10.12 Selbsterfindung, Selbstindigenisierung und Selbstverältlichung: Namensänderungen durch Angehörige der räuberischen zionistischen aschkenasischen Elite Israels
10.12 Self-invention, Self-indigenisation And Self-antiquation: Personal Name Changing By Members Of The Predatory Zionist Ashkenazi Elite Of Israel
Der Wechsel von einem jiddischen Familiennamen wie Perelman zu einem hebräischen Familiennamen wie Ben-Yehuda bot vielen zionistischen Siedlern in Palästina ein Vorbild zur Nachahmung in einem Prozess der Selbsterfindung und Selbstindigenisierung. Dieser Prozess inspirierte auch Ministerpräsident und Verteidigungsminister David Ben-Gurion, der nach 1948 die israelische Armee einsetzte, um eine allgemeine Hebraisierung und Reinigungsverfahren von Familien- und Personennamen durchzusetzen. Ben-Gurion selbst wurde als David Grün in Russland geboren; seine Mutter hieß Scheindel, und seine in Russland geborene Frau hieß Pauline Munweis, als sie Ben-Gurion in New York kennenlernte und heiratete (sie änderte ihren Namen später in Paula). Nach seiner Einwanderung nach Palästina wurde aus David Grün David Green, und anschließend änderte er seinen Familiennamen in den biblisch klingenden und wörtlich verherrlichenden und räuberischen Namen David Ben-Gurion (wörtlich „Sohn des Löwenjungen“). Außerdem wählte er einen biblisch klingenden Namen für seine Tochter Geula („Erlösung“) und für seinen Sohn Amos, nach einem kleinen Propheten der Hebräischen Bibel.
The change from a Yiddish family name such as Perelman, to a Hebrew family name such as Ben-Yehuda, provided many Zionist settlers in Palestine with a prototype for emulation in a process of self-invention and self-indigenisation. This process also inspired Prime Minister and Defence Minister David Ben-Gurion who used the Israeli army after 1948 to impose general Hebraicisation and purification procedures of family and personal names. Ben-Gurion himself was born David Grün in Russia; his mother was called Scheindel and his Russian-born wife was called Pauline Munweis when she met and married Ben-Gurion in New York (she later changed her name to Paula); after immigrating to Palestine David Grün became David Green; and he subsequently changed his family name to the biblical- sounding, and literally lionised and predatory, name David Ben-Gurion (literally ‘son of the lion cub’). He also chose a biblical-sounding name for his daughter Geula (‘redemption’) and his son Amos, after a minor prophet in the Hebrew Bible.
Für Ben-Gurion bedeutete die Erfindung einer hebräischen Tradition und die Synthese einer Nation, dass die Hebräische Bibel nicht länger ein religiöses Dokument oder ein Repositorium theologischer Behauptungen war; sie wurde neu erfunden als nationalisierter und rassialisierter heiliger Text, zentral für die modernen Gründungsmythen des säkularen Zionismus. Als primordialistische Ideologie des säkularen Nationalismus, die das Alter des jüdischen Nationalismus behauptete (Smith, A. 1986, 1989: 340‒367), und inspiriert von eurozentrischen völkischen und rassischen Ideologien, betrachtete Ben-Gurions Zionismus die Bibel auf rein funktionale Weise: die biblische Sprache, Erzählung und Ortsnamen dienten als mobilisierender Mythos und als „historischer Bericht“ über den „Rechtsanspruch auf das Land“ der Juden – eine Behauptung, die durch neuere archäologische Funde nicht unbedingt gestützt wird. Für Ben-Gurion war es nicht wichtig, ob die biblische Erzählung und die Ortsnamen eine objektive und wahre Aufzeichnung tatsächlicher historischer Ereignisse und der Vergangenheit waren. Es ist nicht ganz klar, ob Ben-Gurion annahm, dass die alten Ereignisse, die der israelische Staat nachstellte, tatsächlich stattgefunden hatten. Aber, wie er erklärt: „Es ist nicht wichtig, ob die [biblische] Geschichte eine wahre Aufzeichnung eines Ereignisses ist oder nicht. Wichtig ist, dass dies das ist, was die Juden bis in die Zeit des Ersten Tempels glaubten“ (Pearlman 1965: 227; auch Rose 2004: 9).
For Ben-Gurion, the invention of a Hebrew tradition and the synthesising of a nation meant that the Hebrew Bible became not a religious document or a repository of theological assertions; it was reinvented as a nationalised and racialised sacred text central to the modern foundational myths of secular Zionism. As a primordialist ideaology of secular nationalism, asserting the antiquity of Jewish nationalism (Smith, A. 1986, 1989: 340‒367), and inspired by Eurocentric völkisch and racial ideologies, Ben-Gurion’s Zionism viewed the Bible in an entirely functional way: the biblical language, narrative and place names functioned as a mobilising myth and as an ‘historical account’ of Jews’ ‘title to the land’ – a claim not necessarily borne out by recent archaeological findings. For Ben-Gurion, it was not important whether the biblical narrative and place names were an objective and true record of actual historical events and the past. It is not entirely clear whether Ben-Gurion assumed that the ancient events the Israeli state was re-enacting had actually occurred. But, as he explains, ‘It is not important whether the [biblical] story is a true record of an event or not. What is of importance is that this is what the Jews believed as far back as the period of the First Temple’ (Pearlman 1965: 227; also Rose 2004: 9).
Wie Ben-Gurion standen viele säkulare Arbeiterzionisten der Religion von Anfang an zutiefst ambivalent gegenüber. Obwohl der Name der Bewegung vom Wort „Zion“ abgeleitet ist, das ursprünglich der Name einer Festung in Jerusalem war, erfand der Zionismus das Judentum neu und übersetzte jüdische Themen in politisches Handeln. Darüber hinaus hatte der Zionismus den Ehrgeiz, eine neue hebräische Gesellschaft zu schaffen, die sich vom jüdischen Leben in der Diaspora unterscheiden sollte, und er sah das multireligiöse und pluralistische Jerusalem nicht als geeigneten Ort für die Gründung einer solchen neuen Gesellschaft an. Es war nicht nur voller Fremder (der einheimischen palästinensischen Araber), sondern wurde auch vom friedlichen „alten jüdischen Yishuv“ bewohnt, dessen Mitglieder Teil der antizionistischen ultraorthodoxen Gemeinschaft waren. Es ist daher kein Wunder, dass die Zionisten es vorzogen, die neue (und reine) jüdische Stadt Tel Aviv an der Mittelmeerküste zu errichten, unmittelbar außerhalb der palästinensischen Stadt Jaffa. Tel Aviv wurde 1910 in einer Region gegründet, die der Bibel zufolge von den Philistern (nicht den Israeliten) beherrscht wurde.
Like Ben-Gurion, many secular labour Zionists displayed from the outset a deeply ambivalent attitude towards religion. Although the movement’s name is derived from the word ‘Zion’, which was originally the name of a fortress in Jerusalem, Zionism reinvented Judaism and translated Jewish themes into political action. Furthermore, Zionism had ambitions to create a new Hebrew society that would be different from Jewish life in the diaspora and did not see multi-religious and pluralistic Jerusalem as the appropriate place for the founding of such a new society. Not only was it full of aliens (native Palestinian Arabs), but it was also inhabited by the peaceful ‘old Jewish Yishuv’, whose members were part of the anti-Zionist ultra-Orthodox community. It is no wonder, therefore, that the Zionists preferred to build the new (and pure) Jewish city of Tel Aviv on the Mediterranean coast, just outside the Palestinian city of Jaffa. Tel Aviv was founded in 1910 in a region which, according to the Bible, was ruled by the Philistines (not the Israelites)
ab dem 12. Jahrhundert v. Chr. Die Stadt wurde nach einer babylonischen Stadt benannt, die in Hesekiel (3,15) erwähnt wird. Doch die ethno-religiöse „Reinheit“ der europäischen jüdischen Kolonie, des Neuen Yishuv, zeigte sich am deutlichsten daran, dass seine zionistischen Führer während der Mandatszeit lieber im demografisch exklusiven Tel Aviv lebten als im multireligiösen Jerusalem oder Jaffa.
from the 12th century BC onwards. It was named after a Babylonian city mentioned in Ezekiel (3:15). But the ethno-religious ‘purity’ of the European Hebrew colony, the New Yishuv, was best illustrated by the fact that during the Mandatory period its Zionist leaders preferred to live in the demographically exclusive Tel Aviv rather than in multi-religious Jerusalem or Jaffa.
