenswert nicht zakatpflichtig, doch sobald der Eigentümer wieder in der Lage ist, ihn wachsen zu lassen, etwa bei gefundenem Schatz, dann ist der Vermögenswert erst ab diesem Jahr zakatpflichtig. Ist dagegen die Unfähigkeit zur Investition vom Eigentümer verursacht, das heißt, hält der Eigentümer sein Vermögen von der Investition zurück, so ist er von der jährlichen Zahlung der Zakat nicht befreit. Man geht davon aus, dass Muslime ihr Bestes tun, um ihr Vermögen zu investieren.
idleness implied by the nature of the asset such as hopeless debts and stolen property, and idleness caused by the owner. In the former case, the asset is not zakatable, but once the owner becomes able again to make it grow, such as lost/found treasure, then the asset is zakatable only from that year on. On the other hand, if the incapability of investment is caused by the owner, i.e. if the owner withholds his wealth from investment, then he is not excused from the yearly payment of zakah. It is assumed that Muslims would do their best to invest their assets.
Die Unfähigkeit, sein Vermögen wachsen zu lassen, ist kein Grund für eine Befreiung von der Zakāt.66
Incapability to make one's assets grow is not an excuse for exemption from zakah.66
Die Unfähigkeit zu investieren ist eher tadelnswert, da sie auf einen Mangel an Willen oder Mitteln auf Seiten des Eigentümers hinweist. Gegen diese Art der Unfähigkeit warnte der Prophet ﷺ eindringlich und tadelte diejenigen, die sie besaßen. Er pflegte zu beten: „Mein Herr, ich suche Zuflucht bei Dir vor Unfähigkeit und Faulheit.“67 Abu Hurairah berichtet vom Propheten ﷺ: „Bemühe dich um das, was dir nützt, suche die Hilfe Gottes und bleibe nicht unfähig oder stehe nicht still.“68 Und der Prophet ﷺ sagte einmal zu einem Mann: „Gott tadelt wahrlich die Unfähigkeit.“69
Alle wachsenden Vermögenswerte unterliegen der Zakat.
All growing assets are subject to zakah
Diese Bedingung des Wachstums für die Zakatpflichtigkeit kann als Kriterium dienen, um Vermögensarten zu bestimmen, die der Zakat unterliegen, selbst wenn der Prophet ﷺ sie nicht ausdrücklich erwähnt hat, solange sie von den allgemeinen Texten des Qur'an und der Sunnah erfasst werden. Einige Rechtsgelehrte nehmen dies nicht an und beschränken die Zakat auf jene Güter, die der Prophet ﷺ genannt hat. Ibn Hazm beispielsweise beschränkt in seinem al-Muhalla die Zakat auf acht Vermögensarten: Kamele, Rinder, Schafe, Weizen, Gerste, Datteln, Gold und Silber.70 Für ihn ist nicht einmal Rosinen zakatpflichtig, ebenso wenig Vieh außer Kamelen, Rindern und Schafen.
This condition of growth for zakatability can be used as a criterion for determining kinds of wealth that are subject to zakah, even if they were not specifically mentioned by the Prophet (p), as long as they are covered by the general texts of Qur'an and Sunnah. This is not accepted by some jurists who restrict zakah to those items mentioned by the Prophet (p). Ibn Hazm, for example, restricts zakah in his al Muhalla to eight kinds of wealth: camels, cows, sheep, wheat, barley, date, gold, and silver.70 For him even raisin is not zakatable, nor is livestock other than camels, cows, and sheep.
Ähnliches gilt für landwirtschaftliche Erzeugnisse mit Ausnahme von Weizen, Gerste und Datteln sowie für Mineralien und Währungen mit Ausnahme von Gold und Silber. Außerdem ist ihm zufolge auf Geschäftsvermögen keine Zakat zu entrichten.
Die Rechtsgelehrten sind sich uneins darüber, in welchem Umfang die Zakat für die verschiedenen Arten von Vermögen verpflichtend ist. Während manche sehr restriktiv sind, sind andere großzügig. Abu Hanifa gehört zu denjenigen, die die Zakatpflicht auf die meisten Vermögensarten ausdehnen. So betrachtet er alles, was das Land hervorbringt, als zakatpflichtig, ohne Mindestmenge; er rechnet Pferde zum Vieh hinzu, die der Zakat unterliegen; und er verpflichtet zur Zakat auf Schmuck. Andererseits ist nach seiner Ansicht nicht von allen Minderjährigen und Geisteskranken Zakat zu entrichten, und er verlangt auch nicht den Zehnten vom Ertrag des kharāğ-pflichtigen Landes, das Muslime besitzen.
The same applies to agricultural crops except wheat, barley, and date, and to minerals and currencies except gold and silver. Moreover, according to him, there should be no zakah on business assets. Jurists differ on the extent to which zakah is obligated as far as the different kinds of wealth are concerned. While some are very restrictive, others are liberal. Abu Hanifah is one of those who extend zakatability to most kinds. For example he considers zakatable all that is produced by the land, without any minimum; he includes horses with livestock in zakatability; he obligates zakah on jewelry. On the other hand, zakah in his view is not required from all minors and insane individuals, nor does he require the tenth on the output of kharaji land owned by Muslims.
Belege aus Qur'an und Sunnah für diese Bedingung
Evidence from Qur'an and Sunnah supporting this condition
1. Ahmad berichtet in seinem Musnad von Abu Hurairah, dass der Prophet ﷺ sagte: „Sadaqah wird nur aus Wohlstand entnommen", und in einer anderen Überlieferung: „Es soll keine Sadaqah entnommen werden außer aus Wohlstand."80 Al-Bukhari führt diesen Ausspruch in seiner authentischen Sammlung im Kapitel über Ratschläge und letzte Verfügungen als ohne Überlieferungskette (mu'allaq) an. Er macht ihn zur Überschrift eines Abschnitts im Kapitel über die Zakah: „Abschnitt: Es gibt keine Sadaqah außer aus Wohlstand; wer Sadaqah gibt, während er selbst oder seine Familie in Not ist oder während er mit Schulden belastet ist, soll zuerst seine Schulden aus dem begleichen, was er als Sadaqah geben würde." Al-Hafiz kommentiert Bukharis Überschrift: „Es scheint, dass al-Bukhari mit der Überschrift den oben genannten Ausspruch erläutern will, indem er festhält, dass es eine erforderliche Bedingung für die Sadaqah ist, dass der Zahlende oder seine Familie nicht in Not sein dürfen."81 Es besteht kein Zweifel, dass die Zakah im Qur'an und in der Sunnah als Sadaqah bezeichnet wird.
1. Ahmad, in his Musnad reports from Abu Hurairah that the Prophet (p) said, "Sadaqah is only taken out of richness," and in another version, "There should be no sadaqah taken except out of richness."80 Al Bukhari mentions this saying as suspended [waithout chain] in the chapter on advice and wills in his correct collection. He makes it a title of a section in the chapter on zakah, "Section: There is no sadaqah except out of richness; he who gives sadaqah while he or his family are in need or while he is under the burden of debts should first pay his debts out of what he would give as sadaqah." Al Hafiz comments on Bukhari's title, "It seems that al Bukhari wants to explain the above mentioned saying by stating that it is a required condition for sadaqah that the payer or his family must not be in need."81 There is no doubt that zakah is sadaqah as expressed in Qur'an and Sunnah.
2. Im Qur'an sagt Gott: „Sie fragen dich, was sie spenden sollen. Sprich: Was über euren Bedarf hinausgeht." 82 Ibn 'Abbas wird überliefert, er habe gesagt: „Gemeint ist das, was über den Bedarf deiner Familie hinausgeht." 83 Ibn Kathir sagt: „Dies wird auch von Ibn 'Umar, Mujahid, 'Ata', 'Ikrimah, Sa'id bin Jubair, Muhammad bin Ka'b, 'Ata', al-Hasan, Qatadah, al-Qasim, Salem, 'Ata' al-Khurasani, al-Rabi' bin Rabi' bin Anas und mehreren anderen überliefert. Sie sagen: Was über den Bedarf hinausgeht, ist das, was im Überfluss vorhanden ist." 84 Das bedeutet: Gott, Seine Weisheit sei gepriesen, verpflichtet nur zur Spende dessen, was über die grundlegenden Bedürfnisse hinausgeht, also die Bedürfnisse der Person selbst, ihrer Familie und all derer, für die sie zu sorgen verpflichtet ist. Die Bedürfnisse der Person und ihrer Familie haben Vorrang vor den Bedürfnissen anderer Menschen, sodass die Scharia nicht verlangt, dass er seine eigenen Bedürfnisse, an denen sein Herz hängt, opfert, um die Bedürfnisse anderer zu befriedigen. Al-Hasan wird zu dem vorangehenden Vers mit den Worten überliefert: „Das geschieht, damit du dein Vermögen nicht vernichtest und so anderen Menschen zur Last fällst."
5. Befreiung von Schulden
5. Freedom from debt
Dass das Nisab frei von Schulden sein muss, ist tatsächlich eine Implikation der ersten Bedingung, d. h.
That nisab should be free of debt is in fact an implication of the first condition, i.e.
Vollständigkeit des Eigentums und des Überschusses über den lebensnotwendigen Bedarf hinaus. Ist der Eigentümer mit Schulden belastet, die den Nisab übersteigen oder das Nettovermögen unter den Nisab senken, so ist keine Zakat fällig. Die Rechtsgelehrten sind sich über Schulden uneins, besonders über solche, die mit sichtbaren Vermögenswerten [Vermögenswerte, die für die Zakat-Einsammler erkennbar sind] in Verbindung stehen. Der Grund für diese Meinungsverschiedenheit liegt darin, dass sie sich nicht darüber einig sind, wie die Zakat einzuordnen ist, wie Ibn Rushd erwähnt: als Gottesdienst oder als finanzielles Recht der Armen. Diejenigen, die die Zakat als Recht der Armen betrachten, meinen, dass eine Person, die mit Schulden in einem Maß belastet ist, das ihr derzeitiges Vermögen unter den Nisab senkt, nicht zakatpflichtig ist, da das Recht der Gläubiger zeitlich dem Recht der Armen vorausgeht, weil die Gläubiger die eigentlichen Eigentümer dieses Vermögens sind. Diejenigen, die die Zakat als eine Form des Gottesdienstes sehen, sagen, dass eine solche Person zakatpflichtig ist, da die Bedingung für die Zakatpflicht das Vorhandensein von Vermögen über dem Nisab ist; von Schulden ist dabei keine Rede. Sie fügen hinzu, dass in diesem Fall ein Konflikt zwischen zwei Rechten besteht, dem Recht Gottes und dem Recht eines Menschen, des Gläubigers, und dass das Recht Gottes Vorrang hat.86 Ibn Rushd bemerkt: „Was mit der Scharia offenbar besser übereinstimmt, ist, die Zakat für den Schuldner entfallen zu lassen.“87 Es ist jedoch hinzuzufügen, dass die von Ibn Rushd gewählte Ansicht dasjenige ist, was sich aus den Texten der Scharia, ihrem Geist und ihren Grundprinzipien hinsichtlich aller Arten von Vermögen ableiten lässt. Dies lässt sich wie folgt zeigen:
completeness of ownership, and of the excess above essential needs. If the owner is burdened by debts that exceed nisab or that reduce the assets net worth to below nisab, zakah is not obligated. Jurists have varying opinions on debts, especially those debts that are related to apparent assets [ assets that can be detected by zakah collectors]. The reason for this variety of opinion is that they do not agree on the classification of zakah as mentioned by Ibn Rushd as a worship or a financial right due to the poor. Those who see zakah as a right to the poor consider that the person who is burdened by debts in a manner that reduces his current assets to below nisab is not zakatable, since the right of the creditors preceds timewise the right of the poor, because the creditors are the true owners of that asset. Those who see zakah as a form of worship say that such a person is zakatable, because the condition for zakatability is the presence of assets above nisab; no mention of debts is made. They add that there is in this case a conflict between two rights, the right of God and the right of a person, the creditor, and the right of God has priority.86 Ibn Rushd remarks, ''What seems to be more consistent with Shari'ah is waiving zakah on the debtor."87 It should be added, however, that what is selected by Ibn Rusad is what can be derived from texts of Shari'ah, its spirit, and its major principles concerning all kinds of assets. This can be shown in the following:
Bedingungen für abzugsfähige Schulden
Conditions of deductible debts
Damit Schulden die Zakat vollständig entfallen lassen, muss der Betrag der Schulden groß genug sein, um alle vorhandenen Vermögenswerte abzudecken, oder diese zumindest auf einen Betrag unterhalb des Nisab senken. Wenn zum Beispiel die Schuldsumme zehn Dinar beträgt und der Zakatpflichtige dreißig Dinar besitzt, dann ist das, was nach Abzug der Schulden übrig bleibt, immer noch der Nisab, und dieser unterliegt der Zakat. Übersteigt die Schuldsumme jedoch zehn Dinar, dann ist diese Person nicht zakatpflichtig.101
For debts to waive zakah completely, the amount of the debt should be large enough to cover all present assets, or at least bring them down to below nisab. For example, if the amount of debt is ten dinars and the taxable person has thirty dinars, then what is left after the debt is still nisab, which is zakatable. But if the amount of debt is more than ten dinars, then this person is not zakatable.101
Bei aufgeschobenen oder sofort fälligen Schulden, die in einem langen oder kurzen Zeitraum zu begleichen sind, scheint es für ihre Wirkung auf die Zakat keinen Unterschied zu machen. Die ausgewählte Ansicht lautet, dass alle Schulden, sofort fällige wie aufgeschobene, vom zakatpflichtigen Vermögen abgezogen werden können. Einige Gelehrte vertreten jedoch die Auffassung, dass aufgeschobene Schulden nicht abzugsfähig sind.102 Eine der häufigen aufgeschobenen Schulden könnte ein Teil des Brautgeldes der Ehefrau [Mahr, das der Ehemann gibt] sein, dessen Zahlung bis zum Tod oder bis zur Scheidung aufgeschoben wird. Einige Gelehrte argumentieren, dass dieser aufgeschobene Mahr nicht abzugsfähig sei, während andere ihn wie andere Schulden für abzugsfähig halten.103 Alle Zahlungen für eine geschiedene Ehefrau oder für Kinder, die sich in der Obhut ihrer Mutter befinden, sind abzugsfähige Schulden. Es gibt auch eine Diskussion über Schulden, die Menschen gegenüber bestehen. An-Nawawi, ein Schafiit, sagt: Wenn Schulden abzugsfähig sind, dann gilt dies für alle Schulden, unabhängig davon, ob sie gegenüber Gott oder gegenüber einem Menschen bestehen.105
For deferred or immediate debts that are due in either a long or short period it seems that this makes no difference in its effect on zakah. The selected view is that all debts, immediate and deferred are deductible from zakatable asset. Some scholars, however, hold to the view that deferred debts are not deductible.102 One of the common deferred debts could be part of the wife's mahr [dowry given by the husband] that is deferred until death or divorce. Some scholars argue that this deferred mahr is not deductible, while others consider it deductible like other debts.103 All money for an ex-wife or for children in the custody of their mother are deductible debts. There is a discussion also about debts that belong to human beings. A1 Nawawi, a Shafi'ite, says if debts are deductible, then, this applies to all debts, whether they are God's or a person's.105
6. Der Ablauf eines Jahres
6. The passage of a year
Damit die Zakāt auf Vermögenswerte erneut fällig wird, müssen zwölf volle Mondmonate ab dem Beginn des Besitzes oder ab dem Fälligkeitstermin der Zakāt vergangen sein. „Diese Bedingung gilt nur für Vieh, Geld und Geschäftsvermögen. Sie gilt nicht für Feldfrüchte, Früchte, Honig, abgebaute Bodenschätze, gefundene Schätze usw., bei denen keine Ein-Jahres-Bedingung besteht, mit der Begründung, dass die Zakāt auf diese Güter eine Art Zakāt auf Einkommen ist.
Twelve full lunar months should pass from the beginning of ownership, or past due date of zakah, for zakah to accrue again on assets. "This condition is restricted to livestock,, money, and business assets. It does not apply to crops, fruits, honey, extracted minerals, found treasure, etc., where there is no condition of one year on the grounds that zakah on those items is a sort of zakah on income.
