4.3 Kapitel Drei: Diejenigen, deren Herzen versöhnt werden
4.3 Chapter Three Those Whose Hearts Are Being Reconciled
Zu denjenigen, deren Herzen versöhnt werden sollen, gehören Personen, die erst kürzlich zum Islam gekommen sind oder die ihre Verbundenheit mit diesem Glauben festigen müssen, sowie Menschen, deren Übel abgewendet werden kann oder die nützen und die Muslime verteidigen können.
Those whose hearts are being reconciled include persons who have recently been brought to Islam, or who need to strengthen their commitment to this faith, and individuals whose evil can be forestalled or who can benefit and defend Muslims.
Hinweise auf die Zugehörigkeit zu dieser Gruppe
Indications of the inclusion of this group
Gerade die Tatsache, dass diese Kategorie zu den Empfängern der Zakat gehört, zeigt, dass die Zakat weder persönliche Wohltätigkeit ist noch lediglich eine Form der Anbetung, die dem Einzelnen überlassen bleibt. Die Verteilung an diese Kategorie ist ihrer Natur nach keine Aufgabe, die ein Einzelner eigenständig übernehmen kann. Sie ist eine politische Entscheidung, die vom Entscheidungsgremium des Staates getroffen wird. Nur der Staat kann zu einer bestimmten Zeit den Bedarf an der Gewinnung der Herzen feststellen und bestimmen, wer unter dieser Bezeichnung als berechtigt gilt.
The very presence of this category as recipients of zakah emphasizes the fact that zakah is not personal charity or merely a worship left to individual practice. Distribution to this category is not, by nature, a job that individual acting independently can undertake. It is a political decision made by the decision-making body of the state. Only the state can determine the need at a given time for reconciling hearts and the qualifications of deservants under this title.
Unterkategorien dieser Kategorie
Subdivisions of this category
A. Eine Gruppe in dieser Kategorie sind Personen, die kurz davor stehen, Muslime zu werden, oder deren Stämme möglicherweise muslimisch werden, wie Safwan bin Ummayyah, dem der Prophet ﷺ am Tag der Eroberung Makkahs Schutz gewährte. Der Prophet ﷺ gab ihm nach der Schlacht von Hunain so viele mit Waren beladene Kamele, dass er sagte: „Das ist eine Gabe eines Menschen, der keine Armut fürchtet.“ Muslim und at-Tirmidhi berichten von Sa'id bin al-Musayyib, von Safwan, dass dieser sagte: „Bei Gott, als der Prophet ﷺ mir gab, war er die Person, die ich am meisten hasste. Er gab mir weiter, bis er zur Person wurde, die ich am meisten liebte.“¹ Safwan wurde ein überzeugter Muslim. Ahmad überliefert über eine korrekte Überlieferungskette von Anas, dass der Gesandte Gottes ﷺ niemals darum gebeten wurde, etwas für die Annahme des Islam zu geben, ohne dass er es gab. Ein Mann kam einmal und bat darum, für die Annahme des Islam etwas zu erhalten. Der Gesandte ﷺ befahl, ihm so viele Schafe zu geben, dass sie das Tal zwischen zwei Hügeln füllten, aus den als Sadaqah gesammelten Schafen. Der Mann kehrte zu seinem Stamm zurück und sagte: „O mein Volk, nehmt den Islam an, denn Muhammad ﷺ gibt wie jemand, der keine Armut fürchtet.“2
A. One group in this category is that of individuals who are close to becoming Muslims, or whose clans may become Muslim, like Safwan bin Ummayyah who was granted safety by the Prophet the day Makkah was conquered. The Prophet gave him so many camels loaded with goods after the battle of Hunain that he said, "This is the giving of one who fears not poverty." Muslim and al Tirmidhi report from Sa'id bin al Musayyib from Safwan his statement, "By God, when the Prophet gave me, he was the person I hated most. He continued to give me until he became my most beloved person."1 Safwan became a committed Muslim. Ahmad reports, via a correct chain, from Anas that "Never was the Messenger of God (p) asked to give anything for accepting Islam but he gave it. A man once came and asked to be given something for accepting Islam. The Messenger ordered him to be given enough sheep to fill the distance [between two hills] from the sheep collected as sadaqah. The man went back to his clan saying, 'O my folks, accept Islam, for Muhammad gives like one who fears not poverty."2
B. Die zweite Gruppe umfasst jene, die den Muslimen Schaden zufügen könnten, denen die Gabe der Zakāt davon abhält, den Muslimen zu schaden. Ibn ʿAbbās berichtet, dass einige Leute zum Propheten ﷺ kamen, die, wenn man ihnen Ṣadaqāt gibt, den Islam loben und ihn als gute Religion bezeichnen, wenn nicht, aber den Islam schmähen.3
B. The second group includes those who may do harm to Muslims, to whom giving zakah stops them from hurting Muslims. Ibn 'Abbas narrates that certain people came to the Prophet who, if they are given sadaqat, praise Islam and declare it a good religion, but if not, malign Islam.3
Endet das Geben für die Versöhnung mit dem Tod des Gesandten ﷺ?
