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11.1 Types of judges
Es gibt drei Arten von Richtern: Der erste ist der Qadhi, und er ist dafür zuständig, Streitigkeiten zwischen Menschen über Geschäfte und Strafrecht beizulegen. Der zweite ist der Muhtasib, der dafür zuständig ist, jeden Rechtsbruch zu ahnden, der das Recht der Gemeinschaft verletzen kann. Der dritte ist der Richter der Mazaalim, der dafür zuständig ist, Streitigkeiten zwischen den Menschen und dem Staat beizulegen.
There are three types of judges: One is the Qadhi, and He is in charge of settling the disputes between people over transactions and penal codes. The second is the Muhtasib, who is in charge of settling any breach of law that may harm the right of the community. The third is the judge of Mazaalim, who is in charge of settling disputes between the people and the State.
Dies sind die drei Arten von Richtern. Der Beweis für den Richter, der Streitigkeiten zwischen Menschen schlichtet, leitet sich aus den Handlungen des Gesandten Allahs ﷺ ab sowie aus seiner Ernennung von Mu’az Ibn Jabal über ein Gebiet im Jemen. Der Beweis für die Gerichtsbarkeit in Bezug auf die Beilegung von Streitigkeiten, die die Rechte der Gemeinschaft gefährden, wobei der Richter als Muhtasib bekannt ist, wird durch die Handlung und das Wort des Gesandten Allahs ﷺ bestätigt, denn er sagte: „Wer uns betrügt, gehört nicht zu mir“ – Teil eines Hadith, überliefert von Ahmad auf die Autorität von Abu Huraira ﷺ. Er ﷺ stellte die Betrüger zur Rede und bestrafte sie. Qays Ibn Abi Gharza Al-Kanani berichtete: „Wir pflegten in Madinah Waren zu kaufen und nannten uns selbst Makler. Da kam der Gesandte Allahs ﷺ zu uns heraus und rief uns mit einem besseren Namen. Er ﷺ sagte: ‚O Kaufleute, beim Verkauf kommt törichtes Gerede und das Schwören von Eiden vor, also vermischt es mit Sadaqah.‘“ Ahmad überlieferte von Abi Minhal: „Zayd Ibn Arqam und Al-Bara’ Ibn Azib waren Teilhaber. Sie kauften Silber, einmal bar und einmal auf Kredit. Diese Nachricht erreichte den Gesandten Allahs ﷺ, und so ordnete er an, dass das bar abgewickelte Geschäft in Ordnung sei, das auf Kredit verkaufte jedoch zurückgewiesen werden müsse.“ All dies fällt in den richterlichen Zuständigkeitsbereich der Hisba. Die Bezeichnung der Gerichtsbarkeit, die Streitigkeiten schlichtet, welche die Rechte der Gemeinschaft beeinträchtigen können, als Hisba ist tatsächlich ein Fachbegriff für eine bestimmte Aufgabe im islamischen Staat, nämlich die Kontrolle der Händler und Handwerker, damit sie nicht in ihrem Handel, ihrer Arbeit oder ihren Erzeugnissen betrügen, oder die Verpflichtung, gerechte Gewichte und Maße zu verwenden, oder jede andere Art von Handlung, die der Gemeinschaft schaden kann. Dies sind genau die Arten von Handlungen, die der Gesandte Allahs ﷺ selbst vorlebte, zu deren Einhaltung er anordnete und bei denen er persönlich richtete, wie im Hadith von Al-Bara’ Ibn ’Azib überliefert, in dem er beiden Parteien untersagte, Silber auf Kredit zu verkaufen. Daher stammt der Beleg für die Hisba aus der Sunnah. Darüber hinaus setzte der Gesandte Allahs ﷺ nach der Eroberung Said bin Al-’Aas über den Markt von Mekka ein, wie es im Buch „At-Tabaqat“ von Ibn Sa’d und im Buch „Al-Istee’aab“ von Ibn Katheer berichtet wird. ’Umar bin Al-Khattab setzte außerdem Al-Shifa, eine Frau aus seinem Stamm, die Umm Sulaiman bin Abi Hatmah genannt wurde, als Marktrichter (Inspektorin) ein, also als Richterin für die Hisba. Ebenso setzte er ’Abdullah bin ’Utbah über den Markt von Medina ein, wie Malik in seinem „Muwatta“ und Ash-Shafi’i in seinem „Musnad“ überliefern. Er selbst übte die Rechtsprechung der Hisba persönlich aus und ging durch die Märkte, so wie der Gesandte ﷺ es zu tun pflegte. Der Kalif führte die Hisba fort bis zur Zeit Al-Mahdis, der eine eigene Abteilung für die Hisba schuf, womit sie zu einem Zweig des Justizwesens wurde. Zur Zeit Ar-Rashids ging der Muhtasib durch die Märkte, überprüfte Gewichte und Maße und sah sich die Geschäfte der Händler an. Der Beleg für den Richter der Mazaalim (ungerechten Handlungen) stammt aus dem Wort Allahs: „Wenn ihr über etwas uneins seid, so bringt es vor Allah und den Gesandten.“ [TMQ An- Nisa’: 59]
