6.2 Die Nachweisbarkeit von Wundern
6.2 The Demonstrability Of Miracles
Weder die logische Möglichkeit eines allmächtigen Gottes, der Wunder wirkt, noch historische Behauptungen über deren Auftreten stellen einen Beweis dafür dar, dass Wunder geschehen sind. Es muss überzeugende Evidenz geben, und kein vernünftiger Mensch sollte Berichte über Wunder ohne kritische Prüfung akzeptieren. Wie oft gesagt wird: „Außergewöhnliche Behauptungen erfordern außergewöhnliche Belege.“ Dennoch müssen wir unterscheiden, ob wir tatsächlich offen für Belege sind – seien sie auch außergewöhnlich – oder ob wir blind an unseren Vorannahmen festhalten.
Neither the logical possibility of an omnipotent God performing miracles, nor historical claims of their incidence, constitutes proof that miracles took place. There must be compelling evidence, and no sensible person should accept accounts of miracles without scrutiny. As is often said, “extraordinary claims require extraordinary evidence.” However, we must discern whether we are genuinely open to evidence—albeit extraordinary—or blindly committed to our presuppositions.
Konsistenz ist ein ausgezeichneter Prüfstein: Stellen wir die Frage, ob alle ähnlichen Überzeugungen, die wir über Leben und Glauben haben, dieselben strengen Maßstäbe erfüllen, oder ob sich hier ein doppelter Maßstab eingeschlichen hat, sei es aus Vorurteil oder aus übermäßiger Skepsis? Viele Menschen heute merken vielleicht nicht, dass sie eigentlich Humeaner sind: dogmatische Naturalisten, die glauben, dass keine noch so große historische Evidenz für Wunder jemals ausreichen kann und dass nichts außer dem, was wir persönlich erfahren, beweisbar ist. Konsistenz verlangt, anzuerkennen, dass niemand tatsächlich nur das als Beleg akzeptiert, was er selbst erlebt hat. Eine solche Position würde bedeuten, jede Landkarte zu leugnen, die wir nicht selbst erstellt haben, und jede wissenschaftliche Tatsache, die wir nicht persönlich nachgewiesen haben.