3.3 Sammlung des Qur'an
3.3 Compilation of the Qur‟an
Durch eindeutige und unzweifelhafte Beweise ist belegt, dass bei seinem Tod der Prophet ﷺ den gesamten Qur'an bereits niedergeschrieben hatte und dass er vollständig in den Herzen der Sahabah (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) bewahrt war. Wenn ein Vers oder mehrere Verse offenbart wurden, pflegte er ﷺ anzuordnen, dass sie sogleich in seiner Gegenwart niedergeschrieben wurden. Er ﷺ untersagte den Muslimen das Niederschreiben des Qur'an nicht, mit Ausnahme dessen, was er den Schreibern diktierte, die die Offenbarung aufschrieben.
It has been proven by decisive and definite evidence that when the Prophet (saw) died the whole Qur‟an had been written and all of it was preserved in the hearts of the Sahabah (may Allah be pleased with them). An verse or verses would be revealed and so he (saw) used to order that they be written down before him at once. He (saw) did not prevent the Muslims from writing the Qur‟an other than what he used to dictate to the scribes who wrote down the revelation.
Abu Sa'id al-Khudri überlieferte, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
Abu Sa'id al-Khudri narrated that the Messenger of Allah (saw) said:
„Schreibt nichts von mir auf – wer auch immer etwas von mir außer dem Qur'an niedergeschrieben hat, der soll es löschen.“ (Muslim)
“Do not write down anything from me, whosoever writes anything I have said other than the Qur‟an let him erase it.” (Muslim)
Was die Schreiber von der Offenbarung niederschrieben, wurde auf Blättern gesammelt (Suhuf). Er (swt) sagte: „Ein Gesandter von Allah, der gereinigte Blätter (Suhuf) (des Qur'an) rezitiert." (TMQ Al-Bayyinah: 2)
What the scribes used to write of the revelation was collected on sheets (Suhuf). He (swt) said: “A Messenger from Allah, reciting purified pages (Suhuf) (of the Qur‟an).” (TMQ Al-Bayyinah: 2)
„Nein wahrlich, sie (die Verse des Qur'an) sind eine Ermahnung. Wer also will, der soll ihrer gedenken. (Sie stehen) in Schriften, die in Ehren gehalten werden, erhaben (an Würde), gereinigt, in den Händen von Schreibern, ehrenhaft und gehorsam.“ (TMQ Al-Abasa: 11-16)
“Nay, indeed it (verses of the Qur‟an) are an admonition. So whoever wills, let him pay attention to it. (It is) in Records held (greatly) in honour. Exalted (in dignity), purified. In the hands of scribes, Honourable and obedient.” (TMQ Al-Abbasa: 11-16)
Er (saw) hinterließ alles, was zwischen den beiden Deckeln des Mushaf stand und ihm gegenüber niedergeschrieben worden war. 'Abd al-'Aziz b. Rufayya' überlieferte: „Shaddad bin Ma'qil und ich traten bei Ibn 'Abbas ein. Shaddad bin Ma'qil fragte ihn: „Hat der Prophet ﷺ etwas hinterlassen (außer dem Qur'an)?“ Er antwortete: „Er hat nichts hinterlassen außer dem, was zwischen den beiden Einbänden (des Qur'an) steht.“ Dann besuchten wir Muhammad bin Al-Hanafiyya und stellten ihm dieselbe Frage. Er antwortete: „Der Prophet ﷺ hat nichts hinterlassen außer dem, was zwischen den Einbänden (des Qur'an) steht.“ Es herrscht Ijma' (Übereinstimmung) darüber, dass alle Verse des Qur'an in ihren jeweiligen Suren unmittelbar vor dem Gesandten ﷺ niedergeschrieben wurden, als ihm die Offenbarung herabgesandt wurde, und dass sie auf Blättern (Suhuf) geschrieben wurden. Der Größte der Gesandten ﷺ starb zufrieden mit dem Qur'an, seinem größten Wunder, das den Beweis für die Araber und die Welt erbrachte. Er fürchtete nicht, dass die Verse des Qur'an verloren gehen könnten, denn Allah (swt) hat den Qur'an mit einem eindeutigen Text bewahrt:
