2.2.8 Die Niyya und ihre Bedingung im Gebet
2.2.8 Niyya and its Stipulation in Prayer
Die Rechtsgelehrten waren sich einig, dass die Absicht (niyya) für die Gültigkeit des Gebets vorgeschrieben ist, da das Gebet die vornehmste Form unter den verschiedenen Arten des rituellen Gottesdienstes ist, die im Gesetz angeordnet wurden, ohne dass ihnen ein vernunftgemäßes Interesse (maslaha), das heißt ein greifbarer Nutzen, zugewiesen wurde. Sie waren sich jedoch uneins darüber, ob es eine Bedingung ist, dass die niyya des Nachbeters mit der niyya des Imams übereinstimmt. Anders gesagt: Ist es einem Nachbeter erlaubt, das Mittagsgebet (zuhr) zu verrichten, während der Imam das Nachmittagsgebet ('asr) betet? Und ist es dem Imam erlaubt, das freiwillige Mittagsgebet zu verrichten, während der Nachbeter das Pflichtgebet betet? Malik und Abu Hanifa vertraten die Auffassung, dass die Absicht des Nachbeters mit der Absicht des Imams übereinstimmen muss, während al-Schafi'i die Ansicht vertrat, dass dies nicht verpflichtend ist.
The jurists agreed about the stipulation of intention (niyya) for the validity of prayer, because prayer is the foremost form among the different kinds of ritual worship that have been ordained in the law without being assigned a rational interest {maslaha), that is, a tangible interest. They disagreed, however, about whether it is a condition that the niyya of the follower should conform with the niyya of the imami In other words, is it permitted for a follower to pray zuhr when the imam is praying W? And, is it permitted for the imam to be praying supererogatory zuhr when the follower prays fard? Malik and Abu HanTfa maintained that it is obligatory that the intention of the follower conform with the intention of the imam, while al-ShaficT held that it is not obligatory.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt im Widerspruch zwischen dem Sinngehalt des Ausspruchs des Propheten ﷺ „Der Imam wurde eingesetzt, damit man ihm folge“ und der Überlieferung über Mu'ādh, dass er mit dem Propheten ﷺ zu beten pflegte und dann seinem Volk das Gebet vorbetete. Diejenigen, die vertraten, dies sei auf den Fall des Mu'ādh beschränkt, und dass der allgemeine Sinngehalt der Worte des Propheten ﷺ „Der Imam wurde eingesetzt, damit man ihm folge“ die Absicht einschließe, forderten, dass die Absicht des Imams mit der des Nachbeters übereinstimmen müsse. Diejenigen, die vertraten, die dem Mu'ādh gewährte Erlaubnis gelte für alle Gläubigen, was der Grundsatz sei, sagten, dass es bezüglich der anderen (früheren) Überlieferung zwei mögliche Deutungen gebe: Erstens, dass ihr allgemeiner Sinngehalt die Absicht nicht einschließe, denn ihre offensichtliche Bedeutung beziehe sich auf (äußere) Handlungen; in diesem Fall stehe sie nicht im Widerspruch zur Überlieferung über Mu'ādh. Oder sie könne die Absicht einschließen, und dann habe die Überlieferung über Mu'ādh die Allgemeinheit eingeschränkt.
The reason for their disagreement is the conflict between’ the implication of the saying of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), “The imam has been appointed so that he may be followed”, and the tradition of Mu<adh that he used to pray with the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) and then lead his people la prayer. Those who maintained that this was specific to the case of Mu^dh and that the general implication of the words of Prophet (God’s peace and blessings be upon him), “The imam has been appointed so that he may be followed”, includes intention, stipulated the conformity of the imam's intention with that of the follower. Those who maintained that the permission granted to Mu<adh extends to all the believers, which is the principle, said that there can be two possible interpretations of the other (former) tradition: first, that its general implication does not include intention, for its apparent meaning relates to (external) acts, in which case it would not conflict with Mu^dh’s tradition; or it may include intention, in which case Mu’adh’s tradition has restricted the generality.
Zu den Fragen, die mit der Niyya zusammenhängen, gehören auch solche, die keinen Bezug zu Angelegenheiten haben, die ausdrücklich im Gesetz genannt sind. Wir haben beschlossen, sie wegzulassen, da unser Hauptanliegen die Erörterung von Fragen ist, die unmittelbar mit Angelegenheiten zusammenhängen, die ausdrücklich im Gesetz genannt sind.
' Related to niyya are issues that have no concern with matters expressly stated’in the law, and we decided to drop them, as our primary purpose is the discussion of issues that are directly related to matters expressly stated in the law.