12 3.2. Kapitel 2: Gemeinschaftsgebete und die Bedingungen der Imamat
12 3.2. Chapter 2 Congregational Prayers and the Conditions of Imama
Die Erörterung der Regeln in diesem Kapitel gliedert sich in sieben Abschnitte. Der erste behandelt die Bestimmung der Vorschriften (ahkām) des Gemeinschaftsgebets. Der zweite befasst sich mit den Voraussetzungen der Imamat und mit der Person, die Vorrang für das Imamat hat, sowie mit den besonderen Bedingungen für sie. Der dritte behandelt die Stellung der Nachfolgenden (Muqtadīs) gegenüber dem Imam und die Besonderheiten der Nachfolgenden. Der vierte befasst sich mit den Dingen, in denen jemand dem Imam folgt, und mit denen, in denen er ihm nicht folgt. Der fünfte behandelt die Art und Weise des Folgens (des Imams). Der sechste befasst sich mit den Handlungen, die der Imam stellvertretend für die Nachfolgenden übernimmt. Der siebte behandelt die Frage, inwieweit die Ungültigkeit des Gebets des Imams auf die Nachfolgenden übertragen werden kann.
The discussion of the rules in this chapter is covered in seven sections. The i*grSt is about the identification of the ahkam of congregational prayers. The ‘second is about the identification of the conditions of imama and about the person who has precedence for imama and the conditions specific to him. The third is about the position of the followers with respect to the imam and the specific to the followers. The fourth is about the things in which a person follows the imam and those in which he does not follow him. The fifth j s about the manner of following (the imam). The sixth is about the acts that the imam bears on behalf of the followers. The seventh is about the question of how far can the invalidation of the imam's prayer be extended to the followers.
2.3.2.1. Abschnitt 7: Das Urteil (Hukm) über das gemeinschaftliche Gebet
2.3.2.1. Section 7: The hukm of congregational prayers
In diesem Abschnitt geht es um zwei Fragen. Die erste ist, ob das Gebet in der Gemeinschaft für denjenigen verpflichtend ist, der den Gebetsruf hört. Die zweite Frage betrifft Folgendes: Wenn jemand die Moschee betritt und betet (separat, bevor das Gemeinschaftsgebet abgehalten wird), ist es dann für ihn verpflichtend, dieselben Gebete mit der Gemeinschaft zu wiederholen?
In this section there are two issues. The first is whether prayer with the congregation is obligatory on the person who hears the call. The second issue relates to the following question: if a person enters the mosque and prays (separately before the congregational prayer is held), is it obligatory upon him to repeat the same prayers with the congregation?
2.3.2.1.1. Ausgabe 1
2.3.2.1.1. Issue 1
Die Rechtsgelehrten waren sich uneins über (die Frage), wobei die Mehrheit vertrat, dass es entweder eine Sunna oder eine Gemeinschaftspflicht (fard kifaya) sei. Die Zahiriten vertraten die Auffassung, dass das Gebet in der Gemeinschaft für jeden Mukallaf (Person mit Rechtsfähigkeit) verpflichtend sei.
The jurist disagreed about (the issue), with the majority maintaining that it is either a sunna or a communal obligation (fard kifaya). The Zahirites maintained that prayer with the congregation is obligatory for each mukallaf (individual with legal capacity).
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt im Widerspruch der Auslegungen der Überlieferungen zu dieser Frage. So bringt der offensichtliche Sinn der Worte des Propheten ﷺ: „Das Gebet in der Gemeinschaft ist dem Alleinbeten um fünfundzwanzig Grade oder um siebenundzwanzig Grade überlegen“, zum Ausdruck, dass das Gemeinschaftsgebet zur Kategorie der empfohlenen Ahkām gehört. Das bedeutet, dass es eine Vervollkommnung über das Pflichtgebet hinaus ist, als hätte der Prophet ﷺ gesagt, dass das Gebet in der Gemeinschaft vollkommener sei als das Gebet des (alleinbetenden) Einzelnen. Vollkommenheit ist jedoch etwas zusätzlich zur Genüge. Es gibt die bekannte Überlieferung über den Blinden, der um Erlaubnis bat, den Gemeinschaftsgebeten fernbleiben zu dürfen, da niemand da sei, der ihn zu ihnen (der Gemeinschaft) führe. Der Prophet ﷺ gewährte ihm zunächst die Befreiung, sagte ihm dann aber: „Hörst du den Ruf?“ Er antwortete: „Ja.“ Da sagte er: „In diesem Fall finde ich keine Befreiung für dich.“ Dies ist eindeutig hinsichtlich seiner Verpflichtung beim Fehlen eines gültigen Entschuldigungsgrundes. Überliefert ist dies von Muslim. Zu denen, die diese Überlieferung stärken, gehört die von Abū Hurayra überlieferte, deren Authentizität allgemein anerkannt ist, und die besagt, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Bei Dem, in Dessen Hand mein Leben liegt, ich war nahe daran, das Sammeln von Brennholz in Bündeln anzuordnen, den Gebetsruf anzuordnen, dann einen Menschen anzuordnen, die Leute im Gebet anzuführen (in meinem Auftrag), und dann die widerstrebenden Männer (in ihren Häusern) aufzusuchen und ihre Häuser über ihnen niederzubrennen.“ Bei Dem, in Dessen Hand mein Leben liegt, wenn einer von ihnen wüsste, dass er einen fleischigen Knochen oder zwei gute Fleischstücke finden würde, dann wäre er zugegen bei ish&'\ Es gibt auch die Überlieferung von Ibn Mas'ud, in der er sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ hat uns die Wege der rechten Leitung gelehrt, und zu diesen rechtgeleiteten Wegen gehört das Gebet in einer Moschee, in der zum Gebet gerufen wurde.“ In einigen ihrer Fassungen heißt es: „Wenn ihr die Sunna eures Propheten ﷺ aufgäbet, würdet ihr irregehen.“
The reason for their disagreement arises from the conflict of the interpretations of the traditions on this issue. Thus, the apparent meaning of the words of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), “Prayer with the congregation is superior to praying alone by twenty-five degrees or by twenty-seven degrees” conveys that congregational prayers belong to the category of recommended ahkam. This means that it is a perfection over and above the obligatory prayer, as if the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) had said that prayer with the congregation is more perfect than the prayer of the (solitary) individual. Perfection is something additional to sufficiency. There is the well-known tradition about the blind man, who sought permission to stay away from congregational prayers as there was noone to lead him to it (the congregation). The Prophet (God’s peace and blessings be upon him) granted him the exemption (at first), but then said to him, “Can you hear the call?” He said, “Yes”. He said, “In that case I do not find any exemption for you”. This is explicit about its obligation in the absence of a valid excuse. This is recorded by Muslim. Among those that strengthen this tradition is that related by Abu Hurayra, the authenticity of which is agreed upon and it states that the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) said, “By Him in whose hands is my life, I had almost resolved to order the collection of firewood in bundles, order the call for prayer, then order a person to lead the people in prayers (on my behalf), and then chase reluctant men (in their houses) and to burn down their houses over them. By Him in whose hands is my life, if any of them had known that he would find a meaty bone or two good meat legs, he would be present at ish&'\ There is also the tradition of Ibn Mascud, in which he said, “The Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) taught us the paths of right guidance, and among these guided paths is prayer in a mosque where the call has been issued”. In some of its versions it is said, “If you were to give up the practice of your Prophet you would be led astray”.
2.3.2.1.2. Ausgabe 2
2.3.2.1.2. Issue 2
Die Person, die die Moschee betritt und betet, kann dies auf eine von zwei Arten getan haben: Sie kann allein gebetet haben, oder sie kann mit der Gemeinde gebetet haben. Hat sie allein gebetet, so vertritt eine Gruppe von Rechtsgelehrten die Auffassung, dass sie das Gebet mit der Gemeinde wiederholen soll, mit Ausnahme des Sonnenuntergangsgebets (Maghrib) allein. Zu den Vertretern dieser Meinung gehören Malik und seine Schüler. Abu Hanifa sagte, dass sie das Gebet wiederholen soll, mit Ausnahme des Sonnenuntergangsgebets und des Mittagsgebets (Asr), während al-Awza'i das Sonnenuntergangsgebet und das Morgengebet ausnahm, und Abu Thaur ließ das Mittagsgebet und das Morgengebet aus. Al-Schafi'i sagte, dass sie alle Gebete wiederholen soll.
