2.12 Die Rechenschaft der Herrscher
2.12 Accounting The Rulers
Die Scharia, die Allah offenbart und dargelegt hat, wurde nicht bloß als klare Gedanken belassen. Vielmehr wollte der Gesetzgeber, dass sie eine greifbare Wirklichkeit wird. So offenbarte Er praktische Regeln, deren Zweck es war, ihr Bestehen in der Wirklichkeit zu bewahren und das zu verbieten, was die Scharia verbietet. Das Mittel dazu ist der Staat. Daher befahl Er seine Errichtung, um die Scharia zu schützen. Allah hat für den Herrscher Gesetze festgelegt; Er befahl und verbot ihm und gebot ihm, die Religion (ad-Deen) zu errichten und über sie zu wachen. Er befahl der Ummah, ihm hierin zu gehorchen, und sie zur Rechenschaft zu ziehen, wenn er nachlässig war. Er forderte dies von der Ummah, sowohl von Einzelpersonen als auch von Gruppierungen. Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Der Herr der Märtyrer ist Hamza und ein Mann, der sich gegen einen tyrannischen Herrscher erhob, um ihn (zum Guten) zu gebieten und ihn (vom Bösen) abzuhalten, und dabei getötet wurde.“ [Überliefert von al-Hakim]. Er ﷺ sagte: „Der beste Dschihad ist das wahrhaftige Wort, das vor einem tyrannischen Herrscher gesprochen wird.“ [Überliefert von Ibn Madscha und an-Nasa'i]. Er ﷺ sagte außerdem: „Nein, bei Allah, ihr müsst das Gute gebieten und das Schlechte verbieten und die Hand des Tyrannen ergreifen und ihn zur Wahrheit zwingen und ihn auf die Wahrheit beschränken.“ [Überliefert von Abu Dawud und at-Tirmidhi]. Niemand kann den ungerechten Herrscher zur Wahrheit zwingen und ihn auf sie beschränken, außer denjenigen, die Macht und Stärke besitzen, also einer Gruppe oder Partei, denn Einzelpersonen sind dazu nicht in der Lage.
The Shar’a, which Allah revealed and expounded, was not left as just clear thoughts, rather the legislator wanted it to be a tangible reality. Thus, He revealed practical rules whose purpose was to preserve its existence in the reality, and prohibit what the Shar’a prohibits, and the method for that is the State. Thus, He ordered its establishment to protect the Shar’a. Allah put laws for the ruler; He ordered him and forbade and commanded him to establish the deen and guard over it. He ordered the Ummah to obey him in this and account him if he was neglectful. He demanded this from the Ummah, as individuals and parties. The Rasool of Allah said; “The master of martyrs is Hamza, and a man who stood up to a tyrant ruler to enjoin him (with the good) and forbid him (of the evil) and got killed.” [Reported by al-Haakim]. He said; “The best Jihaad is the word of truth spoken to a tyrant ruler.” [Reported by Ibn Maajah and Nasa’i]. He also said; “Nay, by Allah, you have to enjoin the ma’roof and forbid the munkar, and hold at the hand of the tyrant, and force him on the truth and restrict him to the truth.” [Reported by Abu Dawud and Tirmizi]. Nobody can force the unjust ruler on the truth and restrict him to it, except those who have might and power, ie a group or party because individuals are not able to do this.
Die Gefährten (Sahabah) und die Rechtsgelehrten (Fuqaha) der Vergangenheit wussten, dass der islamische Staat die wesentliche Voraussetzung dafür ist; durch seine Existenz werden die Regeln angewendet, und mit seinem Verlust verschwinden die Regeln. Abu Bakr (möge Allah mit ihm zufrieden sein), als er nach der grundlegenden Angelegenheit (dem Islam) gefragt wurde: „Wie wird er fortbestehen?“, antwortete er: „Solange die Herrscher auf dem rechten Weg sind.“ Shaykh ul-Islam Ibn Taymiyyah berichtete auf die Autorität von al-Fudayl, von ‘Iyad und von Ahmad b. Hanbal: „Gäbe es ein Du'a (Bittgebet), das Allah annehmen würde, so hätten wir es für den Herrscher (Sultan) gesprochen.“ Der Islam ist eine Religion für alle Menschen, die das Khayr (Gute) in sich trägt.