He (saw) left written everything that was between the two covers of the Mushaf which had been written down in front of him. 'Abd al-'Aziz b Rufayya' narrated: “Shaddad bin Ma'qil and I entered upon Ibn 'Abbas. Shaddad bin Ma'qil asked him, “Did the Prophet leave anything (besides the Qur‟an)?” He replied: “He did not leave anything except what is Between the two bindings (of the Qur‟an).” Then we visited Muhammad bin Al-Hanafiyya and asked him (the same question). He replied, “The Prophet did not leave except what is between the bindings (of the Qur‟an).” An Ijma' (consensus) has taken place on the fact that all of the verses of the Qur‟an in their respective chapters (Surahs) had been written down directly in front of the Messenger (saw) when the revelation was revealed to him, and that they were written on sheets (Suhuf). The greatest of Messengers died content about the Qur‟an, his greatest miracle which established the proof for the Arabs and the world. He did not fear for the verses of the Qur‟an that they would be lost because Allah (swt) has preserved the Qur‟an with an explicit text:
„Gewiss, Wir – Wir haben die Ermahnung (den Qur'an) herabgesandt, und gewiss, Wir werden ihn bewahren (vor Verfälschung).“ (TMQ Al-Hidschr: 9)
“Verily We: It is We Who have sent down the Zikr (the Qur‟an) and surely, We will guard it (from corruption).” (TMQ Al-Hajj: 9)
Aufgrund der Bewahrung des Qur'an in schriftlicher Form und im Gedächtnis der Sahabah nach dem Tod des Gesandten ﷺ empfanden die Sahabah zunächst kein Bedürfnis, den Qur'an in einem einzigen Buch zusammenzustellen. Dies blieb so, bis viele der Huffaz (Auswendigkönner des Qur'an) in den Riddah-Kriegen (Abfallkriegen) getötet worden waren. Infolgedessen befürchtete Umar (ra), dass bestimmte Blätter verloren gehen und die Qurra' (diejenigen, die den gesamten Qur'an auswendig gelernt hatten) sterben könnten, wodurch einige Verse verloren gehen würden. Daher dachte er darüber nach, die schriftlichen Blätter zusammenzuführen (in einer einzigen Sammlung). Er trug seine Idee Abu Bakr (ra) vor, der sie schließlich annahm und die Zusammenstellung des Qur'an anordnete.
Due to the preservation of the Qur‟an in its written form and in the memory of the Sahabah after the death of the Messenger the Sahabah initially did not feel the need to compile the Qur‟an in one book. This was the case until many of the Huffaz (memorisers of the Qur‟an) had been killed in the Riddah (apostasy) wars. Due to this Umar (ra) feared for the loss of certain sheets and death of the Qurra' (Those who had committed the whole of the Qur‟an to memory), thereby causing some verse to be lost. So he thought about bringing the written sheets together (in one compilation). He presented his idea to Abu Bakr (ra) who eventually accepted this and ordered for the compilation of the Qur‟an.
