4.5 Das Verbot außerehelicher Beziehungen
4.5 Prohibiting Extramarital Relations
Sag [o Muhammad] den gläubigen Männern, sie sollen ihren Blick senken und ihre Keuschheit bewahren. Das ist reiner für sie. Gewiss, Allah ist über das, was sie tun, bestens unterrichtet. Und sag auch den gläubigen Frauen, sie sollen ihren Blick senken und ihre Keuschheit bewahren…208
Tell [O Muhammad] the believing men to lower their gaze and guard their chastity. That is purer for them. Certainly, Allah is fully aware of whatever they do. And also tell the believing women to lower their gaze and guard their chastity…208
Der Aufruf zur Keuschheit in dieser Koransure mit dem Titel an-Nūr (Das Licht) untersagte nicht nur Unzucht und Ehebruch, sondern legte einen Verhaltenskodex fest, um dem schiefen Pfad, der zu ihnen führt, von vornherein vorzubeugen. Zivilisationen, die solche Regeln nicht achten, geraten oft in einen Abwärtsstrudel bis zu einem Punkt ohne Umkehr. Ihre Zügellosigkeit zerstört ihr Empfinden, und sie erkennen bald, dass Unzucht nicht nur ein böses Ende, sondern ein böser Weg ist, dem vorgebeugt werden muss.
The call to chastity in this Qur’anic chapter entitled al-Nūr (the Light) not only prohibited fornication and adultery but outlined a code of conduct to preempt the slippery slope leading to them. Civilizations that do not respect such codes often spiral downward to points of no return. Their licentiousness destroys their sensibilities, and they soon discover that fornication is an evil path—not just an evil end—that needs to be preempted.
Wie Allah sagt: „Und nähert euch nicht der Unzucht.
As Allah said, “And do not approach unlawful sexual intercourse.
„Wahrlich, es ist eine Schandtat, und es ist ein übler Weg.“209
Indeed, it is ever an immorality and is evil as a way.”209
Es kann mit außerehelichen Beziehungen beginnen, dann wird die sexuelle Orientierung zum zentralen Bestandteil der eigenen Identität, gefolgt von der Akzeptanz aller Formen sexuellen Ausdrucks, sogar Pädophilie, Sodomie und Nekrophilie. Von diesem Standpunkt aus wird man eines neuen Verständnisses dafür gewahr, wie dieser Vers beginnt: „Und nähert euch nicht der Unzucht“, als wäre sie ein wildes Feuer, das all jene verschlingt, die sich ihm auch nur nähern. Trotz der weiten Verbreitung sexueller Freizügigkeit wird man dennoch Experten aus dem gesamten ideologischen Spektrum finden, die die Rolle von Enthaltsamkeit und ehelicher Treue bei der Verhütung sexuell übertragbarer Krankheiten anerkennen.
It may begin with extramarital relations, then making sexual orientation the central part of one’s identity, followed by the acceptance of all forms of sexual expression, even pedophilia, bestiality, and necrophilia. From that vantage point, a newfound appreciation surfaces for how this verse begins: “Do not approach fornication,” as if it were a wild blaze that will engulf those who even come close to it. Despite how common sexual freedoms have become, you will still find experts from across the ideological spectrum acknowledging the roles of abstinence and marital fidelity in preventing sexually transmitted diseases.
Ein anderer Weg, auf dem der Islam dieser Gefahr begegnet, ist die Betonung des Familiensystems. Unzucht ist nicht nur eine Einladung zu körperlichen Krankheiten, sondern Ausdruck einer selbstsüchtigen Haltung, der es gleichgültig ist, welche Familien sie zerstört, welche Kinder ohne Liebe und Fürsorge aufwachsen, welche Millionen von Spätabtreibungen es gibt, welche Gefängnissysteme wir gemeinsam finanzieren, und dergleichen mehr.210 Der Islam errichtet Schutzmaßnahmen gegen all dies, darunter Keuschheit und soziale Verantwortung. Unzucht betrifft sogar die Alten, die einsam und niedergeschlagen sterben, denn Kinder, deren Eltern nicht verheiratet sind oder unbekannt bleiben, werden naturgemäß weiter von ihren Großeltern getrennt. Dadurch finden sich die Alten in ihrem verletzlichen Alter verlassen wieder – einer Zeit, die gewöhnlich die Anwesenheit der Großfamilie erfordert, die die Last gemeinsam trägt. Der Prophet ﷺ hat auf diese Gefahren bei vielen Gelegenheiten hingewiesen; etwa als er dem jungen Mann, der mit seiner Begierde zu kämpfen hatte, sagte: „Würdest du Unzucht für deine Mutter, deine Schwester, deine Tochter akzeptieren…?“ﷺ211
Another way Islam mitigates this threat is by emphasizing the family system. Fornication is not just an invitation to bodily disease but represents a selfish mentality that has no care for the families it destroys, the children that are born deprived of love and care, the millions of late-term abortions, the prison systems that we pay for collectively, and the like.210 Islam installs safeguards against all this, chastity and social responsibility among them. Fornication even affects the elderly who die alone and dejected, for those whose parents are not married or unknown to the child will naturally be further severed from their grandparents. As a result, the elderly find themselves abandoned in their vulnerable old age—a time that usually requires the presence of the extended family to shoulder the load together. The Prophet صلى الله عليه وسلم highlighted these dangers on many occasions; for example, telling the young man who struggled with lust, “Would you accept fornication for your mother, your sister, your daughter…?”211
208 Der Koran 24:30-31, Übersetzung des Autors.
208 The Qur’an 24:30-31, author’s translation.
209 Der Koran 17:32, Übersetzung von Saheeh International
209 The Qur’an 17:32, Saheeh International Translation.
210 Siehe: Mohammad Elshinawy und Tahir Khwaja, „Gender Uniqueness in Islam and the Significance of Fatherhood“, Yaqeen Institute for Islamic Research, 24. September 2020.
210 See: Mohammad Elshinawy, and Tahir Khwaja, “Gender Uniqueness in Islam and the Significance of Fatherhood,” Yaqeen Institute for Islamic Research, September 24th, 2020.
211 Ibn Ḥanbal, Musnad Aḥmad, 36:545 #22211; von al-Arnā’ūṭ in den Anmerkungen authentifiziert und hier paraphrasiert.
211 Ibn Ḥanbal, Musnad Aḥmad, 36:545 #22211; authenticated by al-Arnā’ūṭ in the comments and paraphrased here.