The Sahabah and the Fuqahaa (jurists) in the past knew that the Islamic State was the essential prerequisite for that; through its existence the rules are applied and through its loss the rules disappear. Abu Bakr (may Allah be pleased with him), when he was asked about the fundamental matter (Islam); “How will it continue?” He said; “As long as the leaders are on the correct path.” Shaykh ul Islam Ibn Taymiyyah mentioned on the authority of al-Fadeel from ‘Iyaad and Ahmad b. Hanbal; “If there was a du’a (call) that Allah would accept, then we would have made it for the ruler (sultan).” Islam is a deen for all people, which contains within it the khayr (good)
für die gesamte Menschheit und nicht nur für ein Volk unter Ausschluss eines anderen. Sein Glaubensbekenntnis ist universell, ebenso sein System. Er enthält außerdem eine Methode, es der Welt zu vermitteln, durch das Vorhandensein eines Staates, der den Islam anwendet und ihn der Welt überbringt. Der islamische Staat wiederum ist als notwendig bekannt, damit er das ausführen kann, was ihm obliegt. Was also ist seine Aufgabe? Wer wird den Staat errichten, wenn er nicht existiert?
for the whole of mankind, and not just for one people to the exclusion of another. Its creed is universal and so is its system. It also contains a method for conveying it to the world, through the presence of a State that applies Islam and conveys it to the world. The Islamic State, in turn, is known that it must exist, so that it can undertake what is incumbent on it. So what is its task? Who will establish the State if it does not exist?
Wer wird seinen Kurs korrigieren, wenn er abgewichen ist?
Who will correct its course, if it deviated?
Die dem Staat von Allah übertragene Aufgabe besteht in der Errichtung der gesamten Religion (Deen). Daher ist der Staat für die Anwendung des Deen verantwortlich, sowohl für die individuellen als auch für die kollektiven Vorschriften, sowohl für die individuellen Pflichten als auch für die kollektiven (hinreichenden) Pflichten. Er ist dafür verantwortlich, den Deen zu etablieren, d. h. das Ma'roof (das Gute) zu gebieten und das Munkar (das Verwerfliche) praktisch zu beseitigen. Betet ein Muslim also nicht, so wird der Staat ihn anweisen zu beten, andernfalls wird er bestraft. Ebenso gilt: Zahlt er nicht die Zakah, vollzieht er nicht den Hajj oder fastet er nicht, so ist der Staat verpflichtet, über das Vorhandensein all dieser individuellen Pflichten und ähnlicher Pflichten zu wachen und diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die sie vernachlässigen. Dies gilt auch für die kollektiven Pflichten. Sorgt der Staat nicht für all die Belange, die die Umma benötigt, etwa die Bereitstellung von Medizin, Ingenieurwesen, Bildung und anderem, deren Bestehen Verwaltung, Koordination und Verteilung der Aufgaben erfordert; betrifft dies Pflichten, deren Bestehen unter der Umma aufgeteilt ist, wie Jihaad und Ijtihaad, deren Errichtung der Gesetzgeber dem Khaleefah übertragen und ihm befohlen hat; und zeigt er diesbezüglich Nachlässigkeit, so muss die Umma ihn dafür zur Rechenschaft ziehen und ihn zwingen, dies zu beheben. Der Gesetzgeber hat hierzu genaue Regeln festgelegt. Er hat den Muslimen untersagt, sich gegen den Khaleefah zu erheben, außer wenn dieser offenkundigen Kufr (Unglauben) zeigt.
As for the task entrusted to it by Allah , it is the establishment of the whole deen. Thus the State is responsible for the application of the deen, whether the individual rules or the collective rules, whether the individual obligations or the collective (sufficiency) ones. It is responsible for establishing the deen, ie establishing the ma’roof and removing the munkar practically. Thus, if the Muslim does not pray, the State will order him to pray, otherwise he will be punished. Similarly, if he does not pay Zakah, make Hajj or fast, all of such individual obligations and their likes, the State is obliged to guard over their presence and account those neglecting them. This also applies to the collective obligations. If the State does not secure all the interests which the Ummah require in terms of providing medicine, engineering, education and others, whose existence requires management, coordination and distribution of assignments; if the obligations whose existence is divided among the Ummah, such as Jihaad and Ijtihaad, the establishment of which the Lawgiver entrusted and commanded the Khaleefah with; if there is any negligence from his side in these matters, the Ummah must account him on that and force him to address it. The Lawgiver has determined precise rules in this regard. He prohibited the Muslims to rebel against the Khaleefah, except in case he displayed the bawah (open) kufr.
