5.8 Die politische und soziale Macht der Mutterschaft
5.8 The Political And Social Power Of Motherhood
Die moderne Gesellschaft hat die Bedeutung der Mutterschaft derart herabgewürdigt, dass selbst Mütter tiefe Unsicherheiten und Depressionen entwickeln, wenn sie daran denken, nur eine „einfache Hausfrau“ oder „bloß eine Mutter, die zu Hause bleibt“ zu sein. Das Wort „Hausfrau“ selbst ist ein Schimpfwort und trägt Konnotationen von Machtlosigkeit, Unterwürfigkeit, Schüchternheit, völliger Abhängigkeit und Opferrolle. Eine Mutter, die zu Hause bleibt, bedeutet, dass sie entweder in eine solche verarmte Lage gezwungen wurde oder, noch schlimmer, sich selbst dafür entschieden hat. Nun, solange es ihre eigene Entscheidung war, ist das in Ordnung – die Gesellschaft toleriert das allein um der Freiheit der Wahl willen. Das ist der einzige Wert, den diese Entscheidung in den Augen moderner Menschen haben kann: dass sie frei getroffen wurde. Hätte man sich entschieden, sein Leben etwas Belanglosem und Sinnlosem zu widmen, wäre dies genauso wertvoll wie die Entscheidung, Mutter zu sein, die zu Hause bleibt.
Modern society has denigrated the importance of motherhood to such a degree that even mothers develop severe insecurities and depression at the thought of being a “mere housewife” or “just a stay-at-home mom.” The word “stay-at-home mom” itself is a dirty word, and bears connotations of powerlessness, meekness, timidness, abject dependence, and victim-hood. To be a stay-at-home mother means that you have either been coerced into such a destitute position or, even worse, you chose it for yourself. And sure, as long as it was your choice, that is fine — society will tolerate that purely for the sake of freedom of choice. That’s the only value that that decision could have in the eyes of modern people: that it was a decision freely made. If you decided to dedicate your life to something trivial and meaningless, that would be just as valuable as choosing to be a stay-at-home mom.