13.2 Die Regel der Schura
13.2 The rule of Shura
Schura ist das Verbalnomen des Verbs „Schawara“, also „beraten“ oder „um Rat fragen“. Es bedeutet, die Meinung desjenigen einzuholen, der befragt wird. Wenn man „Istaschara“ sagt, bedeutet dies, dass jemand einen anderen um Rat gebeten hat.
Shura is the verbal noun of the verb ‘Shawara’, or consulted. It means seeking the opinion from the one who is consulted. When it is said ‘Istashara’, it would mean that one asked another for advice.
Shura und Mashura haben dieselbe Bedeutung, ebenso Mashawarah. Im Lisaan ul-Arab (der Name eines Wörterbuchs) wird erwähnt, dass es zulässig ist zu sagen: Eine Person ist gut in Mashura und Mashwara. Al-Farraa’ sagte außerdem: Der Ursprung von Mashura war Mashwara, dann wurde es zu Mashura umgewandelt, weil es leichter (auszusprechen) ist. Al-Laith sagte: Al-Mashwara hat die Form Maf’ala und ist von al-Ishara abgeleitet. Es wird auch gesagt: Mashura ist dasselbe wie Shura und al-Mashwara. Auf dieser Aussage beruhend haben shawartuhu (in einer Angelegenheit) oder istashartuhu dieselbe Bedeutung. Im Mukhtar us-Sihah heißt es: Al-Mashwara ist Ash-Shura, ebenso al-Mashura. So sagen wir shawarahu in der Angelegenheit und istasharahu, mit derselben Bedeutung.
Shura and Mashura have the same meaning, likewise is the Mashawarah. It was mentioned in Lisaan ul-Arab (name of a dictionary) that it is valid to say; a person is good in Mashura and Mashwara. Al-Farraa’ also said; the origin of Mashura was Mashwara then it was transformed to Mashura for it is easier (to pronounce). Al-Laith said; al-Mashwara is in the form of Maf’ala and it is derived from al-Ishara. It is also said; Mashura is the same as Shura and al-Mashwara. Based on this saying shawartuhu (regarding a matter) or istashartuhu, have the same meaning. It came in Mukhtar us- Sihah; al-Mashwara is Ash-Shura, as well as al-Mashura. Thus we say shawarahu in the matter and istasharahu, with the same meaning.
Die Gültigkeit der Schura ist durch den Befehl Allahs (SWT) an Seinen Propheten ﷺ belegt, die Gläubigen zu konsultieren. Denn Er (SWT) sagte zu ihm:
The validity of Shura is established from the command of Allah (swt) to His Prophet (pbuh) to consult the believers. Where He (swt) said to him:
„Und berate dich mit ihnen in der Angelegenheit...“ [TMQ Al-’Imran: 159]
“And do consult them in the matter...” [TMQ Al-’Imran: 159]
Dieser Befehl zur Beratung (Maschawarah) ist lediglich eine Aufforderung. Die Aufforderung kann je nach den Qara'in (Anzeichen) verpflichtend (Wadschib), empfohlen (Mandub) oder erlaubt (Mubah) sein. Dieser Befehl zur Beratung (Maschawarah) ist nicht mit einer Qarina (Anzeichen) verbunden, die Bestimmtheit und Verpflichtung anzeigt. Er ist vielmehr mit Qara'in verbunden, die die Bestimmtheit verneinen und die Verpflichtung von ihm aufheben, wie folgt:
This order of consulting (Mashawarah) is only just a request. The request could be Wajib, Mandub (recommended) or Mubah (permissible), according to the Qaraa’in (indications). This order of consulting (Mushawarah) is not linked with a Qareenah (indication) that indicates decisiveness and obligation. It is rather linked with Qaraa’in that dismiss decisivity and remove obligation from it, as follows:
1. Die Aussage Allahs (swt) im vorangehenden Vers „Fil-Amr“ (in der Angelegenheit) bedeutet Beratung in jeder Angelegenheit, gleich welcher Art. Da jedoch die Pflichten (Wadschibaat) und Verbote (Muharramaat) sowie die von der Schari'a erläuterten und ausdrücklich festgelegten göttlichen Regeln keinen Raum für menschliche Meinungen dazu lassen, besteht auch keine Möglichkeit, sich darüber zu beraten. Allah (swt) allein ist der Gesetzgeber (Musharri') und der alleinige Herrscher, und das Urteil gehört Ihm. Er (swt) sagte: „Gewiss, das Urteil gehört allein Allah.“ [TMQ Yusuf: 40] Er (swt) sagte auch: „Folgt dem, was euch von eurem Herrn offenbart wurde.“ [TMQ Al-A'raf: 3] Und Er (swt) sagte: „Und was der Gesandte euch bringt, das nehmt an, und was er euch verbietet, davon lasst ab.“ [TMQ Al-Haschr: 7]. Es gibt außer den oben genannten noch weitere Verse. All dies macht die Beratung der Menschen über diese Angelegenheiten wertlos und ohne Raum. Dies zeigt, dass diese Regeln die allgemeine (‘Aamm) Bedeutung des Wortes „Al-Amr“ (die Angelegenheit) in diesem Vers einschränken. Es zeigt außerdem, dass sich die Beratung nur auf mubah (erlaubte) Angelegenheiten bezieht. Dies stellt einen Beweis dar, der die Verbindlichkeit und Bindungswirkung der Schura ausschließt.
