2.7 Seine Geduld und sein Gottvertrauen
2.7 His Perseverance And Trust In God
Der Prophet Muhammad ﷺ zeigte im Laufe seines Lebens beispielhafte Geduld und Beständigkeit. Man bedenke einen Mann, der seinen Vater nie kannte, in jungen Jahren seine Mutter verlor, danach seinen Großvater verlor und schließlich seinen Onkel und seine Ehefrau zugleich. Man bedenke einen Mann, der erleben musste, wie fünf seiner sechs Kinder starben, und der nach Jahrzehnten, in denen er sich bei seinem Volk einen makellosen Ruf erworben hatte, wie eine Plage und ein Flüchtling behandelt wurde. Man bedenke einen Mann, der körperliche Misshandlungen erlitt, bis er ohnmächtig wurde, der jahrelang von den eigenen Leuten ausgehungert wurde und unzähligen Kampagnen der Rufmordes ausgesetzt war. Man bedenke einen Mann, der aus seinem Zuhause vertrieben wurde und nach Madinah fliehen musste, um dort Zuflucht zu finden, nur um dort Heuchler vorzufinden, die auf jede Gelegenheit lauerten, ihn zu verraten. Man bedenke einen Mann, der regelmäßig Mordanschläge auf sein Leben miterlebte, ebenso den Mord und die Verstümmelung seiner Verwandten und Gefährten, und schließlich die Verleumdung seiner geliebten Ehefrau ʿĀʾischa, der Tochter seines treuesten Gefährten. Dennoch blieb der Prophet ﷺ hoffnungsvoll und standhaft und hielt an einer unvergleichlichen Ethik fest. Der Prophet ﷺ erhob sich aus diesem Abgrund der Negativität, überlebte nicht nur, sondern wurde zu einer Quelle der Barmherzigkeit und des Mitgefühls für Menschen, Tiere und Pflanzen gleichermaßen.
The Prophet Muhammad صلى الله عليه وسلم showed exemplary endurance and consistency throughout his life. Consider a man who never knew his father, lost his mother at a young age, then lost his grandfather, and then his uncle and wife simultaneously. Consider a man who lived to witness five of his six children die, and who was treated like a menace and fugitive after decades of building a flawless reputation among his people. Consider a man who experienced physical abuse until he would faint, was starved for years by his own people, and faced countless campaigns of character assassination. Consider a man who was driven out of his home, sent fleeing to Madinah for shelter, only to find hypocrites there awaiting every opportunity to betray him. Consider a man watching assassination attempts against his life unfold regularly, as well as the murder and mutilation of his relatives and Companions, and then the slander of his cherished wife ‘Āishah , the daughter of his most loyal comrade. Somehow, he صلى الله عليه وسلم still persevered with hope and persisted in matchless ethics. The Prophet صلى الله عليه وسلم rose from that abyss of negativity and not only survived but became a fountain of mercy and empathy for people, animals, and plants alike.
Sollten wir das nicht als wundersam betrachten? Deutet es nicht darauf hin, dass ihm ﷺ von den Himmeln besondere Hilfe gewährt worden sein muss?
Should we not consider this miraculous? Does it not suggest that he صلى الله عليه وسلم must have been granted unique aid from the heavens?
Nur Gott bringt die Toten aus den Lebenden hervor, lässt eine Quelle aus einem Felsen sprudeln und nährt eine Rose in der Wüste. Nur Gott konnte ihn während all dieser Zeit lächeln lassen, mit seinen Enkelkindern spielen, seine Grundsätze bewahren und die Stimmung derer heben, die bei Weitem weniger gelitten hatten als er. Nur Gott konnte ihn befähigen, ﷺ Mitgefühl für die Herzlosen, Vergebung für seine Feinde und Sorge um die Hochmütigen zu empfinden. Nur Gott konnte sein Herz dankbar bleiben lassen in Zeiten, in denen andere nicht einmal geduldig sein konnten, und sein Herz barmherzig bleiben lassen in Zeiten, in denen andere nicht einmal gerecht sein konnten.
