8 Das vierte Mittel des Eigentumserwerbs
8 The Fourth Means Of Ownership
Eine weitere Form des Eigentums ist jenes Vermögen, das der Staat aus dem Bait ul-Mal den Bürgern gibt, um ihre Bedürfnisse zu decken oder um der Gemeinschaft durch ihren Besitz zu nutzen. Zur Deckung ihrer Bedürfnisse gewährt der Staat ihnen Vermögenswerte, mit denen sie Land bebauen oder ihre Schulden begleichen. ʿUmar bin al-Khattab gab den Landwirten im Irak Vermögenswerte aus dem Bait ul-Mal, mit denen sie dieses Land bestellen und ihre Bedürfnisse decken konnten, ohne dass er dafür von ihnen eine Rückerstattung verlangte. Die Scharia hat den Schuldnern ein Recht am Zakat-Vermögen eingeräumt: Ihnen wird daraus gegeben, um ihre Schulden zu begleichen, falls sie dazu nicht in der Lage waren. Allah (swt) sagt:
Another means of property ownership is that property which the State gives from the Bait ul-Mal properties to the citizens in order to meet their needs or to benefit the community by their ownership. With regard to the meeting of their needs, the State grants them properties with which they cultivate lands or repay their debts. ’Umar bin Al-Khattab gave properties from the Bait ul-Mal to the farmers in Iraq, by which He helped them to plant on this land and to meet their needs without being reimbursed from them. Shar’a made for the debtors a right in the Zakat property, from which they are given to repay their debts if they were unable to do so. Allah (swt) said:
„und die Schuldner.“ [At-Tauba: 60] Was die Nutzbarmachung des Privateigentums für die Gemeinschaft betrifft, so geschieht dies, wenn der Staat seinen Bürgern aus seinen ungenutzten Liegenschaften etwas gewährt, etwa indem er ihnen Land überlässt, das keinen Eigentümer hat. So tat es der Prophet ﷺ, als er Abu Bakr und ʿUmar Land gab, nachdem er nach Madinah ausgewandert war. Auch gab der Prophet ﷺ az-Zubair ein weites Gebiet unbebauten Landes von al-Naqīʿa, so viel, wie sein Pferd durchlaufen konnte, und ihm gab er ebenso Land mit Bäumen und Palmen. Ähnlich gaben nach ihm die rechtgeleiteten Kalifen den Muslimen Ländereien. Dieses Land, das der Staat der Person gewährt, wird durch diese Gewährung ihr Eigentum. Denn die Gemeinschaft hat ein Interesse daran, dass dieser Besitz genutzt wird, dass er dem Einzelnen die Nutzung dieses Besitzes ermöglicht und dass er seine geistigen und körperlichen Kräfte zum Nutzen der Gemeinschaft durch dessen Besitz einsetzt. Der hier verwendete Begriff der Gewährung (Iqtaʿa) ist ein sprachlicher und rechtlicher, und er hat keinen Bezug zum bekannten feudalen Iqtaʿa-System, das der Islam nie anerkannt hat.
“and the debtors.” [At-Tauba: 60] With regards to benefiting the community from the individual property, this occurs when the State grants to its citizens from its unused properties, such as the State giving land, which has no owner. As the Prophet (pbuh) did when He gave Abu Bakr and ’Umar some land when He (pbuh) emigrated to Madinah. He (pbuh) also gave Az-Zubair a wide area of dead land of al-Naqee’a, as much as his horse could run in, and He (pbuh) also gave Him land which had trees and palms. Similarly the rightly guided Khulafaa after Him gave lands to the Muslims. This land which the State gives to the person becomes his property through this granting. For the community is in need of the benefit of this property, of facilitating the individual to utilise this property, and of employing his mental and physical efforts for the benefit of the community by means of its ownership. This term of granting (Iqta’a) used here is lingistic and jurist one, and it has no relation with the known feudal (Iqta’a) system which Islam never acknowledged.
Was der Staat unter den Kämpfern aus der Beute verteilt, und was der Imam ihnen von der Kriegsbeute zu behalten erlaubt, sind ebenfalls Beispiele dafür, was der Staat den Einzelnen gewährt, damit sie es besitzen.
What the State distributes amongst the warriors from the booties, and what the Imam allows them to hold of the war spoils are also examples of what the State grants to the individuals for them to own.