Der Wert dieser Bedingung für bestimmte Vermögenswerte
The value of this condition for certain assets
Ibn Qudamah äußert seine Auffassung zum eigentlichen Unterschied zwischen den zakatpflichtigen Gütern im Hinblick auf den Ablauf eines Jahres. „Güter, bei denen der Ablauf eines Jahres als notwendig erachtet wird, sind solche, die zum Wachstum bestimmt sind, wie Geschäftsvermögen, oder die als Wertaufbewahrungsmittel dienen, wie Geld, weil es seiner Natur nach dazu bestimmt ist, Wachstum zu erzeugen, sodass die Zakat am Ende eines jeden Jahres aus ihren Gewinnen und Erträgen entrichtet wird. Was Feldfrüchte und Früchte betrifft, so sind sie selbst der Ertrag, und die Zakat wird aus ihnen entnommen. Sobald sie hervorgebracht sind, wachsen sie offensichtlich nicht mehr. Gewonnene Bodenschätze gelten als den Pflanzen und Früchten ähnlich.“108
Ibn Qudamah expresses his opinion on the essence of distinction between zakatable items as far as the passage of a year is concerned. "Items for which the passage of a year is considered necessary are those designated for growth, such as business assets, or as storage of value, such as money, because it is of the nature of being used for growth, so that zakah would be paid at the end of each year out of their profits and income. As for crops and fruits, they themselves are the income, and zakah is taken out of them. Once they are produced they obviously do not grow. Extracted minerals are considered similar to plants and fruits."108
Gründe für diesen Zustand
Reasons for this condition
Ibn Rušd erklärt:109 „Die Mehrheit der Rechtsgelehrten vertritt die Ansicht, dass diese Bedingung für die Zakatpflicht auf Gold, Silber und Vieh erforderlich ist. Es ist überliefert, dass die vier Khulafa’ diese Bedingung angewandt haben, und sie war unter den Gefährten allgemein bekannt. Das bedeutet, dass sich all diese Menschen nicht auf eine solche Sache geeinigt hätten, ohne zu wissen, dass der Prophet ﷺ etwas darüber gesagt hatte. Von Ibn ʿUmar wird überliefert, dass der Prophet ﷺ"
Ibn Rushd states,109 "The majority of jurists believes that this condition is required for the zakatability of gold, silver, and livestock. It is confirmed that the four Khulafa' applied this condition, and it is commonly known among the Companions, which means that all these people would not agree on such a mater without knowing that the Prophet had said something about it. It is reported from Ibn 'Umar that the Prophet (p)
Er ﷺ sagte: „Auf einen Besitz wird keine Zakat erhoben, bevor ein Jahr vergangen ist."110 Dies ist unter den Rechtsgelehrten aller Länder einmütig anerkannt, und in der Generation der Gefährten gab es darüber keine Meinungsverschiedenheit, mit Ausnahme einer Überlieferung von Ibn 'Abbas und Mu'awiya. Es scheint, dass der Grund für jene Ausnahme das Fehlen eines authentischen Ausspruchs ist.111
said, "There is no zakah on an asset until a year has passed."110 This is agreed upon among jurists in all countries, and there is no dispute about it in the Companions' generation except a report from Ibn 'Abbas and Mu'awiyah. It seems that the reason for that exemption is the lack of an authentic saying.111
Unterschiede unter den Gefährten und Nachfolgern bezüglich dieser Bedingung
Variations among Companions and Followers on this condition
Ibn Mas'ud, Ibn 'Abbas und Mu'awiya werden mit der Ansicht überliefert, dass Zakat auf Vermögenswerte fällig wird, sobald sie erworben werden, ohne dass ein Jahr verstreichen muss, wenn dieser erworbene Vermögenswert für sich allein oder nach Hinzurechnung zu dem, was bereits vor seinem Zugang vorhanden war, das Nisab erreicht.112 Auch einige der Nachfolger vertreten diese Ansicht.
Ibn Mas'ud, Ibn 'Abbas, and Mu'awiyah are reported to have the view that zakah is due on assets when acquired, without needing the passage of a year, if that earned asset reaches nisab on its own or after being added to what was in possession before its accrual.112 Some of the Followers also take this view.
Worüber besteht Einigkeit hinsichtlich des Ablaufs eines Jahres?
What is agreed upon about the passage of a year
Unter den Gelehrten, sowohl den früheren als auch den späteren, besteht keine Meinungsverschiedenheit darüber, dass die Zakah auf Vermögenswerte wie Vieh, Geld und Handelswaren nur einmal im Jahr fällig wird. Ibn Abi Shaibah überliefert von az-Zuhri: „Uns erreichte nichts von irgendeinem Herrscher dieser Gemeinschaft, der in Madinah war – Abu Bakr, ‘Umar und ‘Uthman –, dass sie die Zakah zweimal eintrieben. Sie sandten jedes Jahr Einnehmer, sei es in fruchtbaren oder in unfruchtbaren Jahren.“
There is no disagreement among scholars, both predecessors and latecomers, that zakah on capital assets such as livestock, money, and business inventory, is required only once a year. Ibn Abi Shaibah reports from al Zuhri, "Nothing reached us from any ruler of this nation who was in Madinah-- Abu Bakr, 'Umar and 'Uthman-- to the effect that they were collecting zakah twice. They sent collectors every year, fertile or barren.
„So sammle ich es auf diese Weise im Einklang mit der Überlieferung des Gesandten Gottes ﷺ."113
Collecting it this way in accordance with the tradition of the Messenger of God (p)."113
Dies zeigt die Gerechtigkeit der islamischen Scharia. Die Periodizität der Zakāt wird nicht den Herrschern und Regierungen überlassen, damit sie sie nach Belieben auferlegen, noch dem Begehren und Geiz einzelner Menschen.
This shows the justice of Islamic Shari'ah. The periodicality of zakah is not left to rulers and governments to impose at will, or to the desire and miserliness of individuals.
Das Jahr gilt als Muster der Wiederholung, da es der Zyklus aller Jahreszeiten ist und lang genug ist, damit Wachstum und Gewinn entstehen können.114 Ibn al-Qayyim sagt über die Anweisung, die vom Gesandten Allahs ﷺ zur Zakah überliefert ist: „Er [der Prophet ﷺ] hat sie einmal im Jahr zur Pflicht gemacht. Den Zeitpunkt des Anfallens der Zakah auf Feldfrüchte und Obst machte er zur Zeit der Reife und Ernte. Die Zakah ist Ausdruck äußerster Gerechtigkeit, denn wäre sie jeden Monat oder jede Woche fällig geworden, hätte sie die Reichen schwer belastet, wäre sie aber nur einmal im Leben zu entrichten gewesen, hätte sie die Bedürftigen nicht ausreichend versorgt. Der beste Weg war, sie einmal jährlich zu entrichten."115
The year is considered the pattern of repetition because it is the cycle of all season, and it is long enough for growth and profitability to accure114 Ibn al Qayim says about the guidance received from the Messenger (p) on zakah "He [the Prophet] obligated it once every year. He made the time of accrual of zakah on crops and fruits the time of ripening and harvest. zakah is an expression of the utmost justice, because had it been obligated every month or every week, it would have heavily burdened the rich, but if it were made once in a lifetime, it would not have satisfied the needs of the indigent. The best way was to make it once every year."115
Variante zur Frage der angesammelten Vermögenswerte
Variation on the issue of accrued assets
Zu den angesammelten Vermögenswerten bzw. Gütern gehören regelmäßige Einkünfte, periodische Gehälter und Löhne, Zuwendungen, unerwartete Gewinne, Geschenke usw. Einige dieser angesammelten Güter, wie Feldfrüchte, Früchte, Honig, gefundene Schätze und geförderte Mineralien, unterliegen der Zakat, sobald sie erworben werden, wenn sie den Betrag des Nisab erreichen. Darüber besteht kein Streit. Uneinig ist man jedoch über die Zakatpflicht bei Kapitalvermögen wie Geld, Warenbestand im Handel und Vieh, das im Laufe des Jahres erworben wird. Sind sie zum Zeitpunkt des Besitzes zakatpflichtig? Hierzu sollten wir einige Einzelheiten anführen, die Ibn Qudamah in al-Mughni nennt und die drei Fälle unterscheiden:
Accrued assets or goods include regular income, periodical salaries and wages, grants, windfall profits, gifts, etc. Some of those accrued goods, such as crops, fruits, honey, found treasures and extracted minerals, are zakatable once acquired if they reach the amount of nisab. That much is not disputed. There is, however, a difference of opinion on the zakatability of capital assets, like money, business inventory, and livestock, that are acquired during the year. Are they zakatable at the time they are possessed? On this we should bring forth some details mentioned by Ibn Qudamah in al Mughni, which distinguish between three cases:
1. Wenn erworbene Vermögenswerte das Ergebnis bereits vorhandenen Kapitals sind, etwa der Gewinn aus Geschäftsvermögen und der Nachwuchs bereits besessenen Viehs, unterliegen sie der Zakat. Dieses Einkommen soll bei der Berechnung der Zakat zu dem ursprünglichen Vermögen hinzugerechnet werden. Ibn Qudamah sagt: „Mir ist keine Meinungsverschiedenheit hierüber bekannt. Es richtet sich nach dem Jahr seines Grundkapitals und gleicht einem fortlaufenden Wachstum, so wie der Zuwachs des Wertes von Warenbeständen."116
1. If acquired assets are the result of already owned capital, such as profit on business assets and the offspring of already owned livestock, they are zakatable. This income should be added to the original assets in calculating zakah. Ibn Qudamah says, "I am aware of no dispute on this. It goes by the year of its principal and is like continuous growth, such is the increase in the value of inventory."116
2. Der zweite Fall ist, dass der hinzugekommene Vermögenswert nicht von derselben Art ist wie das Kapital, das eine Person bereits besitzt, etwa wenn jemand ein Nisab an Kamelen besitzt und Kühe geschenkt bekommt. Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten wird dieser erworbene Vermögenswert nicht zu dem Kapital hinzugerechnet, das er oder sie besitzt, sondern beginnt ein neues Jahr und ein eigenes neues Nisab. Liegt er unterhalb des Nisab, ist der neue Vermögenswert nicht zakatpflichtig. Es gibt jedoch eine Überlieferung von Ibn Mas'ud, Ibn 'Abbas und Mu'awiyah, wonach diese Vermögenswerte, sobald sie erworben wurden, zakatpflichtig sind.
Jurists express several opinions on the meaning of the word mal in Shari'ah. Hanafite jurists say mal is everything that a person acquires and usually uses, so there are two conditions for anything to be mal: The possibility of acquiring it, and the possibility of using it in general. Consequently mal includes all that is owned--land, animals, furniture, equipment, and money. As for things that are not actually acquired or usually used, if there exists a possibility of obtaining and using them, then they are considered mal, such as lawful things like fish in the sea, birds flying in the sky or wild usable animals in the wilderness. Things that cannot be acquired are not considered mal even though they may be useful, such as sunlight and heat. By the same token, things that are usually not usable but can be obtained, such as a handful of soil, a drop of water, one bee, or one grain of rice are not mal. This definition implies that mal must be a material thing, because non-material things cannot be obtained. Consequently, services are not mal, such as inhabiting a house, riding car, or wearing a garment, because these are not acquirable. Similarly, rights , like custodianship and guardianship rights are also not mal.
Schafiitische, malikitische und hanbalitische Rechtsgelehrte betrachten Dienstleistungen als Mal. Nach ihrer Auffassung ist die Möglichkeit des Besitzerwerbs keine Bedingung; vielmehr ist die Bedingung, dass die Quelle des Mal erlangt werden kann. Da das Auto körperlich erworben werden kann, gilt sein Nutzen als Mal. Gelehrte der menschengemachten Gesetze betrachten sowohl Nutzungen als auch Rechte wie Urheberrechte und Patente als Amwal. Das bedeutet, dass der Begriff Mal in menschengemachten Gesetzen mehr umfasst als bei den Rechtsgelehrten.
Meine Meinung ist, dass die Definition der Hanafiten der sprachlichen Bedeutung, wie sie in Wörterbüchern angegeben wird, näher zu stehen scheint und besser mit der Anwendung der Texte zur Zakat übereinstimmt, da nur materielle Güter und nicht Dienstleistungen zakatpflichtig sein können. Zakat kann nicht aus Nutzungen eingezogen und an die berechtigten Empfängergruppen verteilt werden. Ibn Nudschaim sagt in seinem al-Bahr, Mal sei das, was erlangt und aufbewahrt werden kann, um es im Bedarfsfall zu nutzen, und dies lasse sich nur auf materielle Dinge anwenden, nicht auf Nutzungen. Der Verfasser des Kaschf al-Kabir sagt, Zakat könne nur dadurch erfüllt werden, dass man dem Empfänger eine materielle Sache mit Wert gibt. Wenn daher einem Armen erlaubt würde, das Haus eines Zakat-Zahlers unentgeltlich zu bewohnen, würde dies die Pflicht zur Zakat-Zahlung nicht erfüllen, da diese Nutzung keine materielle Sache ist, die erworben werden kann. Ibn Nudschaim fährt fort: „Dies ist eine Meinung. Die andere Meinung besagt jedoch, dass der Nutzen ebenfalls ein Mal ist. Wenn aber das Wort Mal ohne nähere Bestimmung verwendet wird, bezieht es sich nur auf materielle Erwerbungen.“ Für den Zweck dieses Buches bedeutet Mal materielle Dinge, und dort findet die Zakat Anwendung.
Shafi'ite, Malikite, and Hanbalite jurists consider services as mal. According the them the possibility of acquisition is not a condition; rather, the condition is the possibility of obtaining the source of mal. Since the car can be acquired physically, its utility is considered a mal. Scholars of man-made laws consider both utilities and rights such as authorship rights and patents as amwal. This means that mal in human-made laws includes more than what it includes for the jurists.10 My opinion is that the definition of the Hanafites seems to be closer to the linguistic meaning given in dictionaries, and more sensible to the application of the texts on zakah, since it is material assets and not services that can be zakatable. zakah cannot be collected from utilities and distributed to the deserving categories. Ibn Nujaim in his al Bahr states that mal is what can be obtained and saved to be used at the time of need, and this can only be applied to material things, excluding utilities. The author of Kashf al Kabir says zakah can only be fulfilled by giving the recipient a material thing that has value, so if a poor person was allowed to inhabit free of charge the house of a zakah payer, this would not fulfill the responsibility of the payment of zakah, since this utility is not a material thing that can be acquired. Ibn Nujaim continues, "This is one opinion. The other is, however, that the utility is also a mal. But when the word mal is used, without any specification, it applies to material acquisitions only."11 For the purpose of this book, mal means material things, and that is where zakah applies.
„Und in ihrem Reichtum gibt es ein Recht für den Bedürftigen, den Bittenden und den, der davon ausgeschlossen ist,"
. ."16 "Your riches and your children are only a trial,"17 "thinking that his wealth would make him last forever,"18 "No profit to him from all his wealth and all his gains,"19 "And in their wealth there is a right of the needy, he who asks, and he who is deprived,"20
„Nimm von ihrem Vermögen Sadaqah"21 – „Lass dich nicht von ihrem Reichtum und ihren Kindern blenden"22
"Out of their wealth take sadaqah,"21 "Let not their wealth nor their sons dazzle thee,"22
und „Dann übergebt ihnen ihr Vermögen"23, „Verzehrt nicht euer Vermögen untereinander durch Eitles"24 usw.
and "Then release their wealth to them,"23 "Eat not up your wealth among yourselves in vanities,"24 etc.
Gott erweist den Menschen große Ehre, indem Er manchmal die Ausdrucksweise verwendet, sie würden jene Güter „von den Menschen leihen", obwohl diese in Wahrheit von Gott seinen Dienern geschenkt wurden. Gott spricht: „Wer ist es, der Gott ein schönes Darlehen gewährt, das Gott ihm vielfach vergelten und vermehren wird?"25 „Wer ist es, der Gott ein schönes Darlehen gewährt? Gott wird ihm seinen Gewinn vielfach vermehren, und er wird eine großzügige Belohnung erhalten."26 „Und gewährt Gott ein schönes Darlehen."27 „Gott hat von den Gläubigen ihre Personen und ihren Besitz erkauft; dafür erhalten sie als Gegenleistung den Garten."28 Al-Hasan kommentiert, dass Gott hier Personen „kauft", die Er erschaffen hat, und Besitz, den Er ihnen geschenkt hat.
