5.2. Die Arten von Vermögen, die der Zakat unterliegen
5.2. The Kinds of Wealth Subject to Zakat
Sie waren sich über einige der Kategorien einig, in denen Zakat verpflichtend ist, und uneinig über andere. Zu den Kategorien, über die man sich einig war, gehören zwei Arten von Mineralien, nämlich Gold und Silber, die nicht zu Schmuck verarbeitet sind, drei Arten von Tieren, nämlich Kamele, Rinder und Schafe, zwei Arten von Getreide, nämlich Weizen und Gerste, sowie zwei Arten von Früchten, nämlich Datteln und Rosinen. Über Oliven besteht einige Uneinigkeit.
They agreed about some of the categories in which zakat is obligatory and disagreed about others. The categories which they agreed upon include two kinds of minerals, namely, gold and silver that are not moulded into jewelry, three categories of animals, namely, camels, cows and sheep, two categories of grains namely wheat and barley, and two categories of fruit, namely dates and raisins. There is some dispute about olives.
Sie waren sich nur in Bezug auf Gold uneinig, wenn es in Form von Schmuck vorliegt. Dies ist so, weil die Rechtsgelehrten des Hidschaz, Malik, al-Layth und asch-Schafi'i vertraten, dass darauf keine Zakat zu entrichten sei, wenn es zur Zierde und zum Tragen bestimmt ist. Abu Hanifa und seine Schüler sagten, dass darauf Zakat zu erheben sei. Der Grund für die Meinungsverschiedenheit liegt in seinem Schwanken zwischen Waren und Gold und Silber, die hauptsächlich als Tauschmittel für alle anderen Dinge dienen. Diejenigen, die es den Waren gleichstellten, deren Hauptzweck der Nutzen ist, sagten, dass es (Schmuck) nicht zakatpflichtig sei. Diejenigen, die es Gold und Silber gleichstellten, deren Hauptzweck die Erleichterung des Tauschs ist, sagten, dass es zakatpflichtig sei. Ein weiterer Grund für ihre Meinungsverschiedenheit ist der Widerspruch der Überlieferungen zu diesem Thema. Es wird von Dschabir überliefert, dass der Prophet ﷺ sagte: „Auf Schmuck gibt es keine Zakat.“ (Amr ibn Schu'ayb hat von seinem Vater, von seinem Großvater überliefert, dass „eine Frau mit ihrer Tochter zum Gesandten Allahs ﷺ kam, die an ihren Händen zwei goldene Armreifen trug. Er sagte zu ihr: ‚Entrichtest du dafür Zakat?‘ Sie sagte: ‚Nein!‘ Er sagte: ‚Würde es dir gefallen, wenn Allah dir am Tag des Gerichts zwei Armreifen aus Feuer an die Hände legen würde?‘ Da nahm sie sie ab, legte sie vor den Propheten ﷺ und sagte: ‚Sie gehören Allah und Seinem Gesandten.‘“) Beide Überlieferungen sind schwach, insbesondere die Überlieferung von Dschabir.
They disagreed about gold only when it is in the form of jewelry. This is so as the jurists of Hijaz, Malik, al-Layth, and al-ShaficT, maintained that there is no zakat on it if it is intended for adornment and wearing. Abu Hanifa and his disciples said that zakat is to be levied on it. The reason for disagreement stems from its vacillation between being goods and being gold and silver that are used primarily as a medium of exchange for all other things. Those who held them to be similar to goods, whose primary purpose is utility, said-that there is no zakat in it (jewelry). Those who considered them similar to gold and silver, the primary purpose of which is to facilitate exchange, said that it is subject to zakat. There is also another reason for their disagreement, and that is the conflict of traditions on the issue. It is related from Jabir from the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) that he said, “There is no zakat in jewelry”. (Amr ibn ShuSiyb has related from his father from his grandfather “that a woman came up to the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) accompanied by .her daughter, who was wearing (two) gold bracelets on her hands. He said to her, ‘Do you pay zakat on these?’ She said, ‘No!’ He said, ‘Would it please you if Allah were to put on your hands, on the Day of Judgment, two bracelets of fire?’ She took them off and placing them before the Prophet (God’s peace and blessings be upon’him) and said, ‘They are for Allah and His Messenger’”. Both traditions are weak, particularly the tradition of Jabir.