The person who entered the mosque and prayed may have done it in one of two ways: he may have prayed alone, or he may have prayed with the congregation. If he has prayed alone, a group of jurists maintain that he is to repeat the prayer with the congregation, except in the case of the sunset prayer (maghrib) only. Those who upheld this opinion are Malik and his disciples. Abu Harnfa said that he is to repeat the prayer, except the sunset and the middle prayer (casr), while al-AwzacT exempted the sunset and the morning prayers, and Abu Thawr exempted the middle and the morning prayers. Al- ShafiT said that he is to repeat all the prayers.
Sie waren sich allgemein über die Wiederholung der Gebete (in der Gemeinschaft) einig, aufgrund der Überlieferung von Bishr ibn Muhammad von seinem Vater, dass der Gesandte Allahs ﷺ zu ihm, als er die Moschee betrat und nicht mit ihm betete, sagte: „Warum hast du nicht mit den Leuten gebetet, bist du etwa kein Muslim?“ Er sagte: „Doch, natürlich bin ich einer, o Gesandter Allahs, aber ich habe bereits mit meiner Familie gebetet.“ Der Prophet ﷺ sagte zu ihm: „Wenn du kommst, musst du mit den Leuten beten, auch wenn du bereits gebetet hast.“ Die Rechtsgelehrten waren sich uneinig, da die Möglichkeit besteht, dass diese allgemeine Aussage durch Analogie oder einen Beweis eingeschränkt wird. Diejenigen, die sie in ihrer (uneingeschränkten) allgemeinen Bedeutung auslegten, machten die Wiederholung aller Gebete zur Pflicht; dies ist die Meinung al-Shafi'is. Diejenigen, die davon nur das Abendgebet ausnahmen, schränkten die allgemeine Bedeutung durch den qiyas al-shabah (Analogie der Ähnlichkeit) ein. Dies tat Malik (Gott sei ihm gnädig). Er argumentierte, dass die Wiederholung des Abendgebets, das eine ungerade Anzahl von Rak'as hat, es zu einer geraden Anzahl machen würde und es nicht mehr ungerade bliebe, da die Gesamtzahl sechs Rak'as betrüge. Es würde somit aus seiner eigenen Kategorie in die Kategorie eines anderen Gebets überführt, was es ungültig machen würde. Diese Analogie ist jedoch schwach, da der Gruß eine Trennung zwischen den beiden ungeraden Gebeten bewirkt hat, und es ist besser, die allgemeine Bedeutung anzunehmen, als durch eine solche Analogie eine Einschränkung vorzunehmen. Stärker als dieses Argument ist das, was die Kufier vertreten, die argumentierten, dass, wenn jemand das Abendgebet wiederholt, er zwei ungerade Gebete verrichtet hat, und es gibt eine Überlieferung, nach der „zwei ungerade Gebete nicht in einer Nacht verrichtet werden können“. Abu Hanifa dagegen sagte, das zweite Gebet wäre wie ein freiwilliges Gebet. Wenn jemand also das mittlere Gebet (Witr) wiederholt, würde er nach dem 'Asr-Gebet ein freiwilliges Gebet verrichten, was verboten ist. Er befreite deshalb das Mittagsgebet (ṣalāt al-wusṭā) auf der Grundlage dieser Analogie sowie das Sonnenuntergangsgebet davon, weil es eine ungerade Zahl von Rak'as hat, und ungerade Gebete sollen nicht wiederholt werden. Diese Analogie ist gut, wenn al-Shāfiʿī ihnen zugesteht, dass das wiederholte Gebet supererogatorisch ist. Diejenigen, die zu diesem Zweck eine Unterscheidung zwischen dem Morgengebet und dem Mittagsgebet trafen, taten dies, weil die Überlieferungen über das Verbot, nach dem Morgengebet zu beten, nicht im Widerspruch stehen, während sie hinsichtlich des Gebets nach dem Mittagsgebet im Widerspruch stehen, wie bereits erwähnt wurde. Dies ist die Ansicht al-Awzāʿīs.
2,3.2.2. Abschnitt 2: Die Bedingungen für das Imamat und Fragen der Vorrangstellung
2,3.2.2. Section 2\ The conditions for imama and issues of precedence
Dieser Abschnitt behandelt die Feststellung der Bedingungen für die Imamat (das Vorbeten), die Feststellung der Person, die Vorrang hat, sowie die Ahkam (Bestimmungen), die speziell für den Imam gelten. In diesem Abschnitt gibt es vier Punkte.
This section is about the identification of the conditions for imama, identification of the person who has precedence, and about the ahkam specific to the imam. In this section there are four issues.
2.32.2.1. Ausgabe 1
2.32.2.1. Issue 1
Sie waren sich uneins darüber, wer für die Imamat (das Vorbeten im Gebet) Vorrang hat. Malik sagte, es sei derjenige, der am meisten Wissen (über die Regeln des Gebets) besitzt, und nicht derjenige, der den Qur'an am besten rezitiert. Dies war auch die Meinung von al-Shafi'i. Abu Hanifa, al-Thawri und Ahmad sagten, der beste Rezitator solle sie anführen.
They disagreed about the person who has precedence for imama. Malik said that he is the one most learned (about the rules of prayer), and not one who is the best reciter (of the Qur’an). This was also al-ShaficFs opinion. Abu Hanifa, al-Thawff, and Ahmad said that the best reciter is to lead them.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt im Streit über die Bedeutung der Worte des Propheten ﷺ: „Derjenige, der das Buch Allahs am besten rezitiert, soll den Gemeinschaftsgebeten vorstehen; sind zwei in der Rezitation gleich, dann derjenige, der mehr von der Sunna weiß. Sind sie auch in Bezug auf die Sunna gleich, dann derjenige, der zuerst ausgewandert ist [nach Medina]. Sind sie auch in Bezug auf die Auswanderung gleich, dann derjenige, der zuerst den Islam angenommen hat. Ein Mann soll nicht jemanden vorstehen lassen, der unter seiner Autorität steht, und er soll nicht die Gastfreundschaft eines anderen ohne dessen Erlaubnis in Anspruch nehmen.“ Dies ist eine Überlieferung, deren Authentizität übereinstimmend anerkannt ist, doch die Rechtsgelehrten sind sich über ihre Bedeutung uneins. Unter denjenigen, die sie nach ihrem äußeren Wortsinn auslegten, befindet sich Abu Hanifa. Einige von ihnen verstanden die Worte „bester Rezitator“ so, dass damit der im Recht Kundigste gemeint sei, da sie der Ansicht waren, dass der Bedarf an Fiqh bei der Imamat größer sei als der an Rezitation. Ferner sei der beste Rezitator unter den Gefährten notwendigerweise auch der beste in der Rechtskenntnis gewesen, im Gegensatz zu der Lage, die heute herrscht.
The reason for their disagreement comes from the dispute over the meaning of the words of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), “The person who recites the Book of Allah best is to lead his people, and if two are equal in recitation then one who has greater knowledge of the sunna. If they are equal with respect to the sunna then the one who emigrated [to Medina] first. If they are equal with respect to emigration then the one who embraced Islam first. A man is not to lead another person who is under his authority, nor is he to take advantage of another person’s hospitality without his permission”. This is a tradition that is agreed upon for its authenticity, but the jurists differed about its meaning.' Among those who interpreted- it through its apparent meaning is Abu HanTfa. Some of them understood the words “best reciter” to mean the most learned in the law, as they believed that the need for fiqh in imama is greater than that for recitation. Further, the best reciter among the Companions was necessarily the best in legal knowledge contrary to the situation that prevails today.
Ausgabe 2
2.3.2.2.2. Issue 2
Die Rechtsgelehrten waren sich uneins über die Imamat (Vorbeterschaft) eines Minderjährigen, der die Pubertät noch nicht erreicht hatte, aber rezitieren konnte. Eine Gruppe von Rechtsgelehrten erlaubte dies aufgrund der Allgemeingültigkeit dieses Überlieferungsberichts sowie aufgrund des Überlieferungsberichts über ʿAmr ibn Salama, der in seiner Kindheit seinen Stamm im Gebet anführte. Eine andere Gruppe von Rechtsgelehrten verbot dies uneingeschränkt, während wiederum eine andere es für freiwillige Gebete erlaubte, nicht aber für Pflichtgebete; dies ist eine Überlieferung von Malik.
