4.10 Die Methode der Einsetzung des Khalifen
4.10 The method of appointing the Khaleefah
Als die Scharia der Umma die Pflicht auferlegte, ein Kalifat über sie einzusetzen, legte sie zugleich fest, auf welche Weise der Kalif eingesetzt wird. Diese Weise ist im Kitab, in der Sunna und im Idschma' der Sahaba belegt. Diese Weise ist die Treueid (Bai'ah). Die Bai'ah der Muslime überträgt daher die Einsetzung des Kalifen auf ihn gemäß dem Buch Allahs und der Sunna des Gesandten Allahs ﷺ. Dass diese Weise die Bai'ah ist, ergibt sich aus der Bai'ah der Muslime an den Propheten ﷺ und aus dem Befehl des Gesandten ﷺ an uns, dem Imam die Bai'ah zu leisten. Es ist wichtig zu betonen, dass die Bai'ah der Muslime an den Gesandten ﷺ keine Bai'ah auf das Prophetentum war, sondern eine Bai'ah auf die Herrschaft. Dies deshalb, weil sie sich auf das Handeln und nicht auf den Glauben bezog. Der Gesandte Allahs ﷺ wurde daher als Herrscher, nicht als Prophet oder Gesandter, die Treue geschworen. Der Grund dafür ist, dass die Anerkennung des Prophetentums und des Gesandtseins untrennbar mit dem Glauben (Iman) verbunden ist und nicht mit dem Handeln der Bai'ah. Die Bai'ah an ihn ﷺ galt nur in seiner Eigenschaft als Oberhaupt des Staates. Die Bai'ah wird im Qur'an und im Hadith erwähnt. Allah (swt) sagt:
When Shar’a made it incumbent upon the Ummah to appoint a Khaleefah upon her, it determined for her the method by which the Khaleefah is appointed. This method is proved in the Kitab, the Sunnah and the ‘Ijmaa’ of the Sahabah. This method is the pledge of allegiance (Bay’ah). So the Bay’ah of the Muslims draws the appointing of the Khaleefah to him in accordance with the Kitab of Allah and the Sunnah of Rasul Allah (pbuh). The fact that this method is the Bay’ah is proved by the Bay’ah of the Muslims to the Prophet (pbuh), and from the order of the Messenger to us to pledge Bay’ah to the Imam. It is important to stress that the Bay’ah of Muslims to the Messenger (pbuh) was not a Bay’ah on Prophethood, but a Bay’ah over ruling. This is because it was regarding action not belief. Therefore, Rasul Allah (pbuh) was pledged an allegiance as a ruler, and not as a Prophet or a Messenger. This is due to the fact that acknowledgement of the Prophethood and Messengership is linked intrinsically to belief (Iman), and not the action of Bay’ah. The Bay’ah to him (pbuh) was only in his capacity as the head of the state. The Bay’ah was mentioned in the Qur’an and Hadith. Allah (swt) says:
„O Prophet! Wenn die (gläubigen) Frauen zu dir kommen, um dir den Treueeid (Bai'ah) zu leisten, dass sie Allah nichts anderes zur Seite stellen werden (im Gottesdienst), dass sie nicht stehlen, nicht Unzucht begehen, ihre Kinder nicht töten, keine Verleumdung verbreiten, die sie absichtlich erdichtet haben, und dir nicht ungehorsam sein werden in irgendeiner rechtmäßigen Sache (Ma'ruf), dann nimm ihren Treueeid an.“ [TMQ: Mumtahinah: 12]
“O Prophet! If the (female) believers come to you to take the oath (Bay’ah) that they will not associate (in worship) anything whatever with Allah, that they will not steal, that they will not commit adultery, that they will not kill their children, that they will not utter slander, intentionally forging falsehood, and they will not disobey you in any just matter (Ma’roof), then receive their oath (Bay’ah).” [TMQ: Mumtahinah: 12]
In einem anderen Vers sagt Allah (SWT):
In another verse, Allah (swt) says:
„Wahrlich, diejenigen, die dir die Treue schwören, schwören in Wahrheit Allah die Treue. Die Hand Allahs ist über ihren Händen." [Qur'an, Al-Fath: 10] Al-Bukhari überlieferte: „Isma'il erzählte uns, Malik berichtete von Yahya bin Sa'id, der sagte: Ubadah bin Al-Walid erzählte mir, dass mein Vater mir berichtete, auf die Autorität von Ubadah bin As-Samit, der sagte:
“Verily those who pledge their allegiance to you do no less than pledge their allegiance to Allah: The Hand of Allah is over their hands.” [TMQ Al-Fath: 10] Al-Bukhari narrated: “Ismail told us, Malek told on the authority of Yahya bin Sa’eed who said: Ubadah bin Alwaleed told me, that my father told me on the authority of Ubadah bin-us-Samit who said:
„Wir haben dem Gesandten Allahs ﷺ die Treue geschworen, zu hören und zu gehorchen, in Leichtigkeit und in Schwierigkeit, und dass wir die Angelegenheit (die Herrschaft) mit ihren Inhabern nicht anfechten, und dass wir für die Wahrheit einstehen oder sie aussprechen, wo immer wir uns befinden, und dass wir im Dienst Allahs den Tadel niemandes fürchten werden.“ Al-Bukhari überlieferte ebenfalls: „‘Ali bin ‘Abdullah berichtete uns: ‘Abdullah bin Yazid, Saeed bin Abi Ayyoub sagte: ‘Abu Aqeel Zahrah bin Ma’bad berichtete von seinem Großvater ‘Abdullah bin Hisham, der den Propheten ﷺ gesehen hatte: Seine Mutter Zainab, die Tochter des Humaid, brachte ihn zum Gesandten Allahs ﷺ und sagte: ‘O Gesandter Allahs, nimm seine Bay’ah an.‘ Da sagte der Prophet ﷺ:
‘We have pledged allegiance to the Messenger of Allah to listen and obey in ease and in hardship and that we do not dispute the matter (authority) with its people and that we stand for or speak the truth wherever we were and that in the service of Allah we would fear the blame of no one.’” Al-Bukhari also narrated: “‘Ali bin ‘Abdullah told us, ‘Abdullah bin Yazid, Saeed bin Abi Ayyoub said: ‘Abu Aqeel Zahrah bin Ma’bad on the authority of his grandfather ‘Abdullah bin Hisham who has seen the Prophet, his mother Zainab daughter of Humaid took him to Rasul Allah and said: ‘O Messenger of Allah take his Bay’ah’, the Prophet (pbuh) said:
„Er ist jung“, und er strich ihm über den Kopf und betete für ihn.“ Al-Bukhari überlieferte ebenfalls: „Abdan berichtete uns auf die Autorität von Abi Hamza, von Ala’mash, von Abi Saleh, dass Abu Hurayra sagte: Der Prophet ﷺ sagte:
‘He is young’, and He stroked over his head and prayed for him.’” Al-Bukhari also narrated: “Abdan told us on the authority of Abi Hamza, from Ala’mash, from Abi Saleh, that Abu Hurayra said: The Prophet said:
„Es gibt drei Arten von Menschen, mit denen Allah am Tag des Gerichts nicht sprechen, die Er weder loben noch reinigen wird, und sie werden einer schweren Strafe unterworfen sein: Ein Mann, der überschüssiges Wasser hat und es dem Reisenden nicht gibt, und ein Mann, der einem Imam den Treueid (Bay'ah) leistet, nur um seines eigenen Vorteils willen: Gibt ihm dieser, was er will, ist er ihm treu, andernfalls nicht; und ein Mann, der einem anderen Waren nach dem Nachmittagsgebet zum Verkauf anbietet und dabei bei Allah schwört, dass er dafür so und so viel Preis erhalten habe, und der andere ihm glaubt und die Ware nimmt, obwohl er diesen Preis nicht dafür erhalten hat.“ [Überliefert von Bukhari und Muslim] Diese drei Ahadith machen deutlich, dass die Bay'ah das Verfahren zur Einsetzung des Khalifen ist. Im Hadith von Ubadah nahm der Gesandte (ﷺ) die Bay'ah ab, zu hören und zu gehorchen; dies bezieht sich auf den Herrscher. Im Hadith von Abdullah ibn Hischam lehnte er die Bay'ah ab, weil er noch ein Kind war, was bestätigt, dass es sich um eine Bay'ah über die Herrschaft handelt. Der Hadith von Abu Hurayra ist eindeutig, dass es ein Treueid gegenüber einem Imam war, und das Wort wurde ohne „der“ erwähnt, um auf einen beliebigen Imam hinzuweisen. Es gibt weitere Ahadith, die sich auf die Bay'ah eines Imams beziehen. In Muslim sagte der Gesandte Allahs (ﷺ):
‘There are three types of people whom Allah would not talk to nor would He praise or purify them on the Day of Judgement, and they will be subjected to severe punishment: A man who has water to spare and would not give it to the wayfarer, and a man who gives his Bay’ah to an Imam for his own good, if He gave him what He wanted He would be loyal to him, otherwise He would not, and a man who offers another man goods for sale after Asr prayer, swearing by Allah that He was given so much price for it, and so He believed him and took the goods, while He was not given that price for it.’” [Narrated by Bukhari and Muslim] These three Ahadith are explicit that the Bay’ah is the method of appointing the Khaleefah. In the Hadith of Ubadah, the Messenger (pbuh) took the Bay’ah to listen and obey; this is with respect to the ruler. In the Hadith of ‘Abdullah ibn Hisham He refused his Bay’ah because He was still a child, which confirms that it is a Bay’ah over ruling. The Hadith of Abu Hurayra is explicit that it was a pledge of allegiance to an Imam, and the word was mentioned without “The” to indicate any Imam. There are other Ahadith that refer to the Bay’ah of an Imam. In Muslim, the Messenger of Allah (pbuh) said:
„Wer einem Imam den Treueid leistet, indem er ihm die Hand reicht und die Frucht seines Herzens gibt, so soll er ihm gehorchen, wenn er dazu imstande ist. Kommt aber ein anderer, um mit ihm zu streiten, so töte den anderen.“ Ebenso heißt es in Muslim: Abu Saeed Al-Khudri sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
“Whosoever pledges allegiance to an Imam by giving him the clasp of his hand and the fruit of his heart, let him obey him if He is able to do so, but if another comes along to dispute with him, then kill the other.” Also in Muslim, Abu Saeed Al-Khudri said: The Messenger of Allah (pbuh) said:
„Wenn zwei Khulafa’ der Treueid geleistet wird, dann töte den Späteren von ihnen.“ Muslim überlieferte von Abu Hazim, der sagte: „Ich begleitete Abu Hurayra fünf Jahre lang, und ich hörte ihn vom Propheten ﷺ sprechen und sagen:
“If two Khulafaa’ were pledged allegiance, then kill the latter of them.” Muslim narrated on the authority of Abu Hazim who said: “I accompanied Abu Hurayra five years and I heard him talk about the Prophet (pbuh) saying:
„Die Kinder Israels wurden von Propheten regiert; sooft ein Prophet starb, folgte ihm ein anderer. Doch nach mir wird es keinen Propheten geben. Es werden Khulafaa’ sein, und sie werden zahlreich sein.“ Sie sagten: „Was befiehlst du uns?“ Er ﷺ sagte: „Leistet ihnen nacheinander den Bay’ah und gebt ihnen ihr gebührendes Recht. Gewiss wird Allah sie zur Rechenschaft ziehen für das, was Er ihnen anvertraut hat.“ Die Texte in Buch und Sunnah sind eindeutig, dass die Methode zur Einsetzung eines Khaleefah die Bay’ah ist. Dies wurde von allen Sahabah verstanden und praktiziert. Abu Bakr wurde im Saal der Banu Sa’idah eine besondere Bay’ah geleistet und danach eine öffentliche Bay’ah in der Moschee. Anschließend leisteten ihm auch diejenigen, die nicht in der Moschee anwesend waren, wie ‘Ali ibn Abu Talib, später die Bay’ah. ‘Umar wurde ebenfalls von den Muslimen die Bay’ah geleistet, ebenso ‘Uthman und ‘Ali. Die Bay’ah ist daher die einzige legitime Methode, für die Muslime einen Khaleefah einzusetzen.
