2.3.5. Gebete unter der Bedrohung eines Angriffs (Ṣalāt al-Ḫauf)
2.3.5. Prayers under threat of attack ($alat al-Khawf)
Die Rechtsgelehrten waren sich uneinig über die Zulässigkeit und die Art des Gebets in Furcht (ṣalāt al-khawf) nach der Zeit des Propheten ﷺ. Die meisten Rechtsgelehrten vertreten die Ansicht, dass das Gebet in Furcht zulässig ist, aufgrund des allgemeinen Sinnes der Worte des Erhabenen: „Und wenn ihr im Land umherzieht, ist es keine Sünde für euch, euer Gebet zu verkürzen, wenn ihr fürchtet, dass die Ungläubigen euch angreifen könnten. Wahrlich, die Ungläubigen sind euch ein offenkundiger Feind.“144 Ferner ist es auch durch die Praxis des Propheten ﷺ und die seiner Nachfolger, der Kalifen, belegt.
The jurists disagreed about the permissibility and description of salat al-khawf after the time of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him). Most of the jurists maintain that salat al-khawf is permitted because of the general implication of the words of the Exalted, “And when ye go forth in the land, it is no sin for you to curtail (your) worship if ye fear that those who disbelieve may attack you. In truth the disbelievers are an open enemy unto you”.144 Further, it is also established through the practice of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) and that of the Caliphs after him.
Abu Yusuf, einer der Schüler Abu Hanifas, wich ab, indem er sagte, das Gebet bei Furcht (ṣalāt al-khawf) solle nach der Zeit des Propheten ﷺ nicht von einem einzigen Imam angeführt werden, sondern nach seiner Zeit müssten zwei Imame dieses Gebet leiten: Der eine von ihnen führt eine Gruppe im Gebet mit zwei Rakʿa an, während eine andere Gruppe die Wache hält, und dann soll der andere die zweite Gruppe anführen, während die erste Gruppe, nachdem sie gebetet hat, die Wache hält.
Abu Yusuf, from among the disciples of Abu HanTfa, deviated saying that salat al-khawf after the time of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), is not to be led by a single imam, and that after his time two imams are to lead this prayer, with one of them leading a group in praying two rakfa while another group maintains the watch, and then the other is to lead the second group while the first group having prayed maintains a watch.
Der Grund für ihre Meinungsverschiedenheit liegt in ihrem Streit darüber, ob das von dem Propheten (Gottes Segen und Friede seien auf ihm) geführte Gebet bei Furcht (ṣalāt al-khawf) ein Gottesdienst ist oder ob es ein besonderes Vorrecht des Propheten (Gottes Segen und Friede seien auf ihm) darstellt. Diejenigen, die vertraten, dass es ein Gottesdienst sei, hielten es nicht für einen Fall, der nur auf den Propheten (Gottes Segen und Friede seien auf ihm) beschränkt ist, während diejenigen, die es für ein besonderes Vorrecht des Propheten (Gottes Segen und Friede seien auf ihm) hielten, es als etwas ansahen, das nur ihm eigen ist. Somit wäre es für uns möglich, die Menschen auf zwei Imame aufzuteilen, da ihr Sich-Versammeln hinter einem einzigen Imam eines der besonderen Vorrechte des Propheten ﷺ war. Eine solche Auslegung wird in seiner (Abu Yusufs) Ansicht durch die Schlussfolgerung gestützt, die sich aus den Worten des Erhabenen ergibt: {Und wenn du (, o Muhammad ﷺ,) unter ihnen bist und ihnen das Gebet verrichtest, so soll eine Gruppe von ihnen mit dir stehen und ihre Waffen tragen. Wenn sie sich dann niedergeworfen haben, sollen sie sich hinter euch zurückziehen, und es soll eine andere Gruppe kommen, die noch nicht gebetet hat, und sie sollen mit dir beten und sich in Acht nehmen und ihre Waffen tragen.} Die Schlussfolgerung hierbei ist, dass die Rechtslage eine andere wäre, wenn er nicht unter ihnen ist.
