1.1.3 Die Arten des verwendeten Wassers
1.1.3 The Kinds of Water Used
Die Grundlage für die Pflicht zur Reinigung mit Wasser sind die Worte des Erhabenen: „Und Er sendet vom Himmel Wasser herab, um euch damit zu reinigen“,44 sowie Seine Worte: „… und wenn ihr kein Wasser findet, dann geht zu sauberer hochgelegener Erde und reibt euch damit die Gesichter und die Hände.“45
The basis for the obligation of purification with water are the words of the Exalted, “And (He) sends down water from the sky upon you, that thereby He might purify you”,44 and His words, “.. . and then ye find not water, then go to high clean soil and rub your faces and your hands (therewith)”.45
Die Rechtsgelehrten waren sich einig, dass alle Arten von Wasser an sich rein sind und andere Dinge reinigen, mit Ausnahme des Meerwassers, über das in der ersten Epoche einige Meinungsverschiedenheiten bestanden. Diejenigen, die abweichend urteilten, werden durch zwei Argumente widerlegt: Zum einen fällt Meerwasser unter den uneingeschränkten Gebrauch des Begriffs „Wasser“, zum anderen durch die von Malik überlieferte Überlieferung, nämlich die Aussage des Propheten ﷺ: „Sein Wasser ist rein, und seine toten Lebewesen sind erlaubt.“ Obwohl die Authentizität dieser Überlieferung umstritten ist, stützt das Recht sie offenbar.
The jurists agreed that all kinds of water are pure in themselves, purifying other things, except for the water of the sea, about which there was some disagreement in the first period. They (the dissenters) are defeated by the fact that sea-water is included within the unqualified use of the term “water” and also by the tradition recorded by Malik, which is the saying of the Prophet, “Its water is pure, and its dead creatures are lawful”. Although, this is a tradition whose authenticity is disputed, the law apparently supports it.
Ebenso waren sich die Rechtsgelehrten darin einig, dass Dinge, die das Wasser verändern und die normalerweise darin vorkommen (oder die sich normalerweise nicht von ihm trennen, wie grünes Moos), seine Reinheit und seine Eigenschaft, zu reinigen, nicht aufheben, mit Ausnahme einer geringfügigen Meinungsverschiedenheit, die Ibn Sirin über stehendes Wasser überliefert hat. Seine Ansicht wird hier ebenfalls zurückgewiesen, und zwar mit der Begründung, dass die uneingeschränkte Verwendung des Begriffs „Wasser“ auch für stehendes Wasser gilt. Sie waren sich einig, dass Wasser, das durch eine Verunreinigung in Geschmack, Farbe oder Geruch verändert wurde, oder in mehr als einer dieser Eigenschaften, nicht für die rituelle Waschung oder Reinigung verwendet werden darf. Sie waren sich einig, dass Wasser in großer Menge nicht durch Verunreinigungen verunreinigt wird, die keine seiner (genannten) Eigenschaften verändern, und dass es rein bleibt.
The jurists, similarly, agreed about things that alter the water and that are normally found in it (or that are not normally separated from it, like green moss), do not usurp its purification and the quality of purifying, except for slight disagreement recounted about stagnant water by Ibn Sirin, whose opinion here is also rejected on the ground that the absolute use of the term “water” applies to stagnant water as well. They agreed about water that has been altered by impurity with respect to taste, colour, or smell, or with respect to more than one of these qualities, that it is not permitted for purposes of ablution or purification. They agreed that water in large quantities is not defiled by impurities that do not alter one of its (mentioned) qualities, and that it remains pure.
Dies ist, worauf sie sich in diesem Thema geeinigt haben, doch sie waren sich in sechs Punkten uneinig, die gleichsam Regeln und Grundsätze des Themas sind.
This is what they agreed upon in this topic, but they disagreed about six issues that are like rules and principles of the topic.