‘Banu Israel used to be governed by Prophets, every time a Prophet died, another came after him, and there is not Prophet after me. There will be Khulafaa’ and they will number many.’ They said: ‘What would you order us to do?’ He (pbuh) said: ‘Fulfill the Bay’ah to them one after the other, and give them their due right, surely Allah will account them for that which He entrusted them with.’” The texts are explicit in the Book and Sunnah that the method of appointing a Khaleefah is by the Bay’ah. This was understood and practiced by all of the Sahabah. Abu Bakr was pledged a special Bay’ah in the hall of Bani Sa’idah, and a public Bay’ah in the Masjid. Then others who were absent from the Masjid like ‘Ali ibn Abu Talib gave him the Bay’ah later on. ‘Umar was also pledged a Bay’ah from the Muslims, as were ‘Uthman and ‘Ali. So the Bay’ah is the only legitimate method of appointing a Khaleefah for the Muslims.
Die praktischen Formen des Verfahrens dieser Bay'ah ergeben sich aus der Einsetzung der vier Khulafa', die dem Propheten ﷺ nach seinem Tod unmittelbar folgten. Es waren Abu Bakr, 'Umar, 'Uthman und 'Ali, möge Allah (SWT) mit ihnen zufrieden sein. Alle Sahaba schwiegen dazu und nahmen es an; es ist undenkbar, dass sie es angenommen hätten, wenn es gegen die Shari'a gewesen wäre. Das liegt daran, dass es eine lebenswichtige Angelegenheit betrifft, von der die Stellung der Muslime und die Bewahrung der Herrschaft des Islam abhängen. Wenn wir die Entwicklung der Einsetzung dieser Khulafa' verfolgen, finden wir, dass einige Muslime in der Halle der Banu Sa'ida Beratungen führten, und die Personen, die zur Herrschaft vorgeschlagen wurden, waren Sa'd, Abu 'Ubaida, 'Umar und Abu Bakr, und keine anderen. Als Ergebnis der Debatte wurde die Bay'ah Abu Bakr gegeben. Am nächsten Tag wurden die Muslime in die Moschee gerufen und leisteten ihrerseits die Bay'ah. Die Bay'ah von Saqifa war also eine Bay'ah der Einsetzung (Vertrag), durch die er zum Khalifen für die Muslime wurde. Die zweite Bay'ah in der Moschee am folgenden Tag war hingegen eine Bay'ah des Gehorsams. Als Abu Bakr spürte, dass seine Krankheit den Tod mit sich bringen würde, lud er die Muslime ein und beriet sich mit ihnen darüber, wer nach ihm Khalif für die Muslime sein könnte. Die Meinung während dieser Beratungen konzentrierte sich auf 'Ali und 'Umar und niemanden sonst. Er setzte diese Beratungen drei Monate lang fort. Als sie abgeschlossen waren und er die Meinung der Mehrheit der Muslime kannte, verkündete er ihnen, dass 'Umar sein Nachfolger als Khalif sein werde. Nach seinem Tod kamen die Muslime unmittelbar in die Moschee und leisteten 'Umar den Treueeid für das Kalifat. Durch diese Bay'ah wurde 'Umar also Khalif für die Muslime, nicht durch die Beratungen und nicht durch die Ankündigung Abu Bakrs. Als 'Umar erstochen wurde, drängten ihn die Muslime, einen Khalifen zu benennen, doch er weigerte sich. Als sie hartnäckig darauf bestanden, gab er nach und benannte sechs. Nach seinem Tod übertrugen die Kandidaten einem von ihnen die Entscheidung, nämlich ‘Abdur-Rahman ibn ‘Auf, und dieser wiederum befragte die Muslime. Sie wählten ‘Uthman, und er wurde der neue Khalif, weder durch die Wahl ‘Umars noch durch die Verkündung ‘Abdur-Rahmans. Als ‘Uthman ermordet wurde, leisteten die gesamten Muslime in Madina und Kufa ‘Ali den Treueid, sodass er mit dem Treueid der Muslime Khalif wurde.
The practical forms of the procedure of this Bay’ah are clear from the appointment of the four Khulafaa’, who directly succeeded the Prophet (pbuh) after his death. They were, Abu Bakr, ‘Umar, ‘Uthman, and ‘Ali, may Allah (swt) be pleased with them. All of the Sahabah remained silent to thisand accepted it, it is inconceivable that they could have accepted it if it was against the Shar’a. This is because it is related to a vital matter, upon which rely the stature of the Muslims and the preservation of the rule by Islam. If we follow the development of the appointment of those Khulafaa’, we find that some Muslims had discussions in the hall of Banu Saidah, and those who were proposed to rule were Sa’d, Abu ‘Ubaydah, ‘Umar, Abu Bakr and none other. As a result of the debate, the Bay’ah was given to Abu Bakr. The next day the Muslims were called to the Masjid and in turn pledged their Bay’ah. So the Bay’ah of the Saqeefah was a Bay’ah of appointment (contract), by which He became Khaleefah for the Muslims. However, the second Bay’ah in the Masjid the following day was a Bay’ah of obedience. When Abu Bakr felt that his illness carried with it death, He invited the Muslims and consulted them with regards to who could be a Khaleefah for the Muslims after him. The opinion during these consultations was focused on ‘Ali and ‘Umar and no one else. He continued in making these consultations for three months. When they were complete and He knew the opinion of the majority of the Muslims, He announced to them that ‘Umar would be the Khaleefah to succeed him. Upon his death directly, the Muslims came to the Masjid and pledged their allegiance to ‘Umar for Khilafah. So with this Bay’ah ‘Umar became the Khaleefah for the Muslims, and not with the consultations, nor with the announcement of Abu Bakr. When ‘Umar was stabbed, the Muslims urged him to nominate a Khaleefah, but He refused. They were forceful in their insistence, so He relented and nominated six. After his death the nominees delegated one of them, namely ‘Abdul Rahman ibn ‘Awf and He in turn consulted the Muslims. They chose ‘Uthman and He became the new Khaleefah, not by the choice of ‘Umar or by the announcement of ‘Abdul Rahman. When ‘Uthman was murdered, the whole of the Muslims pledged allegiance to ‘Ali in Madina and Kufa, so He became Khaleefah with the Bay’ah of the Muslims.
Daraus geht klar hervor, dass die einzige Methode, die der Islam für die Einsetzung des Khalifen festgelegt hat, die Bay'ah mit der Zustimmung und Wahl der Muslime ist.
So from this, it is clear that the only method, which Islam determined for the appointment of the Khaleefah, is the Bay’ah with the consent and selection of the Muslims.
