2 Der Islamische Staat
2 The Islamic State
Der Islamische Staat ist ein Khalifat, das die Scharia umsetzt. Er ist ein politisches und zugleich ausführendes Gremium, das damit betraut ist, die Gesetze des Islam umzusetzen und durchzuführen sowie die islamische Botschaft durch Da'wa und Dschihad in die Welt zu tragen. Er ist die einzige Methode, die der Islam vorgeschrieben hat, um seine Systeme und allgemeinen Gesetze im Leben und in der Gesellschaft zu verwirklichen. Er ist die Seele des Bestehens des Islam im irdischen Leben, denn ohne ihn würde der Islam vollständig aufhören, eine Ideologie und ein Lebenssystem zu sein, und er würde sich darauf beschränken, lediglich eine Ansammlung spiritueller Riten und moralischer Werte zu sein. Deshalb ist der Staat ein dauerhaftes und kein vorübergehendes Gebilde.
The Islamic State is a Khaleefah implementing the Shar’a. It is a political and an executive body entrusted with the duty of implementing and executing the laws of Islam, and of conveying the Islamic Message to the world by means of da’wah and Jihad. It is the only method that Islam has laid down to implement its systems and general laws in life and society. It is the soul of the existence of Islam in temporal life, for without it, Islam would completely recede from being an ideology and a system of life and it would be confined to merely being a host of spiritual rites and moral values. Therefore the state is a permanent body and not a temporary one.
Der Islamische Staat wird nur auf der islamischen ʿAqīda errichtet; diese ʿAqīda ist daher seine Grundlage, und es ist unter keinen Umständen erlaubt, den Staat von ihr zu trennen. Als der Gesandte Allahs ﷺ die Herrschaft des Islam in Medina begründete und die Macht übernahm, stützte er die Regierung von Anfang an auf die islamische ʿAqīda. Die Verse über die Gesetzgebung waren noch nicht offenbart, daher machte der Gesandte Allahs ﷺ das Bekenntnis „Es gibt keinen Gott außer Allah, und Muhammad ist der Gesandte Allahs“ zur Grundlage des Lebens der Muslime und der Beziehungen zwischen den Menschen. Er ﷺ machte das Schahada zur Grundlage für die Abwehr von Ungerechtigkeit und die Beilegung von Streitigkeiten, also zur Grundlage des gesamten Lebens, der Herrschaft und der Autorität. Er ﷺ beschränkte sich jedoch nicht darauf, sondern ordnete den Dschihad an und machte ihn den Muslimen zur Pflicht, um diese ʿAqīda der Menschheit zu vermitteln. Al-Bukhari und Muslim überliefern beide von ʿAbdullah ibn ʿUmar, der sagte, dass der Gesandte Allahs ﷺ sprach:
The Islamic State is only established on the Islamic ‘aqeedah; so this ‘aqeedah is its basis, and it is illegal to detach the State from it, by any means. When the Messenger of Allah (pbuh) established the authority of Islam in Madinah and took power, he based the ruling on the Islamic ‘aqeedah from the very first day. The verses of legislation had not been revealed yet, so (pbuh) he made the shahada “there is no God but Allah and Muhammad is the Messenger of Allah” as the basis of the Muslims life and of the relationships amongst people. He (pbuh) made the shahada the basis of averting injustice, settling disputes, that is, and the basis of the whole life, ruling and authority. He (pbuh) did not stop at that, but he decreed Jihad and made it an obligation on Muslims, so as to convey this ‘aqeedah to mankind. Al-Bukhari and Muslim both narrated from ‘Abdullah ibn ‘Umar, who said that the Messenger of Allah (pbuh) said:
„Mir wurde befohlen, gegen die Menschen zu kämpfen, bis sie bezeugen, dass es keinen Gott außer Allah gibt und dass Muhammad ﷺ der Gesandte Allahs ist, das Gebet zu verrichten und die Zakāt zu entrichten; wenn sie dies tun, sind ihr Blut und ihr Besitz für mich unantastbar, außer aufgrund seines Rechts, und ihre Abrechnung obliegt Allah.“ Er ﷺ machte es den Muslimen zur Pflicht, dass die islamische ʿAqīda die Grundlage des Staates sei. Er befahl den Muslimen zu kämpfen, wenn offenkundiger Unglaube aufkam, d. h. wenn die islamische ʿAqīda nicht mehr die Grundlage der Herrschaft war. Der Gesandte Allahs ﷺ wurde einmal über die tyrannischen Herrscher gefragt: „Sollen wir gegen sie kämpfen?“ Er ﷺ antwortete: „Nein, solange sie das Gebet unter euch verrichten.“ In seinem Treueeid legte er fest, dass die Muslime nicht mit den Machthabern streiten sollen, es sei denn, sie sehen (in deren Handlungen) einen offenkundigen Unglauben. Muslim überliefert von ʿAwf ibn Mālik über die gottlosen Imame:
“I have been ordered to fight people until they profess that there is no God but Allah and that Muhammad is the Messenger of Allah, to establish the prayer and give the zakah; if they did so, their blood and their wealth would be inviolable to me, except by its right, and their account will be with Allah.” He (pbuh) made it obligatory on Muslims to have the Islamic ‘aqeedah as the basis for the state. He commanded Muslims to fight if the open disbelief emerged i.e. if the Islamic ‘aqeedah ceased to be the basis of ruling. The Messenger of Allah (pbuh) was asked once about the tyrant rulers, “Do we fight them?” He (pbuh) replied; “No, as long as they established the salah amongst you.” In his pledge, he stipulated that Muslims should not dispute with the people in authority, unless they witness (in their actions) an open disbelief. Muslim narrated from ‘Awf ibn Malik regarding the wicked Imams,
Es wurde gesagt: „O Gesandter Allahs! Sollen wir sie bekämpfen?“ Er ﷺ antwortete: „Nein, solange sie unter euch das Gebet verrichten.“ Al-Bukhari überlieferte von ‘Ubadah ibn al-Samit, dass er ﷺ im Treueschwur sagte:
it was said: “O Messenger of Allah! Do we fight them?’ He (pbuh) replied: “No as long as they established salah amongst you.” Al- Bukhari narrated from ‘Ubadah ibn al-Samit that in the Bay’ah he (pbuh) said:
„Und streitet nicht mit den Machthabern, es sei denn, ihr seht (in ihrem Handeln) einen offenkundigen Unglauben, für den ihr einen Beweis von Allah habt.“ At-Tabarani überliefert denselben Hadith, jedoch mit dem Wortlaut „einen klaren (suraah) Unglauben“. All dies zeigt, dass die Grundlage des Staates der islamische ‘Aqida ist, denn der Gesandte Allahs ﷺ errichtete seine Herrschaft auf dieser Grundlage und befahl den Muslimen, zu kämpfen, um sie in diesem Zustand zu bewahren, und Dschihad zu führen, um sie weltweit zu verbreiten.
