1.3. DAS BUCH DER TAYAMMUM (WASCHUNG MIT REINER ERDE)
1.3. THE BOOK OF TAYAMMUM (ABLUTION WITH CLEAN EARTH)
Eine umfassende Erörterung der Grundsätze dieses Themas ist in sieben Kapitel gegliedert. Das erste Kapitel befasst sich mit der Bestimmung der Reinigung, für die diese Reinigung einen Ersatz darstellt. Das zweite Kapitel handelt von der Person, für die diese Form der Reinigung erlaubt ist. Das dritte Kapitel behandelt die Bedingungen für die Zulässigkeit dieser Reinigung. Kapitel vier beschreibt die Art und Weise dieser Reinigung. Kapitel fünf befasst sich mit dem Mittel, mit dem diese Reinigung durchgeführt wird. Das sechste Kapitel handelt von den Umständen, die sie ungültig machen. Kapitel sieben behandelt die Handlungen, für deren Gültigkeit und Zulässigkeit diese Reinigung eine Voraussetzung ist.
A comprehensive discussion of the principles of this subject is covered in seven chapters. The first chapter relates to the identification of the purification for which this purification forms a substitute. The second chapter is about the person to whom this form of purification is permitted. The third chapter is about the conditions for the permissibility of this purification. Chapter four is about the description of this purification. Chapter five relates to the thing with which this purification is performed. The sixth chapter is about factors nullifying it. Chapter seven is about acts for the validity and permissibility of which this purification is a condition.
1-3.1, Bestimmung der Reinigung, für die Tayammum als Ersatz dient
1-3.1, Identification of Purification for which Tayammum is a Substitute
Die Rechtsgelehrten waren sich einig, dass diese Reinigung ein Ersatz für die kleine (sughra) Reinigung ist (d. h. für die Waschung, wudu'), doch sie waren uneins hinsichtlich der großen Reinigung (kubra). Es wird überliefert, dass 'Umar und Ibn Mas'ud der Ansicht waren, sie sei kein Ersatz für die große Reinigung. 'Ali und andere Gefährten vertraten dagegen die Auffassung, dass tayammum ein Ersatz für die große Reinigung sei, und diese Ansicht wurde von den Rechtsgelehrten allgemein übernommen.
The jurists agreed that this purification is a substitute for minor (sughra) Purification (i.e. wudi?), but they differed about major purification (kubra). It is related from TJmar and Ibn Mas ud that c they did not view it as a substitute for major purification. A1T and other Companions maintained that tayammum is a C substitute for major purification, which was the view adopted by jurists generally.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit ist die Wahrscheinlichkeit verschiedener Auslegungen des Verses und dass die Überlieferungen über den Tayammum für eine Person, die sich im Zustand der Janaba (der großen Unreinheit) befindet, in ihren Augen nicht als authentisch erwiesen waren. Hinsichtlich der unterschiedlichen Auslegungen des Verses über den Tayammum ist es möglich, dass der Angesprochene in den Worten des Erhabenen „Und wenn ihr kein Wasser findet, dann geht zu sauberem, hohem Boden und reibt eure Gesichter und eure Hände (damit)“ 70 allein die Person ist, die einen kleinen Hadath erlangt hat, und es ist auch möglich, dass er an beide gerichtet ist. Für diejenigen, für die der Begriff „Berühren“ in den Worten des Erhabenen „Oder ihr habt Frauen berührt“ den Geschlechtsverkehr bedeutet, bezieht sich das Pronomen auf beide. Für diejenigen, für die er das Berühren mit der Hand bedeutet, ist es wahrscheinlicher, dass der Angesprochene die Person mit dem kleinen Hadath ist. Dies liegt daran, dass sich Pronomen gewöhnlich auf das zuletzt Erwähnte beziehen. (Der Vers kann nicht nur eine Möglichkeit haben,) es sei denn, man nimmt eine Lesart mit umgestellter Reihenfolge im Vers an, sodass er gelesen wird als: „O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr euch zum Gebet erhebt, oder einer von euch vom Abort kommt, oder ihr Frauen berührt habt, so wascht eure Gesichter und eure Hände bis zu den Ellbogen, und streicht leicht über eure Köpfe und [wascht] eure Füße bis zu den Knöcheln. Und wenn ihr Junub seid, reinigt [badet] euch, und wenn ihr krank seid oder auf einer Reise, und ihr kein Wasser findet, so geht zu sauberem, hohem Boden und reibt eure Gesichter und eure Hände mit etwas davon.“ Eine solche angenommene Lesart ist nicht erlaubt, außer auf der Grundlage eines Beweises, denn eine angenommene Lesart ist uneigentlich, und es ist besser, den Text in seiner eigentlichen Bedeutung zu lesen, statt ihn uneigentlich auszulegen. Man könnte sagen, es gebe einen Grund, der die Annahme einer Umstellung notwendig macht; nämlich dass ihre gegenwärtige Reihenfolge nahelegt, dass Krankheit und Reise Ursachen des Hadath seien. Doch dies ist nicht der Fall, wenn das Bindewort „oder“ (aw) hier in der Bedeutung von „und“ betrachtet wird, wie sie im Sprachgebrauch der Araber vorkommt. Dies ist einer der Gründe, die zu einer Meinungsverschiedenheit in dieser Frage geführt haben.
