10.2 Die verpflichtenden Befugnisse des Gouverneurs
10.2 The mandatory powers of the of the Governor
Der Wali hat das Mandat, seine Wilayah zu regieren und die Tätigkeit der verschiedenen Abteilungen innerhalb seiner Wilayah zu überwachen, und zwar im Auftrag des Khalifah. Der Wali besitzt daher alle Befugnisse innerhalb seiner Wilayah mit Ausnahme der Finanzen, der Justiz und der Streitkräfte. Er hat die Imarah über die Menschen in seiner Wilayah inne und ist dafür verantwortlich, alle Angelegenheiten zu überwachen, die die Wilayah betreffen. Die Polizei untersteht ihm jedoch nur hinsichtlich der Durchführung, nicht hinsichtlich der Verwaltung.
The Waali has a mandate to rule and to supervise the activities of the various departments within his Wilayah, and this is done on behalf of the Khaleefah. So the Waali enjoys all the powers within his Wilayah except the funds, the judiciary, and the armed forces. He has the Imarah over the people in his Wilayah and is responsible for supervising all matters relating to the Wilayah. However the police would be under his command in terms of the execution only and not in terms of the administration.
Dies liegt daran, dass der Waali ein Stellvertreter des Khalifen an dem Ort ist, an den dieser ihn einsetzt. Er verfügt über dieselben verpflichtenden Befugnisse wie der Khalif und gleicht dem Mu'awin hinsichtlich der allgemeinen Aufsicht (Wilayah 'Aammah), wenn seine Wilayah allgemein wäre, das heißt, wenn ihm eine allgemeine Aufsicht an diesem Ort übertragen wurde. Hätte er eine spezifische Aufsichtsfunktion und Zuständigkeit für Angelegenheiten, für die er eingesetzt wurde, wenn seine Wilayah spezifisch wäre (Wilayah Khaassah), so hätte er in einem solchen Fall kein Mandat, andere Angelegenheiten zu prüfen. Der Gesandte Allahs ﷺ pflegte einige Personen mit einer uneingeschränkten Wilayah zur Herrschaft einzusetzen, andere mit einer allgemeinen Wilayah (Wilayah 'Aammah), die alles umfasst, und wieder andere für einen bestimmten Bereich und mit einer spezifischen Wilayah. Er ﷺ entsandte Mu'az nach Jemen und lehrte ihn, wie er vorgehen sollte. Al-Bayhaqqi, Ahmad und Abu Dawood überlieferten von Mu'az, dass der Gesandte Allahs ﷺ zu ihm, als er ihn nach Jemen schickte, sagte: „Wie würdest du urteilen, wenn dir ein Fall vorgelegt wird?" Er antwortete: „Nach dem Buch Allahs." Er ﷺ sagte: „Und was, wenn du es dort nicht findest?" Er erwiderte: „Dann urteile ich nach der Sunnah des Gesandten Allahs ﷺ." Und er ﷺ sagte: „Und was, wenn du es auch dort nicht findest?" Er sagte: „Dann bilde ich mir eine eigene Meinung (ich betreibe Ijtihad) und spare keine Mühe." Daraufhin legte der Gesandte Allahs ﷺ seine Hand auf meine Brust und sagte: „Lob sei Allah, Der den Gesandten des Gesandten Allahs ﷺ zu dem geleitet hat, was Allah und Sein Gesandter lieben." Er ﷺ entsandte auch Ali bin Abi Talib nach Jemen, ohne ihm Anweisungen zu geben, weil er auf dessen Wissen und Fähigkeit vertraute. Als er ﷺ Mu'az einsetzte, übertrug er ihm das Gebet (Salah) und die Abgabe (Sadaqah). Er ﷺ setzte Farwa bin Musayk als 'Amil über Murad, Muzhij und Zabeed ein und schickte Khalid bin Sa'eed mit ihm, der für die Sadaqah zuständig war. Dies alles zeigt, dass der Waali alle verpflichtenden Befugnisse der Herrschaft besitzt, wie aus den Anweisungen hervorgeht, die Mu'adh gegeben wurden, nicht aber 'Ali. Es zeigt ferner, dass der Gesandte Allahs ﷺ einigen Walis eine allgemeine Wilayah über das Gebet und die Sadaqah übertrug, während er anderen eine spezifische Wilayah nur über das Gebet oder nur über die Sadaqah verlieh.