Die zionistischen Einwanderer, die sich dafür entschieden, in Jerusalem zu leben, ließen sich außerhalb der historischen Altstadt nieder und errichteten neue jüdische Viertel sowie die erste jüdische Universität: die Hebräische Universität Jerusalem. Tel Aviv blieb Sitz der (hebräischen) Histadrut und aller hebräischen Tageszeitungen. Und während die zionistischen Führer des Neuen Yishuv weiterhin den Namen Jerusalem beschworen, lebten sie nicht dort, und die meisten jüdischen Einwanderer nach Palästina, etwa 80 Prozent, ließen sich entlang der Mittelmeerküste nieder, einer Region, die (laut Avishai Margalit von der Hebräischen Universität) nie die historische Heimat des jüdischen Volkes gewesen war.25
Those Zionist immigrants who chose to live in Jerusalem settled outside the historic city and built new Jewish neighbourhoods and the first Jewish university: the Hebrew University of Jerusalem. Tel Aviv remained home to the (Hebrew) Histadrut and all the Hebrew daily papers, and while Zionist leaders of the New Yishuv continued to swear by the name of Jerusalem, they did not live there and most of the Jewish immigrants to Palestine, about 80 per cent, settled along the Mediterranean coast, a region that (according to Avishai Margalit, of the Hebrew University) had never been the historic homeland of the Jewish people.25
Die Erfindung eines neuen männlichen kollektiven Gedächtnisses beruhte auf hegemonialer Staatsmacht: der „neuhebräischen“ Sprache, dem „neuen hebräischen Mann“, einer neuen und militarisierten Gesellschaft und einer ausschließlich jüdischen „hebräischen Stadt“ (Tel Aviv), einer neuen Siedlerkolonie des „Neuen Yishuv“ sowie den neuen und bewaffneten hebräischen Arbeitern der Histadrut, des Allgemeinen Verbands hebräischer Arbeiter im Land Israel. Die 1920 gegründete, militarisierte Histadrut und der Militärdienst waren zentral für das zionistische Eroberungsprojekt. Sie verkörperten jene neu geschaffene muskulöse und kämpferische nationale Identität. Insbesondere die militarisierte Histadrut beherrschte sowohl die wirtschaftliche als auch die militärisch-sicherheitspolitische Infrastruktur des zionistischen Yishuv und spielte eine große Rolle bei Einwanderung, Landbesiedlung und Kolonisierung, wirtschaftlichen Aktivitäten, Arbeitsbeschaffung und militärischer Organisation und Verteidigung (der Haganah), wobei die gewerkschaftliche Tätigkeit nur einen Teil ihrer Aktivitäten ausmachte.26 Palästinensische Bürger Israels wurden bis 1959 nicht als Mitglieder aufgenommen. Die Histadrut wurde zentral für dieses Vorhaben, ein „Neues Siedlungswerk“ aus Blut und gemeinsamer Abstammung zu schaffen und den „biblischen Boden“ durch Eroberung zurückzugewinnen. In den 1920er Jahren begann die zionistische Arbeiterführung zudem, in Palästina eine Boykottstrategie zu entwickeln. So schrieb Ben-Gurion 1929 von der Notwendigkeit einer „Eisernen Mauer [zionistischer] Arbeitersiedlungen, die jede hebräische Stadt und Ortschaft umgeben, Land und menschliche Brücke, die isolierte Punkte verbinden“, und die in der Lage sein würde, die Doktrin der ausschließlichen „hebräischen Arbeit“ (‚avoda ‚ivrit) und des „hebräischen Bodens“ (adama ‚ivrit) durchzusetzen (Masalha 1992: 24‒25).
The invention of a new masculine collective memory was based on hegemonic state power: the ‘New Hebrew’ language, the ‘New Hebrew Man’, a new and militarised society and an exclusively Jewish ‘Hebrew City’ (Tel Aviv), a ‘New Yishuv’ settler colony, and the new and armed Hebrew workers of the Histadrut, the General Federation of Hebrew Workers in the Land of Israel. Established in 1920, the militarised Histadrut and military service were central to the Zionist project of conquest. They represented that newly constructed muscular and militant national identity. The militarised Histadrut, in particular, dominated both the economic and military- security infrastructure of the Zionist Yishuv and played a major role in immigration, land settlement and colonisation, economic activities, labour employment and military organisation and defence (the Haganah), with trade union activity as only one part of its activities.26 Palestinian citizens of Israel were not admitted as members until 1959. The Histadrut became central to this drive designed to create a ‘New Settlement’ of blood and common descent and redeem the ‘biblical soil’ by conquest. In the 1920s the Zionist Labour leadership also began to develop a boycott strategy in Palestine. Thus, in 1929, Ben-Gurion wrote of the need for an ‘Iron Wall of [Zionist] workers’ settlements surrounding every Hebrew city and town, land and human bridge that would link isolated points’ and which would be capable of enforcing the doctrine of exclusive ‘Hebrew labour’ (‘avoda ‘ivrit) and ‘Hebrew soil’ (adama ‘ivrit) (Masalha 1992: 24‒25).
Obwohl Ben-Gurions Zionismus zutiefst säkular war, betonte er instrumentell die jüdische Religion und die jüdische „Ethnizität“, förderte den Kult und die Mythologien des alten Israel sowie die biblischen Schlachten, unterstützte die Wiederbelebung einer scheinbar toten Sprache, des Hebräischen, baute eine mächtige Armee auf, die später entstand, umgab die „ethnisch“ exklusive, „reine“ Kolonie, den Yishuv, mit einer „Eisernen Mauer“ (Shlaim 2000; Masalha 2000) und führte einen erbitterten Kampf um politische Unabhängigkeit und territoriale Ausdehnung im gesamten Land Palästina. In einem Artikel mit dem Titel „(Re)naming the Landscape: The Formation of the Hebrew Map of Israel 1949–1960“ schreiben die israelischen politischen Geographen Maoz Azaryahu und Arnon Golan:
Although deeply secular, Ben-Gurion’s Zionism instrumentally emphasised Jewish religion and Jewish ‘ethnicity’, promoted the cult and mythologies of ancient Israel and biblical battles, promoted the revival of a seemingly dead language, Hebrew, built up what became a powerful army, surrounded its ‘ethnically’ exclusive, ‘pure’ colony, the Yishuv, with an ‘Iron Wall’ (Shlaim 2000; Masalha 2000) and waged a bitter struggle for political independence and territorial expansion throughout the land of Palestine. In an article entitled: ‘(Re)naming the Landscape: The Formation of the Hebrew Map of Israel 1949–1960’, Israeli political geographers Maoz Azaryahu and Arnon Golan write:
Die Bedeutung, die dem Hebräischen als Sprache und Kultur der nationalen Wiedergeburt beigemessen wurde, zeigte sich auch in der Betonung der Reinheit des Hebräischen und in den Verfahren der Hebraisierung. Zur Hebraisierung gehörte die Einführung hebräischer Bezeichnungen in verschiedenen Bereichen des wissenschaftlichen Wissens, etwa in der Botanik oder der Zoologie. Von besonderer politischer Bedeutung und mit weitreichenden persönlichen Folgen war die Hebraisierung der Familiennamen jüdischer Einwanderer. Diese Maßnahme gehörte zum Aufbau einer neuen hebräischen Identität. In den ersten Jahren der israelischen Unabhängigkeit nutzte Ben-Gurion, der Gründervater des modernen Israel, seine Autorität, um hebräische Familiennamen zu fördern. In seiner Funktion als Verteidigungsminister machte er die Hebraisierung der Familiennamen für israelische Beamte verbindlich, die in repräsentativen Positionen dienten, etwa für hochrangige Armeeoffiziere und Diplomaten. (Azaryahu und Golan 2001: 182)
The importance assigned to Hebrew as the language and culture of national revival was also manifest in the emphasis upon Hebrew purity and Hebraicization procedures. Hebraicization included the introduction of Hebrew nomenclatures in various fields of scientific knowledge e.g. botany or zoology. Of special political bearing and with far reaching personal consequences was the Hebraicization of family names of Jewish immigrants. This measure belonged to the construction of a new Hebrew identity. In the first years of Israeli independence, Ben-Gurion, the founding father of modern Israel, used his authority to promote Hebrew family names. In his capacity as a Defence Minister, he made the Hebraicization of family names obligatory for Israeli officials serving in representative positions e.g. high ranking army officers and diplomats. (Azaryahu and Golan 2001: 182)
Die Anthroponomastik (oder Anthroponymie) ist die Wissenschaft von den Personennamen.