Only God brings the dead out of the living, and produces a spring from a rock, and nourishes a rose in the desert. Only God could have kept him smiling throughout, playing with his grandchildren, maintaining his principles, and lifting the spirits of those who had suffered so much less than him. Only God could have empowered him صلى الله عليه وسلم to have compassion for the heartless, forgiveness for his enemies, and concern for the arrogant. Only God could have kept his heart grateful at times when others could not even be patient, and his heart merciful at times when others could not even be just.
Obwohl die Beispiele seiner Standhaftigkeit unzählbar sind, genügt es dem aufrichtigen Menschen, sich mit dem Boykott im Tal von Abū Ṭālib vertraut zu machen. Drei Jahre lang, in einer geradezu grausamen Zeit, sah der Prophet ﷺ zu, wie die Lippen seiner Gefährten grün wurden, weil sie aus Verzweiflung nach irgendeiner Nahrung Blätter aßen und an Tierhäuten nagten. Ja, er ﷺ musste mit ansehen, wie seine liebsten Familienangehörigen vor seinen Augen allmählich dahinsiechten. Khadījah und Abū Ṭālib waren durch das Embargo so geschwächt, dass sie sich nie mehr davon erholten; beide starben kurz darauf. Und mit dem Wegfall des Schutzes durch Abū Ṭālib erfuhr der Prophet ﷺ im selben Jahr die demütigendste Behandlung seines Lebens.
Though the incidents reflecting his perseverance are innumerable, it suffices the honest person to simply familiarize himself with the boycott in the ravine of Abū Ṭālib. For an utterly brutal three years, the Prophet صلى الله عليه وسلم watched the lips of his Companions turn green from eating leaves and gnawing at animal hides, out of desperation for any nourishment. In fact, he صلى الله عليه وسلم watched his dearest family members slowly deteriorate in front of his eyes. Khadījah and Abū Ṭālib were so debilitated by the embargo that they never recovered from it; they both died soon thereafter. And with the protection of Abū Ṭālib gone, the Prophet صلى الله عليه وسلم received in that year the most humiliating treatment of his life.
‘Āʾischa berichtete, dass sie den Propheten ﷺ einmal fragte: „Hast du jemals einen schwereren Tag erlebt als den Tag von Uḥud?“ Der Prophet ﷺ sagte: „Dein Stamm (Quraisch) hat mir sehr viel Leid zugefügt, doch nichts war schlimmer als der Tag von ʿAqaba, als ich mich bei ʿAbd Yālayl ibn ʿAbd Kulāl [dem Oberhaupt von Ṭāʾif] vorstellte, und er nicht so reagierte, wie ich es gehofft hatte. Schließlich zog ich betrübt davon und kam erst wieder zu mir, als ich mich bei einem Baum befand. Dort hob ich meinen Kopf zum Himmel und sah eine Wolke, die mich beschattete. Ich schaute hinauf und erblickte Gabriel. Er rief mir zu: ‚Allah hat die Worte deines Volkes an dich gehört und wie sie dir geantwortet haben. Allah hat den Engel der Berge gesandt, damit du ihm befehlen kannst, mit diesen Leuten zu tun, was du willst.‘ Der Engel der Berge grüßte mich und sagte: ‚O Muḥammad, befiehl, was du willst. Wenn du möchtest, lasse ich die beiden Berge auf sie fallen.‘ Ich sagte: ‚Nein, vielmehr hoffe ich, dass Allah aus ihren Nachkommen Menschen hervorbringen wird, die Allah allein anbeten und ihm keine Götter zur Seite stellen.‘“111