God highly honors humans by sometimes using the phrase "borrowing from people " those assets, although they are in fact bestowed by God upon His servants. God says, "Who is he that will loan to God a beautiful loan which God will double unto his credit and multiply many times,"25 "Who is he that will loan to God a beautiful loan, for God will increase manyfold his credit and he will have a liberal reward,"26 "And loan to God a beautiful loan,"27. "God hath purchased of the believers their persons and their wealth, for theirs in return is the Garden."28 Al Hasan comments that here God "buys" persons that he created and wealth that he bestowed.
Ahmad bin 'Abd al Rahim al Dahlawi, der Philosoph des Islam in Indien, kommentiert die Verse, die dem Menschen Eigentum zuschreiben: „Als Gott den Menschen erlaubte, das zu nutzen, was Er ihnen auf und in der Erde geschaffen hatte, wurden die Menschen habgierig nach den Dingen, sodass es notwendig wurde, eine Regel aufzustellen, die sich an den Vorrangstufen beim Erwerb der Dinge orientiert.
Ahmad bin 'Abd al Rahim al Dahlawi, the philosopher of Islam in India, comments on the verses that attribute ownership to human beings, "When God made it permissible for people to use what He created for them in and on the earth, people got greedy about things, so there was a need to establish a rule based on the priorities of acquiring things.
So ist alles Land für alle Menschen da, doch wer zuerst kommt, wird zuerst bedient.
So all land is for all human beings, but those who come first are served first.
Folglich hängt das menschliche Eigentum an diesen geschaffenen Dingen vom Vorrang der Gewinnung von Nutzen und Nützlichkeit ab.29
Consequently, the human ownership of these created things depends on the priority of extracting utilities and usefullness."29
Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass ich mit der Überschrift „ungeteiltes und absolutes Eigentumsrecht“ nicht das letztendliche Eigentum meine, das allein Gott zusteht.
However, it should be pointed out that by titling this section "undivided and absolute right of ownership" I do not mean the ultimate ownership which belongs to God alone.
Gemeint ist hier das Verfügungsrecht über Vermögenswerte und materielle Dinge, wie es in den oben genannten Versen den Menschen zugeschrieben wird.
What is meant here is the right of control of assets and material things as attributed to humans in the above-mentioned verses.
Nach dieser recht langen Einleitung werden wir nun definieren, was unter „ungeteiltem und vollständigem Eigentum“ zu verstehen ist. Dies ist ein Begriff der Rechtsgelehrten, der aus zwei Faktoren zusammengesetzt ist: Milk, Fiqh az-Zakah (Bd. I), Dr. Yusuf al-Qaradawi, 56
After this rather lengthy introduction, we will define what is meant by "undivided and absolute ownership." This is a jurist's term that is composed of two factors, milk Figq al Zakah (Vol. I), Dr. Yusuf al Qardawi 56
[Eigentum] und Absolutheit des Eigentums. Milk [Eigentum] ist das Substantiv von der Wurzel Malaka [besitzen], was laut al-Qamus bedeutet, etwas zu erlangen und Kontrolle sowie Verfügungsgewalt darüber zu haben. Im al-Mu'jam al-Wasit bedeutet das Verb "malaka" erlangen und ausschließliches Verfügungsrecht über etwas haben. Diese sprachliche Bedeutung ist in der Bedeutung der Scharia enthalten, wie sie von den Rechtsgelehrten definiert wird. Al-Kamal ibn al-Humam definiert in seinem al-Fath Eigentum als eine Verfügungsgewalt, die ursprünglich ist und nicht von einer anderen Person abgeleitet wird.30 Al-Qarafi definiert in seinem al-Furuq Eigentum als "eine Verbindung nach dem Gesetz der Scharia zwischen einer Person und Sachen oder deren Nutzungen, die es der Person, der die Sachen gehören, erlaubt, diese zu nutzen und/oder deren Dienste in Anspruch zu nehmen oder sie gegen einen Ersatz zu tauschen, außer wenn ein rechtlich anerkanntes Hindernis [das die Ausübung dieser Befugnis verhindert] besteht."30 Sadr al-Shari'ah definiert in seinem Kommentar zu al-Wiqayah das Eigentumsrecht als eine rechtliche Beziehung zwischen einer Person und Sachen, wodurch die Person uneingeschränkt befugt ist, die Sache zu nutzen, eine Befugnis, die verhindert, dass andere irgendeine Macht über diese Sache haben.31
[ownership] and absoluteness of ownership. Milk [ownership] is the noun from the root Malaka [to own] which means to obtain and have control and authority of disposition of, as stated in al Qamus. In al Mu'jam al Wasit, the verb "malaka means obtain and have exclusive right of disposition over. This linguistic meaning is included by the meaning in Shari'ah, as defined by jurists. Al Kamal bin al Humam, in his al Fath, defines ownership as the power of disposition which is original and not derived from another person.30 Al Qarafi in his al Furuq defines ownership as "A Sahri'ah conjunction on material things or on their utilities which allows the person to whom things belong to utilize them and/or their services, or to exchange them for a substitute, except when lawful obstacle [that prevents the exercise of such authority] exists."30 Sadr al Shari'ah, in his commentary on al Wiqayah, defines the right of ownership as a legal relation between a person and materials whereby the person is absolutely authorized to use the material, an authorization that prevents others from having any power on that thing.31
Alle diese Definitionen enthalten den Gedanken der Ausschließlichkeit, auf den in den arabischen Wörterbüchern Bezug genommen wird. Auch Rechtsexperten haben ähnliche Definitionen. Für sie ist Eigentum eine „Befugnis, die es dem Eigentümer ermöglicht, die Sache zu nutzen und den Nutzen aller ihrer Vorteile auf dauerhafte und ausschließliche Weise zu ziehen“,31
All these definitions include the idea of exclusiveness that is refered to in Arabic dictionaries. Experts in law have similar definitions. For them, ownership is an "authority that enables the owner to use the owned thing and get the benefit of all its utilities in a perpetual and exclusive manner,"31
Die Bedeutung der Absolutheit und Unteilbarkeit des Eigentums besteht darin, dass der Gegenstand, der besessen wird, ausschließlich dem Eigentümer gehört. Niemand sonst hat einen Anteil daran, noch hängt das Recht des Eigentümers, es zu nutzen, von der Erlaubnis anderer ab.32 Daher heißt es, dass immer dann, wenn das Eigentumsrecht nicht absolut ist, etwa bei einer gekauften Ware, die noch nicht empfangen wurde, keine Zakāt fällig wird. Ebenso ist keine Zakāt fällig, wenn der Vermögenswert als Pfand dient und vom Pfandnehmer verwahrt wird, oder wenn der Vermögenswert gestohlen wurde und sich tatsächlich im Besitz des Diebes befindet.34 Die Rechtsgelehrten drücken die Bedingung der Absolutheit des Eigentums durch die Verfügungsmacht über den Vermögenswert aus, wie es bei den Zaiditen bekannt ist: Die Zaiditen verlangen für die Zakāt-Pflichtigkeit, dass der Eigentümer das ganze Jahr über die Verfügungsgewalt über das Niṣāb besitzt, oder zumindest, dass der Eigentümer hinreichenden Grund zur Hoffnung hat, dass er, falls er es wünscht, die volle Verfügungsgewalt erlangen kann, etwa wenn er Gelder bei anderen hinterlegt hat.
The meaning of absoluteness and undividedness of the ownership is that the owned material is exclusive to the owner.32 No one else has any share in it, nor does the owner's right to use it depend on authorization from others.32 For that reason, it is said that whenever the right of ownership is not absolute, such as merchandize purchased but not yet received, zakah is not obligated. Nor is zakah obligated in the case in which the asset is used as a lien and held by the lien holder, or the asset is stolen and actually in the possession of the thief.34 Jurists express the condition of absoluteness of ownership by the ability to dispose of the asset, as is known among the Zaidis: Zaidis require for zakatability that the owner must have authority of disposition over nisab throughout the whole year, or at least that the owner has sufficient reason to hope that if he so wishes he can have total authority of disposal, such as if he has funds deposited with others.
Zaiditen sagen: Wenn der Eigentümer nicht über diese Verfügungsgewalt verfügt oder kein hinreichender Grund zur Hoffnung besteht, sie nach seinem Willen zu erlangen, dann ist für dieses Mal keine Zakāt fällig.35
Zaidis say if the owner does not have that power of disposal or sufficient reason for hope of having it at his wish, then zakah is not required on that mal.35
Andererseits ist es an sich nicht zulässig, solchen Unterdrückern Almosen zu geben, denn obwohl sie rechtlich arm sind, nutzen sie ihren Besitz, um Menschen zu unterdrücken und zu anderen bösen Zwecken. Die Regel lautet: Selbst einem Armen soll keine Zakat gegeben werden, wenn bekannt ist, dass er solche Einkünfte zum Ungehorsam gegenüber Gott verwendet.
Jurists justify the unzakatable of such wealth by the fact that it is not owned by those who have actual control. Therefore, the latter has no authority to pay zakah or to make any other disposal except rendering it to the lawful owner.41 Thus a person whose methods of gain are unlawful is not considered rich in Shari'ah even though ha might control huge wealth. Some Hanafite jurists, including al Sarakhsi, go to the extent of permitting giving charity to dictators on the grounds that they are in fact poor, although they unlawfully dispose of the riches of the whole country.42 Such bold opinions mean to us that unlawfully acquired wealth cannot be owned or transferred to heirs or any other recipient.43 On the other hand, giving charity, per se, to such oppressors is not acceptable because, although they are legally poor, they use their holdings to oppress people and for other evil purposes. The rule is that even a poor person should not be given zakah if it is known that he uses such income for disobedience of God.44
Zweitens: zweifelhafte oder verlorene Schulden, also Schulden bei Personen, die zur Rückzahlung unfähig sind, oder die vom Schuldner bestritten werden. Hinsichtlich der Zakāt auf diese Schulden gibt es drei Ansichten: (a) Der Gläubiger muss bei Erhalt der Schuld die Zakāt für alle vergangenen Jahre entrichten. Das ist die Meinung der Gefährten ʿAlī und Ibn ʿAbbās. (b) Der Gläubiger muss bei Erhalt der Schuld die Zakāt nur für das letzte Jahr entrichten. Das ist die Ansicht von al-Hasan und ʿUmar bin ʿAbd al-ʿAzīz; sie ist auch die Ansicht Māliks bei allen Schulden.
(c) Der Gläubiger schuldet überhaupt keine Zakāt, und die zurückgezahlte Schuld beginnt ein neues Jahr der Zakāt-Pflicht. Das ist die Ansicht Abū Ḥanīfas und seiner beiden Schüler.
Abū ʿUbaid wählt die Meinung, dass die Schuld, wenn der Gläubiger hofft, sie zurückzuerhalten, so verzakatet werden soll, als wäre sie Teil des laufenden Vermögens, in Übereinstimmung mit ʿUmar, ʿUthmān, Jābir und Ibn ʿUmar. Dennoch erlaubt Abū ʿUbaid vorsichtig, die Zahlung der Zakāt bis zum Erhalt des Schuldbetrags aufzuschieben, vorausgesetzt, dass die Zakāt für alle vorangegangenen Jahre streng entrichtet wird. Bei zweifelhaften und verlorenen Schulden wählt Abū ʿUbaid die Meinung von ʿAlī und Ibn ʿAbbās, nämlich dass der Gläubiger bei Erhalt des Schuldbetrags die Zakāt für alle vergangenen Jahre entrichtet. Er argumentiert, dass, da das Eigentumsrecht an der Schuld durch die Zweifelhaftigkeit nicht aufgehoben wird, auch das Recht Gottes daran bestehen bleiben muss. 50 Ich stimme Abu 'Ubaid im ersten Fall zu, weiche aber im Fall zweifelhafter und toter Schulden von ihm ab, denn das Eigentumsrecht an solchen Schulden ist nicht vollständig, da der Gläubiger keine Hoffnung hat, Nutzen daraus zu ziehen und über die Schuld zu verfügen.
Dies ist auch das Argument Abu Hanifas und seiner beiden Schüler.
The majority of jurists since the era of the Companions distinguishes between two kinds of debts. One is a debt whose creditors hope to receive it back, meaning debts on parties who are capable of payment. zakah is obligated on this category of debts yearly, as if they were property under control. Abu 'Ubaid reports this opinion from the Companions 'Umar, 'Uthman, Ibn 'Umar, and Jabir, and from the Followers Jabir bin Zaid, Mujahid, Ibrahim, and Maymun bin Mahran.47 Second, doubtful or dead debts, which are debts on individuals who are incapable of repayment or are denied by debtors, There are three views about zakah on these debts, (a) the creditor must pay zakah for all past years upon receiving the debt back if ever. This is the opinion of the Companions 'Ali and Ibn 'Abbas, (b) the creditor, on receipt of the debt must pay zakah for only the last year. This is the view of al Hasan, and 'Umar bin 'Abd al 'Aziz. It is also the view of Malik on all debts,48 and (c) the creditor does not owe any zakah whatsoever and the debt when paid back starts a new year of zakatability, which is the view of Abu Hanifah and his two disciples.49 Abu 'Ubaid selects the opinion that if the creditor hopes to got back the debt, it should be zakated as if the debt was part of the current assets, in accordance with 'Umar, 'Uthman, Jabir, and Ibn 'Umar. However, Abu 'Ubaid cautiously allows deferring the payment of zakah until the receipt of the amount of the debt, provided that zakah is paid strictly for all preceeding years. As for doubtful and dead debts, Abu 'Ubaid selects the opinion of 'Ali and Ibn 'Abbas, payment of zakah by the creditor for all past years upon receiving the amount of the debt back. He argues that since the right of ownership on the debt is not annuled by the doubtfulness, then the right of God should also remain.50 I agree with Abu 'Ubaid on the first case, but I differ with him on the case of doubtful and dead debts, because the right of ownership on such debts is not complete, since the creditor has no hope of extracting benefit and of disposing of the debt.51 This is also the argument of Abu Hanifah and his two disciples.
Das heißt, alle Vermögenswerte, deren Eigentümer nicht in der Lage ist, daraus Nutzen zu ziehen, sollten von der Zakatpflicht ausgenommen werden, da ein solcher Eigentümer nicht reich ist und die Zakat nur den Reichen auferlegt wird.52 Ich stimme Abu Hanifah zu, dass alle zweifelhaften und uneinbringlichen Schulden, ebenso wie Vermögenswerte, deren Eigentümer nicht in der Lage ist, daraus Nutzen zu ziehen, für alle vergangenen Jahre nicht zakatpflichtig sind. Doch wenn die Schuld eingeht, sollte sie wie ein neu erworbener Vermögenswert behandelt werden, obwohl ich es bevorzuge, dass der Gläubiger bei Eingang der Schuld die Zakat nur für ein Jahr entrichtet, wie bei jedem anderen neu erworbenen Vermögenswert.
That is, all assets whose owner is not capable of extracting benefit from them should be excluded from zakatability, since such an owner is not rich and zakah is only imposed on the rich.52 I agree with Abu Hanifah that all doubtful and dead debts are, like assets whose owner is incapable of benefiting from, unzakatable for all past years. But when the debts is received, it should be treated as a newly earned asset, although I prefer that the creditor, upon receipt of the debt, pay zakah for one year only, like on any other newly earned asset.