Anthroponomastics (or anthroponymy) is the study of personal names.
Zionistische toponymische und anthroponymische Projekte waren zentral für die zionistischen Strategien der Siedlerkolonialisierung in Palästina. Dazu gehörten nicht nur die Hebraisierung, Biblisierung und Judaisierung des Landes, sondern auch die Selbst-Indigenisierung und Selbst-Antiquisierung. Persönliche Namen wie Allon (Eiche; Arabisch:
Zionist toponymic and anthroponymic projects were central to Zionist settler-colonisation strategies in Palestine and these included not only Hebrewisation, biblicisation and Judaisation of the country, but also self-indigenisation, self-antiquation. Personal names such Allon (oak; Arabic:
ballut) und Aloni (meine Eiche) wurden in den Strategien zur Indigenisierung der zionistischen Siedler sehr populär. Die „Palästina-Eiche“ (بلوط فلسطين, Quercus Calliprinos) und Pistacia Palaestina sind international bekannte, einheimische Bäume, die in Palästina, der östlichen Mittelmeerregion und der Levante (besonders in Palästina, Syrien und Libanon) verbreitet sind. Die Pistacia Palaestina verleiht der Landschaft Galiläas ein leuchtendes Rot. Von den drei Eichenarten, die im heutigen Palästina vorkommen, ist die „Stechpalmeiche“ (Quercus Coccifera) am häufigsten. Sie überzieht die felsigen Hügel Palästinas mit dichtem Buschwerk aus Bäumen. Und über viele Jahrhunderte wurde der traditionelle palästinensische Pflug, der zur Vorbereitung der Aussaat oder zum Lockern und Wenden des Bodens diente, aus Eichenholz gefertigt. Wie der palästinensische Olivenbaum ist die „Eiche Palästinas“ ein weiteres zentrales Symbol Palästinas und des palästinensischen Lebens.
ballut) and Aloni (my oak) became very popular in Zionist settlers’ indigenising strategies. ‘Palestine Oak’ ( بلوط فلسطين , Quercus Calliprinos) and Pistacia Palaestina are internationally famous, indigenous trees common to Palestine, the eastern Mediterranean region and the Levant (especially Palestine, Syria and Lebanon). ‘Pistacia Palaestina’ adds brilliant red to the Galilee landscape. Of the three species of oak found in modern Palestine, the ‘prickly evergreen oak’ (Quercus Coccifera) is the most abundant. It covers the rocky hills of Palestine with dense brushwood of trees. And for many centuries the traditional Palestinian plough, used in preparation for sowing seeds or to loosen or turn the soil, was made of oak wood. Like the Palestinian olive tree, ‘Oak Palestine’ is another key symbol of Palestine and Palestinian life.
Die Eiche Palästinas spielte eine bedeutende Rolle in palästinensischen Kindergeschichten und allgemein im palästinensischen kulturellen Gedächtnis und in der Folklore.
The oak tree of Palestine played a major part in Palestinian stories for children and generally in Palestinian cultural memory and folklore.
Innerhalb der zionistischen Strategien gibt es eine lange Liste zionistischer Führer, die ihre russischen und osteuropäischen Namen formell in hebräisch klingende Namen änderten. Viele änderten ihre Namen auf Ben-Gurions militärische Anweisungen hin nach der Gründung Israels im Jahr 1948. Während nur eine kleine Minderheit der osteuropäischen Juden, die in die USA oder nach Großbritannien ausgewandert waren, freiwillig beschloss, ihre Namen anzupassen, wurden Mitglieder fast der gesamten zionistischen Elite Israels nach Mai 1948 unter Druck gesetzt, ihre europäischen Namen in „authentisch“ klingende biblische Namen zu ändern. Tatsächlich wurde dieser intensive Druck fast unmittelbar nach der Gründung Israels im Mai 1948 ausgeübt. Er ging von oben aus, vom Premierminister und Verteidigungsminister David Ben-Gurion, der alle hohen Offiziere der israelischen Armee faktisch anwies, ihre europäischen Nachnamen zu ändern. Yigael Sukenik, Chef der Operationen und kommissarischer Generalstabschef der Armee im Jahr 1948, war der Erste, der sich fügte: „Am 28. Juni 1948 vereidigte Ben-Gurion die Mitglieder der IDF-Oberkommandos und bestand darauf, dass jeder einen hebräischen Nachnamen annahm. Da die meisten ihre Decknamen aus der Haganah wählten, wurde Yigael Sukenik zu Yigael Yadin“ (Pasachoff 1997: 220).
Within the Zionist strategies, there is a long list of Zionist leaders who formally changed their names from Russian and East European to Hebrew-sounding names. Many changed their names following Ben- Gurion’s military directives after the establishment of Israel in 1948. While only a small minority of East European Jews who had migrated to the US or Britain chose voluntarily to anglicise their names, members of almost the entire Zionist elite of Israel were pressurised after May 1948 to change their European names to ‘authentic’-sounding biblical ones. In fact this intense pressure was applied almost immediately after the establishment of Israel in May 1948. It was applied top down by Prime Minister and Defence Minister David Ben-Gurion, who effectively ordered all senior officers of the Israeli army to change their European surnames. Yigael Sukenik, chief of operations and acting chief of staff of the army in 1948, was the first to comply: ‘On June 28, 1948, Ben-Gurion swore in the members of the IDF high command, insisting that each one adopted a Hebrew last name. Since most chose their Haganah code names, Yigael Sukenik became Yigael Yadin’ (Pasachoff 1997: 220).
Die folgende Liste zur „Biblisierung“ umfasst fast die gesamte politische, militärische und intellektuelle israelische Elite, links, rechts und in der Mitte.
The following biblicisation list includes almost the entire political, military and intellectual Israeli elite, left, right and centre:
• David Ben-Gurion (1886–1973), israelischer Ministerpräsident und Verteidigungsminister, nutzte nach 1948 die israelische Armee, um eine allgemeine Hebraisierung und Bereinigung von Familien- und Vornamen durchzusetzen. Er wurde in Russland als David Grün geboren; seine Mutter hieß Scheindel, und seine in Russland geborene Frau hieß Pauline Munweis, als sie ihn in New York kennenlernte und heiratete (später änderte sie ihren Namen in Paula).
• David Ben-Gurion (1886–1973), Israeli Prime Minister and Defence Minister, used the Israeli army after 1948 to impose general Hebraicisation and purification of family and personal names. He was born David Grün in Russia; his mother was called Scheindel and his Russian-born wife was called Pauline Munweis when she met and married him in New York (she later changed her name to Paula).
• Moshe Sharett wurde 1894 in Russland als Moshe Shertok geboren; 1948 wurde er Israels Außenminister; 1949, nach der Gründung des Staates Israel, entschied er sich, seinen Nachnamen hebräisch zu gestalten.
• Moshe Sharett was born Moshe Shertok in Russia in 1894; he became Israel’s Foreign Minister in 1948; he chose to Hebraicise his last name in 1949, following the creation of the State of Israel.
• Golda Meir wurde 1898 in Kiew als Golda Mabovitch geboren; später nannte sie sich Golda Meyerson. Interessanterweise hebraisierte sie ihren Nachnamen erst, nachdem sie 1956 Außenministerin geworden war; von 1969 bis 1974 war sie Premierministerin.