This is because the Waali is a deputy of the Khaleefah in the place where He appoints him. He has the same mandatory powers that the Khaleefah has, and He is like the Mu’awin in terms of general supervision (Wilayah ‘Aammah) if his Wilayah were general, i.e. if He was given general supervision in that place. He would have a specific supervisory role, and in matters related to those for which He was appointed, if his Wilayah was specific (Wilayah Khaassah); then in such a case He would have no mandate to examine other matters. The Messenger of Allah (pbuh) used to appoint some people in an unrestricted Wilayah over ruling, others in a general Wilayah (Wilayah ‘Aammah) covering everything, and others to a specific area and with a specific Wilayah. He (saws) sent Mu’az to Yemen and taught Him how to procced. Al-Bayhaqqi, Ahmad and Abu Dawood narrated on the authority of Mu’az that “The Messenger of Allah (pbuh) said to him, when He (pbuh) sent Him to Yemen; ‘How would you rule if a case was presented to you?’ He said; ‘By the Book of Allah.’ He (pbuh) said; ‘What if you do not find it (the verdict) there?’ He replied; ‘I would judge by the Sunnah of Allah’s Messenger.’And He (pbuh) said; ‘What if you do not find it there?’ He said; ‘I would exert an opinion (perform Ijtihad), saving no effort.’ Upon this the Messenger of Allah (pbuh) put his hand on my chest and said; ‘Praise be to Allah Who has guided the Messenger of the Messenger of Allah (pbuh) to what Allah and His Messenger love.’” He (pbuh) also sent Ali bin Abi Talib to Yemen without instructing him, because He was confident about his knowledge and competence. When He (pbuh) appointed Mu’az He assigned the Salah and the Sadaqah to him. He (pbuh) appointed Farwa bin Musayk as an ‘Amil over Murad, Muzhij and Zabeed and He sent with Him Khalid bin Sa’eed in charge of the Sadaqah. All this demonstrates that the Waali has all the mandatory powers of ruling, as is evident by the instructions given to Mu’az and not given to ‘Ali. It also demonstrates that the Messenger of Allah (pbuh) gave some Wulah general Wilayah over the Salah and the Sadaqah, while He gave others a specific Wilayah covering the Salah only, or the Sadaqah only.
Doch obwohl der Khaleefah einen Waali für eine allgemeine Wilayah oder für eine bestimmte Wilayah einsetzen darf, ist auch bestätigt, dass Mu’awiya, dem die allgemeine Wilayah übertragen worden war, sich während der Tage von ‘Uthman vom Khaleefah unabhängig machen konnte, und ‘Uthmans Autorität über ihn war nicht spürbar. Nach dem Tod ‘Uthmans verursachte er die Fitna (Bürgerkrieg) aufgrund der verpflichtenden Machtbefugnisse, die ihm über alles in Ash-Sham übertragen worden waren. Dasselbe geschah in der Zeit des Niedergangs der Abbasiden-Khulafaa’, als sich die Wilayaat verselbstständigten und die Autorität des Khaleefahs über sie darauf reduziert wurde, dass Du’a’ (Bittgebete) für ihn verrichtet und seine Münzen mit seinem Namen geprägt wurden. Daher verursacht die Übertragung einer allgemeinen Wilayah dem Islamischen Staat Schaden. Deshalb sollte dem Waali eine eingeschränkte Wilayah gegeben werden, auf eine Weise, die verhindert, dass er sich vom Khaleefah unabhängig macht. Da die Hauptfaktoren, die zu einer Abspaltung beitragen, die Streitkräfte, die Finanzen und die Justiz sind – denn die Streitkräfte verkörpern die Macht, die Finanzen stellen das „Lebensblut“ dar, und die Justiz zeigt den Schutz der Rechte und die Vollstreckung der Strafgesetze –, sollte die Wulah eine spezifische (Khassah) Wilayah erhalten, die die Justiz, die Streitkräfte und die Finanzen ausschließt. Die Übertragung dieser Bereiche an den Waali würde eine mögliche Abspaltung begünstigen und die Autorität des Staates untergraben. Da der Waali jedoch ein Herrscher ist und die exekutive Gewalt innehaben sollte, stünde die Polizei unter seinem Befehl, und seine Imarah würde die Polizei sowie alle anderen Bereiche innerhalb der Wilayah umfassen, mit Ausnahme der drei genannten Abteilungen. Da die Polizei Teil der Streitkräfte ist, sollte ihre Verwaltung jedoch dem Oberkommando der Armee unterstehen. Dennoch stünde sie dem Waali hinsichtlich der Durchführung zur Verfügung.