1. The saying of Allah (swt) in the previous verse “Fil-Amr” (in the matter) means consultation in every matter whatever its kind. However since duties (Wajibaat), and prohibitions (Muharramaat) and the divine rules explained by the Shar’a and specifically stated by it, have no place for human opinions about them, there is no scope for consulting about them, Allah (swt) is the only Legislator (Musharri’) and He is the only Ruler, and ruling (i.e. judgement) belongs to Him. He (swt) said; “Verily, Ruling is only for Allah.” [TMQ Yusuf: 40] He (swt) also said; “Follow that which was revealed to you from your Lord.” [TMQ Al-A’raf: 3] And He (swt) said; “And whatever the Messenger brought to you take it, and whatever He forbade you of leave it.” [TMQ Al-Hashr: 7. There are other verses in addition to the above. All this makes the consultation of the people over these matters of no real value and with no scope. This indicates that these rules restrict the ‘Aamm (general) meaning of the word “Al-Amr” (the matter) in this verse. This also indicates that the consultation is over Mubah. Matters alone. This represents evidence that dismisses the decisiveness and obligation away from Shura.
2. Allah (SWT) sagte im selben Vers: „Und wenn du dich entschlossen hast (zu einer Handlung/zu einer Meinung), dann vertraue auf Allah“, was bedeutet, dass die Entscheidung dem Gesandten (ﷺ) übertragen wird und nicht den Ratgebern. Dies ist der zweite Beweis dafür, dass die Anordnung zur Beratung nicht verpflichtend ist.
2. Allah (swt) said in the same verse “And if you decided (on an action/on opinion) then put your trust in Allah”, meaning that the decision is refered to the Messenger (pbuh), not to the advisers. This is second evidence confirming that the order for consultation is not obligatory.
3. Der Gesandte Allahs (ﷺ) traf viele Handlungen und Entscheidungen, etwa die Ernennung von Statthaltern (Wulah), Sekretären und Heerführern für Expeditionen und Armeen, den Abschluss von Waffenstillständen sowie die Entsendung von Gesandten und Abgeordneten. All dies geschah, ohne dass er die Sahaba zu Rate zog. Dies ist ein drittes Qarina, das zeigt, dass der Befehl zur Beratung (Shura) keine Verbindlichkeit und keine bindende Entscheidungsgewalt anzeigt. Wäre damit Verbindlichkeit gemeint, so hätte der Gesandte Allahs (ﷺ) seine Sahaba bei diesen Handlungen, die er ausführte, zu Rate gezogen.
3. The Messenger of Allah (pbuh) carried out many actions and decided upon many matters such as appointing governors (Wulah), secretaries, generals of expeditions and armies, concluding ceasefire, sending Messengers and delegates. All of that occurred without consulting the Sahabah. This is a third Qareenah that the command of consultation (Shura) does not indicate decisiveness and obligation. Had it meant decisiveness, then the Messenger of Allah (pbuh) would have consulted his Sahabah in these actions that He executed.
Da Schura, Maschura und Istischara nicht verpflichtend sind, werden sie entweder als Mandub (empfohlen) oder als Mubah (erlaubt) betrachtet. Bei der Prüfung der Belege zeigt sich, dass die Meinung über sie dahingehend lautet, dass sie Mandub (empfohlen) sind. Im Folgenden sind einige der Belege angeführt, die darauf hinweisen, dass Schura, Maschura und Istischara Mandub (empfohlen) sind.