Was die praktischen Maßnahmen betrifft, durch die der Khalifah bestellt wird, bevor ihm die Treue geschworen wird, so können sie verschiedene Formen annehmen, wie es bei den Khulafaa' Ar-Raschidoon der Fall war, bei denen an keiner bestimmten Form festgehalten wurde. Jeder Khalifah wurde auf eine andere Weise gewählt als der andere. Dies wurde von den Sahabah, möge Allah mit ihnen zufrieden sein, bezeugt, und es geschah mit ihrer Zustimmung, was ihren Konsens, den Ijmaa', darstellt. Es zeigt, dass es nicht verpflichtend ist, für das Bestellungsverfahren an einer bestimmten Form festzuhalten; vielmehr kann das Bestellungsverfahren durch verschiedene Formen vollzogen werden, wie im Folgenden dargelegt wird:
In terms of the practical measures, by which the Khaleefah is contracted before He is pledged allegiance, they may take different styles, as was the case with the Khulafaa’ Ar-Rashidoon, where no particular style was adhered to. Each Khaleefah was chosen in a style different from the other. This was witnessed by the Sahabah, may Allah be pleased with them, and was by their consent, which represents their consensus Ijmaa’. It indicates that it is not incumbent to adhere to a specific style for the appointment process; rather the appointment process may be completed by various styles, as outlined below:
1. Eine Menge aus den Leuten im Zentrum (der Hauptstadt) des Kalifatsstaates, oder die einflussreichen Leute dort, oder diejenigen, die die Mehrheit der Muslime repräsentieren, oder die besten angesehenen Persönlichkeiten, die für das Amt des Kalifen qualifiziert sind. Sie können nach dem Tod des Kalifen oder nach seinem Rücktritt oder seiner Absetzung zusammenkommen und ausschließlich eine oder mehrere Personen für das Amt des Kalifen benennen; dann wählen sie einen von ihnen auf jede Art, die sie für angemessen halten. Danach leisten sie ihm den Vertrags-Treueid, zuzuhören und zu gehorchen gemäß dem Buch Allahs (swt) und der Sunnah des Gesandten Allahs ﷺ. Nach Abschluss dieses Vertrags-Treueids setzt sich der Kalif oder derjenige, der ihn vertritt, nieder, um den Gehorsams-Treueid der Muslime entgegenzunehmen. So geschah es mit Abu Bakr nach dem Tod des Propheten ﷺ. Die Ansar kamen im Saqifa der Banu Sa'ida zusammen, um ihrem Anführer Sa'd ibn Ubada die Treue zu schwören. Dann kamen Abu Bakr, Umar und Abu Ubaida, bevor der Treueid an Sa'd abgeschlossen war. Zwischen ihnen und den Ansar fand eine ernsthafte Diskussion statt, die bis zu einer hitzigen Debatte eskalierte. Nach fairem Meinungsaustausch wandte sich die Angelegenheit zugunsten Abu Bakrs, und so wurde ihm von allen Anwesenden im Saqifa einstimmig die Treue geschworen, außer von Sa'd ibn Ubada, der sich enthielt. Dieser Treueid an Abu Bakr im Saqifa setzte ihn in das Amt des Kalifen ein. Im Folgenden sind die Ereignisse aufgeführt, die sich im Saqifa zutrugen:
1. A multitude from the people in the centre (capital) of the Khilafah state, or the influential people there, or those who represent the majority of the Muslims, or the best prominent people qualified for the post of the Khilafah. They may meet after the death of the Khaleefah or his resignation or dismissal, and nominate one or more persons exclusively for the position of Khaleefah, then they choose one of them, in any style they see fitting. Afterwards they give him a pledge of contract to listen and obey in accordance with the Book of Allah (swt) and the Sunnah of the Messenger of Allah (pbuh). Upon completion of this Bay’ah of contract, the Khaleefah, or whoever represents him, sits down to receive the Bay’ah of obedience from the Muslims. This is like what happened with Abu Bakr after the death of the Prophet (pbuh). Ansar met at the Saqeefah of Banu Sa’idah to pledge allegiance to their leader Sa’d ibn Ubadah, then Abu Bakr, ‘Umar, and Abu ‘Ubaydah arrived before the Bay’ah to Sa’d was concluded. Serious discussion took place between them and Shar’a, which reached the level of a heated debate. After fair exchanges, the matter turned towards Abu Bakr’s favour so He was pledged unanimously by all those in attendance at the Saqeefah, except Sa’d ibn Ubadah who abstained. This Bay’ah to Abu Bakr in the Saqeefah appointed him to the position of Khaleefah. The following are the events that took place in the Saqeefah:
Ibn Hischam berichtete in seinem Buch über die Sira, dass Ibn Ishaq sagte, als sich die Ansar in der Saqifa versammelten, habe ‘Abdullah ibn Abu Bakr überliefert, auf dem Weg von ‘Abdullah ibn Abbas, dass er sagte, ‘Umar habe gesagt: „…von unserer Kunde, als Allah Seinen Propheten ﷺ zu Sich nahm, waren die Ansar anderer Meinung als wir. Sie versammelten sich mit ihren Anführern in der Saqifa der Banu Sa‘idah. ‘Ali bin Abi Talib, Zubair bin al-Awwam und andere schlossen sich uns nicht an. Die Muhajiroon versammelten sich bei Abu Bakr, da sagte ich zu Abu Bakr: ‘Lass uns zu diesen Brüdern von den Ansar eilen.’ So eilten wir zu ihnen…“ Dann fuhr ‘Umar fort: „…bis wir zu ihnen in die Saqifa der Banu Sa‘idah kamen. Plötzlich war unter ihnen ein in einen Umhang gehüllter Mann. Ich fragte: ‘Wer ist das?’ Sie antworteten: ‘Sa‘d bin ‘Ubadah.’ Ich fragte dann: ‘Was ist mit ihm?’ Sie sagten: ‘Er ist nicht wohlauf.’ Als wir uns setzten, sprach ihr Redner das Glaubensbekenntnis, dann lobte er Allah und sagte: ‘Nun denn, wir sind die Ansar Allahs und die Schar des Islam, und ihr, die Leute der Muhajiroon, seid ein Teil von uns. Eine Gruppe von euch Leuten drängte herein…’ Dann sagte er: ‘Plötzlich wollten sie uns von unserem Ursprung verdrängen und uns die Angelegenheit (die Macht) entreißen.’ Als er zu sprechen aufhörte, wollte ich sprechen. Ich hatte in meinem Geist ein Wort vorbereitet, das mir gefiel, und ich wollte es Abu Bakr vortragen, während ich meinen Zorn vor ihm verbarg. Abu Bakr sagte: ‘Oh ‘Umar, sei geduldig’, also verabscheute ich es, ihn zu verärgern. Er sprach, und er war wissender und angesehener als ich. Bei Allah, er ließ kein gutes Wort aus, das ich vorbereitet hatte, ohne dass er es sagte oder etwas Ähnliches oder Besseres als dieses, aus seiner Natur heraus, bis er zum Ende kam. Er sagte: ‘Was das Gute (Khair) betrifft, das ihr an euch selbst erwähnt habt, so seid ihr dessen würdig. Die Araber würden diese Angelegenheit (Macht) nur diesem Stamm von Quraisch anerkennen. Sie stehen im Herzen der Araber, was Abstammung und Stellung betrifft. Ich nehme von euch einen dieser beiden Männer an, so leistet dem Bay‘ah zu, wem ihr wollt von ihnen.’“ Er nahm meine Hand und die Hand von Abu ‘Ubaydah bin al-Jarrah, während er zwischen uns saß. Ich hasste nicht, was er sagte, außer dass ich, bei Allah, lieber getötet werden wollte, ohne sündig zu werden, als Ameer über ein Volk zu werden, dessen Teil Abu Bakr ist.“ ‘Umar fuhr fort: „Ein Redner von den Ansar sagte: ‚Ich bin derjenige, der dafür am geeignetsten und erfahrensten ist. Ein Ameer kommt von uns und ein Ameer kommt von euch, o Leute von Quraisch.‘“ Er fuhr fort: „Der Lärm nahm zu, und die Stimmen erhoben sich, bis ich fürchtete, dass ein Streit ausbrechen würde. Also sagte ich: ‚Streck deine Hand aus, o Abu Bakr!‘ Er streckte seine Hand aus, und ich gab ihm den Bay’ah, dann gaben ihm die Muhajiroon den Bay’ah, dann gaben ihm die Ansar den Bay’ah. Wir sprangen über Sa’d bin ‘Ubadah hinweg. Einer von ihnen sagte: ‚Ihr habt Sa’d ibn ‘Ubadah getötet.‘ Ich sagte: ‚Allah möge Sa’d bin Ubadah töten.‘“ Ibn Katheer überlieferte in der prophetischen Seerah Ähnliches davon.
At-Tabari überliefert: „Dass Abu ‘Ubaydah bin al-Jarrah im entscheidenden Moment in die Angelegenheit (Diskussion) eingriff. Da stand er auf, sprach zu den Ansar und sagte: „O Leute der Ansar, ihr wart die Ersten, die sich geändert haben und umgekehrt sind.“
At-Tabari narrated: “That Abu ‘Ubaydah bin al-Jarrah had intervened in the matter (discussion) at the crucial moment. So He stood up and spoke to the Ansar and said: “O people of the Ansar, you were the first have changed and reverted”.
Als die Ansar diese Worte von Abu ‘Ubaydah hörten, waren sie bewegt. Da stand Bashir ibn Sa’d, einer der Anführer von Al-Khazraj, auf und sagte: „Bei Allah, selbst wenn wir großen Anteil am Dschihad gegen die Mushrikeen hatten und den Vorrang in dieser Religion innehatten, so wollten wir damit doch nur das Wohlgefallen unseres Herrn, den Gehorsam gegenüber unserem Propheten ﷺ und das Streben nach uns selbst. Es ziemt sich nicht, dass wir uns deswegen über die Menschen erheben, und wir suchen nicht die Freuden dieser Welt, denn Allah ist es, der uns diese Ehre gewährt. Nichtsdestoweniger ist Muhammad ﷺ aus Quraysch, und sein Stamm ist geeigneter und verdienter, und bei Allah, ich möchte nicht, dass Allah mich jemals dabei sieht, wie ich in dieser Angelegenheit mit ihnen streite. So fürchtet Allah und widersprecht ihnen nicht und streitet nicht mit ihnen.“ Diese Worte Bashirs waren beruhigend, und die Leute von Al-Khazraj ließen sich davon überzeugen.
When Al-Ansar heard these words from Abu ‘Ubaydah they were moved. So Bashir ibn Sa’d from the leaders of Al-Khazraj stood up and said: “By Allah, even if we were of great advantage in the Jihad against the Mushrikeen, and the precedent in this Deen, all we only wanted from that was the pleasure of our Lord, the obedience of our Prophet, and to strive for ourselves. It is not fitting that we be insolent in this over the people, and we do not seek the pleasure of this world, for Allah is the Provider of this honour to us. Nonetheless, Muhammad (pbuh) is from Quraysh, and his tribe are more appropriate and deserving, and by Allah, I do not want Allah to see me ever dispute with them in this matter. So fear Allah, and do not disagree or contest with them.” This word of Bashir was comforting, and the people of Al-Khazraj were convinced by it.
In diesem Augenblick ergriff Abu Bakr die Hände von ‘Umar und Abu ‘Ubaydah, während er zwischen ihnen saß, und sprach zu den Ansar: „Dies ist ‘Umar, und dies ist Abu ‘Ubaydah. Ihr könnt dem Treue schwören, welchem von beiden ihr wollt.“ Er rief sie dazu auf, zusammenzuhalten, und warnte sie vor Uneinigkeit.
At this moment, Abu Bakr took by the hands of ‘Umar and Abu ‘Ubaydah, as He was sitting between them, and said to the Ansar: “This is ‘Umar, and this is Abu ‘Ubaydah, you can pledge allegiance to whoever one of them you wish,” and He called them to stick together, and warned them against dissent.
