3.6 Händeschütteln in der Schweiz
3.6 Shaking Hands In Switzerland
Im Jahr 2016 begann die Schweiz, muslimische männliche Schüler zu bestrafen, wenn sie sich weigerten, den Lehrerinnen die Hand zu geben.4
In 2016, Switzerland began fining Muslim male students if they refused to shake the hands of their female teachers.4
Und keine geringe Strafe dazu. Studierende könnten mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Dollar belegt werden.
And not a small fine, either. Students could be fined up to $5000.
Ich bin hier nur als Übersetzer tätig und kann deine Frage nicht direkt beantworten. Wenn du mir einen englischen Text zum Übersetzen ins Deutsche gibst, übersetze ich ihn gern.
Is this not a kind of sexual assault — to force a person into bodily contact against his will? What happened to all the secular feminist bluster about bodily integrity and the centrality of consent? Guess none of that matters if you are a Muslim man. If a Muslim man refuses to give you a shake, it means he is trying to oppress you like he does with all the female members of his family, right?
Als Mann erinnert mich das an die Frauen, die sich respektlos behandelt fühlen, wenn man den Blick senkt und ihnen nicht direkt in die Augen schaut, sondern nicht lächelt und lacht. Warum ist das Respektlosigkeit? Nur weil es nicht genau dem entspricht, woran man in Bezug auf gesellschaftliche Sitten gewöhnt ist, heißt das noch lange nicht, dass es Respektlosigkeit ist. Behaupten westliche Nationen nicht, kulturell tolerant und offen für Vielfalt zu sein, und werfen der muslimischen Gesellschaft dennoch unablässig Intoleranz vor? Oder meinen sie mit „Toleranz“ nur, ab und zu „ethnisches“ Essen zu probieren und sich zu Halloween in Kostüme anderer Kulturen zu werfen?
As a man, this reminds me of the women who feel disrespected if you lower your gaze and do not stare into their eyes and smile and laugh. Why is that disrespect? Just because it does not accord with exactly what you are used to in terms of social custom does not mean it is disrespect. Don’t Western nations claim to be culturally tolerant and open to diversity, yet incessantly accuse Muslim society of intolerance? Or by “tolerance” do they just mean eating “ethnic” food every now and then and dressing up in cultural costumes for Halloween?
Und das Argument, dass die Weigerung, Hände zu schütteln, Geschlechterrollen und Geschlechtertrennung verstärkt – ja natürlich tut sie das! Genau darum geht es ja! Wenn Sie diese Dinge für schlecht halten, bitte sehr. Ich kann nichts dafür, wenn Sie unwissend sind. Und wenn Sie Muslime dazu zwingen wollen, in dieser Hinsicht gegen ihre Prinzipien zu verstoßen, auch gut, das können Sie gern tun. Aber verweisen Sie nicht auf muslimische Länder mit verpflichtenden Kleidervorschriften und verpflichtender Geschlechtertrennung und schreien dann Zeter und Mordio, denn das wäre inkonsequent. Der Westen will seine kulturellen Werte durchsetzen; Muslime wollen ihre islamischen Werte durchsetzen. Nur beanspruchen muslimische Staaten nicht heuchlerisch, ein neutrales, säkulares Land der Religionsfreiheit und Toleranz für alle zu sein.
And the argument that refusing to shake hands reinforces gender roles and gender separation — yeah of course it does! That’s the whole point! If you believe those things to be bad, fine. Can’t help it if you’re ignorant. And if you want to force Muslims to violate their principles in this regard, fine to do that too. But don’t point to Muslim countries that have mandatory dress codes and mandatory gender separation and cry foul because that would be inconsistent. The West wants to enforce its cultural values; Muslims want to enforce their Islamic values. Except Muslim nations do not claim, hypocritically, to offer a neutral secular land of religious freedom and tolerance for all.
