12.2 Die Verwaltung der Interessen gehört zu den Angelegenheiten der Herrschaft
12.2 Discharging of interests is part of ruling affairs
Die Wahrnehmung der Interessen gehört zur Führung der Angelegenheiten. Dies ist die Pflicht des Khalifen, der sich daher das Recht vorbehält, jede beliebige Verwaltungsweise anzunehmen und verbindlich zu machen. Der Khalif hat das Recht, die administrativen Gesetze und Systeme zu erlassen und die Menschen zu verpflichten, sie umzusetzen. Dabei handelt es sich um nachgeordnete Handlungen, und der Khalif ist befugt, die Menschen zu verpflichten, gemäß diesen zu handeln. Die Menschen müssen seinen Anordnungen gehorchen, denn dies ist die Durchsetzung der Nebenbestimmungen einer Regel, die er angenommen hat. Die Durchsetzung einer dieser Regelungen bedeutet das Aufgeben anderer. Das ist genau dasselbe wie die Annahme göttlicher Regeln und ist auch in derselben Weise zu behandeln. Es ist ein Irrtum zu sagen, diese Verwaltungsweisen seien erlaubt (Mubah) und jede Person sei berechtigt, jede beliebige Weise anzunehmen. Würde der Khalif eine erlaubte Handlung vorschreiben und eine andere verbieten, verbötte er damit nicht die erlaubte Handlung. Dies ist ein Irrtum, denn durch die Annahme einer bestimmten Verwaltungsweise macht der Khalif nicht eine erlaubte Handlung zur Pflicht und verbietet eine andere erlaubte Handlung; er handelt lediglich innerhalb der Rechte, die ihm durch die Scharia gegeben sind. Eines dieser Rechte ist die Annahme göttlicher Regeln und der Verfahren, die deren Ausführung dienen. Die verpflichtenden Befugnisse, die ihm erlauben, Regeln anzunehmen, erlauben ihm auch, Verfahren anzunehmen, die ihm bei der Ausführung solcher Regeln helfen. Er ist daher berechtigt, sie anzunehmen, und seine Untertanen müssen sich an das halten, was er angenommen hat, und dürfen keine anderen Verfahren anwenden, wenn er es ihnen untersagt hat. Diese Art erlaubter Handlung ist jene, die zur Besorgung der Angelegenheiten der Menschen dient. Es ist daher für den Khalifen erlaubt (Mubah), sie zur Führung der Angelegenheiten der Menschen anzunehmen, weil die Fürsorge seine Pflicht ist. Die Annahme solcher Verfahren wäre für die Allgemeinheit der Menschen nicht erlaubt, denn sie besitzen kein Mandat der Fürsorge. Die Pflicht, sich an das zu halten, was der Khalif angenommen hat, beruht daher auf der Pflicht zum Gehorsam ihm gegenüber und nicht darauf, dass die erlaubte Handlung zur Pflicht gemacht wird.
Discharging the interests is part of running the affairs. This is the duty of the Khaleefah, who therefore reserves the right to adopt any administrative style He wishes and make it binding. The Khaleefah has the right to enact the administrative laws and systems and oblige people to implement them. These are subsidiary actions and the Khaleefah is allowed to oblige the people to act in accordance with them. The people must obey his orders, as this is an enforcement of the subsidiaries of a rule that He has adopted. Enforcement of one of them means abandoning others. This is exactly the same as the adoption of divine rules and should be treated in the same manner. It is an error to say that these styles are permitted (Mubah) and any person is entitled to adopt any style He wishes, so if the Khaleefah imposed a Mubah and prohibited another, He would be forbidding the Mubah. This is an error because, by adopting a certain style, the Khaleefah would not be making a Mubah compulsory and forbidding another Mubah, He would merely be acting within the rights given to Him by Shar’a. One of these rights is the adoption of divine rules and styles that help to perform them. The mandatory powers that allow Him to adopt the rules also allow Him to adopt the styles that would help Him to perform such rules. He is therefore entitled to adopt them, and his subjects must abide by what He has adopted and not use other styles if He prevented them from doing so. This type of Mubah action is that used to look after people’s affairs. It is therefore Mubah (permissible) for the Khaleefah to adopt it for running people’s affairs because the guardianship is his duty. Adopting such styles would not be Mubah for the people at large for they do not have the mandate of guardianship. Thus the obligation of abiding by what the Khaleefah has adopted is because of the obligation of obedience to Him and not because of making the Mubah compulsory.