Umar, der den Streit miterlebte und eine Spaltung befürchtete, erhob seine Stimme und rief: „Reich deine Hand aus, Abu Bakr.“ Abu Bakr streckte seine Hand aus, und ʿUmar leistete ihm den Treueid und sprach: „Hat der Prophet ﷺ nicht angeordnet, dass du, o Abu Bakr, den Muslimen im Gebet vorstehst? Du bist also der Khalifah des Gesandten Allahs ﷺ. Wir leisten dir den Treueid, um dem Liebsten unter uns allen, den der Gesandte Allahs ﷺ liebte, den Treueid zu leisten.“ Dann streckte auch Abu ʿUbaidah seine Hand aus, leistete Abu Bakr den Treueid und sprach: „Du bist der Beste der Muhajirun, der einzige und zweite Gefährte in der Höhle, der Khalifah des Gesandten Allahs ﷺ im Gebet, der Beste der Muslime in der Religion. Wer sonst sollte dir vorangehen oder die Angelegenheit über dich hinweg übernehmen?“ Al-Haschir ibn Saʿd eilte herbei und leistete Abu Bakr den Treueid. Usaid ibn Hudhair, das Oberhaupt der Aus, blickte zu seinem Volk, das miterlebte, was Haschir ibn Saʿd getan hatte, und sprach zu ihnen: „Bei Allah, wenn die Chazradsch einmal als Herrscher eingesetzt würden, hätten sie dennoch den Vorzug vor euch, und sie würden euch gar keinen Anteil daran geben. Steht also auf und leistet Abu Bakr den Treueid.“ Die Aus erhoben sich und taten es. Dann eilten die Menschen herbei und leisteten Abu Bakr den Treueid, bis der Platz der Saqifah von der Menge überfüllt war.
Umar here, witnessing the argument and fearing of the disagreement, raised his voice and shouted: “Stretch out your hand Abu Bakr.” Abu Bakr stretched out his hand, and ‘Umar pledged allegiance to him, saying: “Did not the Prophet order that you lead, O Abu Bakr, the Muslims in prayer, so you are the Khaleefah of Rasoolullah. We are pledging allegiance to you so as to pledge allegiance to the best beloved person by Rasoolullah of us all.” Then Abu ‘Ubaydah stretched out his hand and pledged allegiance to Abu Bakr, saying: “You are the best of Al-Muhajireen, and the only and second companion in the cave, and the Khaleefah of Rasoolullah in prayer, the best of the Muslims in Deen. Who else is supposed to come before you, or take care of this matter over you?” Al-Bashir ibn Sa’d rushed and pledged his allegiance to Abu Bakr. Usaid ibn Hudhayr, head of Al-Aws, looked up to his people who witnessed what Bashir ibn Sa’d had done, and said to them: “By Allah if Al-Khazraj were to be appointed once, they will still have with this the advantage over you, and they would not make to you any share in it with them at all. So stand up and pledge allegiance to Abu Bakr.” The Al-Aws stood up and did so. Then people rushed and pledged allegiance to Abu Bakr, until the place of the Saqeefah was overflowing with the crowds.
Somit war der Treueschwur (Bay'ah) in der Halle der Saqeefah abgeschlossen, und der Leichnam des Gesandten Allahs ﷺ lag noch unbestattet auf seinem Bett. Nachdem der Treueschwur abgeschlossen war, gingen die Leute aus der Halle auseinander. Am nächsten Tag setzte sich Abu Bakr in die Moschee, und 'Umar stand auf und sprach zu den Leuten. Er entschuldigte sich für das, was er geäußert hatte, nämlich dass der Gesandte Allahs ﷺ nicht gestorben sei, und fuhr dann fort: „Wahrlich, Allah hat euch Sein Buch hinterlassen, durch das Er Seinen Gesandten ﷺ geleitet hat. Wenn ihr daran festhaltet, wird Allah euch leiten, so wie Er es mit Seinem Gesandten ﷺ getan hat. Und wahrlich, Allah hat eure Angelegenheiten (die Autorität) in der Obhut des Besten unter euch vereint, des Gefährten des Gesandten Allahs ﷺ und des zweiten Mannes in der Höhle. Steht also auf und leistet euren Treueschwur.“ Da taten alle Leute dies, und der Treueschwur war abgeschlossen. Dann stand Abu Bakr auf und sprach zu den Leuten; es war seine erste Khutba als Khalif. Er sagte: „O Leute, ich bin als euer Anführer über euch eingesetzt worden, obwohl ich nicht der Beste unter euch bin. Wenn ich recht handle, so helft mir, und wenn ich unrecht handle, so korrigiert mich. Wahrheit ist ein Anvertrautes, und Lüge ist Verrat. Der Schwache unter euch ist vor mir stark, bis ich ihm sein Recht zurückgebe, so Allah will, und der Starke unter euch ist vor mir schwach, bis ich ihm das Recht nehme, so Allah will. Jedes Volk, das den Dschihad auf dem Weg Allahs aufgibt, dem wird Allah Erniedrigung zufügen. Wenn Unzucht unter einem Volk um sich greift, wird Allah es großen Prüfungen unterwerfen. Gehorcht mir, solange ich Allah und Seinem Gesandten ﷺ gehorche. Wenn ich jemals Allah und Seinem Gesandten ﷺ ungehorsam bin, habe ich keinen Anspruch auf euren Gehorsam mir gegenüber. Steht auf zum Gebet, möge Allah Seine Barmherzigkeit auf euch herabsenden.“
The Bay’ah of the Saqeefah (hall) was thus concluded, and the body of Allah’s Messenger (pbuh) was still laid on his bed unburied. Once the Bay’ah was concluded, people dispersed from the hall. The next day, Abu Bakr sat in the Masjid, and ‘Umar stood up and addressed the people, apologising for what He uttered that the Messenger of Allah (pbuh) had not died, then He went on to say “And verily Allah has left you His Book by which He guided His Messenger, so if you held on to it, Allah would guide you as He did with His Messenger, and verily Allah has united your affairs (authority) over the guardianship of the best man amongst you, the companion of Allah’s Messenger (pbuh) and the second man in the cave, so get up and give your Bay’ah.” Then all the people did so, and the Bay’ah was concluded. Abu Bakr then stood up and addressed the people; it was his first Khutba as Khaleefah, He said: “O people, I have been appointed upon you as your leader even though I am not the best amongst you, so if I do right help me, and if do wrong correct me. Truth is a trust and lying is treason, the weak amongst you is strong before me till I return to him his right, Allah willing, and the strong amongst you is weak before me till I take the right from him Allah willing. Any people who abandon Jihad in the way of Allah, Allah will strike them with humiliation. If indecency spread amongst any people, Allah would subject them to great tribulations. Do obey me as long as I obey Allah and His Messenger. If I ever disobeyed Allah and His Messenger, I am not entitled to your obedience to me. Get up for prayer, may Allah send His mercy upon you”.
So wurde Abu Bakr zum Kalifen gewählt und ihm der Bay'ah gegeben, in aller Kürze. Der Unterschied, der zwischen den Ansar und den Muhajirun über das Amt des Kalifats entstand, war eine Art Nominierungsverfahren für dieses Amt von beiden Seiten. Nachdem Abu 'Ubaidah und Bashir ibn Sa'd ihre Reden gehalten hatten, neigte sich die Waage zugunsten der Muhajirun, und Abu Bakr trat als Favorit hervor und erhielt die Bay'ah von den Anwesenden in der Saqifah, mit Ausnahme von Sa'd ibn 'Ubadah. Die erste Bay'ah der Saqifah war also die Bay'ah des Vertrags, während die Bay'ah der Moschee am folgenden Tag die Bay'ah des Gehorsams war.
This is briefly how Abu Bakr was elected for the Khilafah, and how the Bay’ah was given to him. The difference that occurred between the Ansar and the Muhajireen over the Khilafah post was a type of nominating process regarding the post of Khilafah from both sides. After Abu ‘Ubaydah and Bashir Ibnu Sa’d gave their speeches, the scale of the Muhajireen tipped over, then Abu Bakr emerged as favourite and was given the Bay’ah by those present in the Saqeefah except Sa’d ibn Ubadah. Thus the first Bay’ah of the Saqeefah was the Bay’ah of contract, while the Bay’ah of the Masjid, in the next day, was that of obedience.
In dieser Weise der Einsetzung Abu Bakrs wird beobachtet, dass eine Menge der Leute der edlen Madina, der Hauptstadt des Staates, zusammenkam, beriet und heftig debattierte. Einige Personen wurden für das Amt des Khilafah vorgeschlagen, und zwar nur Sa'd, Abu Bakr, 'Umar und Abu 'Ubaydah. Dann wandte sich die Meinung zugunsten Abu Bakrs, und so wurde ihm der Bay'ah geleistet.
In this style of appointing Abu Bakr, it is noticed that a multitude of the people of the Noble Madinah, which is the state capital, met and discussed and debated harshly. Some people were nominated for the Khilafah post, limited to Sa’d, Abu Bakr, ‘Umar and Abu ‘Ubaydah. Then the opinion turned to the advantage of Abu Bakr so He was given the Bay’ah.
2. Dass der Khalifa aus eigener Initiative oder auf Wunsch der Menschen beschließt, die Menschen, die einflussreichen Persönlichkeiten oder deren Anführer und Oberhäupter zu konsultieren, wenn er spürt, dass sein Leben bald zu Ende geht, und zwar darüber, wen sie nach ihm als Khalifa über sich haben wollen. Dann empfiehlt der Khalifa ihnen eine Person, die nach seinem Tod Khalifa über sie sein soll. Nach dem Tod des Khalifa leisten die Muslime der benannten Person den Bay'ah, damit sie Khalifa über sie ist. Ihr Bay'ah an ihn begründet die Khilafah für ihn. So wird er durch diesen Bay'ah Khalifa über sie und nicht durch die Benennung durch den vorherigen Khalifa.