Es wird von 'Ubayd b. al-Sibaq überliefert, dass Zayd b. Thabit al-Ansari sagte: „Abu Bakr ließ mich rufen, nachdem (in der Schlacht) der Krieger von Yamama (große) Verluste erlitten hatte (wobei eine große Zahl von Qurra' getötet wurde). Umar war bei Abu Bakr anwesend, und Abu Bakr sagte: „Umar ist zu mir gekommen und hat gesagt: ‚Am Tag (der Schlacht) von Yamama haben die Menschen schwere Verluste erlitten, und ich fürchte, dass bei anderen Schlachtfeldern noch mehr Qurra' fallen werden, wodurch ein großer Teil des Qur'an verloren gehen könnte, wenn du ihn nicht sammelst. Ich bin der Meinung, dass du den Qur'an sammeln solltest.‘“ Abu Bakr (ra) fügte hinzu: „Ich sagte zu Umar: ‚Wie kann ich etwas tun, was der Gesandte Allahs nicht getan hat?‘ Umar sagte (zu mir): ‚Bei Allah, es ist wirklich etwas Gutes.‘ So drängte Umar weiter und versuchte, mich von seinem Vorschlag zu überzeugen, bis Allah mein Herz dafür öffnete und ich dieselbe Meinung hatte wie Umar.“ Zayd b. Thabit fuhr fort: „Umar saß bei ihm (Abu Bakr) und sprach nicht mit mir. (Abu Bakr sagte:) ‚Du bist ein weiser junger Mann, und wir haben keinen Verdacht gegen dich (dass du lügst oder etwas vergisst), und du hast die Offenbarung (Wahy) für den Gesandten Allahs niedergeschrieben. Suche deshalb den Qur'an und sammle ihn (in einer Handschrift).‘“ „Bei Allah, hätte er (Abu Bakr) mir befohlen, einen der Berge von seinem Platz zu versetzen, wäre es mir nicht schwerer gefallen als das, was er mir hinsichtlich der Sammlung des Qur'an befahl. Ich sagte zu ihnen beiden: ‚Wie wagt ihr, etwas zu tun, was der Prophet ﷺ nicht getan hat?‘ Abu Bakr sagte: ‚Bei Allah, es ist wirklich etwas Gutes.‘ So stritt ich weiter mit ihm darüber, bis Allah mein Herz für das öffnete, wofür Er die Herzen von Abu Bakr und Umar geöffnet hatte. So begann ich, Qur'an-Material aufzuspüren und es von Pergamenten, Schulterblättern, Palmblattstielen und aus dem Gedächtnis von Männern, die es auswendig kannten, zu sammeln.“ Ich fand bei Khuzaima zwei Verse der Sure At-Tauba, die ich bei niemand anderem in schriftlicher Form gefunden hatte, und zwar: „Wahrlich, es ist zu euch ein Gesandter gekommen aus eurer Mitte. Schwer ist ihm, was euch Bedrängnis bereitet; er ist um euch besorgt, gegenüber den Gläubigen gütig und barmherzig.“ (Sure At-Tauba: 128) bis zum Ende von Bara'a.“ Die Handschrift des Qur'an, die gesammelt worden war, verblieb bei Abu Bakr (ra), bis Allah (swt) ihn zu sich nahm, danach bei Umar (ra) während dessen Lebenszeit, und schließlich verblieb sie bei Hafsa (ra), der Tochter Umars. Zaids (ra) Sammlung des Qur'an bestand nicht aus dem, was er von den Huffaz niederschrieb. Vielmehr vereinigte seine Sammlung das, was er selbst vor dem Gesandten Allahs (saw) niedergeschrieben hatte. Er fügte kein Blatt an ein anderes an, um sie zu sammeln, es sei denn, zwei Zeugen bezeugten für dieses Blatt, dass es in Gegenwart des Gesandten Allahs ﷺ geschrieben worden war. Außerdem nahm er kein Blatt an, es sei denn, es erfüllte zwei Bedingungen. Erstens: dass es in schriftlicher Form bei einem der Gefährten vorhanden war. Zweitens: dass es von einem der Gefährten auswendig gelernt worden war. Stimmten die schriftliche und die auswendig gelernte Form mit dem Blatt überein, das gesammelt werden sollte, nahm er es an; andernfalls nahm er es nicht an. Deshalb hielt er sich davon zurück, das Ende der Sure al-Bara'a aufzunehmen, bis er es in schriftlicher Form bei Abu Khuzayma fand, obwohl Zayd es selbst hätte rezitieren und sich daran erinnern können. Über Yahya b. 