These are the three types of judges. The evidence about the judge, who settles disputes between people, is derived from the actions of the Messenger of Allah (pbuh), and from his appointment of Mu’az Ibnu Jabal over an area of Yemen. The evidence of the judiciary regarding the settling of disputes which endanger the rights of the community, where the judge is known as the Muhtasib, this is confirmed by the action and saying of the Messenger of Allah (pbuh), for He said; “He who cheats us is not one of me”, part of a Hadith narrated by Ahmad on the authority of Abu Huraira. He (pbuh) used to challenge the cheaters and punish them. Qays Ibnu Abi Gharza Al Kanani reported: “We used to buy cargo in Madinah and we would call ourselves brokers, so the Messenger of Allah (pbuh) came out to us and called us with a better name, He (pbuh) said; ‘O traders, verily the selling entails foolish talk and the taking of oaths, so do mix it with Sadaqah.’” Ahmad narrated from Abi Minhal “Zayd Ibnu Arqam and Al-Bara’ Ibnu Azib were partners, so they both bought some silver with cash on the spot and by credit. This news reached the Messenger of Allah (pbuh), so He ordered that the deal settled in cash there is no harm in it, and where it is sold in credit it must be rejected.” All this is within the judicial remit of the Hisba. Calling the judiciary that settles the disputes that may harm the right of the community as Hisba is in fact a technical term referring to a specific task carried out in the Islamic State, ie. Controlling the traders and skilled workers lest they cheat in their trade, or their work or their products, or forcing them to use the rights weights and measures, or any other type of action that may harm the community. These are the very types of actions that the Messenger of Allah (pbuh) demonstrated, ordered to be observed, and personally applied judgement upon, as mentioned in the Hadith of Al-Bara’ Ibnu Azib, where He ordered both parties to abstain from selling silver by credit. Therefore, the evidence about the Hisba is from the Sunnah. Moreover, Rasool ul-Allah (pbuh) appointed Said bin Al-’Aas on the market of Makkah after the conquest, as it came in the book of ‘At- Tabaqat’ of Ibn Sa’d and in the book of ‘Al-Istee’aab’ of Ibn Katheer. ‘Umar bin Al-Khattab also appointed Al-Shifa, a woman from his clan, who was called Umm Sulaiman bin abi Hatmah, as a market judge (inspector) i.e. a judge of Hisba. He appointed, as well, ‘Abdullah bin ‘Utbah over the market of Al-Madinah, as it was reported by Malik in his ‘Muwatta’ and by Ash-Shafi’i in his ‘Musnad’. He would personally deal with the judiciary of the Hisba, and go around the markets just like the Messenger (pbuh) used to do. The Khaleefah continued to undertake the Hisbah till the time of Al-Mahdi who made a special department for the Hisbah, thus becoming one of the branches of the judiciary structure. At the time of Ar-Rasheed, the Muhtasib used to go around the markets, checking the weights and measures, and look into the traders’ transactions. The evidence for the judge of Mazaalim (unjust acts), is derived from Allah’s (pbuh) saying; “If you dispute about something refer it to Allah and the Messenger.” [TMQ An- Nisa’: 59]