Ein weiterer wichtiger Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt im Schwanken des zum Schmuck erworbenen Geschmeides zwischen Gold und Silber einerseits, dessen Hauptzweck die Erleichterung des Handels und nicht der Nutzen ist, und Waren andererseits, deren Hauptzweck das Gegenteil von Gold und Silber ist, nämlich der Gebrauch und nicht die Erleichterung des Tauschs. Mit Tausch meine ich ihr Dasein als Zahlungsmittel. Malik's Meinung unterschied sich bezüglich des Geschmeides, das zur Vermietung erworben wird. Er vertrat einmal die Ansicht, es sei dem Schmuck gleichzusetzen, der zur Zierde erworben wird, und ein andermal, es sei dem Goldbarren gleichzusetzen, der für Transaktionen verwendet wird.
Another major reason for their disagreement stems from the vacillation of jewelry acquired for adornment between its being gold and silver, the primary purpose of which is facilitating trade and not utility, and between being goods, whose primary purpose is the opposite of gold and silver, that is, use and not facilitating exchange. I mean by exchange their existence as currencies. Malik’s opinion differed about jewelry that is acquired for renting. He held it once to be similar to jewelry that is acquired for adornment, and on another occasion held it to be similar to gold metal that is used for transactions.
Ihre Meinungsverschiedenheit über Tiere umfasst ihren Streit über die Gattungen und ihren Streit über die Kategorien. Die Meinungsverschiedenheit über die Gattungen betrifft die Pferde, denn die Mehrheit vertritt die Ansicht, dass auf Pferde keine Zakat zu entrichten sei. Abu Hanifa vertrat die Auffassung, dass auf sie Zakat zu entrichten sei, wenn sie frei weiden und ihr Zweck die Zucht ist, das heißt, wenn es sich um Hengste und Stuten handelt. Der Grund für die Meinungsverschiedenheit ergibt sich aus dem Widerspruch zwischen Analogieschluss und Textbeleg sowie aus dem vermeintlichen Widerspruch zwischen einem Text und einem anderen. Der Text, der nahelegt, dass auf sie keine Zakat zu entrichten sei, ist das Wort des Propheten ﷺ: „Für einen Muslim gibt es keine Sadaqa (Zakat) auf sein Pferd und auf seinen Sklaven.“ Die Analogie, die dieser allgemeinen Bedeutung widerspricht, besteht darin, dass der Zweck der Weidehaltung von Pferden Wachstum und Zucht ist, weshalb sie den Kühen und Schafen ähneln. Der Text, der vermeintlich dieser allgemeinen Bedeutung widerspricht, ist das Wort des Propheten ﷺ, als er „das Pferd erwähnte und das Recht Allahs bei den Pferden selbst [als zakatpflichtigen Tieren] nicht vergaß, ebenso wenig bei ihrer Vermehrung als Vermögen“. Abu Hanifa vertrat die Ansicht, dass mit dem Recht Allahs hier die Entrichtung der Zakat auf sie gemeint sei, und dies sei auf die weidenden Pferde unter ihnen anzuwenden. Der Qadi (Ibn Rushd) sagte: „Es ist besser, diesen Text als unausgeführt (mujmal) statt als allgemein zu behandeln, damit er als Beleg für die Zakatpflicht dienen kann.“ Abu Hanifa wurde in dieser Frage von seinen beiden Schülern, Abu Yusuf und Muhammad, widersprochen. Es ist jedoch von Umar, möge Allah mit ihm zufrieden sein, überliefert, dass er auf sie Zakat festsetzte. Man sagt daher, dies sei als freiwillige Gabe der Zahlenden geschehen.