As Shura, Mashura and Istisharah are not obligatory, they are considered as either Mandub (recommended) or Mubah (permissible). By reviewing the evidences, we find the opinion regarding them to be Mandub. The following are some of the evidences, which indicate that Shura, Mashura, and Istisharah are Mandub (recommended).
1. Allah (SWT) hat die Gläubigen für die Beratung (Schura) gelobt und ihnen geboten, dass ihre Angelegenheit eine Beratung (Schura) unter ihnen sei. Wenn Allah (SWT) sagt: „Und ihre Angelegenheit wird durch Beratung (Schura) unter ihnen geregelt.“ [TMQ Ash-Shura: 38]
1. Allah (swt) praised the believers for consultation (Shura) and commanded them that their affair is Shura (consultation) between them. When Allah (swt) says; “And their affair is consultation (Shura) between them.” [TMQ Ash-Shura: 38]
2. Die häufige Beratung des Gesandten Allahs ﷺ mit seinen Gefährten in Angelegenheiten zeigt sein Anliegen dafür, sein Interesse daran und die Wichtigkeit dieser Sache, und auch, den Muslimen nach ihm beizubringen, mit Sorgfalt die Schura zu üben. At-Tirmidhi überlieferte von Abu Hurairah, der sagte: „Ich habe niemals einen Menschen gesehen, der seine Gefährten häufiger um Rat fragte als der Gesandte Allahs ﷺ.“ 3. Der Befehl Allahs (SWT) an Seinen Gesandten ﷺ, die Gläubigen zu Rate zu ziehen, erging im Zusammenhang mit dem Gebot, mit ihnen sanftmütig zu sein, ihnen zu vergeben und für sie zu bitten, indem Er sagt: „Durch die Barmherzigkeit Allahs bist du mild zu ihnen. Wärst du grob und hartherzig gewesen, hätten sie sich von dir abgewandt. So verzeih ihnen und bitte für sie um Vergebung und berate dich mit ihnen.“ [TMQ Al- Imran: 159]
2. The frequent consultation by the Messenger of Allah (pbuh) with his Sahabah in matters indicates his concern for it, his interest in it, its importance and also to teach the Muslims after Him to take care in practising Shura. At-Tirmithi narrated from Abu Hurairah, who said; “I never saw a person who consulted his companions more than the Messenger of Allah (pbuh) did.” 3. The command of Allah (swt) to His Messenger (pbuh) to consult the believers came on the occasion of commanding Him to be gentle with them, to forgive them and to pray for them, by saying; “It is by the mercy of Allah that you deal gently with them. Were you severe or harsh-hearted with them they would have broken away from you. So pass over (their faults) and ask for Allah’s forgiveness for them and consult them.” [TMQ Al- Imran: 159]
Dies sind Qarāʾin (Anzeichen), die darauf hinweisen, dass die Istishāra (Beratung) Mandūb (empfohlen) ist.
These are Qaraa’in (indications) that indicate that Istisharah (consultation) is Mandub (recommended) .
Die empfohlene (nicht verpflichtende) Beratung, die Schura, wird in Bezug auf die erlaubten (Mubah-)Handlungen und Angelegenheiten durchgeführt. Dagegen werden die göttlichen Regeln zu Angelegenheiten, zu denen es im Buch Allahs und in der Sunna Seines Gesandten keinen eindeutigen Text gibt und die der Erforschung und Untersuchung bedürfen, um zu einem Ergebnis zu gelangen, ebenso die Begriffsbestimmungen und die fachlichen und intellektuellen Fragen, die Forschung und sorgfältige Prüfung erfordern, sowie Angelegenheiten der Meinungsbildung, der Kriegführung und der Planung, all diese Angelegenheiten werden den Gelehrten, den Fachleuten und den Menschen mit Erfahrung überlassen. Die Meinung der Mehrheit oder der Minderheit hinsichtlich dieser Angelegenheiten hat keinen Wert. Außerdem ist die Meinung derjenigen, die befragt werden, nicht bindend. Diese Auffassung wird aus dem Verhalten des Gesandten Allahs ﷺ abgeleitet, als er die Gefährten um Rat fragte, was die Kriegsgefangenen von Badr betraf, und zwar hinsichtlich der Frage, welche Option er aus den Möglichkeiten der bereits offenbarten Regel über Kriegsgefangene wählen sollte. Sie wird auch abgeleitet von Abu Bakr und ‘Umar (ra), die während ihrer Herrschaft (Khilafah) immer dann die führenden Gefährten und ihre Gelehrten zu Rate zogen, wenn sich ein Ereignis ereignete oder ein Rechtsfall an sie herangetragen wurde und sie dazu im Buch Allahs und in der Sunna Seines Gesandten ﷺ kein Urteil fanden. Sie wird ferner aus der Annahme des Vorschlags von Al-Hubab bin Al-Mundhir durch den Gesandten Allahs ﷺ bei der Wahl des Schlachtfeldes von Badr entnommen.