“And do not dispute with the people in authority, unless you see (in their actions) an open disbelief upon which you have a proof from Allah”. Al-Tabarani extracted the same hadith but with the wording “a clear (suraah) disbelief ”. All this demonstrates that the basis of the state is the Islamic ‘aqeedah, for the Messenger of Allah (pbuh) established his authority on that basis and ordered the Muslims to fight in order to preserve it as such, and to perform Jihad in order to spread it worldwide.
Daher ist es dem Islamischen Staat verboten, irgendeinen Gedanken, Begriff, keine Regel und kein Kriterium zu haben, das nicht aus der islamischen ‘Aqīda hervorgeht. Es wäre vergeblich, die ‘Aqīda nur dem Namen nach als Grundlage des Staates zu haben; vielmehr sollte sie in jedem einzelnen Bereich, der mit dem Bestehen des Staates zusammenhängt, in all seinen Angelegenheiten vertreten sein. Daher ist es nicht erlaubt, dass der Staat irgendeine Vorstellung vom Leben und von der Autorität hat, sofern sie nicht aus der islamischen ‘Aqīda hervorgeht. Dementsprechend darf der Staat das Konzept der Demokratie nicht übernehmen, da es nicht aus der ‘Aqīda abgeleitet ist und zudem den Begriffen widerspricht, die aus ihr abgeleitet sind. Nationalismus und Patriotismus dürfen keinerlei Wert haben, denn sie sind nicht aus der islamischen ‘Aqīda abgeleitet, und Begriffe, die aus der ‘Aqīda stammen, verabscheuen, verbieten und warnen vor den Gefahren solcher Begriffe. Das islamische Herrschaftssystem kennt keine Ministerialabteilungen, wie sie im demokratischen Regierungssystem bestehen, denn dieses Konzept ist nicht aus der islamischen ‘Aqīda abgeleitet. Es kennt auch keine kaiserlichen, königlichen oder republikanischen Begriffe, weil sie nicht aus der islamischen ‘Aqīda abgeleitet sind und den aus ihr hervorgehenden Begriffen widersprechen. Ebenso ist es nicht erlaubt, den Staat auf einer anderen Grundlage als der islamischen ‘Aqīda zu gründen, sei es durch Einzelpersonen, Parteien oder Gruppen. Es ist verboten, Bewegungen, Gruppen oder Parteien auf einer anderen Grundlage als der islamischen ‘Aqīda zu gründen. Dass die islamische ‘Aqīda die Grundlage des Staates ist, verpflichtet zu all dem und macht es für den Staat verbindlich, sich an solche Bestimmungen zu halten, was sowohl für das Staatsoberhaupt als auch für die vom Staat regierten Untertanen verpflichtend ist.
Therefore, it is forbidden for the Islamic State to have any thought, concept, rule or criterion not emanating from the Islamic ‘aqeedah. It would be futile to have the ‘aqeedah as a basis for the State only in name; rather it should be represented in every single area related to the existence of the State in all of its affairs. So, it is not allowed that the State has any concept about life and authority unless it emanates from the Islamic ‘aqeedah. Accordingly, the concept of democracy should not be adopted by the State for it is not derived from the aqeedah, and besides that, it contravenes the concepts that are derived from it. Nationalism and patriotism should not hold any value whatsoever, for these are not derived from the Islamic ‘aqeedah, and concepts originating from the ‘aqeedah abhor, forbid and warn of the dangers of such concepts. The ruling system of Islam does not contain the ministerial departments, which operate in the democratic system of government, for this concept is not derived from the Islamic ‘aqeedah. It also does not have any imperial, royal or republican concepts, because they are not derived from the Islamic ‘aqeedah, and disagree with the concepts that emanate from it. It is also not allowed to account the State on other than the basis of the Islamic ‘aqeedah, whether by individuals, parties or groups. It is forbidden to establish any movements, groups or parties based on other than the basis of the Islamic ‘aqeedah. The fact that the Islamic ‘aqeedah is the basis of the State obliges all that, and makes it obligatory for the State to abide by such rulings, being obligatory on the head of State and on the subjects ruled by the State.