Their disagreement over animals includes their dispute over species and their dispute over categories. The disagreement about species relates to horses, as the majority maintain that there is no zakat in horses. Abu Hanifa maintained that if they pasture freely and their purpose is breeding there is zakat on them, that is, when they are male and female. The reason for the disagreement arises from the conflict of analogy with the text as well as what is believed to be a conflict of one text with another. The text implying that there is no zakat on them is the saying of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), “There is no sadaqa (zakat) for a Muslim on his horse and on his slave”. The analogy that conflicts with this general meaning is that the purpose (of keeping) pasturing horses is growth and breeding because of which they resemble cows and sheep. The text that is assumed to conflict with this general meaning is the saying of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) when “he mentioned horse and did not forget the right of Allah in the horses themselves [as animals subject to zakat], as well as in their growth as wealth”. Abu Hanifa held that the right of Allah here means the payment of zakat on them, and this is to be applied to the pasturing horses among them. The Qadi (Ibn Rushd) said: “It is better if this text is treated as unelaborated (mujmal) rather than general, so that it may be used as an argument for zakat'. Abu Hanifa was opposed by his two disciples, Abu Yusuf and Muhammad on this issue. It is, however, established from TJmar, may Allah be pleased with him, that he used to assess zakat on them. It is, therefore, said that this was done as a voluntary contribution by the payees.
Ihre Meinungsverschiedenheit über die Gattungen (von Tieren) betrifft das (frei) Weiden lassen von Kamelen, Rindern und Schafen im Gegensatz zu den nicht weidenden Tieren. Eine Gruppe von Rechtsgelehrten legte diese drei Gattungen unabhängig davon, ob es sich um weidende oder nicht weidende Tiere handelt, der Zakat auf. Dies war die Ansicht von al-Layth und Malik. Die übrigen Rechtsgelehrten der Provinzen vertraten die Auffassung, dass auf die nicht weidenden Tiere dieser drei Gattungen keine Zakat zu entrichten sei.
Their disagreement over categories (of animals) relates to (freely) pasturing camels, cows, and sheep as distinguished from the non-pasturing animals. A group of jurists imposed zakat on these three categories irrespective of their being pasturing or non-pasturing animals. This was the opinion of al-Layth and Malik. The remaining jurists of the provinces held that there is no zakat on the non-pasturing animals in these three categories.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit rührt vom Widerstreit zwischen einer absoluten Bedeutung und einer eingeschränkten Bedeutung her sowie vom Widerstreit der Analogie mit der allgemeinen Aussage eines Textes. Die absolute Bedeutung findet sich in dem Ausspruch des Propheten ﷺ: „Bei vierzig Schafen ist [die Zakat von] einem Schaf.“ Die eingeschränkte Bedeutung findet sich in dem Ausspruch des Propheten ﷺ: „Auf weidende Schafe entfällt Zakat.“ Diejenigen, die der absoluten Aussage vor der eingeschränkten den Vorrang gaben, sagten, dass sowohl bei weidenden als auch bei nicht weidenden (Tieren) Zakat zu entrichten sei, während diejenigen, die der eingeschränkten Bedeutung den Vorrang gaben, sagten, Zakat werde nur auf weidende Tiere erhoben. Es ist möglich zu sagen, dass der Grund der Meinungsverschiedenheit auch aus dem Widerstreit der indirekten Hinweisung des Textes (dalil al-khitab) mit der allgemeinen Aussage herrührt. Die indirekte Hinweisung des Textes im Ausspruch des Propheten ﷺ: „Auf weidende Schafe entfällt Zakat“ impliziert, dass auf ein nicht weidendes Schaf keine Zakat entfällt, während die allgemeine Bedeutung im Ausspruch des Propheten ﷺ: „Bei vierzig Schafen ist ein Schaf“ impliziert, dass weidende Schafe hier denselben Status haben wie nicht weidende Schafe. Die allgemeine Bedeutung ist (als Regel) jedoch stärker als die indirekte Hinweisung des Textes, ebenso wie der Vorrang der eingeschränkten Bedeutung vor der absoluten Bedeutung allgemein bekannter ist. Abu Muhammad ibn Hazm hingegen vertrat die Ansicht, dass die absolute Bedeutung über der eingeschränkten Bedeutung steht und dass bei Schafen, ob weidend oder nicht weidend, Zakat zu entrichten sei, ebenso bei Kamelen, aufgrund des Ausspruchs des Propheten ﷺ: „Auf weniger als fünf Kamele entfällt keine Sadaqa.“ Da es zu Rindern keine feststehende Überlieferung gibt, sei es notwendig, sich auf den Konsens zu stützen, der besagt, dass Zakat nur auf weidende Rinder erhoben wird. Damit wird die Unterscheidung der Rinder von den übrigen zu einer dritten Meinung.