'Abd al-Rahman b. Hatib wird überliefert, dass er sagte: „Umar erhob sich und sprach: Wer irgendetwas des Qur'an vom Gesandten Allahs ﷺ empfangen hat, der soll es hervorbringen. Man pflegte es auf Blätter, Tafeln und Palmblattrippen zu schreiben.“ Ibn Hatib sagte: „Er (Zayd) nahm von niemandem etwas an, bis zwei Zeugen ein Zeugnis abgelegt hatten.“ Dies zeigt, dass Zayd sich nicht damit zufriedengab, etwas nur in schriftlicher Form zu finden, bis derjenige, der es empfangen hatte, bezeugte, dass er es vom Gesandten Allahs (swt) gehört hatte, obwohl Zayd es bereits auswendig gekonnt hatte. Dies tat er aus äußerster Vorsicht. So bestand der Prozess der Sammlung nicht in etwas anderem als dem Zusammenführen von Blättern, die bereits in der Gegenwart des Gesandten Allahs ﷺ niedergeschrieben worden waren, zu einem Buch zwischen zwei Deckeln. Der Qur'an wurde früher auf Blättern niedergeschrieben, doch diese wurden getrennt aufbewahrt. Also brachte Abu Bakr (ra) sie an einem Ort zusammen. Deshalb war Abu Bakrs Anordnung zur Sammlung des Qur'an keine Anordnung, ihn in einem einzigen Mushaf niederzuschreiben, vielmehr war sie eine Anordnung, die Blätter, die in der Gegenwart des Gesandten niedergeschrieben worden waren, an einem Ort zusammenzubringen. Dies war eine Anordnung, um sicherzustellen, dass sie in ihrer ursprünglichen Form vorlagen, indem man sie durch die Zeugnisse zweier Zeugen stützte, dass sie in Gegenwart des Gesandten Allahs ﷺ niedergeschrieben worden waren, und dass sie sich in schriftlicher Form im Besitz der Sahaba befanden und diese sie auswendig gelernt hatten. Diese Blätter blieben während seines Lebens im Besitz Abu Bakrs (ra) bewahrt, danach bei Umar (ra) zu seinen Lebzeiten und danach bei Hafsa (ra), der Tochter Umars, der Mutter der Gläubigen, gemäß dem Vermächtnis Umars. Hieraus wird deutlich, dass Abu Bakrs Sammlung des Qur'an lediglich im Zusammenbringen von Blättern bestand, die in der Gegenwart des Gesandten Allahs ﷺ niedergeschrieben worden waren, und dass es keine eigentliche Sammlung des Qur'an war.
Dies betraf die Sammlung des Abu Bakr. Was die Sammlung des Uthman (ra) betrifft: Im dritten, manche sagen im zweiten Jahr seines Kalifats, im Jahr 25 n. H., trat Hudhayfa b. al-Yaman (ra) in Madina an Uthman heran, zu der Zeit, als die Leute von al-Sham und die Leute von Irak miteinander Krieg führten, um Armenien und Aserbaidschan zu erobern. Hudhayfa fürchtete sich vor den Unterschieden in der Rezitation des Qur'an zwischen den Leuten von al-Sham und denen von Irak. Er sah, dass die Leute von al-Sham gemäß der Rezitation des Ubay b. Ka'b (ra) rezitierten und mit Lesarten kamen, die die Leute von Irak nicht gehört hatten. Ebenso sah er, dass die Leute von Irak gemäß der Rezitation des Abdullah b. Mas'ud (ra) rezitierten und somit bestimmte Lesarten hatten, die die Leute von al-Sham nicht gehört hatten. Daraufhin begannen sie, einander des Kufr (Unglaubens) zu beschuldigen. Sie waren sich uneins über einen Vers in Surat al-Baqara. Der eine las: „Und vollzieht die Hadsch und die 'Umra für Allah richtig (wa atimmul hajja wal 'umrata lillah).“ (TMQ Al-Baqara: 196)
