6. Die körperlichen Wunder des Propheten
6. The Prophet’s Physical Miracles
Muslime glauben, dass der Dienst des Propheten Muhammad ﷺ durch körperliche Wunder gestützt wurde, die von einer Generation von hervorragender moralischer Integrität bezeugt und überliefert wurden. Dieses Kapitel wird einige der authentischsten überlieferten Wunder vorstellen, nachdem zunächst der Nutzen, die Plausibilität und die Beweisbarkeit von Wundern beurteilt wurden.
Muslims believe that the Prophet Muhammad’s صلى الله عليه وسلم ministry was supported by physical miracles that were witnessed and reported by a generation of superb moral integrity. This chapter will feature some of the most authentically transmitted miracles, after assessing the utility, plausibility, and provability of miracles in the first place.
Während der Koran das größte Wunder des Propheten ﷺ ist und für sich allein gewiss als Wunder genügt, hebt dies nicht auf, dass Gott ihm neben ihm noch viele andere wunderbare Zeichen gab.345
While the Qur’an is the Prophet’s صلى الله عليه وسلم greatest miracle, and certainly sufficient on its own as a miracle, this does not negate that God gave him many other miraculous signs along with it.345
Mit anderen Worten: Die Überzeugung von der Prophetenschaft Muhammads ﷺ hängt nicht davon ab, ob er Wunder vollbracht hat. Doch historisch verlässlich überlieferte Berichte über diese Wunder machen ihr Geschehen unbestreitbar und sind ein kraftvoller Nährboden für die Überzeugung. Selbstverständlich wird der Gläubige stets ermutigt, durch Nachdenken, das Streben nach Wissen und die Reinigung des Herzens zu höheren Stufen der Überzeugung zu gelangen, bis er die Wahrheit durch die Botschaft des Islam selbst zu erkennen vermag. Wir sollten jedoch nicht unterschätzen, dass die psychospirituelle Veranlagung mancher Menschen sie besser darauf ausrichtet, den „Weg der Wunder“ bis zu den Toren des Glaubens zu beschreiten. Ibn al-Qayyim schreibt: „Die Wege zur Rechtleitung sind vielfältig, als Barmherzigkeit und Güte Gottes gegenüber Seinen Dienern, aufgrund der Verschiedenheit ihrer intellektuellen, geistigen und seelischen Einsichten.“346 Er fuhr dann fort, Beispiele dafür zu nennen, wie manche durch das Erkennen der Wahrheit in der Botschaft selbst geleitet wurden, aufgrund der Reinheit ihrer eigenen Natur, wie Abū Bakr al-Ṣiddīq, und manche erkannten die Wahrheit durch den makellosen Charakter ihres Überbringers ﷺ, wie Khadīja bint Khuwaylid. Ein dritter Teil der Menschheit wurde von Gott durch Wunder zum Glauben geführt, während ein vierter von den Siegen und Erfolgen zu Lebzeiten des Propheten ﷺ beeindruckt wurde, und eine fünfte Gruppe folgte schlicht ihren Anführern, die dem Islam beitraten.
In other words, conviction in the prophethood of Muhammad صلى الله عليه وسلم is not dependent on his performance of miracles, but historically reliable reports of these miracles make their occurrence undeniable and a powerful cultivator of conviction. Of course, the believer is always encouraged to pursue higher states of conviction through contemplation, seeking knowledge, and purifying their heart until they can witness the Truth through the message of Islam itself. However, we should not underestimate the fact that some people’s psychospiritual makeup better orients them to traverse the “miracles avenue” to the gates of faith. As Ibn al-Qayyim writes, “The paths to guidance are diverse, as a mercy and kindness from God to His servants, due to the variation in their intellectual, mental, and spiritual insights.”346 He then proceeded to give examples of how some are guided by recognizing the truth in the message itself, due to the purity of their own nature, such as Abū Bakr al-Ṣiddīq , and some recognized the truth through the impeccable character of its bearer صلى الله عليه وسلم, such as Khadījah bint Khuwaylid . A third segment of humanity was brought to faith by God through miracles, while a fourth was impressed by the triumphs and successes of the Prophet’s lifetime, and a fifth group simply followed its leaders who joined the fold of Islam.
Neben der Tatsache, dass Wunder einige Menschen zum Glauben führen, stärken sie den bereits bestehenden Glauben, indem sie in denjenigen, die diese Geschichten lesen, große Liebe, Ehrfurcht und Bewunderung für den Propheten Muhammad ﷺ hervorrufen. Das Nachdenken über die Barmherzigkeit Gottes und Seine Hilfe für die Gläubigen verleiht den Gläubigen eine feste Zuversicht in die göttliche Vorsehung und Hilfe in Zeiten der Not und Schwierigkeit. Wer diese Wunder liest und an die Wirklichkeit der göttlichen Allmacht glaubt, wie sie sich in ihnen offenbart, ist in der Lage, groß zu träumen, seine Grenzen zu erweitern und selbstbegrenzende Überzeugungen abzuschütteln. Man erkennt, dass die natürliche Ordnung, die scheinbar festgelegt ist, in Wahrheit vollständig vom göttlichen Willen abhängt.
In addition to bringing some people to faith, miracles augment existing faith by instilling in those who read these stories immense love, respect, and admiration for the Prophet Muhammad صلى الله عليه وسلم. Reflecting on God’s mercy and aid to the believers grants the faithful a firm confidence in divine providence and help in times of hardship and difficulty. Reading and believing in the reality of divine omnipotence as manifested through these miracles enables a person to dream big, pushing their boundaries, and shaking off self-limiting beliefs. One recognizes that the natural order, seemingly fixed, is in fact entirely contingent on divine will.