Does giving for reconciliation end with the Messenger's death?
Ahmad und seine Anhänger vertreten die Auffassung, dass die Bestimmung über die Herzensgewinnung fortbesteht; dies ist die Meinung von al-Zuhri und Abu Ja'far al-Baqir.13 Sie wird auch von der Ja'fari- und der Zaidi-Rechtsschule vertreten.14 Yunus sagt: „Ich habe al-Zuhri zu dieser Angelegenheit befragt, und er sagte, er kenne keine Änderung dieser Bestimmung." Abu Ja'far al-Nahhas kommentiert: „Demnach steht die Bestimmung über die Herzensgewinnung fest. Wann immer die Notwendigkeit besteht, das Herz einer Person zu gewinnen, darf ihr [oder ihr] Zakat gegeben werden." Al-Qurtubi zitiert al-Qadi 'Abd al-Wahhab – einen Malikiten –, der sagte: „Wenn solche Personen zuweilen vom Staat benötigt werden, darf ihnen Zakat gegeben werden." Ebenso bemerkt al-Qadi Ibn al-Arabi: „Wie ich es sehe, entfällt diese Gruppe von Empfängern, wenn der Islam stark wird; wenn sie aber benötigt werden, darf ihnen ihr Anteil gegeben werden, so wie der Gesandte Gottes (ﷺ) ihn zu geben pflegte. Es ist richtig überliefert: ‚Der Islam begann fremd und einzigartig, und er wird wieder fremd und einzigartig werden, wie er begann.'"15 In al-Nil und dessen Kommentar von al-Abadi wird erwähnt, dass „diese Kategorie entfällt, solange der Staat stark ist und keine Notwendigkeit besteht, Menschen zu gewinnen; die Gewinnung ist jedoch erlaubt, wenn die Notwendigkeit entsteht, um Muslimen Schaden zu ersparen oder ihnen Nutzen zu bringen."16 Al-Nawawi zitiert al-Hasan mit den Worten: „Heute darf es keine Herzensgewinnung aus der Zakat geben."17 Al-Sha'bi sagt: „Diejenigen, deren Herzen gewonnen werden sollten, waren zur Zeit des Propheten (ﷺ) eine Gruppe, die ihr Ende fand, als Abu Bakr die Führung übernahm."17 Al-Nawawi zitiert al-Shafi'i mit den Worten: „Wenn Ungläubige gewonnen werden, darf ihnen nur Fay' und nicht Zakat gegeben werden, da Zakat nicht an Nichtmuslime gegeben werden darf." Was die Gewinnung der Herzen von Muslimen betrifft, so wird überliefert, dass al-Shafi'i es ablehnt, ihnen nach dem Erstarken des islamischen Staates etwas zu geben; die zweite Auffassung besagt, dass es erlaubt ist, so zu geben, wie der Prophet (ﷺ) gegeben hat.18
Ahmad and his disciples believe the ruling on heart reconciliation is permanent, which is the opinion of al Zuhri and Abu Ja'far al Baqir.13 It is also taken up by the Ja'fari and Zaidi schools.14 Yunus says "I asked al Zuhri about this matter, and he said he knew of no change in this ruling," Abu Ja'far al Nahhas comments, "Accordingly, the ruling on heart reconciliation is firm. Whenever there is a need for reconciling a person's heart, he [or she] may be given zakah." Al Qurtubi quotes al Qadi 'Abd al Wahhab--a Malikite--as saying, "If such persons are needed sometimes by the state, they may be given zakah." Likewise, al Qadi Ibn al Arabi remarks, "The way I see it, if Islam becomes strong, this group of recipients becomes null, but if they are needed, they may be given their share, the same way the Messenger of God (p) used to give them. It is correctly reported that "Islam started atypical and unique and will again become as atypical and unique as it started."15 It is mentioned in