‘Āishah reported that she once asked the Prophet صلى الله عليه وسلم, “Have you ever encountered a more difficult day than the Battle of Uḥud?” The Prophet صلى الله عليه وسلم said, Your tribe (Quraysh) has troubled me a great deal, but nothing was worse than the day of ‘Aqabah when I presented myself to [the chief of Taif] ‘Abd Yālayl ibn ‘Abd Kulāl, and he did not respond as I had hoped. I eventually departed, overwhelmed with grief, and did not return to my senses until I found myself at a tree where I lifted my head towards the sky to see a cloud shading me. I looked up and saw Gabriel. He called out to me, saying, “Allah has heard your people’s statements to you and how they have replied, and Allah has sent the Angel of the Mountains so that you may order him to do whatever you wish to these people.” The Angel of the Mountains greeted me and said, “O Muhammad, order what you wish, and if you like, I will let the two mountains fall upon them.” I said, “No, rather I hope that Allah will bring from their descendants people who will worship Allah alone without associating partners with Him.”111
In anderen Berichten heißt es, dass er ﷺ nach seinem Gespräch mit den Führern von Ta'if und seinem Aufruf an ihre Bevölkerung, den Islam anzunehmen, zehn Tage in Ta'if verweilte, bevor sich die aufgebrachte Menge versammelte, um ihn zu vertreiben. Sie bildeten dann zwei Reihen und zwangen ihn, zwischen ihnen hindurchzugehen, während sie Schmähungen ausstießen und Steine warfen, bis Blut über seine gesegneten Beine lief. Auch Zayd ibn Ḥārithah, sein Adoptivsohn, wurde bei diesem Angriff am Kopf verletzt, als er versuchte, ihn zu schützen. ﷺ Doch selbst in jener finstersten Stunde brach all diese gehäufte Qual nicht die Standhaftigkeit des Propheten ﷺ.
In other reports, he صلى الله عليه وسلم spent ten days in Taif after speaking to its leadership and calling its people to Islam, before the mobs gathered to drive him out. They then made two rows and forced him to walk through them, while they hurled obscenities and pelted stones until blood ran down his blessed legs. The head of Zayd ibn Ḥārithah , his adopted son, was also gashed in that assault as he attempted to shield him 112 .صلى الله عليه وسلم But even in that darkest hour, all this compounded anguish still did not break the Prophet’s صلى الله عليه وسلم perseverance.
Ebenso bemerkenswert ist, wie der Prophet Muhammad ﷺ niemals die Hoffnung auf die Unterstützung und den Sieg Allahs verlor, ganz gleich, wie aussichtslos seine Lage mitunter erscheinen mochte.113 Dieser Optimismus zeugt von einem Herzen, das von höchstem Glauben erfüllt war. Als der Prophet ﷺ und Abū Bakr al-Ṣiddīq beim Verlassen Mekkas zur Auswanderung in einer Höhle aufgespürt wurden, standen Söldner am Eingang der Höhle; sie brauchten sich nur hinabzubeugen, um hineinzuschauen, und nichts hätte verhindert, dass sie den Propheten ﷺ bemerkten und gefangen nahmen. In diesem beklemmenden Augenblick, in dem die Verzweiflung selbst die standhaftesten Seelen durchdringen würde, sprach der Prophet ﷺ gelassen zu seinem Gefährten: „O Abū Bakr, was meinst du von zweien, wenn Allah ihr Dritter ist?“114 Der Koran nahm später Bezug auf diesen Vorfall, indem er sagt: {Wenn ihr ihm nicht helft, so hat Allah ihm bereits geholfen, als ihn diejenigen, die ungläubig waren, als einen von zweien [aus Mekka] vertrieben, als sie sich in der Höhle befanden und er zu seinem Gefährten sagte: „Sei nicht betrübt; wahrlich, Allah ist mit uns.“ Da sandte Allah Seine Gelassenheit auf ihn herab und stärkte ihn mit Engeln, die ihr nicht sehen konntet, und Er machte das Wort derer, die ungläubig waren, zum niedrigsten, während das Wort Allahs das höchste ist. Und Allah ist allmächtig und weise.}115
