2.5 Die wichtigsten Pflichten der Hinlänglichkeit
2.5 The Most Important Obligations Of Sufficiency
Wenn wir entscheiden, dass die Errichtung des Islamischen Staates an der Spitze der Rangordnung der Prioritäten unter den kollektiven Pflichten steht, dann nehmen wir diese Entscheidung aus den Texten des Qur'an und der Sunnah.
For instance, when we decide that the establishment of the Islamic State comes at the head of the scale of priorities amongst the collective obligations, we take this decision from the texts of the Qur’an and Sunnah.
Die Verse, die dazu verpflichten, nach dem zu richten, was Allah herabgesandt hat, sind zahlreich. Er (SWT) sagt:
The verses that obligate to rule by what Allah has revealed are many. He says:
„…Und wer nicht nach dem urteilt, was Allah herabgesandt hat, das sind die Kafirun (Ungläubigen).“ [TMQ 5:44] „…Und wer nicht nach dem urteilt, was Allah herabgesandt hat, das sind die Zalimun (Ungerechten, Unterdrücker).“ [TMQ 5:45] „…Und wer nicht nach dem urteilt, was Allah herabgesandt hat, das sind die Fasiqun (Frevler).“ [TMQ 5:47] „Aber nein, bei deinem Herrn, sie werden nicht gläubig sein, bis sie dich (o Muhammad ﷺ) in allen Streitigkeiten zwischen ihnen zum Richter machen …“ [TMQ 4:65] „Und urteile zwischen ihnen nach dem, was Allah herabgesandt hat, und folge nicht ihren eitlen Begierden …“ [TMQ 5:49] „Verlangen sie etwa das Urteil der (Zeit der) Unwissenheit? Und wer ist im Urteil besser als Allah für ein Volk, das fest im Glauben ist?“ [TMQ 5:50] Das Umsetzen dieser Texte und anderer solcher Texte mit weiteren Ayat und Ahadith hängt von der Existenz des Islamischen Staates ab, der nach dem herrschen wird, was Allah herabgesandt hat.
“…And whosoever does not judge by what Allah has revealed, such are the Kaafirun (disbelievers).” [TMQ 5:44] “…And whosoever does not judge by what Allah has revealed, such are the zaalimun (unjust, oppressors).” [TMQ 5:45] “…And whosoever does not judge by what Allah has revealed, such are the Faasiqun (transgressors)” [TMQ 5:47], “But no, by your Lord, they can have no Imaan, until they make you (O Muhammad) the judge in all disputes between them…” [TMQ 4:65], “And so judge between them by what Allah has revealed and follow not their vain desires...” [TMQ 5:49], “Do they then seek the judgement of (the days of) Ignorance? And who is better in judgement than Allah for a people who have firm belief.” [TMQ 5:50] Acting upon these texts and other such texts containing other ayaat and ahadeeth depends on the existence of the Islamic State which will rule by what Allah has revealed.
Die Verse, die die Errichtung der Hudud (Strafbestimmungen) anordnen, sind zahlreich.
The verses that order the establishment of the Hudood (penal code) are many:
„Hand abhacken dem Dieb, ob Mann oder Frau...“ [TMQ 5:38], „Die unzüchtige Frau und der unzüchtige Mann – geißelt jeden von beiden mit hundert Hieben...“ [TMQ 24:2], „Und diejenigen, die ehrbare Frauen beschuldigen und dann nicht vier Zeugen beibringen – geißelt sie mit achtzig Hieben...“ [TMQ 24:4], „…Und wer auch immer getötet wird (vorsätzlich, aus Feindseligkeit und Unterdrückung und nicht irrtümlich), dem haben Wir seinem Erben die Befugnis gegeben (d. h., Qisas zu fordern, zu verzeihen oder das Blutgeld entgegenzunehmen)…“ [TMQ 17:33], „Die Vergeltung für jene, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Unheil auf der Erde stiften, besteht nur darin, dass sie getötet oder gekreuzigt werden oder dass ihnen die Hände und die Füße auf gegenüberliegenden Seiten abgeschnitten werden oder dass sie aus dem Land verbannt werden…“ [TMQ 5:33] Es gibt viele Ahadith, die davon berichten, dass derjenige, der Alkohol trinkt, ausgepeitscht wird, und dass der verheiratete Unzuchttreibende gesteinigt wird, ferner „Zahn um Zahn“, Qisas (gleichwertige Vergeltung) für Verletzungen und das Arsh (Blutgeld).