However, although the Khaleefah is permitted to appoint a Waali in a general Wilayah, or in a specific one, it has also been confirmed from the general Wilayah given to Mu’awiya that He managed to become independent of the Khaleefah during the days of ‘Uthman, and ‘Uthman’s authority over Him was not apparent. In the wake of ‘Uthman’s death He caused the Fitna (civil strife) due to the mandatory ruling powers given to Him over everything in Ash-Sham. This was also the case during the decline of the Abbassid Khulafaa’ where the Wilayaat became independent and the Khaleefah’s authority over them was reduced to having Dua’a (supplications) performed for Him and the currency engraved with his name. Therefore, giving a general Wilayah causes harm to the Islamic State. Thus, the Waali should be given a restricted Wilayah in a way that would prevent Him from becoming independent of the Khaleefah. Since the main factors contributing to a breakaway would be the armed forces, funds and the judiciary, because the armed forces represent the power, the funds represent the “life blood” and the judiciary demonstrates the safeguarding of the rights and the execution of the penal codes. Therefore the Wulah should be given a specific (Khassah) Wilayah that excludes the judiciary, the armed forces and the funds, Delegating these to the Waali would encourage a potential breakaway and this would undermine the State’s authority. However, because the Waali is a ruler, and because He ought to have the executive power, the police would be under his command, and his Imarah would cover the police force as well as all other domains within the Wilayah, except for the three departments mentioned above. Since the police force is part of the armed forces, its administration should remain under the army command. Nevertheless it would be at the Waali’s disposal in terms of execution.
Der Waali ist nicht verpflichtet, dem Khalifen über die Aufgaben zu berichten, die er gemäß seiner Imarah ausführt, es sei denn, er entscheidet sich dazu. Sollte eine ungewöhnliche Angelegenheit auftreten, soll er den Khalifen informieren und dessen Anweisungen abwarten und anschließend ausführen, was der Khalif angeordnet hat. Wenn er jedoch der Ansicht ist, dass die Angelegenheit keinen Aufschub duldet und sofortiges Handeln erfordert, soll er die Angelegenheit umgehend bearbeiten und danach den Khalifen darüber informieren, wobei er die Gründe darlegt, warum er ihn nicht vor dem Handeln konsultiert hat.
The Waali is not obliged to report back to the Khaleefah on the tasks He performs according to his Imarah unless if He chooses to do so. If an unusual matter were to arise, He should inform the Khaleefah and wait for his instructions, and then execute what the Khaleefah ordered. If He felt that the matter could not wait and needed immediate action, He should deal with the matter immediately, and then inform the Khaleefah stating his reasons for not consulting Him before taking action.
Hinsichtlich des Unterschieds zwischen dem delegierten Gehilfen (Wazir) und dem Waali in Bezug auf die Notwendigkeit, dass der Gehilfe dem Khalifen über jede seiner Handlungen berichtet, während der Waali dies nicht muss, liegt der Grund darin, dass der delegierte Gehilfe der Stellvertreter des Khalifen selbst und sein Bevollmächtigter (Wakeel) ist und er die Handlungen des Khalifen ausführt. Stirbt der Khalife daher, so würde der Gehilfe abgesetzt. Dies trifft auf den Waali nicht zu, denn der Waali ist weder sein Bevollmächtigter noch sein Stellvertreter in seiner Person, und er führt auch nicht dessen Handlungen aus. Deshalb wird er nicht abgesetzt, sobald der Khalife verstirbt.
Regarding the difference between the delegated assistant and the Waali in terms of the necessity that the assistant reports to the Khaleefah on every action He performs, while the Waali needs not to do so, this is because the delegated assistant is a deputy of the Khaleefah himself and a Wakeel (representative) for him, and He performs the Khaleefah’s actions. Hence if the Khaleefah were to pass away the assistant would be removed. This does not apply to the Waali, because the Waali is neither his Wakeel nor deputy for Him personally or does He perform his actions. Therefore, He is not removed once the Khaleefah passes away.