1.3.2. Personen, denen diese Form der Reinigung gestattet ist
1.3.2. Persons Permitted to Undertake this Form of Purification
Die Rechtsgelehrten waren sich einstimmig einig, dass die Personen, denen diese Reinigung gestattet ist, zwei Arten sind: der Kranke und der Reisende, wenn es an Wasser fehlt. Sie waren sich uneinig über vier weitere Arten: den Kranken, der Wasser finden kann, aber Angst hat, es zu benutzen; den Ansässigen, der kein Wasser hat; den gesunden Reisenden, der Wasser finden kann, aber die Furcht ihn daran hindert, es zu erreichen; und die Person, die aufgrund extremer Kälte Angst hat, Wasser zu benutzen. Über den Marid (Kranken), der Wasser finden kann, aber Angst hat, es zu benutzen, sagte die Mehrheit, dass ihm der Tayammum gestattet ist; ebenso im Fall des gesunden Menschen, der wegen der extremen Kälte des Wassers den Tod oder eine schwere Krankheit fürchtet, und der Person, die Angst hat, hinauszugehen und das Wasser zu erreichen, wobei jedoch die meisten Rechtsgelehrten es für ihn für verpflichtend halten, das Gebet zu wiederholen, wenn er Wasser findet. Ca' vertrat die Ansicht, dass sowohl Kranke als auch Gesunde, die Wasser finden, keinen Tayammum verrichten dürfen. Malik und al-Shafi'i bekräftigten die Zulässigkeit des Tayammum für den gesunden Ansässigen, der kein Wasser hat. Abu Hanifa sagte, dass der Tayammum für den gesunden Ansässigen nicht gestattet ist, selbst wenn es an Wasser fehlt.
The jurists agreed unanimously that the persons permitted to undertake this purification are of two types: the sick and the traveller, when there is a lack of water. They disagreed about four other types: the sick person who can find water, but is afraid to use it; the resident who has no water; the healthy traveller who can find water, but fear prevents him from reaching it; and the Person who is afraid to use water due to extreme cold. About the marid (sick person) who can find water, but is afraid to use it, the majority said that tayammum is permitted to him; similarly, in the case of the healthy person who fears death or severe illness because of the extreme coldness of water, and the person who is afraid to go out and reach the water, except that most of the jurists consider it obligatory for him to repeat prayers when he finds water. CA^ maintained that sick as well as the healthy persons who find water are not permitted to perform tayammum. Malik and al-ShafiT upheld the permissibility of tayammum for the healthy resident who lacks water. Abu Hanifa said that tayammum is not permitted for the healthy resident, even if there is a lack of water.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit über diese vier Fragen liegt in den Grundlagen dieses Kapitels. Bezüglich des Kranken, der Angst hat, Wasser zu benutzen, dreht sich ihr Streit darum, ob im Vers ein stillschweigend hinzugefügtes Wort enthalten ist, nämlich in den Worten des Erhabenen: „Und wenn ihr krank seid oder auf einer Reise“. Diejenigen, die der Ansicht waren, dass dort eine solche stillschweigende Ergänzung vorliegt und der Text bedeutet: „Und wenn ihr krank seid, sodass ihr Wasser nicht benutzen könnt“, und dass das Pronomen „ihr“ in den Worten des Erhabenen: „und ihr findet kein Wasser“ sich allein auf den Reisenden bezieht, erlaubten den Tayammum für den Kranken, der Angst hat, Wasser zu benutzen. Diejenigen, die sagten, dass sich das Pronomen in „und ihr findet kein Wasser“ sowohl auf den Kranken als auch auf den Reisenden bezieht und dass im Vers keine stillschweigende Ergänzung vorliegt, erlaubten dem Kranken den Tayammum nicht, wenn er Wasser finden kann.
1.3.3. Bedingungen für die Gültigkeit dieser Form der Reinigung
1.3.3. Conditions of Validity for this Form of Purification
Die Bestimmung der Bedingungen dieser Art der Reinigung betrifft drei Fragen, die gleichsam Grundsätze sind. Erstens: Ist die Absicht eine Bedingung für diese Reinigung? Zweitens: Ist die Suche nach Wasser, wenn es fehlt, eine Bedingung für die Zulässigkeit dieser Reinigung? Drittens: Ist der Eintritt der Gebetszeit eine Bedingung für die Gültigkeit des Tayammum?
^The identification of the conditions of this type of purification relates to three issues, which are like principles. First, whether intention is a condition for this purification? Second, whether searching for water, when it is lacking, is a condition for the permissibility of this purification? Third, whether the advent of the time (of prayer) is a condition for the validity of tayammum.