• Golda Meir was born Golda Mabovitch in Kiev in 1898; later called Golda Meyerson. Interestingly, she Hebraicised her last name only after she became Foreign Minister in 1956; she was Prime Minister 1969–1974.
• Yitzhak Shamir27 wurde 1915 als Icchak Jeziernicky im östlichen Polen geboren; er war von 1981 bis 1982 Außenminister und von 1983 bis 1984 sowie von 1988 bis 1992 Ministerpräsident.
• Yitzhak Shamir27 was born Icchak Jeziernicky in Eastern Poland in 1915; he was Foreign Minister 1981–1982 and Prime Minister 1983–1984 and 1988–1992.
• Ariel Sharon wurde 1928 im kolonialen Palästina als Ariel Scheinermann geboren
• Ariel Sharon was born Ariel Scheinermann in colonial Palestine in 1928
(an Shmuel und Vera, die später zu Dvora hebraisiert wurde, Einwanderer nach Palästina aus Russland); er war von 2001 bis 2006 Ministerpräsident.
(to Shmuel and Vera, later Hebraicised to Dvora, immigrants to Palestine from Russia); he was Prime Minister 2001–2006.
• Yitzhak Ben-Tzvi wurde 1884 in der Ukraine als Yitzhak Shimshelevich geboren, als Sohn von Tzvi Shimshelevich, der später den Namen Tzvi Shimshi annahm; er war der zweite Präsident Israels.
• Yitzhak Ben-Tzvi was born in 1884 in the Ukraine as Yitzhak Shimshelevich, the son of Tzvi Shimshelevich, who later took the name Tzvi Shimshi; he was the second President of Israel.
• Yigal Allon, Kommandeur der Palmach im Jahr 1948 und später amtierender Premierminister Israels, wurde als Yigal Peikowitz in der Siedlung Masha (Kfar Tavor) geboren. Sein Vater war 1890 aus Osteuropa nach Palästina eingewandert.
• Yigal Allon, Commander of the Palmah in 1948 and later acting Prime Minister of Israel, was born Yigal Peikowitz in the settlement of Masha (Kfar Tavor). His father immigrated to Palestine from Eastern Europe in 1890.
• Menachem Begin, der Gründer der heute regierenden Likud-Partei und der sechste Premierminister Israels, wurde als Mieczysław Biegun in Brest-Litowsk geboren, das damals zum Russischen Kaiserreich gehörte.
• Menahem Begin, the founder of the current ruling Likud party and the sixth Prime Minister of Israel, was born in Brest-Liovsk, then part of the Russian Empire, as Mieczysław Biegun.
• Yitzhak Ben-Tzvis Ehefrau, Rahel Yanait, geboren in der Ukraine als Golda Lishansky, wanderte 1908 nach Palästina aus. Sie war eine führende Persönlichkeit des Arbeiter-Zionismus und 1967 Mitbegründerin der Bewegung „Großes Land Israel“.
• Yitzhak Ben-Tzvi’s wife, Rahel Yanait, born in the Ukraine as Golda Lishansky and immigrated to Palestine in 1908. She was a labour Zionist leader and a co-founder of the Greater Land of Israel Movement in 1967.
Offenbar hat sie ihren Namen zu Ehren des hasmonäischen Königs Alexander Jannäus (der griechisierten Form von Alexander Yannai) (126–76 v. Chr.) hebraisiert und in Rahel Yanait geändert. Dieser war ein Expansionist, der während einer 27-jährigen Herrschaft nahezu ständig in militärische Konflikte verwickelt war und das Hasmonäerreich vergrößerte. Ihre beiden Söhne, die während der britischen Mandatszeit geboren wurden, erhielten biblische Namen: Amram, benannt nach dem Vater von Moses und Aaron, und Eli, benannt nach dem Hohepriester Eli.
Apparently she Hebraicised her name to Rahel Yanait in memory of the Hasmonean King Alexander Jannaeus (Hellenised name of Alexander Yannai) (126–76 BC), a territorial expansionist, who during a twenty-seven- year reign was almost constantly involved in military conflict and who enlarged the Hasmonean Kingdom. Her two sons, born during the British Mandatory period, were given biblical names: Amram, named after the father of Moses and Aaron, and Eli, named after the High Priest Eli.
Levi Eshkol wurde 1895 in der Ukraine als Levi Skolnik geboren; er war von 1963 bis 1999 der dritte Premierminister Israels.
• Levi Eshkol was born in the Ukraine in 1895 as Levi Skolnik; he was Israel’s third Prime Minister, 1963–1999.
• Pinhas Lavon (1904–1976) wurde als Pinhas Lubianiker im heutigen Ukraine geboren und zog 1929 nach Palästina; 1954 war er Verteidigungsminister und Arbeiterführer.
• Pinhas Lavon (1904–1976) was born Pinhas Lubianiker in what is now Ukraine and moved to Palestine in 1929; he was Defence Minister in 1954 and labour leader.
• Yitzhak Ben-Aharon (1906–2006) war ein israelischer Politiker, der Generalsekretär der Histadrut wurde und ein Kabinettsamt innehatte. Er wurde als Yitzhak Nussenbaum im heutigen Rumänien geboren und wanderte 1928 nach Palästina aus.
• Yitzhak Ben-Aharon (1906–2006) was an Israeli politician who became a general secretary of the Histadrut and held a cabinet post. He was born Yitzhak Nussenbaum in what is today Romania and immigrated to Palestine in 1928.
• Dov Yosef (1899‒1980, ein israelischer Politiker der Arbeiterpartei, der in neun israelischen Regierungen Ministerämter innehatte, wurde als Bernard Joseph in Montreal, Kanada, geboren.
• Dov Yosef (1899‒1980, an Israeli Labour politician who held ministerial positions in nine Israeli governments, was born Bernard Joseph in Montreal, Canada.
David Remez wurde 1886 in Belarus als David Drabkin geboren; er war Israels erster Verkehrsminister.
• David Remez was born David Drabkin in Belarus in 1886; he was Israel’s first Minister of Transportation.
• Zalman Shazar, der dritte Präsident Israels (von 1963 bis 1973), der 1921 nach Palästina einwanderte, wurde im Russischen Reich als Shneur Zalman Rubashov geboren.
• Zalman Shazar, the third President of Israel (from 1963 to 1973), who immigrated to Palestine in 1921, was born in the Russian empire as Shneur Zalman Rubashov.
• Pinhas Rutenberg (1879–1942), ein prominenter zionistischer Führer und Gründer der Palestine Electric Company, aus der die Israel Electric Corporation hervorging, wurde in der Ukraine als Pyotr Moiseyevich Rutenberg geboren.
• Pinhas Rutenberg (1879–1942), a prominent Zionist leader and the founder of the Palestine Electric Company, which became the Israel Electric Corporation, was born in the Ukraine as Pyotr Moiseyevich Rutenberg.
• Avraham Granot (1890–1962), Generaldirektor des Jüdischen Nationalfonds und später Vorsitzender von dessen Vorstand, wurde im heutigen Moldau als Abraham Granovsky geboren; nach 1948 änderte er seinen Namen.
• Avraham Granot (1890–1962), Director-General of the Jewish National Fund and later chairman of its board, was born in today’s Moldova as Abraham Granovsky; he changed his name after 1948.
• Fayge Ilanit (1909‒2002) war eine israelische Politikerin der Mapam, geboren im Russischen Kaiserreich als Fayge Hindes, Tochter von Sharaga Hindes und Hannah Shkop. Sie wanderte 1929 nach Palästina aus.
• Fayge Ilanit (1909‒2002) was an Israeli Mapam politician born in the Russian Empire as Fayge Hindes, to Sharaga Hindes and Hannah Shkop. She immigrated to Palestine in 1929.
Shimon Peres wurde 1923 in Polen als Szymon Perski geboren; er war Israels achter Premierminister und wurde 2007 zu dessen neuntem Präsidenten gewählt.