1.1.3.1. Frage 1: Wasser, das mit Verunreinigungen vermischt ist, ohne dass sich seine Eigenschaften verändern
1.1.3.1. Issue 1: Water mixed with impurities without change in its attributes
Sie waren uneins über Wasser, das Verunreinigungen enthält, deren Beschaffenheit es jedoch nicht verändert hat. Eine Gruppe von Rechtsgelehrten sagte, dass es rein sei, unabhängig davon, ob es in großer oder kleiner Menge vorliege. Dies ist eine der Überlieferungen von Malik und wird auch von den Zahiriten vertreten. Eine andere Gruppe unterschied zwischen Wasser in großer und kleiner Menge und sagte, dass es unrein sei, wenn es in geringer Menge vorliege, und nicht unrein, wenn es in großer Menge vorliege. Sie waren sich dann uneins über die Grenze, die kleine von großen Mengen (Wasser) trennt. Abu Hanifas Ansicht ist, dass eine große Menge Wasser diejenige ist, in der eine Welle, die eine Person an einem Ende verursacht, das andere Ufer nicht erreicht. Nach al-Schafi'i liegt die Grenze bei der Füllung von zwei Qullas (Behältern), die etwa fünfhundert Rati (Pfund) wiegen. Einige Rechtsgelehrte setzten keine Grenze, vertraten jedoch die Auffassung, dass Verunreinigungen Wasser in kleiner Menge verunreinigen, selbst wenn seine Beschaffenheit nicht verändert wird. Dies wird von Malik überliefert. Es wird auch überliefert, dass ein solches Wasser nicht verunreinigt wird, sondern dass seine Benutzung unerwünscht ist. Somit gibt es drei Ansichten von Malik über die Benutzung kleiner Mengen Wasser, in die kleine unreine Gegenstände gefallen sind. Erstens, dass es dadurch verunreinigt wurde oder unbrauchbar gemacht wurde. Zweitens, dass es nicht verunreinigt wurde, solange seine Beschaffenheit nicht verändert ist. Drittens, dass seine Benutzung verwerflich ist.
They disagreed about water that contains impurities, but where none of its attributes is altered. One group of jurists said that it is pure irrespective of large or small quantities. This is one of the narrations from Malik and is also upheld by the Zahirites. Another group made a distinction between water in large and small quantities, saying that if there is little of it, it is impure and if there is much of it, it is not. They disagreed then about the demarcation separating small from large quantities (of water). Abu HanTfa’s opinion is that a large quantity of water is that in which a ripple caused by a person at one end does not reach the other side. According to al-ShafiT the limit is the fill of two qullas (containers), which weigh about five hundred rati (pounds). Some jurists did not impose any limit, though they held that impurities defile water in small quantities, even if its attributes are not changed. This is related from Malik. It is also related that such water is riot defiled, but that its use is undesirable. Thus, there are three opinions from Malik about the use of small Quantities of water in which small impure objects have been dropped. First, that it has thus been defiled, or it has been rendered unusable. Second, that it has not been defiled, so long as its attributes have not changed. Third, that its use is reprehensible.
Der Grund für die Meinungsverschiedenheit liegt im Widerspruch zwischen den äußeren Bedeutungen der Überlieferungen zu diesem Thema. In der vorangehenden Überlieferung des Abu Hurayra – „Wenn einer von euch aus dem Schlaf erwacht“ – liegt die äußere Bedeutung darin, dass eine geringe Menge Unreinheit eine geringe Menge Wasser verunreinigt. Ähnlich verhält es sich mit der Überlieferung des Abu Hurayra vom Propheten ﷺ, in der er sagte: „Niemand soll in stehendes Wasser urinieren und es dann zum Waschen benutzen“. Aus deren äußerer Bedeutung versteht man, dass eine geringe Menge Unreinheit eine kleine Menge Wasser beschmutzt. Ebenso verhält es sich mit dem Verbot, sich in stehendem Wasser zu waschen, für jemanden, der eine große Unreinheit erlangt hat. Dem steht die Überlieferung des Anas entgegen, die berichtet: „Ein Beduine kam an die Seite der Moschee, um sich zu erleichtern, und die Leute schrien ihn an. Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: ‚Lasst ihn in Ruhe!‘ Nachdem der Mann sich erleichtert hatte, ordnete der Gesandte Allahs ﷺ an, einen Krug Wasser über seinen Urin zu gießen“. Diese Überlieferung deutet durch ihre äußere Bedeutung darauf hin, dass eine kleinere Unreinheit eine geringe Menge Wasser nicht verunreinigt, denn offensichtlich wurde dieser Ort mit einem Krug Wasser gereinigt. Ferner gibt es die Überlieferung des Abu Sa'id al-Khudri, die Abu Dawud überliefert. Er sagte: „Ich hörte den Gesandten Allahs ﷺ gefragt, ob das Wasser des Brunnens von Buda'a benutzt werden dürfe, und es war ein Brunnen, in den Hundefleisch, Menstruationstücher und Schmutz geworfen wurden. Der Prophet ﷺ sagte: ‚Nichts verunreinigt das Wasser.‘“
