13.6 Die verbindlichen Befugnisse des Rates der Ummah
13.6 The mandatory powers of the Council of the Ummah
Der Rat der Umma verfügt über verpflichtende Befugnisse, und zwar folgende:
The Council of the Ummah has mandatory powers and they are:
Der Khalifah muss den Rat konsultieren, und der Rat hat das Recht, ihn in praktischen Angelegenheiten und Handlungen zu beraten, die keine Untersuchung und Prüfung erfordern, wie etwa Angelegenheiten der Regierung, der Bildung, des Gesundheitswesens, der Wirtschaft, des Handels, der Industrie, der Landwirtschaft und dergleichen. Die Meinung des Rates ist in diesen Angelegenheiten bindend.
The Khaleefah has to consult the Council and the Council has the right to advise Him in the practical matters and actions that do not require investigation and scrutiny such as the matters of ruling, education, health, economy, trading, industry, farming and the like. The opinion of the Council in these matters is binding.
In den intellektuellen Angelegenheiten, die Untersuchung und Prüfung erfordern, sowie in den technischen und finanziellen Angelegenheiten und den Angelegenheiten der Streitkräfte und der Außenpolitik hat der Khaleefah das Recht, den Rat zur Konsultation heranzuziehen und dessen Meinung zu erfahren. Die Meinung des Rates ist jedoch nicht bindend.
In the intellectual matters that require investigation and scrutiny, the technical and the financial matters together with the affairs of the armed forces and foreign policy, the Khaleefah has the right to refer to the Council for consultation and acquainting of its opinion. However the opinion of the Council is not binding.
Der Khalif hat das Recht, die Gesetze und Regelungen, die er einführen möchte, dem Rat zur Beratung vorzulegen. Die muslimischen Mitglieder des Rates haben das Recht, darüber zu debattieren und ihre Meinung dazu zu äußern. Ihre Meinung ist jedoch nicht bindend.
The Khaleefah has the right to refer to the Council the laws and rules which He wants to adopt. The Muslim members of the Council have the right to debate them and voice their opinions regarding those rules. However, their opinion is not binding.
Der Rat der Umma behält sich das Recht vor, die Herrscher in allen Angelegenheiten zur Rechenschaft zu ziehen, die tatsächlich innerhalb des Staates stattfinden, sei es in innenpolitischen Angelegenheiten, außenpolitischen Angelegenheiten, finanziellen Angelegenheiten oder militärischen Angelegenheiten. Die Meinung des Rates ist bindend, wenn die Mehrheitsmeinung in solchen Angelegenheiten bindend ist, und sie ist nicht bindend, wenn die Mehrheitsmeinung in solchen Angelegenheiten nicht bindend ist.
The Council of the Ummah reserves the right to hold the rulers accountable on all matters that take place effectively within the State, whether these are related to domestic affairs, foreign affairs, financial affairs or military matters. The opinion of the Council is binding if the majority’s opinion in such matters is binding, and it is not binding if the majority’s opinion in such matters is not binding.
Wenn der Rat und der Khalifah über die Rechtmäßigkeit einer bereits ausgeführten Handlung uneins sind, sollte die Angelegenheit zur Klärung an das Gericht der Mazaalim verwiesen werden. Dessen Urteil in dieser Sache ist bindend.
If the Council and the Khaleefah differed about the legitimacy of an action that had been already executed, the matter should be referred to the court of Mazaalim to settle the question. Its verdict on the matter is binding.
Der Rat der Ummah behält sich das Recht vor, seine Unzufriedenheit gegenüber den Wulah bzw. den ʿĀmilīn zum Ausdruck zu bringen. Seine Meinung ist in einem solchen Fall bindend, und der Khalifah soll sie umgehend entlassen.
The Council of the Ummah reserves the right to express discontent towards the Wulah or the ‘Aamileen. Its opinion in such case would be binding and the Khaleefah should dismiss them at once.
Die muslimischen Mitglieder des Rates haben das Recht, die Nominierung von Kandidaten für das Khilafah einzuschränken. Ihre Meinung in dieser Angelegenheit ist bindend, und Kandidaten, die nicht vom Rat vorgeschlagen werden, sollten daher nicht berücksichtigt werden.
The Muslim members of the Council have the right to restrict the nomination of candidates for the Khilafah. Their opinion in such a matter is binding, and candidates other than those put forward by the Council should accordingly not be considered.
Dies sind die verpflichtenden Befugnisse des Rates der Ummah.
These are the mandatory powers of the Council of the Ummah.