al Nil and its commentary--Abadi--that "this category is dropped as long as the state is strong and in no need of reconciling people, but reconciling is permitted when need arises, to avoid harm to Muslims or bring them benefit."16 Al Nawawi quotes al Hasan as saying, "Today there must be no reconciliation of hearts from zakah."17 al Sha'bi says,"Those whose hearts are to be reconciled were a group at the time of the Prophet (p) which, when Abu Bakr took charge, came to an end."17 Al Nawawi quotes al Shafi'i as saying, "If unbelievers are reconciled, they must only be paid fay' and not zakah, since the latter must not be given to non-Muslims." As for reconciling Muslim's hearts, al Shafi'i is reported to disallow giving them after the state of Islam becomes strong; the second view says it is permissible to give them the same way they were given by the Prophet.18
Widerlegung von Behauptungen der Aufhebung (Naskh)
Refuting claims of annulment
Tatsächlich sind die beiden Ansichten al-Kasanis falsch. Die Bestimmung ist nicht aufgehoben, und die Notwendigkeit, die Herzen zu gewinnen, ist nicht entfallen. Das Handeln 'Umars deutet nicht auf die Aufhebung dieser Kategorie hin, denn diejenigen, deren Herzen zu einer bestimmten Zeit gewonnen wurden, werden möglicherweise zu einer anderen Zeit nicht benötigt. Zu jeder Zeit entscheidet die ausführende Gewalt darüber, ob die Notwendigkeit besteht, die Herzen zu gewinnen, und welche Personen einbezogen werden, je nachdem, was dem Islam und den Muslimen nützt.
In fact, the two points of al Kasani are incorrect. The ruling is not annulled, and the need to reconcile hearts has not ceased. The action of 'Umar does not indicate annulment of this category, since those whose hearts were reconciled in a certain era may not be needed in another era. At each time, the determination of the need to reconcile hearts and the specification of individuals to be included is decided by the executive authority according to what benefits Islam and Muslims.
Die Gelehrten der Usul bekräftigen, dass die Abhängigkeit einer Bestimmung von einem festgelegten Umstand ein Hinweis darauf ist, dass dieser Umstand der Grund der Bestimmung ist. Die Verwendung der Zakat im vorliegenden Fall hängt vom Bedarf an der Versöhnung der Herzen ab. Dies zeigt, dass die Versöhnung der Grund für die Zahlung ist. Folglich ist die Zahlung immer dann zulässig, wenn der Bedarf an Versöhnung besteht, und umgekehrt. Zu einem bestimmten Zeitpunkt kann der Prozess der Versöhnung bestimmter Personen abgeschlossen sein, und dann könnte der Schritt, den 'Umar unternahm, gerechtfertigt sein, ebenso wie Zakat-Verwalter nicht bezahlt würden, wenn es zu einem Zeitpunkt keine Zakat-Verwalter gäbe. Das bedeutet nicht, dass diese Kategorie für die Zukunft ausgeschlossen wird. 'Umar hob die Zahlung an "Personen, deren Herzen versöhnt werden", nicht auf, und es gab auch keinen Ijma' über eine solche Aufhebung. Er urteilte lediglich, dass es zu diesem Zeitpunkt keine Berechtigten in dieser Kategorie gab. Die Aussage von al-Hasan und al-Sha'bi, "heute gibt es keine Personen, deren Herzen versöhnt werden", ist ähnlich zu verstehen, nämlich als eine Tatsache der Zeit, in der sie lebten.