The jurists disagreed about the imama of a minor who had not attained puberty but he could recite. A group of jurists permitted this due to the generality of this tradition and due to the tradition of <Amr ibn Salama that he used to lead his people in prayer when he was a minor. A group of jurists prohibited this absolutely, while another permitted it f or supererogatory prayers, but not for obligatory prayers, which is a narration from Malik.
Der Grund für die Meinungsverschiedenheit liegt in der Frage, ob eine Person einer anderen im Gebet vorstehen kann, wenn dieses Gebet für sie selbst nicht verpflichtend ist, für die vorgebetete Person hingegen schon. Dies beruht auf dem Unterschied in der Absicht (niyya) des Vorbeters und der des Nachbeters.
The reason for the disagreement stems from the question of whether a person can lead another in prayer when such prayer is not obligatory for him, but is obligatory for the person being led. This is due to the difference in the niyya of the person leading and that of the follower.
2.3.2.2.3. Ausgabe 3
2.3.2.2.3. Issue 3
Sie waren uneins über die Imamat (Vorbeterschaft) eines Sünders (fasiq). Eine Gruppe von Rechtsgelehrten lehnte sie ohne Einschränkung ab, während eine andere sie ohne Einschränkung erlaubte. Eine dritte Gruppe unterschied nach dem Grad der Gewissheit seiner Sünde und sagte: Ist die Sünde des Imams gewiss, so ist der Betende verpflichtet, sein Gebet stets zu wiederholen; ist sie jedoch nur wahrscheinlich, so wird empfohlen, dass der Betende sein Gebet wiederholt. Diese Meinung wurde von al-Abhan unter den Ansichten innerhalb der Rechtsschule bevorzugt. Es gab auch solche, die danach unterschieden, ob für seine Sünde eine Grundlage besteht, wie bei jemandem, der Nabidh (ein Dattelgetränk, das manche für verboten halten) trinkt und sich dabei auf die Meinung der irakischen Rechtsgelehrten stützt. So erlaubten sie das Gebet hinter einer Person (Vorbeter), die sich auf eine gewisse Grundlage stützt, nicht aber hinter einer, die keine solche Grundlage hat. Der Grund ihrer Meinungsverschiedenheit liegt darin, dass es sich um etwas handelt, das im Gesetz nicht ausdrücklich festgelegt ist, und dass die Analogien miteinander in Konflikt stehen.
They disagreed about the imama of the disobedient (fasiq). A group of jurists rejected it outright, while another permitted it without qualification. A third group made a distinction on the basis of the degree of certainty of his disobedience, and said that if his (the imam's) disobedience is certain the worshipper is (obliged) to repeat his prayer always, but if it is probable, it is recommended that the worshipper repeat the prayer. This opinion was preferred by al-Abhan from among the opinions in the school. There were those who made a distinction according to whether there was a basis for his disobedience, like one who drinks nabidh (a beverage of dates considered prohibited by some) and relies on the opinion of the jurists of Iraq for doing so; thus they permitted prayer behind a person (leader) who relies on some basis, but not behind one who does not have such a basis. The reason for their disagreement stems from the fact that it is something that is not expressly stated by the law, and the analogies are in conflict.
Diejenigen, die vertraten, dass die Fisq (Gesetzesübertretung) das Gebet nicht ungültig macht und dass der Nachbeter nicht mehr benötigt als die Gültigkeit des Gebets des Imams – das heißt nach der Ansicht derer, die meinen, der Imam verrichte das Gebet stellvertretend für den Nachbeter –, erlaubten die Imamat des Fasiq. Diejenigen, die die Imamat mit der Ablegung eines Zeugnisses verglichen und den Fasiq verdächtigten, ein ungültiges Gebet zu verrichten, so wie der (fasiq) Zeuge verdächtigt wird, falsches Zeugnis abzulegen, erlaubten seine Imamat nicht. Aus diesem Grund unterschieden einige Rechtsgelehrte danach, ob seine Fisq auf einer rechtlichen Rechtfertigung beruht. Die Unterscheidung danach, ob seine Gesetzesübertretung feststeht oder nur wahrscheinlich ist, ist dieser beinahe ähnlich, denn wenn seine Fisq gewiss ist, ist es, als habe er dafür keine rechtliche Rechtfertigung.
2.3.2.2.4. Ausgabe 4
2.3.2.2.4. Issue 4
Sie waren uneins über die Imamat einer Frau (das Vorbeten). Die Mehrheit vertrat die Ansicht, dass sie keine Männer anführen könne, doch sie waren uneins darüber, ob sie Frauen (im Gebet) anführen dürfe. Al-Shafi'i erlaubte dies, während Malik es untersagte. Abu Thawr und al-Tabari wichen (von der Meinung der Mehrheit) ab und erlaubten das Vorbeten einer Frau ohne jede Einschränkung.
They disagreed about the imdma of a woman. The majority maintained that s he cannot lead men, but they disagreed about her leading women (in prayer). Al-Shafi i c permitted this while Malik prohibited it. Abu Thawr and al-Tabari deviated (from the majority opinion) and permitted her imdma in absolute terms.
Die Mehrheit stimmte darin überein, es ihr zu untersagen, Männer vorzubeten, denn hätte dies erlaubt sein sollen, so wäre eine solche Erlaubnis von der ersten Generation (des Islams) überliefert worden. Ferner ist es eine bekannte Praxis beim Gebet, dass Frauen hinter den Männern stehen; daher ist offensichtlich, dass es ihnen nicht gestattet ist, vorne zu stehen. Der Prophet ﷺ sagte: „Haltet sie hinten, so wie Allah sie hinten gehalten hat.“ Aus diesem Grund erlaubten einige Rechtsgelehrte, dass Frauen Frauen vorbeten, da diese im Hinblick auf das Gebet gleichen Rang haben. Dies wurde auch von einigen Angehörigen der ersten Generation überliefert.
The majority agreed to prohibit her from leading men, because had this been permitted such permission would have been transmitted from the first generation (of Islam). Further, a known practice in prayer is that women should stand behind men; therefore it is obvious that their being at the front is not permitted. The Prophet (God’s peace and blessings be upon him) said, “Keep them behind insofar as Allah has kept them behind”. It is for this reason that some jurists permitted them to lead women, as they have equal precedence for purposes of prayer. This has also been narrated from some members of the first generation.
Diejenigen, die ihr erlaubten, eine Gemeinde zu leiten (imama), stützten sich auf die von Abu Dawud überlieferte Überlieferung der Umm Waraqa, wonach „der Gesandte Allahs ﷺ sie in ihrem Haus zu besuchen pflegte, für sie einen Muezzin bestimmte, der für sie den Adhan rezitieren sollte, und ihr befahl, den Angehörigen ihres Haushalts im Gebet vorzustehen“.
Those who permitted her imdma argued on the basis of the tradition of Umm Waraqa recorded by Abu Dawud “that the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) used to visit her at her house and appointed a mttadhdhin for her to recite the adhan for her. He ordered her to lead the members of her household in prayer”.
Es gibt viele Fragen zu diesem Thema der Imamah, darunter ihre Meinungsverschiedenheit über die Voraussetzungen, die für den Imam festgelegt werden. Wir haben ihre Diskussion weggelassen, da sie im Gesetz nicht ausdrücklich erwähnt werden.
2.3.2.2.5. Frage 5: Die Vorschriften, die speziell den Imam betreffen
2.3.2.2.5. Issue 5: The ahkdm specific to the imam
Es gibt vier Fragen, die mit den ausdrücklich überlieferten Dingen zusammenhängen. Die erste ist, ob es der Imam ist, der das Amin spricht, nachdem er die Rezitation der Umm al-Qur'an beendet hat, oder ob es der Nachbeter ist, der das tut. Die zweite ist, wann er den Takbir zu Beginn ausspricht. Die dritte ist, ob man ihm nachhelfen soll, wenn er bei der Rezitation ins Stocken gerät. Die vierte ist, ob sein Gebetsplatz höher sein soll als der der Nachbeter.
