18. Mäßigung und Extremismus
18. Moderation and Extremism
Der Krieg des Westens gegen den Islam nimmt verschiedene Gestalten an und umfasst unterschiedliche Bereiche, die alle in dem Vorhaben zusammengefasst sind, den Islam von der Wirklichkeit des Lebens zu entfernen. Die Kampagne beschränkt sich nicht darauf, sein Bild zu verzerren, sein Kalifat zu zerstören, seine Regeln herabzusetzen und den Islam als etwas Vergangenes darzustellen. Vielmehr richtet sich die Kampagne gegen alles, was ihn wieder an die Spitze der Welt führen kann. Sie fürchten den Islam ständig. Deshalb hört ihr Ränkespiel nie auf, damit ihnen nicht der Boden unter den Füßen weggezogen wird, falls die Muslime zu ihrem alten Glanz zurückkehren.
The war of The West against Islam assumes different guises and includes various spheres, which are all summed up in the undertaking of whatever distances Islam from the reality of life. The campaign was not limited to distorting its image, destroying its Khilafah, disparaging its rules and depicting Islam as something from the past. Rather, the campaign targets anything that can bring it back to the leadership of the world. They constantly fear Islam. That is why their plotting never ceases, lest the carpet be pulled from under their feet, and if the Muslims came back to their glory.
Der Westen betrachtet die Muslime als eine Nation, die nach ihrem Islam lebt. Ihr Din ist ein universeller Din, der für die Menschheit geeignet und passend ist, und ihre Seelen streben ständig nach Einheit. Die verschiedenen strategischen Gebiete ihrer Staaten werden zum Ort eines einzigen strategischen Staates werden, der die Taillen aller Kontinente umfasst und über ihnen aufragt. Sie sitzen auf gewaltigen Ressourcen, die reichlicher sind als die Bedürfnisse einer Supermacht, und machen ihn dadurch zu einem führenden Staat. Ihre Zahl beläuft sich auf nahezu ein Drittel der Weltbevölkerung. Ihre Sorge und ihr Anliegen ist, wenn Allah ihnen den Sieg gewährt, nicht das Töten und Plündern der Ressourcen der Länder, die sie öffnen; vielmehr ist es das Öffnen der Herzen und das Herausführen der Menschen – aller Menschen – aus der Finsternis des Kufr hin zur Rechtleitung des Islam. Es ist die Überzeugung eines jeden von ihnen, dass die Hinführung eines Menschen zum Islam ihm wertvoller ist als die Welt und alles, was sie enthält.
The West looks upon the Muslims as a nation that lives by her Islam, their deen is a universal deen, which is fit and suitable for mankind, and their souls constantly look for unity. The different strategic areas of their States will become the place of one strategic State, which will hold the waists of all the continents and tower above them. They are sitting on huge resources more abundant than the needs of a super power, thereby making it a leading State. Their numbers are close to a third of the world population. Their worry and concern, if Allah gives them victory, is not the killing and plundering of the resources of the lands they open; rather it is the opening of hearts and bringing the people - all people - from the darkness of kufr to the guidance of Islam. It is in the conviction of every one of them that bringing any person into Islam is more valuable to him than the world and what it contains.
Deshalb hat der Islam viele Ränkespiele gegen seine Regeln und gegen die aufrichtigen Menschen erlebt, die daran arbeiten, den Einfluss des Westens auf seine Anhänger und andere zu beseitigen. Diese Ränkespiele finden im Verhältnis zu der Gefahr statt, die sie darin sehen.
That is why Islam has witnessed many plots against its rules and the sincere ones, working to remove The West’s effect on its people and others. This plotting takes place in proportion with the danger they feel of it.
Wäre der Islam nicht die wahre Religion (Deen) Allahs, so wäre er ausgelöscht, verschwunden und vollständig zugrunde gerichtet worden. Doch der Wille (Iraadah) Allahs bleibt bestehen, und Seine Mashee'ah (Ratschluss) setzt sich durch. Die Muslime sind ihrem Deen auch in der schlimmsten Zeit ihres Niedergangs treu geblieben, obwohl es dem Westen gelungen ist, ihre Maßstäbe zu verfälschen, ihre Vorstellungen zu verkehren und ihre Denkweise zu verderben. Dies geschah, weil der Westen bereits seit seinem ersten Kreuzzug erkannte, dass der Islam tief in den Herzen der Muslime verwurzelt ist und weit stärker ist als jeder Versuch, ihn auszureißen.
If Islam had not been the true deen of Allah then it would have been wiped out, vanished and completely ruined. However, the Iraadah (Will) of Allah continues and His mashee’ah dominates. The Muslims have remained loyal to their deen in the worst period of their decline, though the West has succeeded in making their criteria erroneous, and their concepts wrong and their mentality corrupt. That is because it realised from its first crusade that Islam is entrenched in the hearts of the Muslims and it is far stronger than any attempt that may try to uproot it.
Deshalb änderten sie in ihrem zweiten Kreuzzug ihre Pläne, unter deren Folgen wir noch heute leiden: Er entwarf seine Pläne so, dass sie die Muslime von ihrer Religion entfernen und ihre Vorstellungen, Überzeugungen und intellektuellen Maßstäbe verbreiten sollten, um so ihre materielle Kontrolle zu sichern. So schufen sie zunächst die geistige Abhängigkeit von ihm und folgten dann mit seiner materiellen Herrschaft nach. Danach setzten sie Herrscher ein und umgaben sie mit einem korrupten geistigen und politischen Umfeld. Dann begannen sie, die Staaten mit ihm zu verbinden, indem sie die Politik der Staaten in der Welt in eine Richtung lenkten, um ihre Interessen zu verwirklichen, und indem sie die Welt in eine gemeinsame Gesellschaft verwandelten, in der der Westen der Financier und Produzent ist, während die übrigen Staaten darin die Arbeiter- und Konsumentenklasse bilden. Dann überzog er die Welt mit riesigen MedienNetzwerken, in denen die Medien anderer Staaten den ihren untergeordnet waren. Damit beabsichtigten sie, dass wir nur lesen, was sie schreiben, nur hören, was sie übermitteln, nur sehen, was sie verbreiten, und nur über Dinge reden und sie nur im Lichte dessen verstehen, was sie wünschen. Es ist ein neuer, sich entwickelnder Kolonialismus. Er ist härter und schlimmer als der alte Kolonialismus. Der alte Kolonialismus besetzte den Menschen von außen, während der neue dessen Inneres und dessen Äußeres besetzt, um die Abhängigkeit von ihm absolut zu machen, ohne durch irgendetwas bedroht zu werden.
That is why they changed their plans in their second crusade, from whose woes we still suffer: It built its plans to distance the Muslims from their deen, and spread their concepts, convictions, and intellectual criteria, so as to ensure their material control. Thus they first created the intellectual subservience to it and then they followed that up with its material domination. Then they installed rulers and surrounded them with a corrupt intellectual and political medium. Then they began to link the States with it, by making the policy of the States in the world proceed in one direction, to realise its interests, and by turning the world into one shared company in which the west is the financier and producer, while the other States form in it the working and consumer class. Then it covered the world with huge media networks, in which the media networks of other States were subordinate to theirs. With this they intended that we only read what they write, hear what they transmit, see what they disseminate and only talk about and understand matters in light of what they wish. It is a new, developing colonialism. It is more severe and worse than the old colonialism. The old colonialism used to occupy man from outside, whilst the new occupies his inside half and his outside half, in order to make the subservience to it absolute, without being threatened by anything.
Auch wenn es um unsere Religion geht, versucht der Westen, uns unseren Glauben auf seine eigene Weise verständlich zu machen. Wer von dieser Sichtweise abweicht, gegen den mobilisiert er seine Medien. So stellt er den Islam auf eine unnormale Weise dar, mit der Absicht, die Traditionen zu verletzen, den Normen zu widersprechen und den Konsens zu brechen. Er bezeichnet den Islam als Extremismus, Terrorismus, Fundamentalismus und Fanatismus. Er beschreibt die Religion als Feind der Menschheit, der die Finsternis bevorzugt und in ihr lebt. Und er ist aggressiv und schürt in seiner Herangehensweise Feindseligkeit und Hass. Nachdem sie das Bild verzerrt und die Fakten verändert haben, beginnen die Regime, den Islam anzugreifen, in der Überzeugung, dass er es verdient. Dabei stützen sie sich auf die Unwissenheit der Menschen über die Tatsachen und auf die Hilfe einiger Gelehrter, die alles segnen, was der Westen tut. Allerdings hat das Erwachen, das wir heute beobachten, im Körper der Ummah zu fließen begonnen, was ihr Vorhaben gegen die Religion erschwert hat. Die Ummah betrachtet nun den Westen, die Herrscher und diese Ulama als dasselbe: den Westen als Satan, die Herrscher als Gefolgsleute des Satans. Jene Gelehrten, so die Ansicht, hätten ihre Positionen nur in dem Maße erreicht, wie sie die Würde der Religion vor den Herrschern zunichtegemacht haben; sie seien Gelehrte des Niedergangs und würden verschwinden, wenn der Niedergang endet. Die Zeit der richtigen islamischen Wiederbelebung habe ihre eigenen Gelehrten, die im Äußeren vielleicht unordentlich wirken mögen, aber gottesfürchtig und ehrlich seien.