2. That the Khaleefah by his own initiative or by the people’s request, resolves to consult the people or the influential people or their leaders and chiefs, when He feels that his life will shortly end, as to whom they want to be a Khaleefah over them after him. Then, the Khaleefah, recommends to them a person to be Khaleefah over them after his death. After the death of the Khaleefah, the Muslims give their Bay’ah to the nominated person, so as to be Khaleefah over them. Their Bay’ah to him contracts the Khilafah to him. Thus He becomes Khaleefah over them with this Bay’ah and not through the nomination of him by the previous Khaleefah.
So wie es bei Abu Bakr geschah, als er ‘Umar bestimmte: Als Abu Bakr schwer erkrankte und glaubte, er werde sterben, sprach er zu allen Menschen und sagte: „Wahrlich, Allah hat auf mich gesandt, was ihr selbst (vom Tod) wahrnehmen könnt, und ich sehe nichts anderes als den Tod, der sich mir wegen meiner Krankheit nähert. So hat Allah euch von euren Eiden entbunden, die ihr mir bei der Huldigung gegeben habt, und meine Verpflichtung, die auf euch lag, aufgelöst. Er (swt) hat euch die Angelegenheit eurer Führung zurückgegeben, so bestimmt über euch, wen auch immer ihr wollt. Denn wenn ihr jemanden bestimmt hättet, solange ich noch lebe, wäre es passender gewesen, damit ihr nach mir nicht uneins werdet.“
This is like what happened with Abu Bakr when He nominated ‘Umar. When Abu Bakr was seriously ill and He thought He was going to die, He spoke to all the people and said: “Verily Allah has sent upon me what you yourselves can perceive (of death), and I do not see anything other than death approaching me because of my disease. So Allah has freed you from your oaths which you gave in the pledge to me, and dissolved my knot binded upon you. He (swt) has returned the matter of your leadership to you, so appoint over yourselves whichever person you like. This is because if you appointed (somebody) while I am alive it would be more appropriate, so that you do not differ after me.
Die Menschen konnten sich nicht darüber einigen, wer Abu Bakr als Nachfolger folgen sollte. Sie kehrten zu ihm zurück und sagten: „O Nachfolger des Gesandten Allahs ﷺ, unsere Meinung ist deine Meinung.“ Abu Bakr sagte: „Vielleicht werdet ihr (meiner Entscheidung) widersprechen?“ Sie sagten: „Nein (das werden wir nicht).“ Da sagte er: „Werdet ihr dann bei Allah schwören, meine Entscheidung anzunehmen?“ Sie antworteten: „Ja.“ Dann sagte er: „Gebt mir Zeit, um zu sehen, was für Allah, Seine Religion und Seine Diener das Beste ist.“ Dies war eine klare Ermächtigung der Muslime an Abu Bakr, für sie einen Kalifen auszuwählen. Abu Bakr verstand, was in den Köpfen der angesehensten Gefährten umging, und da er spürte, dass es der Wunsch eines jeden von ihnen war, Kalif zu werden, nahm er ihnen den Eid ab.
The people could not agree as to who should succeed Abu Bakr. They returned to him and said: “Our opinion, O Successor to the Messenger of Allah (pbuh), is your opinion.” Abu Bakr said: “Perhaps you will disagree (with my decision)?” They said: “No (we will not)”. So He said: “Then will you swear by Allah to accept my decision?” They replied: “Yes.” Then He said: “Give me time to see what is best for Allah, His Deen, and His servants.” This was a clear authorisation from the Muslims for Abu Bakr to select a Khaleefah for them. It was Abu Bakr who understood what was circulating in the minds of the most senior companions, and because He felt that it was the wish of every one of them to be Khaleefah, He took the oath from them.
Mit dieser Ermächtigung hielt Abu Bakr zahlreiche Beratungen mit den angesehenen Gefährten ab. Er beriet sich vertraulich mit ‘Abdur-Rahman ibn ‘Auf, ‘Uthman ibn ‘Affan, Sa‘id ibn Zaid und Usaid ibn Hudair. Die Wahl, die ihm im Sinn lag, fiel zunächst auf ‘Umar oder ‘Ali. Später aber setzte sich seine Meinung zugunsten ‘Umars durch, und er berief eine öffentliche Beratung ein. Er blickte aus seinem Haus zu den Leuten hinaus, während seine Frau und seine Tochter ihn stützten, und sprach zu den Menschen: „Akzeptiert ihr den, den ich für euch bestimme? Denn bei Allah, ich habe keine Mühe in meiner Überlegung gescheut, und ich habe auch keinen Verwandten ernannt.“ Sie sagten: „Ja.“ Er fuhr fort: „Ich bestimme ‘Umar ibn al-Khattab als meinen Nachfolger. Hört daher auf ihn und gehorcht ihm.“ Darauf antworteten die Leute: „Wir haben gehört und werden gehorchen.“ Als Abu Bakr das vernahm, erhob er seine Hände zum Himmel und sprach: „O mein Herr! Mit dieser Wahl wollte ich nur ihr Bestes, und ich fürchtete, dass sie in Fitna geraten könnten. Du weißt besser, was ich für sie getan habe. Ich habe meine Meinung für sie eingesetzt und über sie den Stärksten und den um das Beste für sie Besorgtesten von ihnen eingesetzt.“ Die Leute hörten sein Bittgebet, und ihr Vertrauen in seine Entscheidung wuchs. Nach dem Tod Abu Bakrs ging ‘Umar in die Moschee, und die Menschen kamen in großer Zahl zu ihm, um ihm die Bay‘ah zu leisten; niemand blieb zurück außer Talha. ‘Umar blieb von morgens bis zur Zeit des Zuhr in der Moschee, und die Zahl derer, die die Bay‘ah leisteten, nahm zu, bis zur Zeit des Zuhr die Moschee völlig gefüllt war. ‘Umar stieg auf die Kanzel, eine Stufe unterhalb derjenigen, auf der Abu Bakr zu stehen pflegte, pries Allah, sandte Segensgrüße an Seinen Propheten ﷺ und erwähnte Abu Bakr und seine Vorzüge. Dann sprach er: „O Leute, ich bin nur ein Mann unter euch. Und wenn ich nicht den Wunsch des Nachfolgers des Gesandten Allahs ﷺ (Abu Bakr) hätte missachten müssen, hätte ich die Verantwortung über euch nicht übernommen.“ Dann wandte er seine Augen zum Himmel und sprach: „O mein Herr! Ich bin hart, so mache mich weich. O mein Herr! Ich bin schwach, so mache mich stark. O Herr, ich bin geizig, so mache mich großzügig.“ Dann hielt er einen Augenblick inne und sprach: „Wahrlich, Allah prüft euch durch mich und prüft mich durch euch, und Er hat mich nach dem Hinscheiden meiner Gefährten bei euch belassen. Bei Allah (swt), ich werde niemanden zur Verfügung über irgendeine eurer Angelegenheiten bevollmächtigen, die an mich gelangt, und ich werde keine Mühe scheuen, in irgendeiner Angelegenheit, die fern von mir ist, die Fähigen und Vertrauenswürdigen zu bevollmächtigen. Wenn sie (die Bevollmächtigten) gut handeln, werde ich mit ihnen gut handeln, und wenn sie schlecht handeln, werde ich sie bestrafen.“ Dann erhob er sich und leitete die Leute im Gebet. Dies war der Bay'ah für ʿUmar ibn al-Khattab von den Leuten in der Moschee, und durch sie wurde ihm das Kalifat übertragen, und durch diese Bay'ah wurde es den Leuten zur Pflicht, ihm zu gehorchen.
With this authorisation, Abu Bakr made numerous consultations with the senior companions. He consulted in confidence with ‘Abdul Rahman ibn Awf, ‘Uthman ibn Affan, Saeed ibn Zayd, Usayd bin Hudhyr. The choice that revolved in his mind was for either ‘Umar or ‘Ali. However, later on his opinion settled on ‘Umar and He consulted the people in an open consultation. He looked over to the people from his house, while his wife and daughter held him and He addressed the people saying: “Do you accept whom I appoint for you? For by Allah, I have not spared any effort regarding my opinion, nor have I appointed a relation.” They said: “Yes.” He continued saying: “I appoint ‘Umar ibn al-Khattab to succeed me, so listen to him and obey him.” Then the people replied, “We heard and we will obey”. Upon hearing that Abu Bakr raised his hands to the sky and said “O my Lord! I did not want by that choice except their interest, and I feared that they might fall in Fitna, so You know better about what I have done to them. I have exerted my opinion for them and appointed upon them the strongest and most concerned of them about what is best for them.” The people heard his prayer, and were filled with confidence about his decision. After the death of Abu Bakr, ‘Umar went to the Masjid and the people came to him in large numbers to give their Bay’ah, and no one stayed back except Talha. ‘Umar remained in the Masjid from the morning until Zuhr time, and the number of people who came to give their Bay’ah increased, until at Zuhr time the Masjid was completely full. ‘Umar stepped up onto the Minbar, one step below the one which Abu Bakr used to stand on, praised Allah, sent blessings to His Prophet, and mentioned Abu Bakr and his points of excellence. He then said: “O people, I am but a man from amongst you, and if it wasn’t because I disliked disobeying the request of the successor of the Messenger of Allah (Abu Bakr), I would not have taken charge over you.” He then turned his eyes to the sky and said: “O my Lord!, I am harsh, so make me soft. O my Lord! I am weak so make me strong. O Lord, I am miserly so make me generous.” Then He stopped for a while and said: “Verily Allah is testing you with me, and testing me with you, and He has left me with you after taking away my companions. By Allah (swt) I will not authorise anybody (to dispose) of any of your affairs that reaches to me nor will spare any effort to authorise the efficient and the reliable in any affair that is far from me. If they (the authorised people) did well I would do well with them, and if they did bad I would punish them. Then He rose up, and led the people in prayer. This was the Bay’ah for ‘Umar ibn al-Khattab from the people in the Masjid, and it was this that contracted the Khilafah to him, and it was this Bay’ah that made it obligatory upon the people to obey him.
Was die Wahl Abu Bakrs betrifft, so war sie lediglich eine Nominierung für ihn zum Amt des Kalifats und eine Beschränkung auf die Nominierung 'Umars allein. Das Kalifat wurde 'Umar durch diese Nominierung nicht übertragen, und der Gehorsam ihm gegenüber war dadurch nicht verpflichtend. Er wurde erst Khalifa, nachdem ihm die Bay'ah der Leute in der Moschee geleistet worden war.