1.3.3.1. Frage 1: Die Absicht
1.3.3.1. Issue 1: Intention
Die Mehrheit vertritt die Ansicht, dass die Absicht eine Bedingung für das Tayammum ist, weil es ein ritueller, nicht vernunftgemäßer Gottesdienst (ʿibādah taʿabbudiyyah) ist. Zufar wich davon ab und sagte, die Absicht sei keine seiner Bedingungen und es bestehe keine Notwendigkeit für eine Absicht. Dies wird auch von al-Awzāʿī und al-Ḥasan ibn Ḥayy überliefert, doch die Aussage ist schwach.
The majority maintain that intention is a condition for tayammum, because it is a ritual non-rational worship. Zufar deviated saying that intention is not one of its conditions, and there is no need for intention. This is also related from al- AwzaT and al-Hasan ibn Hayy, but the claim is weak.
1.3.3.2. Problem 2: Das Suchen nach Wasser
1.3.3.2. Issue 2: Seeking water
Malik, möge Allah mit ihm zufrieden sein, machte zur Bedingung, dass nach Wasser gesucht wird (um festzustellen, dass keines vorhanden ist), bevor man zum Tayammum übergeht, ebenso al-Shafi'i. Abu Hanifa stellte diese Bedingung nicht auf. Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit darin liegt in der Frage, ob die Person, die ohne Suche kein Wasser findet, als jemand bezeichnet werden kann, dem Wasser fehlt, oder ob derjenige, dem Wasser fehlt, jemand ist, der danach gesucht, es aber nicht gefunden hat? Die Wahrheit ist: Wer davon überzeugt ist, dass kein Wasser vorhanden ist, sei es aufgrund einer vorherigen (erfolglosen) Suche oder ohne eine solche, ist jemand, dem Wasser fehlt. Wer dagegen nur seiner Laune folgt, kann nicht als jemand gelten, dem Wasser fehlt. Aus diesem Grund gilt die Meinung der Schule, die eine wiederholte Suche am selben Ort verlangt, als schwach, während die Meinung, die eine anfängliche Suche fordert, wenn keine überzeugende Information über das Fehlen von Wasser vorliegt, als stark gilt.
Malik, may Allah be pleased with him, stipulated the seeking of water (to ascertain non-availability prior to shifting to tayammum), as did al~Shafi(i. Abu HanTfa did not lay down this condition. The reason for their disagreement over this is whether the person who does not find water without seeking it can be termed as one who lacks water, or whether the person lacking water is one who has sought it but could not find it? The truth is that the person convinced about a lack of water, either due to a prior (unsuccessful) search or without it, 1S one who lacks water. The person acting merely on his whim, however, carmot be one who lacks water. It is for this reason that the opinion in the school requiring repeated search in the same location is deemed weak, whereas the opinion stipulating initial search, when there is no convincing information about lack of water is deemed strong.
3.3.3. Problem 3: Der Eintritt der Gebetszeit
'*3.3.3. Issue 3: The advent of time (of prayer)
Einige der Rechtsgelehrten machten dies zur Bedingung, was die Ansicht von asch-Schafiʿi und Malik ist, während andere es nicht zur Bedingung machten, was die Ansicht von Abu Hanifa, den Zahiriten und Ibn Schaʿban unter den Schülern Maliks ist.
Some of the jurists stipulated this, which is the opinion of ai-Shaf?T and Malik, while others did not, which is the opinion of Abu HanTfa, the Zahirites, an d Ibn Shahan from among the disciples of Malik.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt darin, ob die offensichtliche Bedeutung des Verses über die Waschung nahelegt, dass Tayammum und Wudu’ nicht erlaubt sind, außer wenn die Gebetszeit gekommen ist, wie in den Worten des Erhabenen: „O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr euch zum Gebet erhebt ...“73 Daher machten sie Wudu’ und Tayammum zur Pflicht zum Zeitpunkt des Aufstehens zum Gebet, was eintritt, wenn die Gebetszeit gekommen ist. Daraus folgt, dass das Urteil über Wudu’ und Tayammum hier dasselbe ist wie das Urteil über das Gebet (Salah): So wie die Zeit eine Bedingung für die Gültigkeit des Gebets ist, ist sie ebenso eine Bedingung für die Gültigkeit von Wudu’ und Tayammum. Die Scharia hat jedoch bei der Waschung eine Ausnahme gemacht. Behält das Tayammum dann die ursprüngliche Regel bei, oder ist dies keine offensichtliche Implikation des Verses? Und bedeuten die Worte des Erhabenen „O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr euch zum Gebet erhebt ...“ nicht vielmehr: „Wenn ihr euch entschließt, Gebete zu verrichten“? Ferner: Selbst wenn man beim Vers keine Annahme einer impliziten Bedeutung voraussetzt, wäre die einzige Folgerung, dass die Pflicht zur Waschung und zum Tayammum zur Zeit der Gebetspflicht entsteht, nicht aber, dass das Verrichten von Wudu’ vor der Gebetszeit ungültig sei – es sei denn, die Regel beruhe auf dem Analogieschluss zum Verrichten des Gebets vor seiner Zeit. In einem solchen Fall wäre es vorzuziehen zu sagen, dass der Grund für die Meinungsverschiedenheit hierin der Analogieschluss des Tayammum auf das Gebet ist; dieser ist jedoch schwach, denn sein Analogieschluss auf das Wudu’ wäre besser. Dies ist eine schwache Frage, also denke darüber nach, nämlich jene, die das Eintreten der Gebetszeit als Bedingung für seine Gültigkeit festlegen und es zu einer zeitgebundenen Form der Anbetung machen.