Even when it comes to our deen, The West wants to make us understand our deen in its own way. The one who deviates from this viewpoint, then it mobilises its media against him. Thus, it depicts Islam in an abnormal way, intending to violate the traditions, disagree with the norms and break the consensus. It labels Islam with extremism, terrorism, fundamentalism and bigotism. It describes the deen as an enemy to humanity, which prefers darkness and living in the darkness. And it is aggressive, inciting in its approach animosity and hatred. After distorting the picture and changing the facts, the regimes begin to attack it, considering that it deserves it. In doing all this, they rely on the ignorance of the people about the facts, and the help of some scholars, who bless everything that The West does. However, the awakening we see today has began to flow in the body of the Ummah, which has made their task against the deen difficult, and has made the Ummah look at The West, the rulers and these Ulama’ as the same; as a Shaytan and the rulers as the followers of Shaytan, and that those scholars would not have reached their positions, except in proportion to how much they have foiled the dignity of the deen before the rulers, and they are the scholars of decline, and they will come to an end when the decline comes to an end. The period of the correct Islamic revival has its own scholars who might be untidy in their appearance, but God fearing and honest.
Heute befinden wir uns in einer Phase, in der der Westen und die Herrscher in der tatsächlichen Furcht vor der Rückkehr des Islams leben. Deshalb sehen wir sie empfindlich auf jeden islamischen Ruf reagieren, der ihnen als Gefahr erscheint; sie arbeiten daran, ihn einzudämmen, erheben allerlei Anschuldigungen gegen ihn, setzen mediale Tricks und Propaganda gegen ihn ein und bedienen sich der Dienste der Ulama'. Daher haben sie jede islamische Bewegung, die nichts weiter als den Islam fordert, als extremistisch und terroristisch bezeichnet. Muslimische Gelehrte sowie nationalistische und patriotische Schriftsteller haben Bücher verfasst und Vorträge gehalten, in denen sie dazu aufrufen, den Extremismus abzulegen und zur Mäßigung einzuladen. Sie alle gehen von einem einzigen Standpunkt in dieser Frage aus, und dieser Standpunkt ist allein der des Westens. Gäbe es nicht muslimische Gelehrte, die an diesem Kampf teilnehmen und versuchen, der Haltung des Westens Legitimität und ein annehmbares Gesicht zu verleihen, hätten wir die Aufgabe, ihnen zu antworten, nicht auf uns genommen. Denn die anderen Menschen haben in den Augen der Umma kein Gewicht; ihre Position ist die der Herrscher. Ja, ihr Angriff könnte sogar nach hinten losgehen. Auch jene Gelehrten selbst begannen, von der Umma isoliert zu werden, und die Umma wandte sich von ihnen ab, aufgrund ihrer häufigen Rechtfertigungen, die keinerlei Zeichen der Wahrheit tragen, und ihrer Fatwas, die von den geregelten schar'ischen Prinzipien abweichen. In ihren letzten Stadien widersprachen sie nicht nur einem islamischen Verständnis, sondern begannen, schar'ische Texte außer Kraft zu setzen, deren Echtheit und praktische Befolgung die Umma einmütig anerkennt. Einige dieser Fatwas haben einen Punkt erreicht, an dem sie das Munkar (das Verwerfliche) gebieten.
Today we are at a stage where the West and the rulers live in the actual fear of Islam’s return. That is why we see them sensitive to every Islamic call posing as a danger to them, working to contain it and leveling all sorts of charges against it, using media tricks and propaganda against it and employing the services of the Ulama’ to attack it. Hence, they have labelled every Islamic movement that only calls for Islam, as extremist and terrorist. Muslim scholars, and nationalist and patriotic writers have written books and given lectures calling for casting aside extremism and inviting moderation. All of them start off from one standpoint regarding this issue and that standpoint is that of The West only. If there were not Muslim scholars who participate in this battle and try to give The West’s stance legitimacy and an acceptable face, we would have not taken upon ourselves the task of response to them. This is because the other people have no weight in the sight of the Ummah, their position is that of the rulers. Indeed, their attack may even backfire. Even those scholars themselves began to be isolated from the Ummah, and the Ummah began to turn her back to them, due to their frequent justifications that carry no sign of truth, and their Fatawa that deviate from the regulated Shar’ee principles, and in their final stages they did not only start to contradict an Islamic understanding, but to suspend Shar’ee texts, upon whose authenticity and adherence (in action) the Ummah are agreed. Some of these Fatawa have reached the point that they enjoin the munkar (evil)
und das Gute verbieten – Allah bewahre uns davor! Der Eifer, den solche Gelehrten zeigen, wenn sie ihre Gedanken darlegen, die dem Islam fremd und im Islam neu sind, dient nicht dem Wohlgefallen Allahs, sondern dem Wohlgefallen der Herrscher und ihrer Herren. Wenn sie in ihren Diskussionen vorgeben, sich um die Muslime und die Belange der islamischen Da'wah zu sorgen, hat die Umma inzwischen den Irrtum solcher Gedanken und die Abweichung derer erkannt, die sie vertreten.
and forbid the ma’roof (good), may Allah save us from that! The zeal displayed by such scholars, when they present their thoughts, which are alien to Islam, and novel to Islam, is not to please Allah but to please the rulers and their masters. When they show concern for the Muslims and the interests of the Islamic da’wah in their discussions, the Ummah have come to realise the error of such thoughts and the deviation of those who advocate them.
Nun, nach dieser Einleitung, die notwendig war, um die Wahrheit hinter dem Vorschlag der Frage von „Extremismus und Mäßigung“ zu verstehen, müssen wir das Thema aus islamischer Sicht erörtern, damit die Muslime die Wahrheit ohne jede Zweideutigkeit verstehen können, da Emotionen allein nicht ausreichen, um die richtige Haltung zu bestimmen. Wie üblich werden wir dieses Thema nach den schar'ī-Prinzipien behandeln, um im Einklang mit der Grundlage des Islam zu stehen, nämlich der islamischen ʿAqīdah.
Now, after this introduction that was necessary to understand the truth behind the proposal of the issue of ‘extremism and moderation’, we must discuss the subject from an Islamic viewpoint, so that the Muslims can understand the truth without any ambiguity, since emotion alone is not enough to define the correct stance. As usual, we shall deal with this subject according to the Shar’ee principles, so as to be in harmony with the basis of Islam, which is the Islamic ‘Aqeedah.
Der Islam behandelt den Menschen als ein Ganzes. So regelt er sein Verhältnis zu sich selbst durch die Akhlaaq (Sittenlehre), die Mat'umaat (Nahrungsmittel) und die Malbousaat (Kleidung). Er regelt sein Verhältnis zu anderen Menschen durch die Mu'amalaat (gesellschaftliche Transaktionen) und die 'Uqubaat (Strafen). Ebenso regelt er sein Verhältnis zu seinem Schöpfer durch die 'Aqaa'id (Glaubenslehren) und die 'Ibadaat (Gottesdienste). Deshalb ist der Islam umfassend in seinen Lösungen für jede Handlung des Menschen. Er ist ein umfassendes Denksystem, das für alles, was die Angelegenheiten des Lebens betrifft, eine Antwort geben kann.
Islam has come to treat the human being a whole. Thus, it deals with his relationship with himself, via the akhlaaq (morals), mat’umaat (foodstuffs) and malbousaat (clothing). It deals with his relationship with other people, via the mu’amalaat (societal transactions) and ‘uqubaat (punishments). It also deals with his relation with his Creator, via the ‘Aqaa’id (beliefs) and ‘ibadaat (worships). That is why Islam is comprehensive in its solutions for every action of the human being. It is a comprehensive thought that can give an answer for everything that relates to the affairs of life.