This was regarding the compilation of Abu Bakr. As for the compilation of Uthman (ra), in the third or some say the second year of his Khilafah, in the year 25 AH, Hudhayfa b. al-Yaman (ra) approached Uthman in Madinah at the time when the people of al-Sham and the people of Iraq were waging war to conquer Armenia and Azerbijan. Hudhayfa was afraid of the people of al-Sham and Iraq‟s differences in the recitation of the Qur‟an. He saw that the people of al-Sham reading according to the recitation of Ubay b. Ka'b (ra), and they were coming with readings the people of Iraq had not heard of. Also he saw the people of Iraq reading according to the recitation of Abdullah b. Mas'ud (ra) and so they had certain readings that the people of al-Sham had not heard of. Thus, they began to charge each other of Kufr (disbelief). They both disagreed about a verse in Surah al-Baqarah. One read: “And perform properly the hajj and 'Umra for Allah (wa atimmul hajja wal 'umrata lillah).” (TMQ Al-Baqarah: 196)
„Und vollziehe die Pilgerfahrt (Hadsch) und die 'Umra richtig für das Haus (Allahs)“ (wa atimmul hajja wal 'umrata lil bayt). Da wurde Hudhayfah zornig, und seine Augen röteten sich vor Wut. Es wird überliefert, dass Hudhayfah sagte: „Die Leute von Kufa halten an der Rezitation des Ibn Mas'ud fest, und die Leute von Basra halten an der Rezitation des Abu Musa fest. Bei Allah! Wenn ich zum Anführer der Gläubigen komme, werde ich ihn anweisen, daraus eine einzige Rezitation zu machen.“ So reiste er zu Uthman (ra). Ibn Shihab berichtet, dass Anas b. Malik (ra) überliefert hat: Hudhaifa bin al-Yaman kam zu Uthman zu der Zeit, als die Leute von Syrien und die Leute von Irak miteinander Krieg führten, um Armenien und Aserbaidschan zu erobern. Hudhayfa fürchtete ihre Unterschiede in der Rezitation des Qur'an, und so sagte er zu Uthman: „O Oberhaupt der Gläubigen! Rette diese Gemeinschaft, bevor sie sich über das Buch (den Qur'an) uneins werden, so wie es die Juden und die Christen vor ihnen taten.“ Da schickte Uthman eine Nachricht an Hafsa mit den Worten: „Schick uns die Manuskripte des Qur'an, damit wir die Qur'an-Texte in vollkommenen Abschriften zusammenstellen und dir die Manuskripte zurückgeben können.“ Hafsa schickte sie an Uthman. Uthman befahl dann Zayd bin Thabit, 'Abd Allah b. al-Zubair, Said b. al-'As und 'Abd al-Rahman b. Harith b. Hisham, die Manuskripte in vollkommenen Abschriften neu zu schreiben. Uthman sagte zu den drei Männern aus Quraisch: „Falls ihr mit Zayd b. Thabit in einem Punkt des Qur'an uneins seid, so schreibt es im Dialekt der Quraisch, denn der Qur'an wurde in ihrer Sprache offenbart.“ Sie taten es, und als sie viele Abschriften angefertigt hatten, gab Uthman die ursprünglichen Manuskripte an Hafsa zurück. Uthman sandte an jede muslimische Provinz eine Abschrift dessen, was sie kopiert hatten, und ordnete an, dass alle anderen Qur'an-Texte, ob als fragmentarische Manuskripte oder als vollständige Exemplare, verbrannt werden. Die Zahl der angefertigten Abschriften betrug sieben. Die sieben Mushafs wurden nach Makkah, Al-Sham, Jemen, Bahrain, Basra und Kufa gesandt, und eine Abschrift wurde in Medina behalten.
