10. Gradualismus (Tadarruj)
10. Gradualism (tadarruj)
Wir wollen die Verfälschung der Idee der schrittweisen Annahme des Islams betrachten, aufzeigen und darlegen, sowie die Vorstellungen, die sich daraus ergeben, etwa die Erlaubnis für Muslime, sich an den gegenwärtigen Systemen zu beteiligen. Die Ansicht, dass die Demokratie aus dem Islam stammt, ist ein Versuch, den Islam dem Verstand gefälliger zu machen.
We want to look at, treat and demonstrate the corruption of the idea of gradualism in the adoption of Islam, and the ideas that result from this idea, such as the permission for Muslims to participate in the current systems. The view that Democracy is from Islam is an attempt to make Islam more acceptable to the mind.
Das liegt daran, dass diese Gedanken in einem engen Zusammenhang mit der Arbeit bestimmter Gruppen stehen, die Veränderungen herbeiführen wollen.
This is because these thoughts have a strong relationship with the work of some groups in bringing change.
Was ist Gradualismus? Was beinhaltet er nach denen, die diese Ansicht vertreten? Was sind seine Begründungen? Wie lautet die schar'ī-Regel dazu?
So what is gradualism? What does it include according to those who hold this view? What are its justifications? What is the Shar’ee rule regarding it?
Als die Muslime den Abgrund der geistigen Schwäche, des materiellen und intellektuellen Rückstands sowie des politischen Niedergangs erreichten, spiegelten ihre Gedanken ihre schlechte Lage wider. Diejenigen, die am Islam festhielten, entwickelten Vorstellungen, die weder die Wahrheit des Islam noch seine Sicht auf das Leben widerspiegelten, sondern vielmehr ein Missverständnis und ein mangelndes Verständnis der Tatsachen des Islam und seiner Lebensanschauung zeigten. Der kafirische Kolonialist, der die Angelegenheiten der Muslime zu beherrschen begann, konnte sie nach seinem Willen verändern und seine eigenen Begriffe und Maßstäbe unter den Muslimen verankern. Er pflanzte seine eigenen Gedanken, die Früchte von unterschiedlichem Geschmack hervorbrachten: angenehm im Munde seiner Feinde und süß für ihre Zungen. Der Vorteil lag auf ihrer Seite. Der Grund dafür war nicht der Islam, sondern seine Anhänger, die die klare Hingabe und das richtige Verständnis verloren hatten. Die Muslime versuchten, dem mit einem Verständnis entgegenzutreten, das von der Wirklichkeit beeinflusst und von ihren Interessen bestimmt war. Doch es waren verdrehte Versuche und lahme Schritte, die in raschem Scheitern und einer schrecklichen Kapitulation endeten. Der Kufr gab sich in unseren Ländern ungehindert seinen Ausschweifungen hin, ohne dass jemand da war, der ihn aufhielt oder daran hinderte.
When the Muslims reached the abyss of spiritual weakness, material and intellectual backwardness and political decline, their thoughts came to reflect their bad situation. Those who adhered to Islam came to have thoughts that did not reflect the truth of Islam and its viewpoint towards life, rather they reflected a misunderstanding and a lack of comprehension of the facts of Islam and its view of life. The Kaafir colonialist, who came to control the affairs of the Muslims, was able to change them as he wished, and implant its own concepts and criteria amongst the Muslims. He planted his own thoughts, which bore fruits of different tastes; nice in the mouths of his enemies and sweet to their tongues. The round was to their benefit. The reason for this was not Islam, but rather its people, who had lost the clear adherence and the correct understanding. The Muslims tried to oppose this with an understanding that was affected by the reality and subject to their interests. However they were twisted attempts and lame steps that ended up in rapid failure and horrible surrender. Kufr continued to indulge itself freely in our lands without anyone to stop it or prevent it doing so.
Wie hat der kafir Kolonialist den Islam angegriffen? Und wie war die Antwort der Muslime?
So how did the Kaafir colonialist attack Islam? And what was the response of the Muslims?
Der ungläubige (Kaafir) Kolonialist griff den Islam an, indem er ihm vorwarf, nicht mit der Zeit Schritt halten und keine Lösungen für die neuen Probleme bieten zu können.
The Kaafir colonialist attacked Islam by accusing it of not being able to keep up with the time and provide solutions for the new problems.
Die Muslime reagierten darauf, indem sie versuchten, aus dem Islam Lösungen herzuleiten, die mit den Ansichten des kapitalistischen Systems übereinstimmen. Da die Grundlage des kapitalistischen Systems der Grundlage des Islam vollständig widerspricht, versuchten sie, die beiden Widersprüche miteinander zu versöhnen. Sie unternahmen also den Versuch, fehlerhafte Auslegungen vorzubringen, die fehlerhafte Begriffe und Maßstäbe hervorbrachten. Diese wurden dann fälschlicherweise der Schari'a zugeschrieben. Ziel war es, den Islam und den Kapitalismus in Einklang zu bringen und den Eindruck zu erwecken, der Islam könne mit der Zeit Schritt halten. Das Ergebnis war, dass diese Lösungen übernommen wurden, weil man meinte, es seien islamische Gedanken, Prinzipien und Maßstäbe, und dass der Islam durch ihre Anwendung verstanden werde, obwohl die Übernahme solcher Gedanken bedeutete, den Islam zu verlassen und dem kapitalistischen System zu folgen. Jeder Aufruf zur Versöhnung oder jeder Aufruf, der von dieser Vorstellung beeinflusst ist, ist eine Einladung, Kufr anzunehmen und den Islam aufzugeben. Er bedeutet außerdem, die Muslime dazu zu bringen und dazu aufzurufen, die Gedanken des Kufr zu übernehmen und die wahre islamische Da'wah aufzugeben.
The Muslims responded by attempting to produce solutions from Islam that complied with the views of the capitalist system. Since the basis of the capitalist system completely contradicts the basis of Islam, they tried to reconcile the two contradictions. So they attempted to bring erroneous interpretations that produced erroneous concepts and criteria. These were then falsely attributed to the Shar’a. The aim was to harmoniseIslam and Capitalism and give the impression that Islam is able to keep up with the age. The result of this was that these solutions were adopted on the basis that they were Islamic thoughts, principles and criteria, and that Islam is understood by using them; even though adopting such thoughts meant leaving Islam and following the Capitalist system. Every call to reconciliation or every call that is affected by this idea is an invitation to adopt Kufr and abandon Islam. It also means carrying and inviting the Muslims to adopt the thoughts of kufr and abandon the true Islamic da’wah.
Daher hat es die Lage nur verschlimmert, als Muslime in den Zeiten des Niedergangs versuchten, die Umma mit diesen Gedanken wiederzubeleben. Sie konnten die Umma nicht aus dem Abgrund herausführen, in dem sie sich befand, denn sie waren selbst in diesen Abgrund hinabgestiegen.
Therefore, when the Muslims during the declined periods tried to revive the Ummah with these thoughts, it made matters worse, and they were not able to take the Ummah out from the abyss that they were in, because they had descended into it themselves.
Daher begannen wir, Stimmen zu vernehmen, die – ob absichtlich oder unabsichtlich – auf unverschämte Weise über die islamische Scharia sprachen. Sie behaupteten, es sei unvernünftig, vierzehnhundert Jahre nach der Sendung des Gesandten ﷺ noch mit derselben überholten Denkweise Recht zu sprechen. Ihrer Ansicht nach müsse man sich so modernisieren, dass man mit den Umständen Schritt hält und den Islam wieder an die Spitze führt. Man müsse ihm das Image der Moderne verleihen. Ihm müssten moderne Gedanken aufgepfropft werden, damit die Herzen sich wieder an ihn gewöhnen. Er solle aus seiner Dunkelheit heraustreten und sich von den Anschuldigungen der Menschen befreien. So sei sein altes Image nicht mehr annehmbar.
Hence, we began to hear mouths talking, whether intentionally or unintentionally, about the Islamic Sharee’ah, in an insolent way. They claimed that it is unreasonable, fourteen hundred years after the Messenger was sent, to arbitrate with the same previous mentality. In their view, we must modernise in a way that proceeds with the circumstances and takes Islam to leadership again. They said it must be given the image of modernity. It must have the modern thoughts grafted on to it so that the hearts are habituated to it again. It should come out of its obscurity, and away from the accusations of the people. Thus, its old image was no longer acceptable.
Einige Muslime kamen mit Gedanken aus dieser Perspektive. Für sie bildeten sie intellektuelle Grundsätze, legten ihren Weg fest und gaben ihrem Leben eine neue Richtung. Dies sind die Gedanken des dekadenten Zeitalters, die zur Zeit der Vorherrschaft der verderbten westlichen Erneuerung in unseren Ländern aufkamen – in einer Zeit, in der jene Muslime meinten, dass das Mithalten mit der Zeit und die Nutzung des westlichen erneuerten Denkens von der Scharia geboten seien, damit der Islam auf dem Niveau der Epoche bleiben könne.
Some Muslims came with thoughts from this perspective. For them they formed intellectual principles, defined their course and gave their new direction in life. These are what we called the thoughts of the declined age, which appeared during the prevalence of the corrupt western revival in our lands. At the time when those Muslims thought that keeping up with the times, and benefiting from the western revived thought, was necessitated by the Shar’a so that Islam can stay on the level of the age.
So viele Gedanken, die dieser Ausrichtung dienten, tauchten auf, zum Beispiel: „Die Religion ist flexibel und entwickelt sich weiter“, „Nimm und fordere dann“, „Nimm an, was mit der Scharia übereinstimmt, oder das, was ihr nicht widerspricht“, „das kleinere von zwei Übeln begehen“, „Wenn du nicht das Ganze nehmen kannst, wirf nicht das Meiste davon weg“, „der schrittweise Weg, den Islam anzunehmen“, „es wird nicht abgelehnt, dass sich Regeln mit Zeit und Ort ändern“, „wo immer ein Interesse besteht, dort ist die Scharia Allahs.“ Diese Gedanken und ihresgleichen wurden zum intellektuellen Standpunkt oder Prinzip, das man die moderne islamische Erneuerung nannte. Ihr wichtigster Vertreter war der Freimaurer Dschamal ad-Din al-Afghani und sein freimaurerischer Schüler Muhammad Abduh, der als Scheich al-Islam bekannt war.
So many thoughts, that served this orientation appeared, for example; ‘religion is flexible and evolving’, ‘take and then demand’, ‘accept what agrees with the Shar’a or that which does not contradict the Shar’a’, ‘committing the lesser of two harms or evils’, ‘if you cannot take the whole of it, don’t throw away most of it’, ‘gradualism in taking Islam’, ‘it is not rejected that rules change with the time and place’, ‘wherever there is an interest, that is the Shar’a of Allah.’ These thoughts and their like became the intellectual standpoint or principle that they called the modern Islamic revival. Their most important protagonist was the freemason Jamal ud-deen al-Afghani and his freemason student Muhammad Abduh, who was known as the Shaykhul Islam.
Diese Dinge wurden von Menschen mit bösen Absichten und üblen Plänen gesagt, um die Muslime von der Quelle ihrer Stärke zu trennen und Schwäche in ihnen zu verursachen, die sie daran hindern würde, die Gebote Allahs erneut zu errichten.
These things were said by people with bad intentions and evil designs in mind, so as to separate the Muslims from the source of their strength and cause weakness in them, that would prevent them from establishing the command of Allah once again.
Andere haben solche Dinge aus guten Absichten und mit lauteren Zielen gesagt, in der Annahme, dass dies das heilende Balsam für alle Leiden der Muslime heute sei, angesichts des Niedergangs und Verfalls der Umma.
Other people said these things out of good intentions and sound aims, thinking that these will be the healing balm for all the ailments of the Muslims today, in respect of the fall and decline of the Ummah.