Des Weiteren ist die Struktur des Islam vollständig und in sich geschlossen, gegründet auf einer Basis, aus der jede Lösung hervorgeht und auf der jeder Gedanke aufbaut. Deshalb sind die Begriffe, Überzeugungen und Maßstäbe des Islam alle von derselben Art wie sein Grundgedanke. Zur Veranschaulichung: Der Islam gründet auf dem Glauben (Imaan) des Muslims an Allah, al-Khaaliq (den Schöpfer) und al-Mudabbir (Den, der die Angelegenheiten lenkt), und darauf, dass der Mensch schwach, abhängig, bedürftig, mangelhaft und begrenzt ist und keine Lösungen zu geben vermag. Deshalb hat Er (SWT) Seinen Gesandten ﷺ gesandt, um die Menschen zu lehren, wer Allah ist, al-Ma’bood (Den, der der Anbetung würdig ist), wie Er (SWT) angebetet werden soll und was das Vorhandensein oder Fehlen der ‘ibaadah an Lohn (thawaab) und Strafe (‘iqaab) im Jenseits nach sich zieht. Daraus erwirbt der Muslim einen Maßstab für all sein Handeln, nämlich den Maßstab von Halaal und Haraam. So dient sein Verstand nicht als Schiedsrichter über die gesetzgebenden Texte, und er gesetzgebt auch nicht zusammen mit den Texten; vielmehr dient er allein dazu, zu verstehen, was die Texte anzeigen. Die Texte, die Lösungen geben, stammen von Allah (SWT). Die Aufgabe des Menschen ist es, die Texte zu verstehen, denen er folgen muss. Er mag bei seinem Verständnis dessen, was Allah (SWT) will, richtig liegen oder sich irren, doch wird er in beiden Fällen belohnt, vorausgesetzt, dass er sich an die schari’tische Methode des Ijtihaad gehalten hat. Dies erklärt die große Sorgfalt der Muslime bei der Feststellung der Echtheit der Texte, woraus die ‘ilm al-Hadeeth (Wissenschaft vom Hadith) entstand, sowie ihr tiefes Bemühen um das Verständnis der Texte, woraus die Wissenschaft der Usul al-Fiqh hervorging. Einige ihrer Grundsätze wurden festgelegt, etwa „Allah ist der Richter (al-Haakim)“, „die Grundlage von Handlungen und Dingen ist die Befolgung des schari’tischen Beweises“ und „schön ist, was die Schari’a als schön bezeichnet, und hässlich ist, was die Schari’a als hässlich bezeichnet“, „Gut ist, was Allah gefällt, und schlecht ist, was Ihn erzürnt“. Wir sehen ebenfalls, dass der Muslim sein Glück darin erblickt, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen, und dass seine Ruhe und Standhaftigkeit auf der Befriedigung seiner Triebe und organischen Bedürfnisse gemäß seinem Glauben an Allah (SWT) und der Befolgung Seiner Schari'a beruhen. So sehen wir den Aufbau des Islam vollkommen und vollendet, wo alle seine Gedanken im Einklang stehen und auf einer einzigen Grundlage errichtet sind. Was diese Grundlage billigt, wird angenommen; was sie ablehnt, wird verworfen.
Moreover, the structure of Islam is complete and integrated, established on a basis from which every solution emanates and upon which every thought is built. That is why the concepts, convictions and criteria of Islam are all from the same nature as its basic thought. As an explanation of this, Islam is established on the basis of the Imaan of the Muslim in Allah, Who is al-Khaaliq (the Creator), and al-Mudabbir (the One who manages the affairs); and that man is weak, dependent, needy, deficient and limited and unable to give solutions. That is why He sent His Messenger so as to teach the people who Allah is, al- Ma’bood (the One worthy of worship) and how He should be worshipped and what the presence and absence of the ‘ibaadah entails, in terms of thawaab (reward) and ‘iqaab (punishment) in the Hereafter. This results in the Muslim acquiring a criterion for all his actions, which is the criterion of Halaal and Haraam. Thus his mind functions not as an arbitrator on the legislative texts, nor to legislate together with the texts; rather it functions only to understand what the texts indicate. The texts that give solutions are from Allah . The task of the human being is to understand the texts, which he must adhere to. He may get it right or make a mistake in understanding what Allah wants, but in both cases he is rewarded on condition that he complied with the Shar’ee method of Ijtihaad. This explains the great concern of the Muslims in establishing the authenticity of the texts, which resulted in the ‘ilm al-Hadeeth (science of Hadith); and their deep concern for understanding the texts that resulted in the science of Usul al-Fiqh. Some of its principles were laid down, such as ‘Allah is the Haakim (judge)’, ‘the basis of actions and things is the adherence to the Shar’ee evidence’, and ‘pretty is what the Shar’a says is pretty, and ugly is what the Shar’a says is ugly’,’Good is what pleases Allah and bad is what angers Him’.We see as well that the Muslim believes his happiness is the attainment of Allah’s Good Pleasure, and his tranquillity and stability rest on the satisfaction of his instincts and organic needs according to his belief in Allah and adherence to His Shar’a. Thus, we see the structure of Islam complete and perfect, where all of its thoughts are in harmony and established on one basis.Whatever this basis approves of is taken otherwise, it is rejected.
Was für den Islam als Ideologie gilt, gilt auch für das kapitalistische Denken, denn es ist ein ideologisches Denken, und seine gedankliche Struktur ist homogen. Deshalb wird es entweder als Ganzes angenommen oder als Ganzes abgelehnt. Die Vorstellung, die Religion (ad-Deen) vom Leben zu trennen, bildet die Grundlage, aus der alle seine Lösungen hervorgehen und auf der alle seine Gedanken aufbauen.
Whatever applies to Islam as an ideology applies also to the capitalist thought, because it is an ideological thought, and its intellectual structure is homogeneous, so either it is taken as a whole or it is rejected as a whole. The idea of separating the deen from life represents the basis from which its solutions emanate and on which all its thoughts are built.
Die Vorstellung, die Religion (ad-Dīn) vom Leben zu trennen, die auf der Kompromisslösung gründete, führte zu dem Glauben, dass der Mensch Herr über sich selbst sei.
The idea of separating the deen from life, which was established on the compromise solution, led to the belief that man is master over himself.
Damit er Herr über sich selbst sein kann, muss jede Vormundschaft über ihn aufgehoben werden, und dies lässt sich nur erreichen, indem man ihn die vier Freiheiten selbst ausüben lässt. So entstand die Idee der Freiheiten, die für ihn eine bestimmte Bedeutung hat: Herr über sich selbst zu sein bedeutet, dass er danach strebt, seine grundlegenden Bedürfnisse nach seinen eigenen Ansichten zu sichern, ohne die Kontrolle durch irgendeinen äußeren Standpunkt, sei es aus einer Religion oder aus anderem Grund. Daraus ging die Idee der Demokratie hervor.
In order that he can be master over himself, any guardianship over him must be removed, a matter that cannot be achieved except by letting him practice the four freedoms by himself. Thus the idea of freedoms arose, which has a specific meaning to him; to be the master over himself means that he should strive to secure his fundamental needs according to his own views, without the control of any external viewpoint, whether it is from a religion or otherwise. This resulted in the idea of Democracy.
Wer die Idee der Trennung von Religion und Leben annimmt, betrachtet sein Glück als erreicht, wenn er das höchste Maß an sinnlicher Befriedigung erlangt. Was immer sein Verstand als Interesse begreift – denn sein Verstand ist für ihn der Gesetzgeber –, wird zum Zweck seiner Handlungen.
The one who embraces the idea of separating the deen from life considers his happiness to be attained when he attains the optimum level of sensual gratification. So whatever his mind comprehends as an interest (because his mind is the legislator), became the purpose of his actions.
Wenn der Gedanke homogen ist, nimmt er nichts auf, das mit ihm vermischt wird. Das Vermischen bedeutet im schariatischen Sinne Schirk, ob es nun Kufr oder eine Sünde ist.
When the thought is homogeneous, it does not accept anything to be mixed in it. The mixing, in the Shar’ee meaning is Shirk, whether it is kufr or a sin.
So wie der Islam die Demokratie nicht akzeptiert, weil die Demokratie die Herrschaft des Volkes ist, während das Urteil im Islam dem Schari'a gebührt, so akzeptiert auch das kapitalistische Denken nicht, dass der Islam die Macht übernimmt, denn das würde die Abschaffung der Demokratie und all der Gedanken bedeuten, die aus ihr hervorgehen. Daher sehen wir den Westen den radikalen islamischen Aufrufen und den islamischen Bewegungen entgegentreten, die darauf hinarbeiten, die Macht zu übernehmen. Der Westen betrachtet diese als eine Gefahr für sich und würde sie von Grund auf zerstören wollen. Von diesem Standpunkt aus bekämpft der Westen sie, begeht Aggressionen gegen sie und sieht sie als seinen Todfeind an, und er belegt sie mit verschiedenen Etiketten. Er bezeichnet sie als fundamentalistisch, weil sie auf Prinzipien aufbauen, die seine Existenz nicht anerkennen; als extremistisch, weil sie sich weigern, sich mit ihm auseinanderzusetzen, da es keine gemeinsamen Angelegenheiten zwischen ihnen gibt; und als engstirnig, weil sie seinen Aufruf nicht beachten und seine Existenz nicht berücksichtigen. Betrachtet man die Sache genauer, so zeigt sich, dass das, womit er andere etikettiert, genau das ist, womit er selbst völlig beschäftigt ist, und es kann mit dem beschrieben werden, womit er andere beschreibt. Aus westlicher Sicht gilt er als fundamentalistisch, weil er auf einer Grundlage aufbaut, an die er glaubt, und keine andere Grundlage als Rivalin neben sich duldet, obwohl die von ihm propagierte Demokratie anderen erlaubt, die Macht zu übernehmen, solange das Volk sie dazu auswählt. Er gilt ebenfalls als extremistisch, terroristisch und engstirnig, weil er die Existenz des politischen Islam nicht respektiert und sich nicht mit ihm auseinandersetzt, und es ist auch nicht möglich, sich mit ihm über gemeinsame Angelegenheiten zu verständigen. Wie oft hat der Westen seiner eigenen Ideologie widersprochen und sich in das gestürzt, als was er die anderen dargestellt hat? Was für eine Demokratie ist das, die Wahlen annulliert, um an deren Stelle die Diktatur von Herrschern durchzusetzen, während sie selbst meint, dies entspreche dem Willen des Volkes?