• Shimon Peres was born in Poland in 1923 as Szymon Perski; he was Israel’s eighth Prime Minister and in 2007 was elected as its ninth President.
• Der rechtsgerichtete russische zionistische Führer Zeev Jabotinsky (1880–1940), der Begründer des revisionistischen Zionismus, änderte während der Mandatszeit seinen Namen von Wladimir Jewgenjewitsch Schabotinski und wählte den räuberischen Namen Zeev („Wolf“).
• Right-wing Russian Zionist leader Zeev Jabotinsky (1880–1940), the founder of Revisionist Zionism, changed his name from Vladimir Yevgenyevich Zhabotinsky during the Mandatory period, choosing a predatory name: Zeev (‘wolf ’).
• Der bekannte Arbeiterführer Haim Arlozoroff (1899–1933) wurde als Vitaly Arlozoroff geboren.
• Prominent Labour leader Haim Arlozoroff (1899–1933) was born Vitaly Arlozoroff.
• General Yigael Yadin (1917–1984), der zweite Generalstabschef der Armee und ein Gründungsvater der israelischen biblischen Archäologie, wurde als Yigal Sukenik geboren; Ben-Gurion ordnete an, dass er seinen Nachnamen nach dem Mai 1948 ändern solle.
• General Yigael Yadin (1917–1984), the army’s second chief of staff and a founding father of Israeli biblical archaeology, was born Yigal Sukenik; he was ordered to change his surname by Ben-Gurion after May 1948.
• Eliahu Elat (1903–1990), ein israelischer Diplomat und Orientalist sowie der erste israelische Botschafter in den Vereinigten Staaten, wurde als Eliahu Epstein in Russland geboren und wanderte 1924 nach Palästina aus.
• Eliahu Elat (1903–1990), an Israeli diplomat and Orientalist and the first Israeli ambassador to the United States, was born Eliahu Epstein in Russia and immigrated to Palestine in 1924.
• Yisrael Galili (1911‒1986) war ein israelischer Regierungsminister. Vor 1948 hatte er als Stabschef der Haganah gedient. Er wurde als Yisrael Berchenko im heutigen Ukraine geboren.
• Yisrael Galili (1911‒1986) was an Israeli government minister. Before 1948 he had served as chief of staff of the Haganah. He was born Yisrael Berchenko in today’s Ukraine.
• Meir Amit (1921–2009) war ein israelischer Politiker, Kabinettsminister und von 1963 bis 1968 Leiter des Mossad. Er wurde im Mandatsgebiet Palästina als Meir Slutsky als Sohn von Siedlern aus Russland geboren.
• Meir Amit (1921–2009) was an Israeli politician and cabinet minister and head of the Mossad from 1963 to 1968. He was born in Mandatory Palestine as Meir Slutsky to settler parents from Russia.
• Meir Argov (1905–1963), israelischer Politiker und Unterzeichner der israelischen Unabhängigkeitserklärung, wurde als Meyer Grabovsky im heutigen Moldawien (damals Russisches Kaiserreich) geboren und änderte seinen Namen nach 1948.
• Meir Argov (1905–1963), Israeli politician and a signatory of the Israeli Declaration of Independence, was born Meyer Grabovsky born in Moldova (then Russian empire) and changed his name after 1948.
• Pinhas Rosen (1887‒1978), der erste israelische Justizminister und einer der Unterzeichner der israelischen Unabhängigkeitserklärung, wurde als Felix Rosenbluth in Deutschland geboren und änderte seinen Namen nach 1948.
• Pinhas Rosen (1887‒1978), the first Israeli Minister of Justice and a signatory to the Israeli Declaration of Independence, was born in German as Felix Rosenbluth and changed his name after 1948.
• Abba Hushi (1898–1969), ein israelischer Politiker und achtzehn Jahre lang Bürgermeister von Haifa, wurde als Abba Schneller (auch Aba Khoushy) in Polen geboren und wanderte 1920 nach Palästina aus.
• Abba Hushi (1898–1969), an Israeli politician and mayor of Haifa for eighteen years, was born Abba Schneller (also Aba Khoushy) in Poland and immigrated to Palestine in 1920.
• Mordechai Bentov (1900–1985) war ein Politiker und Kabinettsminister.
• Mordechai Bentov (1900‒1985) was a politician and cabinet minister.
Er wurde im Russischen Kaiserreich als Mordechai Gutgeld geboren und wanderte 1920 nach Palästina aus.
He was born in the Russian Empire as Mordechai Gutgeld and immigrated to Palestine in 1920.
• Peretz Bernstein (1890‒1971) war ein zionistischer Führer, israelischer Politiker und einer der Unterzeichner der israelischen Unabhängigkeitserklärung von 1948. Er wurde in Deutschland als Fritz Bernstein geboren, wanderte 1936 nach Palästina aus und änderte nach der Gründung Israels seinen Namen.
• Peretz Bernstein (1890‒1971) was a Zionist leader, Israeli politician and one of the signatories of the Israeli Declaration of Independence in 1948. He was born in Germany as Fritz Bernstein, immigrated to Palestine in 1936 and changed his name after the establishment of Israel.
• Avraham Granot (1890–1962), israelischer Politiker, Vorsitzender des Direktoriums des JNF und Unterzeichner der israelischen Unabhängigkeitserklärung, wurde im heutigen Moldawien als Abraham Granovsky geboren; er wanderte 1924 nach Palästina aus und änderte seinen Namen nach 1948.
• Avraham Granot (1890–1962), Israeli politician, chairman of the JNF Board of Directors and a signatory of the Israeli Declaration of Independence, was born in (today) Moldova as Abraham Granovsky; he immigrated to Palestine in 1924, and changed his name after 1948.
• Mordechai Bentov (1900‒1985), israelischer Journalist und Politiker, wurde als Mordechai Gutgeld in Polen geboren und wanderte in der Mandatszeit nach Palästina ein.
• Mordechai Bentov (1900‒1985), Israeli journalist and politician, was born Mordechai Gutgeld in Poland and immigrated to Palestine in the Mandatory period.
• Herzl Vardi (1903–1991), israelischer Politiker, Unterzeichner der israelischen Unabhängigkeitserklärung und Herausgeber der israelischen Tageszeitung Yediot Aharonot, wurde als Herzl Rosenblum in Litauen geboren und änderte nach 1948 seinen Namen.
• Herzl Vardi (1903–1991), Israeli politician, a signatory of the Israeli Declaration of Independence and editor of the Israeli daily Yediot Aharonot, was born Herzl Rosenblum in Lithuania and changed his name after 1948.
• Professor Benyamin Mazar, Mitbegründer der israelischen biblischen Archäologie, wurde als Benyamin Maisler in Polen geboren und in Deutschland ausgebildet; 1929 wanderte er nach Palästina unter britischer Kolonialherrschaft aus und hebraisierte seinen Namen.
• Professor Benyamin Mazar, co-founder of Israeli biblical archaeology, was born Benyamin Maisler in Poland and was educated in Germany; he immigrated to colonial Palestine in 1929 and Hebraicised his name.
• Yitzhak Sadeh (1890–1952), Kommandeur der Schlagtruppe der Haganah, der Palmach, und einer der wichtigsten Armeekommandeure im Jahr 1948, wurde in Russland als Isaac Landsberg geboren.
• Yitzhak Sadeh (1890–1952), commander of the Haganah’s strike force, the Palmah, and one of the key army commanders in 1948, was born in Russia as Isaac Landsberg.
General Yitzhak Rabin, der erste in Israel geborene Premierminister, amtierte von 1974 bis 1977 und von 1992 bis 1995. Er wurde als Nehemia Rubitzov in Jerusalem geboren, als Sohn eines zionistischen Siedlers aus der Ukraine.
• General Yitzhak Rabin, the first native-born Israeli Prime Minister, 1974–1977 and 1992–1995, was born Nehemiah Rubitzov in Jerusalem to a Zionist settler from the Ukraine.
• General Yigal Allon (1918–1980), Kommandeur der Palmach im Jahr 1948, Regierungsminister und amtierender Premierminister Israels, vor allem bekannt als Architekt des Allon-Plans, wurde in Palästina als Yigal Paicovitch geboren.