Scholars of usul affirm that the dependency of a ruling on a defined element is an indication that the element is the cause of the ruling. The spending of zakah in the case on hand depends on the need for reconciliation of hearts. This indicated that reconciliation is the reason for payment. Consequently, whenever the need for reconciliation exists, payment is permissible, and vice versa. At a given time, the process of reconciling certain persons may be finished, and the step taken by 'Umar would then be taken, the same way that zakah workers would not be paid if at one point there were no workers of zakah. That does not mean this category is eliminated from future consideration. 'Umar did not annul payment to 'individuals whose hearts are being reconciled' nor was there an ijma' on such annulment. He simply judged that there were no deservant in that category at that point in time.22 The statement of al Hasan and al Sha'bi that "today there are no individuals who are being reconciled, " is understood similarly as a fact of the age they lived in.
Das Bedürfnis, Herzen miteinander zu versöhnen, hört nicht auf.
The need to reconcile hearts does not cease
Die Behauptung, dass nach der Verbreitung des Islam und der Errichtung seines Staates keine Notwendigkeit mehr für die Versöhnung der Herzen bestehe, wird aus folgenden Gründen zurückgewiesen:
The claim that there is no more need for heart reconciliation after the spread of Islam and the establishment of its state is rejected for the following reasons:
1. Einige Malikiten behaupten, der Grund, jemandem, dessen Herz gewonnen werden soll, eine Gabe zu geben, liege nicht im Nutzen dieser Person für die Muslime, sondern darin, diese Person dem Islam näherzubringen und die Hindernisse zu beseitigen, die sie davon abhalten mögen, ihren Geist für den Islam zu öffnen. Mit anderen Worten: Der Zweck der Zahlung besteht darin, den Empfänger vor dem Feuer der Hölle zu bewahren.30 Diese Zahlung ist somit eine Form der Einladung zum Islam [da'wah], die bei manchen Menschen wirksam sein kann. Es ist die Pflicht der Muslime, anderen dabei zu helfen, die Rechtleitung Gottes zu suchen, und sie aus der Finsternis der Unwissenheit und der Qual des Unglaubens, der ins Höllenfeuer führt, herauszuführen. Ein Mensch mag aus materiellen Vorteilen zum Islam übertreten, doch sobald er beginnt, diese Religion zu verstehen, kann er sie von ganzem Herzen annehmen. Abu Ya'la überliefert von Anas: „Ein Mann kam zum Gesandten Gottes ﷺ und nahm den Islam um irgendeines irdischen Gewinns willen an; er nahm den Islam nur zu diesem Zweck an, doch bei Einbruch der Nacht war ihm der Islam lieber als die ganze Erde und alles, was auf ihr ist." Und in einer anderen Fassung: „Ein Mann bat den Propheten ﷺ um irgendeinen irdischen materiellen Gewinn, um dessentwillen er den Islam annehmen würde ..." und so weiter.31
1. Some Malikites assert that the reason for giving a person whose heart is being reconciled is not that person's benefit to Muslims, but rather, bringing that person closer to Islam and breaking the barriers that may be hindering him from opening his mind to Islam. In other words, the purpose of the payment is to save the payee from the fire of Hell.30 Thus, this payment is a form of calling for Islam [da'wah] that may be effective with some people. It is the obligation of Muslims to help others seek the guidance of God and lead them out of the darkness of ignorance and the agony of disbelief that leads to Hellfire. A person may convert to Islam for material gains, but once he or she starts understanding this religion, he or she may embrace it whole-heartedly. Abu Ya'la reports from Anas that "A man came to the Messenger of God (p) embracing Islam for some earthly gain, not accepting Islam except for that purpose, but by nightfall Islam became more beloved to him than the whole earth and what is on it." And in another version, "A man asked the Prophet (p) for some earthly material gain for which he would embrace Islam . . . " and so on.31
Wer hat das Recht, für die Versöhnung der Herzen zu zahlen?
Who has the right to pay for heart reconciliation?