The reason for their disagreement is whether the apparent meaning of the Verse of ablution implies that tayammum and wudu> are not permitted, except when it is time for prayer, as in the words of the Exalted, “O ye who believe! When ye rise up for prayer .. .”73 Thus, they made wudu> and tayammum obligatory at the time of rising up for prayer, which occurs when it is time for prayer. It follows from this that the hukm of wudt? and tayammum here is the same as the hukm for salah, that is just as time is. a condition for the validity of prayer so, similarly, time is a condition for the validity of wudi? and tayammum. The shar* however has made an exemption in the case of ablution. Does tayammum then retain the original rule, or is this not an apparent implication of the verse and the words of the Exalted, “O ye who believe! When ye rise up for prayer ... mean, “When ye resolve to undertake prayers?” Further, even if there is no assumption of an implied meaning in the verse, the only implication would be that the obligation of ablution and tayammum becomes due at the time of obligation of prayer, not that performance of wudfi and before the time of prayer is invalid, unless the rule is based upon the analogy of observing prayer before its time. In such a case, it would be preferable to say that the reason for disagreement in this is the analogy of tayammum upon prayer, but it is weak because its analogy upon wudi? would be better. This is a weak issue, so think over it, that is those who stipulate the advent of the time of prayer for its validity and render it a form of worship bound by time.
11*3.4. Beschreibung dieser Form der Reinigung
11*3.4. Descripton of this Form of Purification
Zu der Beschreibung dieser Form der Reinigung gehören drei Punkte, {die die Grundlagen dieses Kapitels sind.}
to the description of this form of purification, it relates to three issues, {which are the principles of this chapter.
3.4.1. Problem 1: Der Teil der Hände, der abgewischt werden muss
^3.4.1. Issue 1: The part of the hands to be rubbed
Die Rechtsgelehrten vertraten vier verschiedene Meinungen über das Ausmaß der Hände, die Allah {zu reiben befohlen hat, mit Seinen Worten: „Und wenn ihr kein Wasser findet, dann geht auf sauberen, hohen Boden und reibt euch Gesicht und Hände damit ab.“}75 Erstens: Die vorgeschriebene Grenze hierfür ist dieselbe wie die Grenze beim Waschen (wudu') selbst, also bis zu den Ellenbogen. Dies ist die in der Schule weithin bekannte Meinung und wird von den Rechtsgelehrten der Provinzen vertreten. Zweitens: Die Pflicht besteht nur darin, die Handflächen abzureiben; dies vertreten die Ahl az-Zahir und die Traditionarier. Drittens: Es ist empfohlen, bis zu den Ellenbogen zu reiben, die Pflicht aber besteht im Reiben der Handflächen. Dies wird von Malik überliefert. Die vierte Meinung besagt, dass die Pflicht bis zur Schulter reicht. Dies ist eine abweichende Meinung und wird von az-Zuhri und Muhammad ibn Maslama überliefert.
The jurists had four different opinions about the extent of the hands that Allah {has commanded people to rub in His words, “And ye find not water, then go clean, high ground and rub your faces and your hands with some of it”.75 First, that the prescribed limit for this is the same as the limit in wudu> itself, which is up to the elbows. This is the widely known opinion in the school, and is upheld by the jurists of the provinces. Second, the obligation is to rub the palm of the hand only and this is maintained by the Ahl abZahir and the fraditionists. Third, that it is recommended up to the elbows, but the obligation is (to rub) the palms of the hands. This is related from Malik. The fourth opinion is that the obligation extends up to the shoulder. This is a deviant opinion and has been related from al-ZuhrT and Muhammad ibn Masalma.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt in der Mehrdeutigkeit des Begriffs „yadd“ in der Sprache der Araber. Dieser Begriff wird im Arabischen in drei Bedeutungen verwendet: nur die Hand, was die primäre Verwendung darstellt; die Hand und der Unterarm; die Hand, der Unterarm und der Oberarm. Der zweite Grund ergibt sich aus dem Widerspruch zwischen den einschlägigen Überlieferungen. So sagt die weithin bekannte Überlieferung von ʿAmmār in ihren verschiedenen etablierten Überlieferungswegen: „Es hätte für dich genügt, mit deiner Hand zu streichen, dann sie abzuschütteln und (damit) dein Gesicht und deine Hände zu reiben.“ In einigen Versionen wird berichtet, dass der Prophet ﷺ sagte: „… und dass du deine Hände bis zu den Ellbogen reibst.“ Ebenso wird von Ibn ʿUmar überliefert, dass der Prophet ﷺ sagte: „[Der Tayammum] besteht aus zwei Strichen: einem Strich für das Gesicht und einem anderen für die Hände bis zu den Ellbogen.“ Dies wird auch durch Ibn ʿAbbās und andere Überlieferer berichtet.