There are four issues in this that are related to those expressly transmitted. The first is whether it is the imam who pronounces amin (amen) after he has completed the recitation of the umm al-Qur*dn, or is it the follower who does that. The second is when does he pronounce the takbir of commencement. The third is whether he is to be led on if he waivers in the recitation. The fourth is whether his place of prayer is to be higher than that of the followers.
Zur Frage, ob der Imam nach dem Abschluss der Rezitation der Umm al-Kitab das Amin aussprechen soll, vertrat Malik in den Überlieferungen von Ibn al-Qasim und den Ägyptern von ihm die Ansicht, dass er kein Amin sprechen soll. Die Mehrheit war der Auffassung, dass er wie der Nachbeter Amin sagen soll. Dies ist auch eine Überlieferung von Malik über die Medinenser.
About the issue whether the imam is to pronounce dmin (amen) once he has completed the recitation of the umm al-Kitdb, Malik held, in the narrations of Ibn al-Qasim and the Egyptians from him, that he is not to pronounce dmin. The majority maintained that he is to say dmin just like the follower. This is also one narration from .Malik through the Medinites.
Der Grund für die Meinungsverschiedenheit sind zwei Überlieferungen, deren scheinbare Bedeutungen einander widersprechen. Die erste ist die Überlieferung des Abu Hurayra, deren Echtheit allgemein anerkannt ist. Er sagte: „Der Gesandte Allahs (Gottes Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: ‚Wenn der Imam das āmīn spricht, sollt ihr es ebenfalls sprechen.‘“ Die zweite Überlieferung ist die, die Malik ebenfalls von Abu Hurayra überliefert hat, dass der Prophet (Gottes Frieden und Segen seien auf ihm) sagte: „Wenn der Imam sagt: ‚ghayr al-maghḍūbi ʿalayhim wa-l-ḍāllīn‘, dann sollt ihr sagen: āmīn.“ Die erste Überlieferung ist eindeutig, was das Sprechen des āmīn durch den Imam betrifft. Die zweite Überlieferung deutet darauf hin, dass der Imam das āmīn nicht spricht, denn wäre er verpflichtet, das āmīn zu sprechen, weshalb würde dann der Nachbeter aufgefordert, es nach Abschluss der Rezitation der Umm al-Kitāb und vor dem Aussprechen des āmīn durch den Imam zu sprechen? Der Imam ist, wie der Prophet (Gottes Frieden und Segen seien auf ihm) sagte, „dazu bestimmt, dass ihm gefolgt wird“. (Dies gilt) es sei denn, die betreffende Handlung ist aus den Worten des Imams ausgenommen, das heißt, der Nachbeter kann das āmīn entweder gleichzeitig mit dem Imam oder vor ihm sprechen. Somit enthält diese Überlieferung keinen Beleg über das Aussprechen des āmīn durch den Imam, und sie umfasst nur die Bestimmung für den Nachbeter. Es scheint, dass Malik die Methode der Bevorzugung derjenigen Überlieferung wählte, die er selbst überliefert hat, weil der Zuhörer das āmīn spricht und nicht der Rezitierende. Die Mehrheit bevorzugte die erste Überlieferung, weil sie eindeutig ist und weil darin nichts über die Bestimmung des āmīn des Imams steht. Der Unterschied zwischen dieser Überlieferung und der anderen betrifft die Frage des āmīn des Nachbeters und nicht, ob der Imam das āmīn sprechen soll. Denke also darüber nach.
2.3.2.3. Abschnitt 3: Die Stellung des Nachfolgers gegenüber dem Imam und die nur für die Nachfolgenden geltenden Ahkam
2.3.2.3. Section 3: The position of the follower with respect to the imam, and ahkam specific to the followers
Ich bin bereit, den Text zu übersetzen. Bitte senden Sie mir den englischen Text, den Sie übersetzt haben möchten.
In this section there are five issues as follows:
2.3.2.3.1. Ausgabe 1
2.3.2.3.1. Issue 1
Die Mehrheit der Rechtsgelehrten war sich einig, dass für eine einzelne Person (männlich) die Praxis darin besteht, sich auf die rechte Seite des Imams zu stellen, da dies durch die Überlieferungen von Ibn ʿAbbas und anderen belegt ist. Befinden sich außer dem Imam drei Personen vor Ort, so sollen sie sich hinter dem Imam aufstellen. Uneinig waren sie sich, wenn außer dem Imam zwei Personen anwesend sind. Mālik und asch-Schāfiʿī sagten, sie sollen sich hinter dem Imam aufstellen, während Abū Ḥanīfa, seine Schüler und die Gelehrten von Kufa sagten, der Imam solle zwischen ihnen stehen.
The majority of the jurists agreed that the practice for one person (male) is to stand on the right side of the imam, because of its being established through the traditions of Ibn cAbbas and others. If there are three persons besides the imam they are to stand behind the imam. They differed when there are two persons besides the imam. Malik and al-ShafiT said that they are to stand behind the imam, while Abu HanTfa, his disciples, and the KufTs said that the imam is to stand between them.
Ihre Meinungsverschiedenheit beruht auf zwei einander widersprechenden Überlieferungen hierzu. Die erste ist die Überlieferung von Jabir ibn ʿAbd Allah, der sagte: „Ich stand zur Linken des Gesandten Allahs ﷺ, da nahm er meine Hand und drehte mich herum, bis ich zu seiner Rechten stand. Dann kam Jabir ibn Sakhr, verrichtete die Waschung und stellte sich zur Linken des Gesandten Allahs ﷺ. Er nahm unsere beiden Hände zugleich und schob uns, bis wir hinter ihm standen.“ Die zweite Überlieferung stammt von Ibn Masʿud, der berichtet, dass er zusammen mit ʿAlqama und al-Aswad betete, während er zwischen ihnen stand. Er überlieferte dies vom Propheten ﷺ. Abu ʿUmar sagte, die Überlieferer dieses Berichts seien uneins gewesen: Einige hätten die Überlieferung bei Ibn Masʿud enden lassen, andere sie bis zum Propheten ﷺ hinaufgeführt. Die richtige Ansicht lautet, dass sie mawquf ist, das heißt, sie endet beim Gefährten.
Their disagreement is due to two conflicting traditions on this. The first is the tradition of Jabir ibn cAbd Allah, who said, “1 stood on the left of the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him), so he took hold of my hand and brought me around till I stood on his right side. Jabir ibn Sakhr then came, performed the ^ablution, and stood to the left of the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him). He took hold of our hands at the same time and pushed us till we stood behind him”. The second tradition is Ibn Mascud’s, that he prayed with cAlqama and al-Aswad while standing between them. He related this from the Prophet (God’s peace and blessings be upon him). Abu TJmar said that the narrators of this tradition differed. Some of them stopped at Ibn Mascud, while others linked it up to the Prophet. The correct view is that it is mawquf (stops at the Companion).
2.3.23.2. Ausgabe 2
2.3.23.2. Issue 2
Die Rechtsgelehrten waren sich einig, dass die erste Reihe zu bevorzugen ist, ebenso das dichte Aneinanderstehen und das Geraderichten der Reihen, aufgrund der Bestätigung des Gebots des Gesandten Allahs ﷺ. Sie waren sich uneins im Fall einer Person, die allein hinter einer Reihe steht. Die Mehrheit der Rechtsgelehrten sagt, dass sein Gebet gültig sei, während Ahmad, Abu Thawr und eine Gruppe von Rechtsgelehrten sagten, dass sein Gebet ungültig sei.
The jurists agreed that the first row is to be desired; similarly standing close together and the straightening the rows, because of the confirmation of the command from the Messenger of Allah’ (God’s peace and blessings be upon him). They disagreed in ths case of a person standing alone behind a row. The majority of the jurists say that his prayer is valid, while Ahmad, Abu Thawr, and a group of jurists said that his prayer is invalid.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt im Streit um die Authentizität der Überlieferung von Wabisa und in ihrem Widerspruch zur Praxis. Die Überlieferung von Wabisa lautet, dass der Prophet ﷺ sagte: „Für den, der allein hinter einer Reihe steht, zählt kein Gebet.“ Al-Shafi'i sagte, dies widerspreche dem Fall der alten Frau, die in der Überlieferung von Anas hinter einer Reihe stand. Ahmad sagte, dieses Argument habe keine rechtliche Geltung, da es Brauch sei, dass Frauen hinter den Männern stehen. Ahmad hielt, wie wir bereits gesagt haben, die Überlieferung von Wabisa für authentisch. Andere haben gesagt, sie habe eine schwankende Überlieferungskette (isnad), und eine solche Überlieferung könne nicht als rechtlicher Beweis dienen. Die Mehrheit stützte sich auf die Überlieferung von Abu Bakra, dass dieser allein und abseits der Reihe betete, und der Gesandte Allahs ﷺ ordnete ihm nicht an, das Gebet zu wiederholen. Er sagte zu ihm: „Möge Allah dein Verlangen (nach Gutem) steigern, doch wiederhole es nicht.“ Wird diese Bemerkung als Empfehlung (zum Beten in einer Reihe mit anderen) ausgelegt, so besteht kein Widerspruch zwischen der Überlieferung von Wabisa und der von Abu Bakra.