The other read: “And perform properly the hajj and 'Umra to the House (of Allah) (wa atimmul hajja wal 'umrata lil bayt).” So Hudhayfah became angry and his eyes went red with rage. It has been narrated about Hudhayfah that he said: “The people of Kufah adhere to the recitation of Ibn Mas'ud and the people of Basra adhere to the recitation of Abu Musa. By Allah! If I go to the Leader of the Believers I will order him to make it a single recitation.” So he travelled to Uthman (ra). It has been reported by Ibn Shihab that Anas b. Malik (ra) narrated: Hudhaifa bin al-Yaman came to Uthman at the time when the people of Sham and the people of Iraq were waging war to conquer Armenia and Azerbijan. Hudhayfa was afraid of their (the people of Sham and Iraq) differences in the recitation of the Qur‟an, so he said to Uthman, “O chief of the Believers! Save this nation before they differ about the Book (Quran) as Jews and the Christians did before.” So Uthman sent a message to Hafsa saying, “Send us the manuscripts of the Qur‟an so that we may compile the Qur‟anic materials in perfect copies and return the manuscripts to you.” Hafsa sent it to Uthman. Uthman then ordered Zayd bin Thabit, 'Abd Allah b. al-Zubair, Said b. al-'As and 'Abd al-Rahman b. Harith b. Hisham to rewrite the manuscripts in perfect copies. Uthman said to the three Quraishi men, “In case you disagree with Zayd b. al-Thabit on any point in the Qur‟an, then write it in the dialect of Quraish, the Qur‟an was revealed in their tongue.” They did so, and when they had written many copies, Uthman returned the original manuscripts to Hafsa. Uthman sent to every Muslim province one copy of what they had copied, and ordered that all the other Qur‟anic materials, whether written in fragmentary manuscripts or whole copies, be burnt. The number of copies made was seven. The seven Mushafs were sent to Makkah, al-Sham, Yemen, Bahrayn, Basra, Kufa, and one copy was kept in Madina.
Daher war Uthmans Handeln nicht die Sammlung des Qur'an. Vielmehr bestand es lediglich im Abschreiben und Niederschreiben desselben Textes, der vom Gesandten Allahs ﷺ überliefert worden war, so wie er war. Er tat nichts anderes, als sieben Abschriften von der bewahrten Fassung anzufertigen, die sich im Besitz Hafsas, der Mutter der Gläubigen, befand, und die Menschen auf dieser einen Schreibweise zu vereinen. Er verbot jede andere Schreibweise oder Diktierung außer dieser. Die Sache wurde für diese Fassung als Schreibweise und Lesung entschieden. Es ist dieselbe Schreibweise und Lesung, in der die Blätter in Gegenwart des Gesandten Allahs ﷺ niedergeschrieben wurden, als die Offenbarung herabgesandt wurde, und es ist dieselbe Fassung, die Abu Bakr (ra) zusammengestellt hatte. Dann begannen die Muslime, Abschriften von dieser Fassung anzufertigen und nicht von einer anderen. Es blieb nichts übrig außer dem Mushaf des Uthman in seiner Schreibweise. Als die Drucker aufkamen, wurde der Mushaf von dieser Fassung mit derselben Schreibweise und Lesung gedruckt. Der Unterschied zwischen der Sammlung des Abu Bakr und der des Uthman besteht darin, dass die Sammlung des Abu Bakr aus der Furcht erfolgte, dass etwas vom Qur'an verloren gehen könnte, falls einer seiner Auswendigkundigen sterben sollte.
Therefore, Uthman's action was not the compilation of the Qur‟an. Rather it constituted in only the copying and transcription of the same thing transcribed from the Messenger of Allah (saw) as it was. He he did not do anything other than make seven copies from the preserved copy in the possession of Hafsa, mother of the believers and unite the people on this single script and forbade any other script or dictation other than it. The matter became settled on this copy as a script and dictation. It is the same script and dictation in which the sheets were written in the presence of Allah's Messenger (saw) when the revelation was sent down, and it is the same copy which Abu Bakr (ra) had compiled. Then the Muslims began to make copies from this copy and not any other copy. Nothing remained except the Mushaf of Uthman in its script. When printers came about the Mushaf was printed from this copy with the same script and dictation. The difference between the compilation of Abu Bakr and that of Uthman is that the compilation of Abu Bakr took place due to the fear that something would be lost from the Qur‟an if any of its memorisers died out.