1.1.3.2. Frage 2: Wasser, das mit Safran vermischt ist, und reine Dinge
1.1.3.2. Issue 2: Water mixed with saffron and clean things
Wasser, in das Safran oder andere Dinge gemischt werden, von denen Wasser häufig frei ist, wodurch eine seiner Eigenschaften verändert wird, ist laut allen Rechtsgelehrten rein, verliert aber nach Malik und al-Shafi'i seine Fähigkeit zu reinigen. Nach Abu Hanifa reinigt es, solange die Veränderung (der Eigenschaften) nicht durch Erhitzen herbeigeführt wurde. Der Grund für die Meinungsverschiedenheit liegt im Verständnis des unbestimmten Begriffs „Wasser“, wie er auf solches vermischtes Wasser angewandt wird. Jene, die vertraten, dass Wasser, das so vermischt ist, nicht unter den unbestimmten Begriff Wasser falle, sondern durch die hinzugefügten Dinge beschrieben werde, etwa als „Wasser von dem und dem Ding“, erlaubten damit keine Waschung, da die Waschung mit unvermischtem Wasser zu vollziehen ist. Jene, die sagten, der Begriff Wasser gelte weiterhin für solches vermischtes Wasser, erlaubten die Waschung damit. Da der Begriff offensichtlich nicht auf Wasser anwendbar ist, das mit einem unverunreinigten Ding erhitzt wurde, erlaubten sie damit keine Waschung; ebenso erlaubten sie es nicht bei Wasser, das aus Pflanzen gewonnen wurde, mit Ausnahme dessen, was im Buch des Ibn Shahan über die Zulässigkeit der Verwendung von Rosenwasser beim Waschen für das Freitagsgebet überliefert ist. Die Wahrheit ist, dass das Urteil von den Mengen der Zusätze abhängt. Bei übermäßiger Vermischung kann das Wasser einen Zustand erreichen, in dem der unbestimmte Begriff Wasser nicht mehr auf es zutrifft und es einen beschreibenden Begriff erhält, etwa den Begriff Badewasser; oder es erreicht einen solchen Zustand nicht, besonders wenn nur der Geruch verändert wurde. Aus diesem Grund berücksichtigten einige Rechtsgelehrte den Geruch nicht, wenn sie vermischtes Wasser untersagten. Es wird überliefert, dass der Prophet ﷺ zu Umm 'Atiyya, als sie seine (verstorbene) Tochter waschen wollte, sagte: „Wasche sie mit Wasser und Sidr (Lotus), und füge beim letzten Waschgang etwas Kampfer hinzu.“ Dies ist vermischtes Wasser, doch die Mischung erreichte keinen Zustand, der den unbestimmten Begriff Wasser aufheben würde. Malik traf seine Entscheidung anhand der Stärke der Vermischung und unterschied dabei zwischen schwachen und starken Vermischungen. Schwache Vermischungen ließ er zu, selbst wenn dadurch die Eigenschaften des Wassers verändert wurden, bei starken Vermischungen jedoch erlaubte er es nicht.
Water in which saffron or other things of which water is often free, are mixed, altering one of its attributes, is pure according to all the jurists, but loses its power to purify according to Malik and al-ShafiT It purifies according to Abu HanTfa as long as the change (in attributes) is not achieved through heating. The reason for disagreement stems from the understanding of the absolute term “water” as applied to such mixed water. Those who held that water so mixed is not covered by the unqualified term water, but is described by the things added, such as “the water of such and such thing”, did not allow ablution with it, as ablution is to be performed with unadulterated water. Those who said that the term water still applies to water so mixed, allowed ablution with it. For the obvious inapplicability of the term to water heated with a non-polluted thing, they did not permit ablution with it; similarly, they did not permit it in the case of water extracted from vegetation, except for what is recorded in the book of Ibn Shahan about the permissibility of using rose-water in the jumu'a washing. The truth is that the verdict depends upon the quantities of the additives. With excessive mixing, the water may reach a state where the absolute term for water will not apply t0 it and will acquire a qualifying term, like the term bath water; or it may not reach such a state, especially when it is only the smell that has been altered. It is for this reason that some jurists did not take smell into account when prohibiting mixed water. The Prophet (God’s peace and blessings be upon him) is reported to have said to Umm cAtiyya, when she was about to bathe his (dead) daughter, “Bathe her with water and sidr (lotus), and in the last course of washing add some camphor”. This is mixed water, but the mixture did not reach a state where it would negate the absolute term for water. Malik, basing his judgment on the intensity of the mixture, made a distinction between weak and strong mixtures. He permitted weak mixtures, even when the attributes of the water were altered, but did not permit it in strong ones.