Die Wirkung solcher Gedanken ist dieselbe, ob sie nun in guter Absicht geäußert werden oder nicht. Dennoch warnen wir die Muslime vor den Ränken der Kuffar gegen diese Religion (Deen) und raten ihnen, diese Gedanken aufzugeben, deren Nichtigkeit sich in der Wirklichkeit bereits erwiesen hat. Sie bringen kein Gutes hervor und wehren auch kein Übel ab. Allah hat uns tatsächlich zu den reichsten der Menschen gemacht. Im Islam ist alles enthalten, was wir brauchen, ohne dass es etwas anderes bedarf. Das Wesen des Islam selbst verlangt die Art und Weise, in der er angenommen werden muss. Die islamische Religion (Deen) wurde von Allah offenbart, um die Angelegenheiten des Lebens zu regeln. Der Muslim hat nur die Pflicht, in den offenbarten Schar'i-Texten Ijtihad zu betreiben, nicht außerhalb von ihnen, um das Hukm Allahs zu erkennen. Die intellektuellen Prinzipien, die für sein Leben notwendig sind, müssen durch ihre schar'i-schen Belege geregelt werden, denn sie sind schar'i-sche Regeln, die detaillierte Belege besitzen. Diese Methode des Ijtihad ist festgelegt und unveränderlich; es ist nicht erlaubt, sie in irgendeiner Weise zu verändern. Von diesem Punkt an beginnt die Grundlage unserer Wiederbelebung, genau so, wie sie schon zuvor begonnen hat.
The effect of such thoughts, whether uttered with good intentions or not, is the same. However, we warn the Muslims of the Kuffar’s plots against this deen and advise them to discard these thoughts, whose futility has been proven in the reality. They do not yield any good, and nor do they ward off any evil. Indeed, Allah has made made us the richest of people. In Islam there is everything we need, without the need for anything else. The nature of Islam itself obliges the method by which it should be taken. The Islamic deen has been revealed by Allah to treat life’s affairs. The Muslim has only to make Ijtihaad in the revealed Shar’ee texts, and not outside them, to know the Hukm of Allah . The intellectual principles necessary for his life must be regulated by their Shar’ee evidences, because they are Shar’ee rules, which have detailed evidences. This method of Ijtihaad is fixed and the same; it is not allowed to alter it in any way. From this point, the basis of our revival starts, exactly as it started before.
Es ist wichtig, einige geregelte schariatische Gedanken und Grundsätze zu erwähnen, die das Denken der Muslime leiten müssen, um ihre Richtung zu lenken und ihre Ausrichtung zu bestimmen, damit sie in Übereinstimmung mit ihnen handeln. Zum Beispiel: „Wo immer die Scharia ist, dort liegt das Wohl, und nicht das Gegenteil“, „die Grundlage der Handlungen ist, dass sie an die schariatische Regel gebunden sind“, „die Grundlage der Dinge ist, dass sie erlaubt sind, solange kein Beweis für ein Verbot vorliegt“, „das Hasan (Gute)
It is important to mention some of the regulated Shar’ee thoughts and principles that must control the minds of the Muslims, in order to guide their direction and determine their orientation, so that they work in accordance with them. For example; ‘wherever the Shar’a lies, that is the interest and not the opposite’, ‘the basis of actions is that they are restricted to the Shar’ee rule’, ‘the basis of things is that they are permitted as long as there is no evidence of prohibition’, ‘the hasan (good)
das, was die Scharia als gut (hasan) bezeichnet hat, und das Verwerfliche (qabih) ist, was die Scharia als verwerflich bezeichnet hat, „das Gute ist alles, was Allah gefällt, und das Schlechte ist alles, was Ihn erzürnt“, „vor der Offenbarung der Scharia gibt es keine Rechtsvorschrift“, „wer sich vom Gedenken Allahs abwendet, dessen Leben wird eng und schwer sein“, „die islamische Umma ist eine einzige Umma unter Ausschluss aller anderen Völker“, „der Islam erkennt weder Patriotismus, Nationalismus, Sozialismus noch Demokratie an“, „der Islam ist eine einzigartige Lebensweise, die sich von anderen Lebensweisen vollständig unterscheidet.“ Schon wenn wir uns mit nur einigen der scharia-rechtlichen Texte vertraut machen, wird deutlich, wie wichtig es ist, an dem festzuhalten, dem die Salaf us-Salih (die frommen Vorfahren) gefolgt sind, und nicht durch Bid'a (Neuerung) davon abzuweichen. Denn jede Neuerung in der Religion ist verwerflich.
is what the Sharee’ah has said is hasan (good) and the qabeeh (reprehensible) is what the Shar’a has said is qabeeh (reprehensible)’, ‘the good is whatever pleases Allah and bad is whatever angers Him’, ‘there is no rule before the revelation of the Shar’a’, ‘whosoever turns away from the Zikr of Allah he will have a narrow difficult life’, ‘the Islamic Ummah is one Ummah to the exclusion of all other people’, ‘Islam does not accept patriotism, nationalism, socialism or Democracy’, ‘Islam is a unique way of life that differs completely from other ways of life.’ Familiarising ourselves with just some of the Shar’ee texts indicates clearly the importance of adhering to what the Salaf us-Salih (pious predecessors) used to follow and not to deviate from it to ibtidaa’ (innovation). This is because every innovation in the deen is reprehensible.
Der Gesandte ﷺ sagte:
The Messenger said:
„Ich habe euch etwas hinterlassen, woran ihr, solange ihr daran festhaltet, niemals irregehen werdet: eine klare Sache – das Buch Allahs und die Sunnah Seines Propheten ﷺ.“ [Sîrat Ibn Hischâm]. Das Wort „niemals“ schließt auch uns ein.
“I have left you with something, which if you hold onto, you will never go astray. A clear matter; (which is the) Book of Allah and the Sunnah of His Prophet.” [Sirah of Ibn Hisham]. The word ‘never’ includes us.
Und er ﷺ sagte: „Meine Umma wird sich in 73 Sekten aufteilen. Alle von ihnen werden ins Höllenfeuer gehen, außer einer.“ Sie (die Sahabah) fragten: „Und wer sind diese, o Gesandter Allahs?“ Er ﷺ sagte: „Ich und das, woran meine Sahabah heute festhalten.“ [Überliefert von Abu Dawud, at-Tirmizi, Ibn Majah und Ibn Hanbal] Er ﷺ sagte: „Ich habe euch auf dem leuchtenden Beweis zurückgelassen; nach mir weicht niemand davon ab außer dem, der irregeht.“ [Überliefert von Ibn Majah und Ibn Hanbal] Er ﷺ sagte: „Die besten Menschen sind meine Generation, dann diejenigen, die nach ihnen kommen, dann diejenigen, die nach diesen kommen ...“ [Überliefert von Muslim] Er ﷺ sagte: „... Wahrlich, wer von euch lange lebt, wird große Auseinandersetzungen sehen. Hütet euch vor neu erfundenen Angelegenheiten, denn jede erfundene Angelegenheit ist eine Neuerung, und jede Neuerung führt ins Feuer ... Haltet euch an meine Sunnah und an die Sunnah der rechtgeleiteten Khulafaa’ – haltet hartnäckig an ihnen fest.“ [Überliefert von Abu Dawud und At-Tirmizi] Und er ﷺ sagte: „Jede Handlung, die nicht unserer Angelegenheit (Deen) entspricht, wird zurückgewiesen.“ [Überliefert von Bukhari und Muslim] Diese Ahadith laden uns ein, dem Guten zu folgen, und warnen uns vor Neuerung. Die Reihenfolge des Guten zeigt, dass das Festhalten schwächer wird, je weiter man von der Zeit des Gesandten ﷺ entfernt ist. Das vermittelt den Eindruck, dass je weiter die Zeit zurückliegt, desto stärker und strenger unser Festhalten sein muss, desto mehr wir die Wahrheit prüfen müssen und desto aufrichtiger wir sein müssen. Denn uns wurde befohlen, an der Sunnah des Gesandten ﷺ und an der Sunnah der rechtschaffenen und rechtgeleiteten Khulafaa’ festzuhalten und bei dem zu bleiben, woran der Gesandte ﷺ und seine Sahabah festhielten. Deshalb dürfen wir im Deen nicht innovieren oder uns neu erfundenen Angelegenheiten zuwenden, denn wer dies tut, wird zurückgewiesen. Welches ist also der Weg, all dies in unseren Tagen sicherzustellen?
And he said; “My Ummah will be divided into 73 sects. All of them will go to the Hellfire except one. They (the Sahabah) asked; ‘And who are they O Rasool of Allah?’ He said: ‘I, and what my Sahabah are upon today.’” [Reported by Abu Dawud, at-Tirmizi, Ibn Majah and Ibn Hanbal] He said; “I have you left you on the resplendent proof, no one deviates from it after me except the one who has gone astray.” [Reported by Ibn Majah and Ibn Hanbal] He said; “The best people are my generation, then those who came after, then those who came after them...” [Reported by Muslim] He said; “...Verily he among you who lives [long] will see great controversy. Beware of newly invented matters, for every invented matter is an innovation and every innovation is in the Fire... Keep yourselves to my Sunnah and to the sunnah of the rightly guided Khulafaa’ – cling to them stubbornly.” [Reported by Abu Dawud and At-Tirmizi] And he said; “Any action that is not according to our matter (deen) is rejected.” [Reported by Bukhari and Muslim] These ahadith invite us to follow the good and warn us againt innovation. The order of goodness indicates that the adherence weakens the further away one is from the time of the Messenger . This gives the sense that the more distant the time is, the stronger and more stringent our adherence needs to be, and the more we need to investigate the truth, and the more we need to be sincere. This is because we have been ordered to cling to the Sunnah of the Messenger and the sunnah of the righteous and guided Khulafaa’, and remain on what the Messenger and his Sahabah remained upon. So we must not innovate in the deen, or go into the newly invented matters, because the one who does this is rejected. So what is the way to ensure all of this in our days?
– Wir müssen die islamische ʿAqīda klar und rein in unseren Herzen bewahren; sie darf von keinen undurchsichtigen Elementen beeinträchtigt werden.
- We must preserve the Islamic ‘Aqeedah clearly and purely in our hearts; it should not be affected by any obscure elements.
Wir sollten aus den reinen und klaren Quellen des Islam trinken.
- We should drink from the pure and clear sources of Islam.
Wir müssen die geregelte Methode der Ableitung von Regeln schützen, die verhindert, dass persönliche Launen und Meinungen in die schar'ī'sche Regel einfließen.
- We need to protect the regulated method of deducing rules, which prevents people’s whims and personal opinions from infiltrating the Shar’ee rule.
Wir sollten den Islam zum wichtigsten Gegenstand in unserem Leben machen, wichtiger als uns selbst, unsere Kinder, unsere Familie, unsere Interessen und Wünsche, so dass das Wort Allahs in uns selbst das Höchste ist, und dass wir nichts vor Allah und Seinen Gesandten stellen, und dass wir uns in demselben Zustand befinden, in dem sich die Muslime zur Zeit der as-Salaf as-Salih (der frommen Vorfahren) befanden.
- We should make Islam the most important thing in our life; more important than ourselves, our children, family, interests and desires, such that the Word of Allah is the highest in ourselves, and that we do not put anything ahead of Allah and His Messenger and that we are in the same condition as the Muslims were in the time of the Salaf as-Saalih (pious predecessors).
Wir sollten alle Gedanken und den Schmutz des Kufr aus unseren Köpfen verbannen und seinen Rausch und Glanz von uns fernhalten. So wie die Sahaba (Allah sei mit ihnen zufrieden) den Schmutz der Dschahiliyya an der Schwelle des Islam abgelegt und ihn rein und gottesfürchtig betreten haben.
- We should discard all the thoughts and filth of Kufr from our minds and keep its excitement and glitter away from us. Just as the Sahabah (May Allah be pleased with them) discarded the filth of Jahiliyyah at the door of Islam and entered it pure and God-fearing.
All dies erfordert, dass wir zum Anfang zurückkehren. Nichts wird für die spätere Phase dieser Umma besser sein als das, was ihr am Anfang gut tat. Dies ist eine Notwendigkeit, auf die kein Muslim in jeder Phase seines Lebens verzichten kann. Je nach ihrer Nähe zu dieser oder ihrer Entfernung davon wird ihr Zustand als stark oder schwach bestimmt.
All this requires that we go back to the beginning. Nothing will be better for the latter period of this Ummah than what was good for it in the beginning. This is a necessity no Muslim can do without, in every stage of his life. According to their closeness to or distance from this, their condition be determined as strong or weak.
Nach dieser Einleitung können wir fragen: Was ist Gradualismus? Was umfasst er nach denen, die diese Ansicht vertreten? Welche Begründungen werden dafür angeführt? Und wie steht die Scharia dazu?
After this introduction we can ask; What is gradualism? What does it include according to those who hold this view? What are the justifications given for it? And what is the Shar’a’s position regarding it?
