Im Hinblick auf den Zeitpunkt, zu dem sie verpflichtend wird, waren sie uneins, ob der Befehl eine sofortige oder eine aufgeschobene Befolgung erfordert? Beide Meinungen werden Malik und seinen Schülern zugeschrieben. Die offensichtliche Meinung der späteren Rechtsgelehrten seiner Schule ist, dass sie aufgeschoben ist, doch seine Schüler aus Bagdad sagten, sie sei sofort zu befolgen. Die Überlieferungen von Abu Hanifa und seinen Schülern unterscheiden sich, doch ihre bevorzugte Meinung ist, dass sie sofort zu befolgen ist. Al-Schafi'i sagte, sie erstrecke sich über einen Zeitraum. Die Stütze derjenigen, die sagen, dass sie sich über einen Zeitraum erstreckt (also nicht sofort zu befolgen ist), ist, dass die Pilgerfahrt (Hajj) Jahre vor der Pilgerfahrt des Propheten ﷺ verpflichtend wurde. Hätte sie eine sofortige Befolgung erfordert, hätte der Prophet ﷺ die Verrichtung seiner Pilgerfahrt nicht aufgeschoben. Hätte er dies aufgrund einer Entschuldigung getan, hätte er es erklärt. Das Argument der anderen Gruppe lautet, dass, wenn sie an eine bestimmte Zeit gebunden ist, der Grundsatz gelten würde, dass die Person, die sie bis zum Verstreichen der Zeit unterlässt, sich versündigt, wobei die Grundlage (für die Analogie) die Gebetszeit ist. Der Unterschied zwischen diesem und dem Gebot des Gebets besteht, nach Ansicht der zweiten Gruppe, darin, dass ihre Verpflichtung nicht von Augenblick zu Augenblick erneuert wird, während sie beim Gebet in jedem Augenblick erneuert wird. Insgesamt sagten diejenigen, die den anfänglichen Zeitpunkt der Verpflichtung zur Pilgerfahrt, der für einen Einzelnen gilt, der die Fähigkeit (zur Verrichtung) besitzt, dem anfänglichen Zeitpunkt des Gebets ähnlich hielten, dass die Befolgung aufgeschoben sei, während diejenigen, die ihn dem letzten Zeitpunkt des Gebets ähnlich hielten, sagten, dass die Befolgung sofort zu erfolgen habe. Der Grund, ihn dem letzten Abschnitt der Gebetszeit ähnlich zu halten, ist, dass er mit dem Eintritt der Zeit endet, in der seine Handlung nicht gültig ist, so wie die Gebetszeit mit dem Eintritt der Zeit endet, in der der Gläubige nicht als jemand gilt, der sein Gebet verrichtet. Diese Rechtsgelehrten argumentieren außerdem mit dem Risiko, das mit dem Aufschieben auf ein anderes Jahr verbunden ist, da in einem längeren Zeitraum die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass der Tod eintritt. Sie vertreten, dass dies sich vom Fall des Aufschiebens des Gebets von seiner ersten bis zu seiner letzten Zeit unterscheidet, da die Wahrscheinlichkeit, dass die Person innerhalb dieser kurzen Zeit stirbt, weit geringer ist als innerhalb eines Jahres. Vielleicht können sie noch hinzufügen, dass das Aufschieben des Gebets innerhalb seiner festgesetzten Zeit den Gläubigen nicht von der Möglichkeit trennt, das Gebet zu verrichten, das Aufschieben in diesem Fall der Pilgerfahrt jedoch zum Ablauf ihrer Frist und zum Beginn eines weit längeren Zeitraums führt, in dem die Verrichtung dieses Gottesdienstes nicht gültig ist. Dies ist dem Fall des unbedingten Gebots nicht ähnlich, denn beim unbedingten Gebot führt nach der Ansicht derer, die vertreten, dass es eine Freiheit zur verzögerten Befolgung beinhaltet, ein Aufschieben der Ausführung nicht dazu, dass eine Zeit eintritt, in der der geforderte Gottesdienst ungültig ist, wie es bei der Pilgerfahrt der Fall ist, wenn die Zeit dafür gekommen ist und der Verpflichtete sie in die Zukunft verschiebt. Die Meinungsverschiedenheit in dieser Frage gehört daher nicht, wie angenommen wurde, zur Kategorie ihres Streites darüber, ob ein unbedingtes Gebot eine sofortige oder eine verzögerte Befolgung erfordert.
With respect to the time when it becomes obligatory, they disagreed whether the,command necessitates immediate or delayed compliance?239 Both opinions are attributed to Malik and his disciples. The apparent opinion of the later jurists of his school is that it is delayed, butrhis disciples from Baghdad said that it is immediate. Reports from Abu HanTfa and his disciples differ, but their preferred opinion is that it is immediate. Al-ShaficT said that it is spread out over a period of time. The reliance of those who say that it spreads over a span of time (is not immediate) is that hajj became obligatory years before the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) performed the hajj. If it required immediate compliance the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) would not have delayed the performance of his hajj. If he had done so because of an excuse he would have explained it. The argument of the other group is that if it is specific to a particular time, the principle would be to attribute sin to the person who relinquishes it till the time passes, the basis (for the analogy) being the time of prayer. The distinction between this and the command for prayer, in the view of the second group, is that its obligation is not renewed from moment to moment and in prayer it is renewed every moment. On the whole, those who held the initial time of obligation in hajj, as applicable to an individual who has the ability (for performance), to be similar to the initial time of prayer said that compliance is delayed, while those who held it to be similar to the last time of prayer said that compliance is immediate. The reason for holding it to be similar to the last portion of the time of prayer is that it is terminated with the advent of the time in which his act is not valid, just as the time of prayer is terminated with the advent of time in which the worshipper is not considered to be offering his prayer as W#. These jurists also argue on the basis of the risk that becomes associated with the postponement to another year because of the greater possibility of death occuring during a longer period. They maintain that this is different from the case of delay in prayer from its first time to its last, as the likelihood of the person’s death within that short time is far less than it is within a year. Perhaps they may add that delaying prayer within its fixed period does not separate the worshipper from the chance to perform the prayer as 'add*, but delay in this case of hajj leads to the expiry of its period and the start of a much longer period in which the performance of this worship is not valid. This is not similar to the case of the unqualified command, because in the unqualified command, in the view of those who maintain that it implies liberty of delayed compliance, a delay in performance does not lead to the advent of a time in which the required worship is not valid, as it does in the case of hajj when it is time for it and the subject postpones it to the future. The disagreement, then, on this issue does not belong, as has been assumed, to the category of their dispute whether an unqualified command necessitates immediate or delayed compliance.