Juristen, die glauben, dass die Bestimmungen der Scharia stets begründbar sind – und sie stellen die Mehrheit –, haben sich darauf geeinigt, dass die Begründung für die Zakatpflicht auf den genannten Vermögenswerten das tatsächliche oder potenzielle Wachstum ist. Vieh wächst physisch durch Gewichtszunahme, Fortpflanzung und Milchproduktion. Geschäftsvermögen wächst ebenfalls; es dient dazu, Gewinn zu erzielen und Ertrag zu bringen. Dieses Wachstum ist nicht einfach natürlich wie das tierischer und landwirtschaftlicher Vermögenswerte, sondern wird durch das Handeln von Menschen bewirkt. Da dies im Islam ebenso wie in allen himmlischen und irdischen Religionen und Rechtssystemen als erlaubt gilt, wird Geschäftswachstum in dieselbe Kategorie eingeordnet wie natürliches Wachstum. Auch Geld wächst, denn es ist das Tauschmittel und der Wertmaßstab als Ersatz für Waren. Wird Geld in Industrie und Handel eingesetzt, bringt es Einkommen, und genau dies ist in diesem Abschnitt mit Wachstum gemeint. Wird Geld gehortet und daran gehindert, seine Rolle im Umlauf und in der Produktion zu erfüllen, so ist der Horter dafür verantwortlich, dass er es brachliegen lässt. Durch dieses Verhalten wird er nicht von der Zakat befreit; vielmehr gibt ihm die Zakat den Anstoß, sein Geld für Wachstum und sinnvolle Geschäfte einzusetzen, andernfalls wird es vergehen. Ernte und Früchte sind selbst das Ergebnis von Wachstum, da sie durch den Prozess der landwirtschaftlichen Vermehrung entstehen. Honig, gefundene Schätze und Bodenschätze sind ähnlich.
Jurists who believe that rulings of Shari'ah are always justifiable-- and they are the majority-- have agreed that the justification for zakatability on the above mentioned assets is actual or potential growth. Livestock physically grows by weight increase, reproduction and milk production. Business assets also grow; they are there to make profit and bring return. This growth is not simply natural like that of animal and agricultural wealth, but is caused by the action of people. Since it is considered lawful in Islam as well as in all heavenly and earthly religions and laws, business growth is put in the same category as natural growth. Money also grows, because it is the means of exchange and the measure of value as a substitute of goods. When money is used in industry and trade, it brings income, which is what is meant by growth in this section. If money is hoarded and prevented from fulfilling its role in circulation and production, the hoarder is held responsible for leaving it idle. He is not by that action exempt from zakah, but rather, zakah gives him the signal to utilize his money in growth and useful business, otherwise it will perish. Crops and fruits are themselves the result of growth, being produced by the process of agricultural reproduction. Honey, discovered treasures, and minerals are similar.
Diese Bedingung wird von den Rechtsgelehrten auf der Grundlage der Anleitung des Gesandten Gottes ﷺ und der Praxis der rechtgeleiteten Nachfolger begründet. Sie stimmt auch mit der Bedeutung der Zakāh selbst überein, denn eine der Bedeutungen des Wortes „Zakāh“ ist Wachstum. Das, was als Zakāh gezahlt wird, trägt diesen Namen, weil es Segen und Wachstum bringt, entsprechend der Verheißung Gottes: „Und was ihr auch immer ausgebt, Er ersetzt es; und Er ist der beste der Versorger.“59 und „Was ihr an Zakāh gebt, indem ihr das Angesicht Gottes suchet, das wird vielfach vermehrt werden. Diese sind es, die vielfachen Lohn erhalten.“60 Die Bezeichnung Zakāh für das, was in Erfüllung der Pflicht der Zakāh gezahlt wird, kann nach Ansicht einiger Gelehrter noch eine weitere Bedeutung haben. Das heißt, der gezahlte Betrag wird Zakāh genannt, weil er aus dem Überschuss oder Mehr stammt, das das Ergebnis des Wachstumsprozesses ist. Folglich ist die Zakāh auf wachsende Vermögenswerte fällig und nicht auf Vermögenswerte, die für den persönlichen und familiären Gebrauch bestimmt sind.61 In Anwendung dieser Bedingung haben Muslime seit den frühesten Zeiten Tiere, die zur persönlichen Beförderung genutzt werden, vom Zakāh befreit, ebenso Wohnungen, die der Eigentümer selbst bewohnt, die Werkzeuge von Fachleuten und Haushaltsmöbel. Ebenfalls ausgenommen sind Vermögenswerte, die sich nicht vermehren lassen, etwa Vermögen, das unrechtmäßig von anderen kontrolliert wird.62
This condition is founded by jurists on the basis of the guidance of the Messenger of God and the practice of the Wise Successors. It is also consistent with the meaning of zakah itself, since one of the meanings of the word "zakah" is growth. What is being paid as zakah is given this name because it brings blessing and growth, in accordance with the promise of God "and nothing do ye spend in the least in His cause but He replaces it,"59 and "that which ye lay out for zakah seeking the countenance of God, will increase. It is these who will get a recompense multiplied.''60 Giving the name zakah for what is paid in fulfillment of the requirement of zakah may have yet another meaning, according to some scholars. That is, the amount paid is called zakah because it comes out of surplus or excess that is the result of the process of growth,. Consequently, zakah is obligated on growing assets, and not on assets held for personal and family use.61 In application of this condition, Muslims since the early stages exempted animals used for personal transportation, homes inhabited by the owner, tools of professionals, and household furniture from zakah. Also exempted are assets that cannot be made to grow, such as assets unlawfully controlled by others.62
Auf der anderen Seite ist es wegen dieser Bedingung, dass die Gelehrten erklären, dass die Zakat auf Feldfrüchte und Früchte nicht jährlich wiederkehrt. Sobald die zehnprozentige Zakat auf sie entrichtet ist, wird keine weitere Zakat mehr fällig, selbst wenn diese Feldfrüchte und Früchte im Lager desselben Eigentümers mehrere Jahre lang in seinem Besitz bleiben, weil Feldfrüchte und Früchte nach der Ernte nicht mehr wachsen, und die Zakat nur auf wachsende Vermögenswerte jährlich wiederholt wird. Dagegen ist Vieh jedes Jahr zakatpflichtig, wegen seines kontinuierlichen Wachstums.63 Es sei darauf hingewiesen, dass die Schule des Malik die Anwendung dieser Bedingung stärker ausdehnt als die anderen Schulen. Eine dieser Anwendungen betrifft Schulden. Da alle Arten von Schulden nicht wachsen, sind sie nach Ansicht der Malikiten nicht zakatpflichtig; sobald sie aber zurückgezahlt sind, muss der Gläubiger die Zakat auf die Schulden nur für das letzte Jahr entrichten. Ähnlich ist die Zakat auf verlorenes Eigentum nur dann fällig, wenn das Eigentum wiedergefunden wird, und zwar nur für ein Jahr. Nach Malik gilt dies für alle Schulden, ob gute oder zweifelhafte, mit Ausnahme starker Schulden, die von nicht monopolistischen Geschäften geschuldet werden; diese sind als Teil des Nettovermögens der Geschäftsleute zakatpflichtig.64
On the other hand, it is because of this condition that scholars declare that zakah on crops and fruits does not repeat every year. Once the ten percent zakah is paid on them, no more zakah is imposed even though these crops and fruits may remain owned in storage by the same owner for several years, because crops and fruits after being harvested do not grow anymore, and zakah is repeated yearly only on growing assets. In contrast, livestock is zakatable every a year because of its continuous growth.63 It should be pointed out that the school of Malik extends the application of this condition more than other schools. One of these applications is related to debts. Since all kinds of debts do not grow, they are, according the Malikites, unzakatable, but once they are paid back, the creditor must pay zakah on debts for the last year only. Similarly, zakah on lost property is only due once the property is found, and for one year only. According to Malik, this applies to all debts, whether good or bad, except for strong debts owed to non-monopolistic businesses, which are zakatable as part of the net worth of businessmen.64
Laut den Malikiten ist die Befreiung aller Schulden von der Zakah schlicht eine Anwendung dieser Bedingung des Wachstums. Darüber hinaus geht Malik so weit, Monopolhändler (die ihr Warenlager jahrelang aufbewahren) von der Zakah zu befreien, mit der Begründung, dass sich das Warenlager in diesem Zeitraum nicht vermehrt. Dabei wird vorausgesetzt, dass sich das Warenlager erst zum Zeitpunkt des Verkaufs vermehrt. Malik sagt, dass zu diesem Zeitpunkt das Warenlager nur für das vergangene Jahr zakatpflichtig ist.65
According to Malikites, the exemption of all debts from zakah is simply an application of this condition for growth. Additionally, Malik goes as far as exempting monopolistic traders (who keep their inventory for years) from zakah on the basis that inventory does not increase during this period. This is assuming that inventory shows an increase only at the time of selling. Malik says, at that time, inventory is zakatable for the past year only.65
Inability to invest is rather blameable because it indicates lack of will or means on the part of the owner. Against this kind of incapability, the Prophet (p) strongly warned and he reprimanded those who have it. He used to pray, "My Lord, I seek your protection from incapability and laziness."67 Abu Hurairah narrates from the Prophet, "Be keen to hold to what benefits you, seek the help of God, and do not stay incapable or stand still,"68 and the Prophet once told a man, "God verily reprimands for incapability."69
Die Theorie von Ibn Hazm und jener, die mit ihm die Zakatpflicht einschränken, wie Schawkani und Siddiq Hasan Khan, beruht auf zwei Grundsätzen: Erstens ist das Vermögen eines Muslims geschützt und darf nicht genommen werden, daher darf ihm nichts auferlegt werden ohne Grundlage in einem Text; und zweitens ist die Zakat eine religiöse Pflicht. Damit niemand in die Religion etwas hineinträgt, was Gott nicht vorgeschrieben hat, dürfen Menschen daher nicht ohne einen Text verpflichtet werden. Insbesondere im Bereich der Zakat darf der Analogieschluss nicht angewandt werden.
The theory of Ibn Hazm, and those who restrict zakatability along with him, such as Shawkani and Siddiq Hasan Khan, is based on two principles: That a Muslim's wealth is protected and must not be taken, so nothing must be imposed on it without virtue of a text; and that zakah is a religious obligation. Thus, in order to prevent anyone from incorporating in religion anything that God does not ordain, it is necessary that people must not be obligated without a text. Analogy should especially not be used in the area of zakah.
Meine Theorie ist genau gegenteilig. Sie beruht auf anderen, gleichermaßen wichtigen Prinzipien der Scharia:
My theorem is exactly opposite. It is based on other equally important principles in Shari'ah:
1. Die allgemeinen Texte von Qur'an und Sunnah bestätigen, dass auf allen Besitz ein Recht, eine Sadaqa oder eine Zakat liegt. Der Vers lautet: „und jene, auf deren Besitz ein bestimmtes, anerkanntes Recht ist", ferner: „Nimm von ihrem Besitz Sadaqa", sowie das Wort des Propheten ﷺ: „Teile ihnen mit, dass Gott ihnen in ihrem Besitz eine Sadaqa vorgeschrieben hat, die von den Reichen unter ihnen genommen und den Armen unter ihnen gegeben wird", und: „Entrichte die Zakat auf deinen Besitz". Diese Texte unterscheiden nicht zwischen Arten von Besitz. Wir wissen, dass das Wort „amwal" („Besitz") in der Sunnah wachsende Vermögenswerte meint und nicht jene Dinge, die für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind. Es ist nicht erlaubt, einige Arten von Besitz ohne klaren Beleg von dieser Zakat oder Sadaqa auszunehmen. Doch einen solchen Beleg gibt es leider nicht.
1. The general texts of Qur'an and Sunnah confirm that there is a right, a sadaqah, or a zakah, on all wealth. The verse, "and those on whose wealth there is a recognized defined due," and "Out of their wealth take sadaqah," and the saying of the Prophet "Inform them that God prescribed on them in their wealth a sadaqah, taken from the rich among them to be rendered to the poor among them," and "Pay the zakah on your wealth." These texts do not distinguish between kinds of wealth. We know that the word 'amwal" in Sunnah means growing assets and not those things designated for personal use. It is not allowed to exclude some kinds of wealth from this zakah or sadaqah without clear evidence. Alas, there is no such evidence.
2. Jeder reiche Mensch bedarf der Läuterung und Heiligung: der Heiligung durch das Geben um Gottes willen und der Läuterung vom Geiz, vom Egoismus und von überwältigendem Verlangen nach Geld. Gott spricht: „Nimm aus ihrem Vermögen Almosen, damit du sie läuterst und heiligst.“ Es ist unvernünftig anzunehmen, dass Bauern, die Weizen und Gerste besitzen, gereinigt und geheiligt werden müssen, während Besitzer großer Obstplantagen, Eigentümer luxuriöser Hochhäuser oder Inhaber von Fabriken dieser Läuterung und Heiligung nicht bedürfen. Der Ertrag aus dem Besitz Letzterer ist um ein Vielfaches höher als der aus Weizen und Gerste.
2. Each rich person is in need of purification and sanctification--sanctification through giving for the sake of God and purification from miserliness, selfishness, and overwhelming desire for money. God says, "Out of their wealth take sadaqah, so thou mightest purify and sanctify them." It is unreasonable to think that peasants who own wheat and barley should be purified and sanctified while owners of large orchards or landlords of luxurious high-rises or owners of factories are not in need of that purification and sanctification. The return on the latter's property is manifold that on wheat and barley.
3. Vermögen jeglicher Art bedarf der Reinigung, da es bei seiner Entstehung und seinem Erwerb mit irgendeiner Form von Unrecht vermischt worden sein kann. Die Reinigung des Vermögens kann nur durch die Entrichtung der Zakah geschehen, und von Ibn ʿUmar wird authentisch überliefert: „Gott hat die Zakah wahrlich als Reinigung des Vermögens vorgeschrieben.“ Ferner wird in einigen Überlieferungen gesagt: „Wenn du die Zakah auf dein Vermögen entrichtest, hast du sein Übel beseitigt.“71 Es erscheint nicht vernünftig, diese Reinigung auf die acht Arten zu beschränken, die Ibn Hazm nennt, und den Großteil der übrigen Vermögensarten auszuschließen, die heutzutage das Rückgrat des privaten und öffentlichen Reichtums bilden, da doch alle Vermögensarten der Reinigung bedürfen.
3. Wealth of any kind is in need of purification, since it may have been mixed with some sort of unlawfulness in the process of its generation and earning. Purification of wealth can only be done by the payment of zakah, and it is authentically reported from Ibn 'Umar that "God has verily imposed zakah as a purification of wealth." It is also reported in some sayings, "If you pay zakah on your wealth, you would have removed its evil."71 It does not seem rational to restrict such purification to the eight items mentioned by Ibn Hazm and to exclude the bulk of the other kinds of wealth which are nowadays the backbone of private and public wealth since all kinds of wealth are in need of purification.
4. Die Zakāh wurde vorgeschrieben, um die Bedürfnisse der Armen, der Bedürftigen und der Reisenden zu decken und die Kosten für die Erfüllung einiger öffentlicher Angelegenheiten der muslimischen Gemeinschaft zu tragen, wie den Dschihād um Gottes willen, die Versöhnung der Herzen mit dem Islam und die Unterstützung derjenigen, die unverhältnismäßig große finanzielle Lasten im öffentlichen Interesse der Muslime tragen. Die Deckung dieser Bedürfnisse und die Verwirklichung dieser Interessen ist eine Pflicht aller wohlhabenden Menschen. Es ist undenkbar, dass die Scharia beabsichtigt hätte, diese Last denjenigen aufzubürden, die fünf Kamele oder vierzig Schafe oder fünf Wusq Gerste besitzen, und gleichzeitig Großunternehmer, die Fabriken, Gebäude und andere Betriebe besitzen, oder Angehörige freier Berufe wie Ärzte, Rechtsanwälte, Führungskräfte usw., die an einem einzigen Tag weit mehr verdienen als fünf Kamele oder vierzig Schafe, davon zu befreien. Nach dieser Religion des Islam sind Reichtümer in Wirklichkeit das Eigentum Gottes, und die Menschen sind lediglich Stellvertreter oder Bevollmächtigte. Das Recht der bedürftigen armen Glaubensbrüder gründet auf diesem Reichtum, da sie von Gott abhängig sind. Ebenso haben die öffentlichen Interessen der Nation Rechte an diesem Reichtum. Jeder wohlhabende Mensch muss diese Verantwortung mittragen, gleichgültig, ob er in Landwirtschaft, Industrie, Handel oder freie Dienstleistungen investiert.