Der erste Artikel ist in zwei Abschnitte unterteilt. Der Beweis für Abschnitt (a) ist aus dem Ausspruch Allahs (swt) abgeleitet: „Und berate dich mit ihnen in der Sache;“ [TMQ Al-Imran: 159] Und Sein Ausspruch (swt): „Und ihre Angelegenheit wird unter ihnen durch Beratung geregelt.“ [TMQ Ash-Shura: 38]
The first article is divided into two sections. The evidence for section (a) is derived from Allah’s (swt) saying; “And do consult them in the matter;” [TMQ Al-Imran: 159] And His (swt) saying; “And their matter is in consultation between them.” [TMQ Ash-Shura: 38]
Daher hat Er (swt) die Schura in jeder Angelegenheit allgemein gemacht, denn Er (swt) sagt: „In der Angelegenheit“ [TMQ Al-Imran: 159]. Dabei ist der Begriff Al-Amr (die Angelegenheit) ein Gattungsnomen und durch „Al“ (der, die, das) bestimmt. Er (swt) sagt: „Und ihre Angelegenheit“ [TMQ Ash-Shura: 38]
So He (swt) made the Shura general in every matter, for He (swt) says; “In the matter,” [TMQ Al-Imran: 159] Where the term Al-Amr (the matter) it is a generic noun and defined by ‘Al’ (the). He (swt) says; “And their matter” [TMQ Ash-Shura: 38]
Wo der Ausdruck Amruhum (ihre Angelegenheit) ein allgemeines Nomen ist, das durch den Genitiv bestimmt wird, und beide Begriffe ʿĀmm (allgemein) sind, umfassen sie alles. Dieser ʿĀmm-Begriff wurde jedoch bei anderen Angelegenheiten als den Ahkām Shar'iyyah eingeschränkt. Dies liegt daran, dass die göttlichen Regeln Offenbarung von Allah (SWT) sind und es für die Meinung der Menschen keinen Raum gibt, was durch Offenbarung herabgesandt wurde. Denn Allah (SWT) allein ist der Befehlende und der Gesetzgeber.
Where the term Amruhum (their matter) is generic noun and defined by genetive and both terms are ‘Aam (general) so they include everything. However, this ‘Aamm term has been specified in matters other than the Ahkam Shar’iah. This is because the divine rules are revelation from Allah (swt) and there is no scope for the people’s opinion regarding matters brought down by revelation. For Allah (swt) alone is the Commander and the Legislator.
Was den Beleg betrifft, dass die Meinung des Schuras-Rates der Ummah in praktischen Angelegenheiten bindend ist, die keine Prüfung und Untersuchung erfordern, so ergibt sich dies aus der Annahme der Meinung der Mehrheit durch den Gesandten Allahs ﷺ, außerhalb von Madinah dem Heer der Mushrikeen in der Schlacht von Uhud entgegenzutreten. Dabei war seine Meinung, wie auch die der angesehenen Sahaba, in Madinah zu bleiben und nicht hinauszuziehen. Ebenso ist es seinem Ausspruch an Abu Bakr und ‘Umar entnommen: „Ihr beide habt euch auf eine Schura geeinigt; ich würde euch nicht widersprechen.“ Was den Beleg für Abschnitt (b) betrifft, so war es die Wahl des Gesandten Allahs ﷺ für den Ort der Schlacht von Badr, und zwar auf den Vorschlag von Al-Habab bin Al-Munthir hin, ohne seine Gefährten zu dieser Angelegenheit zu befragen, um ihre Meinung einzuholen, geschweige denn sich an jenen Vorschlag gebunden zu fühlen. So werden die intellektuellen und fachlichen Angelegenheiten sowie die Finanzen, das Heer und die auswärtigen Beziehungen den Meinungen der Fachleute und Experten überlassen, ohne der Meinung der Menschen Gewicht beizumessen, ob sie nun in der Minderheit oder in der Mehrheit waren.
As for the evidence that the opinion of the council of the Ummah in the practical actions and matters, which do not require scrutiny and investigation is binding, this is derived from the acceptance of Rasool Allah (pbuh) of the opinion of the majority to go outside Madinah to confront the army of the Mushrikeen in the battle of Uhud. This is despite that his (pbuh) opinion and that of the senior Sahabah was to remain in Madinah and not to go out. It is also taken from his (pbuh) saying to Abu Bakr and ‘Umar “You (both) agreed on a Mashura, I would not disagree with you.” As for the evidence for section (b), this is the choice made by the Messenger of Allah (pbuh) for the location of the Battle of Badr, based on the proposal of Al-Habab bin Al-Munthir, without consulting his companions over the matter to seek their opinion, let alone committing himself with that proposal. Thus the intellectual and the technical matters together with the finance, army and foreign affairs are referred to the opinions of the experts and the professionals without giving any weight to the opinion of the people whether they were minority or majority.