Ehrlich gesagt: Wenn der Westen Muslime zwingen will, islamische Normen zu verletzen, ist das nur das jüngste Beispiel dafür, dass die angebliche Neutralität des Säkularismus ein Trugbild ist. Es gibt keine Neutralität. Es sind westliche kulturelle Normen, die allem zugrunde liegen und es prägen. Deshalb berufe ich mich in meinen Argumenten nie auf „Religionsfreiheit“. Der Begriff „Religionsfreiheit“ stammt aus einem westlichen philosophischen Kontext mit einer ganz bestimmten, auf westlichen kulturellen Vorstellungen beruhenden Definition von „Religion“. Verschiebt sich die Kultur nur weit genug, lässt sich allen alles aufzwingen und als mit „Religionsfreiheit“ vereinbar darstellen. Man denke an „Homosexualität“. Anfangs wurde sie universell verurteilt. Dann verschob sich die Kultur ein wenig, und sie wurde zu einer Frage religiöser Lehre: Manche Religionen sehen sie ablehnend, andere, modernistisch-hippieske, nicht. Danach fiel sie in den Bereich der Religionsfreiheit und des „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“. Dann kam eine weitere kulturelle Verschiebung, und heute wird sie universell gefeiert, während diejenigen, die nicht in den Jubel einstimmen, nicht aus einer akzeptablen religiösen Überzeugung handeln sollen, sondern aus Bigotterie, Hass und Vorurteil. Diese Dinge gelten als schädlich, und das lässt sich regulieren. Jetzt musst du eben die Torte für die Hochzeit des schwulen Paares backen, ob du willst oder nicht. SEI EINFACH STILL UND BACK DIE TORTE.
Honestly, if the West wants to force Muslims to violate Islamic norms, it will just be the latest thing that proves how the supposed neutrality of secularism is a mirage. There is no neutrality. It is just Western cultural norms that underlie and inform everything. That is why I never appeal to “religious freedom” in my arguments. This is because the term “religious freedom” comes from a Western philosophical context with a very particular definition of “religion” based on Western cultural conceptions. If the culture shifts enough, you can shove anything down people’s throats and tell them it is consistent with “religious freedom.” Look at “homosexuality.” At first, it was something universally condemned. Then the culture shifted a little and it became a matter of religious doctrine — some religions look down on it, other modernist hippy religions do not. And then, it fell within the domain of religious freedom and “agree to disagree.” Then another cultural shift happened and now it is universally celebrated and those who fail to join the jubilation are not doing so out of acceptable religious conviction. No, they are doing so out of bigotry, hate, and prejudice and these are all things that cause harm and that is something that can be regulated and now you have to bake a cake for the gay wedding, whether you like to or not. JUST SHUT UP AND BAKE THE CAKE.
Muslime haben nicht deshalb in der westlichen Welt leben und ihre Religion in zufriedenstellendem Maße ausüben können, weil es irgendwelche heiligen, magischen Prinzipien religiöser Toleranz, Freiheit und Säkularismus gibt, blah blah blah. Absolut nicht. Bitte, bitte hört auf, diesen Unsinn zu glauben. Es ist nur ein Zufall, dass die westliche Kultur, die ihre Wurzeln im Christentum hat, mit dem Islam genügend vereinbar ist, sodass Muslime zurechtkommen können. Das war für uns ein glücklicher Umstand, alhamdulillah. Doch das könnte sich jederzeit ändern. Während sich der Westen vom Einfluss seiner christlichen Wurzeln entfernt und weiterhin heidnische und satanische Ideologien übernimmt, wird der Tag kommen, an dem das Recht des Landes es unmöglich macht, die islamischen religiösen Pflichten zu erfüllen. Und diese Gesetze werden, wenn sie eingeführt sind, als völlig vereinbar mit der Religionsfreiheit gelten. Ja, es wird sogar gesagt werden, dass gerade die Religionsfreiheit diese Gesetze überhaupt erst rechtfertige. Dann wird es einige Muslime geben, die weiterhin den Kool-Aid trinken und glauben, sie könnten als Muslime frei leben, nur dass dann das, was sie für „Islam“ halten, nichts mehr mit dem zu tun haben wird, was wir als Islam kennen. Und andere Muslime, jene, die nicht schlafen, werden zu dieser Zeit viele Prüfungen und Schwierigkeiten zu bewältigen haben. Es muss vielleicht nicht zu unseren Lebzeiten geschehen. Oder vielleicht doch. Doch wenn sich die Entwicklung in Amerika und Europa der letzten zehn Jahre so fortsetzt, ist es nur eine Frage der Zeit. Allah weiß es am besten.