“Cut off the hand of the thief, male or female...” [TMQ 5:38], “The woman and the man guilty of illegal intercourse, flog each of them with a hundred stripes...” [TMQ 24:2], “And those who accuse chaste women, and produce not four witnesses, flog them with eighty stripes...” [TMQ 24:4], “…And whoever is killed (intentionally with hostility and oppression and not by mistake), We have given his heir the authority (ie to demand Qisas, to forgive or receive blood money)…” [TMQ 17:33], “The recompense of those who wage war against Allah and His Messenger and do mischief in the land is only that they shall be killed or crucified or their hands and their feet be cut off on the opposite sides, or be exiled from the land…” [TMQ 5:33] There are many ahadeeth which mention the whipping of the one who drinks alcohol, and stoning the fornicator who is married, tooth for a tooth, qisas (equal retribution) for injuries, and the arsh (blood money)
wenn die Wiedervergeltung (Qisaas) nicht stattfindet und die Verhängung der Ta'zeer (diskretionäre Strafe), wo die Shar'a keine bestimmte Strafe festgelegt hat. Die Anwendung dieser Regeln und der Hudood, die Allah (SWT) gesetzgebend vorgeschrieben hat, hängt vom Bestehen des Islamischen Staates ab, der nach dem herrschen wird, was Allah (SWT) offenbart hat.
when qisaas does not take place, and the imposition of the ta’zeer (discretionary punishment) where the Shar’a has not fixed a specific punishment. Acting upon these rules and Hudood, which Allah has legislated, depends on the presence of the Islamic State that will rule by what Allah has revealed.
Die Verse, die den Dschihād auf dem Weg Allahs erwähnen, sind zahlreich.
The verses that mention Jihaad in the path of Allah are numerous.
Zum Beispiel:
For instance:
„Brecht auf, ob leicht oder schwer bewaffnet, und kämpft mit eurem Vermögen und eurem Leben auf dem Weg Allahs …“ [TMQ 9:41], „Kämpft gegen jene, die nicht an Allah glauben noch an den Jüngsten Tag, und die nicht verbieten, was Allah und Sein Gesandter verboten haben, und die die Religion der Wahrheit (den Islam) nicht annehmen, unter denen, denen die Schrift gegeben wurde (Juden und Christen), bis sie die Dschizya aus freien Stücken entrichten und sich unterworfen fühlen“ [TMQ 9:29], „… und kämpft gegen die Muschrikun (Vielgötterer, Götzendiener) insgesamt, so wie sie gegen euch insgesamt kämpfen …“ [TMQ 9:36], „Und kämpft gegen sie, bis es keine Fitna (Unglaube und Vielgötterei) mehr gibt und der Din (Gottesdienst) ganz Allah allein gehört …“ [TMQ 8:39], „Und haltet gegen sie bereit, was ihr an Streitkraft und an Schlachtrossen aufbieten könnt, um damit den Feind Allahs und euren Feind abzuschrecken, und andere außer ihnen, die ihr nicht kennt, Allah aber kennt sie …“ [TMQ 8:60] Das Umsetzen dieser Texte und anderer solcher Ayat und Ahadith hängt von der Existenz des Islamischen Staates ab, der nach dem herrscht, was Allah offenbart hat. Es gibt Ahadith, die erwähnen, dass der Dschihad bis zum Tag des Gerichts andauern wird und dass ihn weder die Gerechtigkeit eines gerechten Menschen noch das Unrecht eines ungerechten Menschen aufhebt. Mit anderen Worten: Der Muslim ist verpflichtet, am Dschihad teilzunehmen, wenn er dazu aufgerufen wird, unabhängig davon, ob der Islamische Staat existiert oder nicht; der Dschihad wird also unter jedem Emir stattfinden, ob er fromm oder sündig ist.
“March forth, whether you are light or heavy, strive hard with your wealth and your lives in the path of Allah…” [TMQ 9:41], “Fight against those who believe not in Allah, nor in the Last Day, nor forbid that which has been forbidden by Allah and His Messenger and those who acknowledge not the religion of truth (Islam) among the people of the Book (Jews and Christians), until they pay the Jizyah with willing submission, and feel themselves subdued” [TMQ 9:29], “…and fight the Mushrikeen (polytheists, idolaters) collectively, as they fight against you collectively...” [TMQ 9:36], “And fight them until there is no more Fitnah (disbelief and polytheism) and the deen (worship) will be for Allah alone...” [TMQ 8:39], “And make ready against them all you can of power, including the steeds of war to threaten the enemy of Allah and your enemy, and others besides them, you may not know but whom Allah does know...” [TMQ 8:60] Acting upon these texts and other such ayaat and ahadeeth depends on the existence of the Islamic State that will rule by what Allah has revealed. There are ahadeeth, which mention that Jihaad will continue until the Day of Judgement and the justice of a just person or the injustice of an unjust person will not annul it. In other words, the Muslim is obliged to engage in Jihaad when he is called to Jihaad, whether the Islamic State exists or not, ie Jihaad will take place with every Ameer, whether pious or sinful.