Just as Islam does not accept Democracy, because Democracy is the ruling of the people, whilst the judgement in Islam is for the Shara’; likewise the Capitalist thought does not accept Islam to assume the power, because that would mean the abolition of Democracy and all the thoughts that result from it. Hence, we see The West fighting the radical Islamic calls and the Islamic movements that are working to assume the power. The West views these as a danger to it, and it would destroy it from the basis. From this standpoint The West fights them and commits aggression against them, and views them as its mortal enemy, and charges them with various labels. It labels them as fundamentalist, because they build on principles that do not recognise its existence; and extremist because they refuse to deal with it, for there are no common matters between them; and bigoted because they do not show regard to its call and do not consider its existence. If we were to examine the matter, we would see that what it labels others with, is what it is wholly engaged in itself, and it can be described with what it describes others. It terms of The West’s standpoint, it is considered fundamentalist because it builds on a basis, which it believes in and does not accept any other basis to be rival to it, although the Democracy they advocate permits others to assume the power, as long as the people select it. It is also considered extremist, terrorist and bigoted, because it does not respect the existence of political Islam, nor deal with it, and nor is it possible to meet with it over common matters. How many times has The West contradicted its ideology, and plunged itself in what it portrayed the others as? What kind of Democracy is this, which cancels the elections in order to impose instead of it the dictatorship of rulers, while in its view, this is the way that reflects the view of the people?
Daher müssen wir, wenn wir über eine Vorstellung urteilen wollen, ob sie richtig oder falsch ist, sie auf ihre Grundlage zurückführen, sie prüfen und durch diese Grundlage beurteilen. Es ist nicht möglich, einen Teilgedanken anhand der Grundlage einer anderen Vorstellung zu prüfen. So können wir zum Beispiel nicht sagen, das Glück im Islam müsse auf dem Erreichen eines optimalen Maßes an sinnlicher Befriedigung beruhen. Ebenso wenig können wir sagen, der Muslim könne an die Freiheiten glauben, an die der Westen glaubt, weil der Islam dem nicht zustimmt und dies nicht billigt.
Therefore, when we wish to pass a judgemant on an idea as being correct or erroneous, we must refer it to its basis, examine it and judge it through that basis. It is not possible to examine any partial thought via the basis of another idea. We cannot say, for example, that happiness in Islam must be based on obtaining the optimum level of sensual gratification. Nor can we say that the Muslim can believe in the freedoms The West believes in, because Islam does not approve or agree of that.
Wer den Islam als Grundlage annimmt, muss auch all das annehmen, was aus ihm hervorgeht, und den Islam als Ganzes nehmen, denn das Zurücklassen eines Teils davon kommt dem Zurücklassen des Ganzen gleich. Er (SWT) sagt: „Glaubt ihr an einen Teil der Schrift und verleugnet ihr einen Teil? Doch was ist die Vergeltung für diejenigen unter euch, die so handeln, außer Schande im diesseitigen Leben? Und am Tag der Auferstehung werden sie der schwersten Strafe überantwortet werden.“ [TMQ 2:85] Von diesem Standpunkt aus lehnen wir die Ansicht der westlichen Staaten ab, der Islam sei eine Religion der Mäßigung und lehne Extremismus ab. Es ist ein Wort der Wahrheit, doch mit einer bösen Absicht, denn der Westen geht von seiner verderbten Grundlage aus.
The one who accepts Islam as a basis, he must accept whatever emanates from it, and take Islam as a whole, because leaving some of it is like leaving the whole. He says; “Do you believe in a part of the scripture and reject a part? Then what is the recompense of those who do so among you, except disgrace in the life of this world, and on the Day of Resurrection they shall be consigned to the most grievous torment.” [TMQ 2:85] From this standpoint we reject the view of the western states that Islam is a deen of moderation and that it rejects extremism. It is a word of truth but with an evil aim, because the West proceeds from its corrupt basis.
So bezeichnen tatarruf (Extremismus), ghulou (Übermaß), israf (Verschwendung) und ifrat (Maßlosigkeit) Begriffe mit einer schar'i Bedeutung; wer ihnen widerspricht, verfällt in Sünde. Ebenso haben i'tidal (Mäßigung), iqtisad (Einhalten des mittleren Weges), istiqamah (Geradlinigkeit) und wasatiyyah (Mittelweg) ihre eigene schar'i Bedeutung, an die sich der Muslim halten muss. Dasselbe gilt für tafreet (Nachlässigkeit) und tasahul (Sorglosigkeit). Wenn wir die Bestimmung der Scharia über sie kennen wollen, dürfen wir nicht von Begriffen und Maßstäben ausgehen, an die der Kapitalist glaubt, um über sie zu urteilen. Dies ist haram. Es dient auch dem Westen und seinem Denken und stellt einen Bezug auf etwas außerhalb des Islam her, wenn über den Islam und seine Begriffe geurteilt wird.
Thus tatarruf (extremism), ghulou (excess), israf (extravagance) or ifrat (immoderation) are words that have Shar’ee meanings; if a Muslim disagreed with them, he will fall into sin. Likewise, i’tidal (moderation), iqtisad (adoption of a middle path), istiqamah (straightness) and wasatiyyah (moderation) have their own Shar’ee meanings, which the Muslim must adhere to. The same applies to tafreet (negligence) and tasahul (carelessness).When we wish to know the rule of the Shar’a about them, we cannot proceed from concepts and criteria the capitalist believes in, in order to judge on them. This is Haraam. This also serves the West and its thought, and makes a reference to other than Islam when judging on Islam and its concepts.
Es gibt viele Regeln der Shar’ee, die der Muslim befolgen muss; andernfalls begeht er eine Sünde, wenn er sie unterlässt. Doch der Westen betrachtet sie als Extremismus, Fanatismus und Terrorismus. Dazu gehören der Jihad auf dem Weg Allahs , das Streben nach der Errichtung des Khilaafah, das Gebieten des Ma’roof (des Guten) und das Verbieten des Munkar (des Bösen), wozu auch die Herrscher gehören, der Widerstand gegen den Kufr, das Verbreiten der Da’wah, die Ablehnung der Demokratie, das Verbot, mit Riba (Wucher) Handel zu treiben, das Tragen des Hijaab durch Frauen sowie viele andere solche Pflichten, an die der Muslim gebunden ist. Dürfen wir über diese Angelegenheiten nach dem stinkenden, verdorbenen westlichen Denken urteilen, das seinen Anhängern nichts Gutes gebracht hat? Wie könnte es dann anderen etwas Gutes bringen? Ferner: Dürfen die Muslime das befürworten, was der Westen befürwortet?
There are many Shar’ee rules that the Muslim must undertake, otherwise he will be sinful if he leaves them, but the West considers them as extremism, fanatacism and and terrorism. Things such as Jihad in the path of Allah , working to establish the Khilaafah, enjoining the ma’roof (good) and forbidding the munkar (evil), which include the rulers; opposition to kufr, carrying of the da’wah, rejecting Democracy, prohibiting the dealing with riba (usury), women wearing Hijaab, and many other such obligations that the Muslim must adhere to. Are we allowed to judge on these matters through the stinking corrupt western thought, which did not bring any good to its followers, so how can it bring any goodness to others? Moreover, are the Muslims allowed to advocate what the West advocates?
Daher müssen wir die Vorstellung des Westens von Extremismus und Mäßigung zurückweisen.
Thus, we must reject the West’s idea of extremism and moderation.
Wir müssen die Einmischung des Westens in die Angelegenheiten unserer Religion zurückweisen. Deshalb ging diese Diskussion von Anfang an nicht von einem schar'i Standpunkt aus. Vielmehr ist sie eine politische Haltung, die dazu dient, eine für den Westen passende Richtung in der Umma zu festigen. Es handelt sich um eine Diskussion, die mit der Fortsetzung der Kolonisierung der Köpfe der Völker zusammenhängt.
We must reject the West’s interference in the affairs of our deen. That is why this discussion did not proceed from a Shar’ee standpoint from the very beginning. Rather it is a political stance, used to entrench a direction in the Ummah suitable for the West. It is discussion that relates to the continuation of the colonisation of peoples minds.
Heute müssen wir dazu übergehen, die Ansicht des Islams zu diesem Thema vom Standpunkt der Scharia aus zu verstehen, was der Da'wah dient und uns Allah näherbringt.
Today, we must move to understanding the opinion of Islam regarding this subject from a Shar’ee standpoint, which serves the da’wah and draws us closer to Allah .