1.1.3.3. Problem 3: Wasser, das bereits zur Reinigung verwendet wurde
1.1.3.3. Issue 3: Water already used for purification
Die Rechtsgelehrten waren sich uneins über Wasser, das bereits zur Reinigung verwendet wurde (und dadurch gebraucht ist), und vertraten drei Meinungen. Eine Gruppe von Rechtsgelehrten erlaubte seine Verwendung zur Reinigung unter keinen Umständen; dies ist die Meinung von al-Shafi'i und Abu Hanifa. Eine andere Gruppe hielt es für makruh (verwerflich), erlaubte aber nicht den Tayammum, solange es vorhanden war; dies ist die Ansicht von Malik und seinen Schülern. Eine Gruppe von Rechtsgelehrten sah keinen Unterschied zwischen diesem Wasser und Wasser im absoluten Sinne; dies war die Meinung von Abu Thawr, Dawud und dessen Schülern. Abu Yusuf wich von all dem ab und sagte, dass es unrein sei.
The jurists disagreed about water (already) used for purification and held three opinions. A group of jurists did not permit its use in purification under any circumstances, which is the opinion of al-ShaficT and Abu HanTfa. Another group considered it undesirable, but did not permit tayammum when it existed, which is the view of Malik and his disciples. A group of jurists did not find any difference between this water and water in its absolute meaning, which was the opinion of Abu Thawr, Dawud, and his disciples. Abu Yusuf deviated from all this and said that it is impure.
Der Grund für die Meinungsverschiedenheit ergibt sich hier auch aus der Frage, ob es unter den unbestimmten Begriff „Wasser“ fällt; manche gingen so weit zu sagen, dass für dieses der Begriff „Badewasser“ passender sei als der Begriff „Wasser“. Die Gefährten des Propheten ﷺ pflegten um das Übriggebliebene von der Waschung des Propheten ﷺ zu wetteifern, und es liegt auf der Hand, dass einige Tropfen des verwendeten Wassers in das Gefäß fielen, das den Überschuss enthielt.
The reason for disagreement here also arises from the question of whether it is included in the unqualified term for water; some went as far as saying that the term bath-water is more appropriate for it than the term water. The Companions of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) used to compete for the excess left over from the ablution of the Prophet, and it is obvious that some drops of the water used would fall into the utensil that contained the surplus.
Im Allgemeinen ist es absolutes Wasser und wird nicht dadurch, dass Schmutz der Gliedmaßen, die damit gewaschen werden, hineingelangt, in seinen Eigenschaften verändert. Wenn es jedoch verunreinigt wird, dann ist sein Hukm derselbe wie der von Wasser, dessen eine Eigenschaft sich durch etwas Reines verändert hat, obwohl es seiner Natur nach etwas Abstoßendes ist; dies ist es, was von denjenigen berücksichtigt wurde, die es für verabscheuungswürdig hielten. Für denjenigen, der es für unrein hielt, gibt es keinen Beleg, der ihn stützt.
On the whole, it is absolute water and does not end up with changed attributes through the dirt of the limbs that are washed with it, but if it is sullied, then its hukm is the same as that of water one of whose attributes has changed with something pure, though it is something repelling by nature; this is what was taken into account by those who considered it abominable. As for one who considered it filthy, there is no evidence to support him.