Es ist grundlegend für den Islamischen Staat, dass der Herrscher gemäß den Regeln der Scharia der Hüter über die Angelegenheiten der Menschen ist. Nach der Scharia ist er dafür verantwortlich, die Munkaraat zu verhindern, gleichviel ob sie von Einzelpersonen oder von Gruppen begangen werden. So sagte der Gesandte ﷺ: „Der Imam ist ein Hirte, und (nur) er ist für die Bürger verantwortlich.“ [Übereinstimmend überliefert]. Allah (SWT) hat ihm die Aufgabe übertragen, Menschen, ob Einzelpersonen oder Gruppen, zu zwingen, alle Pflichten zu erfüllen, die Allah (SWT) vorgeschrieben hat. Wenn eine bestimmte Angelegenheit zu ihrer Ausführung Zwang erfordert, ist er verpflichtet, Zwang anzuwenden. Ebenso hat Allah (SWT) ihn verpflichtet, Menschen davon abzuhalten, Haram zu begehen, und wenn eine solche Sache den Einsatz von Zwang erfordert, um sie am Begehen des Haram zu hindern, ist er verpflichtet, Zwang anzuwenden. Daher verändert und beseitigt der Staat im Grundsatz das Munkar mit der Hand, also mit Zwang. Dies deshalb, weil er nach der Scharia für die Umsetzung des Islam und dafür verantwortlich ist, die Menschen zu zwingen, sich an dessen Regeln zu halten.
It is fundamental in the Islamic State that the ruler is the guardian over the affairs of people with Shar’a rules. According to the Shar’a, he is responsible for preventing the munkaraat, whether they occur from individuals or groups. Thus, the Messenger said; “The Imaam is a Shepherd and (only) he is responsible for the citizens.” [Agreed upon]. Allah charged him with the responsibility of forcing people, whether individuals or groups, to undertake all the obligations which have been ordained by Allah .When a certain matter requires force for its performance, he is obliged to use force. Similarly, Allah has obliged him to prevent people from committing haraam, and if such a matter requires the use of force to prevent them from committing the haraam, he is obliged to use force. Thus, in principle the State changes the munkar and removes it with the hand ie force. This is because according to the Shar’a, it is responsible for the implementation of Islam and compelling the people to abide by its rules.
Wenn jedoch der Herrscher einen Munkar begeht – etwa Ungerechtigkeit verübt, fremdes Vermögen auf unrechtmäßige Weise an sich bringt, den Menschen ihre Rechte vorenthält, die Angelegenheiten der Bürger vernachlässigt, eine Pflicht unterlässt, einer der Regeln des Islam widerspricht oder einen anderen solchen Munkar begeht –, so ist es für alle Muslime eine Pflicht, ihn zur Rechenschaft zu ziehen und den Munkar, den er begangen hat, zurückzuweisen, und sowohl als Einzelne als auch in Gruppen daran zu arbeiten, dass er ihn ändert; andernfalls würden sie sich versündigen, wenn sie schweigen und den Munkar unverändert bestehen lassen.
However, if the ruler commits a munkar - such as committing injustice, appropriating the wealth of others through false means, withholding people’s rights, neglecting the affairs of citizens, failing to do an obligation, contradicting one of the rules of Islam or any other such munkar - it is an obligation on all the Muslims to account him and reject the munkar he did, and work as individuals and groups to make him change it; otherwise they would be sinful if they remained silent and left the munkar without changing it.