The reason for their disagreement arises from the dispute over the authenticity of the tradition of Wabisa and its conflict with practice. The tradition of Wabisa is that the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) said, “No prayer (is counted) for the person standing alone behind a row”. Al-Shafi T said c that this is contrary to the case of the old woman standing behind a row in the tradition of Anas. Ahmad said that there is no legal force in this (argument) as it is the practice for women to stand behind men, and Ahmad, as we have said, considered the tradition of Wabisa authentic. Others have said that it has wavering isnad and such a tradition cannot serve as a legal evidence. The majority argued on the basis of the tradition of Abu Bakra that he prayed alone, separately from the row, and the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) did not order him to repeat the prayer. He said to him, “May Allah increase your eagerness, but do not repeat that”. If this (remark) is interpreted as recommendation (for praying alongside others in a line), there is no conflict between the traditions of Wabisa and Abu Bakra.
Issue 3
2.3.23.3. Issue 3
Unter den frühen Rechtsgelehrten gab es eine Meinungsverschiedenheit darüber, ob jemand, der die Iqama hört, seinen Schritt beschleunigen sollte, um die Moschee zu erreichen, aus Sorge, einen Teil des Gebets zu verpassen. Überliefert ist, dass ʿUmar und Ibn Masʿud bei Hören der Iqama schnell zu gehen pflegten. Von Zaid ibn Thabit, Abu Dharr und anderen Gefährten des Propheten ﷺ ist überliefert, dass sie es nicht für angemessen hielten, zur Moschee zu eilen, sondern vielmehr vertraten, man solle sich ihr mit Gelassenheit und Ruhe nähern. Dies ist die Ansicht, die die Rechtsgelehrten der Provinzen vertreten, aufgrund der gesicherten Überlieferung von Abu Hurayra: „Wenn die Iqama gesprochen wurde, geht nicht eilig hin, sondern kommt ruhig zu ihr.“ Es scheint, dass die Meinungsverschiedenheit darüber entstand, entweder weil diese Überlieferung sie nicht erreicht hatte, oder weil das Buch ihr im Wort des Erhabenen widerspricht: „{So wetteifert fa-stabiqu miteinander in guten Werken}“, „{Und die Vorausseilenden, die Vorausseilenden: Das sind jene, die nahe gebracht werden}“ und „{Und wetteifert (wa-sari'u) miteinander um Vergebung von eurem Herrn}“. Im Ganzen bezeugen die Grundsätze des Rechts den Wettstreit in guten Werken; wenn die Überlieferung jedoch authentisch ist, ist es notwendig, das Gebet von den übrigen guten Werken auszunehmen.
There was a dispute among the early jurists as to whether a person who hears the iqama should increase his pace to reach the mosque for fear of missing part of the prayer. It is related from TJmar and Ibn Mascud that they used to walk rapidly upon hearing the iqama. It is related from Zayd ibn Thabit, Abu Dharr, and other Companions that they did not deem it proper to rush to the mosque, rather they held that one should approach it with composure and tranquility. This is the opinion upheld by the jurists of the provinces, because of the confirmed tradition of Abu Hurayra, “If the iqama has been pronounced do not approach it in a rush, but come to it in a tranquil state”. It appears that the reason for disagreement over this arose either because this tradition had not reached them or because the Book contradicts it in the words of the Exalted, “So \\e(fa'stabiqu\ compete) with one another in good works”,123 “And the foremost in the race, the foremost in the race: Those are they who will be brought nigh”,124 “And vie ($dri<u: rush forward) with one another for forgiveness from your Lord”. On the whole, the principles of the law bear testimony of competition in good works, but if the tradition is authentic it is necessary to make an exception for prayer from among other good works.
Ausgabe 4
23.23.4. Issue 4
Wann gilt es als empfehlenswert, sich zum Gebet zu erheben? Manche bevorzugen den Zeitpunkt zu Beginn der Iqama nach dem Grundsatz, dass Eifer wünschenswert ist. Manche bevorzugen es, wenn die Worte „qad qamati's-salah“ ausgesprochen werden, andere, wenn die Worte „hayya 'ala'l-falah“ ausgesprochen werden. Wieder andere sagen, dass man sich erheben solle, wenn die Menschen den Imam sehen (dann sei es Zeit aufzustehen), während andere, wie Malik (Gott sei mit ihm zufrieden), keinen bestimmten Zeitpunkt festgelegt haben, da dies von der Kraft des Einzelnen abhänge und es dafür keinen überlieferten Beleg gebe, außer der Überlieferung des Abu Qatada, dass der Prophet ﷺ sagte: „Wenn das Gebet beginnen soll, steht nicht auf, bis ihr mich seht.“ Sollte dies als authentisch erwiesen sein, ist es notwendig, danach zu handeln, doch bleibt die Frage unbestimmt, d. h., es gibt dafür keine Vorschrift, und wann immer jemand aufsteht, ist es angemessen. Malik und die Mehrheit der Rechtsgelehrten vertreten die Ansicht, dass ein Mensch, der hinzukommt, während der Imam sich in der Verbeugung (ruku') befindet, und befürchtet, eine Rakʿa zu verlieren, wenn er zögert oder versucht, die erste Reihe zu erreichen, sich hinter der ersten Reihe verbeugen und dann im Verbeugen nach vorne gehen darf. Asch-Schafiʿi hielt dies für verwerflich, während Abu Hanifa unterschied zwischen einer Gruppe und einem Einzelnen: Für einen Einzelnen hielt er es für verwerflich, für eine Gruppe jedoch für erlaubt. Die Position Maliks wird von Zaid ibn Thabit und Ibn Masʿud überliefert. Der Grund ihrer Meinungsverschiedenheit liegt in ihrem Streit über die Authentizität der Überlieferung von Abu Bakr, wonach er die Moschee betrat, als der Gesandte Allahs ﷺ die Menschen im Gebet anführte und sie sich verbeugten. Auch er verbeugte sich und ging dann zur Reihe hin. Als der Gesandte Allahs ﷺ das Gebet beendet hatte, sagte er: „Wer hat sich bewegt?“ Abu Bakr sagte: „Ich war es.“ Da sagte er: „Möge Allah deinen Eifer vermehren, aber wiederhole es nicht.“
When is it considered recommended to stand up for prayer? Some prefer the time at the beginning of the iqama on the principle that eagerness is desirable. Some prefer it when the words “qad qdmati's-salah” are being pronounced, while others prefer it on the pronouncement of the words “hayya '■ala'l- falah”. Some say that when people see the imam (it is time togetup)rwhile others, like Malik (God be pleased with him), have not fixed any (specific) time, for this depends on the capacity of the individual, and there is no transmitted evidence for it, except the tradition of Abu Qatada that the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) said, “When the prayer is about to commence, do not get up till you see me”. If this is proved authentic, it is necessary to act in accordance with it, but the issue remains indeterminate, I mean, there is no law for it, and whenever someone gets up then it is proper. Malik and the majority of the jurists maintain that a person who arrives when the imam is in the ruku< position, and fears that he will lose a rakca}26 if he hesitates or tries to reach the first row, he may bow behind the first row and then move forward while bowing. ALShafiT considered this abominable, while Abu Hamfa made a distinction between a group and an individual, considering it abominable for an individual, but permissible for a group. The position taken by Malik is related from Zayd ibn Thabit and Ibn Mascud. The reason for their disagreement stems from their dispute over the authenticity of the tradition of Au Bakr, which says that “he entered the mosque when the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) was leading the people in prayer and they were bowing. He bowed too and then moved towards the row. When the Messenger of Allah had finished praying, he said, “Who moved?” Abu Bakr said, “It was I”. He said, “May Allah advance your eagerness, but do not repeat it”.