4. zakah is ordained in order to satisfy the needs of the poor, the destitute, and the wayfarers, and to pay for the fulfillment of some public affairs of the Muslim community, such as jihad for the sake of God, reconciling hearts to Islam, and helping those who carry disproportionately large burdens of financial responsibility in the public interests of Muslims. The satisfaction of these needs and the achievement of those interests is a duty of all rich individuals. It is unthinkable that Shari'ah meant to throw this burden on those who own five camels or forty sheep or five wusq of barley and exempt big businessman who own factories, buildings, and other businesses, or professionals, such as physicians, lawyers, executives, etc., who earn in one day much more than five camels or forty sheep. According to this religion of Islam, riches are in reality the property of God, humans being only vicegerents or agents. The right of poor brethren who are in need is established on these riches because they are dependent on God. By the same token, the public interests of the nation also have rights on those riches. Every rich person must share this responsibility, whether he or she invests in agriculture, industry, business, or professional services.
5. Die Analogie (qiyās) ist, wie zuvor gezeigt wurde, nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten eines der wesentlichen Grundprinzipien der Scharia, ungeachtet der Meinungsverschiedenheit von Ibn Hazm und anderen Zahiriten. Folglich sage ich: Jeder wachsende Reichtum ist zakatpflichtig durch Analogie zu jenen Gütern, die der Gesandte [Gottes] erwähnt hat. Wir sind gewiss, dass die Scharia Gleichartiges nicht unterschiedlich behandelt und Verschiedenartiges nicht gleich behandelt; somit können wir die Analogie in der Frage der Zakatpflicht anwenden. Dies kann nicht als Hinzufügung zur Religion bezeichnet werden, die Gott nicht erlaubt, zumal die Zakat keine reine Gottesdienst-Handlung ist, sondern ebenso ein wesentlicher Bestandteil des sozioökonomischen Systems im Islam.
5. Analogy, as was shown earlier, is one of the essential axioms of Shari'ah, according to the majority of scholars, despite the disagreement of Ibn Hazm and other Zahiris. Consequently, I say that every growing wealth is zakatable by analogy to those items mentioned by the Messenger, We are certain that Shari'ah does not treat differently those who are similar, nor does it treat similarly those who are different, thus we can use analogy in the matter of zakatability. This cannot be tagged as addition to religion, which is not allowed by God, especially since zakah is not a pure worship but an essential component of the socio-economic system in Islam as well.
6. Niemand würde dem Grundsatz widersprechen, dass das Vermögen eines Muslims geschützt ist und dass er bzw. sie ein Recht auf Privateigentum hat. Doch lässt sich zeigen, dass auch das Recht Gottes, das Recht der Gemeinschaft und das Recht derer, die auf die Zakāh angewiesen sind, durch die Texte selbst fest begründet sind. Ibn Ḥazm stimmt diesem Grundsatz zu, denn er vertritt die Auffassung, dass auf dem Vermögen von Einzelpersonen neben der Zakāh noch weitere Rechte lasten. Ferner billigt er der Regierung die Befugnis zu, die Reichen zur Unterstützung der Armen zu zwingen, und er sagt sogar, die Armen hätten das Recht, sich zu erheben, bis ihre Bedürfnisse befriedigt sind.
6. No one would disagree with the postulate that "the wealth of a Muslim is protected, and he/she has a right to private ownership." But it can be shown that the right of God, the right of the community, and the right of those who are in need of zakah are also well established by the texts themselves. Ibn Hazm agrees with this principle because he believes that on assets of individuals there are rights besides zakah. He further gives authority to the government to force the rich to pay for the support of the poor, and even says that the poor have the right to revolt until their needs are satisfied.
Ibn Hazm hätte klüger gehandelt, wenn er die Zakah auf alle Vermögensgüter auferlegt hätte, bevor er von zusätzlichen Abgaben zur Deckung der Bedürfnisse der Armen sprach. Erst nachdem die Zakah auf alle Vermögensgüter vollständig entrichtet wird, können zusätzliche Abgaben auferlegt werden, falls danach immer noch ein Bedarf an weiteren Mitteln besteht.
Ibn Hazm would have been more sensible had he imposed zakah on all items of wealth before talking about additional dues to satisfy the needs of the poor. After the complete practice of zakah on all items of wealth, if there is still need for more funds, additional dues can be imposed.
Schließlich sollte ich auf die Behauptung eingehen, Zakah dürfe nicht auf Güter erhoben werden, von denen der Prophet keine Zakah genommen hat. Dazu sind zwei Punkte anzuführen: Erstens war der Zuwachs solcher Güter zu seiner Zeit sehr gering, weshalb er sie nicht berücksichtigt hat. Zweitens hat er die Zakah auf solche Güter der persönlichen Praxis und dem Gewissen des Eigentümers überlassen. Wenn der Gesandte Gottes ﷺ von bestimmten Gütern keine Zakah eingezogen hat, bedeutet dies nicht notwendigerweise, dass diese nicht zakahpflichtig sind, wenn der Einzelne von sich aus handelt, besonders dann, wenn dieser über die Pflicht zur Zakah und die Notwendigkeit unterrichtet ist, alle Güter zu reinigen.
At last I should address myself to the allegation that zakah should not be extended to items from which the Prophet did not take zakah. Two points should be raised with this regard: Firstly, the growth of such items was very negligible in his time, so he did not consider it. Secondly, he left zakah on such items to the individual practice and the conscience of the owner. If the Messenger of God did not collect zakah from certain items, this does not necessarily mean that they are not zakatable on the initiative of individuals, especially if the latter are informed as to the requirement of zakah and the need of all items to be purified.
7. Erreichen des Mindestbetrags (Nisab) für die Zakatpflicht
7. Reaching the minimum For zakatability.
Der Islam schreibt die Zakah nicht auf jeden Betrag wachsenden Vermögens vor. Es gibt eine Mindestmenge, ab der Besitz zakatpflichtig wird, die von den Rechtsgelehrten „Nisab“ genannt wird. Überlieferungen des Propheten ﷺ befreien alles, was unter fünf Kamelen, vierzig Schafen, zweihundert Dirham Silber oder fünf Wasq Getreide, Früchten oder landwirtschaftlichen Erzeugnissen liegt, von der Zakah.
Schaikh al-Islam al-Dahlawi äußert sich zur Begründung dieser Mengen: „Fünf Wasq Getreide oder Datteln gelten als Mindestmenge, weil dies das Minimum wäre, das einen Haushalt von drei Personen ein Jahr lang ernährt. Im Durchschnitt aß eine Person täglich ein Ratl oder Mudd Getreide. Fünf Wasq würden daher drei Personen ein ganzes Jahr lang genügen, und eine kleine zusätzliche Menge bliebe als Vorrat für Notfälle übrig. Beim Silber beträgt das Nisab zweihundert Dirham, da dies demselben Haushalt ein volles Jahr lang genügen würde, zu Preisen, wie sie zur Zeit des Propheten ﷺ herrschten. Fünf Kamele sind die Mindestmenge für die Zakatpflicht, und die Zakah darauf beträgt ein Schaf. Grundsätzlich wird die Zakah aus derselben Art des zakatpflichtigen Vermögens entnommen, doch zur Zeit des Propheten ﷺ wurden Kamele gegen Schafe im Verhältnis von acht zu eins, zehn zu eins oder zwölf zu eins getauscht, wie in vielen Überlieferungen berichtet wird. Ein Kamel von fünf wäre zu viel, daher gilt ein Schaf als Zakah-Betrag für fünf Kamele, da fünf Kamele mindestens vierzig Schafen gleichkommen, für die die Zakah ein Schaf beträgt.“74
Islam does not impose zakah on all amounts of growing wealth. There is a minimum required for zakatability, which is called among jurists "nisab". Sayings of the Prophet (p) exempt anything that is less than five camels, forty sheep, two hundred dirhams of silver, or five wasq of grain, fruits, or agricultural crops.72 Shaikh al Islam al Dahlawi says about the rationale of these quantities,73 "Five wasq of grain or date is considered minimum because that much would be the minimum required for sustaining a household for a year, a household composed of three people. On the average, people ate one ratl or mudd of grain per person per day. Five wasq would therefore be sufficient for three people for a whole year, and a small extra quantity would be left as a provision for emergencies. For silver, the minimum required for zakatability nisab is two hundred dirhams, because this would be sufficient for the same household for one full year, at prices similar to those prevailing at the time of the Prophet. Five camels are the minimum for zakatability, and zakah on them is one sheep. In principle, zakah is collected from the same kind of the zakatable asset, but camels were exchanged for sheep at the time of the Prophet at the rate of eight to one, ten to one, or twelve to one, as reported in many sayings. One camel out of five would be too much, so one sheep is considered the amount of zakah due on five camels, since five camels would be at the least equal to forty sheep, on which the zakah due is one sheep."74
Die Bedingung des Nisab für die Zakatpflicht besteht unter den Gelehrten als Übereinkunft, mit Ausnahme von Feldfrüchten, Früchten und Bodenschätzen. Abu Hanifa hält alles, was aus der Erde hervorkommt, für zakatpflichtig, unabhängig davon, wie wenig es ist. Die Zakat darauf beträgt zehn Prozent. Ebenso wird ein Bericht von Ibn 'Abbas, 'Umar bin 'Abd al-'Aziz und anderen überliefert, wonach gilt: „Auf je zehn Bündel Petersilie ist ein Bündel als verpflichtende Sadaqa fällig.“
Die Mehrheit der Gelehrten sieht im Nisab eine notwendige Bedingung für die Zakatpflicht bei allen Arten von Vermögen, gleichgültig, ob es aus der Erde stammt oder nicht. Sie berufen sich auf die Überlieferung: „Auf das, was weniger als fünf Wasq beträgt, gibt es keine Sadaqa.“ Dieses Argument wird durch Analogie gestützt, da andere Vermögensarten ihren eigenen Nisab haben.
The condition of nisab for zakatability is agreed upon among scholars, except in the case of crops, fruits, and minerals. Abu Hanifah considers anything that comes out of the earth zakatable, no matter how little it may be. The zakah on it is ten percent. Also, a report from Ibn 'Abbas, 'Umar bin 'Abd al 'Aziz, and others says "There is on each ten bundles of parsley one bundle as obligated sadaqah." The majority of scholars see in nisab a necessary condition for zakatability on all kinds of wealth, whether it comes from the ground or not. They argue that there is a saying, "There is no sadaqah on what is less than five wasq." This argument is supported by analogy, since other kinds of wealth have nisab of their own.
Der Grund für diese Bedingung liegt klar auf der Hand. Zakāh ist eine Abgabe der Reichen, um den Armen zu helfen und sich an den Ausgaben für das gemeinsame Interesse des Islam und der Muslime zu beteiligen.
The rationale behind this condition is very obvious. zakah is a due on the rich to relieve the poor and to share in the expenses for common interest to Islam and Muslims.
Es kann nur von denjenigen genommen werden, die es sich leisten können. Es ist sinnlos, Zakat von denen zu nehmen, die selbst der Hilfe bedürfen, eingedenk dessen, dass der Prophet ﷺ sagt: „Es gibt keine Sadaqah außer aus Reichtum."75 Aus demselben Grund befreien moderne Steuersysteme Menschen mit begrenzten Mitteln in der Regel von Steuern, in Anbetracht ihrer Unfähigkeit zu zahlen. Es ist erwähnenswert, dass die Scharia Gottes diese Systeme um vierzehnhundert Jahre vorausgeht.
It can only be taken from those who can afford it. It is meaningless to take zakah from those who are themselves in need of help, knowing that the Prophet (p) says, "There is no sadaqah except from richness."75 It is on the same grounds that contemporary taxation systems tend to exempt those with limited resources from taxes, in consideration for their inability to pay. It is worth registering that the Shari'ah of God precedes those system by fourteen hundred years.
8. Überschuss über den lebensnotwendigen Bedarf
Einige Rechtsgelehrte fügen der Bedingung des Wachstums eine weitere Bedingung hinzu: Der Nisab muss über den Grundbedarf des Besitzers hinausgehen. Die Hanafiten stützen diesen Grundsatz in den meisten ihrer Schriften darauf, dass Reichtum selbst ohne diese Bedingung nicht verwirklicht wird, denn wer die Vermögenswerte für lebensnotwendige Bedürfnisse benötigt, gilt nicht als reich, und eine solche Person würde auch nicht gern etwas von dem, was sie besitzt, für die Zahlung der Zakah opfern. Der Prophet ﷺ sagte: „Entrichtet die Zakah auf euren Besitz mit einem Herzen, das willig und zufrieden ist.“ Andere Rechtsgelehrte meinen, dass die Bedingung des Wachstums allein genüge, da Dinge, die zur Befriedigung des Grundbedarfs benötigt werden, in der Regel nicht wachsen oder nicht zum Wachstum bestimmt sind, so etwa die vom Eigentümer bewohnten Häuser, persönliche Transporttiere, persönliche Kleidung, persönliche Waffen, Bücher für das persönliche Studium und Handwerkszeug. All diese dienen der Deckung des Grundbedarfs und sind zugleich keine Wachstumsgüter.
8. Excess above essential needs Some jurists add to the condition of growth another condition. That is, nisab must be in excess of basic needs of the owner. Hanafites, in most of their literature, tend to establish this principle on the basis that richness itself is not realized without this condition, since if the person who owns the assets needs them for essential necessities, he/she is not considered rich, nor would such a person like to sacrifice anything of what he/she owns for the payment of zakah. The Prophet (p) says, "Pay zakah on your wealth with your hearts willing and pleased."76 Some other jurists feel that the condition of growth is alone sufficient since things needed to satisfy basic needs are not usually growing or designated for growth, as in the case of homes inhabited by owners, personal transportation animals, personal clothing, personal arms, books for personal study, and handicraft tools. All these satisfy basic needs and at the same time are not growth assets.
Diese Rechtsgelehrten argumentieren, dass der wahre persönliche Bedarf etwas sehr Subjektives ist und in der Regel von anderen nicht positiv erkannt werden kann. Folglich lässt sich nicht feststellen, was über diesen Bedarf hinaus vorhanden ist. Anstelle der Bedingung des Überschusses über den persönlichen Bedarf kann daher ein erkennbares Kriterium herangezogen werden, etwa die Zweckbestimmung der Vermögenswerte für geschäftliche Zwecke und zur Vermehrung.77
These jurists argue that true personal need is something very subjective and usually cannot be recognized positively by others. Consequently, what is in excess of those needs cannot be known, so instead of the condition of excess above personal needs, we can use a recognizable condition, like designation of the assets for business and growth purposes.77
Tatsächlich deckt die Bedingung des Wachstums nicht alle Fälle der Bedingung des Überschusses über die existenziellen Bedürfnisse hinaus ab. Geld zum Beispiel gilt als wachstumsfähiges Vermögen, weil es zum Umlauf und zur Investition geschaffen wurde, auch wenn der Eigentümer es tatsächlich nicht für Wachstum einsetzt. Ohne die Bedingung, dass es die Bedürfnisse übersteigt, wäre eine Geldmenge in Höhe des Nisab zakatpflichtig, selbst wenn sie für die Versorgung des Eigentümers und seines Haushalts mit Nahrung, Kleidung, Unterkunft oder medizinischer Versorgung bestimmt wäre. Unter den tiefgründig gelehrten Gelehrten ist bekannt, dass Vermögenswerte, die zur Deckung der Grundbedürfnisse bestimmt sind, im Hinblick auf die Zakatpflicht als nicht existent behandelt werden.
In fact the condition of growth does not cover all the cases of the condition of excess above essential needs. Money, for example, is considered a growth asset, because it is created for circulation and investment, even if the owner does not actually use it for growth. Without the condition of being in excess of needs, an amount of money that is equal to nisab is zakatable even if it were designated for providing food, clothing, shelter, or medical care for the owner and his household. It is known among the deeply involved scholars that assets designated to satisfy basic needs are treated as non-existent from the point of view zakatability.
Wir sollten jedoch beachten, dass sich diese Bedingung auf notwendige bzw. grundlegende Bedürfnisse bezieht.