It is equally remarkable how the Prophet Muhammad صلى الله عليه وسلم never lost hope in the support and victory of Allah, regardless of how hopeless his situation would sometimes appear.113 This optimism tells of a heart filled with supreme faith. Upon leaving Mecca for the migration, the Prophet صلى الله عليه وسلم and Abū Bakr al-Ṣiddīq were tracked to a cave. Mercenaries stood at the mouth of the cave, and simply had to bend over to look inside, and nothing would have prevented them from noticing and capturing the Prophet صلى الله عليه وسلم. In that unnerving moment, when despair would penetrate even the firmest of souls, the Prophet صلى الله عليه وسلم calmly said to his Companion, “O Abū Bakr, what do you think of two when Allah is their third?”114 The Qur’an later referenced this incident by saying, If you do not aid the Prophet, Allah has already aided him when those who disbelieved had driven him out [of Mecca] as one of two, when they were in the cave and he said to his Companion, ‘Do not grieve; indeed Allah is with us.’ And Allah sent down His tranquillity upon him and supported him with angels you did not see and made the word of those who disbelieved the lowest, while the word of Allah that is the highest. And Allah is Exalted in Might and Wise.115
Ein Skeptiker mag sich fragen, woher wir wissen, dass Muhammad ﷺ diesen Vers nicht nachträglich erfunden hat, um ein falsches Bild seiner unerschütterlichen Gottesgewissheit zu zeichnen. Ein solcher Verdacht ignoriert nicht nur die bewährte Vertrauenswürdigkeit Muhammads ﷺ, sondern übersieht auch, dass Abū Bakr persönlich miterlebte, wie ruhig und gefasst der Gesandte Allahs ﷺ in jenen furchterregenden Augenblicken war, und dies über Jahre hinweg bezeugte.
A skeptic may wonder how we know that Muhammad صلى الله عليه وسلم did not fabricate this verse after the event, to portray a false image of his unwavering conviction in God? Such a suspicion not only ignores the established trustworthiness of Muhammad صلى الله عليه وسلم, but also overlooks that Abū Bakr personally witnessed how calm and collected the Messenger of Allah صلى الله عليه وسلم was in those terrifying moments and attested to it for years thereafter.
So war die Überzeugung, die der Prophet Muhammad ﷺ in seinem Glauben hatte, wodurch das Versprechen Allahs, das sein Herz sah, die Hoffnungslosigkeit überwog, die seine Augen sahen. Dies ist identisch mit dem, was sich bei Moses am Ufer ereignete: „Und als die beiden Heere (die Israeliten und die Legionen des Pharaos) einander sahen, sagten die Gefährten des Moses: ‚Wahrlich, wir werden eingeholt!‘ Er sprach: ‚Nein! Wahrlich, mein Herr ist mit mir; Er wird mich leiten.‘“116
Thus was the conviction the Prophet Muhammad صلى الله عليه وسلم had in his faith, whereby the promise of Allah that his heart saw overrode the hopelessness his eyes saw. This is identical to what occurred to Moses at the shore: “And when the two companies (the Israelites and Pharaoh’s legions) saw one another, the companions of Moses said, ‘Indeed, we are to be overtaken!’ He (Moses) said, ‘No! Indeed, with me is my Lord; He will guide me.’”116
Dieser Grad der Gewissheit war einzigartig für die Propheten und Gesandten; selbst wenn die Welt die Hoffnung verlöre, würden sie niemals die Fassung verlieren.
This degree of certitude was unique to the Prophets and Messengers; even if the world lost hope, they would never unravel.
Das Vorangegangene gewährt einen Einblick in die außergewöhnliche Persönlichkeit des Propheten Muhammad ﷺ. Sein wahrhaft großer Charakter war auch jenen offensichtlich, die Jahrhunderte und Meere von seiner Lebenszeit entfernt waren.
The preceding provides a glimpse of the incredible personality of the Prophet Muhammad صلى الله عليه وسلم. His truly great moral character was evident to those centuries and seas apart from his lifetime.