• General Yigal Allon (1918–1980), commander of the Palmah in 1948, government minister and acting Prime Minister of Israel, best known as the architect of the Allon Plan, was born in Palestine as Yigal Paicovitch.
Sein Großvater gehörte zu den frühen osteuropäischen Siedlern, die in den 1880er Jahren nach Palästina einwanderten. Nachdem Israel 1948 ausgerufen worden war, änderte er seinen Namen in das hebräische Allon („Eiche“).
His grandfather was one of the early East European settlers who immigrated to Palestine in the 1880s. After Israel was proclaimed in 1948 he changed his name to the Hebrew Allon (‘oak’ tree).
• Ephraim Katzir (1916–2009), der vierte Präsident Israels von 1973 bis 1978, wurde als Efraim Katchalski, Sohn von Yehuda und Tzila Katchalski, in Kiew geboren und wanderte 1925 nach Palästina unter britischem Mandat aus.
• Ephraim Katzir (1916–2009), the fourth President of Israel from 1973 to 1978, was born Efraim Katchalski, son of Yehuda and Tzila Katchalski, in Kiev and immigrated to Mandatory Palestine in 1925.
• Abba Eban (1915‒2002), israelischer Außenminister und stellvertretender Ministerpräsident, wurde als Aubrey Solomon Meir Eban in Kapstadt, Südafrika, als Sohn litauisch-jüdischer Eltern geboren; 1947, nach seiner Einwanderung in das Mandatsgebiet Palästina, änderte er seinen Vornamen in Abba (hebräisch:
• Abba Eban (1915‒2002), Israeli Foreign Minister and Deputy Prime Minister, was born Aubrey Solomon Meir Eban in Cape Town, South Africa, to Lithuanian Jewish parents; in 1947, after immigrating to Mandatory Palestine, he changed his first name to Abba (Hebrew:
(Vater) Solomon Meir Eban.
father) Solomon Meir Eban.
• General Tzvi Tzur (1923–2004), der sechste Generalstabschef der israelischen Armee, wurde in Sasslaw in der Sowjetunion als Czera Czertenko geboren.
• General Tzvi Tzur (1923–2004), the Israeli army’s sixth chief of staff, was born in the Zaslav in the Soviet Union as Czera Czertenko.
General Haim Bar-Lev, Generalstabschef der Armee in den Jahren 1968–1971 und später Minister in der Regierung, wurde 1924 in Wien als Haim Brotzlewsky geboren.
• General Haim Bar-Lev, army chief of staff in 1968–1971 and later a government minister, was born Haim Brotzlewsky in Vienna in 1924.
• Ben-Tzion Dinur (1884–1973), Israels Minister für Bildung und Kultur in den 1950er Jahren, wurde in der Ukraine als Ben-Tzion Dinaburg geboren und wanderte 1921 nach Palästina ein.
• Ben-Tzion Dinur (1884–1973), Israel’s Minister of Education and Culture in the 1950s, was born Ben-Tzion Dinaburg in the Ukraine and immigrated to Palestine in 1921.
General Moshe Ya’alon, ehemaliger Generalstabschef der Armee, wurde 1950 in Israel als Moshe Smilansky geboren.
• General Moshe Ya’alon, former army chief of staff, was born in Israel in 1950 as Moshe Smilansky.
• Der bekannte israelische Autor und Journalist Amos Elon (1926–2009) wurde in Wien als Amos Sternbach geboren.
• Prominent Israeli author and journalist Amos Elon (1926–2009) was born in Vienna as Amos Sternbach.
• Yisrael Bar-Yehuda (1895–1965) war ein israelischer Arbeiterpolitiker, der eine Reihe von Ministerposten innehatte; er wurde als Yisrael Idelson im heutigen Ukraine geboren und wanderte 1926 nach Palästina aus.
• Yisrael Bar-Yehuda (1895–1965) was an Israeli labour politician who held a number of ministerial posts; he was born Yisrael Idelson in present-day Ukraine and immigrated to Palestine in 1926.
• Israels führender Romanautor Amoz Oz wurde 1939 im Mandatsgebiet Palästina als Amos Klausner geboren. Seine Eltern, Yehuda Klausner und Fania Mussman, waren zionistische Einwanderer aus Osteuropa ins Mandatsgebiet Palästina.
• Israel’s leading novelist Amoz Oz was born in Mandatory Palestine in 1939 as Amos Klausner. His parents, Yehuda Klausner and Fania Mussman, were Zionist immigrants to Mandatory Palestine from Eastern Europe.
Gershom Scholem, ein in Deutschland geborener jüdischer Philosoph und Historiker und Begründer der modernen akademischen Erforschung der Kabbala (jüdische Mystik), wurde als Gerhard Scholem geboren; er änderte seinen Namen in Gershom Scholem, nachdem er 1923 in das Völkerbundsmandat Palästina ausgewandert war.
• Gershom Scholem, a German-born Jewish philosopher and historian and the founder of the modern academic study of Kabbalah (Jewish mysticism), was born Gerhard Scholem; he changed his name to Gershom Scholem after he emigrated to Mandatory Palestine in 1923.
• Moshe Kol (1911‒1989), israelischer Politiker und Unterzeichner der israelischen Unabhängigkeitserklärung, wurde als Moshe Kolodny in Pinsk (Russisches Kaiserreich) geboren und änderte nach 1948 seinen Namen.
• Moshe Kol (1911‒1989), Israeli politician and a signatory of the Israeli Declaration of Independence, was born Moshe Kolodny in Pinsk (Russian Empire) and changed his name after 1948.
• Avraham Nissan war eine zionistische politische Persönlichkeit im Mandatsgebiet Palästina und einer der Unterzeichner der israelischen Unabhängigkeitserklärung von 1948. Er wurde 1888 als Avraham Katznelson im heutigen Belarus geboren und änderte nach 1948 seinen Namen.
• Avraham Nissan was a Zionist political figure in Mandatory Palestine and a signatory to the Israeli Independence Declaration in 1948: He was born Avraham Katznelson in 1888 in what is now Belarus and changed his name after 1948.
• Tzvi Shiloah (1911‒2000), ein israelischer Politiker der Arbeitspartei (Mapai), der nach 1967 zu den Gründern der Bewegung für das ganze Land Israel gehörte und in den 1980er Jahren als Mitglied der Knesset für Tehiya tätig war, wurde als Tzvi Langsam in der Ukraine geboren und wanderte 1932 nach Palästina unter britischem Mandat ein.
• Tzvi Shiloah (1911‒2000), an Israeli Labour (Mapai) politician, who was one of the founders of the Whole Land of Israel Movement after 1967 and served as a member of the Knesset for Tehiya in the 1980s, was born Tzvi Langsam in the Ukraine and immigrated to Mandatory Palestine in 1932.
• Ben-Tzion Sternberg (1894–1962), ein zionistischer Aktivist und Unterzeichner der israelischen Unabhängigkeitserklärung, wurde im Habsburgerreich als Benno Sternberg geboren.
• Ben-Tzion Sternberg (1894–1962), a Zionist activist and a signatory to the Israeli Declaration of Independence, was born Benno Sternberg in the Austro-Hungarian empire.
• Yigal Tumarkin, ein in Deutschland geborener israelischer Künstler, der für sein Holocaust-Denkmal in Tel Aviv bekannt ist, wurde 1993 in Dresden als Peter Martin Gregor Heinrich Hellberg geboren.
• Yigal Tumarkin, a German-born Israeli artist known for his memorial sculpture of the Holocaust in Tel Aviv, was born in Dresden in 1993 as Peter Martin Gregor Heinrich Hellberg.
• Israels größter Dichter, Yehuda Amichai (1924–2000) (hebräisch für „Lobe mein Volk, lebe“), wurde in Deutschland als Ludwig Pfeuffer geboren. Er wanderte 1935 in das koloniale Palästina aus und trat danach der Palmach und der Haganah bei. Im Jahr 1947 war er noch als Yehuda Pfeuffer bekannt.