1.l.3.4. Problem 4: Wasser, das von Muslimen und Tieren übrig gelassen wurde
1.l.3.4. Issue 4: Water left over by Muslims and animals
Die Rechtsgelehrten waren sich über die Reinheit der Reste (Speisen und Getränke) von Muslimen und Vieh einig, doch sie waren sich über andere Kategorien weitgehend uneins. Einige vertraten die Ansicht, dass der Rest jedes Tieres rein sei, während andere eine Ausnahme nur beim Schwein machten. Diese beiden Ansichten werden von Malik überliefert. Einige Rechtsgelehrte machten eine Ausnahme beim Schwein und beim Hund, was die Meinung al-Shafi'is ist. Einige schlossen die Raubtiere insgesamt aus, was die Meinung Ibn al-Qasims ist. Andere vertraten die Auffassung, dass die Reste von Tieren dem Urteil (hukm) über ihr Fleisch untergeordnet sind; wenn das Fleisch verboten ist, ist der Rest unrein, wenn das Fleisch verabscheuungswürdig ist, ist der Rest ebenfalls verabscheuungswürdig, wenn aber das Fleisch erlaubt ist, ist der Rest rein. Was den Rest eines Götzendieners betrifft, so wird gesagt, er sei unrein, während es heißt, er sei nur dann verabscheuungswürdig, wenn er Khamr (Wein) trinkt, was die Meinung Ibn al-Qasims ist. Dasselbe gilt für alle Tiere, die gewöhnlich keinen Unrat fressen, wie etwa wilde Hühner, Kamele und Hunde, die Unrat fressen.
The jurists agreed about the purity of the leftovers of Muslims and cattle, but J he? disagreed extensively about other categories. Some believed that the e ^°ver of every animal is pure, while others made an exception in the case of SWlne alone. These two views are related from Malik. Some jurists made an excePtion in the case of swine and dogs, which is al-Shafi Fs opinion. Some c ai deluded the beasts of prey generally, which is Ibn al-Qasim’s opinion. Others Jp ntained that leftovers of animals are subservient to the hukm of (their) flesh; I hc A sh is prohibited the leftover is impure, if the flesh is abominable the e over is abominable too, but if the flesh is permissible the leftover is pure. t0 the leftover of an idolater, it is said that it is impure, while it is said that it is abominable only if he drinks khamr (wine), which is Ibn al-Qasinf. opinion. The same is the case for him of all animals that do not normally avok filth, like filth-consuming wild hens, camels, and dogs.
Ihre Meinungsverschiedenheit beruht auf drei Punkten. Erstens auf dem Widerspruch zum Analogieschluss (qiyās) mit dem offensichtlichen Wortsinn des Buches. Zweitens auf dem Widerspruch zum wörtlichen Sinn der Überlieferungen. Drittens auf dem Widerspruch der Überlieferungen untereinander.
Their disagreement is based on three points. First is the conflict of analog) with the obvious meaning of the Book. Second is its conflict with the literal meaning of the traditions. The third is the conflict of the traditions among themselves.
Der Gedanke, dass der Tod ohne Schlachtung nach dem Gesetz die Ursache der Unreinheit des Tierkadavers ist, liefert die Grundlage für die Analogie, dass das Leben die Grundlage für die Reinheit des Körpers des Tieres sein muss. Ist dies der Fall, so ist jedes lebende Wesen rein, und was rein ist, muss auch sein Überrest rein sein. Der offensichtliche Wortlaut des Buches widerspricht dieser Analogie im Fall von Schweinen und Götzendienern, wie Allah, der Erhabene, über das Schwein gesagt hat: „Schweinefleisch – denn dieses ist wahrlich verunreinigend.“ Und was seinem Wesen nach unrein ist, ist auch unrein. So haben eine Gruppe von Rechtsgelehrten nur das Schwein von allen lebenden Tieren ausgenommen, während diejenigen, die es nicht ausnehmen, den Vers so auslegen, dass er eine Abrogation für es impliziert. Was die Götzendiener betrifft, so lauten die Worte des Erhabenen: „O ihr, die ihr glaubt! Die Götzendiener sind unrein. So sollen sie sich dem Heiligen Gebetshaus nicht nähern.“ Diejenigen, die auch dies in seinem wörtlichen Sinn auslegten, schlossen die Götzendiener von der Geltung der Analogie aus, während diejenigen, die dies lediglich als eine Abrogation für sie betrachteten, die Geltung der Analogie wieder einsetzten.