Die Verpflichtung, dass die islamische ʿAqīda die Grundlage des islamischen Staates bildet, erfordert, dass die Verfassung und die Gesetze des Staates aus dem Qur'an und der Sunnah des Gesandten Allahs ﷺ abgeleitet werden. Allah (SWT) hat dem Imam und dem Herrscher befohlen, nach dem zu herrschen, was Allah (SWT) seinem Gesandten offenbart hat. Er ﷺ erklärte jeden, der nach anderem als dem, was Allah (SWT) offenbart hat, herrscht, zum Ungläubigen, wenn er daran glaubt oder glaubt, dass das, was Allah (SWT) offenbart hat, nicht geeignet sei. Er wäre ungehorsam, ein Unrechttäter und ein Rebell, wenn er nach anderem als dem, was Allah (SWT) offenbart hat, herrscht, jedoch ohne daran zu glauben. Der offenbarte Befehl ist im Qur'an und in der Sunnah belegt. Allah (SWT) sagt:
The obligation of having the Islamic ‘aqeedah as the basis of the Islamic State necessitates that the State’s constitution and rules are derived from the Qur’an and the Sunnah of the Messenger of Allah (pbuh). Allah (swt) has ordered the Imam and the ruler to rule by that which Allah (swt) has revealed to His Messenger. He (pbuh) considered whoever ruled by other than that which Allah (swt) had revealed to be a disbeliever if he believed in it or believed that which Allah (swt) revealed is not suitable. He would be disobedient, a wrong doer, and a rebel if he ruled by other than that which Allah (swt) had revealed, but without believing in it. The command revealed is proved in the Qur’an and in the Sunnah. Allah (swt) says:
„Nein, bei deinem Herrn, sie werden nicht gläubig sein, bis sie dich in allem, worüber sie untereinander uneins sind, zum Richter machen und in sich selbst keinerlei Widerstreben gegen deine Entscheidung finden, sondern sie in vollkommener Ergebenheit annehmen.“ [TMQ An-Nisa: 65]
“But no, by Your Lord, they can have no (real) faith until they make you judge in all disputes between them and find in their souls no resistance against your decisions, but accept them with the fullest submission.” [TMQ An-Nisa: 65]
Allah (SWT) sagt:
Allah (swt) says:
„Und richte zwischen ihnen nach dem, was Allah herabgesandt hat.“ [TMQ Al-Ma’idah: 49]
“And rule between them by that which Allah has revealed.” [TMQ Al-Ma’idah: 49]
Die Gesetzgebung des Staates wurde auf das beschränkt, was Allah (swt) offenbart hat. Er (swt) warnt davor, nach anderem zu richten als dem, was Er (swt) offenbart hat, d. h. nach Kufr zu richten. Allah (swt) sagt:
The legislation of the State has been restricted to that which Allah (swt) has revealed. He (swt) warns against ruling by other than that which He (swt) revealed i.e. ruling by Kufr. Allah (swt) says:
„Und diejenigen, die nicht nach dem urteilen, was Allah herabgesandt hat, das sind die Ungläubigen.“ [TMQ Al-Ma’idah: 44] Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Jede Handlung, die nicht unserer Angelegenheit entspricht, wird zurückgewiesen.“ All dies zeigt, dass die Gesetzgebung des Staates, sei es die Verfassung oder seien es die Gesetze, auf das beschränkt ist, was aus der islamischen ‘Aqida in Form göttlicher Gesetze hervorgeht. Mit anderen Worten ist sie auf das beschränkt, was Allah (swt) an Regeln im Buch und in der Sunnah offenbart hat, sowie auf das, worauf Buch und Sunnah hinweisen, nämlich Qiyas (Analogieschluss) und Ijma‘ as-Sahaba (allgemeiner Konsens der Gefährten). Dies liegt daran, dass die Rede des Gesetzgebers sich auf die Handlungen der Menschen bezieht und die Menschen verpflichtet, sich in all ihren Handlungen darauf zu beschränken; somit kommt die Ordnung der Handlungen von Allah (swt). Die islamische Scharia kam im Hinblick auf alle Handlungen der Menschen und alle ihre Beziehungen, sei es die Beziehung zu Allah (swt), zu sich selbst oder zu anderen. Daher gibt es im Islam keinen Raum dafür, dass die Menschen dem Staat Regelwerke zur Ordnung ihrer Beziehungen vorschlagen, denn sie sind an die Ahkam der Scharia gebunden. Und Allah (swt) sagt:
“And those who do not rule by that which Allah has revealed are the disbelievers.” [TMQ Al-Ma’idah: 44] The Messenger of Allah (pbuh) said; “Any action which is not according to our matter is rejected.” All this indicates that the State’s legislations, whether the constitution or laws, are restricted to what emanates from the Islamic ‘aqeedah in the form of divine laws. In other terms, it is restricted to that which has been revealed by Allah (swt) of rules in the Book and the Sunnah, and in whatever the Book and the Sunnah directed to of Qiyas (analogy) and Ijmaa’ al-Sahabah (general consensus of the companions). This is because the speech of the Legislator came related to the actions of the humans, and obliged the people to restrict themselves to it in all their actions, thus the organisation of actions comes from Allah (swt). The Islamic Shari’ah came in relation to all the actions of people, and all their relationships, whether the relationship was with Allah (swt), with themselves or with others. So there is no place in Islam for the people to put forward canons to the State for organising their relationships, because they are restricted to the Ahkam Shari’ah. And Allah (swt) says:
„Was der Gesandte euch bringt, das nehmt an, und wovon er euch abhält, davon lasst ab.“ [TMQ Al-Hashr: 7] Er (SWT) sagte außerdem:
“Whatever the Messenger brings you take it, and whatever he forbids you leave it.” [TMQ Al-Hashr: 7] He (swt) also said:
„Es ziemt sich nicht für einen gläubigen Mann oder eine gläubige Frau, wenn Allah und Sein Gesandter (SWT) eine Angelegenheit beschlossen haben, dass sie dann noch eine Wahl in ihrer Angelegenheit haben." [TMQ Al-Ahzab: 36]
“It is not fitting for a Muslim, man or woman, when Allah and His Messenger (swt) have decreed a matter that they have a choice in their matter.” [TMQ Al-Ahzab: 36]
Der Prophet ﷺ sagte:
The Prophet (pbuh) said,
„Wahrlich, Allah legt Pflichten fest, also vernachlässige sie nicht, und Er setzt Grenzen, also überschreitet sie nicht, und Er hat einige Dinge verboten, also begehe sie nicht, und Er schwieg über einige Dinge – als Gnade für euch, nicht aus Vergesslichkeit – also frage nicht nach ihnen.“ Muslim überliefert von ‘Umar, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Wer in unsere Angelegenheit etwas einführt, das nicht dazu gehört, dessen Ablehnung ist gewiss.“ Allah (SWT) hat also die Regeln festgelegt, und nicht der Imam, und Er ﷺ zwang die Menschen und die Herrscher, ihnen in ihren Beziehungen und ihren Handlungen zu folgen, und Er ﷺ beschränkte sie auf diese Regeln und hinderte sie daran, anderen als diesen zu folgen.
