15.1 Die Unterscheidung zwischen ähnlichen Dingen
15.1 The Distinction Between Similar Things
Was die Unterscheidung zwischen ähnlichen Dingen betrifft: Die Scharia hat zwischen Zeiten, die dem Muslim in ihrer Ehre ähnlich erscheinen, unterschieden. So hat sie die Nacht der Macht (Laylatul-Qadr) gegenüber anderen Nächten bevorzugt. Sie hat auch zwischen Orten nach ihrer Ehre unterschieden, etwa indem sie Makkah gegenüber Madinah und Madinah gegenüber anderen Städten vorzog. Sie hat zwischen den Gebeten unterschieden, wenn es um deren Verkürzung geht: Das Gebet mit vier Rak'a wird verkürzt, während das Gebet mit drei und zwei Rak'a nicht verkürzt wird. Sie hat zwischen dem Maniy (Samenflüssigkeit) und dem Maziy (Vorsamenflüssigkeit) unterschieden.
As regards differentiating between similar things, the Shar’a has differentiated between times that seem similar to the Muslim in terms of their honour. Thus it has given a preference to the laylatul qadr (night of Power) over other nights. It has also discriminated between places in terms of their honour, such as the preference for Makkah over Madinah, and Madinah over other cities. It has distinguished between the prayers when they are shortened, so the prayer consisting of four raka’at is shortened, whilst the three and two raka’at are not shortened. It has distinguished between the maniy (semen) and the maziy (pre-seminal fluid).
Er hat das Maniy als rein, das Maziy aber als unrein festgelegt, obwohl beide aus derselben Stelle austreten. Er hat dem einen die Ghusl (Vollbad) aus dem Maniy zur Pflicht gemacht und das Fasten dessen ungültig gemacht, der es absichtlich austreten lässt, nicht aber, wenn es Maziy ist, obwohl beide aus derselben Stelle austreten. Er hat das Waschen der Kleidung wegen des Urins eines Mädchenbabys zur Pflicht gemacht, beim Urin eines Knabenbabys dagegen nur das Besprengen mit Wasser. Er hat der menstruierenden Frau das Nachholen des Fastens auferlegt, nicht aber das Gebet (Salah). Er hat dem die Hand abgeschnitten, der drei Dirham gestohlen hat, dem aber, der unrechtmäßig gewaltige Vermögenswerte besaß, die Hand nicht abgeschnitten. Er hat die ‘Iddah (Wartezeit) der geschiedenen Frau auf drei Menstruationszyklen festgelegt, während die Wartezeit der Witwe vier Monate und zehn Tage beträgt, obwohl der Zustand der Rahm (Gebärmutter) derselbe ist. Auf diese Weise finden wir viele ähnliche Sachverhalte, die man zusammenführen könnte. Würde man dem Verstand überlassen, in diesen Fragen die Regeln zu bestimmen, so hätte er Fehler gemacht. Er hätte eine Regel hervorgebracht, die dem widerspricht, was die Shar’a bestimmt hat. Die Shar’a hat für jeden Fall eine andere Regel gegeben, was die Falschheit dieser erfundenen Methode des Analogieschlusses aufzeigt.
It made the maniy pure and the maziy impure, even though they both emit from the same place. It obliged the one to have ghusl (bath) from the maniy and invalidated his fast, when it is deliberately emitted, but not if it is maziy, even though they emit from the same place. It obliged the clothes to be washed because of the urine of a baby girl, but only to be sprinkled by water if it is the urine of a baby boy. It obliged the menstruating woman to make up the fast but not the salah. It cut the hand of the one who stole three dirham but did not cut the hand of the one who illegally possessed huge sums of wealth. It made the ‘iddah (waiting period) of the divorced woman three menstrual cycles, whilst the waiting period of the widow is four months and ten days, even though the condition of the rahm (womb) is the same. In this manner we find many matters that are similar and one can combine them. If it were left to the mind to give the rules in these issues, then it would have made mistakes. It would have brought a rule in conflict with what the Shar’a has given. The Shar’a has given for each one a different rule, which indicates the falsehood of this innovated method of analogy.