Der Gesandte Allahs ﷺ setzte seine Walis ein, ohne von ihnen zu verlangen, ihm über die Aufgaben zu berichten, die sie ausführten, und sie berichteten ihm nicht. Sie führten ihre Aufgaben aus eigener Initiative aus, wobei jeder von ihnen über seine Imara herrschte, wie er es für richtig hielt. Dies traf auf Mu'adh, 'Attab ibn Usaid, Al-'Ala' ibn al-Hadrami und alle seine übrigen Walis zu. Dies zeigt, dass der Waali seinem Khalifen über keine seiner Aufgaben berichten muss. In diesem Punkt unterscheidet er sich vom Mu'awin, denn der Mu'awin muss dem Khalifen bei jeder Aufgabe, die er ausführt, berichten und sich mit ihm beraten, während der Waali dazu nicht verpflichtet ist. Der Khalif wiederum muss jede Handlung des Mu'awin überprüfen, ist aber nicht verpflichtet, dasselbe beim Waali zu tun, obwohl er sich nach der Lage der Walis erkundigt und Informationen über sie einholt. Daher hat der Waali innerhalb seiner Wilaya einen uneingeschränkten Handlungsspielraum. Deshalb sagte Mu'adh zum Gesandten Allahs ﷺ, als er nach Jemen entsandt wurde:
The Messenger of Allah (pbuh) appointed his Wulah without asking them to report back to Him about the duties they performed, and they did not report back to him. They performed their duties on their own initiatives, each one of them ruling over his Imarah as they deemed fit. That was the case with Mu’az, ‘Attab Ibnu Usayd, Al-Ala’ Ibnul-Hadhrami and all his other Wulah. This demonstrates that the Waali does not have to report back to the Khaleefah about any of his duties. In this aspect, He differs from the Mu’awin, as the Mu’awin must report back and consult the Khaleefah in every task He performs, whereas the Waali is not obliged to do so. The Khaleefah in turn must examine every action undertaken by the Mu’awin, but He is not obliged to do the same with the Waali, although He enquires about the situation of the Wulah and review information about them. Therefore, the Waali has an unrestricted course of action within his Wilayah. This is why Mu’az said to the Messenger of Allah (pbuh) when He was sent to Yemen:
„Ich werde meine eigene Meinung einsetzen.“ Dies dient als Beweis dafür, dass der Wali weder Bericht erstatten noch den Khalifen konsultieren muss, sondern seine eigene Meinung einsetzt. Er kann den Khalifen zu wichtigen Angelegenheiten konsultieren und dessen Meinung erfragen, doch bei Angelegenheiten, die nicht wichtig sind, soll er ihn nicht konsultieren, damit die Angelegenheiten der Menschen nicht verzögert werden. Sollte eine ungewöhnliche Angelegenheit auftreten, soll er sie dem Khalifen vorlegen, denn die Ernennung zum Wilayah besteht darin, dass der Khalif dem Wali die Imarah eines Landes oder einer Provinz über deren gesamte Bevölkerung überträgt, damit er die gewöhnlichen Pflichten erfüllt. Sollte eine außergewöhnliche Angelegenheit auftreten, soll er dem Khalifen Bericht erstatten, es sei denn, er fürchtet, dass durch die Verzögerung bei der Behandlung der Angelegenheit ein Schaden entstehen könnte. In diesem Fall soll er sofort handeln und den Khalifen anschließend über diese Angelegenheit informieren.
“I will exert my own opinion.” This serves as a proof that the Waali does not need to report back nor consult the Khaleefah, but exerts his own opinion. He can consult the Khaleefah and ask for his opinion on important matters, but when it comes to matters that are not important, He would not consult Him lest people’s affairs were delayed. If an unusual matter were to arise, He should refer it to the Khaleefah, because the appointment of the Wilayah is that the Khaleefah delegates to the Waali the Imarah of a country or province over its entire people to carry out the ordinary duties. If an inordinary matter were to arise, He should report to the Khaleefah, unless He feared that some mischief might occur due to the delay in dealing with the matter, in which case He should act at once and then notify the Khaleefah of that matter.
Die Dauer der Wilayah für eine Person sollte keine lange Zeit sein. Am besten wäre es, sie abzulösen, wenn sie sich etabliert hat oder wenn die Menschen sich von ihrer Persönlichkeit angezogen fühlen.
The time period of Wilayah for the person should not be a lengthy period. It would be best to relieve Him if He became established or if people became attracted to his personality.