• Israel’s greatest poet, Yehuda Amichai (1924–2000) (Hebrew for ‘Praise my people alive’), was born in Germany as Ludwig Pfeuffer. He immigrated to colonial Palestine in 1935 and subsequently joined the Palmah and the Haganah. In 1947 he was still known as Yehuda Pfeuffer.
Amos Kenan (1927–2009), ein israelischer Kolumnist und Romanautor, wurde 1927 in Tel Aviv als Amos Levine geboren und änderte seinen Familiennamen nach 1948.
• Amos Kenan (1927–2009), an Israeli columnist and novelist, was born Amos Levine in Tel Aviv in 1927 and changed his family name after 1948.
• Peretz Bernstein (1890–1971), israelischer Politiker und einer der Unterzeichner der israelischen Unabhängigkeitserklärung im Mai 1948, wurde in Deutschland als Fritz Bernstein geboren und änderte nach 1948 seinen Namen.
• Peretz Bernstein (1890–1971), Israeli politician and one of the signatories of the Israeli Declaration of Independence in May 1948, was born in Germany as Fritz Bernstein and changed his name after 1948.
• Der israelische jüdische kommunistische Führer Meir Vilner (1918–2003), der sein politisches Leben als einer der Anführer der zionistischen linken Gruppe Hashmer Hatzair begann und im Mai 1948 unter dem Namen Meir Vilner-Kovner zu den Unterzeichnern der israelischen Unabhängigkeitserklärung gehörte, wurde als Ber Kovner in Litauen geboren und wanderte Ende der 1930er Jahre nach Palästina aus.
• Israeli Jewish communist leader, Meir Vilner (1918–2003), who began his political life as one of the leaders of the Zionist left‑wing group Hashmer Hatzair and became a signatory to the Israeli Declaration of Independence in May 1948 under the name Meir Vilner‑Kovner, was born Ber Kovner in Lithuania and immigrated to Palestine in the late 1930s.
• Abba Kovner, der Cousin von Meir Vilner-Kovner, war ein bekannter israelischer zionistischer Dichter, der in der Krimstadt Sewastopol geboren wurde. Abba Kovners Mutter, Rosa Taubman, änderte ihren Namen nach ihrer Einwanderung nach Palästina in Rachel Kovner.
• Abba Kovner, Meir Vilner‑Kovner’s cousin, was a well‑known Israeli Zionist poet born in the Crimean city of Sevastopol. Abba Kovner’s mother, Rosa Taubman changed her name to Rachel Kovner after immigrating to Palestine.
Ya’akov Zerubavel, zionistischer Schriftsteller, Verleger und einer der Führer der Poale-Zion-Bewegung, wurde in der Ukraine als Ya’akov Vitkin geboren.
• Ya’akov Zerubavel, Zionist writer, publisher and one of the leaders of the Poale Tzion movement, was born Ya’akov Vitkin in the Ukraine.
• Der Historiker Ben-Tzion Netanyahu, ein polnischer Einwanderer in die Vereinigten Staaten und der Vater des derzeitigen israelischen Premierministers Benyamin (Miliekowsky) Netanyahu, wurde 1910 in Polen als Ben-Tzion („Sohn Zions") Mileikowsky geboren.
• Historian Ben-Tzion Netanyahu, a Polish immigrant to the United States and the father of the current Israeli Prime Minister, Benyamin (Miliekowsky) Netanyahu, was born in Poland as Ben-Tzion (‘son of Zion’) Mileikowsky in 1910.
• Reuven Aloni (1919–1988), Gründer der Israel Land Administration, einer israelischen Regierungsbehörde, die für die Verwaltung des Landes in Israel zuständig ist und 93 % des Landes in Israel verwaltet, wurde als Reuven Rolanitzki geboren.
• Reuven Aloni (1919–1988), founder of the Israel Land Administration, an Israeli government authority responsible for managing land in Israel which manages 93% of the land in Israel, was born Reuven Rolanitzki.
Er war auch der Ehemann von Shulamit Aloni, geborene Shulamit Adler.
He was also the husband of Shulamit Aloni, born Shulamit Adler.
• Shulamit Aloni (1928–2014), geboren als Shulamit Adler, war eine israelische Politikerin und Vorsitzende der Partei Meretz und diente von 1992 bis 1993 als Bildungsministerin. Adlers Vater stammte aus einer polnischen Familie.
• Shulamit Aloni (1928–2014), born Shulamit Adler, was an Israeli politician and leader of the Meretz party and served as Education Minister from 1992 to 1993. Adler’s father descended from a Polish family.
• Yosef Aharon Almogi (1910–1991), ein Politiker der Arbeiterpartei, der von 1955 bis 1977 Mitglied der Knesset war und mehrere Ministerposten innehatte, wurde als Josef Karlenboim im Russischen Kaiserreich (heute in Polen) geboren und wanderte 1930 nach Palästina aus.
• Yosef Aharon Almogi (1910–1991), a Labour politician who served as a member of the Knesset between 1955 and 1977 and held several ministerial posts, was born Josef Karlenboim in the Russian Empire (today in Poland), and immigrated to Palestine in 1930.
David Magen (geboren David Monsonego im Jahr 1945) ist ein ehemaliger israelischer Politiker, der in den 1990er Jahren eine Reihe von Ministerposten innehatte; er kam 1949 aus Marokko nach Israel.
• David Magen (born David Monsonego in 1945) is a former Israeli politician who held a number of ministerial posts in 1990s; he arrived from Morocco in 1949.
• Zalman Aran (1899–1970) war ein israelischer Politiker. Er wurde als Zalman Aharonowitz in der Ukraine geboren und kam 1926 nach Palästina.
• Zalman Aran (1899–1970) was an Israeli politician. He was born Zalman Aharonowitz in the Ukraine and arrived in Palestine in 1926.
• Aharon Barak, Präsident des israelischen Obersten Gerichtshofs von 1995 bis 2006
• Aharon Barak, President of the Israeli Supreme Court from 1995 to 2006
und der Generalstaatsanwalt Israels (1975–1978), wurde 1936 in Litauen als Aharon Brick geboren. Sein Vater, Tzvi Brick, kam 1947 nach Palästina.
and the Attorney General of Israel (1975–1978), was born Aharon Brick in Lithuania in 1936. His father, Tzvi Brick, arrived in Palestine in 1947.
• Yitzhak Moda’i (1926–1998) war ein Politiker und Knessetabgeordneter; er wurde als Yitzhak Madzovitch im Mandatsgebiet Palästina geboren.
• Yitzhak Moda’i (1926–1998) was an politician and Knesset member; he was born Yitzhak Madzovitch in Mandatory Palestine.
• Yehuda Amital (1924–2010) war ein zionistischer Rabbiner, Kabinettsminister und Leiter der Yeshivat Har Etzion im Westjordanland, die 1968 gegründet wurde. Er wurde als Yehuda Klein in Rumänien geboren und kam 1944 nach Palästina.
• Yehuda Amital (1924–2010) was a Zionist Rabbi, cabinet minister and head of Yeshivat Har Etzion in the West Bank, established in 1968. He born Yehuda Klein in Romania and arrived in Palestine in 1944.
Ehud Barak (geboren 1942) ist ein israelischer Politiker, der von 1999 bis 2001 Ministerpräsident war und zuvor Generalstabschef der Armee.
• Ehud Barak (born in 1942) is an Israeli politician who served as Prime Minister from 1999 to 2001 and earlier as chief of staff of the army.
Er war der Sohn von Yisrael Mendel Brog (1910–2002), der in eine Familie hineingeboren wurde, die aus dem Russischen Reich eingewandert war. Ehud Brog hebraisierte den Familiennamen 1972 von Brog zu Barak.
He was the son of Yisrael Mendel Brog (1910–2002), born to a family which immigrated from the Russian Empire. Ehud Brog Hebrewised his family name from Brog to Barak in 1972.
• Yosef (Joseph) „Tommy“ Lapid (1931–2008) wurde als Tomislav Lampel (Томислав Лампел) in Serbien geboren. Er war ein israelischer Journalist, Politiker und Regierungsminister.