Dies folgte unmittelbar auf den Ausspruch Allahs (SWT): „O ihr, die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und denen unter euch, die Autorität besitzen." [TMQ An-Nisa’a: 59]
This came immediately after Allah’s (swt) saying; “O you who believe obey Allah and obey the Messenger and those in authority from amongst you.” [TMQ An-Nisa’a: 59]
Daher muss jeder Streit zwischen den Bürgern und den Machthabern an Allah und Seinen Gesandten verwiesen werden, d. h. an die Herrschaft Allahs. Dies erfordert die Anwesenheit eines Richters, der in diesem Streit urteilt, und dies ist der Richter der Mazaalim. Denn zu dem, was zur Definition des Gerichts der Mazaalim (Unrechtstaten) gehört, zählt der Streit zwischen den Menschen und dem Khalifen. Der Beleg für das Gericht der Mazaalim ist daher das Handeln und die Worte des Gesandten Allahs ﷺ. Der Gesandte Allahs ﷺ hat jedoch weder für den gesamten Staat einen eigenen Richter für die Mazaalim bestellt, noch taten dies die rechtgeleiteten Khulafa’ nach ihm, denn sie übernahmen die Mazaalim selbst, wie es bei ‘Ali Ibn Abi Talib der Fall war. Er hatte dafür aber weder eine bestimmte Zeit noch ein besonderes Verfahren; er behandelte eine Mazlama (Unrechtsfall), sobald sie sich ereignete, sie war also einfach Teil seiner allgemeinen Aufgaben. Dieses Vorgehen blieb bis zur Zeit ‘Abdul-Malik Ibn Marwans bestehen. Er war der erste Khalife, der eine bestimmte Zeit für die Mazaalim einführte. Konnte er eine Angelegenheit nicht selbst behandeln, verwies er sie an seinen Richter. Danach begannen die Khalifen, Stellvertreter zu bestellen, um die Beschwerden der Menschen zu prüfen, und es wurde ein besonderes System für die Mazaalim eingeführt, das als „Haus der Gerechtigkeit“ (Dar ul-‘Adl) bekannt war. Es ist erlaubt, einen eigenen Richter für die Mazaalim zu haben, denn jede Angelegenheit, die zu den verpflichtenden Aufgaben des Khalifen gehört, darf er durch Stellvertreter in seinem Auftrag ausführen lassen. Ebenso ist es erlaubt, eine bestimmte Zeit und einen bestimmten Ablauf festzulegen, da all dies unter das Mubah (Erlaubte) fällt.
Therefore, any dispute between the citizens and the people in authority should be referred to Allah and His Messenger i.e. to the rule of Allah. This necessitates the presence of a judge to give judgement on this dispute, and this is the judge of Mazaalim. This is because part of what is included in the definition of the Mazaalim (unjust acts) court is the dispute between the people and the Khaleefah. So the evidence on the judicialcourt of the Mazaalim is the action and words of the Messenger (pbuh). However, the Messenger of Allah (pbuh) did not appoint a specific judge for the Mazaalim over the whole State, nor did the Khulafaa’ Ar-Rashidoon after him, for they used to undertake the Mazaalim themselves, as was the case with Ali Ibnu Abi Talibin He did not however have a specific time or a special method for the Mazaalim, He simply dealt with a Mazlama (an unjust act case) as it happened, so it was just part of his general duties. This approach remained the same until the days of ‘Abdul Malik Ibnu Marwan; He was the first Khaleefah to introduce a specific time for the Mazaalim. When He could not deal with a matter himself, He used to refer it to his judge to deal with it. Then the Khaleefah began to appoint deputies to look into people’s complaints, and a special system was then introduced for the Mazaalim, which was known as the “House of Justice” (Dar ul-’Adl). It is permissible to have a special judge for Mazaalim, because anything that falls under the mandatory powers of the Khaleefah, He is allowed to appoint deputies to perform that duty on his behalf. It is also permissible to have a specific time and a specific style, because all of this falls under the Mubah (allowed).