11.2 Demokratie
11.2 Democracy
Der Westen ist auf der Idee der Trennung der Religion (ad-dīn) vom Leben aufgebaut.
The West is built on the idea of the separation of the deen from life.
Ausgehend von diesem Gedanken bzw. dieser Grundlage hat der Westen jede Wirkung der Religion aus dem Leben der Menschen verbannt. Seine Vorstellungen vom Leben begannen, an dieser Grundlage gemessen zu werden. Dementsprechend entwickelten die Westler Gedanken aus dieser Grundlage, von derselben Art wie dieser Grundgedanke. So machte die Idee der Demokratie den Menschen zum Herrscher über sich selbst, anstatt diese Herrschaft dem Allah zuzuschreiben. Ebenso wurde der Nutzen zum Maßstab ihres Handelns, und ihre Definition von Glück bestand darin, das größtmögliche Maß an Vergnügen zu erreichen. Die Heiligung des Individuums führte zur Heiligung der Freiheiten. Der Westen errichtete eine Gesellschaft auf der Grundlage dieser Gedanken und stellte sich zugleich gegen jeden Gedanken, der ihnen widersprach. Das Ergebnis dieser Gedanken war, dass die westlichen Menschen anstelle des Glücks, das sie suchten, Elend erfuhren. Das ist naturgemäß so, denn der Mensch ist mangelhaft und somit nicht in der Lage, für sich selbst oder für andere Gesetze zu erlassen. Eine Gesellschaft, in der Selbstsucht herrscht und die Freiheiten dominieren, kann nur tierisch sein, in der das Gesetz des Dschungels unumschränkt regiert.