Die Tatsache, dass die Schura bei erlaubten (Mubah-)Angelegenheiten geboten ist, ist ein Hinweis (Qarina) darauf, dass sie empfohlen (Mandub) ist. Tatsächlich pflegte der Gesandte Allahs ﷺ die ehrenwerten Gefährten (Sahaba) bei vielen Angelegenheiten und zu vielen Gelegenheiten zu Rate zu ziehen und ihre Meinung einzuholen. Ahmad hat von Anas überliefert: „Der Gesandte Allahs ﷺ hat (die Leute) um Rat gefragt, als er die Nachricht von der Ankunft Abu Sufyans vernahm.“ Ahmad überlieferte von Anas, der sagte: „Der Gesandte Allahs ﷺ hat um Rat gefragt, als er nach Badr zog. Abu Bakr äußerte ihm seine Meinung. Dann befragte er Umar, der ihm seine Meinung darlegte. Dann befragte er sie, woraufhin einige der Ansar sagten: ‚Der Prophet Allahs will, dass ihr sprecht, o Leute von Al-Ansar.‘ Einige der Ansar sagten: ‚Befragst du uns, o Prophet Allahs? Wir sagen nicht, wie die Kinder Israels zu Musa (as) sagten: „Geh du und dein Herr und kämpft, wir aber bleiben hier sitzen“, sondern bei Dem, der dich mit der Wahrheit gesandt hat: Wenn du uns nach Bark al-Ghimad führen würdest, wir würden dir folgen.‘“ Bezüglich der Gefangenen von Badr berichtete Ahmad über die Autorität Umars: „... der Gesandte Allahs ﷺ befragte Abu Bakr, Umar und Ali ...“ Ibn Ishaq überlieferte von Az-Zuhri, der sagte: „Als die Not unter den Leuten zunahm, sandte der Gesandte Allahs ﷺ zu Uyayna bin Husn und Al-Harith bin Awf Al-Murri, den beiden Anführern von Ghatafan, und bot ihnen an, ihnen ein Drittel der Ernte von Madinah zu geben unter der Bedingung, dass sie mit ihrem Stamm zurückkehren und ihn und seine Gefährten (im Kampf) verlassen. Zwischen ihnen wurde eine Übereinkunft erzielt, bis sie dies in einem Schreiben festhielten, ohne Zeugen hinzuzuziehen und ohne den Entschluss zum Friedensschluss, außer der Verhandlung darüber. Als der Gesandte Allahs ﷺ den Abschluss herbeiführen wollte, sandte er zu Sa’d bin Mu’az und Sa’d bin Ubada. Er teilte ihnen die Angelegenheit mit und befragte sie ...“ Auch der Gesandte Allahs ﷺ holte bei der Schlacht von Uhud den Rat seiner Gefährten ein, ob er Medina verlassen oder in ihr bleiben solle. Dies geschah zusätzlich zu anderen Beratungen. Ebenso pflegte Abu Bakr die Führer der Muhadschirun und der Ansar sowie deren Gelehrte zu befragen, um sich mit ihnen zu beraten. Er beriet sich mit ihnen über die Frage des Kampfes gegen die Abtrünnigen, also jene, die sich weigerten, die Zakat zu entrichten, sowie über den Feldzug gegen die Römer und andere Angelegenheiten. ʿUmar und die Rechtgeleiteten Kalifen nach ihm pflegten ebenfalls die Menschen um ihren Rat und ihre Meinung zu bitten.
The fact that the Shura is over the Mubah things is a Qareenah (indication) that it is Mandoob (recommended). Indeed the Messenger of Allah (pbuh) used to refer to the honourable Sahabah over many matters and on many occasions to consult them and seek their opinion. Ahmad has reported from Anas that; “ The Messenger of Allah (pbuh) consulted (people) when He heard the news of the advent of Abu Sufyan.” Ahmad narrated from Anas, who said; “The Messenger of Allah (pbuh) consulted when He went to Badr. Abu Bakr expressed his opinion to him. Then He consulted ‘Umar who expressed to Him his opinion. Then He consulted them, so some of the Ansar said; ‘The Prophet of Allah wants you to speak O folk of Al-Ansar.’ Some of the Ansar said; ‘Do you consult us O Prophet of Allah? We do not say as the children of Israel said to Musa (as); ‘You and your Lord go and fight, but we will stay at home’, but, by He who sent you with the Truth, if you were to take us to Bark al- Ghimaad, we would follow you.’” Regarding the captives of Badr, Ahmad reported on the authority of ‘Umar “...the Messenger of Allah (pbuh) consulted Abu Bakr, ‘Umar, and Ali...” Ibnu Ishaq reported from Az-Zuhri, who said; “When hardship increased on the people, the Messenger of Allah (pbuh) sent to Uyayna bin Husn and Al-Harith bin Awf Al-Murri, the two leaders of Ghatafan, and He (proposed to) give them the third of the Madinah produce on condition that they return together with their folk, leaving (the fight against) Him and his companions. Agreement was reached between them to the point that they wrote that in a letter, without calling the witnesses and without the decision of concluding the peace except the negotiation over that. When the Messenger of Allah (pbuh) wanted to conclude that He sent to Sa’d bin Mu’az and Sa’d bin Ubadah. He mentioned the matter to them and consulted them...” Also, the Messenger of Allah (pbuh) consulted his companions in the Battle of Uhud, whether to leave Madinah or stay in it. This is in addition to other consultations. Likewise Abu Bakr used to refer to the leaders of Al-Muhajireen and Al-Ansar and to their scholars to consult them. He consulted them over the issue of fighting against the apostates, those who refused to pay the Zakat and in the matter of invading the Romans besides other matters. ‘Umar and the Khulafaa’ after him, also used to refer to the people for their consultation and opinion.
Manche Menschen gaben aus eigener Initiative Ratschläge, um den Khalifen in bestimmten Angelegenheiten zu beraten. Das geschah mit Abu Bakr, nachdem er Khalif geworden war und Usama mit seinem Heer entsenden wollte, als der größte Teil der Araber vom Islam abfiel. ‘Umar, ‘Uthman, Abu ‘Ubaydah, Sa’d bin Abi Waqqas und Sai’d bin Zaid baten ihn, Usama nicht zu entsenden, doch er wies ihre Bitte zurück. Diese Begebenheiten, die der Gesandte Allahs ﷺ und die rechtgeleiteten Khalifen nach ihm praktizierten, ereigneten sich vor den Augen der Sahaba. Sie zeigen, dass die Schura, das Befragen der Menschen, ihr Zurateziehen und das Einholen ihrer Meinung, Mandub ist. Daher ist es für den Khalifen mandub, zum Rat der Umma zurückzukehren, um sie in den verschiedenen Angelegenheiten und Handlungen zu befragen und ihre Meinung einzuholen.