Entscheidungen über die Versöhnung der Herzen obliegen dem islamischen Staat. Der Prophet ﷺ und seine Nachfolger haben diese Verantwortung als Teil der Exekutivgeschäfte des Staates bestätigt.
Decisions regarding reconciling hearts are the duty of the Islamic state. The Prophet (p) and his Successors affirmed this responsibility as part of the state's executive affairs.
Wenn der Staat seiner Verantwortung bei der Erhebung und Verteilung der Zakāt nicht nachkommt, können muslimische Organisationen Entscheidungen über die Verteilung an Personen treffen, deren Herzen versöhnt werden sollen.34 Wenn der Staat diese Aufgabe nicht übernimmt und es auch keine Organisationen gibt, die die Zakāt verteilen, kann dann ein muslimischer Einzelner, der seine eigene Zakāt verteilt, einen Teil davon zur Versöhnung des Herzens eines Ungläubigen verwenden? Meiner Meinung nach darf ein muslimischer Einzelner keine Entscheidungen über die Herzensversöhnung treffen, außer in dem sehr seltenen Fall, dass keine andere Verwendungsmöglichkeit der Zakāt zur Verfügung steht. Ein solcher Fall mag für Muslime zutreffen, die in nichtmuslimischen Ländern leben, obwohl es auch unter solchen Umständen vorzuziehen ist, die Zakāt für die Verbreitung des Islam einzusetzen oder sie an die Armen und Bedürftigen in muslimischen Ländern zu senden.
If the state does not fulfill its responsibility in collecting and distributing zakah, Muslim organizations can make decisions about distributing to individuals whose hearts are being reconciled.34 If the government does not undertake this duty, nor are there organizations that distribute zakah, can a Muslim individual who distributes his own zakah use part of it for reconciling an unbeliever's heart? In my opinion, a Muslim individual must not make decisions concerning heart reconciliation, except in the very rare case where no other destination of zakah is available. Such a case may apply to Muslims living in non-Muslim countries, although it is preferable even under such circumstances to dispose of zakah for the spread of Islam or to send it to the poor and needy in Muslim countries.
Wie kann der Anteil für die Versöhnung der Herzen heute verwendet werden?
How can the share of heart reconciliation be spent today?
Wenn wir uns darauf verständigen, dass die Herzensgewinnung durch Zahlungen aus der Zakat zulässig ist, stellt sich die Frage, wem dieser Anteil heute zukommen sollte. Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns den Zweck dieses Anteils vor Augen halten: Er dient dazu, Herzen dem Islam näherzubringen, ihr Bekenntnis zu seiner Sache zu festigen, Schwache zu unterstützen und Schaden abzuwenden, der Muslimen oder ihrer Religion zugefügt werden könnte. Diese Ziele ließen sich erreichen, indem man nichtmuslimische Länder, Personen, Organisationen und Stämme unterstützt, um sie der Sache des Islam näherzubringen. Er könnte auch dazu verwendet werden, Forschung zu fördern und Massenmedien zu nutzen, die die Religion des Islam lehren und ihre Sache gegen ihre Angreifer verteidigen. Jedes Jahr treten viele Menschen in den Kreis dieser Religion ein, die von ihren Regierungen, ihren Gemeinschaften und sogar von den Regierungen muslimischer Länder weder Ermutigung noch Unterstützung erfahren. Der Anteil für die Herzensgewinnung kann für solche Menschen verwendet werden, eine Auffassung, die mit den Meinungen von az-Zuhri und al-Hasan übereinstimmt. Christliche Missionare geben jedes Jahr Millionen für die Verbreitung ihrer Religion aus, obwohl es in ihrer Religion keine Einrichtung wie die Zakat gibt, die diesem Zweck gewidmet ist. Es ist wahr, dass sich der Islam aus eigener Kraft verbreitet, aufgrund seiner inneren überzeugenden Kraft, doch ebenso wahr ist, dass die meisten, die in nichtmuslimischen Ländern den Islam annehmen, nicht einmal eine symbolische Unterstützung oder Entschädigung für die Opfer erhalten, die sie dabei bringen. Es gibt viele islamische Organisationen, die versuchen, diese Lücke zu schließen, aber dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind, besonders in Regionen wie Afrika und in vielen armen Ländern.