Al-mughaalaah (der Extremismus) oder ghulou (Übertreibung) bedeutet Steigerung und Übersteigerung. Mughaalaah in der Religiosität ist Strenge und Starrheit darin, die von der Scharia angeordneten und festgelegten Grenzen zu überschreiten. Sie wird auch Ifraat genannt. Im Gegensatz zur mughaalaah steht das tafreet (Vernachlässigung), abgeleitet vom Wort „farrata“; im Sinne von „Fartan“ bedeutet es zurückbleiben, verschwenden und in dieser Sache Schwäche zeigen. Tafreet in der Religion bedeutet die Vernachlässigung ihrer Vorschriften, das Verschwenden ihrer Rechte und das Zeigen von Schwäche bei der Erfüllung ihrer Pflichten. Daraus entsteht die Aussage „laa ifraat wa laa tafreet fil Islam“, das heißt: Im Islam gibt es weder Übertreibung noch Vernachlässigung.
Al-mughaalaah (the extremism) or ghulou (excess) is increase and exaggeration. Mughaalaah in religiosity is strictness and rigidity in exceeding the limit ordered and decreed by the Shar’a. It is also called Ifraat. In contrast to mughaalaah is the tafreet (negligence), derived from the word ‘farrata’; in the matter ‘Fartan’, meaning to fall behind, waste, and show weakness in it. Tafreet in the deen means the negligence in its rules, wasting its rights, and showing weakness in performing its duties. From this arises the statement ‘laa ifraat wa laa tafreet fil Islam’, meaning there is neither exaggeration nor negligence in Islam.
Was die Iqtisaad (mittlere Haltung) betrifft, so handelt es sich dabei um Tawassut (Mittelposition), I'tidal (Mäßigung), Rushd (Rechtschaffenheit) und Istiqaamah (Geradlinigkeit).
As for iqtisaad (mediatory position) it is tawassut (middle positioning), i’tidal (moderation) rushd (forthrightness), and istiqaamah (straightness).
Der Mu'tadil im Dīn ist derjenige, der sich an die Anordnung Allahs hält und nicht von ihr abweicht, weder zum Übermaß (ifrāt) noch zur Nachlässigkeit (tafrīt). Er sagte: „Es gibt unter ihnen Leute, die einen mittleren Weg gehen (d. h. iqtisād üben), doch viele von ihnen tun Böses.“ [TMQ 5:66] Die Auslegung lautet, dass es eine Umma mu'tadila ist, die der Anordnung ihres Herrn folgt, d. h. am mittleren Weg festhält, den Allah befohlen hat. Al-Fayyūmī sagte in seinem „al-Miṣbāḥ al-Munīr“: „Qasada fil-Amr qasdan bedeutet, dass er den mittleren Weg einschlug, das Angemessenste suchte und nicht über die Grenze hinausging.“
The mu’tadil in the deen is the one who adheres to the order of Allah and does not deviate from it towards ifraat or tafreet. He said; “There are from among them people who follow a middle course (ie practise iqtisaad), but many of them do evil deeds.” [TMQ 5:66] The tafseer is that it is an Ummah mu’tadilah, following the order of her Lord ie adhering to the middle course, which Allah ordered. Al-Fayoomi said in his ‘al-Misbaah al-Muneer’; “Qasada fil Amr qasdan means he took the middle course, sought for the most relevant and did not go beyond the limit”.
Wer diese Definitionen prüft, wird verstehen, dass der Muslim verpflichtet ist, die Grenzen (Hudūd) Allahs einzuhalten und sie nicht zu überschreiten. Er soll außerdem im Befolgen Seines Gebots maßvoll (mu'tadilan), das heißt gerade und aufrecht (mustaqeeman), sein. Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Sprich: ‚Ich glaube an Allah, und dann bleibe standhaft (istaqim) auf dem Weg.‟" [Überliefert von Muslim und anderen], das heißt, sich an das zu halten, was Allah (SWT) befohlen hat, und sich von dem fernzuhalten, was Er verboten hat. „Fastaqim" bedeutet hier ittaqi (Ehrfurcht vor Allah haben), weshalb der Ausspruch Allahs (SWT) zur Klärung der Bedeutung kam: „Und sei standhaft und aufrecht, wie dir befohlen wurde." [TMQ 42:15].
The one who examines these definitions will understand that the Muslim is required to adhere to the hudood (limits) of Allah and not overstep them. He should also be mu’tadilan ie mustaqeeman (upright) on His order. The Messenger of Allah said; “Say: ‘I believed in Allah and then istaqeem (remain straight) on the path.’” [Reported by Muslim and others], ie adhere to what Allah has ordered and refrain from that which He has forbidden you. ‘Fastaqim’ here means ittaqi (fear (Allah)) and hence the saying of Allah came to clarify the meaning; “And istaqim (stand firm and straight) as you are commanded.” [TMQ 42:15].
So ist Allah derjenige, Der befiehlt, und der Muslim ist derjenige, der gehorcht und sich an den Befehl hält. Der Muslim ist nicht in der Lage, den Pfad der Taqwa und den Weg der Geradheit aus sich selbst heraus zu kennen. Folgt er sich selbst, so ist er seinen Launen gefolgt, und wer seinen Launen folgt, ist vom Weg abgewichen. Daher gibt es keine Istiqaamah außer darin, dem zu folgen, was Allah (SWT) angeordnet hat, sich allein darauf zu beschränken und es nicht zu überschreiten, sei es, indem man mehr tut, als gefordert ist, oder indem man weniger tut. Um dies zu verstehen, müssen wir wie üblich auf die Grundlage zurückgreifen.
Thus, Allah is the One Who commands and the Muslim is the one who is obedient and adheres to the command. The Muslim is not able to know the path of Taqwa and the way to straightness by himself. If he follows himself, then he has followed his whims, and the one who followed his whims has deviated. Therefore there is no istiqaamah except with the following what Allah has ordered and restricting oneself to it alone, and not overstepping it, whether by doing more than one is required to do or falling short of it. In order to understand this, we must refer as usual, to the basis.
Der Muslim glaubt an Allah (SWT) und glaubt an das, was der Islam an Lösungen gebracht hat, die mit seiner Fitra (angeborenen Natur) übereinstimmen, die Allah (SWT) in ihm geschaffen hat. Dies liegt daran, dass diese Fitra vom Schöpfer stammt, der sie geschaffen, ihre Eigenschaften bestimmt und das für sie Gute erschaffen hat. Zugleich glaubt er, dass das, was andere Religionen und Ideologien an Lösungen besitzen, mangelhaft, irrig und abwegig ist, dass sie Elend verursachen und dem Menschen kein Glück bringen. Das liegt entweder daran, dass sie das Werk von Menschen sind, die unfähig, bedürftig, schwach, voreilig und begrenzt sind, deren Verstand nicht in der Lage ist, ihre Wirklichkeit als Mensch zu erfassen, und die folglich keine Lösungen zu liefern vermögen; oder sie sind göttlichen Ursprungs, waren aber nur für bestimmte Völker bestimmt und nicht für alle, abgesehen davon, dass menschliches Handeln sie verfälscht und verändert erreicht hat.
The Muslim believes in Allah and believes in what Islam has brought, in terms of solutions, that agree with his fitrah (natural disposition) that Allah has created in him. This is because this fitrah is from the Creator who created it, ordained its attributes, and created what is good for it. At the same time, he believes that what other religions and ideologies have, in terms of solutions, are deficient, erroneous and deviant, they cause misery and do not bring man happiness. That is either because they are the handiwork of man who is unable, needy, weak, hasty and limited, whose mind is not able to encompass his reality as a human being and consequently is unable to provide solutions; or they are divine in origin, but they have come for specific peoples and not for all; in addition to the fact that man’s action has reached them in fabrication and change.
Deshalb zeichnet sich der Islam gegenüber anderen Ideologien und Religionen dadurch aus, dass er ein göttliches Din ist, das alle Handlungen des Menschen umfasst und Lösungen so bietet, dass Glück in beiden Welten gewährleistet wird.
That is why Islam is distinguished from other ideologies and religions as being a divine deen, which deals with all actions of man and gives solutions in such a manner that ensures happiness in both worlds.
„Wer Meiner Rechtleitung folgt, wird weder irregehen noch in Unglück und Elend geraten. Wer sich aber von Meiner Ermahnung abwendet, für den wird wahrlich ein Leben voller Bedrängnis sein, und Wir werden ihn am Tag der Auferstehung blind auferwecken. Er wird sagen:
“Whoever follows My Guidance shall neither go astray, nor fall into distress and misery. But whosoever turns away from My Reminder; verily for him is a life of hardship, and We shall raise him up blind on the Day of Resurrection. He will say:
„O mein Herr! Warum hast Du mich blind auferweckt, obwohl ich doch sehend war?“ (SWT)
‘O my Lord! Why have you raised me up blind, while I had sight before.’ (Allah)
„So wird Er sagen: ‚So kamen Unsere Ayat (Beweise und Zeichen) zu dir, doch du hast sie missachtet, und so wirst du an diesem Tag vergessen sein (im Höllenfeuer, fern von Allahs Barmherzigkeit).‘“ [TMQ 20:124-126]. So ist derjenige, der der Rechtleitung Allahs in dieser Welt nicht folgt, blind, er ist vom rechten Weg abgewichen und hat die Wahrheit verlassen.
will say: ‘Like this, Our Ayat (proofs and evidences) came unto you, but you disregard them, and so this Day, you will be neglected (in the Hell-Fire, away from Allah’s Mercy).’” [TMQ 20:124-126]. Thus, the one who does not follow the guidance of Allah in this world, is blind and has deviated from the right path and has abandoned the truth.