1.1.3.5. Ausgabe 5: Rückstände der rituellen Reinigung
1.1.3.5. Issue 5: Leftovers from ritual purification
Die Rechtsgelehrten waren sich uneinig über die Reste nach der Reinigung, und es gab fünf Meinungen. Eine Gruppe vertrat die Ansicht, dass die Reste der Reinigung uneingeschränkt rein sind (und reinigend wirken). Dies ist die Meinung von Malik, al-Schafi'i und Abu Hanifa. Eine andere Gruppe sagte, dass es einem Mann nicht erlaubt sei, sich mit dem Rest einer Frau zu reinigen, wohl aber einer Frau erlaubt sei, sich mit dem Rest eines Mannes zu reinigen. Eine dritte Gruppe sagte, dass es einem Mann erlaubt sei, sich mit dem Rest einer Frau zu reinigen, solange sie nicht sexuell verunreinigt oder menstruierend ist. Die vierte Gruppe vertrat die Ansicht, dass es weder dem einen noch dem anderen erlaubt sei, sich mit dem Restwasser des anderen zu reinigen, es sei denn, sie hätten gleichzeitig mit der Benutzung begonnen. Eine weitere Gruppe sagte, dass es auch dann nicht erlaubt sei, wenn sie gleichzeitig begonnen hätten; dies ist die Meinung von Ahmad ibn Hanbal.
The jurists disagreed about the leftovers from purification expressing five °Pmions. One group held that the leftovers of purification are clean absolutely (and purifying). This is the opinion of Malik, al-Shafi T, and Abu HanTfa. c Another group said that it is not permitted for a man to purify himself with leftover of a woman, but it is permitted for a woman to purify herself with the leftover of a man. A third group said that it is permitted for a man to Purify himself with the leftover of a woman as long as she is not sexually ^efiled or menstruating. The fourth group maintained that it is not permitted Or either one of them to undertake purification with the surplus water of the ot her, unless they started using it at the same time. Another group said that it not permitted even if they commenced at the same time, which is Ahmad 1 n Hanbal’s opinion.
Der Grund für die Meinungsverschiedenheit liegt in den Unterschieden der diesbezüglichen Überlieferungen. Es gibt vier einschlägige Überlieferungen dazu. Erstens die Überlieferung, dass der Prophet ﷺ zusammen mit seinen Frauen aus demselben Gefäß die Waschung nach großer ritueller Unreinheit vollzog. Zweitens die Überlieferung von Maymuna, dass er mit dem Wasserrest seiner Ehefrau gewaschen hat. Drittens die Überlieferung von al-Hakam al-Ghifari, dass der Prophet ﷺ es untersagte, dass ein Mann sich mit dem Wasserrest einer Frau wäscht; diese wird von Abu Dawud und at-Tirmidhi überliefert. Viertens die Überlieferung von ʿAbdullah ibn Sarjas, der sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ untersagte, dass ein Mann sich mit dem Wasserrest einer Frau wäscht oder dass eine Frau sich mit dem Wasserrest eines Mannes wäscht, es sei denn, sie beginnen zur gleichen Zeit.“ Die Rechtsgelehrten wandten zwei Arten von Methoden zur Auslegung dieser Überlieferungen an: eine Methode der Bevorzugung und eine Methode, einige miteinander in Einklang zu bringen und andere zu bevorzugen.
The reason for disagreement is based upon the differences in the relevant traditions. There are four related traditions about this. First, the tradition that the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) used to wash away major ritual impurities along with his wives using the same utensil. Second, the tradition of Maymuna that he washed with the surplus left by his wife. Third, the tradition of al-Hakam al-Ghifari that the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) prohibited the ablution by a man with the surplus left by a woman; this is recorded by Abu Dawud and al-TirmidhT. Fourth is the tradition of cAbd Allah ibn Sarjas, who said, “The Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) prohibited that a man may wash with the surplus left by a woman, or that a woman may wash with the surplus left by a man, unless they commence at the same time”. The jurists adopted two kinds of methods for the interpretation of these traditions: a method of preference, and a method of reconciling some and' preferring others.