Muslims have been able to live in the West and practice their religion to a satisfactory extent not because of some hallowed, magical principles of religious tolerance and freedom and secularism blah blah blah. Absolutely not. Please, please stop believing this nonsense. It is just a coincidence that Western culture, which has its roots in Christianity, is compatible enough with Islam for Muslims to be able to get by. That has been a fortunate happenstance for us alhamdulillah. But that could change at any time. As the West moves away from the influence of its Christian roots and continues to adopt paganistic and satanic ideologies, the day will come that the law of the land will make it impossible to practice the Islamic religious obligations. And those laws, when they are imposed, will be seen as perfectly consistent with religious freedom. In fact, it will be said that religious freedom is what justifies those laws in the first place. And then there will be some Muslims who continue to drink the kool-aid and believe they can live freely as Muslims, except at that point what they think is “Islam” will be nothing like what we know is Islam. And other Muslims, those Muslims who are not asleep, will have a lot of trials and tribulations to contend with at that time. It might not happen in our lifetime. Or maybe it will. But if things continue to proceed as they have been for the past decade in America and Europe, it is a matter of time. Allah knows best.
Ich will nicht allzu pessimistisch klingen, aber ich denke, wir müssen unseren nichtmuslimischen Nachbarn viel Anerkennung zollen, die uns aufrichtig tolerieren (mit einer echten und nicht oberflächlichen Toleranz) und die für sie wahrscheinlich eine Menge Befremdliches sein muss. Meine Überzeugung ist, dass es jenes tiefe kulturelle Gedächtnis aus der Zeit ist, als dies traditionell christliche Gesellschaften waren. Toleranz im eigentlichen Sinne ist selbst ein religiöser Wert und kein säkular-liberaler. Unsere Pflicht als Muslime ist es, gute Nachbarn zu sein, im Umgang und treu zu unserem Glauben, damit sie sehen können, dass es noch Menschen auf dem Antlitz der Erde gibt, die Gott so anbeten, wie Er seit der Zeit der Offenbarung angebetet wurde. Sie verdienen das, und wir enttäuschen sie und uns selbst, wenn wir von himma und istiqama (Eifer/Tatkraft und Standhaftigkeit) abrücken.
I do not mean to be overly pessimistic, but I think we have to give a lot of credit to our non-Muslim neighbors who do sincerely tolerate us (with a real and not superficial tolerance) and what for them must be a lot of weirdness. My belief is that, it is that deep cultural memory from the days when these were traditional Christian societies. Tolerance in the real sense itself is a religious value, not a secular liberal one. Our duty as Muslims is to be good neighbors in kind and be true to our faith so that they can see that there are some people left on the face of the earth who worship God as He has been worshiped from the time of revelation. They deserve that and we fail them and ourselves by abandoning himma and istiqama (zeal/fortitude and steadfastness).
4. https://www.washingtonpost.com/news/worldviews/wp/2016/05/25/ in-switzerland-muslim-schoolchildren-who-refuse-to-shake-their-teachers-hand-may-be-fined-5000
4. https://www.washingtonpost.com/news/worldviews/wp/2016/05/25/ in-switzerland-muslim-schoolchildren-who-refuse-to-shake-their-teachers-hand-may-be-fined-5000