Der Gesandte Allahs ﷺ pflegte Walis für eine bestimmte Zeit einzusetzen und sie dann abzuberufen, und während der gesamten Zeit des Gesandten Allahs ﷺ blieb kein Wali in seinem Wilayah. Dies zeigt, dass ein Wali niemals dauerhaft eingesetzt werden sollte, sondern nur für eine kurze Zeitspanne, nach deren Ablauf er abgesetzt wird. Ob diese Zeitspanne lang oder kurz sein sollte, ist jedoch durch das Handeln des Gesandten Allahs ﷺ nicht festgelegt worden. Alles, was zu dieser Frage überliefert ist, besagt lediglich, dass der Gesandte Allahs ﷺ während seines ganzen Lebens keinen Wali auf seinem Posten beließ. Als feststehende Tatsache gilt, dass er ﷺ die Walis einsetzte und sie dann abberief. Die Fitna, die die Umma erschütterte, wurde jedoch durch die lange Amtszeit Mu'awiyas als Wali über Ash-Sham zur Zeit von 'Umar und 'Uthman verursacht. Daraus folgt, dass eine lange Amtszeit eines Walis den Muslimen und dem Staat schaden kann. Deshalb sollte die Amtszeit eines Walis nicht lang sein.
The Messenger of Allah (pbuh) used to appoint Wulah for a period of time and relieve them, and no Waali remained at his Wilayah during the whole era of the Messenger of Allah (pbuh). This indicates that the Waali should never be appointed permanently, but only for a short spell after which He is removed. However, evidence about the length of this period i.e. whether it should be long or short, has not been determined by the actions of the Messenger of Allah (pbuh). All that is related to this matter is that the Messenger of Allah (pbuh) did not keep a Waali at his post during the whole of his life. It has been established as a fact that He (pbuh) used to appoint the Wulah and then relieve them. However, the Fitna that shook the Ummah was caused by the lengthy period of Mu’awiya’s Wilayah over Ash-Sham during the times of ‘Umar and ‘Uthman. This leads us to the conclusion that a lengthy period of Wilayah could harm the Muslims and the State. This is why the period of Wilayah should not be long.
Der Wali sollte nicht von einer Wilayah in eine andere versetzt werden, denn obwohl seine Ernennung allgemeiner Natur ist, bezieht sie sich auf ein bestimmtes Gebiet. Daher sollte er zunächst abgesetzt und dann erneut ernannt werden.
The Waali should not be transferred from one Wilayah to another, because although his appointment is of a general nature, it is over a specific area. Thus, He should be relieved first and then reappointed.
Dies wurde aus dem Handeln des Gesandten Allahs (Friede sei mit ihm) deutlich, da er die Wulah abzusetzen pflegte. Es ist nicht überliefert, dass er einen Waali von einem Ort an einen anderen versetzt hätte. Außerdem gehört die Wilayah zu den Verträgen, die mit ausdrücklichen Worten geschlossen werden. Daher muss innerhalb des Vertrags der Wilayah über eine Provinz oder ein Land das Gebiet bestimmt sein, über das der Waali herrschen soll, und er besitzt das Mandat zu regieren, solange der Khalifah ihn nicht absetzt. Wird er aus diesem Gebiet nicht entlassen, bleibt er Waali darüber. Wird er jedoch an einen anderen Ort versetzt, so wird er dadurch weder von seiner ersten Stelle entbunden noch zum Waali des neuen Ortes. Denn seine Absetzung von der ersten Stelle erfordert ein klares Wort, das besagt, dass er dort aus der Wilayah entlassen wurde. Seine Einsetzung über den Ort, an den er versetzt wurde, erfordert einen neuen Bestallungsvertrag als Waali, der speziell für diesen Ort gilt. Deshalb wird der Waali nicht von einem Ort an einen anderen versetzt, sondern an einem Ort von seinen Aufgaben entbunden und danach über den neuen Ort mit einer neuen Wilayah betraut.
This was clear from the actions of the Messenger of Allah (pbuh), where He used to remove the Wulah. It has not been reported that He used to transfer a Waali from one place to another. Besides, the Wilayah is one of the types of contracts that are convened with explicit words. So within the contract of Wilayah over a province or a country, the area over which the Waali is to govern must be determined, and He would have the mandate of ruling as long as the Khaleefah does not remove him. If He were not removed from that area He would remain a Waali over it. However if He were transferred to another place this would not remove Him from his first position nor would it make Him a Waali over the new place. This is because his removal from the first place requires a clear word stating that He was removed from the Wilayah there. Appointing Him over the place where He had been transferred requires a new contract of appointment as a Waali specific to that place. This is why the Waali is not transferred from one place to another, but is relieved of his duties from one place and then given a new Wilayah over the new place.