H The reason for their disagreement stems from the equivocality of the term yadd’’' in the language of the Arabs. This is so as the term “yadd’, in the language of the Arabs is used in three meanings: the hand only, which Provides the primary use; the hand and the forearm; the hand, forearm, and upper arm. The second reason arises from the conflict of relevant traditions, be widely known tradition of Ammar, in its various established channels, c f ■ Sa ys, “It would have been enough for you to stroke with your hand, then shake !* off them, and rub your face (with them) and your hands”. In some versions Is stated that the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) said, nd that you rub your hands up to the elbows”. It is also related from Ibn u 0131 ^t the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) said, consists of two strokes: a stroke for the face, and another for the n us, up to the elbows”. This is also related through Ibn Abbas and other c barrators.
1.3.4.2. Problem 2: Das Schlagen auf die Erde
1.3.4.2. Issue 2: Striking the earth
Die Rechtsgelehrten waren sich uneins darüber, wie oft die Erde für den Zweck des Tayammum geschlagen werden soll. Einige von ihnen sagten, es sei einmal, andere sagten, es seien zweimal. Zu denen, die sagten, es seien zweimal, gehören auch einige, die meinten, ein Schlag gelte dem Gesicht und ein Schlag den Händen. Diese bilden die Mehrheit. Wenn ich von der „Mehrheit“ spreche, zählen die drei (führenden) Rechtsgelehrten dazu, nämlich Malik, asch-Schafi'i und Abu Hanifa. Einige von ihnen sagten, dass für jedes der beiden jeweils zwei Schläge vorgesehen seien, also zwei Schläge für die Hände und zwei Schläge für das Gesicht.
The jurists disagreed about the number of times the earth is to be struck for the purpose of tayammum. Some of them said it is once, while others said that it is twice. Those who said that it is twice include some who said that one stroke is for. the face and one for the hands. These are the majority. When I say “majority”, then the three (leading) jurists are counted among them, that is, Malik, al-Shafi T, and Abu HanTfa. Some c of them said that there are two strokes for each of them, that is two strokes for the hands and two strokes for the face.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt darin, dass der Vers hierzu keine Einzelheiten nennt, die Überlieferungen einander widersprechen und die Analogie zur Waschung (wudu') beim Tayammum in all ihren Einzelheiten nicht übereinstimmend anerkannt ist. Was die etablierte Überlieferung von ‘Ammar hierzu sagt, ist ein einziger Strich sowohl für das Gesicht als auch für die Hände, doch es gibt Überlieferungen, nach denen zweimal gestrichen werden muss. Die Mehrheit hat diese Überlieferungen aufgrund der Analogie der Waschung zum Tayammum bevorzugt.
The reason for their disagreement is that the verse gives no details about this, and the traditions are in conflict, while the analogy of wudi? tayammum in all its instances is not agreed upon. What is stated by the established tradition of ‘Ammar about this is one stroke both for the face and the hands, but there are traditions in which it is required twice. The majority preferred these traditions on the basis of analogy of ablution for tayammum.
13.4.3. Problem 3: Das Erreichen der Gliedmaßen durch die Erde
13.4.3. Issue 3: Earth reaching the limbs
Al-Shafi'T* war mit Malik, Abu Hanifa und anderen uneinig darüber, ob es erforderlich ist, dass die Erde die Körperteile erreicht, die Gegenstand des Tayammum sind. Abu Hanifa hielt dies nicht für verpflichtend, ebenso wenig Malik, al-Shafi'T* hingegen vertrat die Auffassung, dass es verpflichtend sei.
Al-Shafi T* disagreed with Malik, Abu HanTfa, and others about <- the obligation of the earth reaching the limbs that are the object of tayammum. Abu HanTfa did not' consider this as obligatory, nor did Malik, but al-Shafi T upheld it as c obligatory.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt in der Mehrdeutigkeit des Wortes „min“ (von) in den Worten des Erhabenen: „Und wischt euer Gesicht und eure Hände mit etwas davon ab (wwta)“.76 Dies deshalb, weil die Partikel min manchmal verwendet wird, um einen Teil anzuzeigen, während sie an anderen Stellen verwendet wird, um eine Unterscheidung zwischen Kategorien zu treffen. Diejenigen, die vertraten, dass sie hier zur Angabe eines Teils verwendet wurde, machten die Übertragung der Erde auf die Glieder beim Tayammum verpflichtend. Diejenigen, die behaupteten, sie zeige eine Unterscheidung zwischen Kategorien an, sagten, dass das Übertragen nicht verpflichtend sei. Al-Schafi'i bevorzugte die Auslegung, die einen Teil impliziert, auf Grundlage der Analogie der Waschung zum Tayammum; doch dem widerspricht die zuvor angeführte Überlieferung von ʿAmmar, denn sie enthält die Worte „dann schüttle es ab“, ebenso wie die Tatsache, dass der Prophet ﷺ das Tayammum an der Wand vollzog.