“Verily Allah puts down obligations so do not neglect them, and puts down limits so do not transgress them, and forbade some things so do not indulge in them, and remained silent about some things, as permitted to you not out of forgetfulness, so do not ask about them.” Muslim narrated from ‘Umar that the Messenger of Allah (pbuh) said; “whoever introduced into our matter that which is not from it, it is rejected.” So Allah (swt) put down the rules, and not the Imam, and He (pbuh) compelled the people and the rulers to follow them in their relationships and their actions, and He (pbuh) restricted them to these rules, and prevented them from following other than them.
Somit gibt es im islamischen Staat keinen Raum für Menschen, die Regeln zur Ordnung ihrer Beziehungen festlegen, noch für die Gesetzgebung einer Verfassung oder von Gesetzbüchern. Ebenso gibt es keinen Raum für den Imam, das Volk zu zwingen oder ihm zu erlauben, Regeln oder Gesetzbücher zu befolgen, die von Menschen zur Ordnung ihrer Beziehungen eingeführt wurden.
Thus, there is no place for humans, in the Islamic State, to put down the rules for organising their relationships, nor in legislating the constitution or canons. There is also no place for the Imam to compel the people or to permit them to follow rules or canons introduced by man to organise their relationships.
Der Prophet (ﷺ) errichtete den islamischen Staat in Madinah al-Munawwarah, samt den Grundlagen, auf denen er aufgebaut war, seinen Fundamenten, Säulen, Institutionen, seinem Heer sowie seinen innenpolitischen und außenpolitischen Beziehungen. Vom Augenblick seiner Ankunft in Madinah an regierte er über die Muslime, kümmerte sich um ihre Angelegenheiten, verwaltete ihre Belange und schuf die islamische Gesellschaft. Er schloss auch einen Vertrag mit den Juden, den Banu Dhamra und den Banu Madlij, danach mit den Quraisch, mit den Bewohnern von Elat, Girba und Azrah. Er gab den Menschen ein Versprechen, dass niemand daran gehindert werden solle, den Hajj zu vollziehen, und dass im heiligen Monat niemand Furcht haben solle. Er entsandte Hamza ibn ʿAbdul-Muttalib, Ubaydah ibn Harith und Saʿd ibn Abi Waqqas zu Feldzügen, um gegen die Quraisch zu kämpfen. Er entsandte Zayd ibn Harithah, Dschaʿfar ibn Abi Talib und Abdullah ibn Ruwahah, um gegen die Römer zu kämpfen. Er entsandte Khalid ibn al-Walid, um gegen die Domma von Dschandal zu kämpfen, und er (ﷺ) selbst führte das Heer in zahlreichen Schlachten an, in denen er heftige Kämpfe bestritt. Er ernannte Walis (Statthalter) für die Provinzen und ʿUmmal (Bürgermeister) für die Städte. Er setzte ʿAttab ibn Aseed nach der Eroberung Makkas über Makkah ein und Bazan ibn Sasan als Wali (Statthalter) über den Jemen, nachdem dieser Muslim geworden war. Er ernannte Muʿaz ibn Dschabal für die Khazradsch über Dschund, und er ernannte Khalid ibn Saʿid ibn al-ʿAas als ʿAmil (Bürgermeister) über Sanʿaa, sowie Zayd ibn Labeed ibn Thaʿlaba al-Ansari über Hadramaut. Er ernannte Abu Musa al-Aschʿari über Zabid und Aden. Er ernannte ʿAmr ibn al-ʿAas über Oman. Abu Dschudschana war ʿAmil des Gesandten (ﷺ) über Madinah. Wenn er (ﷺ) Statthalter ernannte, wählte er sie aus denjenigen aus, die für die Aufgabe, für die sie verantwortlich waren, geeignet waren, und sie flößten den Herzen ihrer Untertanen Iman ein, und er (ﷺ) pflegte sie danach zu fragen, wie sie in ihrer Herrschaft handeln würden. Al-Baihaqi, Ahmad und Abu Dawud überlieferten,
The Prophet (pbuh) established the Islamic State in Madinah al- Munawwarah, together with the basis it was built on, its foundations, pillars, institutions, army and it’s domestic and foreign relationships. From the moment he arrived at Madinah he ruled over the Muslims, looked after their affairs, managed their matters and created the Islamic society. He also made a treaty with the Jews, Banu Dhamra and Banu Madlij, then with the Quraysh, with the people of Elat, Girba and Azrah. He gave the people a covenant that no one will be prevented from perfoming Hajj, and that no one is to be afraid in the month of Haram. He sent Hamza ibn ‘Abdul-Muttalib, ‘Ubaydah ibn Harith, and Sa’d ibn Abi Waqqas in expeditions to fight the Quraysh. He sent Zayd ibn Harithah, Ja’far ibn Abi Talib, ‘Abdullah ibn Ruwahah to fight the Romans. He sent Khalid ibn al-Walid to fight the Domma of Jandal, and he (pbuh) himself led the army in numerous battles, where he engaged in severe fighting. He appointed wulah (governors) for the provinces, and ‘ummaal (mayors) for the cities. He appointed ‘Attab ibn Aseed over Makkah after its opening, and Bazan ibn Sasan as wali (governor) over Yemen, after he became Muslim. He appointed Mu’az ibn Jabal for the khazraj over Jund, and he appointed Khalid ibn Sa’id ibn al-’Aas as ‘amil (mayor) over San’aa, and Zayd ibn Labeed ibn Tha’laba al-Ansari over Hadramut. He appointed Abu Musa al-Ash’ari over Zabeed and Aden. He appointed ‘Amr ibn al- ’Aas over Oman. Abu Dujana was ‘amil for the Messenger (pbuh) over Madinah. When he (pbuh) would appoint governors he would choose them from those who were suitable for the job they were responsible for, and they would infuse the hearts of their subjects with Iman, and he (pbuh) used to ask them about the way they would act in their ruling. Al-Baihaqi, Ahmad and Abu Dawood narrated,