• Yosef (Joseph) ‘Tommy’ Lapid (1931–2008) was born Tomislav Lampel (Томислав Лампел) in Serbia. He was an Israeli journalist, politician and government minister.
• Naomi Chazan (geboren als Naomi Harman im Mandatsgebiet Palästina im Jahr 1946)
• Naomi Chazan (born Naomi Harman in Mandatory Palestine in 1946)
ist eine israelische Akademikerin und Politikerin. Sie ist die Tochter von Avraham Harman, einem israelischen Botschafter in den USA. Harman wurde in London geboren und wanderte 1938 nach Palästina aus.
is an Israeli academic and politician. She is the daughter of Avraham Harman, an Israeli ambassador to the US. Harman was born in London and immigrated to Palestine in 1938.
• Rachel Cohen-Kagan (1888–1982) war eine israelische Politikerin und eine von nur zwei Frauen, die 1948 die israelische Unabhängigkeitserklärung unterzeichneten. Sie wurde als Rachel Lubersky im heutigen Ukraine geboren und wanderte 1919 nach Palästina aus.
• Rachel Cohen-Kagan (1888–1982) was an Israeli politician, and one of only two women to sign the Israeli Declaration of Independence in 1948. She was born Rachel Lubersky in today’s Ukraine and immigrated to Palestine in 1919.
• Yehuda Karmon (1912‒1995), Professor für Geographie an der Hebräischen Universität, wurde als Leopold Kaufman in Polen geboren und zog 1938 nach Palästina.
• Yehuda Karmon (1912‒1995), Professor of Geography at the Hebrew University, was born Leopold Kaufman in Poland and moved to Palestine in 1938.
• Hanoch Bartov (gest. 2016), ein bekannter israelischer Schriftsteller und Journalist, der außerdem als Kulturattaché an der israelischen Botschaft in London tätig war, wurde 1926 in Palästina als Hanoch Helfgott geboren, ein Jahr nachdem seine Eltern aus Polen eingewandert waren.
• Hanoch Bartov (died in 2016), a prominent Israeli author and journalist who also served as a cultural advisor in the Israeli embassy in London, was born Hanoch Helfgott in Palestine in 1926, a year after his parents immigrated from Poland.
Offenbar fanden viele dieser Namensänderungen um oder kurz nach 1948 statt. Während der Mandatszeit war es für Einzelpersonen noch von Vorteil, ihre ursprünglichen europäischen Namen zu behalten.
Evidently many of these name changes took place around or shortly after 1948. During the Mandatory period, it was still advantageous for individuals to have their original European names.
Die obige Liste zeigt auch hochrangige Offiziere und Generalstabschefs der Armee (Hebräisch:
The above list also shows senior officers and army chiefs of staffs (Hebrew:
rav aluf) übernahmen nach 1948 hebräisch klingende Namen. Ironischerweise werden die Philister im Hebräischen Bibel als das Andere und als Erzfeinde der Israeliten dargestellt, doch seit 1948 wird ein philistäischer Begriff wie seren (ein Herr) von der israelischen Armee als Dienstgrad entsprechend dem Hauptmann verwendet. Ebenso stammen die Begriffe aluf und rav aluf (Generalmajor bzw. Generalleutnant), die für die beiden höchsten Dienstgrade der Armee verwendet werden, offenbar aus dem Neuen Testament. Im Neuen Testament war aluf („Anführer“, derjenige, der über „tausend Menschen“ befehligt) ein Adelsrang bei den Idumäern, die einige Gelehrte für nabatäischer arabischer Herkunft halten und die häufig als die unversöhnlichen Feinde der Israeliten dargestellt werden, gegen die die hebräischen Propheten heftig polemisierten.
rav alufs) adopting Hebrew-sounding names in the post-1948 period. Ironically, although in the Hebrew Bible the Philistines are constructed as the Other and arch enemy of the Israelites, since 1948 a Philistine term such as seren (a lord) has been used by the Israeli army as a rank equivalent to captain. Also, the terms aluf and rav aluf (major general and lieutenant general, respectively), which have been used for the two highest ranks in the army, are apparently from the New Testament. In the New Testament aluf (‘chief ’, the one who commands a ‘thousand people’) was a rank of nobility among the Idumites, identified by some scholars to be of Nabataean Arab origins, and often depicted as the Israelites’ inveterate enemies whom the Hebrew prophets denounced violently.
Seit 1948 hat der israelische Staat ein ethnozentrisches Identitätsverständnis gefördert, das sich auf die Traditionen von Land und Eroberung der Hebräischen Bibel stützt, insbesondere auf das Buch Josua, und auf jene Überlieferungen über die Ursprünge der biblischen Israeliten, die die Unterwerfung und Vernichtung anderer Völker forderten. Es überrascht daher kaum, dass das Buch Josua in israelischen Schulen Pflichtlektüre ist. Tatsächlich ist das Buch Josua ein Werk der Fiktion, und die israelitische „Eroberung“ war nicht der „Blitzkrieg“, als der sie im Buch Josua dargestellt wird. Dass dieses Buch dennoch einen wichtigen Platz in den israelischen Schullehrplänen und in israelischen akademischen Studiengängen einnimmt, liegt zum Teil daran, dass die Gründungsväter des Zionismus Josuas Erzählung der Eroberung als Präzedenzfall für die Errichtung Israels als Nation betrachteten (Burge 2003: 82).
Since 1948 the Israeli state has encouraged a conception of an ethnocentric identity on the basis of the traditions of land and conquest of the Hebrew Bible, especially the Book of Joshua, and those dealing with the biblical Israelites’ origins that demanded the subjugation and destruction of other peoples. It is hardly surprising, therefore, that the Book of Joshua is required reading in Israeli schools. In fact, the Book of Joshua is a work of fiction and the Israelite‘conquest’ was not the‘Blitzkrieg’it is made out to be in the Book of Joshua. But this book holds an important place in the Israeli school curricula and Israeli academic programmes partly because the founding fathers of Zionism viewed Joshua’s narrative of conquest as a precedent for the establishment of Israel as a nation (Burge 2003: 82).
Obwohl der Bericht über die Versklavung der Israeliten im alten Ägypten, wie er im Buch Exodus beschrieben wird, allgemein als Mythos anerkannt ist, wird er an israelischen Schulen und Universitäten als tatsächliche Geschichte behandelt.
Although the account of the Israelites’ enslavement in ancient Egypt as described in the Book of Exodus is generally recognised as a myth, in Israeli schools and universities this is treated as actual history.
Darüber hinaus haben israelische akademische Einrichtungen seit 1948 die gleiche kolonialistische Tradition der Informationsbeschaffung und Datensammlung fortgesetzt.
Furthermore, since 1948 Israeli academic institutions have continued the same colonialist tradition of intelligence gathering and data collection.
Die israelische Armee und insbesondere die israelische biblische Wissenschaft waren von jeher eng miteinander verbunden und enge Partner beim Aufbau der Nation.
The Israeli army and Israeli biblical academy, in particular, have always been intimately connected to and close partners in nation-building.
Die Beteiligung an nationalistischer Mobilisierung durch die Bibel und Mythenbildung im Rahmen fragwürdiger wissenschaftlicher Tätigkeit betrifft eine große Zahl israelischer Akademiker und Sozialwissenschaftler, insbesondere Archäologen, politische Geographen und Orientalisten. Die Verstrickung israelischer akademischer Einrichtungen mit dem Regierungsausschuss für Namensgebung (unten), der seit den frühen 1950er Jahren besteht und weiterhin vom Büro des israelischen Premierministers aus tätig ist, ist vielleicht das beste Beispiel für die akademische Mitverantwortung an der Wissensproduktion durch Mythenbildung.
Engagement in nationalist mobilisation, using the Bible and myth-making through spurious scholarly activity involves a large number of Israeli academics and social scientists, in particular archaeologists, political geographers and Orientalists. The involvement of Israeli academic institutions with the Governmental Names Committee (below), which has operated since the early 1950s, and continues to do so, from the Israeli Prime Minister’s Office, is perhaps the best example of academic complicity in the production of knowledge through myth-making.