The reason for their disagreement is the equivocality found in the word W in the words of the Exalted, “And rub your faces and your hands with some of it (wwta)”.76 This is so as the word min is sometimes used to indicate a part, while at other times it is used to make a distinction between the categories. Those who held that it has been used here to indicate a part, made the transfer of the earth to the limbs of tayammum obligatory. Those who maintained that it indicates a distinction among categories said that transferring it is not obligatory. Al-ShafiT preferred the interpretation implying a part on the basis of the analogy of ablution for tayammum, but this is opposed by the tradition of cAmmar that has preceded, for it contains the words, “then shake it off’, and also the Prophet’s performing tayammum at the wall.
Die Meinungsverschiedenheit der Rechtsgelehrten darüber, ob bei der Tayammum die Reihenfolge der Handlungen (Ordnung der Akte) verpflichtend ist, sowie darüber, ob die unmittelbare Ausführung verpflichtend ist (d. h. es darf kein Zeitabstand zwischen dem Abreiben des Gesichts und dem Abreiben der Hände liegen), ist genau dieselbe wie ihre Meinungsverschiedenheit darüber bei der Waschung (Wudu). Die Ursachen der Meinungsverschiedenheit dort sind dieselben wie hier, weshalb es keinen Sinn hat, sie zu wiederholen.
3.5. Das Material, das für diese Form der Reinigung verwendet wird
^3.5. The Material Used for this Form of Purification
Sie waren sich über die Gültigkeit einig, wenn der Boden sauber und bebaubar ist, sind jedoch uneins über die Zulässigkeit mit anderen Bestandteilen der Erde, die sich außer dem Erdreich finden, etwa Steinen. Al-Schafi'i vertrat die Ansicht, dass Tayammum nur mit reiner Erde erlaubt ist. Malik und seine Schüler sagten, dass Tayammum nach der weithin bekannten Meinung mit allem erlaubt ist, was sich auf der Oberfläche des Landes mit all seinen Bestandteilen findet, wie Kieselsteine, Sand und Erde. Abu Hanifa fügte dem hinzu, dass es (erlaubt ist) mit allen festen Stoffen, die die Erde hervorbringt, wie Kalk, Arsen, Gips, Ton und Marmor. Einige von ihnen, und das ist die Mehrheit, stipulierten, dass der Boden sich auf der Oberfläche der Erde befinden muss. Ahmad ibn Hanbal sagte, dass Tayammum mit Staub von einem Kleidungsstück oder aus Wolle durchgeführt werden darf.
This involves a single issue. They agreed about its validity with clean cultivable soil, but disagreed about its performance with what is besides soil from among the constituent parts found on land, like stones. Al-ShaficT held l hat tayammum is not permitted except with pure earth. Malik and his disciples tald that tayammum is permitted, according to the widely known opinion, with whatever is found upon the surface of land with all its constituents, like Pebbles, sand, and earth. Abu HanTfa added to this saying (that it is permitted) w, *h ail kinds of solid matter produced by the earth, like lime, arsenic, Eypsum, clay, and marble. Some of them, and these are the majority, stipulated that the soil must be on the surface of the earth. Ahmad ibn Hanbal said that tayammum may be performed with dust from a garment or from wool.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit beruht auf zwei Faktoren. Erstens auf der Mehrdeutigkeit des Begriffs ṣaʿīd in der Sprache der Araber, da er mitunter für reine Erde verwendet wird, mitunter aber für alle Bestandteile auf der Oberfläche des Landes, so sehr, dass Mālik und seine Schüler aufgrund der Auslegung der Ableitungen dieses Begriffs ṣaʿd es in einer der Überlieferungen auch mit Gras und Schnee zuließen; sie sagten, dass auch diese im primären Gebrauch des Begriffs ṣaʿīd genannt würden, nämlich als das, was sich auf der Oberfläche der Erde befindet, doch dieses Argument ist schwach.
The reason for their disagreement is based upon two factors. First, the equivocality of the term sa<id in the language of the Arabs, as it is sometimes applied to clean earth, and at other times to all the constituents on the surface of land, so much so that the interpretation of the derivatives of this term sah'd led Malik and his disciples to permit it, in one of the narrations, with grass and snow; they said that these are also called saVd in the primary use of the term, that is being upon the surface of the earth, but this argument is weak.
