Bestechung
Bribery
Allah der Erhabene sagt: {Und verzehrt euer Vermögen nicht untereinander auf unrechtmäßige Weise und bringt es nicht vor die Richter, um so wissentlich einen Teil des Vermögens anderer Menschen auf sündhafte Weise an euch zu bringen.} (Al-Baqarah: 188)
Allah Most High says, {And do not eat up your property among yourselves for vanities, nor use it as a bait for the judges, with intent that ye may eat up wrongfully and knowingly a little of (other) people's property.} (Al-Baqarah: 188)
Muslimen ist es untersagt, einen Richter oder einen Amtsträger zu bestechen, um sich auf unrechtmäßige Weise eine Entscheidung zu ihren eigenen Gunsten gegen einen Rivalen zu verschaffen oder das Eigentum anderer unrechtmäßig zu verzehren, und zwar in dem Wissen um das Verbot dieser Handlung.
Muslims are prohibited to bribe a judge or a public officer to unfairly obtain a decision in favor of one's self against a rival or to unlawfully consume the property of others while they are aware of the prohibition of this act.
Nach Überlieferung von Abu Hurairah (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte der Gesandte Allahs ﷺ: „Der Fluch Allahs trifft den, der die Bestechung gibt, und den Richter, der sie annimmt.“ 1
On the authority of Abu Hurairah (may Allah be pleased with him) that the Messenger of Allah (pbuh) said, "Allah's curse is on the one who offers the bribe and on the judge who accepts it.” 1
Nach einer Überlieferung von ʿAbdullāh ibn ʿAmr (möge Allah mit ihm zufrieden sein): „Der Gesandte Allahs ﷺ verfluchte den, der die Bestechung gibt, und den, der sie annimmt.“2
On the authority of 'Abdullah Ibn 'Amr (may Allah be pleased with him) that, "The Messenger of Allah (pbuh) cursed the one who offers the bribe and the one who receives it.”2
Die muslimischen Gelehrten bekräftigen jedoch, dass Bestechung verboten ist, wenn sie darauf abzielt, das Eigentum oder die Rechte anderer auf unrechtmäßige Weise an sich zu bringen. Befindet sich also jemand in einer Lage, in der alle Wege, ein ihm zugefügtes Unrecht wiedergutzumachen oder ein verwirktes Recht zurückzuerlangen, versperrt sind, außer durch die Zahlung eines Bestechungsgeldes, so liegt die Sünde dafür nicht bei ihm, sondern bei dem Empfänger der Bestechung.
However, the Muslim scholars affirm that bribery is prohibited when it is aimed at consuming other's property or rights unfairly. Thus, if someone finds himself in a situation in which all avenues of redressing a wrong done him, or recovering a right which has been forfeited, are blocked except through the payment of a bribe, the sin of it will not be on him but on the recipient of the bribe.
In einer anderen Überlieferung des Hadith heißt es: „Der Gesandte Allahs ﷺ verfluchte auch denjenigen, der die Zahlung eines Bestechungsgeldes vermittelt.“ Darüber hinaus gilt das oben Genannte zur Beurteilung desjenigen, der ein Bestechungsgeld anbietet, auch für denjenigen, der es vermittelt, d. h.: Wenn dies auf die Erlangung rechtmäßiger Ziele gerichtet ist, bleibt er sündenfrei; und umgekehrt.
Another narration of the hadith explains that "The Messenger of Allah (pbuh) cursed also the one who arranges for the payment of a bribe. " Furthermore, what is mentioned above concerning the ruling of the one who offers a bribe applies to the one who arranges it, i.e., if it is aimed at obtaining fair ends, he would be sinless; and vice versa.