Ausgabe 5
23.23.5. Issue 5
Malik und die Mehrheit der Rechtsgelehrten vertreten die Auffassung, dass eine Person, die zu einem Zeitpunkt zur Moschee kommt, zu dem der Imam sich in der Verbeugung (ruku<) befindet, und befürchtet, eine Rakʿa zu verlieren, wenn sie zögert oder versucht, die erste Reihe zu erreichen, sich hinter der ersten Reihe verbeugen und sich dann im Verbeugen nach vorne bewegen darf. Asch-Schafiʿi hielt dies für verwerflich, während Abu Hanifa unterschied: Für eine Gruppe hielt er es für zulässig, für einen Einzelnen dagegen für verwerflich. Die Position Maliks wird von Zaid ibn Thabit und Ibn Masʿud überliefert. Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt in ihrem Streit über die Echtheit der Überlieferung von Abu Bakr, wonach dieser die Moschee betrat, als der Gesandte Allahs (Gottes Frieden und Segen auf ihm) die Leute im Gebet anführte und sie sich verbeugten. Auch er verbeugte sich und bewegte sich dann in Richtung der Reihe. Als der Gesandte Allahs das Gebet beendet hatte, sagte er: „Wer hat sich bewegt?“ Abu Bakr antwortete: „Ich war es.“ Er sprach: „Möge Allah dein Streben vermehren, doch wiederhole es nicht.“
Malik and the majority of the jurists maintain that a person who arrives when the imam is in the ruku< position, and fears that he will lose a rakca}26 if he hesitates or tries to reach the first row, he may bow behind the first row and then move forward while bowing. ALShafiT considered this abominable, while Abu Hamfa made a distinction between a group and an individual, considering it abominable for an individual, but permissible for a group. The position taken by Malik is related from Zayd ibn Thabit and Ibn Mascud. The reason for their disagreement stems from their dispute over the authenticity of the tradition of Au Bakr, which says that “he entered the mosque when the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) was leading the people in prayer and they were bowing. He bowed too and then moved towards the row. When the Messenger of Allah had finished praying, he said, “Who moved?” Abu Bakr said, “It was I”. He said, “May Allah advance your eagerness, but do not repeat it”.
2 3.2.4. Abschnitt 4: Bestimmung der Dinge, in denen es für den Nachfolgenden notwendig ist, dem Imam zu folgen
2 3.2.4. Section 4: Identification of things in which it is necessary for the follower to follow the imam
Die Rechtsgelehrten waren sich einig, dass es dem Nachbeter verpflichtend ist, dem Imam in all seinen Worten und Handlungen zu folgen, mit Ausnahme des Rezitierens der Worte „sami'a Allahu liman hamidah“ sowie des Falls, dass der Imam aufgrund von Krankheit sitzt, nach denen, die das Vorbeten im Sitzen erlauben.
The jurists agreed that it is obligatory on the follower to follow the imam in all his utterances and acts, except in reciting the words “samfa Allahu liman hamidah^ and when the imam is seated because of illness, according to those who permit imdma while sitting.
23.2.4.1. Problemstellung
23.2.4.1. Issue
Über ihre Meinungsverschiedenheit bezüglich der Ausnahme beim Rezitieren der Worte „samia Allahu liman hamidah“ sagte eine Gruppe von Rechtsgelehrten, dass der Imam beim Aufrichten des Kopfes nach der Verbeugung nur diese Worte ausspricht, und der Nachfolgende dann nur die Worte „rabbana wa lakal-hamd“ ausspricht. Zu denjenigen, die diese Ansicht vertraten, gehören Malik, Abu Hanifa und andere. Eine andere Gruppe von Rechtsgelehrten vertrat die Auffassung, dass sowohl der Imam als auch der Nachfolgende „samia Allahu liman hamidah rabbana wa lakal-hamd“ sagen und dass der Nachfolgende dem Imam folgt, indem er mit ihm wiederholt, wie es beim Takbir der Fall ist. Von Abu Hanifa wird überliefert, dass, wenn eine Person mit einem Imam betet, beide es gemeinsam aussprechen sollten. Über den Fall, dass eine einzelne Person und der Imam die ganze Formel (beide Teile der Aussage) gemeinsam rezitieren, besteht keine Uneinigkeit.
About their disagreement over the exception in reciting the words “samfia Allahu liman hamidah”, a group of jurists said that the imam pronounces only these words when he raises his head after bowing, and the follower, then, pronounces only the words “rabband wa lafcal-hamd”. Among in those who held this opinion are Malik, Abu HanTfa, and others. Another group of jurists maintained that the imam and the follower both say “samta Allahu liman hamidah rabband wa lak>al-hamcT\ and that the follower follows the imam repeating with him as in the case of takbir. It is related from Abu Hanifa that when one person is praying with an imam, both should pronounce it together. There is no dispute about one single person and the imam reciting the whole (both parts of the statement) together.
Der Grund für die Meinungsverschiedenheit in diesem Punkt (dem erstgenannten Fall) liegt in zwei einander widersprechenden Überlieferungen. Die erste ist die Überlieferung des Anas, dass der Prophet ﷺ sagte: „Der Imam wurde eingesetzt, damit ihm gefolgt wird. Wenn er sich verneigt, müsst ihr euch verneigen, und wenn er sich aufrichtet, müsst ihr euch aufrichten. Wenn er sagt: ‚Sami'a Allahu liman hamidah‘, so sagt ihr: ‚Rabbana wa lakal-hamd.‘“ Die zweite ist die Überlieferung des Ibn Umar, „dass der Prophet ﷺ, wenn er mit dem Gebet begann, seine Hände bis auf Schulterhöhe hob, und wenn er sich aus der Verneigung aufrichtete, sagte: ‚Sami'a Allahu liman hamidah, rabbana wa lakal-hamd.‘“ Diejenigen, die die Bedeutung der Überlieferung des Anas bevorzugten, vertraten die Ansicht, dass der Nachfolgende nicht „Sami'a Allahu liman hamidah“ sagen soll und der Imam nicht „Rabbana wa lakal-hamd“ sagen soll. Dies gehört zur Kategorie der Implikation des Textes (dalil al-khitab), denn er weist dem nicht ausgesprochenen Fall ein der Regelung des ausgesprochenen Falls entgegengesetztes Urteil (hukm) zu. Diejenigen, die die Überlieferung des Ibn Umar bevorzugten, vertraten die Ansicht, dass der Imam tatsächlich „Rabbana wa lakal-hamd“ sagt und es für den Nachfolgenden verpflichtend ist, dem Imam beim Sagen von „Sami'a Allahu liman hamidah“ zu folgen, aufgrund der allgemeinen Geltung der Worte des Propheten ﷺ: „Der Imam wurde eingesetzt, damit ihm gefolgt wird.“ Diejenigen, die beide Überlieferungen miteinander in Einklang brachten, unterschieden zwischen dem Imam und dem Nachfolgenden, und die Wahrheit darin ist, dass die Überlieferung des Anas durch die Implikation ihres Textes erfordert, dass der Imam nicht „Rabbana wa lakal-hamd“ sagt und der Nachfolgende nicht „Sami'a Allahu liman hamidah“ sagt, während die Überlieferung des Ibn Umar ausdrücklich verlangt, dass der Imam „Rabbana wa lakal-hamd“ sagt. Es ist nicht angebracht, einen ausdrücklichen Text um einer Implikation des Textes willen aufzugeben, denn der ausdrückliche Text ist stärker als seine Implikation. Die Überlieferung des Anas verlangt durch ihre allgemeine Geltung, dass der Nachfolgende „samiʿa Allahu liman hamidah“ sagt, entsprechend dem allgemeinen Sinn der Worte: „Der Imam wurde eingesetzt, damit ihm gefolgt wird“, während sie zugleich nahelegt, dass er diese Worte nicht sprechen sollte. Somit wird es notwendig, zwischen der allgemeinen Bedeutung und der Implikation des Textes zu wählen. Es besteht kein Streit darüber, dass die allgemeine Bedeutung stärker ist als die Implikation des Textes, wobei jedoch die allgemeine Bedeutung selbst hinsichtlich Stärke und Schwäche variieren kann, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass manche Implikationen stärker sein können als allgemeine Bedeutungen. Die Frage ist daher, bei meinem Leben, eine, die der Auslegung unterliegt, nämlich in Bezug auf den Nachfolgenden.