Laut den Worten des britischen Orientalisten Stanley Lane-Pool (gest. 1931) war er der treueste Beschützer derer, die ihm anvertraut waren, und der liebenswürdigste und angenehmste im Gespräch. Wer ihn sah, wurde plötzlich von Ehrfurcht erfüllt; wer ihm nahe kam, liebte ihn; und wer ihn beschrieb, sagte: „Ich habe seinesgleichen weder vorher noch nachher gesehen.“ Er war sehr schweigsam, doch wenn er sprach, geschah es mit Nachdruck und Bedacht, und niemand konnte vergessen, was er sagte.117
In the words of Stanley Lane-Pool (d. 1931), a British Orientalist, He was the most faithful protector of those he protected, the sweetest and most agreeable in conversation. Those who saw him were suddenly filled with reverence; those who came near him loved him; they who described him would say, ‘I have never seen his like either before or after.’ He was of great taciturnity, but when he spoke it was with emphasis and deliberation, and no one could forget what he said.117
Während der Prophet Muhammad صلى الله عليه وسلم die am meisten befolgte Einzelperson der Menschheitsgeschichte ist (siehe Kapitel 3), waren seine größten Anhänger zweifellos seine Gefährten, und genau das verleiht ihrem Zeugnis für seinen Charakter und die Wahrheit seiner Botschaft besonderes Gewicht. Wer die Integrität von Muhammads Charakter beurteilt, darf nicht übersehen, wie sehr er von seinen Gefährten bewundert und nachgeahmt wurde, selbst in den privatesten und feinsten Eigenheiten seines Verhaltens. William Montgomery Watt (gest. 2006), ein schottischer Historiker und emeritierter Professor für Arabistik und Islamwissenschaft, schrieb: „Seine Bereitschaft, für seine Überzeugungen Verfolgung auf sich zu nehmen, der hohe moralische Charakter der Männer, die an ihn glaubten und ihn als Führer verehrten, und die Größe seines letztendlichen Werkes – all dies spricht für seine grundlegende Integrität. Muhammad für einen Betrüger zu halten, wirft mehr Probleme auf, als es löst. Darüber hinaus wird keine der großen Gestalten der Geschichte im Westen so schlecht gewürdigt wie Muhammad … Daher müssen wir Muhammad nicht nur eine wesentliche Ehrlichkeit und Lauterkeit der Absicht zuschreiben, wenn wir ihn überhaupt verstehen wollen; wenn wir die Irrtümer korrigieren wollen, die wir aus der Vergangenheit übernommen haben, müssen wir in jedem einzelnen Fall am Glauben an seine Aufrichtigkeit festhalten, bis das Gegenteil eindeutig bewiesen ist; und wir dürfen nicht vergessen, dass ein eindeutiger Beweis eine weit strengere Anforderung ist als der bloße Anschein von Plausibilität, und in einer Angelegenheit wie dieser nur mit Mühe zu erbringen.“118
While the Prophet Muhammad صلى الله عليه وسلم is the single most followed individual in human history (see Chapter 3), his greatest followers were undoubtedly his Companions, and this is what distinguishes their testimony for his character and the truth of his message. When evaluating the integrity of Muhammad’s character, one must not overlook how profoundly admired and emulated he was by his Companions, even in the most private and nuanced particularities of his demeanor. William Montgomery Watt (d. 2006), a Scottish historian and Emeritus Professor in Arabic and Islamic Studies, wrote, His readiness to undergo persecution for his beliefs, the high moral character of the men who believed in him and looked up to him as a leader, and the greatness of his ultimate achievement—all argue his fundamental integrity. To suppose Muhammad an imposter raises more problems than it solves. Moreover, none of the great figures of history is so poorly appreciated in the West as Muhammad… Thus, not merely must we credit Muhammad with essential honesty and integrity of purpose, if we are to understand him at all; if we are to correct the errors we have inherited from the past, we must in every particular case hold firmly to the belief in his sincerity until the opposite is conclusively proved; and we must not forget that conclusive proof is a much stricter requirement than a show of plausibility, and in a matter such as this only to be attained with difficulty.118