Gradualismus bedeutet, die geforderte Schar'i-Regel stufenweise zu verwirklichen und nicht auf einmal. Dies nennt man Marhaliyyah. Der Muslim setzt zunächst eine nicht-schar'i-Regel um oder fordert sie, die nach seiner Ansicht der schar'i-Regel näher kommt als die vorherige. Dann setzt er schrittweise eine Änderung von einer nicht-schar'i-Regel, die näher ist als die vorherige, zu dem um, was nach seiner Ansicht das schar'i-Urteil ist, oder er fordert sie. Anschließend setzt er allmählich eine Änderung von einem nicht-schar'i-Urteil zu einem anderen nicht-schar'i-Urteil um oder fordert sie, das dem schar'i-Urteil näher steht, bis er nach seiner Auffassung das schar'i-Urteil erreicht.
Gradualism means achieving the required Shar’ee rule in stages, and not all at one time. This is what they call marhaliyyah. The Muslim first implements or calls for a non-Shar’ee rule, which is closer to the Shar’ee rule than the previous one in his view. Then he gradually implements or calls for, a change from a non-Shar’ee rule that is closer than the previous one, to what the hukm Shar’ee is in his view. Then he gradually implements or calls for a change from a non-Shar’ee hukm to another non-Shar’ee hukm that is closer to the Shar’ee hukm, until he reaches, according to his opinion, to the hukm Shar’ee.
Dies bedeutet auch die Umsetzung einiger Scharia-Regeln und das Schweigen über die Umsetzung anderer, nicht-scharia-konformer Regeln, bis er mit der Zeit die vollständige Anwendung der Scharia erreicht.
This also means the implementation of some Sharee’ah rules and keeping silent over the implementation of other, non-Shar’ee rules, until with time he reaches to the complete application of the Shar’a.
Diese Art der schrittweisen Entwicklung ist nicht an eine feste Anzahl von Stufen gebunden.
This kind of gradualism is not restricted by a fixed number of stages.
Es unterliegt auch nicht den regulierenden Grundsätzen für diejenigen, die es befürworten. Eine einzelne Vorschrift kann eine, zwei, drei oder mehr Stufen durchlaufen. Bei dieser Art der Stufenweisheit haben die Umstände und Gegebenheiten einen deutlichen Einfluss auf die Festlegung der Anzahl der Stufen. Diese können wenige oder viele sein, und der Zeitraum jeder Stufe kann lang oder kurz sein.
Nor is it subject to regulatory principles for those who advocate it. A single rule may take one, two, three or more stages. In this kind of gradualism, the situations and circumstances have a clear effect in defining the number of stages. They may be few or many, and the time period of each stage may be long or short.
Der Gedanke der Schrittweisen Annäherung (at-tadarruj) kann Vorstellungen aus dem Bereich der ʿAqīda umfassen, zum Beispiel die Annahme der Aussage, dass der Sozialismus aus dem Islam stamme, oder dass die Demokratie aus dem Islam stamme. Er kann auch Regeln der Scharīʿa betreffen, etwa die Akzeptanz, dass eine Frau ein Kleid trägt, das knapp unterhalb der Knie endet, wobei man in einer folgenden Stufe darauf wartet, dass sie sich entsprechend der Regel der Scharīʿa kleidet.
The idea of gradualism may include thoughts related to the ‘Aqeedah, for example the acceptance of the statement that Socialism is from Islam, or that Democracy is from Islam. It may include Shar’ee rules, such accepting a woman wears a dress that reaches little below the knees, waiting in a following stage, that she wears according to the Shar’ee rule.
Es kann mit dem System zusammenhängen, etwa mit dem Aufruf zur Teilnahme an der Herrschaft, obwohl dies nach der Scharia haram ist, und zwar auch nach dem Eingeständnis derjenigen, die für den Gradualismus eintreten. Für sie ist die Forderung jedoch nicht um ihrer selbst willen gedacht, sondern dient dazu, in einer folgenden Etappe die Herrschaft durch den Islam zu erreichen, der der Ursprung und die Verpflichtung ist. Dies kann durch das Bemühen geschehen, bestimmte islamische Regeln zu etablieren, während man über andere schweigt in der Hoffnung, dass diese zunehmen, die Oberhand gewinnen und dann die Führung übernehmen, und so weiter und so fort. Oder es kann mit der Da'wah zusammenhängen, wenn er die Menschen zu all dem ruft. Wer vom Gradualismus überzeugt ist, hält sich daher an diese Vorgehensweise und versucht, andere nach dieser Idee zu rufen. Wer zu einer solchen Idee aufruft, kann so gottesfürchtig sein, dass er in Bezug auf die eigene Einhaltung keinerlei Nachlässigkeit bei sich zulässt, sie aber bei anderen hinnimmt, aus Sorge um sie, damit sie den Ruf zu den Regeln des Islams nicht ablehnen und damit sie sich auf etwas Besserem befinden als auf gar nichts.
It may be related to the system, such as calling for participation in ruling, even though it is Haram according to the Shar’a; even according to the acknowledgement of those who advocate gradualism. However, for them the demand is not intended to be for itself, but rather to achieve the ruling by Islam, which is the origin and the obligation, in a following stage. It may be by the work to establish certain Islamic rules, and remain silent over others in the hope that they will increase, and become dominant and then take the lead, and so on and so forth. Or it may be related to the da’wah when he calls people to all of this. So the one convinced of gradualism adheres to this style and attempts to call others according to this idea. The one who calls to such an idea may be so Godfearing that in terms of adherence, he does not accept any negligence on his part, but he accepts it for others, because of his concern for others, so that they do not reject the da’wah to the rules of Islam, and so that they may be on something better than being on nothing at all.
Die Begründungen derer, die für Gradualismus bzw. Marhaliyyah eintreten, und deren Widerlegung Die Vertreter dieses Ansatzes stützen sich auf Begründungen, die nach ihrer Aussage ihr Verständnis hinsichtlich des Denkens und der islamischen Da'wah untermauern. Zu diesem Zweck führten sie Begründungen als Beweis für alles an, was sie wollten. Sie unterwarfen sich nicht dem Text und seinen Hinweisen. Vielmehr unterwarfen sie den Text dem, was sie begehrten, wie wir gleich sehen werden. Im Folgenden sind einige dieser Begründungen aufgeführt.
The justifications of those who advocate gradualism or marhaliyyah, and its refutation The people who espouse this approach rely on justifications that they say support their understanding regarding thought and the Islamic da’wah. With this aim in mind, they cited justifications as proof for whatever they wanted. They were not subservient to the text and its indications. Rather they subjected the text to whatever they desired, as we shall see shortly. The following are some of the justifications.
1- Ihre Ansicht, dass Allah den Wucher (Riba) nicht auf einmal verboten habe, sondern dass sein Verbot in Phasen und Stufen erfolgte. Er sagte: „Und was ihr als Gabe gebt, damit es sich bei den Menschen vermehre (indem ihr eine bessere Gegenleistung erwartet), vermehrt sich nicht bei Allah; was ihr aber an Zakah gebt, um das Wohlgefallen Allahs zu suchen – das sind diejenigen, die vielfach vermehrt werden.“ [TMQ 30:39] Er sagte: „Verzehrt nicht Riba (Wucher), vervielfacht und verdoppelt.“ [TMQ 3:130] Er sagte: „O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah und gebt auf, was an Riba (Wucher) noch ausständig ist (von nun an), wenn ihr wirklich Gläubige seid.“ [TMQ 2:278] Er sagte: „Und wegen ihres Nehmens von Riba (Wucher), obwohl ihnen das untersagt war.“ [TMQ 4:161] „Allah hat den Handel erlaubt und den Riba (Wucher) verboten.“ [TMQ 2:275] Aus der Zusammenschau dieser Verse folgern diejenigen, die zur Stufenlehre aufrufen, dass Riba aufgrund des ersten Verses erlaubt (mubah) gewesen sei. Das Verbot des vervielfachten Riba im Gegensatz zum geringen Wucher sei im zweiten Vers offenbart worden. Dann sei im dritten Vers der geringe Wucher verboten worden, als Allah sagte: „Gebt auf, was an Riba (Wucher) noch ausständig ist.“ [TMQ 2:278]. Anschließend sagten sie, das Verbot des Wuchers sei zunächst durch indirekten Hinweis und nicht durch eine klare Aussage erfolgt, wie der vierte Vers belege, der von den Juden handelt. Schließlich habe Allah den Wucher nach dieser Reihe von Offenbarungen und Stufen verboten, mit Seinen Worten: „Allah hat den Handel erlaubt und den Riba (Wucher) verboten.“ [2:275] Wer die korrekte Fiqh (rechtliche Auslegung) dieser Verse studiert, erkennt, dass die Ansicht über die Stufenlehre von der Wahrheit kaum weiter entfernt sein könnte.
1- Their view that Allah did not forbid usury all at once. Rather its prohibition was in phases and stages. He said; “And that which you gave in gift (to others), in order that it may increase (your wealth by expecting to get a better one in return) from other people’s property, has no increase with Allah, but that which you give in zakah, seeking Allah’s Countenence, then those - they shall have manifold increase.” [TMQ 30:39] He said; “Eat not Riba (usury) doubled and multiplied.” [TMQ 3:130] He said; “O you who believe! Be afraid of Allah and give up what remains (due to you) from Riba (usury) (from now onward), if you are (really) believers.” [TMQ 2:278] He said; “And their taking of Riba (usury) though they were forbidden from taking it.” [TMQ 4:161] “Allah has permitted trading and forbidden Riba (usury).” [TMQ 2:275] From the summation of these verses those who call for gradualism say that riba (usury) was mubah (permitted) because of the first ayah. The prohibition of taking multiple riba as opposed to the small usury was revealed in the second ayah. Then in the third ayah, the little usury was forbidden when Allah said; “Give up what remains (due to you) from Riba (usury).” [TMQ 2:278]. Then they said that the prohibition of usury began by indirect suggestion and not by a clear statement as evidenced by the fourth ayah, which talks about the Jews. Finally, Allah forbade usury after this series of revelations and stages, by His saying; “Allah has permitted trading and forbidden Riba (usury).” [2:275] The one who studies the correct Fiqh (legislative understanding) of these verses finds that the view concerning gradualism cannot be further from the truth.
Die erste Āyah hat in keiner Weise etwas mit dem verbotenen Wucher zu tun. Ihr Gegenstand sind Geschenke und Gaben. Die Bedeutung des Verses lautet: Wer ein Geschenk oder eine Gabe gibt und möchte, dass die Menschen es vermehren oder zurückerstatten, der hat dafür keine Mehrung bei Allah , das heißt, er wird von Allah keine Belohnung erhalten. Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Wer eine Spende in Höhe einer Dattel aus einem ṭayyib (halāl) erworbenen Verdienst gibt – und Allah nimmt nur das ṭayyib an –, den nimmt Allah in Seine rechte Hand auf und lässt ihn für seinen Geber wachsen, so wie einer von euch sein kleines Fohlen aufzieht, bis es wie ein Berg wird.“ [überliefert von al-Buḫārī]. Und Ibn ʿAbbās sagte: „Und das, was ihr als Geschenk (an andere) gebt“ [TMQ 30:39] bedeutet: Wenn ein Mann etwas als Geschenk gibt und dabei wünscht, etwas Besseres dafür zu erhalten, dann hat diese Person keine Mehrung bei Allah , und sie wird auch nicht belohnt. Dennoch wird er nicht sündig. Mit dieser Bedeutung wurde die Āyah offenbart (wie al-Qurṭubī berichtet). Ibn Kathīr (möge Allah sich seiner erbarmen)
- The first ayah has nothing to do with the prohibited usury in any way whatsoever. Its subject matter is gifts and presents. The meaning of the verse is whoever gives a gift or present and wants people to increase it or to reclaim it, then this has no increase with Allah , meaning he will have no reward from Allah . The Messenger of Allah said; “Whoever gave in charity the equal of a date from a tayyeb (halaal) earning – and Allah does not accept except tayyeb – Allah receives it in His right hand, then grows it for its giver the way one of you grows his little horse until it becomes like the mountain.” [Narrated by al-Bukhari]. And Ibn ‘Abbas said; “And that which you gave in gift (to others)” [TMQ 30:39], means if a man gives something as a gift wishing to get something better, that person will have no increase with Allah and nor will he be rewarded. However, he will not be sinful. It was with this meaning that the ayah was revealed (as reported by al-Qurtubi). Ibn Kathir (may Allah have mercy on him)
Er sagte über diesen Vers: Wer ein Geschenk gibt und dafür von den Menschen mehr zurückerwartet, als er gegeben hat, der wird dafür keinen Lohn von Allah haben. So haben es Ibn ʿAbbas, Mujāhid, ad-Dahhāk, Qatādah, ʿIkrima, Muhammad b. Kaʿb und asch-Schaʿbī erklärt. Diese Art des Handelns ist mubāh (erlaubt).
said about this ayah; that the one who gives a present and wishes a return from people more than what he gave; then this person will not have the reward from Allah . This is how it was explained by Ibn ‘Abbas, Mujaahid, ad-Dahhak, Qatadah, ‘Ikramah, Muhammad b. Ka’b and ash- Sha’bi. This type of action is mubah (permitted).