Das Verbieten des Munkar und das Verändern desselben, wenn jemand ein Munkar begeht, geschieht durch Rechenschaft mit der Zunge. Dies geht auf das zurück, was Muslim von Umm Salamah überliefert hat, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
Forbidding the munkar and changing it when he commits a munkar is via accounting with the tongue. This is due to what Muslim narrated from Umm Salamah that the Rasool of Allah said:
„Über euch werden Emire eingesetzt werden, und ihr werdet sie sowohl gute als auch schlechte Taten vollbringen sehen. Wer ihre schlechten Taten verabscheut, ist frei von Schuld, wer sie missbilligt, ist ebenfalls in Sicherheit, doch wer sie gutheißt und ihnen folgt, ist dem Untergang geweiht.“ Ibn Mas'ud überlieferte außerdem, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
“Ameers will be appointed over you, and you will find them doing good deeds as well as bad deeds. The one who hates their bad deeds is absolved from blame, the one who disapproves of their bad deeds is also safe, but the one who approves and follows is doomed.” Ibn Mas’ud also narrated that the Rasool of Allah said:
„Nein, bei Allah, ihr müsst das Gute gebieten und das Schlechte verbieten, und die Hand des Tyrannen ergreifen, und ihn zur Wahrheit zwingen und ihn zur Wahrheit nötigen.“ In einer anderen Überlieferung heißt es:
“Nay, by Allah, you have to enjoin the ma’roof and forbid the munkar, and hold the hand of the tyrant, and force him on the truth and to constrain him to the truth.” in another narration it says:
„Oder Allah wird die Herzen einiger von euch gegeneinander entzünden, dann wird Er euch verfluchen, wie Er jene verflucht hat.“ [Überliefert von Abu Dawud]. Ebenso hat der Gesandte Allahs ﷺ das Aussprechen der Wahrheit vor einem tyrannischen Herrscher zum besten Dschihad erklärt, als er dem Mann antwortete, der ihn fragte: „Welcher Dschihad ist der beste?“ Er sagte:
“Or Allah will strike the hearts of some of you against others, then He will curse you as He cursed them.” [Reported by Abu Dawud]. Similarly, the Rasool of Allah made speaking the truth before a tyrant ruler the best Jihaad, when he answered the man who asked him; “Which Jihaad is the best?” He said:
„Der beste Dschihad ist das Wort der Wahrheit, das vor einem tyrannischen Herrscher gesprochen wird.“ [Überliefert von Ibn Maajah und Nasa’i]. Dies beruht auch auf den Ahadith, die es untersagen, sich gegen ihn zu erheben, indem man zu den Waffen greift, außer in einem einzigen Fall, der eine Ausnahme davon bildet: wenn er offenen Kufr (kufr bawah) zeigt, für den es einen Beweis von Allah gibt, dass es sich um einen offenkundigen Kufr handelt, an dem kein Zweifel besteht. Das ist der Fall, wenn er nach Regeln offensichtlichen Kufrs herrscht und die Herrschaft nach dem aufgibt, was Allah herabgesandt hat. Überliefert wird von ‘Awf b. Maalik al-Ashja’i, dass er den Rasool Allahs ﷺ sagen hörte: „Die besten eurer Imame sind jene, die ihr liebt und die euch lieben, für die ihr betet und die für euch beten; und die schlechtesten eurer Imame sind jene, die ihr hasst und die euch hassen, die ihr verflucht und die euch verfluchen.“ Wir fragten: „O Rasool Allahs, sollen wir sie dann nicht bekämpfen?“ Er sagte: „Nein, solange sie unter euch das Gebet verrichten.“ [Überliefert von Muslim].
“The best Jihaad is the word of truth spoken to a tyrant ruler.” [Reported by Ibn Maajah and Nasa’i]. This is also due to the ahadith which prohibit rebellion against him by taking up arms, except in one case which is the exception to that; it is when he displays open kufr (kufr bawah) that has a proof from Allah that it is a flagrant kufr in which there is no doubt. That is when he rules with rules of clear kufr and abandons the ruling by what Allah has revealed. It is narrated by ‘Awf b. Maalik al-Ashja’i that he heard the Rasool of Allah saying; “The best of your Imams are those whom you love and they love you and who you pray for and they pray for you, and the worst of your Imams are those whom you hate and they hate you and you curse them and they curse you.” We asked: “O Rasool of Allah shall we not then challenge them?” He said: “No, as long as they continue to establish prayer among you.” [Reported by Muslim].
Was mit „das Verrichten des Gebets" gemeint ist, bedeutet die Herrschaft nach dem Islam, also die Anwendung der Regeln der Scharia, wobei das Ganze durch die Nennung eines Teils bezeichnet wird (Bab tasmiyat al-kull bismil juz'a). Umm Salama berichtete, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Über euch werden Emire eingesetzt werden, und ihr werdet sie sowohl gute als auch schlechte Taten vollbringen sehen. Wer ihre schlechten Taten verabscheut, ist von Schuld freigesprochen; wer ihre schlechten Taten missbilligt, ist ebenfalls in Sicherheit; doch wer sie billigt und ihnen folgt, ist verloren." Sie sagten: „Sollen wir nicht gegen sie kämpfen?" Er ﷺ sagte: „Nein, solange sie das Gebet verrichten." [Überliefert von Muslim] ‘Ubada b. as-Samit sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ rief uns auf, und so leisteten wir ihm den Treueid, zu hören und zu gehorchen, in Leichtem und in Schwerem, in Bequemlichkeit und in Beschwernis und in Bevorzugung gegenüber uns selbst; dass wir mit den Machthabern nicht streiten würden, es sei denn, wir sähen offenkundigen Unglauben (Kufr), für den wir einen eindeutigen Beweis von Allah haben. Und dass wir unter allen Umständen die Wahrheit sagen würden, ohne den Tadel irgendeines Menschen auf dem Weg Allahs zu fürchten." [Überliefert von Muslim] Das Verständnis dieser Ahadith ist, dass sie das Aufbegehren gegen den Herrscher mit Waffengewalt verbieten, außer wenn er nach den Regeln offenkundigen Unglaubens regiert, für den wir einen Beweis von Allah haben, dass es sich um einen offenkundigen Unglauben handelt, an dem kein Zweifel besteht.