As for the choice of Abu Bakr it was only a nomination for him to the Khilafah post, and a limitation to the nomination of ‘Umar alone. Khilafah was not convened to ‘Umar by this nomination, nor was obedience obliged to him. He did not become Khaleefah except after the Bay’ah of the people was given to him in the Masjid.
Entsprechend dem Verfahren, durch das ‘Umar ibn Al-Khattab zum Khalifen der Muslime wurde, sehen wir, dass es sich von der Art unterscheidet, in der Abu Bakr als Nachfolger des Gesandten Allahs ﷺ über die Muslime eingesetzt wurde. Während er im Sterben liegt, empfiehlt der Khalif aus eigener Initiative oder auf Bitten der Muslime einige Personen, die für das Amt des Khilafah qualifiziert sind, damit sie nach seinem Tod unter sich durch Beratung einen auswählen, der nach ihm Khalif über die Muslime sein soll, innerhalb einer festgelegten Frist, die drei Tage nicht überschreitet. Danach wählt die Gruppe aus ihrer Mitte einen Mann zum Khalifen, nach der Weise, auf die sie sich einigen. Der Name des Khalifen wird dann den Muslimen bekanntgegeben, und die Bay‘ah wird ihnen für ihn abgenommen. Durch diese Bay‘ah wird diese Person Khalif der Muslime, nicht durch die Auswahl jener kleinen Gruppe, die vom vorherigen Khalifen empfohlen worden war.
Following up the proceedings of this style, by which ‘Umar ibn Al–Khattab became Khaleefah to the Muslims, we see that it is different from the style by which Abu Bakr was appointed as a successor to the Messenger of Allah (pbuh) over the Muslims 3. While He is dying, by his own initiative or by request from the Muslims, the Khaleefah recommends some people, who are qualified for the position of Khilafah, to select after his death, one from amongst themselves by consultation, to be Khaleefah over the Muslims after him, within an assigned period of time that does not exceed three days. After this, the group selects one man from amongst themselves to be Khaleefah, by the style they agree upon. The name of the Khaleefah then is declared to the Muslims, and the Bay’ah is taken for him from them, this person becomes Khaleefah of the Muslims by this Bay’ah, and not by the selection of that small group, which was recommended by the previous Khaleefah.
Das ist ähnlich wie das, was mit ʿUmar ibn al-Khattāb geschah, als er erstochen wurde und später an dieser Wunde starb. Die Muslime kamen zu ihm und baten ihn, nach sich einen Kalifen zu bestimmen. Er sagte: „Wen soll ich zum Kalifen machen? Wäre Abū ʿUbaida ibn al-Dscharrāḥ noch am Leben, so hätte ich ihn als Kalifen empfohlen. Würde mein Herr mich fragen, warum, so würde ich sagen: Ich habe deinen Propheten ﷺ sagen hören:
This is similar to what happened with ‘Umar ibn al-Khattab when He was stabbed, and later died from that wound. The Muslims came to him and requested him to assign a Khaleefah after him. He said: “Whom should I make Khaleefah? If Abu ‘Ubaydah ibn Al-Jarrah were alive I would have recommended him to be Khaleefah. If my Lord asked me why, I would say: I heard your prophet say:
„Er (Abu ‘Ubaydah) ist der Sekretär dieser Umma.“ Wäre Salim, der Diener des Abu Huzaifa, noch am Leben, würde ich ihn empfehlen. Wenn mein Herr mich fragte, warum, würde ich sagen: Ich habe Deinen Propheten ﷺ sagen hören:
‘He (Abu ‘Ubaydah) is the secretary of this Ummah.’ If Salim, servant of Abu Huzayfah was alive, I would have recommended him. If my Lord asked me why, I would say: I heard Your prophet say:
„Salims Liebe zu Allah ist groß.“ Einer der Muslime sagte zu ihm: „Empfiehl deinen Sohn ‘Abdullah.“ Er sagte: „Allah bekämpfe dich! Bei Allah, mit dieser Meinung hast du das Wohlgefallen Allahs nicht gesucht. Wehe dir! Wie kann ich einen Mann empfehlen, der nicht in der Lage war, seine Frau zu scheiden? Es gibt bei dir kein Verlangen nach uns (den Aal Al-Khattab) in deinen Angelegenheiten. Ich habe das Kalifat nicht gelobt, damit es jemandem aus meiner Familie zuteilwird. Wenn diese Angelegenheit (des Kalifats) gut war, dann haben wir unseren Anteil bekommen. Wenn sie schlecht war, dann genügt es der Familie ‘Umars, dass eine Person aus ihr zur Rechenschaft gezogen und nach den Angelegenheiten der Umma Muhammads ﷺ gefragt wird. Wahrlich, ich habe mich bemüht und meine Familie benachteiligt. Wenn es mir gelingt, mich ausreichend zu retten, ohne Sünde und ohne Lohn, dann bin ich glücklich.“ Die Muslime verließen seinen Raum und ließen ihn nachdenken. Dann kehrten sie erneut zu ihm zurück und baten ihn, aus Sorge um das Interesse der Muslime, jemanden zu empfehlen. Er sagte zu ihnen: „Ihr habt diese Gruppe, mit der der Gesandte Allahs ﷺ zufrieden war, als er starb, und über die er sagte: Sie sind die Leute des Paradieses: ‘Ali ibn Abi Talib, ‘Uthman ibn ‘Affan, Sa‘d ibn Abi Waqqas, ‘Abdur-Rahman ibn ‘Auf, Az-Zubair ibn Al-‘Awwam und Talha ibn ‘Ubaidullah. Lasst ‘Abdullah ibn ‘Umar bei ihnen sein, aber er soll nur eine Meinung haben, ohne in der Angelegenheit des Kalifats mitzuentscheiden.“ ‘Umar riet diesen sechs Personen, einen Kalifen auszuwählen, und setzte ihnen eine Frist von drei Tagen. Nach einem langen Gespräch mit ihnen sagte er: „Wenn ich sterbe, berät euch drei Tage lang, und lasst Suhaib in diesen Tagen den Muslimen im Gebet vorstehen. Lasst den vierten Tag nicht anbrechen, ohne dass ein Emir über euch ist.“ Außerdem bestimmte er Abu Talha Al-Ansari, die Versammlung zu beschützen und sie in ihrer Aufgabe zu bestärken, und sagte zu ihm: „O Abu Talha, Allah (swt) hat den Islam durch euch (d. h. die Ansar) unterstützt. Wähle also fünfzig Männer aus den Ansar aus und dränge diese (sechs) Personen, einen aus ihrer Mitte zu wählen.“ Er bat Al-Miqdad ibn Al-Aswad, den Ort der Versammlung auszuwählen, und sagte zu ihm: „Wenn du mich in mein Grab gelegt hast, versammle diese (sechs) Personen in einem Haus, bis sie unter sich einen Mann auswählen.“ Dann bat er Suhaib, die Versammlung zu überwachen, und sagte zu ihm: „Leite drei Tage lang das Gebet für die Leute, und lass Ali, Uthman, Az-Zubair, Sa'd, Abdur-Rahman ibn Auf und Talha – falls er von seiner Reise zurückkehrt – sowie Abdullah ibn Umar hinzukommen, jedoch ohne ihm irgendein persönliches Interesse an der Angelegenheit zu gestatten, und stehe ihnen vor (d. h. überwache sie). Wenn fünf übereinstimmen und einen Mann akzeptieren, während ein Mann ablehnt, dann schlage ihm mit dem Schwert auf den Kopf (töte ihn). Wenn vier zustimmen und sich auf einen Mann einigen, und zwei widersprechen, dann töte die Widersprechenden mit dem Schwert. Wenn drei sich auf einen Mann einigen und drei widersprechen, dann lass Abdullah ibn Umar als Schiedsrichter entscheiden. Die Gruppe, zu deren Gunsten Abdullah ibn Umar urteilt, soll aus ihrer Mitte einen auswählen. Wenn sie das Urteil Abdullah ibn Umars nicht annehmen, dann haltet euch alle an die Gruppe, in der sich Abdur-Rahman ibn Auf befindet, und tötet die übrigen, falls sie sich weigern, das anzunehmen, worauf die Leute sich geeinigt haben.“ Dann bat er sie, die Beratung über das Kalifat zu unterlassen, bis er verstorben sei.