„Dass der Gesandte Allahs ﷺ, als er Mu'ādh nach Jemen schickte, zu ihm sagte: ‚Wie würdest du urteilen, wenn dir eine Angelegenheit vorgelegt wird?‘ Er sagte: ‚Nach dem Buch Allahs.‘ Er ﷺ sagte: ‚Und wenn du es nicht im Buch Allahs findest?‘ Er sagte: ‚Dann urteile ich nach der Sunna des Gesandten Allahs ﷺ.‘ Er ﷺ sagte: ‚Und wenn du es nicht in der Sunna des Gesandten Allahs findest?‘ Er sagte: ‚Dann bemühe ich mich selbst um ijtihād und spare keine Mühe dabei.‘ Da schlug er ﷺ mit seiner Hand auf meine Brust und sagte: ‚Lob sei Allah, der den Gesandten des Gesandten Allahs zu dem verholfen hat, was dem Gesandten Allahs ﷺ gefällt.‘“ Es wurde von Sa'īd überliefert, von ‘Amr ibn ‘Awf, dass der Gesandte ﷺ Ibān ibn Sa'īd ibn al-‘Āṣ über Bahrain einsetzte, und er ﷺ sagte zu ihm,
“That when the Messenger of Allah (pbuh) sent Mu’az to Yemen he (pbuh) said to him, ‘How would you judge if a matter was raised to you?’ He said, ‘By the Book of Allah.’ He (pbuh) said, ‘If you do not find it in the Book of Allah?’ He said, ‘I would judge by the Sunnah of the Messenger of Allah (pbuh).’ He (pbuh) said, ‘If you did not find it in the Sunnah of the Messenger of Allah?’ He said, ‘I would perform my own ijtihad, sparing no effort in doing that.’ He said, ‘He (the Messenger of Allah (pbuh)) hit his hand on my chest and said: Praise be to Allah who helped the messenger of the Messenger of Allah in that which pleases the Messenger of Allah’”. It was narrated from Sa’id from ‘Amr ibn Awf that the Messenger (pbuh) appointed Iban ibn Sa’id ibn al-’Aas over Bahrain and he (pbuh) said to him,
„Kümmere dich um Abdu Qais und respektiere ihre Anführer.“ Er ﷺ pflegte Statthalter aus den Besten derer zu entsenden, die den Islam angenommen hatten. Er ﷺ befahl den Statthaltern, denen den Islam zu lehren, die den Islam angenommen hatten, und von den Menschen Sadaqah einzunehmen. Bei vielen Gelegenheiten übertrug der Prophet ﷺ dem Statthalter die Aufgabe der Erhebung von Steuern, und er ﷺ gebot ihm, die Menschen mit Gutem zu ermahnen, ihnen den Qur'an zu lehren, sie in der Religion zu unterweisen; und er ﷺ riet ihm, mit den Menschen in Sachen der Wahrheit nachsichtig zu sein, gegen sie aber hart zu sein in Situationen des Unrechts. Er ﷺ befahl den Statthaltern außerdem, den Menschen zu verbieten, zu ihren Stämmen zu rufen, wenn es Aufruhr zwischen den Menschen gab, damit ihr Ruf allein zu Allah (SWT) ohne Teilhaber sei. Er ﷺ sagte den Statthaltern, sie sollten ein Fünftel des Reichtums nehmen und das, was den Muslimen an Sadaqah obliegt. Und wer aufrichtig den Islam annahm von den Juden oder den Christen und sich der Religion des Islam unterwarf, der sei ein Gläubiger, dessen Rechte denen ihrer Rechte gleich seien und dessen Pflichten denen ihrer Pflichten gleich seien; und wer als Jude oder Christ verblieb, den solle man nicht von seiner Religion abbringen.
“Take care of Abdu Qais and respect their leaders.” He (pbuh) used to send governors from the best of those who embraced Islam. He used to order the governors to teach Islam to those who had accepted Islam, and to take sadaqah from the people. On many occasions, he (pbuh) would delegate the governor the job of levying of taxes, and He (pbuh) would command him to exhort the people with good, teach them the Qur’an, educate them in the deen, and he (pbuh) advised him to be lenient with the people in the truth and be hard against them in situations of injustice. He (pbuh) also ordered the governors to forbid the people from calling to their tribes when there was agitation between the people, so that their call be to Allah (swt) alone without partner. He (pbuh) told the governors to take a fifth of the wealth and what was obliged upon the Muslims of sadaqah. And that whoever accepted Islam sincerely from the Jews or the Christians and submitted to the deen of Islam, he would be a believer whose rights are like their rights and his obligations are like their obligations; and whoever remained a Jew or a Christian, he should not be tempted from his deen.