Ibn ʿAbbas sagte: „Ribā (Wucher) gibt es in zwei Arten: Die eine Art ist ungültig; sie betrifft den Verkauf (Handel). Die andere Art birgt keinen Schaden; das ist die Schenkung einer Person, die dafür eine Gegenleistung in Form von mehr oder einem Vielfachen erwartet.“ Was den zweiten Vers betrifft: „Esset nicht Ribā (Wucher), das verdoppelt und vervielfacht wird.“ [TMQ 3:130]. Er wurde herabgesandt, um die Annahme vervielfachten Wuchers zu verbieten, was in der Zeit der Unwissenheit (Jāhiliyya) die Wirklichkeit war. Es gibt nichts, was auf eine Einschränkung des Verbots von Wucher hindeutet.
Ibn ‘Abbas said; “Riba (usury) is two types; one (Riba) that is invalid, which is in selling (trade), and the other, in which there is no harm; that is the gift of a person who wants in return for it more or multiple.” - As for the second ayah; “Eat not Riba (usury) doubled and multiplied.” [TMQ 3:130]. It was revealed to prohibit the taking of multiple usury, which was the reality in the time of Jahiliyyah. There is nothing to indicate any restriction in the prohibition of usury.
Die Mufassirun (Gelehrte der Tafsir-Wissenschaft) haben festgestellt, dass das Verbot des Zinses in der Sure al-Baqara offenbart wurde, und sie war die erste Sure, die in Madina herabgesandt wurde. Die Sure Ali ʿImran, in der das Verbot des vervielfachten Zinses offenbart wurde, wurde nach al-Baqara herabgesandt. Daher widerlegt sie jede Vorstellung, Allah (SWT) habe einen „geringen“ Zins erlaubt. Was im Vers in Ali ʿImran erwähnt wird, geschah deshalb nicht im Sinne einer schrittweisen Gesetzgebung, sondern es kam als Erwähnung der üblichen Praxis der Kuffar im Umgang mit Zins. So wurde die Bestimmung zum Verbot des Riba bereits zu Beginn offenbart.
The Mufassirun (scholars of Tafseer) have stated that it was in Surah Baqarah that the prohibition of usury came, and it was the first Surah to be revealed in Madinah. Sura Aali ‘Imraan, in which the prohibition of multiple usury came, was revealed after Baqarah. Therefore, it negates any notion that Allah permitted ‘little’ interest. Therefore, what was mentioned in the verse in Aali ‘Imran was not by way of gradualism, but it came as a mention of the normal practice of the Kuffar when dealing with usury. Thus, the hukm regarding the prohibition of Riba was revealed in the beginning.
- Was den dritten Vers betrifft: „O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah und verzichtet auf das, was an Zinsen (Riba) noch ausständig ist (von nun an).“ [TMQ 2:278]. Damit ist nicht gemeint, dass den Muslimen erlaubt war, geringe Beträge an Zinsen zu nehmen, und ihnen dies danach verboten wurde. Vielmehr wurde dieser Vers über einige Menschen offenbart, die den Islam angenommen hatten und von Leuten, denen sie Geld gegen Zinsen geliehen hatten, noch Zinsen zu fordern hatten. Einen Teil davon hatten sie bereits erhalten, ein Teil stand noch aus. Da vergab Allah, ʿAzza wa-Dschall, ihnen, was sie bereits genommen hatten, und untersagte ihnen, das Übrige zu nehmen.
- As for the third ayah; “O you who believe! Be afraid of Allah and give up what remains (due to you) from Riba (usury) (from now onward).” [TMQ 2:278]. This does not mean that the Muslims were allowed to take small amounts of usury and then they were forbidden from this. On the contrary, this verse was revealed regarding some people who had embraced Islam and had usury due from people to whom they had lent money with interest. They had already taken some of it and some remained. So Allah ‘Azza wajalla forgave them for what they had taken, and forbade them from taking the rest.
Diese Auffassung wird durch den Ausspruch Allahs ﷻ gestützt: „Wenn ihr aber bereut, dann steht euch euer Kapital zu. Ihr sollt nicht Unrecht tun (indem ihr mehr als euer Kapital verlangt), und euch soll kein Unrecht geschehen (indem ihr weniger als euer Kapital erhaltet).“ [TMQ 2:279]. Ebenso der Ausspruch des Gesandten ﷺ: „Wahrlich, der Riba der Zeit der Unwissenheit (Jahiliyyah) ist aufgehoben – all er; und der erste Riba, den ich aufhebe, ist der Riba des al-Abbas b. Abdul Muttalib.“ [Sirah des Ibn Hisham] – Was den vierten Vers betrifft: „Und ihre Einnahme von Riba (Wucher), obwohl ihnen deren Einnahme untersagt war.“ [TMQ 4:161]. Der Riba, der hier gemeint ist, ist das harām erworbene Geld aus Bestechung und ähnlichem Geld, welches die Juden zu nehmen pflegten, wie Allah ﷻ sagt: „(Sie lieben es,) das Verbotene zu verschlingen.“ [TMQ 5:42]. Es bedeutet nicht Riba im Sinne der Scharia-Definition.
This understanding is supported by the saying of Allah ; “But if you repent, you shall have your capital sums. Deal not unjustly (by asking more than your capital sums), and you shall not be dealt with unjustly (by receiving less than your capital sums.” [TMQ 2:279]. Likewise the saying of the Messenger ; “Verily the Riba of Jahiliyyah is terminated – all of it; and the first Riba I terminate is the Riba of al-Abbas b. Abdul Muttalib.” [Sirah of Ibn Hisham] - As for the fourth ayah; “And their taking of Riba (usury) though they were forbidden from taking it.” [TMQ 4:161]. The Riba intended here is the haraam money from bribery and other such money, which the Jews used to take, as Allah said; “(They like to) devour that which is forbidden.” [TMQ 5:42]. It does not mean Riba in the Shar’ee definition.
Somit war Wucher von Beginn der Gesetzgebung an haram. Es gibt nichts, was darauf hindeutet, dass er stufenweise verboten wurde. Die zahlreichen Belege, die zu diesem Thema angeführt werden, bezogen sich auf bestimmte Vorfälle.
Thus, usury was haraam from the beginning of the legislation. There is nothing to indicate that it was forbidden in stages. The multitude of evidences mentioned regarding this subject, were for certain incidents.
Darin findet sich nichts, was auf eine schrittweise Vorgehensweise hindeutet.
There is nothing in these to indicate gradualism.
2- Ihre Meinung, dass Allah ʿAzza wa Dschall den Alkohol stufenweise verboten hat:
2- Their opinion that Allah ‘Azza wa jall forbade alcohol in stages:
Er sagte: „Sie fragen dich (o Muhammad ) nach Wein und Glücksspiel. Sprich: ‚In beiden liegt eine große Sünde und ein gewisser Nutzen für die Menschen, doch ihre Sünde ist größer als ihr Nutzen.‘“ [TMQ 2:219]. Er sagte: „O ihr, die ihr glaubt! Naht nicht dem as-Salah (dem Gebet), wenn ihr im Zustand der Trunkenheit seid, bis ihr wisst, was ihr sagt.“ [TMQ 4:43]. Er sagte: „O ihr, die ihr glaubt! Berauschende Getränke, Glücksspiel, al-ansab (Tiere, die für Götzen geschlachtet werden), al-Azlam (Pfeile zum Suchen von Glück oder zur Entscheidung) sind ein Gräuel aus dem Werk des Satans. Meidet daher (streng alles) dieses Gräuels, damit ihr erfolgreich seid. Der Satan will nur, dass er unter euch durch berauschende Getränke und Glücksspiel Feindschaft und Hass erregt und euch vom Gedenken an Allah und vom as-Salah (dem Gebet) abhält. Werdet ihr euch also nicht enthalten?“ [TMQ 5:90] Aus der Gesamtheit dieser Verse sagen diejenigen, die an die schrittweise Vorgehensweise glauben, dass Alkohol am Anfang erlaubt war, wie der erste Vers belegt. Dann wurde die Erlaubnis durch den Ausspruch Allahs eingeschränkt: „O ihr, die ihr glaubt! Naht nicht dem as-Salah, wenn ihr im Zustand der Trunkenheit seid.“ [TMQ 4:43]. Danach wurde er nach dieser Einschränkung verboten.
He said; “They ask you (O Muhammad ) concerning alcohol and gambling. Say: ‘In them is a great sin, and some benefit for men, but the sin of them is greater than their benefit.’” [TMQ 2:219]. He said; “O you who believe! Approach not as-Salah (the prayer) when you are in a drunken state, until you know (the meaning) of what you utter.” [TMQ 4:43]. He said; “O you who believe! Intoxicants, gambling, al-ansab (animals slaughtered for idols), al-Azlam (arrows for seeking luck or decision) are an abomination of Shaytan’s handiwork. So avoid (strictly all) that (abomination), in order that you may be successful. Shaytan wants only to excite enmity and hatred between you with intoxicants and gambling, and hinder you from the remembrance of Allah and from as-Salah (the prayer). So, will you not then abstain?” [TMQ 5:90] From the total of these verses, those who believe in gradualism say that alcohol was permitted in the beginning, as evidenced by the first ayah. Then the permission was restricted by Allah’s saying; “O you who believe! Approach not as-Salah when you are in a drunken state.” [TMQ 4:43]. Then it was forbidden, after this restriction.
Wer diese Verse aus einer gesetzgeberischen Sicht studiert, wird in dem Verbot keine Stufenfolge finden. Vor seinem Verbot hatte Alkohol keine Regelung. Anders gesagt war er erlaubt, d. h. die Shar'a schwieg dazu, obwohl die Muslime bis zur Offenbarung des dritten Verses Alkohol tranken. Dies wird durch das gestützt, was mit Sayyiduna ‘Umar b. al-Khattab (möge Allah mit ihm zufrieden sein) geschah, der sagte: „O Allah! Gib uns eine klare Erklärung über Alkohol, denn er nimmt den Reichtum und den Verstand.“ Daraufhin wurde der folgende Vers offenbart: „Sie fragen dich (o Muhammad ﷺ) nach Alkohol und Glücksspiel.“ [TMQ 2:219]. So bat ‘Umar um Du'a, und daraufhin wurde ihm dieser Vers rezitiert.
The one who studied these verses from a legislative viewpoint, will not find any gradualism in the prohibition. Before its prohibition, alcohol did not have a rule. In other words, it was left permitted, ie the Shar’a was silent about it, even though the Muslims were drinking it until the revelation of the third ayah. This is further supported by what happened with Sayyiduna ‘Umar b. al-Khattab (may Allah be pleased with him), who said; “O Allah! Give us a clear explanation about alcohol, for it takes the wealth and the mind.”, and so the following ayah was revealed; “They ask you (O Muhammad ) concerning alcohol and gambling.” [TMQ 2:219]. Thus, ‘Umar made Du’a and so this ayah was recited to him.