1.3.6. Faktoren, die diese Form der Reinigung ungültig machen
1.3.6. Factors nullifying this form of purification
Über die Faktoren, die diese Form der Reinigung aufheben, waren sich die Rechtsgelehrten einig, dass der Tayammum durch dasselbe ungültig wird, was die ursprüngliche Reinigung, also die Waschung oder das Ganzkörperbad, ungültig macht. In zwei Fragen waren sie jedoch uneinig. Erstens: Hebt die Absicht, ein anderes Pflichtgebet als das Pflichtgebet, für das der Tayammum vollzogen wurde, zu verrichten, diesen auf? Zweitens: Hebt das Vorhandensein von Wasser ihn auf?
About the factors nullifying this form of purification, the jurists agreed that tayammum is invalidated by things that invalidate the original purification, which is ablution or bathing. They disagreed in this over two issues. First, does the intention of offering an obligatory prayer other than the obligatory saldh that was intended with the tayammum invalidate it? Second, whether the existence of water invalidates it?
1.3.6.1. Ausgabe 1: Absicht, ein anderes Pflichtgebet zu verrichten
1.3.6.1. Issue 1: Intention to perform another obligatory prayer
Malik vertrat die Auffassung, dass die Absicht eines zweiten Gebets die Reinheit für das erste Gebet ungültig macht. Die Ansichten anderer stehen dem entgegen. Die Grundlage dieser Meinungsverschiedenheit beruht auf zwei Dingen. Erstens: Gibt es in den Worten des Erhabenen „O ihr, die ihr glaubt! Wenn ihr euch zum Gebet erhebt ..“ einen impliziten Text, das heißt: „wenn ihr vom Schlaf aufsteht“ oder „wenn ihr im Zustand der Unreinheit aufsteht“? Diejenigen, die vertraten, dass es keinen impliziten Text gibt, sagten, dass der offensichtliche Sinn des Verses die Waschung (wudu') oder den Tayammum für jedes Gebet anzeigt, dass aber die Sunna die Bedeutung für die Waschung eingeschränkt hat, sodass der Tayammum die ursprüngliche Regel behält. Man kann sich jedoch nicht auf dieser Grundlage für Malik berufen, denn Malik vertritt die Auffassung, dass der Vers einen impliziten Text enthält, entsprechend dem, was er von Zayd ibn Aslam in seinem al-Muwatta überliefert hat.
Malik maintained that the intention of a second prayer invalidates purification for the first prayer. The views of others are opposed to this. The basis for this disagreement revolves around two things. First, whether in the words of the Exalted, “O ye who believe! When ye rise up for prayer .. ”, there is an implied text, that is, when ye arise from sleep, or when ye arise in an unclean state? Those who maintained that there is no implied text said that the apparent meaning of the verse indicates wudi? or tayammum for each prayer, but the sunna has restricted the meaning for wudu>, so tayammum retains the original rule. It cannot, however, be argued for Malik on the basis of this (argument), because Malik maintains that the verse contains an implied text, according to what he has related from Zayd ibn Aslam in his al-Muwattd*.
Der zweite Grund beruht auf der Wiederkehr des Gebots mit dem Eintritt der Zeit für jedes Gebet. Dies folgt aus den Grundsätzen Maliks, das heißt, dieses Argument kann zu seinen Gunsten angeführt werden, und die Erörterung dieser Frage ist bereits vorausgegangen. Diejenigen, für die das Gebot nicht wiederkehrt und die einen impliziten Text im Vers annahmen, vertraten nicht die Auffassung, dass die Absicht, ein zweites Salah zu verrichten, den Tayammum ungültig macht.
The second reason is based on the recurrence of the command with the advent of time for each prayer. This is what follows from Malik’s principles, that is, this argument may be adduced on his behalf, and the discussion of this issue has preceded. Those for whom the command does not recur, and they assumed an implied text in the verse, did not uphold that the intention to perform a second salah invalidates tayammum.
1.3.6.2. Frage 2: Das Vorhandensein von Wasser
1.3.6.2. Issue 2: The existence of water
Die Mehrheit vertrat die Auffassung, dass das Vorhandensein von Wasser diese Reinigung ungültig macht. Eine Gruppe von Rechtsgelehrten war hingegen der Ansicht, dass ihre Ungültigkeit nur durch den Eintritt eines Hadath (Zustand der rituellen Unreinheit) bewirkt werde. Der Grund für diese Meinungsverschiedenheit liegt in der Frage, ob das Vorhandensein von Wasser die fortbestehende Reinheit, die mit Erde erlangt wurde, aufhebt, oder ob es lediglich den Beginn der Reinigung mit ihr (der Erde) verhindert? Diejenigen, die vertraten, dass es nur den Beginn der Reinigung mit Erde (bei vorhandenem Wasser) verneint, sagten, dass sie nur durch den Eintritt eines Hadath ungültig wird. Diejenigen, die vertraten, dass es (das Vorhandensein von Wasser) die fortbestehende Reinheit ungültig macht, sagten, dass sie ungültig wird. Die Definition des ungültig machenden Faktors (Wasser) ist das, was die fortbestehende Reinheit beseitigt.