The reason for their disagreement derives from their dispute of whether the salat al-khawf led by the Prophet (God’s peace and blessings be upon him amounts to worship or whether it is a special merit of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him). Those who maintained that it is a worship did not consider it to be a case specific to the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), while those who deemed it to be a special merit of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) considered it to be something specific to him, and thus it would be possible for us to divide the people between two imams, as their gathering behind one imam was one of the specific merits of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him). Such an interpretation is supported, in his (Abu Yusufs) view by the implication emerging from the words of the Exalted, “And when thou (O Muhammad) art among them and arrangest (their) worship for them, let only a party of them stand with thee (to worship) and let them take their arms. Then when they have performed their prostrations let them fall to the rear and let another party come that hath not worshipped and let them worship with thee, and let them take their precaution and their arms”.145 The implication here is that if he is not among them the hukm is to be different.
Eine Gruppe der Rechtsgelehrten aus Syrien vertrat die Auffassung, dass das Gebet in Furcht (Salat al-Khawf) von der Zeit der Furcht auf die Zeit der Sicherheit verschoben werden solle, so wie es der Prophet ﷺ am Tag der Schlacht am Graben getan hat. Die Mehrheit der Rechtsgelehrten vertritt die Ansicht, dass diese Handlung am Tag der Schlacht am Graben vor der Offenbarung über das Gebet in Furcht erfolgte und daher durch diese aufgehoben wurde.
A group of the jurists of Syria maintained that salat al-khawf is to be delayed from the time of fear to the time of security, just as the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) did on the day of the Battle of Khandaq. The majority of the jurists maintain that this act on the day of the Battle of Khandaq was prior to the revelation regarding salat al-khawf and was therefore abrogated by it.
Die Rechtsgelehrten waren sich über die Beschreibung des Furchtgebets (ṣalāt al-ḫauf) weitgehend uneins, aufgrund des Widerspruchs der Überlieferungen zu diesem Thema, das heißt, der Berichte über die Handlungen des Propheten (Friede und Segen Allahs auf ihm ﷺ), die sich auf das ṣalāt al-ḫauf beziehen. Es gibt sieben bekannte Beschreibungen. Eine davon ist jene, die Mālik und Muslim überliefern, nach der Überlieferung von Ṣāliḥ ibn Ḫawwāt von einem, der das Furchtgebet zusammen mit dem Gesandten Allahs (Friede und Segen Allahs auf ihm ﷺ) am Tag von Ḏāt ar-Riqā' verrichtet hatte. Dort heißt es: „Eine Gruppe bildete Reihen hinter dem Propheten ﷺ, während sich eine andere Gruppe dem Feind gegenüber aufstellte. Er führte diejenigen, die bei ihm waren, eine Rakʿa lang an, und blieb dann stehen, während sie das Gebet selbstständig beendeten und zur Front gegen den Feind abzogen. Dann kam die andere Gruppe, und er führte sie die eine Rakʿa an, die von seinem Gebet noch übrig war; danach blieb er sitzen, während sie ihr Gebet vollendeten, und sprach dann gemeinsam mit ihnen den Gruß.“ Asch-Schāfiʿī stützte seine Ansicht auf diese Überlieferung. Mālik überlieferte genau dieselbe Überlieferung von al-Qāsim ibn Muḥammad, von Ṣāliḥ ibn Ḫawwāt, als mawqūf-Überlieferung (dem Gefährten zugeschrieben), ebenso wie die des Yazīd ibn Rūmān, wonach er, als er die Rakʿa mit der zweiten Gruppe vollendet hatte, den Gruß sprach und nicht wartete, bis sie ihr Gebet beendeten. Mālik zog diese Beschreibung vor. Asch-Schāfiʿī bevorzugte die musnad-Überlieferung gegenüber der mawqūf-Überlieferung, während Mālik die mawqūf-Überlieferung bevorzugte, da sie mit den allgemeinen Grundsätzen übereinstimmt, nämlich dass der Imam nicht sitzen bleiben soll, damit die zweite Gruppe ihr Gebet vollenden kann, denn es ist der Imam, dem gefolgt wird, und er ist nicht der Folgende.