The reason for their disagreement comes from the conflict of an absolute meaning with a qualified meaning, and the conflict of analogy with the general implication of a text. The absolute meaning is in the saying of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), “In forty sheep is [the zakat of] one sheep”. The qualified meaning is in the saying of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), “On pasturing sheep there is zakat”. Those who gave predominance to the absolute implication over the qualified said that there is zakat in pasturing as well as non-pasturing (animals), while those who gave predominance to the qualified meaning said zakat is levied on the pasturing animals alone. It is possible to say that the reason for disagreement stems also from the conflict of the indirect indication of the text (dalil al- khitab) with the general implication. The indirect indication of the text in the saying of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), “On pasturing sheep there is zakat”, implies that there is no zakat on a non-pasturing sheep, while the general meaning in the saying of the Prophet, “In forty sheep is one sheep”, implies that pasturing sheep here have the same status as the non pasturing sheep, but the general meaning (as a rule) is stronger than the indirect indication of the text, just as the predominance of the qualified meaning over the absolute meaning is better known. Abu Muhammad ibn Hazm, however, held that the absolute meaning governs the qualified meaning, and that on sheep, pasturing or non-pasturing, there is zakat, so also on camels, because of the saying of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), “There is no sadaqa on what is less than five camels”, and as there is no established tradition about cows it is necessary to rely upon consensus which says that zakat is levied on pasturing cows alone. Thus, with the distinction of cows from the rest this becomes a third opinion.
Der Analogieschluss, der dem allgemeinen Sinn des Ausspruchs des Propheten ﷺ widerspricht: „Bei vierzig Schafen ist ein Schaf (fällig)“, bringt zum Ausdruck, dass es das Weidetier ist, dessen Zweck Wachstum und Gewinn ist, und dies ist hier im höchsten Maße vorhanden. Außerdem wird die Zakat auf überschüssigen Reichtum erhoben, und Überschuss findet sich gewöhnlich beim Weidevieh (den Tieren), und deshalb wurde dafür das Hawl (Ablauf eines Jahres) vorgeschrieben. Diejenigen, die den allgemeinen Sinn mit diesem Analogieschluss einschränkten, erhoben die Zakat nicht auf andere Tiere als Weidetiere, diejenigen aber, die ihn nicht einschränkten und die Ansicht vertraten, der allgemeine Sinn sei stärker, erhoben sie gleichermaßen auf beide Kategorien.
The analogy that is in conflict with the general implication of the saying of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), “In forty sheep is one sheep”, implies that it is the pasturing animal whose purpose is growth and profit, which is present here to the maximum. Moreover, zakat is levied on surplus wealth and surplus is usually found in pasturing wealth (animals), and it is because of this that hawl (passage of one year) has been prescribed for it. Those who restricted the general meaning with this analogy did not impose zakat on animals other than pasturing animals, but those who did not restrict it and held that the general meaning is stronger imposed’ it equally on both categories.