Allah hat diese Religion vor dem Verlust bewahrt und verhindert, dass sich eine Hand den Texten zuwendet, um sie zu verändern oder zu verfälschen.
Also, Allah has preserved this deen for us from being lost and has prevented the hand leaning towards change and fabrication of its texts.
Er sagte: „Wahrlich, Wir: Wir sind es, die den Dhikr (d. h. den Qur'an) herabgesandt haben, und gewiss, Wir werden ihn bewahren.“ [TMQ 15:9]. Dennoch hat Er nicht verhindert, dass das Verständnis der Menschen abweicht. Die Bewahrung und der Schutz der Texte ist ein Beweis von Allah gegen die Menschen. Was die Menschen betrifft, so können sie irregehen und abweichen. Sie können die Texte mit Bedeutungen auslegen, die die Texte nicht zulassen, sie können Dinge hinzufügen und Dinge wegnehmen; doch dies betrifft das Verständnis und nicht die Texte des Qur'an. Daher muss der Muslim einen guten Imaan, eine starke Anhängerschaft (an die Shar'ee-Regeln) und Festigkeit sowie Geradheit im Gebot Allahs, des Allwissenden, Allkundigen, besitzen, von dem der Gläubige nicht einen Fingerbreit abweichen wird.
He said; “Verily We: It is We Who have sent down the Dhikr (ie the Qur’an) and surely, We will guard it.” [TMQ 15:9]. However He did not prevent the understanding of people from deviating. Preservation and protection of the texts is a proof from Allah against the people. As for the people, they can go astray and deviate. They can interpret the texts with meanings the texts do not accept, they can add things and take things away; but this is in understanding and not in the texts of the Qur’an. Thus, the Muslim must be of good Imaan, strong adherence (to the Shar’ee rules) and firm and straight on the command of Allah, the All-Knowing All-Informed, from which the believer will not deviate an inch.
Es ist der Islam, der entscheidet, und der Muslim glaubt an das, was der Islam entschieden hat. Der Mensch als Ganzes ist nicht in der Lage, Gesetze zu erlassen, egal wie intelligent er ist, wie viel Erfahrung er besitzt oder wie stark sein Imaan ist. Beim Erlassen von Gesetzen muss sich der Mensch den Texten unterordnen, selbst wenn er Abu Bakr as-Siddeeq ist. Vielleicht meinte er genau dies, als er in seiner ersten Rede nach der Übernahme der Zügel des Kalifats erklärte: „Gehorcht mir, solange ich Allah euch gegenüber gehorche; und wenn ich (Allah) ungehorsam bin, habe ich kein Recht auf euren Gehorsam. Denn ich bin ein Nachfolger und kein Neuerer.“ Dies geschah in Befolgung des Wortes des Gesandten ﷺ: „Folgt und erfindet nichts Neues, denn euch wurde gegeben, was euch genügt.“ Dies finden wir beim Muslim, nicht aber in den Gedanken anderer, die versuchen, die Probleme des Menschen selbst zu lösen; denn der Islam unterscheidet sich von ihnen grundlegend.
It is Islam that decides, and the Muslim believes in what Islam has decided. Man as a whole is not able to legislate, no matter how intelligent he is, or the depth of experience he has, or the strength of his Imaan. In the process of legislation, man must submit to the texts, even if he is Abu Bakr as-Siddeeq. Perhaps this is what he meant, when he stated in his first speech after assuming the reigns of the Khilafah; “Obey me as long as I obey Allah regarding you, and if I disobey (Allah) then I have no right of obedience over you. For indeed I am a follower and not an innovator”, in adherence to the saying of the Messenger ; “Follow and do not innovate, for you were given what is enough for you.” This is something we find in the Muslim and do not find in the thoughts of others, who try to solve problems of man themselves; because Islam is fundamentally different from them.
Dementsprechend sind die Muslime verpflichtet, daran festzuhalten, sich nicht beirren zu lassen und eher zu folgen als etwas Neues zu erfinden.
Accordingly, the Muslims are obliged to adhere and not be defeated and they should follow rather than innovate.
Betrachtet man den Zustand der Muslime gegenüber dieser Religion (Din), von der Offenbarung an den edlen Gesandten ﷺ bis heute, so stellt man fest, dass bei manchen Muslimen die Liebe zur Religion alles andere übertroffen hat. Manche bildeten sich die eigene Ansicht, dass sie Allah (SWT) auf stärkere Weise verehren könnten. Sie sahen möglicherweise auf die richtige und geregelte Verehrung anderer herab, weil sie sich selbst für fähig hielten, mehr zu leisten, als die Scharia von ihnen verlangt. Sie trieben sich in Bezug auf das Maß ihrer Anbetung bis zu Extremen. Sie könnten auch eine neue Methode (der Anbetung) erfinden, für die es keinen Daleel (Beleg) gibt.
If we look at the state of Muslims towards this deen, from the beginning of its revelation on the noble Messenger until today, we will find that the love of the deen in some Muslims had exceeded everything else. Some took their own view that they are able to worship Allah in a stronger manner. They might look down upon the correct and regulated worship of others, because they see themselves as able to undertake more than what the Shar’a requires from them. They took themselves to extremes in terms of the amount of worship. They might also invent a new method (of worship) for which no daleel (evidence)
... ist gekommen, geleitet von dem, was sein Nafs (Launen und Begierden) will. Die Sache mag über die Grenzen hinausgehen, so dass er sie anderen aufzwingen will, und er stellt denjenigen, der ihm nicht folgt, als mangelhaft (in seiner Anbetung) dar. Wir sehen, dass sich diese Person in allem, was sie sagt oder tut, auf die Schar'ī-Belege stützt, mit einer gewissen Strenge im Verständnis und Starrheit in der Meinung. Dies ist Harām, selbst wenn es aus der Liebe zu Allah (SWT) und Seiner Religion (Dīn) entspringt, denn es stellt eine Veränderung der Religion dar und überschreitet die Grenze, die der allweise Gesetzgeber gesetzt hat. Allah ist Derjenige, Der uns erschaffen hat, und wir umfassen Ihn nicht mit unserem Wissen, noch kennen wir die Wirklichkeit Seines Wesens oder wissen, welche Anbetung uns obliegt; vielmehr umfasst Er (SWT) alles. Da wir das Wohlgefallen Allahs begehren, gefällt Ihm nichts außer dass wir fest und gerade auf Seinem Gebot stehen. Er (SWT) lenkt unsere Aufmerksamkeit auf Sein Wissen und sagt in dieser Angelegenheit: „Sollte Der nicht wissen, der erschaffen hat? Und Er ist der Allgütige, der Allkundige.“ [TMQ 67:14] Al-Bukhārī überliefert von ʿĀ'isha: Der Gesandte Allahs ﷺ tat etwas als Zugeständnis, doch einige Leute weigerten sich, ihm darin zu folgen. Der Prophet ﷺ erfuhr davon, lobte Allah (SWT) und sprach: „Was ist mit manchen Leuten, die sich von etwas abwenden (sich darüber erhaben fühlen), das ich tue? Bei Allah, ich bin Ihm gegenüber wissender als sie und fürchte Ihn mehr als sie.“ Hier liegt die Warnung vor dem Übermaß und die Aufforderung, in den Islam einzutreten und ihn behutsam zu nehmen. Al-Bukhārī überliefert vom Gesandten ﷺ, dass er sagte: „Die Religion ist leicht. Niemand behandelt die Religion hart, ohne dass sie ihn besiegt. So haltet euch an den rechten Weg und so nah wie möglich daran. Verkündet frohe Botschaft. Nutzt die Ghudwa (den frühen Morgen nach dem Fajr). Reist früh und kehrt am Abend zurück, und nutzt auch etwas von der Duljah (den frühen Stunden der Nacht auf Reisen).“ In einer anderen Überlieferung heißt es: „Kommt näher (zum geraden Weg), reist früh und kommt am Abend an, und nutzt einige der frühen Stunden der Nacht. Haltet den mittleren Weg ein, haltet den mittleren Weg ein, so könnt ihr (das Ziel) erreichen.“ Hinsichtlich der guten Absicht, die den Anstoß zu Strenge und Übermaß gibt, berichten al-Bukhari und Muslim von Anas über eine Gruppe von Menschen, die, als sie über die Verehrung des Gesandten informiert wurden, ihre eigene als gering erachteten. Da sagten sie: „Wie weit sind wir doch von Rasool Allah ﷺ entfernt, denn Allah hat ihm alle seine Sünden vergeben.“ So verabredeten sie untereinander, die Nächte im qiyaam (Gebet) zu verbringen, alle Tage zu fasten und sich (von der Beziehung zu Frauen) abzusondern. Der Rasool ﷺ sprach zu ihnen:
has come, being led by what his nafs (whims and desires) wants. The matter may exceed the bounds, such that he wants to impose it on others, and he portrays the one who does not respond to him as deficient (in his worship).We see this person rely on the Shar’ee evidences for everything he says or does, with some strictness in understanding, and rigidity in opinion. This is Haraam, even if it ensues from the love of Allah and His deen, because it constitutes changing of the deen and exceeding the limit set by the All-Wise Legislator. Thus, Allah is the One Who has created us, and we do not encompass Him in knowledge, and nor do we know the reality of His Essence, or know which worship is obliged on us; rather, He encompasses everything. Since we desire the Good Pleasure of Allah, then nothing pleases Him except that we stand firm and straight on His command. He , drawing our attention to His Knowledge, regarding this issue says; “Should not He Who has created know? And He is the most Kind and Courteous, the All-Aware.” [TMQ 67:14]. Al-Bukhari, reported from ‘Aisha ; Rasool Allah did something as a form of concession, but some people declined to follow him in that. The Prophet got knowledge of that, so he praised Allah and said, “What is the matter with some people, who decline from (feel above of) something that I do? By Allah, I am more knowledgeable than them of Allah, and more than them in fear of Him.” Here comes the warning against the excess, and the command to enter into Islam, and drink (take) from it gently. Al-Bukhari reported from the Rasool that he said, “The deen is easy. Nobody dealt harshly with the deen, save it defeated him. So follow the right course and close as possible. Pass the glad tidings. Make use of the ghudwah (the early morning after fajr). Travel early and come back by evening, and use some of the duljah (early hours of the night, in travel).” In another narration, “Come closer (to the straight path), travel early and come by evening, and use some of the early hours of night. Follow the middle course, follow the middle course, you can then reach (the aim).” Regarding the good intention, which forms the impetus for strictness and excess, al-Bukhari and Muslim report from Anas concerning a group of people who, upon being informed about the worship of the Messenger , viewed theirs as little. So they said, “How far we are from Rasool Allah , for Allah has forgiven all his sins.” So they pledged together to spend nights in qiyaam (prayer), fast all the days, and isolate (from relationship with) women. The Rasool said to them:
„Seid ihr etwa diejenigen, die so und so gesagt haben? Wahrlich, ich fürchte Allah mehr als ihr, und ich hüte mich vor Allah mehr als ihr. Doch ich faste und breche das Fasten, ich bete und schlafe (in der Nacht), und ich heirate Frauen“, und er beendete sein Hadith mit den Worten: „Wer also meine Sunnah (Weg) verschmäht, der gehört nicht zu mir.“ Dies zeigt, dass Allah keine Handlungen annimmt außer jenen, die Er vorgeschrieben hat. Was der Mensch hinzufügt oder erfindet, gilt nicht als Annäherung an Allah . Abu Dawud überlieferte in seinem Sunan von einem Mann, der den Gesandten Allahs ﷺ fragte: „O Gesandter Allahs ﷺ, wie ist es, wenn ein Mann die ganze Zeit fastet?“ Der Rasool ﷺ sagte: „Er (ist so, als) habe er nicht gefastet und nicht gebrochen.“ Imam Ahmad überlieferte vom Gesandten Allahs ﷺ, dass er zu demjenigen, der ihm berichtete, dass seine Mutter gelobt habe (nadharat), zu Allah zu Fuß die Hajj zu verrichten, sagte: …
“Are you the people who said so and so? Indeed I fear Allah more than you, and observe Taqwa to Allah more than you. But I fast and break fasting. I pray and sleep (at night), and I marry women”, and he ended his hadith by saying, “So whoever turned away from my Sunnah (way), he does not belong to me.” This indicates Allah does not accept any actions except those legislated by Him. What man adds or invents is not considered drawing close to Allah . Abu Dawud reported in his Sunan about a man who asked the Messenger of Allah ; “O Messenger of Allah , how is it if a man fasts all the (days of the) time?” The Rasool said; “He (is as if he) did not fast, and did not break fast.” Imam Ahmad reported from Rasool Allah that he said, to the one who told him that his mother nadharat (vowed) to Allah to make Hajj on foot.
„Befiehl ihr, zu reiten, denn Allah hat kein Bedürfnis daran, dass sie zu Fuß geht.“ Al-Bukhari überlieferte ebenfalls von Ibn Abbas, der sagte: „Während der Prophet ﷺ die Khutbah (Ansprache) hielt, sahen sie einen Mann stehen. Der Prophet ﷺ fragte nach ihm. Sie sagten: ‚Abu Israel hat ein Gelübde (nadhara) abgelegt.‘“
“Order her to ride, for Allah has no need for her walking.” Al- Bukhari also reported from Ibn Abbas, who said, “While the Prophet was making Khutbah (speech), they saw a man standing. The Prophet asked about him. They said ‘Abu Israel nadhara (vowed)
...gegenüber Allah, dass er steht und sich nicht hinsetzt, er sucht keinen Schatten (zum Schutz vor der Sonne), spricht nicht und fastet. Der Prophet ﷺ sagte: „Befiehl ihm, zu sprechen, er soll im Schatten Schutz suchen, sich setzen und sein Fasten vollenden.“ Was zeigt, dass der Weg des Übermaßes ins Verderben führt, ist der Ausspruch des Gesandten Allahs ﷺ, überliefert von Muslim: „Die Halsstarrigen (al-Mutanattinoon) werden zugrunde gehen.“ Dies sagte er dreimal. Ahmad, an-Nasa'i und Ibn Madscha überlieferten mit dem Wortlaut von Ibn Madscha: „O ihr Menschen! Hütet euch vor dem Ghulu (Übermaß) in der Religion. Denn was jene vor euch vernichtet hat, war das Ghulu (Übermaß) in der Religion.“ Was über die Strenge gesagt wurde, gilt auch für denjenigen, der seine Pflichten vernachlässigt. So glaubt er zwar im Kern an die Religion, vernachlässigt aber seine Pflichten, richtet sich nach seinen Wünschen, begeht die schweren Sünden und verspricht sich, vor seinem Tod Reue zu üben, als ob er das Verborgene (al-Ghaib) über seine Lebenszeit (Ajal) kenne. Dies ist ḥarām. Vielmehr ist der Muslim verpflichtet, den Islam vollständig und eilig anzunehmen und nichts anderes als den besten Gehorsam anzunehmen; andernfalls gilt sein Verhalten als Abweichung vom geraden Weg Allahs (SWT).
to Allah that he stands and does not sit down, he does not seek a shadow (for shade), does not speak, and he fasts. The Prophet said; ‘Order him to speak, let him seek shade, to sit, and complete his fasting.” What indicates that the way of excess leads to destruction is the saying of the Rasool in what was reported by Muslim; “Al-Mutanattinoon (stubborn ones) will perish.” He said that three times. Ahmad, al-Nasa’i and Ibn Majah narrated, with the words reported by Ibn Majah, “O people. Beware of ghulou (excess) in the deen. Indeed what destroyed those before you is the ghulou (excess) in the deen.” What has been said about strictness also applies to the one who neglects his duties. Thus he believes in the deen in origin, but neglects his duties, depends on his wishes, commits the grave sins and promises himself with repentence before his death, as if he knows the ghayb (unseen) of his ajal (life-term). This is Haraam. The Muslim is rather required to adopt Islam completely and with haste, and not accept anything but the best obedience; otherwise his behaviour is considered deviation from the straight path of Allah .
So wie Allah und Sein Gesandter die Muslime als Einzelne vor Übertreibung und Maßlosigkeit warnen, warnt Er sie auch davor als Gruppen, Staaten und Gelehrte. Heute sehen wir viele Muslime unter den Trägern der Da'wah und ihren Gelehrten, die aus der Liebe zum Islam heraus den Wunsch haben, das Bild der Religion als erhaben, leicht und frei von Schwierigkeiten darzustellen, und darin zu weit gehen. Sie überschreiten die Grenzen und weichen von der geraden Linie ab, die der Gesandte gezogen hat, vernachlässigen manche seiner Vorschriften und bringen Meinungen hervor, die keinen Bezug zu den Texten des Islam haben.
Just as Allah and His Messenger warn the Muslims of excess and exaggeration as individuals, He also warns them of this, as groups, States and ‘ulema. Today, we see many Muslims from the da’wah carriers and their scholars, proceeding from the love of Islam, wishing to give the image of the deen as being sublime, easy and free of difficulty, going too far in this regard. They cross the bounds and deviate from the straight line drawn by the Messenger , neglecting many of its ahkaam, and coming out with opinions that have no connection to the texts of Islam.
Sie taten all dies nur, um das Bild eines Islam zu vermitteln, der mit der Zeit übereinstimmt und sich mit der Wirklichkeit bewegt, bis sie diese Angelegenheit so weit trieben, dass sie die schar'ischen Texte außer Kraft setzten, auf deren Befolgung sich die Umma geeinigt hatte.
They did all of this just to give an image of Islam as agreeing with the time and moving with the reality, until they took this matter to the point of suspending Shar’ee texts, upon which the Ummah agreed to adhere.