The Mandub recommended (consultation) Shura is undertaken with regards to the Mubah actions and matters. However, the divine rules regarding the matters over which there is no explicit text from the Book of Allah and the Sunnah of His Messenger and which need research and investigation so as to conclude them, as well as the definitions and the technical and intellectual matters which require research and scrutiny together with those matters related to opinion, warfare and planning, all of the above matters are referred to the scholars, the specialists and the people of experience. The opinion of the majority or the minority regarding them is of no value. In addition, the opinion of those who are consulted is not binding. This opinion is deduced from the Messenger (pbuh) when He referred to the Sahabah, consulting them regarding the prisoners of war at Badr in terms of which option He adopted from amongst the choices of the Hukm (rule) of the prisoners of war which was already revealed. It is also deduced from Abu-Bakr and ‘Umar (rta), during the term of their Khilafah, turning to the senior Sahabah and their scholars whenever an event happened or a case for judgement was brought to them, and they did not find a verdict about it in the Book of Allah and the Sunnah of His Messenger (pbuh). It is also taken from the acceptance of the Messenger (pbuh) of Al-Hubab bin Al-Munthir’s opinion in choosing the place of the battle of Badr.
Während die Schura (Beratung) über erlaubte Angelegenheiten (Mubah) empfohlen (Mandub) ist, ist es einem Khalifen gestattet, sich selbst an einige oder alle dieser erlaubten Angelegenheiten zu binden. Hat er sich zu bestimmten Angelegenheiten verpflichtet, muss er sich daran halten und ist verpflichtet, die beratene Angelegenheit umzusetzen. Dies leitet sich davon ab, dass ʿUthmān ibn ʿAffān (rta) das Amt des Khalifen angeboten wurde und er zustimmte, gemäß der Weise von Abū Bakr und ʿUmar in der Herrschaft vorzugehen, wie es ihm vorgeschlagen wurde. Dies geschah in Anwesenheit der Sahaba (rta), ohne dass sie Einwände erhoben.
While Shura over the Mubah matters is Mandub, it is allowed for a Khaleefah to bind himself to some or all of these allowed matters. Once He has obliged himself to certain matters, He has to abide by it and is under obligation to carry out the consulted matter. This is derived from the fact that when the post of Khaleefah was offered to ‘Uthman bin Affan (rta), He accepted to proceed according to the way of Abu Bakr and ‘Umar in ruling, as it was proposed to him. This happened in the presence of the Sahabah (rta) without any objection from them.