Hierüber haben sie sich also bei den Tieren, für die Zakat erhoben wird, uneinig gemacht. Einstimmig waren sie sich darin, dass es keine Zakat auf das gibt, was von Tieren gewonnen wird, außer im Fall des Honigs, über den sie uneins waren. Die Mehrheit vertrat die Ansicht, dass darauf keine Zakat zu entrichten sei. Eine Gruppe von Rechtsgelehrten sagte, dass darauf Zakat erhoben werde. Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt in ihrem Streit über die Authentizität der diesbezüglichen Überlieferung, nämlich dem Ausspruch des Propheten ﷺ: „Für jeweils zehn Krüge ist ein Krug fällig“. Sie wird von at-Tirmidhī und anderen überliefert.
This, then, is what they differed' over in the case of animals on which zakat is levied. They agreed unanimously that there is no zakat on what is derived from animals, except in the case of honey, over which they differed. The majority maintained that there is no zakat on it. A group of jurists said that zakat is levied on it. The reason for their disagreement stems from their dispute over the authentication of the tradition regarding on this subject, and that is the saying of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), “For every ten bags is one bag”. It is recorded by al-TirmidhT and others.
Die Feldfrüchte (Pflanzen), über die sie uneins waren, betreffen nach ihrer Übereinstimmung hinsichtlich der vier Kategorien, die wir erwähnt haben, die Art der Feldfrüchte. Einige von ihnen erhoben die Zakat auf nichts außer diesen vier Kategorien nicht. Dies war die Ansicht von Ibn Abi Layla, Sufyan ath-Thauri und Ibn al-Mubarak. Einige vertraten die Auffassung, dass die Zakat auf jede Pflanze (Feldfrucht) zu erheben sei, die als Nahrungsmittel gelagert werden kann. Dies ist die Ansicht von Malik und asch-Schafi'i. Einige sagten, dass die Zakat auf alles zu erheben sei, was vom Land hervorgebracht wird, mit Ausnahme von Gras, Holz und Rohr. Dies war die Ansicht Abu Hanifas.
The crops (vegetation) over which they disagreed, after their agreement over the four categories we have mentioned, relates to the species of crops. Some of them did not uphold zakat on anything besides these four categories. This was the opinion of Ibn Abi Layla, Sufyan al-Thawn, and Ibn al-Mubarak. Some of them maintained that zakat is to be levied on any vegetation (crop) that can be stored as food. This is the opinion of Malik and al-ShaficT. Some said that zakat is to be levied on all that is produced from the land, except for grass, wood, and cane. This was Abu HanTfa’s the opinion.
Der Grund für die Meinungsverschiedenheit zwischen denjenigen, die die Zakat auf die vereinbarten Kategorien beschränkten, und denjenigen, die sie auf lagerfähige Nahrungsmittel ausdehnten, hängt mit ihrem Streit darüber zusammen, ob die Zakat auf diese vier Kategorien um ihrer Substanz willen gilt oder wegen einer zugrunde liegenden Ursache, die sie darstellen, nämlich dass sie als Nahrung verwendet werden. Diejenigen, die vertraten, dass sie um der Kategorien selbst willen gilt, beschränkten die Pflicht auf diese; diejenigen, die sagten, dass es wegen der zugrunde liegenden Ursache geschieht, dass sie Nahrung sind, dehnten die Pflicht auf alle Arten von Nahrung aus. Der Grund für die Meinungsverschiedenheit zwischen denjenigen, die die Pflicht auf Nahrung beschränkten, und denjenigen, die sie ausdehnten, auf alles, was aus dem Land hervorgebracht wird, mit Ausnahme derjenigen, über die Einigkeit besteht, wie Gras, Holz und Schilfrohr, beruht auf dem Konflikt der Analogie mit einem allgemeinen Text. Der Text, der eine allgemeine Anwendung nahelegt, ist die Aussage des Propheten ﷺ: „Bei dem, was vom Himmel bewässert wird, gibt es den Zehnten (ʿushr), bei dem aber, was mit dem Wassereimer bewässert wird, gibt es die Hälfte des Zehnten.