Muslim und al-Bukhari überlieferten von Ibn ʿAbbas, dass der Gesandte Allahs ﷺ, als er Muʿaz nach Jemen schickte, zu ihm sagte: „Du wirst über Stämme aus dem Volk der Schrift eingesetzt werden. Das Erste, wozu du sie aufrufst, sei die Anbetung Allahs (SWT). Wenn sie Allah (SWT) anerkennen, so teile ihnen mit, dass Allah (SWT) ihnen fünf Gebete am Tag und in der Nacht zur Pflicht gemacht hat. Wenn sie das befolgen, so sage ihnen, dass Allah (SWT) ihnen die Zakat zur Pflicht gemacht hat, die von ihren Wohlhabenden genommen und an ihre Armen gegeben wird. Wenn sie gehorchen, so nimm (die Zakat) von ihnen und meide ihr bestes Vermögen.“ In einer anderen Überlieferung fügten sie hinzu,
Muslim and al-Bukhari narrated from Ibn ‘Abbas that when the Messenger of Allah (pbuh) sent Mu’az to Yemen he (pbuh) said; “You will be appointed over tribes from the People of the Book so let the first matter you call them to be the worship of Allah (swt). If they recognised Allah (swt) then inform them that Allah (swt) has obliged on them five prayers in the day and night. If they did that tell them that Allah (swt) obliged on them zakat which is taken from their wealthy people and paid to their poor people. If they obeyed, take (zakat) from them and stay away from their best property.” In another narration, they added,
„Und hüte dich vor dem Bittgebet (du’a) des Unterdrückten, denn zwischen ihm und Allah (SWT) gibt es keine Schranke.“ Bei manchen Gelegenheiten setzte er ﷺ bestimmte Personen ein, um sich um finanzielle Angelegenheiten zu kümmern. Jedes Jahr schickte der Prophet ﷺ ‘Abdullah ibn Ruwahah zu den Juden von Chaybar, um deren Früchte zu schätzen. Al-Muwatta berichtet,
“And protect you of the prayer (du’a) of the wronged (person), for there is no barrier between it and Allah (swt).” On some occasions he (pbuh) appointed specific people to deal with financial matters. Every year, he (pbuh) would send ‘Abdullah ibn Ruwahah to the Jews of Khayber to assess their fruits. Al-Muwatta mentioned,
„Der Gesandte ﷺ pflegte ‘Abdullah ibn Ruwahah zu schicken, um ihre Früchte zwischen ihm und ihnen abzuschätzen. Dann sagte er: Wenn ihr wollt, ist dies für euch, oder wenn ihr wollt, ist es für mich. Sie nahmen es an.“
“The Messenger (pbuh) used to send ‘Abdullah ibn Ruwahah to assess their fruits between him and them. Then he would say: if you would like, this is for you, or if you like it is for me. They used to take it”.
Salman ibn Yassar sagte: „Sie sammelten einen Teil ihres Frauenschmucks. Dann sagten sie: ‚Das ist für dich, und mindere es bei uns und dulde es bei der Aufteilung.‘“ ‘Abdullah ibn Ruwahah sagte: „O Volk der Juden! Bei Allah, unter den Geschöpfen Allahs (swt) hasse ich euch am meisten, doch das wird mich nicht dazu treiben, euch zu unterdrücken. Was die Bestechung betrifft, die ihr mir angeboten habt, so ist sie unrechtmäßiges Gut, und wir essen (nehmen) sie nicht.“ Sie sagten: „Durch dieses (Gerechtigkeit) bestehen die Himmel und die Erde.“ Er ﷺ pflegte sich nach der Lage der Statthalter und Bürgermeister zu erkundigen, und er hörte sich an, was ihm über ihre Angelegenheiten berichtet wurde. Er entließ ‘Ala ibn al-Hadhrami, der sein ‘Amil über Bahrain war, weil eine Abordnung von ‘Abdu Qais sich über ihn beschwerte. Ibn Sa’id berichtete, dass Muhammad ibn ‘Umar sagte: „Mir wurde von ‘Amr ibn ‘Awf überliefert, dem Verbündeten der Bani ‘Aamer ibn Luai, dass der Gesandte Allahs ﷺ ‘Ala ibn al-Hadhrami nach Bahrain schickte, dann entließ er ihn von dort und setzte Iban ibn Sa’id als ‘Amil darüber ein.“ Muhammad ibn ‘Umar sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ hatte an ‘Ala ibn al-Hadhrami geschrieben, er solle mit zwanzig Männern von ‘Abdu Qais zu ihm kommen, und so kam er mit ihnen zu ihm. Ihr Anführer war ‘Abdullah ibn ‘Awf al-Ashajj, und ‘Ala setzte nach ihm al-Munzir ibn Sawa über Bahrain ein. Die Abordnung beschwerte sich über ‘Ala ibn al-Hadhrami. Da entließ ihn der Gesandte Allahs ﷺ und setzte Iban ibn Sa’id al-’Aas ein und sagte zu ihm: ‚Kümmere dich um ‘Abdu Qais und achte ihre Anführer.‘“ Er ﷺ pflegte die vollständigen (finanziellen) Abrechnungen der Bürgermeister entgegenzunehmen und sich nach ihren Einnahmen und Ausgaben zu erkundigen.