People sometimes used opinions based on their own initiative, to advise the Khaleefah over some matters. This happened with Abu Bakr after He became Khaleefah and wanted to dispatch Usama with his army, when most of the Arabs apostasised from Islam. ‘Umar, ‘Uthman, Abu ‘Ubaydah, Sa’d bin Abi Waqqas and Sai’d bin Zaid called on Him to advise Him not to send Usama, but He rejected their request. These incidents practiced by the Messenger of Allah (pbuh) and the guided Khulafaa’ after Him occurred in front of the Sahabah. They indicate that Shura and referring to the people to consult them and seeking their opinion is Mandoobin Thereupon, it is Mandoob for the Khaleefah to return to the Council of the Ummah to consult it and seek its opinion over the various matters and actions.
Wenn der Khalifah den Rat der Umma zu praktischen Angelegenheiten und Handlungen um seine Meinung bittet, muss er sich der Meinung der Mehrheit verpflichten. Dies beruht auf der Zustimmung des Gesandten Allahs ﷺ zur Meinung der Mehrheit in der Schlacht von Uhud, obwohl seine Meinung und die der Sahaba von der der Mehrheit abwich. Er gab seine Meinung und die der Sahaba auf und fügte sich der Meinung der Mehrheit. Dies zeigt, dass in einem solchen Fall, der zu der Art von Handlungen gehört, die keine Untersuchung und Prüfung erfordern, die Meinung der Mehrheit der Muslime übernommen wird. Es wird auch aus dem Ausspruch des Gesandten Allahs ﷺ an Abu Bakr und ‘Umar entnommen, wie Ahmad von Ibnu Ghanam al-Asha’ri überliefert: „Hättet ihr euch in einer Maschura gemeinsam geeinigt, würde ich euch nicht widersprechen.“ Die Maschura in diesem Hadith ist selbst Schura, die jede Beratung in einer praktischen Angelegenheit oder einer Handlung umfasst.
When the Khaleefah refers to the Council of the Ummah to seek its opinion over the practical matters and the actions, He must commit himself to the opinion of the majority. This is based on the compliance of the Messenger of Allah (pbuh) with the opinion of the majority in the Battle of Uhud, though his opinion and that of the Sahabah was different to that of the majority. He gave up his opinion and that of the Sahabah and complied with the opinion of the majority. This indicates that in such an incident, which is the type of action that does not need study and scrutiny, the opinion of the majority of Muslims is adopted. It is also taken from the saying of the Messenger of Allah (pbuh) to Abu Bakr and ‘Umar as narrated by Ahmad from Ibnu Ghanam al-Asha’ri “Had you agreed together in a Mashura I would not disagree with you.” The Mashura in this Hadith is itself Shura, which covers consultation in any practical matter or an action.
Dies bezieht sich auf Teil (a) des ersten Abschnitts. Was Teil (b) betrifft: Wenn der Khalifah den Rat zu Rate zieht, um seine Meinung zu den Angelegenheiten dieses Teils einzuholen, ist die Meinung des Rates nicht bindend. Ursprünglich nimmt der Khalifah die Meinung der Gelehrten, Fachleute und Experten in den Angelegenheiten dieses Teils ein, so wie es beim Gesandten Allahs ﷺ geschah, als er die Meinung von Al-Habab bin Al-Munthir hinsichtlich der Wahl des Ortes der Schlacht von Badr übernahm. Es wurde in der Siyrah des Ibn Hischam überliefert, dass
This is with regard to the part (a) from the first section. As for part (b) if the Khaleefah refers to the Council to seek its opinion in the matters of this part, the opinion of the council is not binding. Originally, the Khaleefah takes the opinion of the scholars, experts and professionals in the matters of this part as it occurred with the Messenger of Allah (pbuh) when He adopted the opinion of Al-Habab bin Al-Munthir regarding the selection of the place of the Battle of Badr. It was narrated in the Seerah of Ibnu Hisham that,
„Als Er (ﷺ) am diesseitigen Ufer des Brunnens von Badr lagerte, gefiel Al-Habab bin Al-Munthir dieser Ort nicht. Er sagte zum Gesandten (ﷺ): ‚O Gesandter Allahs! Hat Allah dir befohlen, an diesem Ort zu lagern, von dem wir nicht abweichen dürfen, oder ist es eine Meinung, eine Kriegslist und Strategie?‘ Er (ﷺ) antwortete: ‚Es ist vielmehr eine Meinung, eine Kriegslist und Strategie.‘ Al-Habab bin Al-Munthir sagte: ‚O Gesandter Allahs, dies ist nicht der (richtige) Ort. Brich mit den Leuten auf, bis wir zum Ufer des Wassers gelangen, das dem Feind am nächsten ist. Dort lagern wir, dann lassen wir das Wasser des anderen Teils versickern, bauen darüber ein Becken und füllen es mit Wasser. Dann kämpfen wir gegen die Leute, während wir trinken und sie nicht.‘ Der Gesandte Allahs (ﷺ) sagte: ‚Du hast die (richtige) Meinung geäußert.‘ So erhoben sich der Gesandte Allahs (ﷺ) und die Muslime und zogen los, bis sie das dem Feind nächstgelegene Ufer des Wassers erreichten, und lagerten dort. Dann befahl Er (ﷺ), das Wasser versickern zu lassen, was auch geschah. Er ließ über den versickerten Brunnen ein Becken errichten, das mit Wasser gefüllt wurde, und sie warfen ihre (Wasser-)Krüge hinein.‘ So stimmte der Gesandte Allahs (ﷺ) der Meinung al-Hababs zu und folgte ihr.“