“ Ma (was), ein Relativpronomen wie der Ausdruck alladhi, impliziert Allgemeinheit. Der andere Text, der die allgemeine Bedeutung nahelegt, sind die Worte des Erhabenen: „Er ist es, Der Gärten hervorbringt, mit Spalieren und ohne Spaliere, und die Dattelpalme und Saatfelder mit verschiedenem Geschmack, und die Olive und den Granatapfel, einander ähnlich und unähnlich. Esst von ihrer Frucht, wenn sie Frucht trägt, und entrichtet ihren Anteil am Tag der Ernte.“ Die Analogie legt nahe, dass der Zweck der Zakat die Beseitigung der Bedürftigkeit ist, und dies geschieht gewöhnlich durch das, was Nahrung ist. Diejenigen, die die allgemeine Bedeutung mit dieser Analogie einschränkten, sprachen die Zakat von dem frei, was keine Nahrung ist; diejenigen aber, die der allgemeinen Aussage den Vorrang gaben, dehnten sie auf alles darüber Hinausgehende aus, mit Ausnahme der durch Einigkeit ausgeschlossenen Dinge.
The reason for disagreement among those who restricted zakat to the categories agreed upon and those who extended it to storable food, is related to their dispute over whether zakat on these four categories is specific to their substance or is due to an underlying cause they represent, which is that they are used as food. Those who maintained that it is for the categories in themselves restricted the obligation to them, and those who said that it is because of the underlying cause that they are food extended the obligation to all kinds of food. The reason for disagreement among those who restricted the obligation to food and those who extended it, to everything produced from land, except those over which there is consensus, like grass, wood, and cane, is based on the conflict of analogy with a general text. The text implying a general application is the saying of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), “There is ^ushr in what is watered by the sky, but in that which is irrigated by the watering-can there is one-half of <ushr”. Ma (what), a relative pronoun like the term alladhi, implies generality. The other text implying the general meaning are the words of the Exalted, “He it is Who produceth gardens trellised and untrellised, and the date-palm, and crops of divers flavour, and the olive and the pomegranate, like and unlike. Eat ye of the fruit thereof when it fruiteth, and pay the due thereof upon the harvest day”.193 Analogy implies that the purpose, of zakat is the elimination of need, and this is usually done through what is food. Those who restricted the general meaning with this analogy waived zakat on what is other than food, but those who gave predominance to the general implication extended it to what is besides it, except the things excluded by consensus.
Jene, die sich über Nahrungsmittel einig waren, waren in bestimmten Punkten uneinig, nämlich darüber, ob diese zur Kategorie der Nahrungsmittel gehören und ob man auf dem, worüber Einigkeit besteht, einen Analogieschluss aufbauen kann. Dies gleicht der Meinungsverschiedenheit zwischen Malik und al-Schafi'i über Oliven. Malik vertrat die Pflicht, Zakat darauf zu entrichten, während al-Schafi'i dies in seiner späteren, in Ägypten verfassten Meinung untersagte. Der Grund für die Meinungsverschiedenheit beruht auf ihrem Streit darüber, ob Oliven eine lagerfähige Nahrung sind. Von gleicher Art ist die Meinungsverschiedenheit unter den Schülern Maliks über die Zakatpflicht auf Feigen. Einige von ihnen vertraten die Ansicht, dass Zakat auf Früchte, nicht aber auf Gemüse zu erheben sei; dies ist die Meinung von Ibn Habib, aufgrund der Worte des Erhabenen: „Er ist es, Der Gärten hervorbringt, sowohl solche mit Spalieren als auch solche ohne Spaliere, und die Dattelpalme und Feldfrüchte verschiedenen Geschmacks und die Olive und den Granatapfel, einander ähnlich und unähnlich. Esst von ihrer Frucht, wenn sie Frucht trägt, und entrichtet ihren Anteil am Tag der Ernte.“ Jene, die zwischen Früchten und Oliven aufgrund der Auslegung dieses Verses unterschieden, haben keine Grundlage, außer einer sehr schwachen.