If we agree that reconciliation of hearts by payment from zakah is permissible, to whom should this share be given today? In order to answer this question, we must remember that the purpose of this share is to bring hearts closer to Islam, affirm their commitment to its cause, support the weak, and prevent harm that could be inflicted on Muslims or on their religion. These objectives could be achieved by giving aid to non- Muslim countries, persons, organizations, and tribes, to bring them closer to the cause of Islam. It could also be extended to support research, and utilize mass media that teaches the religion of Islam and defends its cause against attackers. Many people enter into the fold of this religion every year who do not find encouragement or support from their governments and communities or even from the governments of Muslim countries. The share of heart reconciliation can be expended to such people, an idea consistent with the opinions of al Zuhri and al Hasan. Christian missionaries spend millions every year for the spread of their religion, although theirs does not have an institution like zakah devoted to this purpose. It is true that Islam spreads on its own merit because of its inner persuasive power, but it is equally true that most of those who embrace Islam in non- Muslim countries do not receive even nominal support or compensation for the sacrifices they make when they embrace Islam. There are many Islamic organizations that attempt to fill this gap but are desperate for financial support, especially in areas like Africa and many poor countries.
Zahlung zur Herzensversöhnung aus anderen Mitteln als der Zakah
Payment for heart reconciliation from sources other than zakah
Es ist stets möglich, dass der muslimische Staat einen Teil seiner Mittel aus anderen Quellen als der Zakat zum Zweck der Herzensgewinnung verwendet, wenn die übrigen Kategorien der Zakat-Empfänger mit dem Gesamtaufkommen der Zakat kaum zufriedengestellt werden können. Dies entspricht der Ansicht von al-Schafi'i, wonach Zahlungen zur Herzensgewinnung an Ungläubige aus anderen Quellen als der Zakat erfolgen müssen.
It is always possible that the Muslim state appropriate some of its funds derived from sources other than zakah, for the purpose of heart reconciliation, if the other categories of zakah recipients can hardly be satisfied with the total proceeds of zakah. This is consistent with the opinion of al Shafi'i that payments for heart reconciliation to unbelievers must be made from sources other than zakah.
1. Kommentar von Ibn Kathir, Bd. 2, S. 325.
1. Commentary of Ibn Kathir, Vol. 2, p. 325.
2. Nayl al-Awtar, Bd. 4, S. 166.
2. Nayl al Awtar, Vol. 4, p. 166.
3. Kommentar von at-Tabari, Bd. 14, S. 313.
3. Commentary of al Tabari, Vol. 14, p. 313.
4. Ebd., S. 314, und al-Musannaf, Bd. 3, S. 223.
4. Ibid, p. 314, and al Musannaf, Vol. 3, p. 223.
5. Al-Musannaf, ebd., und al-Iklil, von as-Suyuti, S. 119.
5. Al Musannaf, ibid, and al Iklil, by al Suyuti, p. 119.
6. Commentary al Manar, Bd. 10, S. 574–577.
6. Commentary al Manar, Vol. 10, pp. 574-577.
7. Kommentar al-Qurtubi, Bd. 8, S. 179-181.
7. Commentary al Qurtubi, Vol. 8, pp. 179-181.
8. Al-Majmu', Bd. 6, S. 196–198, und Ghayat al-Muntaha samt Kommentar, Bd. 2, S. 141 plus.
8. Al Majmu', Vol. 6, pp. 196-198, and Ghayat al Muntaha and its commentary, Vol. 2, p. 141 plus.
9. Al Umm, Bd. 2, S. 61.
9. Al Umm, Vol. 2, p. 61.
10. Kommentar al-Razi, Bd. 16, S. 111.
10. Commentary al Razi, Vol. 16, p. 111.
11. Kommentar al-Tabari, Bd. 14, S. 314.
11. Commentary al Tabari, Vol. 14, p. 314.
12. Kommentar al-Qurtubi, Bd. 8, S. 179.
12. Commentary al Qurtubi, Vol. 8, p. 179.