“When He (pbuh) camped at the near side of the water of Badr, Al- Habab bin Al-Munthir was not happy with this place. He said to the Messenger (pbuh); ‘O Messenger of Allah! Did Allah make you camp in this place where we can’t depart from it, or is it the opinion, war and strategy?’ He (pbuh) said; ‘It is rather the opinion, war and strategy.’ Al-Habab bin Al-Munthir said; ‘O Messenger of Allah, this is not the (right) place. Move the people till we come to the side of the water near to the people (enemy), we camp there, then we seep away the water from the other part, we build a basin on top of it, we fill it with water. Then we fight against the people where we drink and they do not.’ The Messenger of Allah (pbuh) said; ‘You gave the (right) opinion.’ So the Messenger of Allah (pbuh) and the Muslims stood up and walked till they reached the near side of the water from the enemy and camped there. Then He (pbuh) ordered that the water be seeped away which was done. He built a basin on top of the seeped wells, where it it was filled with water and they threw in their (water) pots.” So the Messenger of Allah (pbuh) agreed with the opinion of al-Habab and followed it.
In diesem Vorfall, der mit der Meinungsbildung, dem Krieg und der Strategie zu tun hat, haben die Ansichten der Menschen bei der Entscheidungsfindung kein Gewicht. Vielmehr wird die Meinung des Fachmanns berücksichtigt. Ähnlich verhält es sich mit technischen Angelegenheiten und mit Überlegungen, die Studium und Prüfung erfordern, ebenso mit Definitionen. In all solchen Angelegenheiten wird auf die Experten und Fachleute verwiesen und nicht auf die Meinung der einfachen Leute. Bei solchen Angelegenheiten hat die Mehrheit kein Gewicht, sondern vielmehr diejenigen mit Wissen, Erfahrung und Spezialisierung.
In this incident, which has to do with the opinion, war and strategy, the views of the people have no weight in taking the decision. Rather the view of the expert is what is considered. Similar to this are the technical matters and the thoughts that require study and scrutiny, together with the definitions. In all of such matters, reference is made to the experts and professionals and not to the ordinary peoples’ opinion. There is no weight to the majority for such matters, but rather to those with knowledge, experience and specialisation.
Dies gilt auch für die Finanzangelegenheiten, denn die Scharia hat festgelegt, welche Arten von Einnahmen erhoben werden müssen und für welche Bereiche sie ausgegeben werden müssen. Die Scharia hat außerdem die Fälle bestimmt, in denen Steuern erhoben werden, daher ist es sinnlos, bei der Erhebung und Verteilung der Mittel die Meinung der Menschen einzuholen. Ähnlich verhält es sich mit dem Heer: Die Scharia hat dem Khalifen das Recht überlassen, die Angelegenheiten des Heeres zu leiten, und sie hat die Regeln des Dschihad bestimmt. Die Meinung der Menschen hat keine Gültigkeit in Angelegenheiten, die durch die Scharia entschieden sind. Dasselbe gilt für das Verhältnis des Staates zu anderen Staaten, denn dies gehört zu jenem Denken, das Studium und tiefe Einsicht erfordert, und es steht im Zusammenhang mit dem Dschihad. Außerdem gehört es zum Bereich der Politik, des Krieges und der Strategie. Daher hat die Meinung der Menschen in dieser Frage, ob sie die Mehrheit oder die Minderheit bilden, keinen Sinn. Dennoch ist es dem Khalifen erlaubt, diese Angelegenheiten dem Rat der Umma zur Beratung und Meinungsbildung vorzulegen, denn eine solche Vorlage ist erlaubt (mubah), und die Meinung des Rates ist in diesen Angelegenheiten nicht bindend, wie beim Vorfall von Badr.
This also applies to the financial matters, because the Shar’a has determined the types of funds which must be collected, and the areas over which they need to be spent. The Shar’a has also determined the cases in which taxes are imposed, therefore there is no point in seeking the opinion of the people in the collection and allocation of the funds. Similar to this is the army, the Shari’ah has left to the Khaleefah the right of managing the army’s affairs, and it determined the rules of Jihad. There is no validity in the opinion of the people over matters decided by the Shar’a. This also applies to the relationship of the State with other States, because this is of the thought that requires study and deep insight and is related to Jihad. Furthermore, it is a part of the opinion, war and strategy. Therefore, there is no point in the opinion of the people in this matter whether it is the majority or minority. However, the Khaleefah is allowed to present these matters to the Council of the Ummah for its consultation and opinion, because such presentation is of the Mubah, and the opinion of the Council in these matters is not binding as in the incident of Badr.