Those who agreed about food differed over certain things with reference to their dispute over whether these are in the category of food, and whether analogy can be constructed upon that which is agreed upon. This is like the disagreement of Malik and al-ShaficT over olives. Malik upheld the obligation of zakat on them, while al-Shafi T disallowed this c in his later opinion rendered in Egypt. The reason for disagreement is based on their dispute over whether olives are storable food. Of the same nature is the disagreement of Malik’s disciples about the obligation of zakat on figs. Some of them held that zakat is to be levied on fruits but not vegetables, and this is the opinion of Ibn Habib, because of the words of the Exalted, “He it is Who produceth gardens trellised and untreliised, and the date-palm, and crops of divers flavour, and the olive and the pomegranate, like and unlike. Eat ye of the fruit thereof when it fruiteth, and pay the due thereof upon the harvest day”.194 Those who distinguished between fruit and olives through the interpretation of the verse have no basis, except a very weak one.
Sie waren sich einig, dass auf Waren (Vieh einschließlich Sklaven), die nicht zum Handel bestimmt sind, keine Zakat zu entrichten ist, waren sich jedoch uneins über die Auferlegung der Zakat auf Waren, die im Handel eingesetzt werden. Die Rechtsgelehrten der Provinzen vertraten ihre Pflicht, die Zahiriten dagegen lehnten sie ab. Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit ergibt sich aus ihrem Streit über die Auferlegung der Zakat durch Analogieschluss sowie aus ihrem Streit über die Authentizität der Überlieferung des Samura ibn Dschundub, der sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ pflegte uns anzuweisen, Zakat auf Waren zurückzulegen, die wir in den Handel einbezogen.“ Ebenso wird vom Propheten ﷺ überliefert, dass er sagte: „Entrichtet Zakat auf Weizen.“ Die Analogie, auf die sich die Mehrheit stützte, lautet: Waren, die zum Zweck des Handels erworben werden, haben den Zuwachs zum Ziel und ähneln daher den drei Arten, auf die nach übereinstimmender Meinung Zakat erhoben wird, nämlich Feldfrüchten, Vieh sowie Gold und Silber. At-Tahawi war der Ansicht, dass die Zakat auf Waren von Umar und von Ibn Umar überliefert ist und keiner der Gefährten ihnen widersprochen hat. Einige meinten, eine solche Lage komme einem Konsens der Gefährten gleich, also dann, wenn eine Meinung von einem von ihnen überliefert wird und von keinem anderen Gefährten etwas dagegen überliefert ist; doch dies ist schwach.
They agreed that there is no zakat on goods (chattel includes slaves) that are not intended for trade, but they disagreed about the imposition of zakat on goods that are employed in trade. The jurists of the provinces upheld its obligation, but the Zahirites disallowed it. The reason for their disagreement arises from their dispute about the imposition of zakat ’through analogy, and also their dispute over the authenticity of the tradition of Samura ibn Jundub, who said, “The Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) used to order us to set aside zakat on goods that we included in trade”. It is also related from the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) that he said, “Pay zakat on wheat”. The analogy on which the majority relied is that the goods acquired for trade have growth as their purpose and therefore resemble the three species on which zakat is levied by agreement, that is, crops, cattle, and gold and silver. Al-TahawT believed that zakat on goods is established from TJmar and from Ibn TJmar and none of the Companions opposed them. Some thought that such a situation amounts to a consensus of the Companions, that is, when an opinion is transmitted from one of them, and nothing is transmitted from another Companion against it, but this is weak.