Dies ist der Nutzen von Wundern, und sie herunterzuspielen, um rationaler und anspruchsvoller zu erscheinen, ist eine große Benachteiligung für viele aufrichtige Suchende. Was jene betrifft, die sich ausschließlich dafür interessieren, ihre bereits bestehenden Überzeugungen zu bestätigen, so behauptet der Qur'an selbst, dass Wunder für diejenigen vergeblich sind, die nicht bereit sind, an sie zu glauben, selbst wenn sie sie mit eigenen Augen sehen würden. Allah sagt: „Und [selbst] wenn Wir ihnen ein Tor aus dem Himmel öffneten und sie darin hinaufstiegen, würden sie sagen: ‚Unsere Augen sind nur geblendet worden. Vielmehr sind wir ein Volk, das durch Zauberei betroffen ist.'“347 Der Qur'an beschreibt diese Reaktion auf Wunder durch skeptische Gemüter wiederholt über die Zeitalter hinweg und erklärt, warum einige den Islam dennoch ablehnten, nachdem sie die Wunder des Propheten ﷺ selbst gesehen hatten.
This is the utility of miracles and why deemphasizing them to appear more rational and sophisticated is a great disservice to many sincere seekers. As for those solely interested in validating their preexisting beliefs, the Qur’an itself asserts that miracles are futile for those not willing to believe them, even if they were to witness them with their own eyes. Allah says, “And [even] if We opened to them a gate from the heaven and they continued therein to ascend, they would say, ‘Our eyes have only been dazzled. Rather, we are a people affected by magic.’”347 The Qur’an repeatedly describes this response to miracles from skeptical minds across the ages and explains why some still rejected Islam after witnessing the Prophet’s صلى الله عليه وسلم miracles themselves.
Es zeigt die Wahrhaftigkeit einer zentralen erkenntnistheoretischen Auffassung, die der Koran vertritt, nämlich die Vergeblichkeit des Skeptizismus als Zugang zur Erkenntnis. Selbst die klarsten Zeichen und Wunder können bezweifelt werden, wenn jemand bereit ist, an seinen eigenen Sinnen zu zweifeln und die Wirklichkeit insgesamt in Frage zu stellen.
It demonstrates the veracity of a key epistemological perspective that the Qur’an postulates—namely, the futility of skepticism as an approach to knowledge. Even the clearest signs and miracles can be doubted if a person is willing to be skeptical of their own senses and question reality entirely.
Doch da unsere postmodernen Zeiten gegenüber religiösen und überlieferten Berichten über das Übernatürliche ein größeres Misstrauen hegen als jede andere Epoche der Menschheitsgeschichte, wollen wir zunächst mit der Widerlegung der weitverbreiteten Missverständnisse beginnen, dass Wunder entweder logisch unmöglich oder historisch nicht beweisbar seien.
But, because our postmodern times harbor greater suspicion against religious and traditional accounts of the supernatural than any other period in human history, let us first begin with dispelling the commonly held misconceptions that miracles are either logically impossible or historically unprovable.
345 Manche haben behauptet, der Koran verneine wiederholt, dass dem Propheten Muhammad ﷺ irgendein anderes Wunder außer dem Koran zugeschrieben werden könne. Eine sorgfältige Lektüre dieser Stellen zeigt jedoch, dass sie sich darauf beziehen, dass Gott einem widerspenstigen Volk bestimmte Wunder verweigert hat, oder dass Er Menschen dafür tadelt, sich das Recht anzumaßen, von Gott ein Wunder zu fordern, oder dass sie den Koran missachten, obwohl niemand auf Erden besser in der Lage war, seine Wundertätigkeit zu erkennen als sie selbst.
345 Some have claimed that the Qur’an repeatedly denies the attribution of any miracle to the Prophet Muhammad صلى الله عليه وسلم other than the Qur’an, but a careful reading of those passages reveals that they concerned God’s refusing to grant specific miracles to a defiant people, or His censure of human beings for feeling entitled to demand a miracle from God, or for disregarding the Qur’an when nobody on earth was more equipped to recognize its miraculousness than they were.
346 Ibn Qayyim al-Jawzīyah, Miftāḥ Dār al-Sa‘ādah (Beirut: Dār al-Kutub al-‘Ilmīyah, 2002), 2:13.
346 Ibn Qayyim al-Jawzīyah, Miftāḥ Dār al-Sa‘ādah (Beirut: Dār al-Kutub al- ‘Ilmīyah, 2002), 2:13.
347 Der Koran 15:14-15, Übersetzung des Autors.
347 The Qur’an 15:14-15, author’s translation.
Bis heute haben einige prominente atheistische Debattierende offen zugegeben, dass es nichts gibt, was ihre Meinung ändern würde, wenn man sie fragt, welchen Beweis es bräuchte, um ihre Position zu überdenken und an das Göttliche zu glauben. Selbst ein Wunder der spektakulärsten Art würde als „Halluzination“ abgetan. Genau dies deutet der Qur'an an: dass selbst das größte Wunder denjenigen nicht überzeugen wird, der sich hartnäckig dafür entscheidet, jede denkbare Form von Beweis zu ignorieren.
To this day, when asked what proof it would take for them to reconsider their position and believe in the Divine, some prominent atheist debaters have candidly admitted that there is absolutely nothing that would change their mind. Even a miracle of the most spectacular kind would be dismissed as a ‘hallucination.’ Of course, this is precisely what the Qur’an indicates: that even the greatest of miracles will not convince one who obstinately chooses to ignore every conceivable form of proof.