The jurists disagreed extensively about the description of salat al-khawf because of the conflict of the traditions on this topic, that is, reports about the acts of the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) related to salat al- khawf There are seven well-known descriptions. One of these is what is recorded by Malik and Muslim about the tradition of $alih ibn Khawwat from one who had observed the fear prayer with the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) on the day of Dhat al-Riqa. It says, “A group formed rows behind the Prophet (God’s peace and blessings be upon him), while another group arrayed itself against the enemy. He led those with him for a rak'a and then kept standing while they finished by themselves and departed to face the enemy. The other group then came and he led them for one rak'a that was left of his prayer, after which he kept sitting while they completed their prayer and then made the salutation with them”. Al-Shaf?! based his opinion on this tradition. Malik related exactly the same tradition from al-Qasim ibn Muhammad from Salih ibn Khawwat as a mawqtif tradition (attributed to a Companion) like that of YazTd ibn Ruman that when he had completed the rakfa with the second group he made the salutation and did not wait for them to finish their prayer. Malik preferred this description. AU Shafi T preferred < the musnad over the mawquf, while Malik preferred the mawqiif as it conforms with the general principles, that is, the imam is not to sit down146 so that the second group may complete their prayer, for it is the imam who is to be followed and he is not the follower.
Die dritte Beschreibung findet sich in der Überlieferung von Abu ʿUbaida von ʿAbdullah ibn Masʿud von seinem Vater. Sie wird von al-Thawri und anderen überliefert und ist bei Abu Dawud verzeichnet. Er sagte: „Der Gesandte Allahs (Friede und Segen Allahs seien auf ihm) verrichtete das Salat al-Khawf mit einer Gruppe, während eine andere Gruppe dem Feind gegenüberstand. Er betete mit ihnen eine Rakʿa und zwei Niederwerfungen, woraufhin sie sich entfernten, um dem Feind gegenüberzutreten, ohne den Gruß zu sprechen. Die andere Gruppe kam dann, und er betete mit ihnen eine Rakʿa und sprach den Gruß. Sie erhoben sich und verrichteten die zweite Rakʿa allein, sprachen den Gruß und gingen weg, um an der Stelle der anderen dem Feind gegenüberzustehen. Die erste Gruppe kehrte auf ihre Plätze zurück und verrichtete allein eine Rakʿa und sprach den Gruß.“ Diese Beschreibung wurde von Abu Hanifa und seinen Schülern übernommen, mit Ausnahme von Abu Yusuf, wie bereits dargelegt.
The third description appears in the tradition of Abu TJbayda from cAbd Allah ibn Mas ud from his c father. It is related by al-Thawri and others and is recorded by Abu Dawud. He said, “The Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) offered salat al-khawf with one group while another group faced the enemy. He offered a rak'a and two prostrations1 with them and they left to face the enemy without making the salutation. The other group then came and he offered a rakfa with them and made the salutation. They stood up and offered the second rak'a by themselves, made the salutation and went away to stand in the place of the others facing the enemy. The first group returned to their positions and offered a rak'a by themselves and made the salutation”. This description was adopted by Abu Hanifa and his disciples, except for Abu Yusuf as has preceded.