Diese Gefährten wetteiferten miteinander darin, sein Lächeln, seine Selbstlosigkeit, sein Eintreten für die Wahrheit und seinen Dienst an der Menschheit nachzuahmen. Ein Leben lang waren sie von seiner Treue, seiner Klarheit des Denkens, seinen ausgewogenen Ansichten, seiner Sanftmut im Lehren, seiner Entschlossenheit und seiner einnehmenden Redeweise gefesselt. In einer von zahlreichen fesselnden Überlieferungen, die von seiner ersten Generation von Anhängern berichtet werden, sagt ʿAlī ibn Abī Ṭālib: Wenn er jemanden ansah, sah er ihm in die Augen. Er war der großherzigste unter den Menschen, der wahrhaftigste im Wort, der sanftmütigste im Charakter und der edelste in der Abstammung. Wer ihn beschreiben wollte, würde sagen: Ich habe vor ihm und nach ihm nie seinesgleichen gesehen. ﷺ119
These Companions outdid one another in emulating his smile, his selflessness, his standing for truth, and his service of humanity. They were captivated for a lifetime by his loyalty, his, his clarity of thought, his balanced opinions, his gentleness in teaching, his determination, and his charismatic speech. In one of dozens of riveting narrations that have been reported from his first wave of followers, ‘Alī ibn ‘Abī Ṭālib says, When he looked at someone, he looked them in the eyes. He was the most generous-hearted of men, the most truthful of them in speech, the mildest-tempered of them and the noblest of them in lineage. Anyone who would describe him would say I never saw before or after him the like of him.119
Diese Gefährten waren nicht bloß gute Menschen, die nachts beteten und ihr Leben Gott widmeten. Das Genie von ‘Umar ibn al-Khaṭṭāb etwa wurde von vielen Historikern anerkannt. Tatsächlich stellt die Columbia History of the World fest, dass ‘Umar eine Verwaltung schuf, die der des mächtigen Römischen Reiches, das der muslimischen Herrschaft vorausging, überlegen war.120 Wenn ein arabischer Stammesangehöriger eine föderale Regierung mit zentralisierter Macht errichten kann, die zugleich die Flexibilität besitzt, die Randgebiete dieser Union tragfähig zu machen – und dadurch den Lauf der Geschichte verändert –, sollte man zugestehen, dass dies zumindest ein außergewöhnlicher Geist war. Und dies ist nur eine Person, die an das Prophetentum Muhammads ﷺ glaubte und ihm mit tiefer Bewunderung nacheiferte.
These Companions were not merely good people who prayed at night and devoted their lives to God. The genius of just ‘Umar ibn al-Khaṭṭ āb , for instance, has been recognized by many historians. In fact, the Columbia History of the World asserts how ‘Umar effected a superior bureaucracy than that of the juggernaut Roman Empire that preceded Muslim rule.120 When a tribal Arab can construct a federal government with centralized power, but also the flexibility to make the peripheries of this union sustainable—and through that change the course of history—one should concede that this was at least an exceptional mind. This is but one person who believed in the prophethood of Muhammad صلى الله عليه وسلم, one who mimicked him with an deep admiration.
Abū Bakr al-Ṣiddīq, der die Hälfte seines Vermögens für die Sache des Islam gab, Bilāl ibn Rabāḥ, der sich weigerte, seinen Glauben zu widerrufen, trotz unvorstellbarer Folter, und Sumayyah bint Khayyāṭ, die hingerichtet wurde, weil sie sich weigerte, so zu tun, als glaube sie nicht an Muhammad ﷺ, sind keine belanglosen Ereignisse. Jene, die überlebten, übernahmen die bedeutende Aufgabe, seinen Geist und seine Botschaft in ihr Leben zu integrieren, und machten sich dadurch vollkommen würdig des Lobes Gottes im Qur'an: „Ihr seid die beste Gemeinschaft, die für die Menschen hervorgebracht wurde. Ihr gebietet das Rechte und verbietet das Verwerfliche und glaubt an Allah.“121 Dass ihm eine solche Schar von Menschen mit so großem Eifer folgte, die ihn vor und nach dem Prophetentum erlebte und jahrzehntelang sein tägliches Verhalten beobachtete, ist ein deutlicher Maßstab dafür, wie fest sie von ihm ﷺ und seiner Sendung überzeugt waren.