We should, however, note that this condition refers to essential or basic needs.
Menschen haben unendlich viele Bedürfnisse, besonders in unserer Zeit, in der viele Güter, die früher als Luxus galten, zu einem Grundbedürfnis geworden sind, denn wenn der Sohn Adams zwei Täler voller Gold besäße, würde er ein drittes erlangen wollen. Grundbedürfnisse sind jene, ohne die Menschen nicht überleben können, wie Nahrung, Unterkunft, Kleidung und Gegenstände, die für einen Beruf benötigt werden, etwa Bücher zum Studium und Werkzeuge für die Arbeit. Einige hanafitische Gelehrte definieren die lebensnotwendigen Bedürfnisse auf genaue und wissenschaftliche Weise als „jene Dinge, die dazu dienen, die tatsächliche oder potenzielle Zerstörung des Menschen zu verhindern; tatsächlich etwa die Ausgaben für den Lebensunterhalt, die Kleidung, persönliche Waffen, und potenziell etwa die Notwendigkeit, seine Schulden zu begleichen, Werkzeuge für das Handwerk, Hausrat, persönliche Transporttiere und Bücher zum Studium, denn Unwissenheit gleicht der Zerstörung. Hat eine Person Geld, das für solche Bedürfnisse bestimmt ist, gilt es im Hinblick auf die Zakāt als nicht vorhanden. Dies gleicht dem Fall eines Menschen, der kein Wasser hat außer dem, das zum Trinken bestimmt ist. Dieses Wasser gilt im Hinblick auf die rituelle Waschung [wudu'] als nicht vorhanden, und man darf den Tayammum vollziehen.“77 Es soll dankbar und mit Stolz festgehalten werden, dass unsere Gelehrten das Wissen wie das Leben betrachten und die Unwissenheit wie die Zerstörung, dass sie das, was der Unwissenheit vorbeugt, als ein lebensnotwendiges Bedürfnis ansehen – ebenso wie die Nahrung, die den Hunger verhindert, oder die Kleidung, die die Blöße verhindert – und dass sie die Freiheit wie das Leben und die Gefangenschaft wie die Zerstörung betrachten. Zu beachten ist jedoch, dass sich die lebensnotwendigen Bedürfnisse des Menschen mit der Zeit und den Umständen wandeln und verändern, weshalb ihre Bestimmung den Verständigen und dem Bemühen um eigenständige Rechtsfindung [ijtihad] der zuständigen Autoritäten im islamischen Staat überlassen werden sollte. Zu den Grundbedürfnissen zählen die Bedürfnisse des Zakāt-Zahlers, seines Haushalts und aller Familienangehörigen, für die er nach der Scharia zu sorgen verpflichtet ist.
People have an infinite amount of needs, especially in this time of ours, when many goods that used to be considered luxuries have become a basic need, since if the son of Adam had two valleys full of gold, he would want to obtain a third one. Basic needs are those human beings cannot survive without, such as food, shelter, clothing, and items needed for a job, such as books for study and tools for work. Some Hanafite scholars define essential needs in an accurate and scientific manner, as "those things that are used to avoid the realized or potential destruction of humans; realized such as expenses for living, clothing, personal weapons, and potential such as the need to pay one's debts, tools for handicraft, home furniture, personal transportation animals, and books for study because ignorance is like destruction. If a person has money that is designated for such needs, it is considered non-existent with regard to zakah. This is similar to the case of someone who has no water except that designated for drinking. This water is considered non-existent with regard to making abolution [wudu'], and one is allowed to make ritual abolution [tayammum]."77 It should be gratefully and proudly recorded that our scholars consider knowledge like life and ignorance like destruction, consider what prevents ignorance an essential need just like food that prevents hunger or cloth that prevents nakedness, and consider freedom like life and imprisonment like destruction. It should be noted, however, that the essential needs of human beings evolve and change with time and circumstance, so determining them should be left to those of understanding and to the exertion of best effort [ijtihad] of the proper authorities in the Islamic state. Basic needs include the needs of the zakah payer, his household, and all family members whom he is required by Shari'ah to support.
Diese Bedingung im islamischen Recht (Fiqh) geht den neuesten steuertheoretischen Ansätzen voraus, die fordern, ein bestimmtes Mindestmaß für den Lebensunterhalt von der Steuer zu befreien, und sie beendet die materialistische Theorie, die sämtliches Vermögen unabhängig von den Umständen des Eigentümers, seiner Geschäftstätigkeit und den Bedürfnissen seiner Familie besteuert. Moderne Theoretiker betrachten die Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen als Zeichen des Fortschritts im steuerlichen Denken und in der Gesetzgebung. Leider wird dieser Grundsatz in vielen Gesetzen bei der Erhebung von Steuern tatsächlich nicht umgesetzt. So befreien Steuergesetze mitunter einen Mindestbetrag für den Lebensunterhalt nur für den Steuerpflichtigen selbst, unabhängig davon, wie viele Mäuler er zu ernähren hat.
This condition in Islamic jurisprudence precedes the latest theories in taxation that call for exempting a certain minimum for living from taxes and puts an end to the materialist theory that taxes all assets, regardless of the circumstances of the owner, his or her business, and family needs. Modern theorists take consideration of' the personal circumstances of the taxpayer as a sign of advancement in taxation thought and legislation. Unfortunately, much of the legislation does not actually apply this principle in levying taxes. For example, sometimes tax laws exempt a minimum for living expenses for the taxpayer alone, regardless of the number of mouths he or she has to feed.
2. In the Qur'an, God says, ''They ask thee what they are to spend. Say, what is beyond your needs."82 Ibn 'Abbas is reported to have said, "This means what is in excess of yours family's need."83 Ibn Kathir says "This is also reported from Ibn 'Umar, Mujahid, 'Ata'" , 'Ikrimah, Sa'id bin Jubair, Muhammad bin Ka'b, 'Ata', al Hasan, Qatadah, al Qasim, Salem, 'Ata' al Khurasani, al Rabi' bin Rabi' bin Anas, and several others. They say, what is beyond the need is what is in excess."84 This means God, His wisdom be glorified, makes subject to spending only what is in excess of basic needs, i.e., the needs of the person, his family, and all those he is required to support. The needs of the person and his family have priority, for himself, over the needs of other people, so Shari'ah does not ask him to sacrifice his own needs to which his heart is attached in order to satisfy other people's needs. Al Hasan is reported to have commented on the preceding verse, "That is so as not to extinguish your wealth so you go begging people."85
3. Ibn Kathir sagt, dass diese Bedingung auch durch das gestützt wird, was Ibn Jarir überliefert, über seine Kette bis zu Abu Hurairah: „Ein Mann sagte: ‚O Gesandter Gottes, ich habe einen Dinar.‘ Der Gesandte sagte: ‚Gib ihn für dich selbst aus.‘ Der Mann sagte: ‚Ich habe einen anderen.‘ Der Gesandte antwortete: ‚Gib ihn für deine Frau aus.‘ Darauf sagte der Mann: ‚Ich habe einen dritten.‘ ‚Gib ihn für deine Kinder aus‘, sagte der Gesandte. Der Mann sagte dann: ‚Ich habe einen vierten‘, und der Gesandte antwortete: ‚Du kennst [deine Bedürfnisse] besser.‘“ Diese Überlieferung wird auch von Muslim in seiner authentischen Sammlung berichtet. Sie zeigt, dass die Bedürfnisse der Person selbst, seiner Frau und seiner Kinder Vorrang vor den Bedürfnissen anderer haben. Muslim überliefert außerdem von Jabir: „Der Gesandte Gottes ﷺ sagte zu einem Mann: ‚Fang bei dir selbst an und gib es als Almosen. Wenn etwas übrig bleibt, gib es deiner Familie. Wenn etwas übrig bleibt nach deiner Familie, gib es deinen Verwandten, und wenn etwas übrig bleibt nach deinen Verwandten, dann gib es hierhin und dorthin.‘“ Einige dieser Aussprüche betreffen Almosen und nicht eine verpflichtende Abgabe, doch zeigen sie in allen Fällen die Absicht der Scharia beim Ausgeben, nämlich dass alle Ausgaben, freiwillige wie verpflichtende, aus dem Überschuss stammen sollen. Der Überschuss ist, wie die Mehrheit der Gelehrten ihn versteht und wie Ibn Kathir ihn definiert, das, was nach der Befriedigung der Bedürfnisse übrig bleibt.
3. Ibn Kathin says that this condition is also supported by what is reported by Ibn Jarir, narrated through his chain to Abu Hurairah, "A man said, 'O Messenger of God, I have one dinar.' The Messenger said, Spend it on yourself.' The man said, 'I have another one.' The Messenger replied, 'Spend it on your wife,' whereupon the man said, 'I have a third one.' Spend it on your children,' the Messenger said. The man then said, 'I have a fourth,' and the Messenger answered, 'you know [your needs] better.'" This saying is also reported by Muslin in his correct collection. It indicates that the needs of the person, his wife, and his children have priority over the needs of others. Muslim reports also from Jabir, "The Messenger of God (p) said to a man, 'Start with Your self, give it charity. If anything is left, give it to your family, If anything is left after your family, give to your relatives, and if anything is left after your relatives, then give this way and that way." Some of those sayings are about charity and not obligated one, but in all cases they indicate the intention of Shari'ah on spending, which is that all spending, voluntary and obligatory, should come out of the surplus. The surplus, as understood by the majority of scholars, and as defined by Ibn Kathir, is the excess after satisfying needs.
Erstens ist das Eigentum des Schuldners tatsächlich schwach und unvollständig, aufgrund der Befugnis, die der Gläubiger über seine fälligen Schulden hat, Zahlung zu verlangen, und zwar in dem Maße, dass der Gläubiger den verliehenen Vermögenswert zurücknehmen darf, sofern er sich noch in den Händen des Schuldners befindet, selbst ohne dessen Zustimmung, nach der hanafitischen Rechtsschule und anderen.88 Die erste Bedingung für die Zakah ist, dass das Eigentumsrecht vollständig sein muss.
Firstly, the ownership of the debtor is in fact weak and incomplete, because of the authority the creditor has on his due debts in asking for payment, to the extent that the creditor may take back the lent asset if it is still in the debtor's hands, even without the consent of the debtor, according to the Hanafite school and others.88 The first condition for zakah is that the right of ownership should be complete.
Zweitens ist der Gläubiger nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten verpflichtet, Zakat auf das Darlehen zu entrichten, da er der eigentliche Eigentümer ist. Würde man vom Schuldner verlangen, auf dieselbe Schuld ebenfalls Zakat zu zahlen, käme es zu einer doppelten Zakat auf denselben Vermögenswert. Diese Doppelung ist laut der Scharia untersagt.89
Secondly, the creditor is required to pay zakah for the loan, being the real owner, according to the majority of scholars. If the debtors is also asked to pay zakah on that same debt, then there will be a double zakah on the same asset. This duality is prohibited by Shari'ah.89
Drittens: Eine Person, die von Schulden erdrückt wird, die ihren Besitz übersteigen, oder die zumindest ihren Besitz unter das Nisab senkt, kann aufgrund ihrer Armut oder ihrer Verschuldung zum Empfänger von Zakat werden. Wie könnte sie gleichzeitig Zakat-Zahler und Zakat-Empfänger sein?!
Viertens: Zakat wird rechtmäßig nur aus Reichtum entnommen, wie in den Überlieferungen erwähnt wird. Der Schuldner, der seine Schulden zurückzahlen muss, ist nicht reich. Darüber hinaus steht er unter dem Druck, den die Schuld verursacht.
Thirdly, a person who is overwhelmed by debts that exceed what he owns, or at least reduces it to below nisab, can be a recipient of zakah on the grounds of being poor or of being overwhelmed by debts. How could he be a zakah payer and a zakah recipient at the same time?! Fourthly, zakah is only legitimately taken out of richness, as mentioned in the sayings. The debtor who needs to pay back his debts is not rich. Moreover, he is under stress caused by the debt.
Fünftens wird die Zakāt zur Linderung der Not der Bedürftigen vorgeschrieben. Der überschuldete Schuldner ist bedürftig, seine Schulden zu begleichen. Er ist wie der Arme. Es ist nicht vernünftig, die Bedürfnisse des Schuldners unbefriedigt zu lassen, um die Bedürfnisse anderer zu decken, 90 eingedenk dessen, dass der Gesandte (ﷺ) sagte: „Fange bei dir selbst an, dann bei denen, für die du verantwortlich bist.“
Sechstens berichtet Abū ʿUbaid von al-Sāʾib bin Yazīd: „Ich hörte ʿUthmān bin ʿAffān sagen: ‚Dies ist der Monat eurer Zakāt. Ihr, die ihr verschuldet seid, solltet eure Schulden zurückzahlen, damit ihr danach die Zakāt auf euer Vermögen entrichten könnt.‘“ 91 In einer anderen, von Mālik überlieferten Fassung heißt es: „Wer verschuldet ist, sollte seine Schulden zurückzahlen und dann die Zakāt auf den Rest seines Vermögens entrichten.“ 92 Al-Baihaqī überliefert von al-Sāʾib, dass er ʿUthmān bin ʿAffān diese Rede von der Kanzel des Gesandten Gottes (ﷺ) halten hörte. ʿUthmān sagte: „Dies ist der Monat eurer Zakāt …“
Fifthly, zakah is legislated to relieve those who are in need. The overwhelmed debtor is in need of paying his debts. He is like the poor. It is not rational to leave the needs of the debtor unsatisfied in order to provide for the needs of others,90 knowing that the Messenger (p) said, "Start with yourself, then with whom you are responsible for." Sixthly, Abu 'Ubaid reports from al Sa'ib bin Yazid, "I heard 'Uthman bin 'Affan saying, 'This is the month of your zakah; you who are under debt should pay back your debts, so you can start paying zakah on your assets."91 In another version reported by Malik, "He who is under debt should pay back his debt and then pay zakah on the rest of his assets."92 A version is reported by al Baihaqi from al Sa'ib, who heard 'Uthman bin 'Affan giving this speech from above the minbar [The podium of the speaker in Friday prayer] of the Messenger of God (p). 'Uthman said, "This is the month of your zakah . .
." usw. Diese letzte Lesart bedeutet, dass 'Uthman dies in Gegenwart vieler Gefährten sagte, und keiner von ihnen widersprach; das heißt, sie alle kannten diese Meinung und akzeptierten sie.93
." etc. This last version means that 'Uthman said that in the presence of many Companions, and none of them disagreed, meaning they all knew and accepted that opinion.93
Aus diesen Gründen vertritt die Mehrheit der Rechtsgelehrten die Auffassung, dass Schulden die Zakatpflicht verhindern oder zumindest die zakatpflichtigen Vermögenswerte um die Höhe der Schulden mindern, und zwar bei nicht sichtbaren Vermögenswerten, Geld und Geschäftsvermögen. Dies ist die Meinung von ʿAtāʾ, Sulaimān ibn Yasār, al-Ḥasan, an-Nakhaʿī, al-Laith, Mālik, ath-Thawrī, al-Auzāʿī, Aḥmad, Isḥāq, Abū Thawr, Abū Ḥanīfa und dessen Schülern. Nur Rabīʿa, Ḥammād ibn Salama und asch-Schāfiʿī in seiner neuen Auffassung sind anderer Meinung.
It is for those reasons that the majority of jurists hold the view that debts prevent zakatability, or at least reduce zakatable assets by the amount of the debts, in nonapparent assets, money and business assets. This is the opinion of 'Ata , Sulaiman bin Yasar, al Hasan, al Nakha'i, al Laith, Malik, al Thawari, al Awza'i, Ahmad, Ishaq, Abu Thawr, Abu Hanifah, and his disciples. Only Rabi'ah, Hammad bin Salman and Shafi'i in his new opinion, disagree.