Die vierte Beschreibung findet sich in der Überlieferung des Abu cAyyash az-Zuraqi, der sagte: „Wir waren mit dem Gesandten Allahs ﷺ in cUsfan, und Khalid ibn al-Walid führte die Ungläubigen an. Wir verrichteten das Mittagsgebet. Die Ungläubigen sagten: ‚Wir haben nachlässig gehandelt, wir hätten sie angreifen sollen, während sie beteten.‘ Da offenbarte Allah den Vers über das Verkürzen des Gebets zwischen der Zeit des Mittagsgebets und der Zeit des Nachmittagsgebets. Als die Zeit des Nachmittagsgebets gekommen war, stand der Gesandte Allahs ﷺ, zur Qibla gewandt, auf, und die Ungläubigen stellten sich ihm gegenüber auf. Hinter dem Gesandten Allahs ﷺ betete eine Reihe, und hinter dieser war eine weitere Reihe. Als der Gesandte Allahs ﷺ sich zur Verbeugung (ruku^) neigte, verneigten sich alle mit ihm, und als er sich niederwarf, warf sich die Reihe hinter ihm nieder, während diejenigen der anderen Reihe Wache hielten. Als diese Leute die beiden Niederwerfungen vollendet hatten und aufstanden, warfen sich die hinter ihnen nieder. Dann trat die erste Reihe zurück und nahm den Platz der zweiten ein, während die zweite Reihe vorrückte und den Platz der ersten einnahm. Der Gesandte Allahs ﷺ verneigte sich sodann, und alle verneigten sich mit ihm; danach warf er sich nieder, und die Reihe hinter ihm warf sich ebenfalls nieder, während diejenigen [nun] in der zweiten Reihe Wache hielten. Als der Gesandte Allahs ﷺ und die Reihe hinter ihm die Sitzhaltung einnahmen, warfen sich die hinter ihnen nieder, bis schließlich alle saßen. Dann sprach der Prophet ﷺ den Friedensgruß, und alle sprachen nach ihm den Friedensgruß.“ Dieses Gebet wurde in cUsfan und ebenso bei den Banu Sulaym verrichtet.
The fourth description occurred in the tradition of Abu cAyyash al-ZuraqT, who said, “We were with the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) at TJsfan and Khalid ibn al-Walid was leading the unbelievers. We offered the zuhr prayer. The unbelievers said: ‘We have been negligent, we should have attacked them while they were praying.’ Allah then revealed the verse about shortening the prayer between the zuhr and ^asr times. When it was time for the asr prayer, the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) stood up facing the qibla, and the unbelievers were arrayed in front of him. Praying behind the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) was one jow and behind this was another row. When the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) bowed [ruku^ all of them bowed with him, and when he made the prostration the row behind him prostrated, while those in the other row stood guard over them. When these people made the two prostrations and stood up, those behind them prostrated. The first row then stepped back taking the place of the second, while the second row advanced and took the place of the first. The Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) then bowed and all bowed with him, he then prostrated and the row behind him prostrated, while those [now] in the second row stood guard over them. When the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) and the row behind him adopted the sitting posture those behind them prostrated and finally all were seated. The Prophet then made the salutation and they all made the salutation after him”. This prayer was offered at TJsfan and also at Banu Sulaym.
Abu Dawud sagte, dass diese Überlieferung auch von Jabir, von Ibn ʿAbbas, von Mujahid, von Abu Musa und Hischam ibn ʿUrwa von seinem Vater vom Propheten (ﷺ) überliefert wurde. Er sagte, dass dies die Meinung von al-Thawri sei und dass sie die vorsichtigste von allen sei, womit er andeutete, dass in dieser Beschreibung nicht viel gegen die allgemein anerkannte Praxis spricht. Diese Beschreibung wurde von einer Vielzahl von Schülern Maliks und al-Shafiʿis vertreten. Muslim hat sie von Jabir überliefert. Jabir sagte: „So wie du c*° , wenn du deine Anführer bewachst.“
Abu Dawud said that this tradition has also been related from Jabir, from Ibn ‘Abbas, from Mujahid, from Abu Musa and Hisham ibn ‘Urwa from his father from the Prophet (God’s peace and blessings be upon him). He said that this is the opinion of al-ThawrT, and that it is the most cautious of all, implying thereby that there is not much in this description opposing the generally accepted practice. This description was upheld by a host of the disciples of Malik and al-ShaficT. Muslim has recorded it from Jabir. Jabir said: “Just as You c*° when you guard your leaders”.