Abū Bakr al-Ṣiddīq giving half his wealth for the sake of Islam, Bilāl ibn Rabāḥ refusing to recant his beliefs despite unthinkable torture, and Sumayyah bint Khayyāṭ being executed for refusing to pretend she did not believe in Muhammad صلى الله عليه وسلم, are not trivial events. As for those who survived, they undertook the momentous task of incorporating his spirit and message into their lives, making them fully deserving of God’s praise in the Qur’an: “You are the best nation produced [as an example] for mankind. You enjoin what is right and forbid what is wrong and believe in Allah.”121 Being followed so ardently by this caliber of people, who experienced him before and after prophethood, and witnessed his daily behavior for decades, is a clear gauge as to how certain they were in him صلى الله عليه وسلم and his mission.
111 al-Bukhārī, Ṣaḥīḥ al-Bukhārī, 4:115 #3231; Muslim, Ṣaḥīḥ Muslim, 3:1420 #1795.
111 al-Bukhārī, Ṣaḥīḥ al-Bukhārī, 4:115 #3231; Muslim, Ṣaḥīḥ Muslim, 3:1420 #1795.
112 Ibn Saʻd, Al-Ṭabaqāt al-Kubrá, 1:212.
112 Ibn Saʻd, Al-Ṭabaqāt al-Kubrá, 1:212.
Eine Überlieferung von al-Zuhrī besagt, dass der Prophet صلى الله عليه وسلم Suizidgedanken hatte, als die Offenbarung für eine kurze Zeit ausblieb. Diese Überlieferung hat eine mu'allaq (unvollständige) Überlieferungskette, wie Hadith-Spezialisten wie Shu'ayb al-Arnā'ūṭ in seiner Kritik an dem Musnad Aḥmad (43:114) aufgezeigt haben. Selbst wenn sie zurückverfolgt werden könnte, schildert sie lediglich das Leid, die Unruhe und die Traurigkeit, die er صلى الله عليه وسلم ertragen musste. Schließlich gab er diesen vorübergehenden Gedanken niemals nach, sondern beruhigte sie vielmehr. Daher beweist dieser Vorfall – wenn überhaupt – dass sein Optimismus seine Schmerzen überwog und dass an seinem Leben und seinem Menschsein nie etwas verborgen wurde. Letztlich diente diese Unterbrechung der Offenbarung dazu, Muhammads Sehnsucht nach den Engelsbesuchen zu steigern und sicherzustellen, dass er diese göttlichen Mitteilungen niemals als selbstverständlich betrachten würde.
113 A narration exists from al-Zuhrī about the Prophet صلى الله عليه وسلم experiencing suicidal ideation when the Revelation paused for a short period. This report has a mu‘allaq (incomplete) chain of transmission, as Hadith specialists such as Shu‘ayb al-Arnā’ūṭ showed in his critique on Musnad Aḥmad (43:114). Even if it were traceable, it simply portrays the suffering, turmoil, and sadness that he صلى الله عليه وسلم endured. After all, he صلى الله عليه وسلم never surrendered to these passing thoughts but instead quieted them. Therefore, this incident proves—if anything—ithat his optimism overrode his pains, and that nothing about his life and humanness was ever hidden. Ultimately, this hiatus in revelation served to increase Muhammad’s longing for the angelic visits, and to ensure he would never take these Divine communications for granted.
114 al-Bukhārī, Ṣaḥīḥ al-Bukhārī, 5:4 #3653; Muslim, Ṣaḥīḥ Muslim, 4:1854 #2381.
114 al-Bukhārī, Ṣaḥīḥ al-Bukhārī, 5:4 #3653; Muslim, Ṣaḥīḥ Muslim, 4:1854 #2381.
115 Der Koran 9:40, Übersetzung Saheeh International
115 The Qur’an 9:40, Saheeh International Translation.
116 Der Koran 26:61-62, Saheeh-International-Übersetzung.
116 The Qur’an 26:61-62, Saheeh International Translation.