Salman ibn Yassar said, “They gathered some of their women’s jewelry. Then they said, ‘This is for you and reduce from us and tolerate in the division’. ‘Abdullah ibn Ruwahah said ‘O people of the Jews! By Allah, from amongst the creatures of Allah (swt) I hate you most, but this will not drive me to oppress you. As for the bribe you offered me it is illegal property and we do not eat (take) it’. They said, ‘By this (justice) the heavens and the earth stand’.” He (pbuh) used to inquire about the situation of the governors and mayors and he used to listen to what is reported to him of their news. He removed ‘Ala ibn al-Hadhrami who was his ‘amil over Bahrain because a delegate from ‘Abdu Qais complained about him. Ibn Sa’id said that Muhammad ibn ‘Umar said, “I was told from ‘Amr ibn ‘Awf, the ally of Bani ‘Aamer ibn Luai that the Messenger of Allah (pbuh) sent ‘Ala ibn al-Hadhrami to Bahrain, then he removed him from it, and sent Iban ibn Sa’id as an ‘amil over it.” Muhammad ibn ‘Umar said, “The Messenger of Allah (pbuh) had written to ‘Ala ibn al-Hadhrami to come to him together with twenty men of ‘Abdu Qais, so he came to him with them. Their leader was ‘Abdullah ibn ‘Awf al-Ashajj and ‘Ala appointed al-Munzir ibn Sawa over Bahrain after him. The delegation complained of ‘Ala ibn al-Hadhrami. So the Messenger of Allah (pbuh) removed him and appointed Iban ibn Sa’id al-’Aas and said to him; “Take care of ‘Abdu Qais and respect their leaders”. He (pbuh) used to receive the full (financial) accounts of the mayors and would enquire about their revenues and expenses.
Al-Bukhari und Muslim überlieferten von Abu Hamid as-Sa'idi, dass
Al-Bukhari and Muslim narrated from Abu Hammeed al-Saidi that,
Der Prophet ﷺ setzte Ibn al-Lutbiyyah über die Sadaqah der Banu Saleem ein. „Als er zum Gesandten Allahs ﷺ zurückkehrte und mit ihm die Abrechnung machte, sagte er: ‚Dies gehört euch, und dies ist mir als Geschenk gegeben worden.‘ Der Gesandte Allahs ﷺ sprach: ‚Wärst du nicht im Haus deines Vaters und deiner Mutter geblieben, um zu sehen, ob dir dein Geschenk gegeben wird, wenn du die Wahrheit sagst?‘ Dann stand der Gesandte Allahs ﷺ auf und hielt eine Ansprache an die Menschen. Er pries Allah und rühmte Ihn und sprach: ‚Nun denn, ich setze einige Männer von euch über Angelegenheiten ein, in denen Allah (SWT) mir Vollmacht gegeben hat. Dann kommt einer unter euch und sagt: Dies gehört euch, und dies ist mir als Geschenk gegeben worden. Wäre er doch im Haus seines Vaters und seiner Mutter geblieben, damit sein Geschenk zu ihm käme, wenn er die Wahrheit sagt. Bei Allah, keiner von euch nimmt davon (von der Sadaqah) etwas zu Unrecht, ohne dass er es am Tag des Gerichts auf dem Rücken tragend zu Allah bringt. Hütet euch: Ich werde jeden Mann kennen, der mit einem schreienden Kamel, einer muhenden Kuh oder einem blökenden Schaf zu Allah kommt.‘ Dann hob er seine Hände, bis ich das Weiße seiner Achselhöhlen sehen konnte. ‚Habe ich nicht überbracht?‘“ Abu Dawud überlieferte von Buraida, dass der Gesandte Allahs ﷺ sprach: „Wen wir in ein Amt eingesetzt und mit Mitteln versorgt haben, und was er darüber hinaus zu Unrecht nimmt, das ist Ghulul (Unterschlagung).“ Die Leute des Jemen beklagten sich über die Länge des Gebets des Mu’adh, sodass der Gesandte Allahs ﷺ ihn zurechtwies. Al-Bukhari und Muslim überlieferten von Abu Mas’ud al-Ansari, der sagte: „Ein Mann sagte: ‚O Gesandter Allahs ﷺ, ich nehme kaum am Gemeinschaftsgebet teil, weil der und der es so lang macht.‘ Ich habe den Propheten ﷺ nie in einer Ansprache zorniger gesehen als damals. Er sprach: ‚O Leute! Ihr vertreibt die Menschen. Wer also den Leuten als Imam vorsteht, soll es verkürzen, denn unter ihnen sind Kranke, Schwache und solche, die dringende Bedürfnisse haben.‘“ In einer anderen Überlieferung von Muslim von Jabir sagte er ﷺ: „… O Mu’adh!“ „Bist du ein Verführer (Fattan)?“ Der Prophet ﷺ pflegte Richter einzusetzen, die zwischen den Menschen urteilten. Er setzte ʿAlī ibn Abī Ṭālib als Richter über den Jemen ein. Außerdem entsandte er Muʿādh ibn Jabal und Abū Mūsā al-Ashʿarī als Richter in den Jemen. Er fragte die beiden:
The Prophet (pbuh) appointed Ibn al-Lutbiyyah over the sadaqah of Bani Saleem, “When he returned back to the Messenger of Allah (pbuh) and he revised accounts with him, he said, ‘This is what is yours, and this is a gift to me.’ The Messenger of Allah (pbuh) said, ‘Won’t you stay in your parents home and see if you get your present, if you say the truth?’ Then the Messenger of Allah (pbuh) stood preaching to the people. So he praised Allah and glorified Him and said, ‘after all, I appoint some men of you over some affairs in which Allah (swt) gave me authority. Then someone amongst you comes and says: This is for you and this is a gift given to me. Had he not sat in his fathers’s and mother’s home so as his gift comes to him if he says the truth. By Allah, no one of you would take of them (the sadaqah) anything unduly but comes to Allah (pbuh) carrying it on the Day of Judgement. Beware, I will know any man who comes to Allah with a camel that brays and a cow that is mooing and a sheep that bleats.’ Then he raised his hands till I could see the whiteness of his armpits. ‘Didn’t I convey’.” Abu Dawood narrated from Bareeda that the Messenger of Allah (pbuh) said, “Whomever we appointed in his job and we provided him (some funds), so whatever he took unduly would be ghalool (misappropriation).” The people of Yemen complained of the length of Mu’az’s prayer, so the Messenger of Allah (pbuh) restrained him. Al-Bukhari and Muslim narrated from Abu Mas’ud al- Ansari, who said, “ A man said, ‘O Messenger of Allah (pbuh) I hardly attend the (jama’a) prayer, because so and so person makes it long.’ As a response I have never seen the Prophet (pbuh) in any preaching angrier than he was then. He said, ‘O people! You drive the people away. So whoever becomes Imam to the people let him lighten (the prayer), for there are amongst them the sick, the weak and the one who has a pressing need’.” In another narration by Muslim from Jabir, he (pbuh) said, “… O Mu’az! Are you a seducer (fattan).” He (pbuh) used to appoint judges to judge between the people. He appointed ‘Ali ibn Abu Talib as a judge over Yemen. He also dispatched Mu’az ibn Jabal and Abu Musa al-Ash’ari as judges to Yemen. He asked the two of them:
„Nach welchem Maßstab würden sie urteilen?" Sie antworteten, dass sie, falls sie die Regel weder im Buch noch in der Sunnah finden würden, die Angelegenheit mit einer anderen messen und so handeln würden, wie es der Wahrheit näher kommt. Der Gesandte Allahs ﷺ stimmte dem zu, was darauf hinweist, dass er ﷺ die Richter auswählte und ihre Methode der Urteilsfindung überprüfte. Er ﷺ kümmerte sich um die Angelegenheiten der Menschen und setzte Sekretäre als Leiter der Abteilungen ein. ‘Ali ibn Abu Talib war der Sekretär für Verträge und Friedensabkommen. Mu’ayqeeb ibn Abu Fatimah war für das offizielle Siegel des Propheten ﷺ zuständig und war der Sekretär für die Beute. Huzayfah ibn al-Yaman schätzte die Früchte des Hidschas ab, und Zubair ibn al-’Awwam verzeichnete die Gelder der Sadaqah, und al-Mughira ibn Shu’bah verzeichnete die Schulden und Transaktionen, und Shurahbeel ibn Hasanah schrieb die Briefe an die Oberhäupter anderer Staaten. Er ﷺ bestimmte für jedes der Anliegen einen Sekretär, so zahlreich diese auch waren. Er ﷺ hielt viele Beratungen mit seinen Gefährten ab und hinderte sich selbst nicht daran, die Menschen mit Meinung und Weitsicht sowie diejenigen zu Rate zu ziehen, bei denen er ﷺ ihren Verstand und ihre Ehre bezeugt sah und die ihren starken Iman und ihre Opferbereitschaft beim Ruf zum Islam gezeigt hatten. Er ﷺ bestimmte vierzehn Männer für die Schura, auf die er ﷺ zurückgriff, um eine Meinung einzuholen. Er ﷺ wählte sie, weil sie die Oberhäupter ihres Volkes waren, d. h. ihre Repräsentanten. Sieben von ihnen waren Muhadschirun und sieben von den Ansar. Unter ihnen waren Abu Bakr, Hamza, ‘Umar, ‘Ali, Ja’far, Bilal, Ibn Mas’ud, Salman, ‘Ammar und Abu Dharr. Er ﷺ holte auch Rat von anderen als diesen Personen ein, doch diese genannten Personen waren diejenigen, bei denen er ﷺ ausgiebig um Meinungen bat. Tatsächlich bildeten diese Personen die Madschlis asch-Schura. Er ﷺ trieb die Abgaben ein, die von den Muslimen und Nichtmuslimen sowie von Ländereien, Früchten und Vieh fällig waren. Dies waren: Zakat, ‘Uschr, Fai’, Kharadsch und Dschizya. Die Mittel aus Beute beziehungsweise Kriegsbeute standen dem Bait al-Maal zu. Die Zakat wurde an die acht im Qur'an genannten Gruppen von Menschen verteilt; sie wurde weder an andere gegeben, noch wurde sie zur Führung der Angelegenheiten des Staates verwendet. Die Mittel zur Versorgung der Angelegenheiten der Menschen stammten aus den Einnahmen von Fai', Kharaj, Jizyah und Beute, die für die Führung des Staates und die Ausrüstung des Heeres ausreichten, sodass der Staat keinen Mangel an Mitteln verspürte. Auf diese Weise errichtete der Prophet ﷺ die Struktur des islamischen Staates und vollendete sie zu seinen Lebzeiten. Er ﷺ war das Oberhaupt des Staates und hatte Gehilfen, Statthalter, Richter, ein Heer, Leiter der Abteilungen sowie einen Rat, auf den er sich zur Beratung (Shura) stützte. Dieser Rahmen mit seinem Aufbau und seinen Funktionen wird in den Texten der Scharia erwähnt. Der Gesandte Allahs ﷺ übte die Aufgaben des Staatsoberhauptes von dem Augenblick an aus, als er ﷺ nach Madinah kam, bis zu seinem Tod, und Abu Bakr und 'Umar waren seine Gehilfen. Nach ihm stimmten die Gefährten darin überein, einen Oberhaupt des Staates einzusetzen, der die Nachfolge des Gesandten Allahs ﷺ nur in der Führung des Staates antreten sollte, nicht aber im Gesandtsein oder Prophetentum, denn er ﷺ war das Siegel der Propheten. So errichtete der Gesandte ﷺ zu seinen Lebzeiten die gesamte Struktur des Staates, und er hinterließ die Form der Herrschaft und den Aufbau des Staates vollständig bekannt und klar.