Nach dem Tod ‘Umars und seiner Bestattung versammelte sich die Gruppe, die ‘Umar benannt hatte, mit Ausnahme von Talha, der sich auf Reisen befand. Überliefert ist, dass ihre Zusammenkunft im Haus ‘Umars stattfand und ‘Abdullah ibn ‘Umar bei ihnen war. Sie baten Abu Talha al-Ansari, sie abzuschirmen. Als sie Platz genommen hatten, sagte ‘Abdur-Rahman ibn ‘Auf: „Wer würde sich selbst daraus zurückziehen (aus dem Kalifat) und die Versammlung leiten, unter der Bedingung, dass er es demjenigen gibt, der unter euch der Beste ist?“ Das heißt: Wer würde auf sein Recht auf das Kalifat verzichten, unter der Bedingung, dass alle ihn zum Richter (Schiedsmann) machen, damit er selbst unter ihnen einen Kalifen auswählt, wie er es für richtig hält? Nachdem er dies gesagt hatte, wartete ‘Abdur-Rahman ibn ‘Auf auf eine Antwort, doch niemand antwortete ihm. So fuhr er fort: „Ich selbst verzichte auf mein Recht auf das Kalifat.“ Daraufhin sagte ‘Uthman: „Ich bin der Erste, der dies annimmt, denn ich hörte den Gesandten Allahs ﷺ sagen:“
After ‘Umar’s death and his burial, the group that ‘Umar had nominated gathered except for Talha who was in travel. It is reported that their meeting took place in ‘Umar’s house, and ‘Abdullah ibn ‘Umar was with them. They asked Abu Talha Al Ansari to shield them. Once they settled, ‘Abdul-Rahman ibn Awf said: “Who would take himself out of it (the Khilafah) and preside over the meeting on condition that He gives it to the best among you?” That is, who would renounce his right to the Khilafah, on condition that everyone makes him judge (arbitrator), to choose by himself a Khaleefah from amongst them as He deemed fit.” Having said this, ‘Abdul-Rahman ibn Awf waited for an answer but no one answered him, so He went on saying: I myself renounce my right to the Khilafah. Upon this ‘Uthman said: “I am the first to accept, for I heard the Messenger of Allah (pbuh) say:
„Ein Treuhänder auf Erden ist ein Treuhänder im Himmel.“ Al-Zubayr und Sa'd sagten ebenfalls: „Wir stimmen zu.“ ‘Ali schwieg; da fragte ihn ‘Abdul-Rahman: „Was sagst du, o Abul-Hassan?“ ‘Ali antwortete: „Gib mir einen Eid, dass du die Wahrheit bevorzugen und nicht den Neigungen folgen wirst, dass du keinen Angehörigen deiner Familie begünstigen und das Interesse der Ummah nicht vernachlässigen wirst.“ ‘Abdul-Rahman erwiderte: „Gebt mir (alle) euren Eid, dass ihr mit mir gegen jeden stehen werdet, der etwas ändert, und dass ihr akzeptieren werdet, wen ich für euch (an eurer Stelle) auswähle. Und ich gebe euch meinen Eid: Bei Allah, ich werde keinen Verwandten begünstigen und das Interesse der Ummah nicht vernachlässigen.“ Er nahm ihnen einen Eid ab und leistete ihnen selbst einen Eid. Dann begann er, jeden von ihnen einzeln zu befragen: „Wen von dieser Gruppe außer dir selbst hältst du für würdig, diese Autorität innezuhaben?“ oder mit ähnlichen Worten. ‘Ali sagte: „‘Uthman.“ ‘Uthman sagte: „‘Ali.“ Sa'd sagte: „‘Uthman“, ebenso Al-Zubayr. Dann holte ‘Abdul-Rahman die Meinung der angesehenen Persönlichkeiten in Madina ein und fragte alle Muslime in Madina einzeln, Männer wie Frauen. Er ließ niemanden aus, ohne ihn zu fragen, wen er oder sie aus dieser Gruppe als Khalifen wolle. Eine Gruppe von ihnen wählte ‘Uthman, eine andere Gruppe wählte ‘Ali. ‘Abdul-Rahman stellte fest, dass sich die Meinungen zwischen ‘Uthman und ‘Ali teilten und dass die Quraisch auf der Seite von ‘Uthman standen.
“A trustee on earth is a trustee in the heavens,” Al-Zubayr and Sa’d also said: “We agree”. ‘Ali kept silent; so ‘Abdul-Rahman asked him: “What do you say O Abul Hassan!” ‘Ali replied: “Give me an Oath that you would prefer the truth and not to follow the whims and not to favour any member of your family and not neglect the interest of the Ummah”. ‘Abdul-Rahman replied: “Give me (all of you) your Oaths that you would stand with me against whoever changes, and that you would accept whoever I choose for you (on your behalf) and I give you my Oath that By Allah, I shall not favour a relative nor shall I neglect the interest of the Ummah.” He took an Oath from them and gave them an Oath himself. Then He started to consult each one of them individually saying: “Apart from yourself, who do you think is worthy of this authority from among this group?” or words to that effect. ‘Ali said: “Uthman.” ‘Uthman said: “‘Ali.” Sa’d said: “Uthman,” so did Al-Zubayr. Then ‘Abdul-Rahman sought the opinion of the prominent figures in Madina, and asked all the Muslims in Madina one by one, men and women. He left no one without asking him about whom, He or she, would like to be the Khaleefah from amongst that group. A group of them chose ‘Uthman and another group chose ‘Ali. ‘Abdul-Rahman found that opinion was split between ‘Uthman and ‘Ali, and that the Qurayshis sided with ‘Uthman.
Als ‘Abdur-Rahman seine Untersuchung abgeschlossen und alle Leute befragt hatte, Männer wie Frauen, rief er die Muslime in die Moschee. Er stand auf dem Minbar (Kanzel), das Schwert an der Seite und den Turban (Amama) auf dem Kopf, den der Gesandte Allahs ﷺ ihm gegeben hatte. Er stand lange still und sprach dann: „O Leute! Ich habe euch offen und im Geheimen nach eurem Imam gefragt, und ich habe festgestellt, dass ihr niemanden auf dieselbe Stufe stellen könnt wie diese beiden Männer: ‘Ali und ‘Uthman.“ Dann wandte er sich an ‘Ali und sprach zu ihm.
Once ‘Abdul-Rahman completed his fact finding mission and consulted all the people, men and women, He summoned the Muslims to the Masjid and stood upon the Minbar (podium) with his sword on donning the “Amama” (head-dress) which the Messenger of Allah (pbuh) gave to him: He stood for a long while then spoke: “O people! I have asked you openly and secretly about your Imam, and I found that you cannot place anyone on the same level as these two men: ‘Ali and ‘Uthman.” Then He turned to ‘Ali and said to him.
„Komm zu mir, o ‘Ali!“ ‘Ali stand auf und ging zum Minbar, bis er darunter stand. ‘Abdur-Rahman nahm seine Hand und sagte: „Willst du mir den Bai‘ah geben gemäß dem Buch Allahs, der Sunnah Seines Gesandten ﷺ und dem Handeln von Abu Bakr und ‘Umar?“ ‘Ali erwiderte: „Bei Allah, nein, aber nach meinem eigenen Bemühen darum und meinem Wissen“ – d. h. ich würde dir den Bai‘ah gemäß dem Buch Allahs und der Sunnah Seines Gesandten ﷺ geben, nach meinem eigenen Bemühen darum und meinem Wissen darüber. Was das Handeln von Abu Bakr und ‘Umar betrifft, so verpflichte ich mich nicht selbst dazu, sondern übe meine eigene Meinung aus.“ ‘Abdur-Rahman ließ dann seine Hand los und rief: „Komm zu mir, o ‘Uthman!“ Er nahm dessen Hand, während dieser an der Stelle stand, an der zuvor ‘Ali gestanden hatte, und sagte zu ihm: „Willst du mir den Bai‘ah geben gemäß dem Buch Allahs, der Sunnah Seines Gesandten ﷺ sowie dem Handeln von Abu Bakr und ‘Umar?“ ‘Uthman erwiderte: „Bei Allah, ja.“ Daraufhin blickte ‘Abdur-Rahman, mit seiner Hand die Hand ‘Uthmans umklammernd, zum Dach der Moschee empor und sagte: „O Allah! Höre und bezeuge es; o Allah, ich habe die Last dieser Angelegenheit, die auf meinem Nacken lag, auf den Nacken ‘Uthmans gelegt.“ Dann drängten die Leute herbei, um ‘Uthman den Bai‘ah zu geben, bis sie ihn überwältigten. Danach kam ‘Ali, sich einen Weg bahnend, um ‘Uthman zu erreichen, und gab ihm seinen Bai‘ah. So wurde der Bai‘ah für ‘Uthman abgeschlossen.
“Come to me O ‘Ali!” ‘Ali stood and walked to the Minbar until He came underneath it. ‘Abdul-Rahman took his hand and said: “Would you give me your Bay’ah according to the Book of Allah and the Sunnah of His Messenger and the (actions) of Abu Bakr and ‘Umar?” ‘Ali replied: “By Allah no, but on my own exertion of that and my knowledge” - i.e. I would give you my Bay’ah according to the Book of Allah and the Sunnah of His Messenger according to my own exertion of that and my knowledge of them. As for the actions of Abu Bakr and ‘Umar, I do not adhere myself to them but exert my own opinion.” ‘Abdul-Rahman then released his hand and called: “Come to me O ‘Uthman!” He took his hand as He stood on the spot where ‘Ali stood earlier and said to him: “Would you give me your Bay’ah according to the Book of Allah and the Sunnah of His Messenger as well as the actions of Abu Bakr and ‘Umar?” ‘Uthman replied, “By Allah yes.” Upon this ‘Abdul- Rahman looked up to the roof of the Masjid with his hand clutching that of ‘Uthman and said: “O Allah! Hear and witness; O Allah, I have put what was in my neck of that (matter) in the neck of ‘Uthman.” Then people rushed to give their Bay’ah to ‘Uthman until they overwhelmed him. Then ‘Ali came pushing his way through to reach ‘Uthman and gave him his Bay’ah. Thus Bay’ah was concluded to ‘Uthman.
Wenn wir diese Art, in der ʿUthmān in das Amt des Kalifats eingesetzt wurde, genau betrachten, erkennen wir, dass sie sich von den beiden vorangegangenen Arten unterscheidet, durch die Abū Bakr und ʿUmar eingesetzt wurden.
If we examine closely this style by which ‘Uthman was appointed to the post of Khilafah, we can realise that it differs from the two previous styles by which Abu Bakr and ‘Umar were appointed.
4. Nachdem der Khalifah verstorben ist, treten eine Vielzahl von Muslimen oder die einflussreichen Persönlichkeiten unter ihnen (Ahlul Hall Wal ‘Aqd) oder eine Gruppe aus den Kreisen der Machthabenden (z. B. die Streitkräfte) an eine Person heran, die für das Amt des Khilafah qualifiziert ist. Sie bitten ihn, dieses Amt zu übernehmen, woraufhin er zustimmt, sobald er die Zustimmung der Mehrheit der Muslime erkannt hat, und die Bay'ah öffentlich von ihnen entgegennimmt. Damit wird er durch diese öffentliche Bay'ah seitens der Muslime zum Khalifah, und entsprechend sind sie verpflichtet, ihm zu gehorchen.
4. Once the Khaleefah dies, a multitude of Muslims or the influential people (Ahlul Hall Wal ‘Aqd) amongst them, or a group from the people of power (e.g. armed forces) approach a person, who is qualified for the post of Khilafah. They ask him to take over the post so He agrees to them once He realised the consent of the majority of the Muslims, and takes the Bay’ah openly from them. He then becomes Khaleefah through this open Bay’ah from the Muslims and accordingly they become obliged to obey him.
Diejenigen, die ihn bitten, Khalifah zu werden, stellen ihn lediglich als einzigen Kandidaten für das Amt des Khilafah zur Verfügung. Das Khilafah wird ihm jedoch nicht aufgrund dieser Bitte übertragen, sondern durch die Bay'ah der Menschen, die ihm geleistet wird.