The majority held that the existence of water invalidates this purification. A Stoup of jurists, however, maintained that its invalidation results only from the occurrence of a hadath. The basis of this disagreement is whether the existence of water removes the prevailing purification that was achieved with earth or whether it negates the initiation of purification with it (earth)? Those who Maintained that it negates only the commencement of purification with earth (water being available) said that it is invalidated only by the occurrence of a hadath. Those who maintained that it (availability of water) invalidates the Prevailing purity said that it is invalidated. The definition of the invalidating factor (water) is the eliminator of the prevailing purity.
Die Mehrheit stützte ihre Meinung auf eine feststehende Überlieferung, nämlich die Aussage des Propheten ﷺ: „Die Erde wurde mir zu einer Moschee und zu einem Mittel der Reinheit gemacht, solange kein Wasser gefunden wird.“ Daraus lässt sich verstehen, dass diese Reinigung sofort endet und aufgehoben wird, sobald Wasser gefunden wird, zugleich aber auch, dass es nicht gültig ist, diese Form der Reinigung vorzunehmen, wenn Wasser vorhanden ist. Die stärkste Stütze für die Mehrheit bietet die Überlieferung von Abu Said al-Chudri, wonach der Prophet ﷺ sagte: „Wenn ihr Wasser gefunden habt, so lasst es eure Haut berühren.“ Der Befehl wird hier von der Mehrheit so ausgelegt, dass er sofortige Befolgung verlangt, obwohl er zugleich zu der vorherigen Möglichkeit führt; denke also darüber nach. Al-Schafi'i nahm an, dass das Vorhandensein von Wasser diese Reinigung aufhebt, und daher behauptete er, dass das Tayammum das Hadath nicht tatsächlich beseitige, das heißt, es erzeuge keine Reinheit, die die Unreinheit entfernt, sondern bewirke lediglich, dass das Gebet trotz vorhandener Unreinheit erlaubt ist. Dies ist unbegründet, denn Allah hat es Reinigung genannt. Einige Schüler Maliks vertraten die Ansicht, dass das Tayammum das Hadath nicht beseitige, denn hätte es dies getan, so hätte nur ein Hadath es ungültig machen können. Die Antwort lautet: Bei dieser Reinigung ist das Vorhandensein von Wasser selbst eine Art spezifisches Hadath, entsprechend der Meinung, dass das Vorhandensein von Wasser sie aufhebt.
1.3.4. Handlungen, für die diese Form der Reinigung Voraussetzung ist
1.3.4. Acts for which this Form of Purification is a Condition
Die Mehrheit war sich einig, dass Handlungen, deren Gültigkeit oder Erlaubtheit von dieser Form der Reinigung abhängt, diejenigen sind, für die die Waschung (wudu') eine Bedingung ist, wie das Gebet, das Berühren des Mushaf und dergleichen. Uneinig waren sie sich darüber, ob mehr als ein (verpflichtendes) Gebet mit ihr (d. h. mit einem Tayammum) erlaubt ist. Es ist in der malikitischen Schule allgemein bekannt, dass zwei verpflichtende Gebete damit niemals erlaubt sind. Seine Meinung unterschied sich bezüglich zweier nachzuholender Gebete. Es ist allgemein bekannt, dass ein Tayammum genügt, wenn eines der beiden Gebete verpflichtend und das andere freiwillig ist, sofern er das verpflichtende zuerst betet; beginnt er jedoch mit dem freiwilligen, kann er sie nicht mit einem Tayammum verrichten. Abu Hanifa vertrat die Auffassung, dass es erlaubt ist, zwei verpflichtende Gebete mit einem einzigen Tayammum zu verrichten.
The majority agreed that acts whose validity or permissibility depends upon this form of purification are those for which ablution (wudi?) is a condition, like prayer, Touching the mushaf, and so on. They disagreed on whether more than one (obligatory) prayer is permissible with it (i.e. with one tayammum)? It is widely known in the Malik’s school that two mandatory prayers are never permitted with it. His opinion differed about two lapsed prayers. It is well- known that one tayammum is enough if one of the two prayers is mandatory and the other is supererogatory, if he prays the mandatory first, but if commences with the supererogatory, he cannot observe them with one tayammum. Abu Hamfa held that it is permitted to observe two mandatory prayers with a single tayammum.
Die Grundlage dieser Meinungsverschiedenheit ist die Frage, ob für jedes Gebet ein Tayammum erforderlich ist, sei es aufgrund des offensichtlichen Wortsinns des Verses, aufgrund der Verpflichtung zur Wiederholung des Gebotes oder aufgrund beider Gründe zugleich.
The basis for this disagreement is whether tayammum is required for each prayer, either due to the apparent meaning of the verse, or due to the obligation of the recurrence of the command, or due to both.