1.1.3.6. Frage 6: Die Waschung mit dem Nabidh (einem Getränk) aus Datteln
1.1.3.6. Issue 6: Ablution with the nabidh (a beverage) of dates
Abu Hanifa erlaubte in einer Meinung, die von seinen Schülern und allen Rechtsgelehrten der Regionen abgelehnt wurde, die Waschung mit Nabidh von Datteln auf einer Reise, und zwar auf Grundlage der Überlieferung von Ibn ʿAbbas, die besagt: „Ibn Masʿud ging mit dem Gesandten Allahs ﷺ in der Nacht der Dschinn hinaus, und der Gesandte Allahs ﷺ fragte ihn: ‚Hast du Wasser?‘ Er sagte: ‚Ich habe Nabidh in meinem Behälter.‘ Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: ‚Gieße etwas davon aus.‘ Er (der Prophet ﷺ) vollzog die Waschung damit und sagte: ‚Es ist ein Getränk und ein reinigendes Element.‘“ Er führte außerdem die Überlieferung von Abu Rafiʿ, dem Klienten von Ibn ʿUmar, an, die von Ibn Masʿud stammt und fast gleich lautet: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Es ist gut; Frucht und reines Wasser.“ Sie behaupteten außerdem, diese Meinung werde Gefährten wie ʿAli und Ibn ʿAbbas zugeschrieben, und da kein anderer Gefährte widersprochen habe, komme dies einem Konsens gleich. Die Überlieferungsgelehrten wiesen diese Überlieferung jedoch wegen der schwachen Kette ihrer Überlieferer (in ihrem isnād) zurück. Ferner haben zuverlässigere Überlieferungswege berichtet, dass Ibn Masʿud in der Nacht der Dschinn nicht beim Gesandten Allahs ﷺ war. Die Mehrheit wies diese Überlieferung auf Grundlage der Worte des Erhabenen zurück: „Und wenn ihr kein Wasser findet, so sucht reinen Sand und streicht damit über euer Gesicht und eure Hände.“ Sie sagten, Er erlaube nicht die Verwendung von etwas anderem als Wasser und reinem Sand. Sie führten außerdem die Worte des Propheten ﷺ als Beleg an: „Reiner Sand ist die Waschung eines Muslims, selbst wenn zehn Jahreszeiten lang kein Wasser gefunden wird; und sobald er Wasser findet, soll er es auf seine Haut bringen.“ Sie hätten sagen können, dass der Begriff „Wasser“ in der Überlieferung im absoluten Sinne gebraucht wird (also einschließlich des Nabidh), und dass es sich dabei um eine Ergänzung handelt, die keine Abrogation darstellt, sodass sie dem Buch (dem Qur'an) nicht widerspräche. Doch dann stünde dies im Widerspruch zu ihrem Grundsatz, dass eine Ergänzung eine Abrogation darstellt.
Abu HanTfa, in an opinion opposed by his disciples and all the jurists of the regions, permitted ablution with the nabidh of dates during a journey on the basis of the tradition of Ibn cAbbas, which says: “Ibn Mascud went out with the Messenger of Allah on the night of the jinn and the Messenger of Allah asked him, ‘Do you have any water?’ He said, ‘I have nabidh in my container’. The Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) said, ‘Pour out some’. He (the Prophet) performed ablution with it saying, Tt is a beverage and a purifying element’”. He also quoted the tradition of Abu Rafic, the client of Ibn TJmar, derived from Ibn Macud—which is almost the same—as follows: The Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) said, “It is good; fruit and purifying water”. They also claimed that this opinion is attributed to Companions like cAIi and Ibn cAbbas, and as there was no other Companion opposing them it amounted to a consensus. The traditionists, however, rejected this tradition because of the weak line of narrators (in its isndd). Furthermore, more reliable channels have related that Ibn Mas ud was not with the Messenger c of Allah (God’s peace and blessings be upon him) on the night of the jinn. The majority rejected this tradition on the basis of the words of the Exalted, “And ye find not water, then go to high clean soil and rub your faces and your hands (therewith)”.50 They said that He not permit the use of anything beside water and clean soil. They also ar gued on the basis of the words of the Prophet (God’s peace and blessings be u P°n him), “Clean soil constitutes the ablution of a Muslim, even if water is ° ot t0 ke found for ten seasons, and as soon as he finds water let him touch his , ce with it”. They (the Hanafites) could have said that the term water is used 10 the absolute sense in the tradition (thus, including nabidh), and it is an ltl °n that does not constitute abrogation so that the Book should conflict it, but then it is against their principle that an addition constitutes * br°gation.