Er sagte: „O Allah! Gib uns eine klare Erklärung zum Alkohol“, woraufhin die folgende Āyah herabgesandt wurde: „O ihr, die ihr glaubt! Nähert euch nicht dem Gebet, wenn ihr betrunken seid, bis ihr wisst, was ihr sagt.“ [TMQ 4:43]. ʿUmar ließ Du'ā sprechen, und so wurde ihm diese Āyah rezitiert. Er sagte: „O Allah! Gib uns eine klare Erklärung zum Alkohol“, woraufhin die folgende Āyah herabgesandt wurde: „O ihr, die ihr glaubt! Berauschende Getränke, Glücksspiel, al-ansāb (für Götzen geschlachtete Tiere), al-azlām (Pfeile zur Suche nach Glück oder Entscheidung) sind ein Gräuel vom Werk des Satans. So meidet (all) dies strikt.“ [TMQ 5:90]. Daher ließ ʿUmar Du'ā sprechen, und so wurde ihm diese Āyah rezitiert, bis zu:
He said; “O Allah! Give us a clear explanation about alcohol”, so the following ayah was revealed; “O you who believe! Approach not as-Salah when you are in a drunken state, until you know (the meaning) of what you utter.” [TMQ 4:43]. ‘Umar made Du’a and so this ayah was recited to him. He said; “O Allah! Give us a clear explanation about alcohol”, so the following ayah was revealed; “O you who believe! Intoxicants, gambling, al-ansab (animals slaughtered for idols), al-Azlam (arrows for seeking luck or decision) are an abomination of Shaytan’s handiwork. So avoid (strictly all) that (abomination).” [TMQ 5:90]. Hence, ‘Umar made Du’a and so this ayah was recited to him, until:
„Wollt ihr euch also nicht enthalten?“ [TMQ 5:91]. ‘Umar sagte: „Wir haben uns enthalten! Wir haben uns enthalten!“ [überliefert von Ahmad, at-Tirmizi, an-Nasa’i und Abu Dawud]. Sayyiduna ‘Umar bat Allah weiterhin, eine klare Erläuterung hinsichtlich des Alkohols herabzusenden, der vor der Offenbarung des oben erwähnten ersten Verses erlaubt geblieben war. Er bat Ihn weiterhin, trotz der Offenbarung des ersten und zweiten Verses, was darauf hinweist, dass er bis zur Offenbarung des Verbots im dritten Vers mubah (erlaubt) blieb.
“So, will you not then abstain?” [TMQ 5:91]. ‘Umar said: “We have abstained! We have abstained!” [Reported by Ahmad, at-Tirmizi, an- Nasa’i and Abu Dawud] Sayyiduna ‘Umar continued to ask Allah to send down a clear explanation regarding alcohol, which was left permitted before the revelation of the first ayah mentioned above. He continued to ask Him despite the revelation of the first and second ayah, which indicates that it remained mubah (permitted) until the prohibition was revealed in the third ayah.
Die Untersagung im zweiten Vers bezieht sich auf das Gebet (Salah) und nicht auf den Alkohol. Der Vers handelt vom Gebet. Wer die Fiqh-Bestimmung dieses Verses genau prüft, wird feststellen, dass er den Muslimen nicht verbietet, beim Gebet Alkohol zu trinken. Vielmehr untersagt er, im Zustand der Trunkenheit zu beten, damit die Muslime wissen, was sie sagen. Nach der Offenbarung dieses Verses war es also nichts Verwerfliches, wenn jemand den Geruch von Alkohol aus dem Mund verströmte und dann betete, oder wenn er einen Wasserschlauch mit Alkohol bei sich trug, oder wenn er eine bestimmte Menge Alkohol trank, die sein Denkvermögen nicht beeinträchtigte.
The prohibition in the second ayah is focused on the Salah and not alcohol. The ayah is to do with Salah.The one who scrutinises the Fiqh of this ayah will see that it does not forbid the Muslims from drinking at prayer, rather it prohibited praying in a state of intoxication, so that the Muslims know what they are saying. After the revelation of this ayah, if the smell of alcohol emitted from the mouth of the Muslim and he prayed, or he carried with him a waterskin of alcohol, or drank a certain amount of alcohol that did not affect his thinking, then there was nothing wrong with that.
Allah verurteilte Alkohol im ersten Vers, weil er Schaden verursacht. Im zweiten Vers wurde das Gebet im Zustand der Berauschung untersagt. Im dritten Vers wurde Alkohol verboten. Man kann nicht sagen, dass dies eine schrittweise Vorgehensweise sei, denn niemand erlaubte das Trinken von Alkohol nach seinem Verbot, also nach der Offenbarung des Verses in der Sure al-Ma’idah, weder zur Zeit des Gesandten ﷺ, der Gefährten und der Nachfolger noch bei denjenigen, die nach ihnen kamen.
Allah derided alcohol in the first ayah, because it brings harm. In the second ayah, prayer in the state of intoxication was prohibited. In the third ayah, alcohol was prohibited. This cannot be said to be gradualism, since no one permitted the drinking of alcohol after its prohibition ie after the revelation of the ayah of Surah al-Ma’idah, whether in the time of the Messenger , Sahabah, and Tabi’in or those who came after them.
Die Werke der Fiqh-Literatur der großen Gelehrten und Mudschtahidun dieser Umma behandelten die Stufenweise Vorgehensweise beim Verbot des Alkohols nicht. Die islamischen Eroberungen vollzogen sich mit voller Kraft, und die Länder wurden geöffnet. Die Menschen traten in Scharen in die Religion ein. Die Muslime, die diese Länder eroberten, achteten nicht auf die Neuheit der Konvertiten, die gerade erst den Islam angenommen hatten, und sie schwiegen auch nicht zum Trinken von Alkohol. Die Muslime, die in die Länder zogen, warteten nicht ab, bis die Konvertiten dieselben Stufen durchlaufen hatten, wie sie beim Verbot des Alkohols durchlaufen wurden, obwohl sie möglicherweise eine stufenweise Vorgehensweise benötigt hätten; doch das ist ohne Bedeutung. Unsere großen frühen Gelehrten waren mit der Diskussion über die stufenweise Vorgehensweise nicht vertraut. Vielmehr ist es eine neue Diskussion, hervorgerufen durch die harte Realität und die schwierigen Umstände, aus den Ansichten einiger sogenannter Gelehrter, die daraus eine Denkweise machen wollten; nicht nur hinsichtlich einzelner bestimmter Regeln, sondern für die gesamte Religion. Das Hadith des Gesandten ﷺ war zutreffend, als er sagte: „Wahrlich, wer von euch lange lebt, wird große Meinungsverschiedenheiten sehen. Daher müsst ihr an meiner Sunna und an der Sunna der rechtgeleiteten Nachfolger festhalten – haltet euch standhaft an sie. Hütet euch vor neu erfundenen Angelegenheiten, denn jede erfundene Angelegenheit ist eine Neuerung, und jede Neuerung führt ins Höllenfeuer.“ [Überliefert von Abu Dawud und At-Tirmidhi] Die Frage, derer sich die Befürworter der stufenweisen Vorgehensweise als Ausweg bedienen, lautet: Ist es erlaubt, die frühere Regel unter dem Vorwand zu übernehmen, dass die Vorschriften stufenweise eingeführt wurden?
The books of Fiqh of the great scholars and mujtahideen of this Ummah did not discuss gradualism in the prohibition of alcohol. The Islamic conquests took place in full swing, and the lands were opened up. The people used to enter the deen in hordes. The Muslims who conquered these lands did not give attention to the newness of the converts who had just embraced Islam, and nor were they silent about the drinking of alcohol. The Muslims who went to the lands did not wait until the converts had also passed the same stages as passed by the prohibition of alcohol, even though they may have needed gradualism; though that is of no significance. Our great early scholars were not familiar with the discussion of gradualism. Rather it is a new discussion, brought about by the severe reality and the difficult circumstances, from the views of some so-called scholars who wished to make it a way of thinking; not only regarding some particular rules but for the whole deen. The Messenger’s hadith was right when it stated; “Verily he among you who lives [long] will see great controversy, so you must keep to my Sunnah and to the sunnah of the rightlyguided Khulafaa’ - cling to them stubbornly. Beware of newly invented matters, for every invented matter is an innovation and every innovation is in Hell-fire.” [Reported by Abu Dawud and At- Tirmizi] The question that the advocates of gradualism use as a way out is; is it allowed to take the previous Hukm under the pretext that rules came gradually?
Die eindeutige Antwort lautet: nein. Dies liegt daran, dass das Verbot des Alkohols eine feststehende Regel ist. Die Scharia erlaubt es uns nicht, zu der vorherigen Regel zurückzukehren, denn dann würden wir genau das tun, was die Scharia uns zu tun untersagt hat. Dies war die Position der Salaf (der frühen Generationen) und der Khalaf (derjenigen, die danach kamen). Alkohol hat heute denselben Hukm. Er ändert sich überhaupt nicht, und die Sünde wird bei demjenigen, der ihn trinkt, nicht aufgehoben.
The definite answer is; no. This is because the rule that prohibits alcohol is definite. The Shar’a does not permit us to go back to the previous rule, since we would have done what the Shar’a has ordered us not to do. This was the position of the Salaf (the early generations) and the Khalaf (those who came after). Alcohol today has the same Hukm. It does not change at all and the sin is not removed from the one who drinks it.
3- Ihre Ansicht, dass die Scharia das Problem der Sklaverei schrittweise behandelt habe. Diese Meinung ist nicht haltbar, denn Allah ‘azza wa jalla hat das Vorhandensein von Sklaven nicht verboten, sondern Er {hat einen Ausweg daraus geschaffen}. Würden sie wieder entstehen, dann kehren die Regeln zurück, und Sklaven würden ein zweites Mal existieren. (SWT)
3- Their view that the Shar’a dealt with the problem of slavery gradually. This opinion is not valid, because Allah ‘azza wa jalla did not forbid the presence of slaves, rather He created a way out from it. If they came back into existence, then the rules will return and slaves will exist for the second time.
4- Ihre Meinung, dass der Qur'an in Teilen und stückweise offenbart wurde; er wurde nicht auf einmal herabgesandt, was auf das Vorhandensein einer Stufenweisheit hinweist.
4- Their opinion that the Qur’an was revealed in parts and piecemeal; it was not revealed all at once, which indicates the presence of gradualism.
Die Antwort darauf lautet, dass Allah, ʿAzza wa Jalla, die Regeln entsprechend den Vorfällen und Ereignissen offenbarte, um die Herzen dadurch zu festigen.
The answer to this is that Allah ‘Azza wa jalla used to reveal the rules according to the incidents and events to strengthen the hearts on them.
Das Erste, was offenbart wurde, war der Glaube (Imaan). Zuerst wurde über das Paradies und das Höllenfeuer gesprochen, danach kamen das Erlaubte (Halaal) und das Verbotene (Haraam). Dies bedeutet nicht, dass man einen Teil dessen, was offenbart wurde, annimmt und einen anderen Teil zurücklässt.
The first thing that was revealed was the Imaan. The Paradise and Hellfire were discussed first, and then the halaal and haraam came. This does not constitute taking part of what was revealed and leaving another part.
Die Muslime waren im Rahmen dessen, was offenbart worden war, verantwortlich.
The Muslims were responsible within the limits of what was revealed.
Ihre Verantwortung ging nicht über dies hinaus. Als der Iman offenbart wurde, die Regeln aber noch nicht, waren die Muslime für den gesamten Islam verantwortlich, jedoch entsprechend den Einzelheiten, die die Texte der Scharia zu jener Zeit erläuterten. So sind die Muslime unter allen Umständen für die einzelnen schar'i-Regeln verantwortlich, unabhängig davon, ob der Islamische Staat bestand oder nicht.
Their responsibility did not go beyond this. When the Imaan was revealed, but the rules were not, the Muslims were responsible for the whole of Islam, but according to the details explained by the Sharee’ah texts at the time. Thus, the Muslims are responsible for the individual Shar’ee rules in all circumstances, whether the Islamic State existed or not.
Was die schar'ischen Regeln betrifft, die dem Islamischen Staat anvertraut sind, so beziehen sie sich auf den Staat. Dies ist das Detail, das die Muslime bindet, und nichts anderes. Und so können wir sagen, dass es kein Zurück gibt.
As for the Shar’ee rules entrusted with the Islamic State, they relate to the State. This is the detail that binds the Muslims, and nothing else. And so, we can say there is no turning back.
Nachdem wir untersucht haben, was der Begriff Gradualismus bedeutet, was er umfasst und welche Begründungen er hat, gehen wir nun dazu über, die korrekte schar'i-Meinung darzulegen, mit der schar'i-Denkweise.
Now, after having examined what the meaning of gradualism is, and what it includes and what its justifications are, we move to explaining the correct Shar’ee opinion, with the Shar’ee way of thinking.
Ich sage die richtige Meinung und nicht die Meinung, die der Richtigkeit am nächsten kommt, denn die Idee der Schrittweisheit stammt nicht aus der Scharia, und es ist nicht erlaubt, sie der Scharia zuzuschreiben. Die Frage betrifft nicht so sehr, ob die Schrittweisheit eine schariatische Regel ist oder nicht, sondern vielmehr eine Denkweise, die von der Scharia keineswegs gebilligt wird.
I say the correct opinion, and not the opinion that is closest to being correct, because the idea of gradualism is not from the Shar’a, and it is not allowed to be attributed to the Shar’a. The issue does not relate to gradualism and whether it is a Shar’ee rule or not, as much as it relates to a way of thinking not at all approved of by the Shar’a.