Die fünfte Beschreibung findet sich in der Überlieferung von Hudhayfa. Tha'laba ibn Zahdam sagte: „Wir waren mit Sa'îd ibn al-'Âs in Tabaristan. Er stand auf und sagte: ‚Wer von euch hat das Salat al-khawf mit dem Gesandten Allahs ﷺ verrichtet?' Hudhayfa sagte: ‚Ich.'" Dann verrichtete er mit einer Gruppe eine Rak'a und mit der zweiten Gruppe die zweite Rak'a, und sie verrichteten keine weitere Rak'a. Dies steht in starkem Widerspruch zur ursprünglichen Form des Gebets. Eine ähnliche Überlieferung wird von Ibn 'Abbas berichtet, der sagte: „Das Gebet, durch die Zunge eures Propheten ﷺ, im Wohnort sind vier Rak'as, zwei auf der Reise und eine einzelne Rak'a in khawf." Al-Thawrî erlaubte diese Beschreibung.
The fifth description occurs in the tradition of Hudhayfa. ThaHaba ibn Zahdam said, “We were with Sa‘Td ibn al-‘As in Tabaristan. He stood up and said, ‘Which one of you has offered salat al-khawf with the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him)’. Hudhayfa said, ‘I did’ ”. He then offered one ra&a with one group and the second ra&a with another group, and they did not offer any other rak^a. This conflicts extensively with the original form of the prayer. A similar tradition is related from Ibn ‘Abbas, who said, “Prayer, through the tongue of your Prophet, in a settlement is four rakfas, two while travelling, and a single rak^a in khawf”. Al-ThawrT permitted this description.
Die sechste Beschreibung findet sich in der Überlieferung von Abu Bakr und in der Überlieferung von Jabir vom Propheten ﷺ, dass er jede der beiden Gruppen jeweils zweimal zwei Rak'as vorbetete. Al-Hasan (al-Basri) gab sein Gutachten entsprechend dieser Überlieferung. Darin liegt ein Beleg für die mögliche Abweichung zwischen der Absicht (niyya) des Imams und der der Nachfolgenden, denn er beabsichtigt das vollständige Gebet, während sie es verkürzen. Überliefert wurde dies von Muslim, von Jabir.
The sixth description occurs in the tradition of Abu Bakr and in the tradition of Jabir from the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) that he led each of the two groups in two-ra^as at a time. Al-Hasan (al-Basri) issued his opinion in accordance with this. In this there is an evidence of the possible discrepancy between the niyya of the imam and the that of the followers, for he intends the full prayer while they are curtailing it. It has been recorded by Muslim from Jabir.
Die siebte Beschreibung findet sich in der Überlieferung von Ibn ʿUmar vom Propheten (Friede und Segen Allahs seien auf ihm), dass er nach dem Gebet in Furchtsituationen (ṣalāt al-khawf) gefragt wurde und sagte: „Der Imam und eine Gruppe von Menschen treten vor und der Imam führt sie in einer rakʿa im Gebet an. Eine zweite Gruppe von ihnen, die dem Feind gegenübersteht, hat noch nicht gebetet. Wenn diejenigen, die bei ihm sind, eine rakʿa gebetet haben, gehen sie zurück auf die Positionen derer, die noch nicht gebetet haben, sprechen aber nicht den Gruß. Dann treten diejenigen, die noch nicht gebetet haben, vor und beten mit ihm eine rakʿa. Danach entfernt sich der Imam, nachdem er zwei rakʿas gebetet hat, und jede Gruppe betet dann für sich allein eine rakʿa nach dem Weggang des Imams. So betet jede Gruppe zwei rakʿas. Ist die Gefahr eines Angriffs groß, dürfen die Männer stehend oder reitend beten, der Qibla zugewandt oder nicht.“ Zu denjenigen, die diese Beschreibung vertraten, gehören Ashhab, Mālik und eine Gruppe von Rechtsgelehrten. Abū ʿUmar sagte, der Beweis derer, die diese Überlieferung Ibn ʿUmars übernommen haben, liegt darin, dass sie durch die Überlieferungskette der Rechtsgelehrten von Medina überliefert wurde, die als maßgebliche Überlieferer gelten, im Gegensatz zu denen, die die gegenteilige Ansicht vertraten. Außerdem entspricht sie eher den Grundsätzen, da die erste und die zweite Gruppe die zweite rakʿa nur beteten, nachdem der Gesandte Allahs (Friede und Segen Allahs seien auf ihm) sein Gebet vollendet hatte; und dies ist in der Praxis des aufgeschobenen Vollziehens bekannt, auf das man sich bei allen Gebeten geeinigt hat.