Ausgabe 2
2.3.2.4.2. Issue 2
Dies betrifft das Gebet hinter einem, der sitzt. Der Tenor der Meinungen ist, dass ein gesunder Mensch kein Pflichtgebet im Sitzen verrichten soll, wenn er allein oder als Imam betet, wegen der Worte des Erhabenen: „Und steht demütig vor Allah.“ Es gab drei Meinungen über den Fall des Nachbeters, der gesund war und hinter einem Imam betete, der krank war und im Sitzen betete. Die erste Meinung lautet, dass der Nachbeter hinter ihm im Sitzen beten soll. Zu den Vertretern dieser Meinung gehören Ahmad und Ishaq. Die zweite Meinung lautet, dass er hinter ihm stehend beten soll. Abu ‘Umar ibn ‘Abd al-Barr hat gesagt, dies sei die Meinung der Mehrheit einer Gruppe von Rechtsgelehrten der Provinzen: asch-Schafi‘i, seine Schüler, Abu Hanifa, seine Schüler, die Zahiriten, Abu Thawr und andere. Diese Rechtsgelehrten fügten hinzu, die Nachbeter sollen stehend hinter ihm beten, selbst wenn er nicht in der Lage ist, sich zu verneigen und niederzuwerfen, und nur eine Andeutung (mit dem Kopf) macht. Ibn al-Qasim hat überliefert, dass das Vorbeten eines Sitzenden nicht erlaubt sei und dass, wenn sie hinter ihm sitzend oder stehend beten, ihr Gebet ungültig sei. Von Malik wird überliefert, dass sie ihre Gebete vor Ablauf der Zeit wiederholen sollen; dies beruht jedoch auf der Auffassung der Missbilligung, nicht des Verbots, obwohl die erste Meinung von ihm bekannt ist.
This relates to the prayer of one standing behind one who is seated. The gist of the opinions is that the healthy person is not to pray an obligatory prayer while seated when praying alone or as an imam, because of the words of the Exalted, “And stand up with devotion to Allah”. There were three opinions about the case of the follower who was in sound health and prayed behind an imam who was not well and prayed while seated. The first opinion is that the follower is to pray behind him in the sitting posture. Included among those who upheld this opinion are Ahmad and Ishaq. The second opinion is that he should pray standing behind (the imam). Abu ‘Umar ibn cAbd al-Barr has said that this is the opinion of most of a body of jurists of the provinces: al- Shafi T, his c disciples, Abu HanTfa, his disciples, the Zahirites, Abu Thawr, and others. These jurists made an addition saying that the followers are to pray behind him while standing even if he is unable to bow and prostrate and merely makes a gesture (with his head). Ibn al-Qasim has related that the imima of a person seated is not permitted, and that if they pray behind him seated or standing, their prayer is void. It is related from Malik that they are to repeat their prayers before the expiry of the time, but this has been based on the idea of disapproval not prohibition, though the first opinion is well-known from him.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit ergibt sich aus dem Widerspruch zwischen den Überlieferungen zu dieser Frage sowie dem Widerspruch zwischen dem ʿAmal und den Überlieferungen, also der Praxis der Bevölkerung von Medina nach Malik. Dazu gibt es zwei einander widersprechende Überlieferungen. Die erste ist die Überlieferung von Anas, dass der Prophet ﷺ sagte: „Wenn er im Sitzen betet, dann betet auch ihr im Sitzen.“ Eine Überlieferung von ʿĀʾischa vermittelt denselben Sinn. Ihrer Überlieferung zufolge betete der Prophet ﷺ im Sitzen, weil er sich unwohl fühlte. Die Leute wollten hinter ihm im Stehen beten, doch er gab ihnen mit einer Geste zu verstehen, dass sie sitzen sollten. Als er geendet hatte, sagte er: „Der Imam wurde eingesetzt, damit man ihm folgt. Wenn er sich verbeugt, dann verbeugt auch ihr euch, und wenn er sich aufrichtet, dann richtet auch ihr euch auf. Wenn er sitzt, dann betet ihr im Sitzen.“ Die zweite Überlieferung stammt ebenfalls von ʿĀʾischa: dass der Gesandte Allahs ﷺ, als er krank war, an einer Krankheit, an der er später starb, zu den Leuten hinausging. Er kam in die Moschee und fand Abu Bakr vor, der den Leuten im Gebet vorstand. Abu Bakr begann sich zurückzuziehen, doch der Gesandte Allahs ﷺ gab ihm mit einer Geste zu verstehen, dass er an seinem Platz bleiben solle. Der Gesandte Allahs ﷺ setzte sich neben Abu Bakr, und Abu Bakr folgte dann dem Gesandten Allahs ﷺ im Gebet, und die Leute folgten Abu Bakr im Gebet.
2.3.2.5. Abschnitt 5\ Beschreibung des Folgenden
2.3.2.5. Section 5\ Description of the following
Dies umfasst zwei Fragen. Die erste betrifft den Zeitpunkt des ersten Takbir, die zweite das Urteil (Hukm) über denjenigen, der seinen Kopf vor dem Imam hebt.
This comprises two issues. First is the time of the initial takbir, while the second is the hukm of the person who raises his head before the imam does so.
Bei ihrer Meinungsverschiedenheit über den Eröffnungstakbir bevorzugte Malik, dass der Nachziehende ihn erst aussprechen solle, nachdem der Imam sein Takbir beendet hat; spricht er ihn zusammen mit dem Imam aus, hält Malik ihn dennoch für gültig, während manche sagten, dass dem nicht so sei. Spricht er ihn jedoch vor dem Imam aus, ist er nicht annehmbar. Abu Hanifa und andere haben gesagt, dass er den Takbir zusammen mit dem Imam aussprechen dürfe, wer ihn jedoch vor dem Imam beendet, dessen Takbir werde ungültig. Von asch-Schafi'i sind hierzu zwei Überlieferungen bekannt. Die erste entspricht der Meinung Maliks, und dies ist die bekanntere Ansicht; die zweite besagt, dass der Takbir des Nachziehenden ungültig wird, wenn er ihn vor dem Imam ausspricht.
In their dispute over the initial takbir, Malik preferred that the follower should pronounce it after the imam has finished pronouncing it; if he pronounces it with the imam he (Malik) still holds it to be valid, while some said that it is not so. But if he pronounces it before the imam it is not acceptable. Abu HanTfa and others have said that he may pronounce the takbir with the imam, but if he finishes the pronouncement before the imam it becomes invalid. There are two narrations from al-ShaficT on this. First is like the opinion of Malik and this is the better known opinion, and the second is that if the follower pronounces takbir before the imam it becomes invalid.
Der Grund für die Meinungsverschiedenheit liegt darin, dass es in dieser Frage zwei einander widersprechende Überlieferungen gibt. Die erste umfasst die Worte des Propheten (der Friede und Segen Gottes seien auf ihm) ﷺ: „Wenn er den Takbir spricht, sollt auch ihr ihn sprechen." Die zweite ist die Überlieferung, „dass der Prophet ﷺ in einem seiner Gebete den ersten Takbir sprach und dann den Leuten mit einer Geste zu verstehen gab, sie sollten warten. Er ging weg und kam dann zurück, wobei noch Reste von Feuchtigkeit auf seinem Kopf waren." Die naheliegende Bedeutung davon ist, dass der Takbir nach dem ihren (erneut) gesprochen wurde, denn sein vorheriger Takbir wurde wegen des Fehlens der rituellen Reinheit nicht gezählt. Auch dies gründet auf seinem (al-Shafi'is) Grundsatz, dass das Gebet des Nachbetenden nicht vom Gebet des Imams abhängt. Die Überlieferung gibt keinen Hinweis darauf, ob sie ihren Takbir erneuerten. Daher ist es ohne Beleg nicht angebracht, sie in der einen oder anderen Weise auszulegen. Der Grundsatz jedoch lautet, dem Imam zu folgen, was nur nach dem Takbir des Imams möglich ist.