Wenn der Khalifah den Rat der Umma konsultiert, muss er sich in praktischen Angelegenheiten und in solchen Fragen, die keine Untersuchung oder genaue Prüfung erfordern, an die Mehrheitsmeinung halten. Dies gilt für die inneren Angelegenheiten des Staates, also für Regierung, Bildung, Gesundheit, Handel, Industrie, Landwirtschaft und dergleichen. Dieselbe Auffassung gilt auch dann, wenn er für Handlungen zur Rechenschaft gezogen wird, die er tatsächlich in diesen Angelegenheiten ausgeführt hat. Diese Ansicht leitet sich davon ab, dass der Gesandte Allahs ﷺ der Mehrheitsmeinung folgte, als er Madinah verließ, um dem Heer der Mushrikeen in der Schlacht von Uhud entgegenzutreten, obwohl seine eigene Meinung und die der führenden Sahabah war, in Madinah zu bleiben und nicht hinauszuziehen. Sie leitet sich ebenso von seinem Ausspruch ﷺ an Abu Bakr und ‘Umar (rta) ab: „Wenn ihr euch in einer Angelegenheit, über die beraten wird, gemeinsam einig seid, würde ich euch nicht widersprechen.“ [Narrated by Ahmed from Ibnu Ghanam bin Al- Ash’ari]
When the Khaleefah consults the Council of the Ummah He has to abide by the majority opinion in practical matters and in those matters that do not require study or scrutiny. This applies to the State domestic matters in ruling, education, health, trading, industry, farming and the like. The same view applies when He is brought to task for actions He actually carried out in these matters. This view is derived from the Messenger’s (pbuh) adherence to the majority opinion to leave Madinah to confront the Mushrikeen army at the Battle of Uhud, although his opinion and those of senior Sahabah was to stay in Medinah and not to go out. It is also derived from his saying (pbuh) to Abu Bakr and ‘Umar (rta); “Had you agreed together on a consulted matter I would have not disagreed with you.” [Narrated by Ahmed from Ibnu Ghanam bin Al- Ash’ari]
Wenn der Kalif hingegen den Rat in anderen Angelegenheiten konsultiert, etwa in technischen und intellektuellen Fragen, die Studium und Prüfung erfordern, oder in Fragen der Kriegführung und Planung, dann ist die Mehrheitsmeinung in solchen Angelegenheiten für den Kalifen nicht bindend, und die Entscheidung liegt bei ihm. Dies ergibt sich aus der Annahme des Gesandten Allahs ﷺ der Meinung von Habab bin Al-Munthir bei der Wahl des Ortes der Schlacht von Badr, ohne dass er die Beratung in dieser Frage überhaupt in Betracht gezogen hätte. Es ergibt sich auch aus der Zurückweisung der Meinung der meisten Sahabah durch Abu Bakr (rta), nicht gegen die Murtadeen (Abtrünnigen) zu kämpfen und gegen jene, die sich weigerten, die Zakat zu entrichten, als er das Amt des Kalifen übernahm. Diese Ansicht gilt, wenn der Rat den Kalifen über das zur Rechenschaft zieht, was er in solchen Angelegenheiten tatsächlich ausgeführt hat. Auch in diesem Fall ist die Mehrheitsmeinung nicht bindend.
If however, the Khaleefah consulted the Council in other matters such as the technical and intellectual issues, which require study and scrutiny, or in matters of warfare and planning, then the majority opinion over such matters is not binding for the Khaleefah and the decision is his to take. This is taken from the acceptance of the Messenger (pbuh) of the opinion of Habab bin Al-Munthir in choosing the place of the Battle of Badr without even considering consultation over the matter. It is also derived from the rejection by Abu Bakr (rta) of the opinion of most of the Sahabah not to fight against the Murtadeen (apostates) and those who rejected to pay the Zakat when He took the post of Khaleefah. This view applies when the Council takes the Khaleefah to task over what He actually executed of such matters. The majority opinion in this case is also not binding.
Was der Khalifah an göttlichen Gesetzen und Bestimmungen übernehmen möchte, betreffend, so ist es ihm erlaubt, diese dem Rat vorzulegen, um dessen Meinung dazu einzuholen. Die Meinung des Rates zu dieser Übernahme ist für den Khalifah jedoch nicht bindend, gleichgültig, ob es sich um die Meinung der Mehrheit oder der Minderheit handelt. Die Entscheidung in dieser Frage bleibt bei ihm, denn die Übernahme der göttlichen Gesetze und Bestimmungen ist seine Verantwortung, wie sie aus dem Konsens (Ijmaa’) der Sahabah abgeleitet wird. Sie ergibt sich auch aus der Übereinstimmung der Muslime mit dem, was ‘Umar tat, als er sie über die Frage des Landes Irak konsultierte, nachdem es erobert worden war.
With regards to what the Khaleefah wants to adopt of divine rules and canons, He is allowed to present these to the Council to take its opinion regarding them. However, the opinion of the Council regarding this adoption is not binding for the Khaleefah, regardless of being the opinion of the majority or the minority. The decision over this issue remains his, because the adoption of the divine rules and cannons is his responsibility, as derived from the consensus (Ijmaa’) of the Sahabah. It is also taken from the agreement of the Muslims of what ‘Umar made when He consulted them over the issue of the land of Iraq after it was conquered.