Das liegt daran, dass der Islam eine Natur besitzt, die sich von allem anderen grundlegend unterscheidet. Das Wesen des islamischen Systems gründet sich ausschließlich auf die Befolgung der Offenbarung (wahy); das menschengemachte System hingegen beruht auf menschlicher Neuerung und Erfahrung, die, so stark sie auch sein mag, bei der Festlegung richtiger Lösungen für die Probleme des Menschen unzureichend bleiben wird.
That is because Islam has a nature that is radically different from anything else. The nature of the Islamic system is that it is established on exclusively following the wahy (revelation); while the man-made system is based on human innovation and experiance which, however strong, will remain deficient in setting down the correct solutions for mans’ problems.
Wenn der Muslim sich an die Scharia hält, muss er den Glauben (Imaan) an Allah zur Grundlage seines Festhaltens machen, andernfalls wird sein Festhalten nicht angenommen. Wenn er andere zum Islam ruft, muss er den Glauben (Imaan) an Allah zur Grundlage seiner Da'wa machen, andernfalls wird seine Da'wa nicht angenommen.
When the Muslim adheres to the Shar’a, he must make the basis of his adherence the Imaan in Allah , otherwise his adherence will not be accepted.When he calls others to Islam, he must make the basis of his da’wah the Imaan in Allah , otherwise his da’wah will not be accepted.
Die Angelegenheit betrifft in erster Linie den Iman und danach die richtige Befolgung.
The matter is primarily concerned with Imaan, and then to the correct adherence.
Damit der Muslim sich selbst verändern und die Systeme auf richtige und gesunde Weise ändern kann, muss er sich um die geistige Grundlage kümmern, indem er sie zuerst errichtet und dann pflegt. Es wird ihm dann leichter fallen, am Islam festzuhalten, unabhängig davon, ob dies mit der Wirklichkeit, der Natur und den Wünschen der Menschen übereinstimmt oder nicht. Wenn der Muslim sich nicht auf die geistige Grundlage stützt, wird er in Sünde verfallen, auch wenn ihn dies nicht zum Kufr geführt hat. Dass der Islam eine geistige Grundlage hat, nämlich den Imaan an Allah (SWT), zeigt nicht an, ob dieses Hukm der Wahrheit nahe oder fern ist.
So that the Muslim can change himself, and change the systems in a correct and sound manner, he must concern himself with the spiritual basis, by first establishing it, and then nurturing it. It will then be easier for him to adhere to Islam, regardless of whether it agrees or does not agree with the reality, nature and the desires of the people. Not relying on the spiritual basis will cause the Muslim to fall into sin, even though it did not lead him to kufr. The fact that Islam has a spiritual basis, ie Imaan in Allah , does not indicate if this hukm is near to or far from the truth.
Vielmehr werden wir, wenn wir dieses Hukm im Lichte der Grundlage betrachten, sehen, wie nahe oder wie fern es dieser Grundlage ist.
Rather, if we look at this hukm in light of the basis, then we will see how close to or far away from this basis it is.
Nun wollen wir diejenigen fragen, die die Idee des Gradualismus befürworten: Wo ist die geistliche Grundlage für diesen Aufruf? Wo findet sich der Befehl Allahs (SWT) darin?
Now let us ask those who advocate the idea of gradualism; Where is the spiritual basis in this call? Where is Allah’s order to be found in it?
Wann hat der Gesandte ﷺ jemals darauf zurückgegriffen – obwohl er es nötig hatte –, sei es in Makkah oder in Madinah?
When did the Messenger ever resort to it - even though he was in need of it - either in Makkah or Madinah?
Hat der Gesandte nicht zu den Banū ʿĀmir b. Ṣaʿṣaʿa gesagt, als er von ihnen die Nuṣra erbat: „Die Angelegenheit (Herrschaft) gehört Allah; Er setzt sie dorthin, wo Er will.“? [Sīrat Ibn Hischām]. Dies, obwohl er dringend jemanden benötigte, der die Daʿwa unterstützt. Das sagte er , als sie fragten, ob sie nach ihm die Macht übernehmen dürften. Hätte er ihre Bitte nicht annehmen können und dann, nachdem sie den Glauben bekannt hatten, ihre Bitte geändert? Ist es nicht die wahre Daʿwa und die göttliche Ordnung, die ihn aufrichtig in dem gemacht hat, was er sagt, ohne jede Schmeichelei oder Kompromisse, damit diejenigen, die leben sollten, nach einem klaren Beweis leben, und diejenigen, die zugrunde gehen sollten, nach einem klaren Beweis zugrunde gehen?
Didn’t the Messenger say to Bani ‘Aamir b. Sa’sa’ah, when he sought the Nusrah from them; “The matter (authority) is for Allah; He places it wherever he wishes.”? [Sirah of Ibn Hisham]. This was even though he desperately needed someone to support the da’wah. This is what he said when they asked if they could take the power after him. Couldn’t he have accepted their request, and then after they had professed belief changed their request? Isn’t it the true da’wah and divine order that has made him honest in what he says without any flattery or compromise, so that those who were to live might live after a clear evidence, and those who were to be destroyed might be destroyed after a clear evidence?
Hat der Gesandte nicht zu seinem Onkel Abu Taalib gesagt, als dieser ihn bat, den Ruf zu erleichtern und ihm keine unerträgliche Last aufzubürden: „Bei Allah, o Onkel! Wenn sie mir die Sonne in meine rechte Hand und den Mond in meine linke legen würden, damit ich von dieser Sache ablasse, würde ich sie nicht verlassen, bis Allah sie siegreich macht oder ich bei dem Versuch sterbe.“? [Sirah Ibn Hisham]. Dieser Ausspruch des Gesandten zeigt, dass er nicht im Geringsten zu Kompromissen bereit war, und er gab das beste Beispiel für seine Da'wah. Er ging keine Kompromisse ein und schmeichelte nicht. Er stimmte nicht zu, willigte nicht ein und suchte nicht die Gunst der Machthaber. Vielmehr war seine Da'wah offen und furchtlos, denn das bringt die wahren Gedanken hervor, mit denen die Falschheit besiegt und vernichtet wird.
Didn’t the Messenger say to his uncle Abu Taalib, when the latter asked him to lighten the call, and not place an unbearable burden on him; “By Allah O uncle! If they had put the sun in my right hand and the moon on my left, so that I may leave this matter; I will not leave it until Allah made it prevail or I die in the attempt.”? [Sirah Ibn Hisham]. This text from the Messenger shows that he did not accept to compromise in the slightest, and he gave the best example for his da’wah. He did not compromise or flatter. He did not go along, acquiesce with, or court those in authority. Rather his da’wah was explicit and bold, because that generates the true thoughts with which the falsehood is defeated and destroyed.
Hat Allah den Muslimen nicht befohlen, von dem Ort auszuwandern, an dem sie nicht in der Lage sind, das zu erfüllen, was Er ihnen zur Pflicht gemacht hat?
Didn’t Allah order the Muslims to make Hijrah from the place where they are not able to undertake what He made obligatory on them?
Hat Er es nicht verboten, dort zu wohnen, als Er sprach: { Gewiss, denjenigen, die die Engel abberufen, während sie sich selbst Unrecht getan haben, werden sie sagen: „In welchem Zustand wart ihr?“ Sie werden sagen: „Wir waren Schwache auf der Erde.“ Sie werden sagen: „War denn die Erde Allahs nicht weit genug, dass ihr darin hättet auswandern können?“ } [TMQ 4:97]? Ibn Katheer hat einen Idschmaa' (Konsens) über das Verbot überliefert, an einem Ort zu wohnen, an dem der Muslim seine Religion nicht ausüben kann.
Didn’t He forbid them to reside there when He said; “Verily! As for those whom the angels take (in death) while they are wronging themselves (as they stayed among the disbelievers even though emigration was obligatory for them) they (angels) say (to them): ‘In what condition were you?’ They reply: ‘We were weak and oppressed on earth.’ They (angels) say: ‘Was not the earth of Allah spacious enough for you to emigrate therein?’” [TMQ 4:97] Ibn Katheer has transmitted an Ijmaa’ (consensus) on the prohibition of residing in a place where the Muslim is not able to establish his deen.
Hat der Gesandte Allahs ﷺ seine Da'wah nicht mit „Lā ilāha illallāh, Muhammadur rasūlullāh“ begonnen und die Menschen damit herausgefordert? Und war es nicht auch seine letzte Aussage, ohne jede Veränderung? Hat er zu etwas Geringerem aufgerufen, und ist dann nach und nach weitergegangen? Oder war es sein erster und letzter Ruf?
Didn’t the Messenger start his da’wah with ‘Laa ilaaha illallah Muhammadur rasoolullah’, and challenge the people with it? It was also his last statement, without any change. Did he call to something less than that at the beginning, and then go on with it gradually? Or was it his first and last Call?
Hat Abu Bakr nicht gegen diejenigen gekämpft, die die Zahlung der Zakah verweigerten, und hat er nicht ohne Verzögerung reagiert und sich nicht bei ihnen eingeschmeichelt? Er machte seine bekannte Aussage: „Bei Allah, wenn sie mir das Seil eines Kamels verweigern, das sie dem Gesandten Allahs ﷺ zu geben pflegten, werde ich gegen sie kämpfen.“ Dies war seine Antwort, obwohl die Muslime zu jener Zeit weitverbreitete Bewegungen des Abfalls und der Rebellion beobachteten.
Didn’t Abu Bakr fight against those who withheld the payment of Zakah, and not delay his response to them or please them? He made his well-known statement; “By Allah, if they withhold from me the rope of a camel, which they used to give to the Rasool of Allah, I would fight them.” This was his response even though the Muslims witnessed widespread movements of apostasy and rebellion at the time.
Haben die ersten Muslime, die den Da'wah zum Islam trugen, jemals diesen Gedanken der Schrittweisen Umsetzung (at-tadarruj) vertreten? Sind sie diesem Weg gefolgt, als sie den Islam in den eroberten Ländern umsetzten, deren Land von Dar al-Kufr zu Dar al-Islam wurde? Die frühen Muslime haben den Umständen jener Menschen, die neu zum Islam kamen, keine Beachtung geschenkt. Sie ließen sie nicht Alkohol trinken in der Erwartung, dass sie sich allmählich daran gewöhnen, nicht zu trinken, mit Wucher umgehen oder den Frauen verfallen sein. Vielmehr traten sie vollständig in den Islam ein und enthielten sich des Wuchers, der Unzucht, des Alkohols und alles dessen, was Allah ihnen verboten hat. Sie setzten die schar'ischen Regeln gegenüber den Nichtmuslimen um, seien es Regeln für Einzelpersonen, für Kollektive, für persönliche Angelegenheiten oder solche der Bedarfsdeckung.
Did the first Muslims who carried the da’wah to Islam ever carry this idea of gradualism? Did they follow this path when they implemented Islam upon the conquered countries, whose land changed from dar al-kufr to dar al-Islam? The early Muslims did not give any attention to the circumstances of those people who were new to Islam. They did not leave them to drink alcohol, waiting for them to become used to not drinking alcohol, dealing with usury or being addicted to women. Rather they entered into Islam completely and abstained from usury, fornication, alcohol and everything Allah prohibited them from doing. They used to implement the Shar’ee rules regarding the non-Muslims, whether they were individual ones, collective ones, personal one or ones of sufficiency.
Haben die ursprünglichen Bücher der islamischen Fiqh-Literatur dieses Thema behandelt? Haben unsere früheren vertrauenswürdigen Rechtsgelehrten und Mudschtahidun etwas über die Stufenweisheit erwähnt, obwohl bekannt ist, dass unsere Rechtsgelehrten die kulliyat (Gesamtheit) und die juz'iyat (Einzelfälle) der Scharia ausführlich erörtert haben?
Did the original books of Islamic Fiqh deal with this subject? Did our early trustworthy jurists and Mujtahideen make any mention of gradualism, though it is known that our jurists discussed in detail the kulliyat (total) and juz’iyat (branches) of the Sharee’ah?