Geschenke an Amtsträger sind eine Form der Bestechung. Abu Umamah Al-Bahli (möge Allah mit ihm zufrieden sein) berichtete, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Wer für seinen Bruder Fürsprache einlegt und ihm daraufhin ein Geschenk anbietet, der nimmt damit nichts anderes als einen schweren Wucher.“ 3
Gifts to officials are a form of bribery. Abu Umamah AI-Bahli (may Allah be pleased with him) said that the Messenger of Allah (pbuh) said, "Whoever intercedes on behalf of his brother and therefore he offers him a gift, it would be nothing other than a grievous usury.” 3
Ibn Mas'ud (möge Allah mit ihm zufrieden sein) sagte: „Ein Geschenk von deinem Bruder anzunehmen, weil du ihm bei der Erfüllung seines Bedürfnisses geholfen hast, ist die genaue Bedeutung des Verzehrs verbotener Dinge." Einst bat Masruq Ibn Ziyad, ihm dabei zu helfen, ein ihm zugefügtes Unrecht zu beseitigen. Nachdem dieser ihm geholfen hatte, bot Masruq Ibn Ziyad einen Sklaven als Geschenk an. Ziyad lehnte das Geschenk jedoch ab und sagte: „Ich habe Ibn Mas'ud sagen hören: ‚Verboten ist das Geschenk, das angeboten wird, um ein Unrecht gegenüber einem Muslim zu beseitigen.'" Er fragte weiter: „O Abu 'Abd al-Rahman! Beschränkt sich Bestechung nicht darauf, Richtern ein Bestechungsgeld anzubieten?" Er antwortete: „Letzteres ist eine Form des Schirk (Beigesellung)."1
Ibn Mas'ud (may Allah be pleased with him) said, "To accept a gift from your brother because of fulfilling his need is the precise meaning of consuming the forbidden things." Once Masruq asked Ibn Zyad to assist him in removing a wrong inflicted upon him. Having assisted him, Masruq offered Ibn Zyad a slave as a gift. Zyad, on his part, rejected the gift saying, "I have heard Ibn Mas'ud say, 'Forbidden is the gift offered because of removing a wrong from a Muslim.) "He wondered, "O Abu' Abd AI-Rahman! Is not bribery restricted to offering a bribe to judges!" He replied, "This latter is a form of Shirk (association).”1
Einst kam ein christlicher Mann zu Imam Abi 'Amr Al-Awza'i (möge Allah ihm Seine Barmherzigkeit erweisen), der in Beirut lebte, und beklagte sich über den Herrscher von Ba'labak. Er bat ihn, dem Herrscher zu schreiben und ihm zu befehlen, dem christlichen Mann kein Unrecht mehr zuzufügen. Der Christ brachte jedoch eine Flasche Honig als Geschenk für Abi 'Amr mit. Daraufhin sagte Abi 'Amr: „Wenn du es wünschst, lehne ich dein Geschenk ab und schreibe dem Herrscher von Ba'labak, dass er aufhören soll, dich zu unterdrücken; und wenn du es wünschst, nehme ich dein Geschenk an." Imam Abi 'Amr schrieb daraufhin an den Herrscher von Ba'labak, er solle die Höhe der Kharaj (Grundsteuer) für den Christen senken. Der Christ nahm daraufhin den Brief und seine Flasche Honig und reiste zum Herrscher von Ba'labak. Nachdem der Herrscher den Brief des Abi 'Amr gelesen hatte, erließ er dem christlichen Mann 30 Dirham von der Kharaj.
Once, a Christian man came to Imam Abi 'Amr AI-Awza'i (may Allah bestow mercy on him), who was living in Beirut, complaining of the ruler of Ba'labak and asking him to send to the ruler ordering him to stop from doing wrong to the Christian man. However, the Christian man brought with him a bottle of honey as a gift to Abi 'Amr. Therefore, Abi 'Amr commented, "If you wish I would refuse your gift and send to the ruler of Ba'labak ordering him to stop from oppressing you; and if you wish I would accept your gift. Imam' Abi 'Amr send to the ruler of Ba'labak to reduce the amount of Kharaj (land-tax) from the Christian. Consequently, the Christian took the letter and his bottle of honey and traveled to the ruler of Ba'labak. Having read the letter of Abi ' Amr, the ruler reduced 30 Dirhams from Kharaj of the Christian man.
Überliefert von At-Tirmidhi.
1 Reported by At -Tirlllidhi.
Überliefert von At-Tirmidhi.
2 Reported by At- Tirlllidhi.
3 Überliefert von Abu Dawud.
3 Reported by Abu Dawud.
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Erwähnt von Al-Haithami in Majma' Al-Zawa'id.
1 Mentioned by A1-Haithami in in Magama' Al-Zawa'd.