Hinsichtlich des zweiten Abschnitts: Obwohl das, was der Khalifah an Regeln und Kanones übernehmen will, zu seinen Aufgaben gehört und die Meinung des Rates zu diesen Angelegenheiten nicht bindend ist, hat der Khalifah das Recht, sich an den Rat der Ummah zu wenden, um ihre Meinung über die göttlichen Regeln und Kanones zu erfahren, die er übernehmen will. Dies ähnelt dem, was ʿUmar bin al-Khattab (rta) tat, als er sich bezüglich der göttlichen Regeln an die Muslime wandte, wobei die Sahabah keinen Einwand erhoben, wie etwa im Fall der eroberten Länder des Irak, als die Muslime ihn baten, die Länder unter den Kämpfern zu verteilen, die sie erobert hatten. ʿUmar befragte daraufhin die Menschen, doch seine Entscheidung fiel darauf, das Land bei seinen Grundbesitzern zu belassen, unter der Bedingung, dass sie eine bekannte Kharaj-Abgabe darauf entrichten, zusätzlich zur Zahlung der Jizyah für ihre Person. Dass ʿUmar und Abu Bakr vor ihm die Sahabah um ihre Meinung zu göttlichen Regeln baten, ohne dass die Sahabah dagegen Einwände erhoben, weist auf ihren Ijmaʿ (Konsens) hin. Dies ist ein Beleg dafür, dass der Khalifah das Recht hat, sich an die Muslime zu wenden, um ihre Meinung über die göttlichen Regeln zu erbitten, wenn er dazu keine Texte im Buch Allahs und in der Sunnah Seines Gesandten findet, oder wenn er sie schwer verständlich findet, oder wenn er sie übernehmen will. Ihre Meinung ist in all diesen Angelegenheiten für den Khalifah nicht bindend.
With regard to the second section, although what the Khaleefah wants to adopt of rules and Canons is of his duties, and the opinion of the council regarding these matters is not binding, the Khaleefah has the right to refer to the Council of the Ummah to ascertain their opinion over the divine rules and canons which He wants to adopt. This is similar to what ‘Umar bin Al-Khattab (rta) did when He referred to the Muslims over the divine rules, which the Sahabah did not object to, as in the incident of the conquered lands of Iraq, when the Muslims asked Him to divide the lands amongst the fighters who opened them. Hence ‘Umar asked the people, but his opinion settled on keeping the land with its landlords on condition that they pay a known Kharaj over it in addition to paying the jizyah over their persons. The reference of ‘Umar and Abu Bakr before Him to the Sahabah for their opinion over the divine rules without an objection from the Sahabah to this, indicates their Ijmaa’ (consensus). This is evidence that the Khaleefah has the right to refer to the Muslims to seek their opinion over the divine rules when He does not find texts about them in the Kitab of Allah and the Sunnah of His Messenger, or He finds them difficult to understand or when He wants to adopt them. Their opinion in all of these matters is not binding to the Khaleefah.
Die nicht-muslimischen Mitglieder des Rates haben kein Recht, sich in das einzumischen, was der Khalifah an Regeln und Gesetzen annehmen möchte, aufgrund ihres Unglaubens am Islam. Ihr Recht besteht darin, ihre Meinung über das Unrecht der Herrschenden gegen sie zu äußern, und nicht darin, ihre Meinung über die göttlichen Regeln und Gesetze kundzutun.
The non-Muslim members of the Council do not have the right to look into what the Khaleefah wants to adopt of rules and canons because of their disbelief in Islam. Their right is in voicing their opinion of the injustice of the rulers towards them, and not in expressing of their opinion over the divine rules and canons.