2.3.2.6. Abschnitt 6: Was der Imam im Namen des Nachfolgers (Muqtadi) verrichtet
2.3.2.6. Section 6: What the imam performs on behalf of the follower
Sie waren sich einig, dass dem Nachziehenden keine Befreiung von den Pflichten des Gebets gewährt wird, außer hinsichtlich der Rezitation. Hinsichtlich dieser (der Rezitation durch den Nachziehenden) waren sie geteilter Meinung und vertraten drei Ansichten. Erstens vertraten einige die Auffassung, der Nachziehende solle bei Gebeten mit leiser Rezitation hinter dem Imam rezitieren, bei Gebeten mit für ihn hörbarer Rezitation jedoch nicht hinter ihm rezitieren. Zweitens, dass er überhaupt nicht hinter dem Imam rezitieren solle. Drittens, dass er bei Gebeten mit leiser Rezitation die Umm al-Kitab und das Übrige rezitieren solle, bei Gebeten mit lauter Rezitation jedoch nur die Umm al-Kitab. Einige unterschieden zwischen dem Fall eines Gebets mit lauter Rezitation, bei dem der Nachziehende die Rezitation des Imams hören kann, und dem Fall, in dem er ihn nicht hören kann. So machten sie die Rezitation für ihn zur Pflicht, wenn er den Imam nicht hören kann, verboten sie ihm jedoch, wenn er ihn hören kann. Die erste Ansicht vertrat Malik, jedoch mit der Ausnahme, dass er die Rezitation bei leiser Rezitation bevorzugte. Die zweite Meinung vertrat Abu Hanifa und die dritte al-Shafi'i. Ahmad ibn Hanbal unterschied zwischen dem Fall, in dem der Nachziehende die Rezitation des Imams hören kann, und dem Fall, in dem er sie nicht hören kann.
They agreed that that no exemption is granted to the follower from the obligations of prayer, except for the recitation. They disagreed about this (the recitation by the follower) holding three opinions. First, some held that the follower should undertake his recitation behind the imam in prayers with inaudible recitation, but he should not recite behind him when the recitation is audible to him. Second, that he should not recite behind the imam at all. Third, that he should recite the umm al-Kitab and the rest in the case of prayers with inaudible recitation, and only the umm al-Kitdb in the case of prayers with audible recitation. Some made a distinction between the case of prayers with audible recitation when the follower can hear the imam's recitation and when he cannot hear him. Thus, they made recitation obligatory for him when he cannot hear the imam, but they prohibited him from doing so when he can hear him. The first view was held by Malik, except that he preferred recitation in the case of inaudible recitation. The second opinion was held by Abu Hanifa and the third by al-ShaficT. Ahmad ibn Hanbal made the distinction between the situation where the follower is able to hear the imam's recitation and the situation where he is not.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt im Widerspruch der Überlieferungen zu diesem Thema und in der Auslegung der einen auf der Grundlage der anderen. Zu diesem Thema gibt es vier Überlieferungen. Die erste ist der Ausspruch des Propheten ﷺ: „Es gibt kein Gebet ohne die Fatiha des Buches.“ Dazu kommen die Überlieferungen mit demselben Sinngehalt, die unter dem Punkt der Pflicht zur Rezitation behandelt wurden. Die zweite ist eine von Malik überlieferte Überlieferung von Abu Hurayra, dass der Gesandte Allahs ﷺ sein Gebet beendete, nachdem er laut rezitiert hatte, und sagte: „Hat gerade einer von euch mit mir rezitiert?“ Ein Mann sagte: „Ja, ich, o Gesandter Allahs.“ Er sagte: „Ich sage: Warum wird mir im Koran widersprochen?“ Die Menschen hörten auf, im Gebet hinter dem Gesandten Allahs ﷺ zu rezitieren, als die Rezitation laut erfolgte. Die dritte ist die Überlieferung von ʿUbada ibn al-Samit, der sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ führte uns im Morgengebet, und die Rezitation wurde ihm schwer. Als er fertig war, sagte er: ‚Ich sehe, dass ihr hinter dem Imam rezitiert.‘ Wir sagten: ‚Ja.‘ Er sagte: ‚Tut es nicht, außer die Umm al-Qurʾan.‘“ Abu ʿUmar sagte, die Überlieferung von ʿUbada hier sei eine Überlieferung von Makhul, und andere Überlieferungen hätten ununterbrochene Ketten und seien authentisch. Die vierte Überlieferung ist die von Jabir über den Propheten ﷺ, der sagte: „Die Rezitation dessen, der einen Imam hat, der ihn anführt, übernimmt der Imam.“ Es gibt außerdem eine fünfte Überlieferung, die von Ahmad ibn Hanbal als authentisch erklärt wurde. Sie berichtet, dass der Prophet ﷺ sagte: „Wenn der Imam rezitiert, so hört schweigend zu.“
2 3 2.7 – Abschnitt 7\ Dinge, die das Gebet des Imams ungültig machen, und die Ausdehnung der Ungültigkeit auf das Gebet des Nachfolgers
2 3 2.7- Section 7\ Things invalidating the prayer of the imam and extending the invalidity to the prayer of the follower
Sie waren sich einig, dass das Gebet der Nachfolger nicht ungültig wird, wenn der Imam während des Gebets plötzlich von einem Hadath überwältigt wird (etwa durch Abgang von Wind) und abbricht. In diesem Fall setzen sie ihr Gebet einzeln fort, oder einer von ihnen tritt vor und führt sie an. Uneinig waren sie über den Fall, dass der Imam sie im Zustand der rituellen Unreinheit im Gebet anführt und sie dies erst nach dem Gebet erfahren. Eine Gruppe von Rechtsgelehrten sagte, ihr Gebet sei gültig, eine andere Gruppe sagte, ihr Gebet sei ungültig. Eine dritte Gruppe unterschied danach, ob der Imam sich seiner sexuellen Befleckung bewusst war oder sie nicht kannte. Sie sagten: Wenn er sich ihrer bewusst war, wird das Gebet ihrer Nachfolger ungültig, war er sich ihrer aber nicht bewusst, bleibt das Gebet gültig. Die erste Meinung wurde von asch-Schafi'i vertreten, die zweite von Abu Hanifa, die dritte von Malik.
They agreed that if he (the imam) is suddenly overcome by hadath (like releasing wind) during prayer and stops, the prayer of the followers is not invalidated (they continue individually or one of them steps forward and leads them). They disagreed over the case where the imam leads them in prayer in a state of ritual impurity, and they come to know of this after the prayer. A group of jurists said that their prayer is valid, while another group said that their prayer is invalid. A third group made a distinction on the basis of whether the imam was aware of his sexual defilement or was ignorant of it. They said that if he was aware of it their prayer is invalidated, but if he was unaware of it their prayer is not invalidated. The first opinion was held by al- Shafi T and the second by Abu HanTfa, while the third was held by Malik.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit ergibt sich aus ihrem Streit darüber, ob die Gültigkeit des Gebets des Nachfolgenden (Muqtadi) von der Gültigkeit des Gebets des Imams abhängt. Diejenigen, die dies nicht als abhängig betrachteten, sagten, das Gebet sei gültig, während diejenigen, die es als abhängig betrachteten, sagten, ihr Gebet sei ungültig.
c The reason for their disagreement derives from their dispute over whether the validity of the follower’s prayer is dependent upon the validity of the imam's prayer. Those who did not consider it to be dependent said that the prayer is valid, while those who considered it to be dependent said that their prayer is invalidated.
Diejenigen, die zwischen Vergesslichkeit und absichtlichem Schweigen unterschieden, berücksichtigten den offensichtlichen Sinn der vorangegangenen Überlieferung, die besagt, „dass der Prophet ﷺ in einem seiner Gebete den Takbir sprach und dann (sein Gebet unterbrechend) den Leuten zu verstehen gab, sie sollten warten. Er ging weg, und als er zurückkam, waren an seinem Körper noch Spuren von Feuchtigkeit." Der offensichtliche Sinn davon ist, dass sie ihr Gebet fortsetzten (auf dem Teil aufbauend, den sie vor der Unterbrechung des Gebets durch den Propheten ﷺ gebetet hatten). Asch-Schafi'i (der diese Entscheidung unterstützte) führte an: Wäre ihr Gebet vom Gebet des Propheten ﷺ abhängig gewesen, hätten sie es gewiss mit einem neuen Takbir wiederholt.