Ganz abgesehen von der Umdeutung anderer Texte. Sie kamen zu der Auffassung, dass der Abtrünnige (Murtadd) nicht getötet wird, trotz der Aussage des Gesandten ﷺ: „Wer seine Religion wechselt, den tötet.“ [überliefert von Bukhari und Ahmad], unter dem Vorwand, dass die Umstände und die Wirklichkeit, in denen der Gesandte ﷺ dies sagte, sich von unseren Umständen und unserer Wirklichkeit unterscheiden.
Not to mention the interpreting away of some other texts. They came to the view that the murtadd (apostate) is not killed, despite the saying of the Messenger ; “Whosoever changes his deen, kill him.” [Reported by Bukhari and Ahmad], under the pretext that the circumstance and the reality in which the Messenger said this differs from our circumstance and our reality.
Dies geschah, um diese Position mit der Position des Westens in Einklang zu bringen, der die Religionsfreiheit befürwortet. Sie kamen zu der Auffassung, es sei der Frau erlaubt, das Amt der Imamah zu übernehmen, obwohl es das Hadith des Gesandten ﷺ gibt: „Kein Volk wird jemals erfolgreich sein, wenn es eine Frau zur Herrscherin einsetzt.“ [Überliefert von Bukhari, Ahmad, Tirmizi, Nasa'i], unter dem Vorwand, dieser Hadith sei in Bezug auf einen bestimmten Vorfall gesagt worden und lasse sich nicht verallgemeinern.
This was done so as to harmonise this position with the position of the West, which advocates freedom of religion. They came to take the view that it is allowed for the woman to assume the position of Imaamah, despite the hadith of the Messenger ; “No people will ever succeed, if they appoint a women as ruler.” [Reported by Bukhari, Ahmad, Tirmizi, Nasa’i], under the pretext that this hadith was said regarding a specific incident and cannot be generalised.
Sie taten dies, um den Eindruck zu erwecken, dass der Islam die Frau achtet, gemäß der Sichtweise des Westens. Zudem erlaubten sie den Umgang mit Zinswucher unter dem Vorwand, dass er im drängenden Umfeld der internationalen Beziehungen unvermeidbar sei.
They did this in order to give the image that Islam respects women; according to the view of The West. In addition they gave permission to deal with usury, under the pretext that it is unavoidable in the pressing environment of international relations.
All dies führt zum Verlust der Rechte des Islam und zeigt, dass der Islam nicht in der Lage ist, die Angelegenheiten des Lebens zu bewältigen. Diese Schwäche, die sie an den Tag legen, ist tatsächlich ihre eigene Schwäche und nicht die Schwäche des Islam.
All of this leads to the loss of the rights of Islam, and shows that Islam is unable to take on the affairs of life. This weakness that they display is in fact their own weakness and not the weakness of Islam.
Hinter Tafrīt (Vernachlässigung) steht dieselbe Problematik wie hinter Ifrāt (Übertreibung): Unwissenheit über die Religion (Dīn) und Unwissenheit über den Menschen. Deshalb richten sich in der Religion diese beiden Arten von Menschen zugrunde (ein Typus, der ins Übermaß verfällt, und ein Typus, der vernachlässigt), und beide werden von ihren Begierden gelenkt. Der Erste will seinen Eigensinn befriedigen, und der Zweite folgt seiner Seele, um den Menschen zu gefallen, weit entfernt davon, das Wohlgefallen Allahs zu suchen (SWT).
What stands behind tafreet (neglect) is the same issue that stands behind ifraat (excess); ignorance of the deen and ignorance of man. That is why, in the deen, those two types of people destroy themselves (a type that goes into excess, and a type that neglects), both of whom are controlled by their desires. The first wishes to please his wilfulness, and the second goes along with his soul to please the people, far away from seeking to please Allah .
Zu diesen beiden Positionen sind wir verpflichtet, der Anordnung Allahs zu folgen, ohne Übertreibung und ohne Nachlässigkeit. Von diesem Standpunkt aus verstehen wir die Aussage Allahs : „Und so haben Wir euch zu einer mittleren Gemeinschaft gemacht, damit ihr Zeugen seid über die Menschen und der Gesandte ﷺ ein Zeuge über euch sei.“ [TMQ 2:143]. Mit anderen Worten: Allah hat diese Umma zu einem gerechten Zeugen über die Menschheit gemacht, so wie der Gesandte ﷺ ein Zeuge über die Umma ist. Dadurch wird die Umma zur besten und ehrenwertesten Umma. Ihre Stellung unter den Menschen gleicht der Spitze eines Berges, wo sie dessen höchste und zentralste Stelle einnimmt. Wir erklären diesen Ayah nicht so, wie der Westen ihn erklärt, nämlich von der Warte seiner Konzepte aus, die auf der Kompromisslösung beruhen. Das ist Haram, wie wir zuvor dargelegt haben. Die ‘Aqeedah kann nicht auf der Kompromisslösung gründen. Das gleicht dem Kufr selbst. Die Frage lautet entweder Kufr oder Iman, Licht oder Finsternis, Rechtleitung oder Irrleitung. Was den Gegenstand der Schari‘ah-Regel betrifft, haben wir bereits festgestellt, dass es keinen Gesetzgeber und keinen Haakim (Richter) außer Allah gibt und dass niemand Sein Urteil aufheben kann, denn Er ist der beste aller Richter.
Towards these two positions, we are obliged to adhere to the order of Allah , without excess or neglect. It is from this standpoint that we understand the saying of Allah ; “Thus We have made you a balanced nation, that you be witnesses over mankind and the Messenger be a witness over you.” [TMQ 2:143]. In other words, Allah I has made this Ummah a just witness over mankind, just as the Messenger r is a witness over the Ummah. Owing to this, the Ummah becomes the best and most honourable Ummah. Her position amongst mankind is like that of the summit of a mountain, where she occupies its highest and most central position. We do not explain this ayah as The West explains it, from the standpoint of its concepts based on the compromise solution. This is Haraam as we have explained before. The ‘Aqeedah cannot be based on the compromise solution. This is like kufr itself. The issue is one of either kufr or Imaan, light or darkness, guidance or misguidance. As regards the subject of the Shar’eeah rule, we have previously established that there is no legislator, no haakim (judge) except Allah I, and that there is none to reverse His judgement, for He is the best of Judges.
Dies ist das Verständnis des Westens zum Thema Mäßigung und Extremismus. Dies ist das islamische Verständnis. Treffen sie sich also? Die Absicht des Westens hinter seiner Haltung ist es, das zu zerstören, was er als Gefahr für seine Präsenz und Kolonisierung ansieht. Sollen wir dem Westen also helfen und ihm Macht über die Nacken der Muslime geben?
This is the understanding of The West on the subject of moderation and extremism. This is the Islamic understanding. So do you think they meet? The West’s intention behind its position is to destroy what it sees as representing a danger to its presence and colonisation. So shall we help The West and give them power over the necks of the Muslims?
Helfen den Westen bedeutet, ihnen gegen die Muslime zu helfen, die für den Islam arbeiten. Er ﷺ sagte:
Helping The West means to help them against the Muslims who are working for Islam. He said:
„Also rufe (die Menschen) dazu auf, o Muhammad ﷺ, und sei standhaft und aufrecht, wie dir geboten wurde, und folge nicht ihren Begierden“ [TMQ 42:15]. Und Er sprach: „So sei standhaft (bitte Allah, dass Er dich ﷺ standhaft und aufrecht macht), wie dir geboten wurde, und mit dir auch jene, die sich (zu Allah) bekehrt haben, und überschreitet nicht (die Grenzen Allahs). Wahrlich, Er sieht, was ihr tut. Und neigt euch nicht zu denen, die Unrecht tun, sonst würde euch das Feuer berühren, und ihr hättet außer Allah keine Beschützer, und ihr würdet dann auch nicht unterstützt.“ [TMQ 11:112-113] Unsere Herzen tragen das Gute für diese Religion in sich und sehnen sich nach ihrem Sieg.
“So unto this then invite (people) (O Muhammad ) and Istaqim (stand firm and straight) as you are commanded and follow not their desires” [TMQ 42:15]. And He said; “So stand (ask Allah to make) you (Muhammad ) firm and straight as you are commanded, and those who turn in repentence (unto Allah) with you, and transgress not (Allah’s legal limits). Verily, He is All-Seer of what you do. And incline not toward those who do wrong, lest the Fire should touch you, and you have no protectors other than Allah, nor would you then be helped.” [TMQ 11:112-113] Our hearts carry the goodness for this deen and yearn for its victory.
Mit der Hilfe und dem Gelingen (Tawfeeq) Allahs (SWT) werden Herzen und Verstände für die Unterstützung dieser Religion (Deen) geöffnet. Das Gute, das wir für uns selbst wünschen, wünschen wir auch anderen. Wir bitten Allah (SWT), dass Er unseren Rat wie den Regen werden lässt, mit dem Er (SWT) die Herzen und Verstände wieder belebt, denn allein Allah (SWT) kann den geraden Weg zeigen.
With the Help and Tawfeeq of Allah , hearts and minds will be opened to the support of this deen. The goodness that we cherish for ourselves, we also cherish for others. We pray to Allah that He makes our advice like the rain with which He revives the hearts and minds, for Allah alone can show the Straight Path.