Jedoch führen die heutigen Herrscher keinen Dschihad, und sie befehlen auch nicht den Dschihad auf dem Weg Allahs. Wenn sie zum Kampf aufrufen, dann rufen sie zum Kampf der Muslime untereinander auf. Das werden sie so lange fortsetzen, bis Männer, die an Allah und den Jüngsten Tag glauben, sich erheben, die kufr-Kleinstaaten zerschlagen und an ihrer Stelle den einen islamischen Staat errichten, der nach dem regiert, was Allah offenbart hat.
However, the rulers today do not engage in Jihaad, nor do they order Jihaad in the path of Allah . When they order fighting they order the fighting of Muslims amongst themselves. They will continue to do that until men who believe in Allah and the Last Day rise up and demolish the kufr statelets and, in their place, establish the one Islamic State, which will rule by what Allah has revealed.
Die Verse, die die islamische Umma dazu verpflichten, die Botschaft in die Welt zu tragen, und die sie zur besten Umma unter den anderen Völkern machen, sind zahlreich.
The verses which make the Islamic Ummah carry the message to the world, and the best Ummah among other nations are numerous:
„Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschheit hervorgebracht wurde; ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche, und ihr glaubt an Allah...“ [TMQ 3:110], „…Doch Ehre, Macht und Herrlichkeit gehören Allah, Seinem Gesandten und den Gläubigen…“ [TMQ 63:8], „…Und niemals wird Allah den Ungläubigen einen Weg über die Gläubigen gewähren“ [TMQ 4:141], „So haben Wir euch zu einer gerechten Gemeinschaft gemacht, damit ihr Zeugen seid gegenüber den Menschen und der Gesandte ﷺ Zeuge gegenüber euch sei…“ [TMQ 2:143]. Wie kann es für die Gläubigen Würde geben, und wie kann es sein, dass die Kuffar keinen Weg über die Gläubigen haben, während die Gläubigen keinen Staat besitzen? Wie können sie andere Nationen zum Rechten aufrufen und sie vom Verwerflichen abhalten, während sie in ihren eigenen Häusern dazu nicht in der Lage sind? Dies wird nicht möglich sein ohne die Gegenwart des Islamischen Staates, der nach dem herrscht, was Allah ﷻ offenbart hat.
“You are the best of peoples ever raised up for mankind; you enjoin al-ma’roof and forbid al-munkar, and you believe in Allah...” [TMQ 3:110], “…But honour, power and glory belong to Allah, His Messenger, and to the believers...” [TMQ 63:8], “…And never will Allah grant to the disbelievers a way over the believers” [TMQ 4:141], “Thus We have made you a just nation, that you be witnesses over mankind and the Messenger be a witness over you…” [TMQ 2:143] How can there be any dignity for the believers, and the kuffar not have a way over the believers, while the believers have no State? How can they enjoin other nations with the ma’roof and forbid them from the munkar while, in their own homes, they are unable to do this? This will not be possible without the presence of the Islamic State which rules by what Allah has revealed.
Es gibt zahlreiche Ahadith, die den Muslimen gebieten, einen einzigen Imam zu haben, dem sie den Treueid auf das Buch Allahs {سبحانه وتعالى} und die Sunnah Seines Gesandten ﷺ leisten.
There are numerous ahadeeth which command the Muslims to have one Imam, to whom they will give pledge on the Book of Allah and the Sunnah of His Messenger:
„Wer stirbt, ohne eine Bai'ah (Treueid gegenüber einem Kalifen) abgelegt zu haben"
“Whosoever dies without having a bai’ah (pledge to a Khaleefah)
„…auf seinem Hals, so stirbt er den Tod der Dschahiliyya.“ „Der Imam ist ein Schild, hinter dem die Muslime kämpfen und durch den sie sich schützen.“ „Wer an seinem Amir etwas sieht, das ihm missfällt, der soll geduldig bleiben, denn wer sich auch nur um eine Handspanne von der Obrigkeit (Autorität des Islam) trennt und darauf stirbt, der stirbt den Tod der Dschahiliyya.“ [Diese Ahadith werden von Muslim überliefert.] Die Sahaba (möge Allah mit ihnen zufrieden sein)
on his neck, he dies the death of jaahiliyyah.” “The Imaam is a shield, behind whom the Muslims fight and by whom they protect themselves.” “If anyone sees in his Amir something that displeases him, let him remain patient, for he who separates himself from the Sultan (authority of Islam) by even so much as a hand span and dies thereupon, he would die the death of Jahiliyyah.” [These ahadeeth reported by Muslim]. The Sahabah (may Allah be pleased with them)
Die Gelehrten haben einen Ijma' (Konsens) darüber gebildet, dass es verpflichtend ist, nach dem Tod des Gesandten Allahs ﷺ einen Khalifen (Nachfolger) einzusetzen. Sie haben außerdem übereinstimmend festgelegt, dass Abu Bakr, danach ‘Umar, ‘Uthman und ‘Ali als Khalifen eingesetzt werden, nachdem jeder von ihnen verstorben war (möge Allah mit ihnen zufrieden sein). Alle Sahaba waren sich ihr ganzes Leben lang über die Verpflichtung zur Einsetzung eines Khalifen einig. Zwar waren sie sich uneinig über die Person, die als Khalif eingesetzt werden sollte, doch sie waren sich nicht uneinig darüber, dass ein Khalif eingesetzt werden müsse.