What is meant by establishing the prayer is ruling by Islam, ie applying the rules of the Shar’a, by indicating the whole through naming the part (bab tasmiyat al-kull bismil juz’a). Umm Salamah narrated that the Rasool of Allah said; “Ameers will be appointed over you, and you will find them doing good deeds as well as bad deeds. The one who hates their bad deeds is absolved from blame, the one who disapproves of their bad deeds is also safe, but the one who approves and follows is doomed.” They said: “Should we not fight them?” He said: “No as long as they pray.” [Reported by Muslim]. ‘Ubadah b. as-Samit said; “The Rasool of Allah invited us so we pledged our Bai’ah to him to hear and obey in weal and woe, in ease and in hardship and in preference over ourselves; that we would not dispute with the people in authority, unless we witness flagrant Kufr of which we have a conclusive proof from Allah. And that we would speak the truth in all circumstances, fearing the blame of nobody in the path of Allah.” [Reported by Muslim] The understanding of these ahadith is that they forbid rebellion against the ruler by the use of arms, except when he rules with the rules of clear kufr for which we have proof from Allah that this is a flagrant kufr in which there is no doubt.
Dies gilt, wenn der muslimische Herrscher anwesend ist und dann seine Pflicht versäumt. Oder wenn eine Situation besteht, in der er mit eindeutigem Kufr regiert – auch wenn es nur eine einzige Regel ist. In einer solchen Situation ist die Ummah als Einzelpersonen und als Gruppen verpflichtet, sich ihm in den Weg zu stellen und ihn selbst unter Einsatz von Waffen zu hindern.
All of this is when the Muslim ruler is present and then he fails to do his duty. Or when there is a situation where he rules by clear kufr - even if it is one rule. In such a situation, the Ummah as individuals and groups are obliged to stand in his way and prevent him even by the use of arms.
Was ist mit der Situation, wenn es überhaupt keinen muslimischen Herrscher gibt und also kein Dar al-Islam existiert? Dann ist es naturgemäß so, dass alle Regeln, die dem Herrscher anvertraut sind, außer Kraft gesetzt werden. Verderbtheit und Laster breiten sich aus, schlechte Sitten werden alltäglich, und verdorbene Beziehungen entstehen. Die munkaraat nehmen zu und verbreiten sich, während das ma'ruf abnimmt und schwindet. Die Muslime werden schwach, ihr Ansehen sinkt und ihre Macht schwindet. Sie gleichen dann einem Löwen ohne beißende Zähne und ohne Krallen. Sie werden zu einem Bild ohne Wirklichkeit: Weder füllt das Bild einer Speise den Magen, noch jagt das Bild eines Löwen Schrecken ein.
So what about the situation when there is no Muslim ruler in the first place, and there is no dar al-Islam? It is natural then that all the rules entrusted with the ruler will be suspended, and corruption and vice will become widespread; bad morals will become common, and corrupt relationships would emerge; the munkaraat would increase and spread, and the maroof would decrease and diminish. The Muslims will become weak, their standing would diminish and their power would wane. They will be like the lion without biting teeth or claws. They will become a picture without a reality; and neither the picture of eating fills a stomach, neither does the picture of the lion terrify.
In einer solchen Lage – und das ist die heutige Lage – soll die Ummah einen Khaleefah einsetzen, der nach dem herrscht, was Allah offenbart hat, denn seine Gegenwart ist fard. Doch wer übernimmt die Verantwortung für die Einsetzung des Khaleefah, und wie soll dies geschehen? Hier beginnt die Erörterung der Pflicht, islamische Gruppen zu haben, deren Aufgabe es ist, das Ma'roof zu gebieten und das Munkar zu verbieten.
In such a situation - which is the situation today - the Ummah should establish a Khaleefah who will rule by what Allah has revealed, because his presence is fard, but who will undertake the responsibility of establishing the Khaleefah and how would this be done? Here comes the discussion of the obligation of having Islamic groups whose work is to enjoin the ma’roof and forbid the munkar.