Das Sharee’ah in seiner Gesamtheit weist darauf hin, dass die Pflicht der Da’wah durch Ehrlichkeit und das Festhalten am geraden Weg verkörpert werden soll; „Alles Lob und aller Dank gebühren Allah, Der Seinem Diener (Muhammad ﷺ) das Buch herabgesandt und darin keine Krümmung gelassen hat." [TMQ 18:1]. Allah hat uns mitgeteilt, dass die Kuffar wünschen, dass wir Kompromisse eingehen und ihnen nachgeben. Sie wollen, dass wir die Wahrheit aufgeben und eine Viertel- oder Halblösung annehmen. Sie wollen damit beginnen, uns zum Kufr zu bewegen, wie in Seinem Wort: „Viele von den Leuten der Schrift (Juden und Christen) wünschen, dass sie euch nach eurem Glauben wieder zu Ungläubigen machen könnten, aus Neid aus ihren eigenen Seelen heraus …" [TMQ 2:109], und es wird damit enden, dass sie versuchen, uns dazu zu bringen, ihre Regeln anzunehmen, wie in Seinem Wort: „Sie wünschen, dass du dich mit ihnen einigst, so würden auch sie sich einigen." [TMQ 68:9] „So gehorche (o Muhammad ﷺ) nicht den Leugnern (der Verse)." [TMQ 68:8]. Unser Herr hat uns davor gewarnt, sich zu den Ungerechten hinzuneigen: „Und neigt euch nicht zu denen hin, die Unrecht tun, sonst wird euch das Feuer berühren, und ihr werdet außer Allah keine Beschützer haben, und ihr würdet dann nicht unterstützt werden." [TMQ 11:113] Die wahre Da’wah zum wahren Imaan macht die Hingabe des Muslims vollkommen, selbst wenn er neu im Islam und in seiner Praxis ist. Unsere Pflicht als Träger der Da’wah besteht nichts anderes, als den Imaan in unsere Herzen zu pflanzen und uns dem hinzugeben, bis er Früchte trägt, mit der besten Befolgung und Taqwa. Der Islamische Staat wird, wenn er errichtet wird, nicht durch Menschen errichtet werden, denen (islamische Konzepte) fehlen oder die voller westlicher Konzepte sind. Er wird nicht durch Menschen errichtet werden, bei denen die Da’wah nicht gewirkt hat; sie muss sie beeinflusst und dazu gebracht haben, sie anzunehmen. Vielmehr muss der Staat, wie wir bereits dargelegt haben, auf einer öffentlichen Meinung errichtet werden, die aus einem allgemeinen Bewusstsein hervorgeht, das die Idee des Islam und der Herrschaft durch ihn annimmt.
The Sharee’ah in its totality indicates that the obligation of the da’wah be exemplified by honesty and keeping on the straight path; “All the praises and thanks be to Allah, Who has sent down to His slave (Muhammad ) the Book, and has not placed therein any crookedness.” [TMQ 18:1]. Allah informed us that the Kuffar wish that we compromise and be compliant with them. They want us to relinquish the truth, and accept a quarter or a half of the solution. They want to start by trying to make us do kufr, as in His saying; “Many of the people of the Scripture (Jews and Christians) wish that they could turn you away as disbelievers after you have believed, out of envy from their own selves…” [TMQ 2:109], and will end with trying to make us take the rules, as in His saying; “They wish for you to compromise with them, so they (too) would compromise.” [TMQ 68:9] “So (O Muhammad ) obey not the deniers (of the verses).” [TMQ 68:8]. Our Lord has warned us against inclining toward the unjust people; “And incline not toward those who do wrong, lest the Fire should touch you, and have no protectors other than Allah, nor you would then be helped.” [TMQ 11:113] The true da’wah to the true Imaan makes the Muslim’s adherence complete, even if he was new to Islam and to its adherence. Our obligation, as da’wah carriers, is nothing but to implant the Imaan in our hearts and devote ourselves to this, until it bears fruit, with the best adherence and Taqwa. The Islamic State, when it is established, will not be established at the hands of people who are devoid (of any Islamic concepts) or full of western concepts. It will not be established by people in whom the da’wah did not work, it will have influenced them and made them accept it. Rather, as we have stated previously, the State must be established upon a public opinion that emanates from a general awareness, which accepts the idea of Islam and of being ruled by it.
Es besteht kein Bedarf, auf die Vorstellung der Stufenweisheit zurückzugreifen, unter dem Vorwand, die Herzen und Sinne dem Islam näherzubringen; ebenso wenig gibt es einen Grund, der Schwäche der Menschen nachzugeben oder sich der Wirklichkeit anzupassen, denn Allah (SWT) hat uns befohlen, Herzen und Sinne sowie die Wirklichkeit durch den Islam zu verändern.
There is no need to resort to the idea of gradualism, under the pretext of drawing the hearts and minds closer to Islam; nor is there a need to yield to the weakness of human beings or to go along with the reality, because Allah has ordered us to change the hearts and minds and the reality by Islam.
Wenn wir zum Qur'an zurückkehren und seine Āyāt untersuchen, werden wir finden, dass der Befehl darin eindeutig ist und dass die Schrittweise-Methode (at-tadarruj) aus fremden westlichen Gedanken stammt, die von sogenannten Gelehrten durch Lügen und Falschheit eingeschleust wurden.
If we return to the Qur’an and examine its ayaat, we will find that the command in it is decisive, and that gradualism is from the foreign western thoughts, having been interpolated by so-called scholars through lies and falsehood.
Immer wenn ein Vers offenbart wurde, eilten der Gesandte ﷺ und die Muslime mit ihm ohne den geringsten Aufschub daran, ihn umzusetzen. Die Umsetzung jedes offenbarten Hukm wurde verpflichtend, allein deshalb, weil er offenbart worden war. Nach der Offenbarung von Seinem Wort: „Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet, Meine Gunst an euch vollendet und für euch den Islam als Religion gewählt.“ [TMQ 5:3] waren die Muslime verpflichtet, den gesamten Islam anzuwenden, sei es in den Glaubensinhalten, den ‘Ibadat, dem Akhlaq, den Mu'amalat, und ob die Regeln das Herrschen, die Wirtschaft, das gesellschaftliche System oder die Außenpolitik betreffen, in Zeiten des Friedens wie des Krieges.
Whenever an ayah was revealed, the Messenger and the Muslims with him, rushed to implement it without the slightest delay. The implementation of any hukm that was revealed became obligatory, simply because it had been revealed. After the revelation of His saying; “This day, I have perfected your deen for you, completed My favour upon you, and have chosen for you Islam as your deen.” [TMQ 5:3], the Muslims became obliged to apply the whole of Islam, whether it is in beliefs, ‘ibadaat, akhlaq, mu’amalaat, and whether the rules relate to ruling, economy, social system or foreign policy, in times of peace and war.
- Seine Aussage (SWT): „Und was immer der Gesandte euch gibt, das nehmt an, und wovon er euch abhält, davon lasst ab.“ [TMQ 59:7], das heißt: Nehmt an und handelt nach dem, was vom Gesandten ﷺ gebracht wird, und haltet euch fern und hütet euch vor allem, was er euch verboten hat. Dies liegt daran, dass das „mā“ im Vers in allgemeiner Form (ʿāmm) steht. Es umfasst daher die Pflicht, alle Gebote zu befolgen, und sich von allen Verboten fernzuhalten. Der im Vers erwähnte Befehl, anzunehmen bzw. zu lassen, ist eine Verpflichtung, und dies aufgrund der Qarīna (Hinweis) am Ende des Verses, die zur Taqwa aufruft und vor einer schweren Strafe für denjenigen warnt, der nicht nach diesem Vers handelt.
- His saying; “And whatsoever the Messenger (Muhammad ) gives you, take it, and whatsoever he forbids you, abstain from it.” [TMQ 59:7], ie take and act upon whatever is brought by the Messenger , and refrain and keep away from everything he has forbidden you. This is because the ‘maa’ in the ayah has come in the ‘aamm (general) form. Thus it includes the obligation to act upon all the obligations, and refrain and keep away from all the prohibitions. The order to take or leave that is mentioned in the ayah is an obligation and this is due to the Qareena (indication) at the end of the ayah, which ordered Taqwa and warned of a severe punishment for the one who does not act upon this ayah.
Sein Ausspruch: „Und richte (o Muhammad ) zwischen ihnen nach dem, was Allah herabgesandt hat, und folge nicht ihren Gelüsten und hüte dich davor, dass sie dich nicht von einem Teil dessen abbringen, was Allah dir offenbart hat.“ [TMQ 5:49]. Dieser Vers gibt außerdem dem Gesandten und den Muslimen nach ihm eine entschiedene Anweisung, nach allen Regeln zu herrschen, die Allah offenbart hat, sei es ein Gebot oder ein Verbot. Er untersagt dem Gesandten und den Muslimen nach ihm zugleich, den Launen der Menschen zu folgen und sich ihren Wünschen zu unterwerfen.
-His saying; “And judge (O Muhammad ) between them by that which Allah has revealed and follow not their vain desires, and beware of them lest they turn you far away from some of that which Allah has sent down to you.” [TMQ 5:49]. This ayah also gives a decisive order to the Messenger and the Muslims after him to rule by all the rules revealed by Allah , whether it is a command or a prohibition. It also forbids the Messenger and the Muslims after him from following the whims of the people, and submitting to their wishes.
Ebenso warnt es den Gesandten ﷺ und die Muslime davor, sich in Acht zu nehmen, falls Menschen versuchen, sie von der Anwendung eines Teils dessen abzubringen, was Allah (SWT) offenbart hat.
Likewise it warns the Messenger and the Muslims to be aware in case people try to turn them away from applying some of what Allah has revealed.
- Allah sagte: „Und wer nicht nach dem urteilt, was Allah herabgesandt hat, das sind die Kaafirun (Ungläubigen).“ [TMQ 5:44] - Und Er sagte: „Und wer nicht nach dem urteilt, was Allah herabgesandt hat, das sind die Zaalimun (Ungerechten, Unterdrücker).“ [TMQ 5:45] - Und Er sagte: „Und wer nicht nach dem urteilt, was Allah herabgesandt hat, das sind die Faasiqun (Frevler).“ [TMQ 5:47] In diesen Ayaat beschrieb Allah diejenigen, die nicht nach dem regieren, was Allah offenbart hat, als Ungläubige, Unterdrücker und Frevler. Dies liegt daran, dass das hier erwähnte „maa“ in der ‘aamm (allgemeinen) Form steht, sodass es alle schar‘ischen Regeln einschließt, die Allah offenbart hat, sei es als Gebote oder als Verbote.
- Allah said; “And whosoever does not judge by whatever (maa) Allah has revealed, such are the Kaafirun (disbelievers).” [TMQ 5:44] - And He said; “And whosoever does not judge by what Allah has revealed, such are the zaalimun (unjust, oppressors).” [TMQ 5:45] - And He said; “And whosoever does not judge by what Allah has revealed, such are the Faasiqun (transgressors).” [TMQ 5:47] In these ayaat, Allah described those who do not rule by what Allah revealed as being disbelievers, oppressors and transgressors. This is because the ‘maa’ mentioned here came in the ‘aamm (general) form, so it includes all the Shar’ee rules revealed by Allah , whether they are commands or prohibitions.
Aus allem, was erwähnt wurde, wird mit aller Klarheit und ohne jede Zweideutigkeit deutlich, dass es den Muslimen obliegt, sei es als Einzelne, als Gruppen oder als Staat, die Regeln des Islam vollständig und ohne jede Verzögerung, Aufschieberei oder schrittweises Vorgehen anzuwenden. Für den Einzelnen, die Gruppe oder den Staat gibt es keine Entschuldigung dafür, die Regeln nicht umzusetzen.
From everything has been mentioned, it certainly becomes clear with no ambiguity, that it is obligatory on the Muslims, whether as individuals, groups or the State, to apply the rules of Islam completely without any delay, procrastination or gradualism. There is no excuse for the individual, group or State for not implementing the rules.
Die schrittweise Umsetzung widerspricht vollständig den Regeln des Islam.
Gradual implementation completely contradicts the rules of Islam.
Wer einige der Regeln anwendet und andere unbeachtet lässt, gilt vor Allah (SWT) als sündig, sei es ein Einzelner, eine Gruppe oder ein Staat.
The one who applies some of the rules and leaves some, is considered sinful in the sight of Allah , whether it is a individual, group or State.
Das Wājib (Verpflichtende) bleibt ein Wājib, und es ist verpflichtend, danach zu handeln, und das Harām bleibt Harām, und es ist verpflichtend, sich davon fernzuhalten. Als die Delegation der Thaqīf den Gesandten Allahs ﷺ bat, al-Lāt drei Jahre lang nicht zu zerstören, oder sie vom Gebet zu befreien unter der Bedingung, dass sie den Islam annehmen, nahm er ﷺ dies nicht von ihnen an und wies es vollständig zurück. Er ﷺ bestand darauf, die Götzenbilder ohne jede Verzögerung zu zerstören, und bestand darauf, dass sie ohne jede Verzögerung beten.