held an Ijma’a (consensus) over the obligation to appoint a Khaleefah (successor) to the Rasool of Allah after his death. They also agreed to establish as Khaleefah Abu Bakr, then ‘Umar, ‘Uthman and ‘Ali, after each had passed away (may Allah be pleased with them). All the Sahabah agreed throughout their lives, over the obligation of appointing a Khaleefah. Although they disagreed over the person who would be appointed as Khaleefah, however they did not disagree over establishing a Khaleefah.
Ebenso sind die Dinge, die Muslime für das Leben in der islamischen Gesellschaft benötigen, wie Industrie, Medizin, Krankenhäuser, die Errichtung von Fabriken, Laboratorien, die Bereitstellung der Macht und andere solche kollektiven Pflichten; in all diesen Angelegenheiten tragen die Muslime die gemeinsame Verantwortung, sie sicherzustellen. Doch diese Angelegenheiten auf vollständige Weise sicherzustellen, so dass ein blühendes islamisches Leben erreicht wird – das einerseits von seiner Knechtschaft gegenüber Allah abhängt und andererseits von der Vorbereitung und Macht der Muslime, um den Da'wah zu verbreiten –, kann nur durch einen Staat geschehen, der selbst die Errichtung dieser Pflichten wirksam überwacht und zwar auf eine Weise, die vollständig mit dem Wesen des Islam und seinen Zielen übereinstimmt.
As well, the things Muslims need for life in the Islamic society such as industry, medicine, hospitals, establishment of factories, laboratories, preparing the power and other such collective obligations; in all these matters, the Muslims share the responsibility of securing them. However, securing these matters in a complete way, that achieves the prosperous Islamic life – which depends on its slavery to Allah from one side, and the preparation and power for Muslims so as to convey the da’wah, from another side – cannot be done except through a State that itself supervises the establishment of these obligations effectively, and in a way that complies completely with the nature of Islam and its objectives.
Ebenso hat die Scharia dem Herrscher die Verantwortung übertragen, die Menschen dazu zu zwingen, sich an das zu halten, was die Scharia zur Pflicht gemacht hat.
Likewise the Shar’a has charged the ruler with the responsibility of compelling the people to adhere to what the Shar’a has made obligatory.
Bei Abwesenheit des Islamischen Staates werden alle Vorschriften, die dem Herrscher anvertraut sind, außer Kraft gesetzt. Wenn auch die Menschen die Vorschriften vernachlässigen, die sie selbst betreffen, werden sie keinen Herrscher finden, der sie zur Einhaltung dieser Vorschriften anhält. In diesem Fall werden die meisten Vorschriften, die die Menschen betreffen, außer Kraft gesetzt. So wird das Bestehen des Islamischen Staates zu einem der Fundamente, auf denen die praktische Existenz des Islam im Lebensbereich gegründet wird. Wenn dieses Fundament beseitigt wird, werden eine große Zahl der Vorschriften des Islam aufgehoben, viele Texte des Islam außer Kraft gesetzt, die Muslime verlieren ihre Identität, ihre Würde und ihre Macht, ihr Land wird erobert, und ihr Feind erlangt die Herrschaft über sie, und die munkaraat (verwerflichen Taten) verbreiten sich weithin, so wie es heute der Fall ist.
In the absence of the Islamic State, all the rules entrusted with the ruler are suspended. When the people also neglect the rules that pertain to them, they will not find a ruler to make them adhere to these rules. In this case, most of the rules pertaining to the people will be suspended. Thus the presence of the Islamic State will become one of the foundations on which the practical existence of Islam will be established in the realm of life. When this foundation is abolished then a great number of the rules of Islam will be abolished, many of the texts of Islam will be suspended, the Muslims will lose their identity, dignity and power, and their land will be captured and their enemy will have control over them, and the munkaraat will become widespread, as is the case today.