Was den dritten Abschnitt betrifft, so ist sein Beleg die allgemeine Bedeutung der Texte, die sich darauf beziehen, die Herrscher zur Rechenschaft zu ziehen. Ahmad überlieferte von Ibnu ‘Umar, der sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Es werden über euch ‘Umara herrschen, die euch zu Dingen anweisen, die sie selbst nicht tun. Wer ihnen in ihren Lügen glaubt und ihnen in ihrem Unrecht hilft, der gehört nicht zu mir, und ich gehöre nicht zu ihm, und er wird nicht zu mir am Hawdh (Becken) gelangen.“ Ahmad überlieferte von Abu Said al-Khudri, der sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „... das beste Dschihad ist (das Aussprechen) eines wahren Wortes vor einem unterdrückerischen Herrscher.“ Al-Haakim überlieferte von Jaber vom Propheten ﷺ, der sagte: „Der Herr der Märtyrer ist Hamza bin ‘Abdul-Muttalib und ein Mann, der sich vor einem unterdrückerischen Herrscher erhob, dem er gebot und vor dem er warnte, woraufhin dieser (der Herrscher) ihn tötete.“ Muslim überlieferte auf die Autorität von Awf bin Malik al-Ashja’i, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Achtung! Wer einen Waali über sich hat und an ihm eine Sünde (Ungehorsam gegenüber Allah) sieht, der soll diese Sünde verabscheuen, darf aber nicht die Hand vom Gehorsam zurückziehen.“ Muslim überlieferte von Umm Salamah, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte: „Es werden Ameers über euch eingesetzt werden; ihr erkennt einiges von dem, was sie tun, und leugnet anderes. Wer es anerkennt, ist von Tadel frei. Wer es missbilligt, ist in Sicherheit. Wer aber zustimmt und ihnen folgt, (der ist verloren).“ Diese Texte sind in ihrem Wortlaut allgemein gehalten und zeigen, dass die Rechenschaft jede Handlung umfasst. Als die Sahabah dem Gesandten ﷺ beim Vertrag von Hudaibiyah widersprachen und heftig mit ihm stritten, tadelte er sie nicht für ihre Meinungsverschiedenheit. Er wies vielmehr ihre Ansicht zurück und schloss den Friedensvertrag, denn was er tat, war Offenbarung von Allah (swt), und die Meinung der Menschen hat in solchen Angelegenheiten kein Gewicht. Er (ﷺ) tadelte sie, weil sie seinem Befehl nicht gehorchten, als er sie aufforderte, die Opfertiere (Al-Hadi) zu schlachten, ihre Köpfe zu scheren und ihren Ihram zu brechen. Der Gesandte (ﷺ) tadelte auch al-Habab bin Al-Munthir bei Badr nicht, als dieser den vom Gesandten (ﷺ) gewählten Lagerplatz beanstandete, sondern er (ﷺ) folgte vielmehr dessen Meinung. Diese Rechenschaftslegung durch den Rat gegenüber dem Khalifen und den übrigen Gehilfen, Statthaltern und ‘Amils würde sich auf eine Handlung beziehen, die tatsächlich ausgeführt wurde, unabhängig davon, ob diese Handlung der göttlichen Ordnung widersprach, falsch oder schädlich für die Muslime war, oder ob sie ungerecht war oder nachlässig gegenüber den Bürgern bei der Besorgung ihrer Angelegenheiten. Der Khalife muss auf diese Rechenschaftslegung und die Einwände antworten, indem er seine Ansicht und seine Belege hinsichtlich der Worte, Handlungen und Aufgaben darlegt, die er unternommen hat, damit der Rat von der guten Amtsführung, der Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit des Khalifen überzeugt sein kann. Akzeptiert der Rat jedoch die Ansicht des Khalifen nicht und verwirft er dessen Argumentation, so muss dies geprüft werden. Handelte es sich dabei um eine der Fragen, bei denen die Mehrheitsmeinung bindend ist, so ist die Meinung des Rates bindend, andernfalls nicht.
Es ist nicht richtig zu fragen: „Welchen Wert hat es, den Khalifen zur Rechenschaft zu ziehen, wenn er nicht verpflichtet ist, nach dieser Rechenschaft zu handeln?“ Denn die Rechenschaft ist eine göttliche Vorschrift, die ausgeführt werden muss, und sie ist eine Pflicht der hinreichenden Erfüllung (Fard Kifaya). Hinzu kommt, dass die Rechenschaft dazu dient, die öffentliche Meinung über Dinge zu informieren und sie zu klären. Sie warnt zudem die Öffentlichkeit und rüttelt sie auf, denn die öffentliche Meinung ist mächtiger als die Armeen, und die Herrschenden überall fürchten sie. Deshalb hat die Rechenschaft einen großen Wert.
It is not correct to ask; “What is the value of accounting the Khaleefah when He is not obliged to act according to this accounting?” This is because accounting is a divine rule that has to be performed, and it is a duty of sufficiency. Furthermore the nature of accounting is that it reveals information about the opinion, and clarifies it. It also warns the public opinion and arouses it, for the public opinion is more powerful than the armies, and the rulers everywhere fear it. Therefore, accounting is of great value.
Wenn diejenigen, die Rechnung ablegen, mit den Herrschenden in einer Angelegenheit aus rechtlicher Sicht uneins sind, wird die Angelegenheit auf Antrag des Rates an das Gericht für Unrechtshandlungen (Al-Mazaalim) verwiesen, aufgrund dessen, was Allah (SWT) sagt: { O ihr, die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und denen unter euch, die die Befehlsgewalt innehaben. Und wenn ihr über etwas uneins seid, so bringt es vor Allah und den Gesandten. } [TMQ An-Nisa’a: 59]
If those who account differed with the rulers over any matter from the legal point of view, the matter is referred to the court of unjust acts (Al- Mazaalim) by a request from the Council, due to what Allah (swt) says; “O you who believe obey Allah and obey the Messenger and those in authority from amongst you. If you disputed over a matter refer it to Allah and the Messenger.” [TMQ An-Nisa’a: 59]
Das bedeutet, dass die Muslime, wenn sie mit den Machthabern über eine Angelegenheit streiten, diese an Allah und den Gesandten verweisen sollen, das heißt, sie sollen sich in der Schari'a schiedsrichterlich entscheiden lassen. Das bedeutet, sich an die Justiz zu wenden, also an das Gericht für Unrechtshandlungen, dessen Urteil bindend ist.
This means that if the Muslims dispute with the people of authority over a matter, they should refer it to Allah and to the Messenger, that is to arbitrate with the Shar’a. This means to refer to Judiciary, that is to the court of unjust acts and its opinion is binding.