Obwohl er auf Blättern niedergeschrieben war, war er nicht an einem Ort in einem einzigen Buch gesammelt worden, und so wurde er zusammengestellt. Die Sammlung Uthmans fand statt, weil die Unterschiede hinsichtlich einzelner Aspekte des Qur'an zunahmen, wenn man ihn las, aufgrund der Ausbreitung der Sprache. Dies führte dazu, dass einige andere beschuldigten, einen Fehler zu machen. Man befürchtete, dass die Angelegenheit eskalieren und sehr viel schlimmer werden würde. Daher wurde die ursprüngliche Zusammenstellung siebenfach abgeschrieben und in die verschiedenen muslimischen Provinzen gesandt. Der Mushaf, den wir jetzt vor uns haben, ist derselbe Mushaf, der dem Gesandten Allahs ﷺ offenbart wurde. Es ist derselbe Mushaf, den Abu Bakr zusammenbrachte, als die Blätter an einem Ort gesammelt wurden. Und es ist derselbe, von dem Uthman die sieben Abschriften anfertigte und anordnete, dass die übrigen verbrannt werden sollten. Es ist derselbe edle Qur'an in seiner Versanordnung im Verhältnis zueinander und in ihrer Anordnung innerhalb ihrer jeweiligen Suren, in Schrift und Diktat.
As even though it was written on sheets it had not been collected in one place in a single book, thus it was compiled. The compilation of Uthman took place because differences increased regarding aspects of the Qur‟an when they read it due to the expansion of the language. This led some to accuse others of making an error. It was feared that the matter would escalate and become seriously worse. So the original compilation was copied seven times and sent to the different Muslim provinces. The Mushaf that we now have before us is the same Mushaf revealed to the Messenger of Allah (saw). It is the same mushaf that Abu Bakr brought together when the sheets were compiled in one place. And it is the same one from which Uthman transcribed the seven copies and ordered for the rest to be burned. It is the same noble Qur‟an in its verse arrangement in relation to each other and their arrangment in their respectives Surahs, script and dictation.
Was die ursprüngliche Abschrift betrifft, die der Gesandte Allahs ﷺ aus der Offenbarung diktiert hatte, so wurden diese Blätter zusammengestellt und anschließend abgeschrieben. Sie blieben im Besitz von Hafsa, der Mutter der Gläubigen, geschützt, bis Marwan Wali (Statthalter) von Madinah wurde und sie zerriss. Denn sie galt nicht mehr als verbindlich, da sich Abschriften des Mushaf überall verbreitet hatten. Ibn Schihab berichtete, dass Salim b. ʿAbdullah b. ʿUmar ihm mitteilte: Marwan ließ Hafsa rufen – d. h. als er über Vermittlung Muʿawiyyas Amir von Madinah war – und forderte von ihr die Blätter, von denen der Qur'an abgeschrieben worden war. Sie weigerte sich, sie ihm zu geben. Salim sagte: Als Hafsa starb, während wir von ihrer Beerdigung zurückkehrten, teilte Marwan ʿAbdullah b. ʿUmar seinen festen Entschluss mit, ihm dieses Mushaf zu schicken. So sandte ʿAbdullah b. ʿUmar es ihm. Marwan ordnete an, es zu vernichten. Er sagte: „Ich habe dies getan, weil ich befürchtete, dass die Menschen, wenn es lange unter ihnen bliebe, an diesen Blättern zweifeln würden.“
As for the original copy dictated by the Messenger of Allah (saw) from the revelation, those sheets were compiled together and then copied. It remained protected in the possession of Hafsa, mother of the believers until Marwan became the Wali (governor) of Madinah and he tore it up. Since it was not considered binding because copies of the Mushaf had spread everywhere. Ibn Shihab narrated that Salim b. 'Abdullah b. Umar informed him: That Marwan used to send for Hafsa – i.e. when he was the Amir of Madinah via Mu'awiyya - asking her for the sheets from which the Qur‟an was written. She refused to give him it. Salim said: When Hafsa died, while we were returning from her burial Marwan communicated his firm decision to 'Abdullah b. Umar that he send him that mushaf. So 'Abdullah b. Umar sent it to him. Marwan ordered it to be destroyed. He said: “I did this because I feared that if it remained with people for a long time then people will have doubts regarding these sheets.”