Was den offensichtlichen Vermögenswerten betrifft – Vieh und Feldfrüchte – vertreten einige Rechtsgelehrte die Auffassung, dass Schulden die Zakatpflicht nicht ausschließen. Sie unterscheiden dabei zwischen diesen Vermögenswerten und den erstgenannten, weil diese Güter für die Armen besser sichtbar sind und sie in ihrem Herzen Neid auf sie empfinden. Bestätigt werden kann dies dadurch, dass die Scharia seit der Zeit des Propheten ﷺ und seiner Nachfolger die Entsendung von Einziehern zur Erhebung der Zakat auf diese Vermögenswerte eingesetzt hat. Abu Bakr bekämpfte jene, die sich weigerten, die Zakat auf diese Vermögenswerte zu entrichten, während nicht überliefert ist, dass Zakat-Zahler gezwungen wurden, Zakat auf nicht offensichtliche Vermögenswerte zu zahlen, noch dass Einzieher entsandt wurden, um die nicht offensichtlichen Vermögenswerte zu zählen und deren Zakat einzutreiben.94 Dies ist die Ansicht von Malik, Al-Awza'i, Asch-Schafi'i und einer Überlieferung von Ahmad.95 Abu Hanifa hingegen ist der Meinung, dass Schulden ein Grund sind, die Zakat auf alle Vermögenswerte entfallen zu lassen, mit Ausnahme von Feldfrüchten und Früchten.96
As far the apparent assets-- livestock and crops-- some jurists say that debt does not prevent zakatability, differentiating between these assets and the former ones because these items are more seen by the poor and they feel envy in their heart about them. This may be confirmed by the fact that Shari'ah instituted sending collectors to collect zakah on those assets since the time of the Prophet (p) and his Successors. Abu Bakr fought those who refused to pay zakah on these assets, while it is not reported that zakah payers were forced to pay zakah on non-apparent assets, nor that collectors were sent to count the non-apparent assets and collect their zakah.94 This is the view of Malik, Awza'i, Shafi'i, and a version from Aamad.95 On the other hand, Abu Hanifah believes that debts are a reason to waive zakah on all assets except crops and fruits.96
Ibn ʿUmar und Ibn ʿAbbas vertreten zwei unterschiedliche Ansichten hinsichtlich der Schulden einer Person, die Ernteerträge besaß. Ibn ʿAbbas sagt, der Schuldner solle einen Betrag in Höhe der für Anbaukosten verwendeten Schuld abziehen und dann die Zakah auf den Rest entrichten. Ibn ʿUmar sagt, der Schuldner solle einen Betrag in Höhe der Schuld abziehen, die für Anbaukosten oder für ihn selbst und seine Familie ausgegeben wurde, und die Zakah auf den Rest entrichten. Mir scheint jedoch, dass die Unterscheidung zwischen sichtbarem und nicht sichtbarem Vermögen unklar ist, da es sich dabei um relative Größen handelt, die sich mit der Zeit verändern. Zum Beispiel sind in unserer Zeit Geschäftswerte sichtbar und für die Armen sehr offensichtlich, viel mehr als Vieh und Ernteerträge. Ich sehe in der obigen Argumentation nichts, das der zuvor genannten Meinung widerspricht, wonach das Vorhandensein von Schulden die Zakatpflicht auf alle Vermögenswerte aufhebt.
Ibn 'Umar and Ibn 'Abbas have two different views with respect to debts on a person who owned crops. Ibn 'Abbas says the debtor should take out an amount equal to the debt used for farming expenses, then pay zakah the residual. Ibn 'Umar says the debtor should deduct an amount equal to the debt that is spent on farming expenses or on himself and his family, and pay zakah on the residual. It seems to me, however, that the distinction between apparent and non-apparent items of wealth is unclear, since those are relative matters that change from time to time. For example, in our times, business assets are apparent and very visible by the poor, much more than livestock and crops. I do not see in the above-mentioned reasoning anything that stands against the opinion given earlier which indicates that the presence of debts waives zakatability on all assets.
Wir sollten auch daran denken, dass die Scharia stets dazu neigt, es Schuldnern zu erleichtern, und ihnen auf jede Weise helfen will, die Last der Schulden loszuwerden. Dieser Ansatz widerspricht offensichtlich der Verpflichtung des Schuldners, Zakat zu zahlen. Dies ist die Ansicht von 'Ata', al-Hasan, Sulaiman, Maimun bin Mahran, al-Nakh'i, al-Thawri, al-Laith, Ishaq und einer Überlieferung von Ahmad.97 Abu 'Ubaid überliefert sie von Makhul und fährt fort: „Es wird auch von Taus berichtet.“98 Abu 'Ubaid selbst vertritt jedoch folgende Position: Ist die Schuld gewiss, entfällt die Zakat bei Feldfrüchten und Vieh, und zwar in Übereinstimmung mit der Überlieferung des Propheten ﷺ, der anordnete, Zakat von den Reichen einzusammeln und den Armen zu geben. Wie kann Zakat vom Schuldner eingezogen werden, wenn dieser doch aus zwei Gründen zu den Empfängern von Zakat gehört, nämlich weil er verschuldet und arm ist?99 Dies gilt, wenn die Schuld gewiss und bekannt ist. Ist die Schuld jedoch weder bekannt noch gewiss, dürfen die Zakat-Einsammler die Behauptung des Schuldners nicht akzeptieren und müssen die Zakat auf alle vorhandenen Feldfrüchte und das Vieh erheben, denn die Zakat auf diese Güter ist eine sehr offensichtliche Pflicht, die den Eigentümer bindet, während die behauptete Schuld unbekannt ist. Dies gleicht dem Fall einer Person, die bekannte, feststehende Verpflichtungen hat und behauptet, diese erfüllt zu haben, ohne ausreichende Beweise vorzulegen. Sein oder ihr Wort allein genügt nicht als Beweis.100
Offenbar macht Abu 'Ubaid die Gewissheit der Schuld zur Bedingung, um sie bei der Verrechnung der Zakat oder beim Abzug des Schuldbetrags von den zakatpflichtigen Vermögenswerten zu berücksichtigen. Dies ist eine stichhaltige Position, die das Recht Gottes und der Armen schützt.
We should remember also that Shari'ah tends always to make things easier on debtors in order to help them by all means to rid of the burden of debt. This approach obviously contradicts forcing the debtor to pay zakah. This is the view of 'Ata' , al Hasan, Sulaiman, Maimun bin Mahran, al Nakh'i, al Thawri, al Laith, Ishaq, and a version from Ahmad.97 Abu 'Ubaid reports it from Makhul, and continues, "It is also reported from Taus."98 Abu 'Ubaid, however, chooses the following stand: If the debt is certain, it waives zakah in the case of plants and livestock, in the footsteps of the Prophet's tradition, which ordered zakah be collected from the rich and rendered to the poor, How can zakah be collected from the debtor, since he or she is a recipient of zakah on two grounds, being in debt and being poor?99 This is if the debt is certain and known. In the case then the debt is not known and not certain, collectors of zakah are not supposed to accept the claim of the debtor, and should collect zakah on all present crops and livestock, because zakah on those items is a very obvious obligation, binding the owner, while the claimed debt is unknown. This is similar to a case where a person has definite obligations that are known and claims to have paid them without having sufficient evidence. His, or her word is not sufficient as proof.100 Apparently, Abu 'Ubaid is making the certainty of the debt a condition in order to take it into consideration in wavering zakah or deducting the amount of the debt from zakatable assets. This is a sound position which protects the right of God and the poor.
Die Hanafiten sagen, dass nur Schulden gegenüber Menschen abzugsfähig sind, weil Menschen Zahlung verlangen und durch das Rechtssystem geschützt werden. Schulden gegenüber Gott, wie Gelübde und Kaffara [Sühneleistung für den Bruch einer religiösen Pflicht, etwa beim Fasten], sind nicht abzugsfähig. Es ist jedoch zu beachten, dass rückständige Zakat wie Schulden gegenüber anderen Menschen behandelt wird. Sie ist abzugsfähig, weil der Staat befugt ist, sie im Namen der Empfänger einzuziehen.106
Hanafites say only debts to people are deductible because people seek payment and are protected by the judicial system. Debts to God, such as pledges and kafarat [recompense for a break in some religious obligation such as fasting] are not deductible. It should be noted, however, that past due zakah is considered like debts to other people. It is deductible because the state is authorized to collect it on behalf of the recipients.106
Die Ansicht der Hanafiten ist auch meine Wahl in dieser Frage. Wenn der islamische Staat die Verantwortung für die Einziehung der Zakah übernimmt, verschließt diese Regelung die Tür vor falschen Angaben über Gelübde an Gott und Kaffarat, die zu dem Zweck gemacht werden, den Betrag der Zakah zu verringern, da es keine zugänglichen Mittel gibt, diese Gelübde und Kaffarat zu überprüfen. Zieht der Staat die Zakah nicht ein und zahlen einzelne Muslime ihre Zakah selbst und nehmen ihre eigenen Berechnungen vor, so können diese Schulden gegenüber Gott abgezogen werden, weil die Texte allgemein gehalten sind, etwa der Ausspruch: „Die Schuld gegenüber Gott verdient jedoch Vorrang bei der Begleichung.“107
The view of the Hanafites is also my choice on this issue; if the Islamic state takes the responsibility of collecting zakah this rule shuts the door on false claims of pledge to God and kaffarat made in order to reduce the amount of zakah, since there are no accessible means of verifying those pledges and kaffarat. If the state does not collect zakah and individual Muslims pay zakah or their own and make their own calculations, those debts to God can be deductible, because the texts are general, such as the saying, "but the debt to God deserves priority in payment."107
2. The second case is then the accrued asset as not of the same kind of capital a person already owns, such as a person who owns nisab of camels and is given a gift of cows. According to the majority of scholars, this acquired asset is not added to the capital he or she owns, but rather starts a new year and a new nisab of its own. If it is below nisab, the new asset is not zakatable. There is, however, a report from Ibn Mas'ud, Ibn 'Abbas, and Mu'awiyah that these are zakatable once they are earned.
Ahmad sagt, es solle bei Erhalt verzakatet werden. Ahmad berichtet über seine eigene Überlieferungskette von Ibn Mas'ud, dass 'Abd Allah die Zakat abzog, wenn er uns die Zuwendungen gab. Al-Awza'i wird mit den Worten überliefert, über den Fall einer Person, die ihr Haus oder ihren Sklaven verkauft: „Sie soll die Zakat auf den Preis entrichten, sobald sie das Geld erhält, es sei denn, sie hat bereits einen Abrechnungsmonat für die Zakat-Zahlung festgelegt; in diesem Fall darf sie die Zahlung bis zum letzten Monat ihres Abrechnungsjahres aufschieben.“117 Belege für diese Meinung werden später im Abschnitt über die Zakat auf Gehälter vorgelegt.
Ahmad says it should be zakated upon receipt. Ahmad reports via his own chain from Ibn Mas'ud, that 'Abd Allah used to deduct zakah when he gave us the grants." Al Awza'i is reported as saying, about the case of a person who sells his home or slave, "He should pay zakah on the price once he receives the money, unless he has already established an accounting month for zakah payment; in which case he may delay payment until the last month of his accounting year.117 Supporting evidence for this opinion shall be presented later in the section on zakah on salaries.
3. Der dritte Fall liegt vor, wenn der erworbene Vermögenswert von derselben Art ist wie bereits besessene Vermögenswerte, die das Nisab erreicht haben und das zakatpflichtige Jahr bereits begonnen haben, der Erwerb des neuen Vermögenswerts jedoch völlig unabhängig von den bereits besessenen Vermögenswerten erfolgt. Zum Beispiel besitzt jemand vierzig Schafe, und im Laufe des Jahres erhält er als Geschenk weitere zwanzig. Diese neuen Schafe sind in diesem Jahr nach Aamad und asch-Schafi'i nicht zakatpflichtig. Abu Hanifa sagt, sie sollten zu dem hinzugerechnet werden, was er bereits besitzt, und am Ende des Zakat-Jahres ist Zakat auf das Gesamte fällig, außer in dem Fall, dass dieser neue Vermögenswert lediglich einen älteren ersetzt, der bereits verzakatet wird. Abu Hanifa argumentiert, dass das Geschuldete nicht aufgeteilt werden sollte und es keine unterschiedlichen Zeitpunkte der Zakatpflicht für verschiedene Teile derselben Vermögensart geben sollte, die derselben Gruppe angehört. Da dies buchhalterische und einziehungstechnische Schwierigkeiten verursacht, sollte es gemäß dem Vers „... und hat euch in der Religion keine Beschwernis auferlegt“ vermieden werden. Die Scharia berücksichtigt stets die Beseitigung von Schwierigkeiten, wie etwa im Fall, dass für je fünf Kamele ein Schaf genommen wird, weil ein Kamel nicht teilbar ist. Ebenso gehört die Hinzurechnung von Gewinnen zum ursprünglichen Kapital bei der Zakatpflicht zu dieser Erleichterung. Malik stimmt Abu Hanifa im Fall des weidenden Viehs zu, während er bei Geld eher Ahmad und asch-Schafi'i zustimmt, weil nach seiner Auffassung die genannte Schwierigkeit dort nicht entsteht. Der Verfasser von al-Mughni argumentiert gegen die hanafitische Auffassung, doch es scheint, dass letztere in der Anwendung eindeutig einfacher und weit weniger kompliziert ist, weshalb ich ihr zuzustimmen neige.
3. The third case is if the acquired asset is the same kind as already-owned assets that have reached nisab, and have started the year of zakatability, but acquiring the new assets is completely independent of the already-owned assets. For example, someone owns forty sheep and during the year is given as a present another twenty. Those new sheep are not zakatable in that year, according to Aamad and al Shafi'i'. Abu Hanifah says it should be added to what he already owns and zakah is due on the total at the end of the zakah year, except in the case when this new asset is merely a substitution of an older one that is being zakated. Abu Hanifah argues that what is obligated should not be divided and there should be no different times for zakatability on different sections of the same kind of asset that is owned the same group. Because this creates accounting and collection difficulties, it should be avoided, in accordance with the verse, ". . . and has imposed no difficulties on you in your religion."113 Shari'ah always considers the removal of difficulties, such as in the case of taking one sheep on each five camels because a camel is indivisible. Also adding profits to original capital, in zakatability, is of that same easiness. Malik agrees with Abu Hanifah in the case of pastured livestock, while in money he tends to agree with Ahmad and al Shafi'i' because according to him, the above mentioned difficulty does not arise.119 The author of al Mughni argues against the Hanfi point of view, but it seems that the latter is definitely simpler in application and much less complicated and for that reason I tend to agree with it.
30. Schaich ʿAlī al-Chafīf, „Al-Milkiyya al-Fardiyya wa Tahdīduhā fī al-Islām“, in den Verhandlungen der ersten Konferenz des Islamischen Forschungskongresses, S. 99.
30. Shaikh 'Ali al Khafif, "Al Milkiyah al Fardiyah wa Tahdiduha fi al Islam," in the proceedings of the first conference of the Islamic Research Congress, p, 99.
38. Ibn Rushd, Bidayat al-Mujtahid, Bd. 1, S. 239.
38. Ibn Rushd, Bidayat al Mujtahid, Vol. 1, p. 239.
39. Al Bahr al Ra'iq von Ibn Nujaim und dessen Kommentar von Ibn 'Abidin, Bd. 2, S. 121. Es ist zu beachten, dass Abu Hanifa der Ansicht ist, dass eine Person, die sich mit Gewalt unrechtmäßig Geld eines anderen aneignet und es mit ihrem eigenen vermischt, als jemand gilt, der dessen Beschaffenheit verändert. Er wird zum Garanten des gestohlenen Geldes gegenüber seinem Eigentümer, und die Gesamtsumme, die der Dieb besitzt, wird zu seinem Eigentum. Abu Yusuf und Muhammad hingegen stimmen weder über die Haftung noch darüber überein, dem Dieb das Eigentum am gestohlenen Gut zuzuschreiben.
39. Al Bahr al Ra'iql, by Ibn Nujaim, and its commentary by Ibn 'Abidin, Vol. 2, p.121. It should be noted that Abu Hanifah thinks that a person who takes by use of unlawful force, money from another and mixes it with his own, is considered as changing its nature. He becomes a guarantor of the stolen money to its owner, and the total that the thief possesses becomes his property. On the other hand, Abu Yusuf and Muhammad do not agree on the guarantee, or on attributing ownership of stolen property to the thief.