The seventh description occurs in the tradition of Ibn TJmar from the Prophet (God’s peace and blessings be upon him) that when he was asked about salat al-khawf said, “The imam and one group of people step out and the imam leads them in one rafaa, when a second group from among them that is facing the enemy has not prayed. When those with him have prayed a ra&a, they move back to the positions of those who have not, but they do not make the salutation. Those who have not prayed as yet then step out and pray a rak^a with him. The imam then moves away after having prayed two rak^as^ and each group then prays by itself a rak^a after the departure of the imam. Thus each group prays two rakfas. If the threat of attack is grave the men may pray while standing or while riding, facing the qibla or otherwise”. Among those who upheld this description are Ashhab, Malik, and a group of jurists. Abu TJmar said that the proof of those who adopted this tradition of Ibn TJmar is that it has been reported through the transmission of the jurists of Medina, who are authorities in transmission against those who adopted an opposite view. In addition, it is also more in conformity with the principles as the first and the second groups did not pray the second rak<a except after the Messenger of Allah (God’s peace and blessings be upon him) had completed his prayer, and this is well-known in the practice of delayed performance that is agreed upon for all prayers.
Die meisten Rechtsgelehrten vertreten das, was in dieser Überlieferung über die Schwere der Gefahr erwähnt wird: dass es erlaubt ist, zu beten, während man sich der Qibla zuwendet oder ohne ihr zugewandt zu sein, und ohne dass dabei Hinweise auf Verbeugung oder Niederwerfung vorhanden sein müssen. Abu Hanifa widersprach dem und sagte: „Wer unter der Befürchtung eines Angriffs steht, soll nur dann beten, wenn er der Qibla zugewandt ist, ebenso wenig wer sich in tiefer Versunkenheit befindet.“ Der Grund für die Meinungsverschiedenheit darüber liegt in ihrem Widerspruch zu den allgemeinen Grundsätzen.
Most of the jurists uphold what has been mentioned in this tradition about the gravity of the attack that it is permitted to pray while facing the qibla or without facing it, and without there being any indication of bowing or prostration. Abu HanTfa opposed this saying: “One under an apprehension of attack is not to pray, except while facing the qibla, nor one in a state of intense absorption”. The reason for disagreement over this stems from its conflict with the principles.
Eine Gruppe von Rechtsgelehrten vertrat die Ansicht, dass alle diese Beschreibungen zulässig seien und der Mukallaf (der zur Befolgung der religiösen Pflichten Verpflichtete) nach derjenigen beten dürfe, die er bevorzuge. Es wird auch gesagt, dass diese Unterschiedlichkeit auf die Verschiedenheit des Ortes (der jeweiligen Schlacht) zurückzuführen sei.
A group of jurists maintained that all of these descriptions are permissible, and the mukallaf (subject) may pray in accordance with the one he prefers. It is also said that this discrepancy is because of the difference of the location (of each battle).