Afula ist eine israelische Stadt im Nordbezirk, die aufgrund ihrer strategischen Lage im Jesreel-Tal (Marj ibn ʿAmer) oft als „Hauptstadt des Tals“ bezeichnet wird.
Afula is an Israeli city in the northern district often known as the ‘Capital of the Valley’ due to its strategic location in the Jezreel Valley (Marj ibn ‘Amer).
Es wurde 1925 von zionistischen Siedlern gegründet, nachdem Yehoshua Hankin (1864–1945), der in Russland geborene Aktivist, der für den Großteil der bedeutenden Landkäufe der Jewish Colonial Association im späten osmanischen und frühen britischen Mandatsgebiet Palästina verantwortlich war, große Landflächen (60.000 Dunam) arabischen Landes von den abwesenden arabischen Grundbesitzern der Familie Sursuk aus Beirut erworben hatte. Diese Flächen wurden zum Standort zahlreicher neuer zionistischer Kolonien, darunter Dayans Nahlal, Giva, Ein Harod, Kfar Yehezkel, Beit Alfa und Tel Yosef. Diese Siedlungen ersetzten mehrere palästinensische Dörfer, die von der Landkarte verschwanden, von denen einige in Dayans obigem Text erwähnt werden.
It was founded in 1925 by Zionist settlers after the purchase of large tracts (60,000 dunums) of Arab land from the Arab absentee landlords of the Sursuk family in Beirut by Yehoshua Hankin (1864–1945), the Russian-born activist who was responsible for most of the major land purchases for the Jewish Colonial Association in late Ottoman Palestine and early Mandatory Palestine. These tracts became the site of numerous new Zionist colonies, including Dayan’s Nahlal, Giva, Ein Harod, Kfar Yehezkel, Beit Alfa and Tel Yosef, settlements which replaced several Palestinian villages that disappeared from the map, some of which are mentioned by Dayan above.
Die Etymologie der zionistischen Siedlungsbezeichnung Afula leitet sich vom Namen des palästinensisch-arabischen Dorfes al-Fuleh ab, das der arabische Geograph Yaqut al-Hamawi im Jahr 1226 als eine Stadt in der Provinz Jund Filastin erwähnte. Der arabische Ortsname al-Fuleh stammt vom Wort ful für Saubohnen, die zu den ältesten Nutzpflanzen des Nahen Ostens gehören und von den einheimischen Palästinensern im Marj Ibn ‘Amer weit verbreitet angebaut wurden. Das palästinensische Dorf al-Fuleh selbst wurde während der Mandatszeit entvölkert. Die 9500 Dunum Land von al-Fuleh, auf denen auch die jüdische Siedlung Merhavya entstand, markierten den Beginn eines erbitterten Kampfes zwischen den einheimischen Palästinensern und den zionistischen Kolonisten um die Rechte palästinensischer Pachtbauern, die vertrieben worden waren, und führten schließlich zum Ausbruch des bäuerlich getragenen palästinensischen Aufstands von 1936–1939. Mit Blick auf die internen zionistischen „Transfer“-Debatten äußerte sich Berl Katznelson, einer der beliebtesten und einflussreichsten Führer der dominierenden Mapai-Partei, im August 1937 auf einer Debatte der Weltkonvention von Ihud Po’alei Tzion (dem höchsten Forum der dominierenden zionistischen Weltarbeiterbewegung) wie folgt:
The etymology of the Zionist settler toponym Afula is derived from the name of the Palestinian Arab village al-Fuleh, which in 1226 Arab geographer Yaqut al-Hamawi mentioned as being a town in the province of Jund Filastin. The Arabic toponym al-Fuleh is derived from the word ful, for fava beans, which are among the oldest food plant in the Middle East and were widely cultivated by local Palestinians in Marj Ibn ‘Amer. The Palestinian village of al-Fuleh itself was depopulated during the Mandatory period. The 9500 dunums of land of al-Fuleh, which also became the site of the Jewish settlement of Merhavya, marked the beginning of a bitter struggle between the indigenous Palestinians and Zionist colonists over the rights of Palestine tenant farmers who had been evicted and eventually led to the eruption of the Palestrina peasant-based rebellion in 1936‒1939. Reflecting on the internal Zionist ‘transfer’ debates, Berl Katznelson, one of the most popular and influential leaders of the dominant Mapai party, had this to say in a debate at the World Convention of Ihud Po’alei Tzion (the highest forum of the dominant Zionist world labour movement), in August 1937:
Die Frage der Bevölkerungsumsiedlung hat unter uns eine Debatte ausgelöst.
The matter of population transfer has provoked a debate among us:
Ist es erlaubt oder verboten? Mein Gewissen ist in dieser Hinsicht absolut rein. Ein entfernter Nachbar ist besser als ein naher Feind. Sie [die Palästinenser] werden dadurch nicht verlieren. Letztlich handelt es sich hierbei um eine politische und siedlungspolitische Reform zum Nutzen beider Seiten. Ich bin schon lange der Meinung, dass dies die beste aller Lösungen ist ...
Is it permitted or forbidden? My conscience is absolutely clear in this respect. A remote neighbour is better than a close enemy. They [the Palestinians] will not lose from it. In the final analysis, this is a political and settlement reform for the benefit of both parties. I have long been of the opinion that this is the best of all solutions ...
Ich habe immer geglaubt und glaube auch heute noch, dass sie dazu bestimmt waren, nach Syrien oder in den Irak überführt zu werden. (Zitiert nach Masalha 1992: 71)
I have always believed and still believe that they were destined to be transferred to Syria or Iraq. (Cited in Masalha 1992: 71)
Ein Jahr später, auf der Sitzung des Exekutivkomitees der Jewish Agency im Juni 1938, bekräftigte Katznelson seine Unterstützung für eine umfassende und „zwangsweise Umsiedlung“ der Palästinenser und fügte hinzu: „Was die Umsiedlung arabischer Einzelpersonen betrifft, so tun wir das ständig“ (zitiert nach Masalha 1992: 114). Anfang der 1940er Jahre erinnerte Katznelson seine Kollegen in der Mapai daran, dass die vollständige Vertreibung der Palästinenser die Fortsetzung eines natürlichen Prozesses war, der begonnen hatte, als zionistische Siedler arabische Pächter und Bewohner verdrängten, mit der Gründung des Kibbuz Merhavya auf dem Land von al-Fuleh, was zu einer kleinen Umsiedlung von Arabern geführt hatte (Masalha 1992: 130).
A year later, at the Jewish Agency’s Executive Committee of June 1938, Katznelson reiterated his support for a wholesale and ‘compulsory transfer’ of the Palestinians and added: ‘Regarding the transfer of Arab individuals, we are always doing this’ (cited in Masalha 1992: 114). In the early 1940s Katzelson reminded his colleagues in Mapai that the wholesale evacuation of the Palestinians was the continuation of a natural process that had begun when Zionist settlers had displaced Arab tenant farmers and residents with the establishment of Kibbutz Merhavya on the land of al-Fuleh which had led to a small-scale Arab ‘transfer’ (Masalha 1992: 130).