41. Fath al-Bari, Bd. 3, S. 180, Ausgabe al-Halabi.
41. Fath al Bari, vol, 3, p. 180, al Halabi print.
42. Erwähnt von Ibn al-Humam in Fath al-Qadir aus al-Mabsut. Er berichtet außerdem von Qadi Khan, dass dieser in al-Jami' al-Saghir sagte: „Wenn jemand in seinem Testament ein Drittel seines Vermögens für die Armen bestimmt und dieses Drittel einem unterdrückerischen Herrscher gegeben wird, so gilt das Testament als erfüllt.
42. Mentioned by Ibn al Humam in Fath al Qadir from al Mabsut. He also reports from Qadi Khan that he said in al Jami' al Saghir, "If he made a last will of one third of his wealth to the poor, and that third was given to an oppressing ruler, the will is satisfied.
Siehe Fath al-Qadir, Bd. 1, S. 513-514. Derartige religiöse Meinungen sind tatsächlich schriftliche Proteste gegen unterdrückerische Herrscher.
See Fath al Qadir, Vol. 1, pp. 513-514. These kinds of religious opinions are in fact written protests against oppressive rulers.
44. Al Muhalla, Bd. 2, S. 101. Von Ibn al-Qasim, einem Schüler Maliks, wird überliefert, dass Vermögen, das dem Eigentümer gewaltsam genommen wurde, vom Dieb ab dem Zeitpunkt des Diebstahls garantiert wird; folglich muss Letzterer dafür Zakat zahlen. Einige Malikiten wenden dies nur auf den Fall an, in dem der Dieb anderes Vermögen besitzt, mit dem die Garantie erfüllt werden kann. Andernfalls sagen sie, dass auf gestohlenes Vermögen keine Zakat fällig ist. Im Kommentar von al-Dusuqi wird erwähnt, dass gewaltsam entwendete Güter vom Dieb jedes Jahr verzakatet werden müssen, solange sie sich in seinem Besitz befinden. Dies geschieht, ohne die Pflicht des Eigentümers zu beeinträchtigen, im Moment der Rückgabe seines gestohlenen Eigentums Zakat zu zahlen. Das bedeutet, dass auf solches gestohlene Vermögen zweimal Zakat gezahlt werden kann: einmal jährlich durch den Dieb und, wenn es zurückgegeben wird, durch den Eigentümer. Der Dieb hat keinen Anspruch, vom Eigentümer den Betrag der von ihm gezahlten Zakat zurückzufordern. Siehe al-Sharh al-Kabir und dessen Kommentar von al-Dusuqi, Bd. 1, S. 456–457.
44. Al Muhlla, Vol. 2 p, 101. It is narrated from Ibn al Qasim, a disciple of Malik, that wealth taken from its owner by force is guaranteed by the thief from the time of theft; consequently, the latter must pay zakah on it. Some Malikites apply that only to the case in which the thief has other property that can be used to satisfy the guarantee. If not, they say there is no zakah on stolen wealth. In the commentary of al Dusuqi, it is mentioned that materials stolen by force must be zakated by the thief every year as long as they remain in his possession. This is done without affecting the obligation of the owner in paying zakah the moment he gets his stolen property back. This means zakah may be paid twice on such stolen property, once every year by the thief, and when it is returned, by the owner. The thief has no right to claim any liability on the owner for the amount of zakah paid by him. See al Sharh al Kabir and its commentary by al Dusuqi, Vol. 1, pp. 456-457.
45. Al-Muhalla, Bd. 2, S. 101, und al-Baihaqi sagt in seinen Sunan, Bd. 4, S. 150: „Es wird von Ibn al-Mundhir von Ibn ʿUmar und ʿAʾischa überliefert."
45. Al Muhalla, Vol. 2, p. 101, and al Baihaqi says in his sunnan Vol. 4, p. 150, "It is mentioned by Ibn al Mundhir from Ibn 'Umar and Aishah".
46. Al Amwal, S. 432. Ähnlich wird von ʿAṭāʾ überliefert. Allerdings wird von ihnen auch das Gegenteil berichtet.
46. Al Amwal, p. 432. A similar report is narrated from 'Ata. However, the contrary is also reported from them.
48. Schulden sind nach Malik nur für ein Jahr ab dem Zeitpunkt ihrer Rückzahlung zakatpflichtig, selbst wenn die Schuld viele Jahre bestand. Sobald der Gläubiger die Schuld zurückerhält, soll er die Zakat für ein Jahr entrichten, sofern sie das Nisab erreicht. Dies gilt sicherlich nur, wenn die Verzögerung bei der Rückzahlung der Schuld nicht allein dazu diente, das Anfallen der Zakat zu vermeiden. Geschah die Verzögerung allein aus diesem Grund, ist sie jedes Jahr zakatpflichtig. Wenn die Schuld dagegen aus einem Geschenk oder einer Spende entsteht, d. h. ein Geschenk wurde zugesagt, aber vom Geber dem Beschenkten nicht übergeben, so ist die Zakat erst fällig, wenn ein Jahr ab dem Zeitpunkt vergangen ist, zu dem er es tatsächlich in Besitz genommen hat.
48. Debts are zakatable, according to Malik, for one year only from the time they are paid back, even if the debt is for many years. Once the creditor receives the debt back, he should pay its zakah for one year, provided it is equal to nisab. This is certainly if the delay in getting the debt back was not merely to avoid accrual of zakah. If for that reason only, it is zakatable every year. On the other hand, if the debt results from a gift or charity, i.e. a gift is pledged but not surrendered to the gifted by the giver, zakah is not obligated until the passage of one year from the time of acquiring it physically.
Schulden, deren Rückzahlung erwartet wird, und solche, bei denen dies nicht der Fall ist, sind in dieser Hinsicht gleich, mit Ausnahme von Handelskrediten, die beim Gläubiger bei der Berechnung seines Geschäftsvermögens zakatpflichtig sind. Handelskredit ist das Darlehen, das aus Verkäufen entsteht. Siehe al-Sharh al-Kabir und Hashiyat al-Dusuqi, Bd. 1, S. 466.
Debts that are expected to be paid back and those that are not, are the same in this regard, except for business credit , which is zakatable by the creditor in calculating his or her business assets. Business credit is the loan that results from sales. See al Sharh al Kabir and Hashiat al Dusuqi, Vol. 1, p. 466.
53. Malik vertritt die Ansicht, dass auf Schulden keine Zakat zu entrichten ist, bis sie zurückerhalten werden; danach ist für sie Zakat für ein Jahr fällig.
53. Malik's view on debts is that they are not zakated until received back, then zakah is due on them for one year.
54. Hashiat Ibn 'Abidin, Bd. 2, S. 7, zitiert nach al-Bahr.
54. Hashiat Ibn 'Abidin, Vol. 2, p. 7, as quoted from al Bahr.
66. Einige Rechtsgelehrte weiten den Gebrauch der Handlungsunfähigkeit als Entschuldigung so weit aus, dass sie den Gläubiger von der Zakat auf Schulden befreien, selbst wenn Rückzahlung erwartet wird, weil sie nicht wächst und ihr Besitz nicht vollständig ist. Ebenso befreien sie die Vermögenswerte von Kindern und geisteskranken Personen von der Zakatpflicht, weil diese unfähig sind, Vermögen zum Wachsen zu bringen.
66. Some jurists expand the use of incapacitation as an excuse to the extent that they exempt the lender from zakah on debts, even if payment is expected, because it is not growing and its ownership is not complete. They also exempt from zakatability the assets of the child and the insane persons, because they are incapable of making assets grow.
71. Von Ibn Khuzaimah und al-Hakim überliefert, von Jabir, sowohl als mit dem Propheten ﷺ verbunden als auch nicht verbunden. Al-Hakim sagt: „Er ist korrekt nach den Kriterien von Muslim.“ Dies wird von al-Dhahabi in al-Talkhis bekräftigt. Doch in seinem al-Muhadhdhab sagt er: „Das Korrekteste ist, was nicht mit dem Propheten ﷺ verbunden ist.“ Siehe al-Faid, Bd. 1, S. 253.
71. Reported by Ibn Khuzaimah and al Hakim from jabir, linked to the Prophet as well as not linked. Al Hakim says, "It is correct according to the criteria of Muslim;" This is uphed by al Dhahabi in al Talkhis. But in his al Muhadhdhab, he says "The most correct is that which is not linked to the Prophet." See al Faid, Vol. 1, p. 253.
72. Dies wird in den folgenden Kapiteln ausführlich behandelt.
72. This will be detailed in the following chapters.
73. Er ist der große Gelehrte und Erneuerer der Praxis des Islam in Indien, der verstorbene Ahmad bin 'Abd al-Rahim, bekannt als Shah Waliyu Allah, geboren 1114 n. H., gestorben 1176 n. H., Verfasser von Hujjat Allah al-Balighah und mehreren anderen wertvollen Büchern. Seine Autobiographie findet man ausführlich in Nuzhat al-Khawatir von al-Sayed 'Abd al-Hay al-Hasani, Bd. 6, S. 398–415, Autobiographie Nr. 760, außerdem in The History of the Call for Islam in India von Mas'ud al-Nadwi, S. 129 ff., in A Brief History of the Renovation and Revivication Movements of Religion von Abu al-A'la al-Mawdudi, S. 101–121, sowie in al-A'lam von al-Zirkili, Bd. 1, S. 144–145.
73. He is the great scholar and renovator of the practice of Islam in India, the late Ahmad bin 'Abd al Rahim, known as Shah Waliyu Allah, born 1114 H, died 1176 H, author of Hujjat Allah al Balighah, and several other valuable books. See his autobiography in detail in Nuzhat al Khawatir, by al Sayed 'Abd al Hay al Hasani, Vol. 6, pp. 398-415, autobiography no. 760, and also in The History of the Call for Islam in India by Mas'ud al Nadwi, p. 129-plus, and in A Brief History of the Renovation and Revivication Movements of Religion, by Abu al A'la al Mawdudi, pp, 101-121, and in al A'lam by al Zirkili, Vol. 1, pp, 144-145.
74. Hujjat Allah al Balighah, Bd. 2, S. 506.
74. Hujjat Allah al Balighah, Vol. 2, p. 506.
75. Von al-Bukhari als ausgesetzt (mu'allaq) überliefert und von Ahmad als durchgehend verbunden (muttasil). Wir werden dies im nächsten Abschnitt besprechen.
75. Reported by al Bukhari as suspended, and by Ahmad as linked. We shall discuss this in the next section.
76. Badai'i' al Sana'i', Bd. 2, S. 11. Die Aussage wird von al-Tabarani von Abu al-Darda überliefert. Sie ist schwach.
76. Badai'i' al Sana'i', Vol. 2, p. 11. The saying is reported by al Tabarani from Abu al Darda. It is weak.
78. Ibn 'Abidin, Kommentar zu al-Durr al-Mukhtar, Bd. 2, S. 6.
78. Ibn 'Abidin, commentary on al Durr al Mukhtar, Vol. 2, P. 6.
79. Ebd. sowie al-Bahr al-Ra'iq, Bd. 2, S. 222, zitiert nach Ibn al-Malik in dessen Sharh al-Majma'.
79. Ibid, and al Bahr al Ra'iq, Vol. 2. p. 222, as quoted from Ibn al Malik in his Sharh al Majma'.
80. Überlieferung Nr. 7155 im al-Musnad. Ahmad Shakir kommentiert: „Ihre Überlieferungskette ist korrekt.“ Siehe den Kommentar in Band 12 des al-Musnad. Siehe auch Fath al-Bari, Band 3, S. 189.
80. Saying number 7155 in al Musnad. Ahmad Shakir comments, "Its chain is correct." See commentary in Vol. 12, al Musnad. See also Fath al Bari, Vol. 3, p. 189.
91 Al Amwal, S. 437. Der oben erwähnte Monat soll Ramadan oder al-Muharram sein.
91 Al Amwal, p. 437. The above mentioned month is said to be Ramadan or al Muharram.
92. In seinem al-Talkhis, S. 178, sagt al-Hafiz, dass es von Malik in al-Muwatta' und von al-Shafi'i von Malik von Ibn Shihab von Sa'ib von 'Uthman überliefert wird.
92. In his al Talkhis, p. 178, al Hafiz says it is reported by Malik in al Muwatta' and by al Shafi'i from Malik from Ibn Shihab from Sa'ib from 'Uthman.
95. Dies ähnelt dem, was im heutigen Steuerrecht bei der Grundsteuer auf Immobilien bekannt ist, die in der Regel aus den Erträgen des Grundstücks erhoben wird, unabhängig von der steuerpflichtigen Person und ihren Umständen. Dasselbe gilt für Aktien- und Zinseinkünfte in vielen Ländern. Vgl. Taxation Legislation von Dr.
95. This is similar to what is known in contemporary taxation in the matter of real estate taxes levied on real estate properties, which is usually taken from the income of the property, regardless of the tax payer and his or her circumstances. The same thing applies to stocks and interest income in many countries. See Taxation Legislation by Dr.
Muhammad Hilmi Murad, Bd. 1, S. 78, erste Auflage.
Muhammad Hilmi Murad, Vol. 1, p. 78, first edition.
106 Al Mughni, Bd. 3, S. 45. Siehe auch al-Hidayah und deren Kommentare, Bd. 1, S. 486–457.
106 Al Mughni, vol, 3, p. 45. See also al Hidayah and its commentaries, Vol. 1, pp. 486- 457.
107. A1 Bukhari und andere.
107. A1 Bukhari and others.
108. Al Mughni, Bd. 1, S. 625, dritter Druck von al-Manar.
108. Al Mughni, Vol. 1, p, 625, third printing of al Manar.
109. Bidayat al-Mujtahid, Bd. 2, S. 261-262.
109. Bidayat al Mujtahid, Vol. 2, pp. 261-262.
110. Al-Hafiz sagt in at-Talkhis, S. 175: „Diese Überlieferung wird von ad-Daraqutni und al-Baihaqi über Ibn ʿUmar berichtet. In ihrer Überlieferungskette steht Ismaʿil ibn ʿAiyasch, dessen Überlieferungen von anderen als Syrern schwach sind. Einige Überlieferer geben denselben Ausspruch als Aussage des Ibn ʿUmar wieder und nicht als mit dem Propheten ﷺ verbunden. Ad-Daraqutni hält in al-ʿIlal die nicht verbundene Fassung für die richtige. Der Ausspruch wird jedoch einhellig als schwach eingestuft."
110. Al Hafiz in al Talkhis, p, 175, says "This saying is reported by al Daraqutni and al Baihaqi from Ibn 'Umar. In its chain is Isma'il bin Ayash, whose narration from other than people from Syria is weak. Some narrators report the same saying as a statement by Ibn 'Umar, and not linked to the Prophet (p). Al Daraqutni an al 'Ilal views the non linked version as correct. The saying, however, is unanimously graded weak.
Meinungsverschiedenheiten zu dieser Frage sind seit der Zeit der Gefährten und der Nachfolger bekannt. Dies wird von Ibn Rushd überliefert, und zwar von Ibn ʿAbbās und Muʿāwiya in authentischen Berichten. Auch die Überlieferung von Ibn Masʿūd ist authentisch.
Variation on this issue is known since the time of the Companions and Followers. This is stated by Ibn Rushd from Ibn 'Abbas and Mu'awiyah in correct reports. The report from Ibn Mas'ud is also correct.
112. Al Muhalla, Bd. 6, S. 83-85, Nail al Awtar, Bd. 4, S. 148, al Raud al Nadir, Bd. 2, S. 411-412, und Subul al Salam, Bd. 2, S. 129.
112. Al Muhalla, Vol. 6, pp. 83-85, Nail al Awtar, Vol. 4, p. 148, al Raud al Nadir, Vol. 2, pp. 411-412, and Subul al Salam, Vol. 2, p. 129.
113. Kanz al-Ummal, Bd. 6, S. 294, wo ähnliche Aussagen auch von al-Schafi'i und al-Baihaqi überliefert werden, und zwar in as-Sunan als Überlieferung von az-Zuhri.
113. Kanz al Ummal, Vol. 6, p. 294, which also reports similar statements from al Shafi'i and al Baihaqi, in al Sunan as a narration from al Zuhri.