The waajib (obligated) remains a waajib and it is obligatory to act upon it, and the haraam remains haraam and it is obligatory to stay away from it. When the delegation of Thaqeef asked the Messenger to leave al- Lat for three years without breaking it, or to exempt them from praying on condition that they embrace Islam, he did not accept it from them and he rejected it completely. He insisted on destroying the idols without any delay, and insisted that they pray without any delay.
Allah (SWT) hat den Herrscher, der nicht alle Regeln des Islam anwendet oder nur einige von ihnen anwendet, als Kafir bezeichnet. Dies gilt, wenn er nicht an die Eignung des Islam glaubt oder nicht an die Eignung der Regeln glaubt, die er aufgegeben hat. Er wird als Unterdrücker und Übertreter beschrieben, wenn er nicht alle Regeln des Islam umsetzt oder einige von ihnen umsetzt, während er glaubt, dass der Islam für die Umsetzung geeignet ist.
Allah has described the ruler who does not apply all the rules of Islam, or the one who applies some of them only, as a kaafir. This is if he does not believe in the suitability of Islam or does not believe in the suitability of the rules he has abandoned. He is described as an oppressor and transgressor, if he does not implement all the rules of Islam or he implements some of them whilst believing that Islam is suitable for implementation.
Der Gesandte ﷺ hat es zur Pflicht gemacht, gegen den Herrscher zu kämpfen und ihm das Schwert offen ins Gesicht zu ziehen, wenn er offenen Unglauben (kufr buwah) zeigt, für den wir einen Beweis (burhaan) von Allah (SWT) haben. Mit anderen Worten: Wenn er nach den Regeln des Unglaubens regiert, und es gibt keinen Zweifel, dass es sich um Regeln des Unglaubens handelt; und dies gilt unabhängig davon, ob es wenige oder viele sind. Dies geht auf das Hadith von ʿUbadah b. Ṣāmit zurück:
The Messenger has made it obligatory to fight the ruler and unsheathe the sword to his face if he displayed any kufr buwah (explicit disbelief) for which we have a burhaan (clear proof) from Allah . In other words, if he ruled by the rules of kufr, and there is no doubt that they are kufr rules; and this is regardless of whether they are few or many. This is owing to the hadith of ‘Ubadah b. Saamit:
„dass wir uns nicht mit den Machthabern streiten sollen, es sei denn, ihr seht offenkundigen Kufr, für den ihr von Allah einen Burhaan (eindeutigen Beweis) habt." [Überliefert von Muslim] Daher gibt es bei der Umsetzung der Regeln des Islam weder Nachsicht noch Stufenweisigkeit, denn es gibt keinen Unterschied zwischen einer Waajib-Pflicht und einer anderen Waajib-Pflicht, zwischen einem Haraam und einem anderen Haraam oder zwischen einer Hukm-Bestimmung und einer anderen Hukm-Bestimmung. Die Regeln Allahs (SWT) sind alle gleich.
“that we would not dispute with the people in authority, unless you witness fragrant kufr for which you have a burhaan (conclusive proof) from Allah.” [Reported by Muslim] Therefore there is no complacence or gradualism in the implementation of the rules of Islam, since there is no difference between one waajib and another waajib, or between one haraam and another haraam, or between one hukm and another hukm. The rules of Allah are all the same.
Sie sollen ohne jede Verzögerung, ohne Aufschub und ohne Schritt-für-Schritt-Vorgehen angewendet und umgesetzt werden. Andernfalls trifft auf uns das Wort Allahs zu: „Glaubt ihr also an einen Teil der Schrift und verwerft den Rest? Was ist dann die Vergeltung für diejenigen unter euch, die so handeln, außer Schande im diesseitigen Leben? Und am Tag der Auferstehung werden sie der schwersten Strafe überantwortet.“ [TMQ 2:85] Für einen Muslim gibt es keine Entschuldigung, eine schariatische Regel nicht anzuwenden, sei er ein Herrscher oder ein einfacher Einzelner, es sei denn, es gibt eine schariatische Ausnahmeregelung (Rukhsah), die in den schariatischen Texten genannt wird. Unvermögen gilt als schariatische Ausnahmeregelung im Fall echter und greifbarer Schwäche (oder dessen, was höchstwahrscheinlich so ist), also im Fall wirklichen Zwangs, etwa bei dem, der zu einer verbotenen Handlung genötigt wird, oder wie das Beispiel, als der Gesandte ﷺ den Stämmen von Ghatfaan ein Drittel des Fruchtertrags von Madinah anbot, oder das Beispiel des Kalifen, der sich bereit erklärt, mit Rebellen ein Schiedsverfahren anzustreben, oder wenn Aas für denjenigen erlaubt wird, der unter Zwang steht und den Tod fürchtet.
They should be applied and executed without any delay, postponement or gradualism. Otherwise the saying of Allah will apply to us; “Then do you believe in a part of the Scripture and reject the rest? Then what is the recompense of those who do so among you, except disgrace in the life of this world, and on the Day of Resurrection they shall be consigned to the most grievous torment.” [TMQ 2:85] There is no excuse for the Muslim not to apply a Shar’ee rule, whether he is a ruler or a normal individual, unless there is a Shar’ee rukhsah (dispensation) mentioned in the Shar’ee texts. Inability is considered a Shar’ee dispensation, in the case of true and tangible weakness (or what is most probably that) ie in the case of true compulsion, such as the case of the one coerced into doing a haraam or the example when the Messenger offered a third of the fruit produce of Madinah to the tribe of Ghatfaan, or the example of the Khaleefah who accepts to resort to arbitration with rebels, or when carrion becomes permissible for the one who is under duress and fears death.
Aus dem, was wir bei diesem schrittweisen Vorgehen beobachten, ergibt sich, dass eine solche Vorstellung bei ihren Befürwortern aufgrund des Drucks der Wirklichkeit entstanden ist.
From what we see in this gradual approach, we find that such an idea has arisen amongst its advocates because of the pressure of the reality.
Um sich von einem solchen Druck zu befreien, suchten sie nach Belegen aus den Quellen für diesen Ansatz, um eine Rechtfertigung und Erlaubnis zu haben, da'wah gemäß diesem Ansatz zu betreiben. Denn die Idee existierte zuerst, und danach brachten sie einen schar'i Beleg hervor, den sie so auslegten, dass er der Idee diente. Dies ist der Anfang der Abweichung. Unser Rat an jene Muslime, die auf der Idee der Schrittweisigkeit beharren, lautet: Sie müssen die Schwäche ablegen, die in ihnen steckt. Ihre Bindung an die Scharia sollte die dessen sein, der auf seinen Herrn vertraut, einen starken Iman besitzt, dass Er es ist, der die Angelegenheiten lenkt und die Umstände ändert, und dass Er denen den Sieg gewährt, die ihn verdienen. Sie müssen so sein, damit sie mit diesem Iman der Härte der Wirklichkeit und der Strenge der Umstände begegnen können. So fühlt er sich mit seinem Iman über (die Wirklichkeit) erhaben und macht ihn zum Ausgangspunkt der da'wah und zu ihrem Endpunkt. All dies wird sich, hinsichtlich der richtigen Begrenzung und der rechten Einhaltung (der schar'i Regeln), an jenen widerspiegeln, die wir einladen. Dies wird geschehen, ohne dass es der Schrittweisigkeit bedarf.
To free themselves from such pressure, they went to hunt for evidences for this approach, so as to provide a justification and permission to do da’wah according to it. This is because the idea existed first, and then they produced a Shar’ee evidence, which they interpreted in such a way as to serve the idea. This is the beginning of deviation. Our advice to those Muslims who are established on the idea of gradualism is that they must discard the weakness they have within them. Their linkage to the Shar’a should be that of the one who trusts his Lord, has a strong Imaan that He is the one who manages the affairs, and changes the circumstances, and that He grants the victory to those who deserve it. They must be like this, so that with this Imaan they can face the severity of the reality and the harshness of the circumstances. So he feels elevated with his Imaan above (the reality) and makes it the departure point of the da’wah and the final point. All this will be reflected, in terms of the correct restriction and right adherence (to the Shar’ee rules), on those whom we invite. This will happen without the need for gradualism.
Der Aufruf zur Schrittweisheit ist ein Aufruf zu etwas anderem als dem Islam, und dies ist haram.
The call to gradualism is a call to other than Islam, and this is haraam.
Dies macht den Nicht-Muslim oder den mangelhaften Muslim, der auf dieser Grundlage eingeladen wird, zögerlich, das anzunehmen, was ihm dargelegt wird. Die Verantwortung für dieses Zögern liegt bei demjenigen, der zum schrittweisen Vorgehen aufruft.
This makes the non-Muslim, or the deficient Muslim who is invited on this basis, hesitant in accepting what is presented to him. The responsibility of this hesitancy lays on the one who calls for gradualism.
Dies liegt daran, dass ihm der Islam nicht dargelegt worden ist, und daran, dass seine Darlegung weit entfernt ist von der geistigen Grundlage, die auf dem Imaan an Allah ﷻ, den Schöpfer und Verwalter aller Angelegenheiten, beruht und auf deren Grundlage die Scharia-Regel angenommen oder abgelehnt wird. Daher richtet sich der Beweis (Hudschdscha) Allahs ﷻ gegen jene Muslime, die zur schrittweisen Vorgehensweise aufrufen, nicht gegen diejenigen, zu denen sie einladen.
This is because Islam has not been presented to him, and because his presentation is far away from the spiritual basis that is based on the Imaan in Allah , the Creator and Manager of all affairs, and on whose basis the Shar’ee rule is adopted or rejected. This makes the hujjah (proof) of Allah against those Muslims who call for gradualism; not against the ones whom they invited.
Der Aufruf zur Stufenweisigkeit beinhaltet Einmischung in und Herrschaft über die Gesetzgebung, wenn er den Menschen erlaubt, die Umsetzung nur teilweise vorzunehmen, unter dem Vorwand, sie seien nicht stark genug, um eine vollständige und sofortige Anwendung durchzuführen. Uns ist geboten, nichts vor Allah und Seinem Gesandten zu stellen oder von ihnen abzuweichen. Derjenige, der die Probleme der Menschen löst, ist ihr Herr, der Allwissende, der Allkundige, Der weiß, was Er erschaffen hat. Wie kann sich der Muslim erlauben, wenn er zur Stufenweisigkeit aufruft, sich in diesen Prozess der Gesetzgebung einzumischen? Die richtige Position ist, dass die Aufgabe des Da'i (Träger des Da'wah) darauf beschränkt ist, die Lösung auszuführen und zu überbringen, nicht sie zu gesetzgeberisch festzulegen.
The call for gradualism includes interference and domination over the legislation, when it allows people to make partial implementation, under the pretext that they are not strong enough to make complete and immediate application. We are ordered not to put anything in front of Allah and His Messenger, or deviate away from them. The one who solves the problems of man is His Lord, the All-Knowing, the All- Informed, Who knows what He has created. How can the Muslim allow himself, when he calls for gradualism, to interfere in this process of legislation? The correct position is that the task of the da’ee (carrier of the da’wah) is restricted to executing and conveying the solution; not legislating it.
Der Aufruf zum Gradualismus versorgt den Da'ee mit einer fehlerhaften Denkweise, auf deren Grundlage er die Menschen einlädt. Wird die Person, die er zum Gradualismus aufruft, davon beeinflusst, so wird dies ihre Denkweise verderben, und diese muss ebenso geändert werden, wie die irrigen Gedanken geändert werden müssen. Dies gilt, wenn wir wissen, dass die Denkweise am Anfang des Veränderungsprozesses steht, da sie wichtiger ist als die Änderung der Gedanken. Wir können keine glaubwürdige Veränderung der Umma sicherstellen, solange wir nicht ihre Denkweise verändern, und sei es auch nur in allgemeiner Form.
The call to gradualisnm provides the da’ee with a corrupt way of thinking, on whose basis he invites the people. When the person that he calls to gradualism is affected by it, it will corrupt his way of thinking, which must be changed just as the erroneous thoughts have to be changed. This is if we know that the way of thinking comes at the beginning of the transformation process, since it is more important than the changing of thoughts. We cannot ensure a credible change of the Ummah until we change her way of thinking, even in a general manner.
Diese fehlerhafte Methode, mit der er denkt und die Menschen zum Glauben ruft, wird an die Stelle der richtigen Methode treten.
This corrupt method by which he thinks and calls people will take the place of the correct method.