Im Hinblick auf den vierten Abschnitt lautet sein Beleg, dass der Gesandte Allahs ﷺ al-‘Ala’ bin Al-Hadhrami, seinen ‘Aamil über Bahrain, absetzte, weil der Gesandte der ‘Abd Qais sich bei ihm ﷺ über ihn beschwert hatte. Ibnu Sa’d überliefert auf die Autorität von Muhammad bin ‘Umar:
With regards to the fourth section, its evidence is that the Messenger of Allah (pbuh) removed al-’Ala’a bin Al-Hadhrami, his ‘Aamil over Bahrain, because the delegate of ‘Abd Qais complained about Him to the Messenger (pbuh). Ibnu Sa’d narrated on the authority of Muhammad bin ‘Umar:
„Dass der Gesandte Allahs ﷺ an al-Ala’a bin Al-Hadhrami schrieb, er solle mit zwanzig Männern von ‘Abd Qais zu ihm kommen. Er kam mit zwanzig Männern unter der Führung von ‘Abdullah bin Awf al-Ashajj zu ihm und setzte nach sich Al-Munthir bin Sawa ein. Der Abgesandte beschwerte sich über al-Ala’a Al-Hadhrami, daraufhin entließ ihn der Gesandte Allahs ﷺ und setzte Iban bin Said bin Al-’Aass ein und sprach zu ihm: ‘Kümmere dich um ‘Abd Qais und achte ihre Anführer.’“ Ebenso entließ ‘Umar bin Al-Khattab Sa’d bin Abi Waqqas aus dem Wilayah allein aufgrund der Beschwerde der Leute gegen ihn, und er sagte: „Ich habe ihn nicht wegen eines Mangels oder Verrats entlassen.“ Dies zeigt, dass die Leute des Wilayah das Recht haben, ihren Zorn und ihre Unzufriedenheit über ihre Walis und Amire zum Ausdruck zu bringen, und der Khalif daher verpflichtet ist, sie abzusetzen. Ebenso darf der Rat der Ummah als Vertreter aller Muslime im Staat seinen Zorn und seine Unzufriedenheit über die Walis und ‘Amils zum Ausdruck bringen, und der Khalif ist verpflichtet, sie umgehend abzusetzen.
“That the Messenger of Allah (pbuh) wrote to al-Ala’a bin Al-Hadhrami to come to Him with twenty men from ‘Abd Qais. He reached Him with twenty men headed by ‘Abdullah bin Awf al-Ashajj, and appointed after Him Al-Munthir bin Sawa. The delegate complained of al-Ala’a Al-Hadhrami so the Messenger of Allah (pbuh) removed Him and appointed Iban bin Said bin Al-’Aass and said to him: ‘Take care of ‘Abd Qais and respect their chiefs.’” Also ‘Umar bin Al-Khattab removed Sa’d bin Abi Waqqas from the Wilayah just because of the complaint of the people against him, and He said; “I did not remove Him because of deficiency or treason”, This indicates that the people of the Wilayah have the right to express their anger and discontent of their Wulah and Ameers, and the Khaleefah thus has to remove them. Likewise, the Council of the Ummah is allowed, as a representative of all Muslims in the State, to express its anger and discontent of the Wulah and ‘Aamils and the Khaleefah has to remove them immediately.
Zum fünften Abschnitt ist der Beweis Folgender: Die Muslime baten ʿUmar, als er erstochen worden war und im Sterben lag, einen Nachfolger nach ihm zu bestimmen, doch er lehnte ihre Bitte ab. Sie wiederholten die Bitte, woraufhin er sechs Personen benannte. Dies war ein Ijmaʿ Sakūtī (Konsens durch Schweigen), was ein Beweis dafür ist, dass die muslimischen Mitglieder des Rates der Ummah das Recht haben, die Kandidaten für das Amt des Kalifats in eine engere Auswahl zu bringen, und dass ihre Meinung in dieser Angelegenheit bindend ist. Es ist belegt, dass ʿUmar fünfzig Männer damit beauftragte, die sechs von ihm benannten Männer zu überwachen, und er ihnen befahl, jeden von ihnen zu töten, der sich dem gewählten Nachfolger widersetzt. Er setzte den Sechsen außerdem eine Frist von drei Tagen, eine Angelegenheit, die auf eine Verpflichtung hinweist. Was die nichtmuslimischen Mitglieder betrifft, so haben sie kein Recht, bei der Auswahl der Kandidaten mitzuwirken, da die Bayʿah ausschließlich den Muslimen vorbehalten ist.
With regards to the fifth section, the proof is that the Muslims asked ‘Umar, when He was stabbed and was close to death, to appoint somebody after him, but He rejected their request. They repeated the request, so He nominated six persons. This was an Ijma’a Sakooti (consent by silence), which is evidence that Muslim members of the Council of the Ummah have the right to shortlist the nominees for the post of Khilafah, and their opinion in this matter is binding. It was proved that ‘Umar assigned fifty men to watch the six men He nominated, and He ordered them to kill anyone of them who opposed the chosen successor. He also assigned to the six, three days, a matter which indicates obligation. As for non-Muslim members, they have no right in shortlisting the nominees, because the Bay’ah is specific to Muslims.