Those who request him to become Khaleefah are merely putting him forward as a sole candidate for the Khilafah post. However, Khilafah is not contracted to him based on this request, but by the Bay’ah of the people, given to him.
So geschah es auch mit ʿAlī ibn Abī Ṭālib, als die Aufrührer den Kalifen ʿUthmān ibn ʿAffān töteten. Madīna blieb nach ihm fünf Tage lang ohne Kalifen. Sein Statthalter in dieser Zeit war Al-Ghāfiqī ibn Ḥarb, einer der Anführer der Aufrührer. Diese Anführer baten ʿAlī ibn Abī Ṭālib, das Amt des Kalifats zu übernehmen. Er wich ihnen zunächst aus, bis die Gefährten des Gesandten Allahs ﷺ zu ihm kamen und sagten: „Dieser Mann – gemeint ist ʿUthmān – ist getötet worden, und die Menschen müssen einen Imam haben. In dieser Zeit sehen wir niemanden würdiger für dieses Amt als dich. Niemand hat einen größeren Vorrang als du, und niemand steht dem Gesandten Allahs ﷺ näher als du.“ Er sagte: „Stellt mich nicht für dieses Amt auf, denn ich wäre eher ein Helfer als ein Herrscher.“ Sie sagten: „Nein, bei Allah, das werden wir nicht tun, bis wir dir unseren Treueid gegeben haben.“ Er sagte: „Dann muss dies in der Moschee geschehen, denn ich wünsche nicht, dass mein Treueid heimlich abgelegt wird, und er soll nur mit der Zustimmung der Muslime angenommen werden.“ ʿAbdullāh ibn ʿAbbās bemerkte später: „Ich war besorgt, dass er in die Moschee kommen würde, denn ich fürchtete, dass einige Leute Unruhe stiften würden. Doch er bestand darauf, in die Moschee zu gehen. Als er die Moschee betrat, folgten ihm die Muhājirūn und die Anṣār hinein und gaben ihm ihren Treueid. Dann leisteten ihm auch die übrigen Menschen den Treueid, ebenso die Mehrheit der Muslime, trotz der Abwesenheit der Banū Umayya und einiger Gefährten.“
This is exactly what happened with ‘Ali ibn Abi Talib, when the rebels killed Khaleefah ‘Uthman ibn Affan. Madina remained without a Khaleefah for five days after him. Its Ameer during that time was Al-Ghafiqi ibn Harb, one of the rebel leaders. Those leaders requested ‘Ali ibn Abi Talib to take over the post of Khilafah. He used to avoid them, then the companions of the Messenger of Allah (pbuh) came to him and said: “This man - meaning ‘Uthman - has been killed and people must have an Imam and in this time we do not see anybody more worthy of the post than yourself, no one is of more precedence than you and no one is nearer than you to the Messenger of Allah”. He said, “Do not put me forward for this post, for I would be a better assistant than an Ameer”. So they said, “No, by Allah we should not do this until we give you our Bay’ah”. He said, “Then this has to take place in the Masjid, for I do not wish for my Bay’ah to be secret, nor to be taken except with the consent of the Muslims”. ‘Abdullah ibn Abbas later commented: “I was apprehensive about him coming to the Masjid for I feared that some people would stir up trouble, but He insisted to go to the Masjid. When He entered the Masjid, the Muhajiroon and the Ansar followed him in and gave him their Bay’ah. Then the people gave him also their Bay’ah as well as the majority of the Muslims despite the absence of Banu Umayyah and some of the Sahabah.
So wurde das Kalifat durch diese öffentliche Bay'ah der Sahaba und der Muslime an 'Ali ibn Abi Talib übertragen, und es wurde den Muslimen durch diese Bay'ah zur Pflicht, ihm zu gehorchen.
Thus the Khilafah was contracted to ‘Ali ibn Abi Talib through this open Bay’ah of the Sahabah and the Muslims, and it became obligatory upon the Muslims to obey him by this Bay’ah.
Wenn wir die Abläufe dieser Weise, durch die die Ernennung von ‘Ali ibn Abi Talib zum Amt des Khilafah zustande kam, genau betrachten, so erkennen wir deutlich, dass sie sich von den drei vorherigen Weisen unterscheidet, durch die die drei vorangegangenen Khulafa’ ernannt worden waren.
If we examine closely the proceedings of this style by which the appointment of ‘Ali ibn Abi Talib was concluded to the post of Khilafah, we can clearly see that it differs from the previous three styles by which the three previous Khulafaa’ had been appointed.
5. Wenn es einen Khilafah-Staat gibt und einen Rat, der die Umma in der Schura (Beratung) und in der Rechenschaftspflicht der Herrscher vertritt, können die muslimischen Mitglieder des Rates ausschließlich Kandidaten für das Khilafat aus den Personen benennen, die für das Amt geeignet sind und alle Bedingungen erfüllen, die für die Übertragung des Khilafat erforderlich sind.
5. When there is a Khilafah state and there is a council representing the Ummah in Shura (consultation) and in accounting the rulers, the Muslim members of the council can nominate exclusive candidates for the Khilafah from among the persons who are qualified for the post and who satisfy all the conditions necessary for contracting the Khilafah.
Sobald diese Kandidaten vom Rat der Mitglieder in eine engere Auswahl gebracht wurden, würden ihre Namen den Muslimen bekanntgegeben. Anschließend würde ein Termin festgelegt, an dem einer von ihnen zum Khalifen gewählt wird. Die Wahl würde entweder von der Ummah oder von den muslimischen Mitgliedern des Rates der Ummah durchgeführt, je nachdem, was in der Verfassung des Khilafah-Staates festgelegt ist. Der Kandidat, der die größte Stimmenzahl erhält, sei es von der Ummah, wenn die Wahl durch die Ummah erfolgt, oder vom Rat, wenn die Wahl durch den Rat erfolgt, würde dann mit der Bekanntgabe seines Sieges benannt werden. Anschließend würde er vom Rat der Ummah den Bay'ah des Vertrags erhalten, gefolgt von der allgemeinen Bay'ah der Ummah als Bay'ah des Gehorsams.
Once those candidates have been short listed by the council’s members, their names would be announced to the Muslims. A date would then be set to elect one of them to become the Khaleefah. The election would be either carried out by the Ummah or by the Muslim members of the Ummah’s council, according to what is adopted in the constitution of the the Khilafah state. The candidate who gets the largest number of votes, whether from the Ummah, if voting was carried by the Ummah, or from the council, if the voting was carried by the council, his name would then be announced that He got the higest votes, and would then get the Bay’ah of contract from the Ummah’s council, followed by the general Bay’ah from the Ummah, as a Bay’ah of obedience.
Die Muslime dürfen die fünf oben aufgeführten Methoden zur Einsetzung des Khalifen über sich anwenden. Dies kann nur nach dem Tod des Khalifen geschehen, wenn die Muslime einen Khilafah-Staat haben und wenn der Islam das einzige System ist, das bei ihnen umgesetzt wird.
The Muslims are permitted to use the five styles listed above for appointing the Khaleefah over them. This can only take place after the death of the Khaleefah, when the Muslims have a Khilafah state, and when Islam is the only system implemented upon them.
Wenn jedoch die Muslime keinen Khilafah-Staat und keinen Khaleefah haben und stattdessen Systeme und Regeln des Kufr auf sie angewandt werden – wie es heute bei den Muslimen der Fall ist, seit der Khilafah-Staat 1924 zerstört wurde –, dann können die Muslime oder eine Gruppe unter ihnen oder die einflussreichen Kräfte unter ihnen in einem oder mehreren muslimischen Ländern die Macht in diesem Land ergreifen und den Herrscher absetzen, der nach den Systemen und Regeln des Kufr regiert, mit dem Ziel, die islamische Lebensweise wieder aufzunehmen und das Herrschen nach dem wiederherzustellen, was Allah herabgesandt hat (d. h. der Islam). In diesem Fall ist es denjenigen, die die Macht ergriffen haben, erlaubt, einen Mann unter den Muslimen zu empfehlen, der zur Ausübung der Herrschaft befähigt ist und alle für das Amt des Khilafah erforderlichen Bedingungen erfüllt. Sie würden die einflussreichen Persönlichkeiten in diesem Land oder deren Mehrheit versammeln und von ihnen verlangen, dem Mann, den sie als Khaleefah empfohlen haben, den Treueid (Bay’ah) zu leisten. Die einflussreichen Persönlichkeiten würden ihm dann die Bay’ah in Zustimmung und durch Wahl leisten, gemäß dem Buch Allahs und der Sunnah Seines Gesandten ﷺ. Eine solche Bay’ah würde ihm das Khilafah-Amt übertragen. Danach würden die Muslime in diesem Land ihm eine allgemeine Bay’ah der Zustimmung und des Gehorsams leisten. Danach macht er sich sofort daran, den Islam vollständig und ohne jede Verzögerung umzusetzen.
If however the Muslims do not have a Khilafah state, nor a Khaleefah, and Kufr systems and rules are implemented on them - as is the case with the Muslims today since the Khilafah state was destroyed in 1924 TheMuslims, or a group from amongst them, or the people of power from amongst them, in one or more of the Muslims countries, can seize power in that country and remove the ruler who governs by the systems and rules of kufr, for the purpose of resuming the Islamic way of life and restoring the ruling by that which Allah brought down (ie. Islam). In this case, it is allowed for those who seized power to recommend one man from the Muslims who is qualified to hold authority and who meets all the conditions required for the Khilafah post. They would gather the influential people in that country or the majority of them, and request of them to give their pledge (Bay’ah) to that person whom they recommended to be a Khaleefah. The influential people would then give him the Bay’ah with consent and selection, on the Book of Allah and the Sunnah of His Messenger. Such a Bay’ah would convene this Khilafah to him. Then the Muslims in that country would give him a general Bay’ah of consent and obedience. After that He embarks immediately on the implementation of Islam completely and without any delay.
So würde der Staat des Kalifats wieder zum Leben erwachen, die Umsetzung der Regeln und Systeme würde von neuem beginnen, und das Haus in jenem Land würde in ein islamisches (Dar ul-Islam) verwandelt.
Thus, the Khilafah state would return back to life, and the implementation of the rules and systems would start again, and the household in that country would be transformed into an Islamic one (Dar ul-Islam).